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Umzug wegen Partner, Beziehung kaputt

12. Juli um 23:24 Letzte Antwort: 16. Juli um 13:16

Hallo zusammen. Ich möchte euch hier gerne meine Geschichte erzählen in der Hoffnung ein paar andere Sichtweisen und Meinungen dazu zu bekommen.

Ich bin 40 Jahre und habe meinen jetztigen Mann mit fast 23 Jahren kennengelernt. Damals stand er kurz vor Beginn seines Auslandsstudiums. 

2 Jahre Fernbeziehung im extrem, dann noch 1 Jahr Wochenendbeziehung weil er einen Studienplatz knapp 100km entfernt von meinem Wohn- und Arbeitsort hatte und dann wagten wir den Schritt in eine gemeinsame Wohnung in meiner Heimatstadt im Ruhrpott, da er dort weiterstudieren konnte.

Die Jahre vergingen, ich arbeitete, er studierte. Es lief eigentlich ganz gut. Höhen und Tiefen wie sie normal sind. Bis er sich nach seinem Studium eine Arbeit im Sauerland besorgte. Da gab es die erste riesige Diskussion, weil ich es nicht nachvollziehen konnte wieso er knapp 60km weit zur Arbeit fahren wollte mit der Aussage das würde er aber nicht ewig pendeln, wenn ich doch hier meine Arbeit, Familie und Freunde hatte. Als Arzt hätte er definitiv überall eine Stelle bekommen. 

Immer wieder kam die Sprache darauf, dass er es sich gut vorstellen könnte die Praxis seines Onkels in seinem Heimatort im Sauerland zu übernehmen.
Ich konnte mir das nie vorstellen dort einmal zu leben. Hatte die Gegend dort ja durch Besuche bei seinen Eltern ausreichend kennengelernt. zu dem Zeitpunkt machte ich mir jedoch nicht allzuviele Sorgen weil ich meinen Partner für sehr kompromissbereit gehalten habe.

Wir heirateten und ein Jahr später wurde unsere Tochter geboren. Da ich aufgrund unserer wahnsinnigen Gehaltsdifferenz (bin Frisörin) nach der Elternzeit nur noch Teilzeit arbeiten würde (theoretisch hätte ich vmtl. gar nicht arbeiten müssen aber ich arbeite sehr gerne) fing er immer häufiger damit an, dass wir ins Sauerland ziehen müssten weil er ja Vollzeit arbeitet und ich ja wenn überhaupt erstmal nur 1 Tag. Da wäre es ja ungerecht wenn er pendeln müsste.

Ich weiß bis heute nicht warum ich nach langen Diskussionen und vielen Tränen zugestimmt habe. Ich wollte nicht weg von meinen Eltern und Geschwistern, die mich mit der kleinen so toll unterstützten. 3 Freundinnen wurden kurz nach mir schwanger. sie machten das erste Lebensjahr mit meiner Tochter zu einer tollen Erinnerung.
trotzdem fühlte ich mich verpflichtet mit meinem Mann zu gehen, der sich leider nie dazu bereit erklärt hat einen Kompromiss zu finden und sich vielleicht woanders selbstständig zu machen. Zusammen mit mir etwas neues aufzubauen, anstatt sich ins gemachte Nest zu setzen, weil er ja nach eigener Aussage schließlich die Verpflichtung hat seine Familie zu unterstützen. Das könnte ich nicht verstehen. 

All das was mir wichtig ist habe ich in dem Moment verloren, als ich die größte Fehlentscheidung neines Lebens beging und wir, als meine Tochter 1 Jahr wurde, ins Sauerland zogen.

Ich war unglücklich. Kein Park mehr vor der Haustür, kein Spaziergang mit den Freundinnen, keine Mutter, die man besuchen konnte wenn einem die Decke auf den Kopf fiel. Uns trennten jetzt immerhin 100km und meist volle Autobahnen. Dazu der Mann jeden Tag von morgens bis abends arbeiten zu dem Zeitpunkt noch im Krankenhaus.

Ich versuchte über Krabbelgruppen Kontakte zu finden. Nahezu unmöglich. Jeder kannte jeden und ich bin jetzt auch nicht gerade ein Mensch dem es leicht fällt auf andere zuzugehen. Rad fahren, mein liebstes Hobby, keine Chance. Nur Berge hoch und runter und keine Radwege. Auf der Landstraße macht es auch keinen Spaß wenn die Autos mitt 100 an einem vorbeibrettern. Vor allem nicht mit Kind.

Ich versuchte es weiterhin. Doch knapp ein halbes Jahr nach dem Umzug wurde ich schwanger - mit Zwillingen.

Jetzt braxh alles zusammen. Die Schwangerschaft war nicht ohne. Die Kontakte die ich begonnen hatte zu knüpfen konnten nicht weiter gepflegt werden und zerbrachen bis auf einen einzigen komplett.
Ich fühlte mich überfordert und erinnerte meinen Mann an sein Versprechen mit mir zurück zu gehen, sollte ich es nicht aushalten. Leider war er sehr abweisend. Ich sollte ihm etwas passendes an Wohnung präsentieren und wenn es ihm gefallen würde dann könnten wir ja nochmal drüber reden. Aber seine Arbeit wäre nunmal hier und er würde hier auch nicht wegwollen. So schlimm wie ich es darstellen würde wäre es nicht.

Leider war ich körperlich und psychisch nicht mehr dazu in der Lage etwas zu ändern.

Die ersten zwei Jahre nach der Geburt würde ich am liebsten aus meinem Gedächtnis löschen. Ich weinte täglich und fing irgendwann an mir vorzustellen mich und die Kinder umzubrigen. Es wurde erst besser als die beiden in die Kita gingen. Aber die Gedanken an Selbstmord kamen trotzdem zurück. Irgendwann habe ich es geschafft mir Hilfe zu suchen.

Seit knapp einem Jahr mache ich nun Therapie und nehme auch Antidepressiva  
Damit geht es einigermaßen. Ich lerne "nein" zu sagen und habe das Gefühl selbst-bewusster geworden zu sein. 

Vor kurzem war ich bei einer Anwältin und habe mich über Scheidung beraten lassen. Leider verlief das Gespräch für mich nicht positiv. Jetzt wo mein Mann komplett im der Praxis arbeitet, hätte er die Möglichkeit  genug Geld zu verdienen auch wenn er nur vormittags arbeitet. Die Kinder sind hier aufgewachsen und haben ein gutes Verhältnis zu ihrem Vater. Die Wahrscheinlichkeit dass ein Gericht die Kinder bei ihm lassen würde ist recht hoch. Und ohne meine kinder kann ich unmöglich so weit fortziehen. Es scheint als ob in meinem Fall wirklich die eine falsche Entscheidung ein zurück nicht mehr zulässt.

Wenn ich es schaffe die Vergangenheit ruhen zu lassen, läuft unsere Ehe einigermaßen und wir haben auch durchaus noch ein paar schöne Momente. Leider kann ich ihm jedoch nicht verzeihen, dass er nie kompromissbereit war und auch sein Versprechen nicht gehalten hat.

Jetzt möchte er im Nachbardorf ein Haus bauen. Zeitgleich habe ich ein Haus in meiner Heimatstadt gefunden, dass ich sofort gekauft hätte. Da er immer wieder betont hat, dass er im Notfall mit mir zurück gehen würde, habe ich es jetzt versucht mal genauso zu machen wie er und ihm gesagt, dass ich unbedingt dieses Haus kaufen möchte und nichts anderes für mich in Frage kommt. 

Seine Antwort wie immer die gleiche: es wäre ihm gegenüber total ungerecht da er ja schließlich als Hauptverdiener  gezwungen wäre die weite Strecke zu pendeln. Eine Übernachtung in der kleinen Wohnung über der Praxis oder bei seinen Eltern, um nur 2x die Woche zu pendeln kommt für ihn auch nicht in Frage weil er die Kinder täglich sehen will. Außerdem mag er die Großstadt nicht.
Ich sehe die logik dahinter, da der Besuch bei meiner Familie natürlich Freizeitvergnügen ist, aber mein Gefühl sagt etwas ganz anderes. Es geht ja nicht nur um Geld, sondern auch das Lebensgefühl und den Lebensmittelpunkt.

Mein Mann sagte er würde nur mit mir dort einziehen, wenn die andere Alternative Trennung wäre. 
Ich konnte ihn einfach nicht vor so eine Wahl stellen. Letzte Woche habe ich abgesagt. Seither ist kein Tag vergangen an dem ich nicht daran gedacht habe dass ich es hätte tun sollen. Jetzt ist die nächste Entscheidung im Sinne meines Mannes gefallen.

Meine Psychologin sagt, ich muss es schaffen mich auf ein Leben im Sauerland einzulassen, sonst hat alles keinen Sinn. Ich weiß nur nicht ob ich es schaffe. Und wie lange soll ich es noch probieren? Irgendwann bin ich alt und grau und bereue mein halbes Leben. 
Bin ich einfach zu egoistisch? Immer wieder muss ich mir diesen Vorwurf anhören. Dagegen ist für mich mein Mann der Egoist. Weil.er von mir verlangt dass ich sein Leben lebe. Nur ich passe einfach da nicht rein....  

Mirsa
 

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12. Juli um 23:59
In Antwort auf mirsa

Hallo zusammen. Ich möchte euch hier gerne meine Geschichte erzählen in der Hoffnung ein paar andere Sichtweisen und Meinungen dazu zu bekommen.

Ich bin 40 Jahre und habe meinen jetztigen Mann mit fast 23 Jahren kennengelernt. Damals stand er kurz vor Beginn seines Auslandsstudiums. 

2 Jahre Fernbeziehung im extrem, dann noch 1 Jahr Wochenendbeziehung weil er einen Studienplatz knapp 100km entfernt von meinem Wohn- und Arbeitsort hatte und dann wagten wir den Schritt in eine gemeinsame Wohnung in meiner Heimatstadt im Ruhrpott, da er dort weiterstudieren konnte.

Die Jahre vergingen, ich arbeitete, er studierte. Es lief eigentlich ganz gut. Höhen und Tiefen wie sie normal sind. Bis er sich nach seinem Studium eine Arbeit im Sauerland besorgte. Da gab es die erste riesige Diskussion, weil ich es nicht nachvollziehen konnte wieso er knapp 60km weit zur Arbeit fahren wollte mit der Aussage das würde er aber nicht ewig pendeln, wenn ich doch hier meine Arbeit, Familie und Freunde hatte. Als Arzt hätte er definitiv überall eine Stelle bekommen. 

Immer wieder kam die Sprache darauf, dass er es sich gut vorstellen könnte die Praxis seines Onkels in seinem Heimatort im Sauerland zu übernehmen.
Ich konnte mir das nie vorstellen dort einmal zu leben. Hatte die Gegend dort ja durch Besuche bei seinen Eltern ausreichend kennengelernt. zu dem Zeitpunkt machte ich mir jedoch nicht allzuviele Sorgen weil ich meinen Partner für sehr kompromissbereit gehalten habe.

Wir heirateten und ein Jahr später wurde unsere Tochter geboren. Da ich aufgrund unserer wahnsinnigen Gehaltsdifferenz (bin Frisörin) nach der Elternzeit nur noch Teilzeit arbeiten würde (theoretisch hätte ich vmtl. gar nicht arbeiten müssen aber ich arbeite sehr gerne) fing er immer häufiger damit an, dass wir ins Sauerland ziehen müssten weil er ja Vollzeit arbeitet und ich ja wenn überhaupt erstmal nur 1 Tag. Da wäre es ja ungerecht wenn er pendeln müsste.

Ich weiß bis heute nicht warum ich nach langen Diskussionen und vielen Tränen zugestimmt habe. Ich wollte nicht weg von meinen Eltern und Geschwistern, die mich mit der kleinen so toll unterstützten. 3 Freundinnen wurden kurz nach mir schwanger. sie machten das erste Lebensjahr mit meiner Tochter zu einer tollen Erinnerung.
trotzdem fühlte ich mich verpflichtet mit meinem Mann zu gehen, der sich leider nie dazu bereit erklärt hat einen Kompromiss zu finden und sich vielleicht woanders selbstständig zu machen. Zusammen mit mir etwas neues aufzubauen, anstatt sich ins gemachte Nest zu setzen, weil er ja nach eigener Aussage schließlich die Verpflichtung hat seine Familie zu unterstützen. Das könnte ich nicht verstehen. 

All das was mir wichtig ist habe ich in dem Moment verloren, als ich die größte Fehlentscheidung neines Lebens beging und wir, als meine Tochter 1 Jahr wurde, ins Sauerland zogen.

Ich war unglücklich. Kein Park mehr vor der Haustür, kein Spaziergang mit den Freundinnen, keine Mutter, die man besuchen konnte wenn einem die Decke auf den Kopf fiel. Uns trennten jetzt immerhin 100km und meist volle Autobahnen. Dazu der Mann jeden Tag von morgens bis abends arbeiten zu dem Zeitpunkt noch im Krankenhaus.

Ich versuchte über Krabbelgruppen Kontakte zu finden. Nahezu unmöglich. Jeder kannte jeden und ich bin jetzt auch nicht gerade ein Mensch dem es leicht fällt auf andere zuzugehen. Rad fahren, mein liebstes Hobby, keine Chance. Nur Berge hoch und runter und keine Radwege. Auf der Landstraße macht es auch keinen Spaß wenn die Autos mitt 100 an einem vorbeibrettern. Vor allem nicht mit Kind.

Ich versuchte es weiterhin. Doch knapp ein halbes Jahr nach dem Umzug wurde ich schwanger - mit Zwillingen.

Jetzt braxh alles zusammen. Die Schwangerschaft war nicht ohne. Die Kontakte die ich begonnen hatte zu knüpfen konnten nicht weiter gepflegt werden und zerbrachen bis auf einen einzigen komplett.
Ich fühlte mich überfordert und erinnerte meinen Mann an sein Versprechen mit mir zurück zu gehen, sollte ich es nicht aushalten. Leider war er sehr abweisend. Ich sollte ihm etwas passendes an Wohnung präsentieren und wenn es ihm gefallen würde dann könnten wir ja nochmal drüber reden. Aber seine Arbeit wäre nunmal hier und er würde hier auch nicht wegwollen. So schlimm wie ich es darstellen würde wäre es nicht.

Leider war ich körperlich und psychisch nicht mehr dazu in der Lage etwas zu ändern.

Die ersten zwei Jahre nach der Geburt würde ich am liebsten aus meinem Gedächtnis löschen. Ich weinte täglich und fing irgendwann an mir vorzustellen mich und die Kinder umzubrigen. Es wurde erst besser als die beiden in die Kita gingen. Aber die Gedanken an Selbstmord kamen trotzdem zurück. Irgendwann habe ich es geschafft mir Hilfe zu suchen.

Seit knapp einem Jahr mache ich nun Therapie und nehme auch Antidepressiva  
Damit geht es einigermaßen. Ich lerne "nein" zu sagen und habe das Gefühl selbst-bewusster geworden zu sein. 

Vor kurzem war ich bei einer Anwältin und habe mich über Scheidung beraten lassen. Leider verlief das Gespräch für mich nicht positiv. Jetzt wo mein Mann komplett im der Praxis arbeitet, hätte er die Möglichkeit  genug Geld zu verdienen auch wenn er nur vormittags arbeitet. Die Kinder sind hier aufgewachsen und haben ein gutes Verhältnis zu ihrem Vater. Die Wahrscheinlichkeit dass ein Gericht die Kinder bei ihm lassen würde ist recht hoch. Und ohne meine kinder kann ich unmöglich so weit fortziehen. Es scheint als ob in meinem Fall wirklich die eine falsche Entscheidung ein zurück nicht mehr zulässt.

Wenn ich es schaffe die Vergangenheit ruhen zu lassen, läuft unsere Ehe einigermaßen und wir haben auch durchaus noch ein paar schöne Momente. Leider kann ich ihm jedoch nicht verzeihen, dass er nie kompromissbereit war und auch sein Versprechen nicht gehalten hat.

Jetzt möchte er im Nachbardorf ein Haus bauen. Zeitgleich habe ich ein Haus in meiner Heimatstadt gefunden, dass ich sofort gekauft hätte. Da er immer wieder betont hat, dass er im Notfall mit mir zurück gehen würde, habe ich es jetzt versucht mal genauso zu machen wie er und ihm gesagt, dass ich unbedingt dieses Haus kaufen möchte und nichts anderes für mich in Frage kommt. 

Seine Antwort wie immer die gleiche: es wäre ihm gegenüber total ungerecht da er ja schließlich als Hauptverdiener  gezwungen wäre die weite Strecke zu pendeln. Eine Übernachtung in der kleinen Wohnung über der Praxis oder bei seinen Eltern, um nur 2x die Woche zu pendeln kommt für ihn auch nicht in Frage weil er die Kinder täglich sehen will. Außerdem mag er die Großstadt nicht.
Ich sehe die logik dahinter, da der Besuch bei meiner Familie natürlich Freizeitvergnügen ist, aber mein Gefühl sagt etwas ganz anderes. Es geht ja nicht nur um Geld, sondern auch das Lebensgefühl und den Lebensmittelpunkt.

Mein Mann sagte er würde nur mit mir dort einziehen, wenn die andere Alternative Trennung wäre. 
Ich konnte ihn einfach nicht vor so eine Wahl stellen. Letzte Woche habe ich abgesagt. Seither ist kein Tag vergangen an dem ich nicht daran gedacht habe dass ich es hätte tun sollen. Jetzt ist die nächste Entscheidung im Sinne meines Mannes gefallen.

Meine Psychologin sagt, ich muss es schaffen mich auf ein Leben im Sauerland einzulassen, sonst hat alles keinen Sinn. Ich weiß nur nicht ob ich es schaffe. Und wie lange soll ich es noch probieren? Irgendwann bin ich alt und grau und bereue mein halbes Leben. 
Bin ich einfach zu egoistisch? Immer wieder muss ich mir diesen Vorwurf anhören. Dagegen ist für mich mein Mann der Egoist. Weil.er von mir verlangt dass ich sein Leben lebe. Nur ich passe einfach da nicht rein....  

Mirsa
 

Die Kinder sind im Sauerland aufgewachsen? Ich dachte, die sind noch klein. 

Bist du dir sicher, dass ein gutes Verhältnis zum Vater dafür ausreicht, dass sie ihm im Falle einer Scheidung zugesprochen werden?

So ganz verstehe ich nicht, dass dein Mann deinen seelischen Verfall in Kauf nimmt. Andererseits muss ich festhalten, dass ich aus beruflichen Gründen schon in einigen Ländern der Welt gelebt habe und grundsätzlich der Meinung bin, dass man so gut wie überall glücklich sein kann. Aber das wäre ja nur meine Meinung. Und bei dir ist das eben anders. Was ich dir mitteilen will: Ich finde deine Reaktion auf das Sauerland (ohne je dort gewesen zu sein zugegebenermaßen) ein wenig extrem. Aber genauso sonderbar finde ich, dass dein Unglück deinen Mann nicht berührt. 

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13. Juli um 0:00

Ich finde euer beider Verhalten nicht in Ordnung.

Er nimmt offenbar wenig Rücksicht und du willst genau so deinen Kopf durchsetzen und zurück zu deiner Familie.

Rein arbeitstechnisch kann ich ihn verstehen. Ich bin auch Ärztin und es macht sehr viel in diesem Beruf aus, wo du arbeitest und mit wem. 

Gerade als Hauptverdiener, der viel Zeit auf der Arbeit verbringt, ist es wichtig ein schönes Arbeitsumfeld zu haben.

Was ich nich verstehe, ist warum ihr nicht einen Kompromiss in der Mitte findet ?

So weit ist es zwischen den Wohnorten nicht und wenn ihr mittig wohnt, hat er einen akzeptablen Arbeitsweg und du kannst deine Familie schnell besuchen bzw sie dich.

Für mich klingt es aber eher so, als wärst du nur noch bei deinem Mann, weil du Angst hast, die Kinder zu verlieren.

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13. Juli um 9:22

Wir haben das schon zig Mal durchgekaut. Er möchte dort wohnen und sein 🏠 bauen. Er fragt mich warum ich ihn geheiratet habe wenn mir seine Lebensvorstellung nicht passt. Als ich ihn geheiratet habe hätte ich mir niemals vorstellen können dass es für ihn keinen Kompromiss gibt. 

Wir hatten etwas in der Mitte (30km - 70km) angeschaut. Dort war es flacher, gute Radinfrastruktur. Das Problem ist, dass er natürlich lieber im Sauerland bleiben wollte. Dort auf dem Dorf ist es zudem günstiger wobei wir auch das andere hätten finanzieren können. 

Er überließ mir die Entscheidung. Zumindest sagte er es. Und natürlich nicht ohne mir vorher nochmal alle Vorteile vom Sauerland aufzuzählen. Ich habe große Angst vor allem was neu ist und tu mich mit Veränderung äußerst schwer. Nach schlaflosen Nächten hatte ich mich trotzdem dafür entschieden. Vor allem weil durch alles was passiert ist das Sauerland für mich zumindest in dieser Gegend total negativ behaftet ist.

Als ich ihm meine Entscheidung mitteilte, fing er auf einmal damit an dass ihm das Haus im Verhältnis zum Sauerland zu teuer wäre und er auch nicht pendeln wollte. 

Da liegt dann mein Problem. Ich kann mich nicht durchsetzten. Habe also dort abgesagt. Und dann bekomme ich zu hören warum ich denn absage wenn ich doch eigentlich hin will.

Tja es könnte daran liegen dass ich finanziell kaum dazu beitragen kann und wenn er sagt es wird ihm zu knapp dann vertraue ich darauf dass es stimmt und er es nicht nur sagt um sein Traumhaus zu bauen.

Ich bin immer davon ausgegangen dass zu einer Partnerschaft 2 Personen gehören.
Es stimmt dass das Arbeitsumfeld sehr wichtig ist. Aber das gilt doch nicht nur für ihn. Warum kann er nicht zumindest eine kleine Strecke pendeln?
Meine Arbeit musste ich aufgeben. In meiner jetztigen Stelle ist es schwierig. Mein Hauptarbeitsumfeld waren 6 Jahre lang Kinder, wohnung und Umgebung. Warum habe ich denn kein Recht auf ein angenehmes Arbeitsumfeld? Nur weil ich mit meiner Arbeit kein geld verdiene?

Meine Freundin meint es wäre für die Person die mehr Zuhause ist doch umso wichtiger dass sie sich wohlfühlt in ihrer Umgebung. Mein Mann wäre doch eh kaum Zuhause.

Ich bin halt sehr heimatgebunden. Und ich kenne viele Leute die für ihren partner nicht bereit wären ihr umfeld aufzugeben. Nur sind die da etwas konsequenter und sagen von vorne herein was sie nicht wollen. Meine Freundin hat keinen Führerschein. Sie würde daher niemals aufs Land ziehen. 

Mein Fehler war einfach, dass ich nicht von Anfang an klar gesagt habe dass wir gerne in die Richtung ziehen können, mir aber die Mobilität mir Rad und öffentlichen Verkehrsmitteln wichtig ist und ich daher nicht in seine Heimat ziehen werde. Stattdessen habe ich zugestimmt es auszuprobieren. Nur sein Versprechen dass wir eine andere Lösung finden wenn es für mich dort nicht geht hat er scheinbar vergessen. 
Jetzt wo er einmal dort ist möchte er nicht mehr weg. Und ich weiß nicht was ich machen soll.

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13. Juli um 11:01
In Antwort auf mirsa

Wir haben das schon zig Mal durchgekaut. Er möchte dort wohnen und sein 🏠 bauen. Er fragt mich warum ich ihn geheiratet habe wenn mir seine Lebensvorstellung nicht passt. Als ich ihn geheiratet habe hätte ich mir niemals vorstellen können dass es für ihn keinen Kompromiss gibt. 

Wir hatten etwas in der Mitte (30km - 70km) angeschaut. Dort war es flacher, gute Radinfrastruktur. Das Problem ist, dass er natürlich lieber im Sauerland bleiben wollte. Dort auf dem Dorf ist es zudem günstiger wobei wir auch das andere hätten finanzieren können. 

Er überließ mir die Entscheidung. Zumindest sagte er es. Und natürlich nicht ohne mir vorher nochmal alle Vorteile vom Sauerland aufzuzählen. Ich habe große Angst vor allem was neu ist und tu mich mit Veränderung äußerst schwer. Nach schlaflosen Nächten hatte ich mich trotzdem dafür entschieden. Vor allem weil durch alles was passiert ist das Sauerland für mich zumindest in dieser Gegend total negativ behaftet ist.

Als ich ihm meine Entscheidung mitteilte, fing er auf einmal damit an dass ihm das Haus im Verhältnis zum Sauerland zu teuer wäre und er auch nicht pendeln wollte. 

Da liegt dann mein Problem. Ich kann mich nicht durchsetzten. Habe also dort abgesagt. Und dann bekomme ich zu hören warum ich denn absage wenn ich doch eigentlich hin will.

Tja es könnte daran liegen dass ich finanziell kaum dazu beitragen kann und wenn er sagt es wird ihm zu knapp dann vertraue ich darauf dass es stimmt und er es nicht nur sagt um sein Traumhaus zu bauen.

Ich bin immer davon ausgegangen dass zu einer Partnerschaft 2 Personen gehören.
Es stimmt dass das Arbeitsumfeld sehr wichtig ist. Aber das gilt doch nicht nur für ihn. Warum kann er nicht zumindest eine kleine Strecke pendeln?
Meine Arbeit musste ich aufgeben. In meiner jetztigen Stelle ist es schwierig. Mein Hauptarbeitsumfeld waren 6 Jahre lang Kinder, wohnung und Umgebung. Warum habe ich denn kein Recht auf ein angenehmes Arbeitsumfeld? Nur weil ich mit meiner Arbeit kein geld verdiene?

Meine Freundin meint es wäre für die Person die mehr Zuhause ist doch umso wichtiger dass sie sich wohlfühlt in ihrer Umgebung. Mein Mann wäre doch eh kaum Zuhause.

Ich bin halt sehr heimatgebunden. Und ich kenne viele Leute die für ihren partner nicht bereit wären ihr umfeld aufzugeben. Nur sind die da etwas konsequenter und sagen von vorne herein was sie nicht wollen. Meine Freundin hat keinen Führerschein. Sie würde daher niemals aufs Land ziehen. 

Mein Fehler war einfach, dass ich nicht von Anfang an klar gesagt habe dass wir gerne in die Richtung ziehen können, mir aber die Mobilität mir Rad und öffentlichen Verkehrsmitteln wichtig ist und ich daher nicht in seine Heimat ziehen werde. Stattdessen habe ich zugestimmt es auszuprobieren. Nur sein Versprechen dass wir eine andere Lösung finden wenn es für mich dort nicht geht hat er scheinbar vergessen. 
Jetzt wo er einmal dort ist möchte er nicht mehr weg. Und ich weiß nicht was ich machen soll.

" Habe also dort abgesagt. Und dann bekomme ich zu hören warum ich denn absage wenn ich doch eigentlich hin will."

Das hättest du auch von mir zu hören bekommen. Etwas zu sagen was man nicht so meint passiert vllt, ..wenn man sich noch nicht gut kennt.
Ihr kennt euch aber lange genug u vor allen Dingen Eure Problematik.

Das mit den Selbstmordgedanken ist heftig. Was sagt dein Mann dazu ?
Warum wolltest du denn die Kinder auch umbringen?

Das du einen Fehler gemacht hast, tja  ,..ist korrigierbar. 
In Stein gemeisselt sind nur die zehn Gebote.
Nehmt Euch einen Mediartor, der kann Euch ein bisschen entwuseln.

Euch ernst zu nehmen, Respekt voreinander zu haben, müsst ihr alleine.
Manchmal ist einfach die Zeit vorbei.

Ab da heisst einfach nur noch :
Wenn das die Lösung ist, will ich mein Problem zurück.

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13. Juli um 11:07

Mir scheint als ob euer Umzug bloß ein Symptom für eure fehlende gemeinsame 
Basis ist.

Du scheinst unglücklich zu sein und dir fehlte von Anbeginn der Wille im Sauerland ein neues Leben aufzubauen, obwohl es nur 100 Kilometer von deinem Heimatort sind. Ihr habt 3 gemeinsame Kinder und lebt nebeneinander anstatt gemeinsam - ihr verfolgt unterschiedliche Ziele, habt völlig unterschiedliche Wünsche. Wie zufrieden bist du mit deiner Berufswahl? Macht es etwas mit deinem Selbstwertgefühl, das du nur über deine Familie und engen Vertrauten erlangen kannst? Können dir neue Freunde nicht die Nähe vermitteln und das Selbstwertgefühl, welches in dir ist, stärken? 

(Ich kenne ein Paar, welches, ähnlich wie ihr, einen unterschiedlichen Bildungsstand hat... ich finde, dass sie, die Frau, seit ihrem 18. Lebensjahr einen Machtk(r)ampf führt.)

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13. Juli um 16:40

Mh das mit dem unterschiedlichen Bildungsstand stimmt schon. Von meiner schwiegerfamilie habe ich mich nie wirklich akzeptiert gefühlt. Sie haben alle studiert. Eltern, Schwester, Onkel, Tante und sämtliche Cousins und Cousinen. Ich kam mir dort immer unpassend vor. Sie haben einen anderen Lebensstandard und Geld spielt eine wichtige Rolle. Meine Schwiegereltern konnten so ihren Kindern ein Studium plus eine eigene Wohnung finanzieren. Das bekomme ich jetzt immer zu hören. Wie wichtig es doch ist genug Geld zu haben damit die Kinder später alle studieren können. Sie sind 6 und 2x 4 Jahre alt. Keine Ahnung ob sie jemals studieren werden. Mir sind andere Werte viel wichtiger. 

Eigentlich hatte ich da mit.meinem Mann nie.ein Problem. Ich hatte bei ihm das Gefühl dass er mich schon akzeptiert. Er betont auch immer wieder dass Kindererziehung und arbeiten gehen gleichwertig sind. Aber eben nicht gleichwertig genug um über den Wohnort mitbestimmen zu können.

Seit dem Umzug trifft es das mit dem Machtkampf ziemlich gut. Meine Lebensvorstellung zählt auf einmal nichts mehr. Er sagt genaud as was manche hier sagen: es ist doch egal wo man lebt. Mir ist das Umfeld dagegen sehr wichtig. Ich möchte ein bisschen mehr zentralität und eine gute Infrastruktur. Und ein gut ausgebautes radnetz.
Meine Freundin wohnt im Münsterland. Sie regelt alles mit dem Rad. Meine Wunschvorstellung.
Bei uns gibt es nichts davon. Ich muss.sogar zur Kita und zum Einkaufen mit dem Auto fahren. Selbst ein Spaziergang mit den Kindern geht nur nach Autofahrt (einzige andere Möglichkeit ist die Berge hoch über Trampelpfade durch den Wald zu wandern-mit 2 Säuglingen bzw. Kleinkindern unmöglich. Das geht.erst seit kurzem). 

Es ist schwer zu ertragen dass sich mein Partner seine Träume erfüllt während meine wünsche auf der Strecke bleiben.

 

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13. Juli um 16:58
In Antwort auf mirsa

Mh das mit dem unterschiedlichen Bildungsstand stimmt schon. Von meiner schwiegerfamilie habe ich mich nie wirklich akzeptiert gefühlt. Sie haben alle studiert. Eltern, Schwester, Onkel, Tante und sämtliche Cousins und Cousinen. Ich kam mir dort immer unpassend vor. Sie haben einen anderen Lebensstandard und Geld spielt eine wichtige Rolle. Meine Schwiegereltern konnten so ihren Kindern ein Studium plus eine eigene Wohnung finanzieren. Das bekomme ich jetzt immer zu hören. Wie wichtig es doch ist genug Geld zu haben damit die Kinder später alle studieren können. Sie sind 6 und 2x 4 Jahre alt. Keine Ahnung ob sie jemals studieren werden. Mir sind andere Werte viel wichtiger. 

Eigentlich hatte ich da mit.meinem Mann nie.ein Problem. Ich hatte bei ihm das Gefühl dass er mich schon akzeptiert. Er betont auch immer wieder dass Kindererziehung und arbeiten gehen gleichwertig sind. Aber eben nicht gleichwertig genug um über den Wohnort mitbestimmen zu können.

Seit dem Umzug trifft es das mit dem Machtkampf ziemlich gut. Meine Lebensvorstellung zählt auf einmal nichts mehr. Er sagt genaud as was manche hier sagen: es ist doch egal wo man lebt. Mir ist das Umfeld dagegen sehr wichtig. Ich möchte ein bisschen mehr zentralität und eine gute Infrastruktur. Und ein gut ausgebautes radnetz.
Meine Freundin wohnt im Münsterland. Sie regelt alles mit dem Rad. Meine Wunschvorstellung.
Bei uns gibt es nichts davon. Ich muss.sogar zur Kita und zum Einkaufen mit dem Auto fahren. Selbst ein Spaziergang mit den Kindern geht nur nach Autofahrt (einzige andere Möglichkeit ist die Berge hoch über Trampelpfade durch den Wald zu wandern-mit 2 Säuglingen bzw. Kleinkindern unmöglich. Das geht.erst seit kurzem). 

Es ist schwer zu ertragen dass sich mein Partner seine Träume erfüllt während meine wünsche auf der Strecke bleiben.

 

Ich finde, man sollte in einer Paarbeziehung nichts tun, was einen der beiden massiv unglücklich macht. Wenn sich dies aber nicht vermeiden lässt, weil die Anlagen und Bedürfnisse einander unglücklich überkreuzen, so wäre meine Ansicht, dass eine Trennung schon andenkbar ist (Mit Kindern ist das Thema natürlich ein anderes Kaliber). 

Ich kann mich nur wiederholen: Dass dein Mann deinen seelischen Verfall in Kauf nimmt, scheint mir mehr als bedenklich. Verdiener hin oder her. Er ist ja nicht allein in der Beziehung. So kann es meiner Ansicht nach nicht laufen. Da solltest du in einem Gespräch ansetzen, mit Nachdruck ansetzen, wenn dir klar ist, dass es das Sauerland für dich nicht ist. Und wenn dein Mann nicht kompromissbereit ist, dann hast du deine Antwort. Und ja, irgendwann gibt es einen Punkt, wenn man nicht mehr kann, an dem man sagen kann: "Entweder XY oder ich." Vorausgesetzt, dass es so ist. Denn du bist auch niemandem in deinem Umfeld dienlich, wenn du seelisch vor die Hunde gehst. Und es kann ja wohl nicht angehen, dass dein Seelenheil das Opfer ist, das du für diese Ehe erbringst. Kein Gehalt, keine Arztpraxis der Welt rechtfertigt das. 

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13. Juli um 17:06

Das wird schwer,  alles unter einem Hut zu bringen. 

Es ist die Frage,  warum du zugestimmt hast. Nur damit du etwas bei den Verhandlungen in der Hand hast? Aus Liebe? Aus Angst vorm alleine sein?

Soweit ich es rauslesen kann, hat er ein paar Jährchen im Ort deiner Wahl gelebt, jetzt findet er vielleicht, dass ihr dort leben könntet, wo er es gut findet. 

Ist natürlich blöd, wenn einer sich so gar nicht auf neue Situationen einstellen kann oder leicht Anschluss findet. 

Somit ist mir nicht ganz klar, wie ihr agiert. Du stimmst Dingen zu, die du gar nicht willst. Er nimmt in Kauf,  dass es dir psychisch schlecht geht. 

In der idealen aller Welten, was wäre ein schönes Leben für dich? Und warum glaubst du,  dass du es jetzt nicht hast?

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13. Juli um 17:24
In Antwort auf mirsa

Mh das mit dem unterschiedlichen Bildungsstand stimmt schon. Von meiner schwiegerfamilie habe ich mich nie wirklich akzeptiert gefühlt. Sie haben alle studiert. Eltern, Schwester, Onkel, Tante und sämtliche Cousins und Cousinen. Ich kam mir dort immer unpassend vor. Sie haben einen anderen Lebensstandard und Geld spielt eine wichtige Rolle. Meine Schwiegereltern konnten so ihren Kindern ein Studium plus eine eigene Wohnung finanzieren. Das bekomme ich jetzt immer zu hören. Wie wichtig es doch ist genug Geld zu haben damit die Kinder später alle studieren können. Sie sind 6 und 2x 4 Jahre alt. Keine Ahnung ob sie jemals studieren werden. Mir sind andere Werte viel wichtiger. 

Eigentlich hatte ich da mit.meinem Mann nie.ein Problem. Ich hatte bei ihm das Gefühl dass er mich schon akzeptiert. Er betont auch immer wieder dass Kindererziehung und arbeiten gehen gleichwertig sind. Aber eben nicht gleichwertig genug um über den Wohnort mitbestimmen zu können.

Seit dem Umzug trifft es das mit dem Machtkampf ziemlich gut. Meine Lebensvorstellung zählt auf einmal nichts mehr. Er sagt genaud as was manche hier sagen: es ist doch egal wo man lebt. Mir ist das Umfeld dagegen sehr wichtig. Ich möchte ein bisschen mehr zentralität und eine gute Infrastruktur. Und ein gut ausgebautes radnetz.
Meine Freundin wohnt im Münsterland. Sie regelt alles mit dem Rad. Meine Wunschvorstellung.
Bei uns gibt es nichts davon. Ich muss.sogar zur Kita und zum Einkaufen mit dem Auto fahren. Selbst ein Spaziergang mit den Kindern geht nur nach Autofahrt (einzige andere Möglichkeit ist die Berge hoch über Trampelpfade durch den Wald zu wandern-mit 2 Säuglingen bzw. Kleinkindern unmöglich. Das geht.erst seit kurzem). 

Es ist schwer zu ertragen dass sich mein Partner seine Träume erfüllt während meine wünsche auf der Strecke bleiben.

 

Nun, ich bin auch für meinen Partner mehrmals umgezogen, während ich mich überall nach einer Zeit eingelebt habe, stellte sich seine Unzufriedenheit als chronische Begleiterscheinung dar. Die Ursache,  das fehlende Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl kannst du über keinen anderen stärken....

Wenn du das negative siehst, dich daran gar orientierst, sehe ich keine Chance für euch als Paar...du fühlst und hast auch die Befürchtung, er würde die Kinder nehmen - diese Angst hat sicher Gründe! Das zeigt auch das fehlende Ur-Vertrauen in eurer Partnerschaft... 

Rede mit ihm, und ja, setze ihm ein Ultimatum. Du scheinst nicht glücklich zu werden zu wollen bei ihm im Ort.

Ich wünsche dir den richtigen Blick und viel Kraft, und Erfolg.

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13. Juli um 22:56
In Antwort auf mirsa

Hallo zusammen. Ich möchte euch hier gerne meine Geschichte erzählen in der Hoffnung ein paar andere Sichtweisen und Meinungen dazu zu bekommen.

Ich bin 40 Jahre und habe meinen jetztigen Mann mit fast 23 Jahren kennengelernt. Damals stand er kurz vor Beginn seines Auslandsstudiums. 

2 Jahre Fernbeziehung im extrem, dann noch 1 Jahr Wochenendbeziehung weil er einen Studienplatz knapp 100km entfernt von meinem Wohn- und Arbeitsort hatte und dann wagten wir den Schritt in eine gemeinsame Wohnung in meiner Heimatstadt im Ruhrpott, da er dort weiterstudieren konnte.

Die Jahre vergingen, ich arbeitete, er studierte. Es lief eigentlich ganz gut. Höhen und Tiefen wie sie normal sind. Bis er sich nach seinem Studium eine Arbeit im Sauerland besorgte. Da gab es die erste riesige Diskussion, weil ich es nicht nachvollziehen konnte wieso er knapp 60km weit zur Arbeit fahren wollte mit der Aussage das würde er aber nicht ewig pendeln, wenn ich doch hier meine Arbeit, Familie und Freunde hatte. Als Arzt hätte er definitiv überall eine Stelle bekommen. 

Immer wieder kam die Sprache darauf, dass er es sich gut vorstellen könnte die Praxis seines Onkels in seinem Heimatort im Sauerland zu übernehmen.
Ich konnte mir das nie vorstellen dort einmal zu leben. Hatte die Gegend dort ja durch Besuche bei seinen Eltern ausreichend kennengelernt. zu dem Zeitpunkt machte ich mir jedoch nicht allzuviele Sorgen weil ich meinen Partner für sehr kompromissbereit gehalten habe.

Wir heirateten und ein Jahr später wurde unsere Tochter geboren. Da ich aufgrund unserer wahnsinnigen Gehaltsdifferenz (bin Frisörin) nach der Elternzeit nur noch Teilzeit arbeiten würde (theoretisch hätte ich vmtl. gar nicht arbeiten müssen aber ich arbeite sehr gerne) fing er immer häufiger damit an, dass wir ins Sauerland ziehen müssten weil er ja Vollzeit arbeitet und ich ja wenn überhaupt erstmal nur 1 Tag. Da wäre es ja ungerecht wenn er pendeln müsste.

Ich weiß bis heute nicht warum ich nach langen Diskussionen und vielen Tränen zugestimmt habe. Ich wollte nicht weg von meinen Eltern und Geschwistern, die mich mit der kleinen so toll unterstützten. 3 Freundinnen wurden kurz nach mir schwanger. sie machten das erste Lebensjahr mit meiner Tochter zu einer tollen Erinnerung.
trotzdem fühlte ich mich verpflichtet mit meinem Mann zu gehen, der sich leider nie dazu bereit erklärt hat einen Kompromiss zu finden und sich vielleicht woanders selbstständig zu machen. Zusammen mit mir etwas neues aufzubauen, anstatt sich ins gemachte Nest zu setzen, weil er ja nach eigener Aussage schließlich die Verpflichtung hat seine Familie zu unterstützen. Das könnte ich nicht verstehen. 

All das was mir wichtig ist habe ich in dem Moment verloren, als ich die größte Fehlentscheidung neines Lebens beging und wir, als meine Tochter 1 Jahr wurde, ins Sauerland zogen.

Ich war unglücklich. Kein Park mehr vor der Haustür, kein Spaziergang mit den Freundinnen, keine Mutter, die man besuchen konnte wenn einem die Decke auf den Kopf fiel. Uns trennten jetzt immerhin 100km und meist volle Autobahnen. Dazu der Mann jeden Tag von morgens bis abends arbeiten zu dem Zeitpunkt noch im Krankenhaus.

Ich versuchte über Krabbelgruppen Kontakte zu finden. Nahezu unmöglich. Jeder kannte jeden und ich bin jetzt auch nicht gerade ein Mensch dem es leicht fällt auf andere zuzugehen. Rad fahren, mein liebstes Hobby, keine Chance. Nur Berge hoch und runter und keine Radwege. Auf der Landstraße macht es auch keinen Spaß wenn die Autos mitt 100 an einem vorbeibrettern. Vor allem nicht mit Kind.

Ich versuchte es weiterhin. Doch knapp ein halbes Jahr nach dem Umzug wurde ich schwanger - mit Zwillingen.

Jetzt braxh alles zusammen. Die Schwangerschaft war nicht ohne. Die Kontakte die ich begonnen hatte zu knüpfen konnten nicht weiter gepflegt werden und zerbrachen bis auf einen einzigen komplett.
Ich fühlte mich überfordert und erinnerte meinen Mann an sein Versprechen mit mir zurück zu gehen, sollte ich es nicht aushalten. Leider war er sehr abweisend. Ich sollte ihm etwas passendes an Wohnung präsentieren und wenn es ihm gefallen würde dann könnten wir ja nochmal drüber reden. Aber seine Arbeit wäre nunmal hier und er würde hier auch nicht wegwollen. So schlimm wie ich es darstellen würde wäre es nicht.

Leider war ich körperlich und psychisch nicht mehr dazu in der Lage etwas zu ändern.

Die ersten zwei Jahre nach der Geburt würde ich am liebsten aus meinem Gedächtnis löschen. Ich weinte täglich und fing irgendwann an mir vorzustellen mich und die Kinder umzubrigen. Es wurde erst besser als die beiden in die Kita gingen. Aber die Gedanken an Selbstmord kamen trotzdem zurück. Irgendwann habe ich es geschafft mir Hilfe zu suchen.

Seit knapp einem Jahr mache ich nun Therapie und nehme auch Antidepressiva  
Damit geht es einigermaßen. Ich lerne "nein" zu sagen und habe das Gefühl selbst-bewusster geworden zu sein. 

Vor kurzem war ich bei einer Anwältin und habe mich über Scheidung beraten lassen. Leider verlief das Gespräch für mich nicht positiv. Jetzt wo mein Mann komplett im der Praxis arbeitet, hätte er die Möglichkeit  genug Geld zu verdienen auch wenn er nur vormittags arbeitet. Die Kinder sind hier aufgewachsen und haben ein gutes Verhältnis zu ihrem Vater. Die Wahrscheinlichkeit dass ein Gericht die Kinder bei ihm lassen würde ist recht hoch. Und ohne meine kinder kann ich unmöglich so weit fortziehen. Es scheint als ob in meinem Fall wirklich die eine falsche Entscheidung ein zurück nicht mehr zulässt.

Wenn ich es schaffe die Vergangenheit ruhen zu lassen, läuft unsere Ehe einigermaßen und wir haben auch durchaus noch ein paar schöne Momente. Leider kann ich ihm jedoch nicht verzeihen, dass er nie kompromissbereit war und auch sein Versprechen nicht gehalten hat.

Jetzt möchte er im Nachbardorf ein Haus bauen. Zeitgleich habe ich ein Haus in meiner Heimatstadt gefunden, dass ich sofort gekauft hätte. Da er immer wieder betont hat, dass er im Notfall mit mir zurück gehen würde, habe ich es jetzt versucht mal genauso zu machen wie er und ihm gesagt, dass ich unbedingt dieses Haus kaufen möchte und nichts anderes für mich in Frage kommt. 

Seine Antwort wie immer die gleiche: es wäre ihm gegenüber total ungerecht da er ja schließlich als Hauptverdiener  gezwungen wäre die weite Strecke zu pendeln. Eine Übernachtung in der kleinen Wohnung über der Praxis oder bei seinen Eltern, um nur 2x die Woche zu pendeln kommt für ihn auch nicht in Frage weil er die Kinder täglich sehen will. Außerdem mag er die Großstadt nicht.
Ich sehe die logik dahinter, da der Besuch bei meiner Familie natürlich Freizeitvergnügen ist, aber mein Gefühl sagt etwas ganz anderes. Es geht ja nicht nur um Geld, sondern auch das Lebensgefühl und den Lebensmittelpunkt.

Mein Mann sagte er würde nur mit mir dort einziehen, wenn die andere Alternative Trennung wäre. 
Ich konnte ihn einfach nicht vor so eine Wahl stellen. Letzte Woche habe ich abgesagt. Seither ist kein Tag vergangen an dem ich nicht daran gedacht habe dass ich es hätte tun sollen. Jetzt ist die nächste Entscheidung im Sinne meines Mannes gefallen.

Meine Psychologin sagt, ich muss es schaffen mich auf ein Leben im Sauerland einzulassen, sonst hat alles keinen Sinn. Ich weiß nur nicht ob ich es schaffe. Und wie lange soll ich es noch probieren? Irgendwann bin ich alt und grau und bereue mein halbes Leben. 
Bin ich einfach zu egoistisch? Immer wieder muss ich mir diesen Vorwurf anhören. Dagegen ist für mich mein Mann der Egoist. Weil.er von mir verlangt dass ich sein Leben lebe. Nur ich passe einfach da nicht rein....  

Mirsa
 

..........ist es echt soo schlimm im Sauerland?

Wieso hast Du nicht das Beste draus gemacht?

Klar..weg von der Heimat..dann..baut man sich halt was Neues auf mit der Zeit.

Warum bist Du nochmal schwanger geworden..wenn es so schon nicht gut für Dich war am neuen Wohnort?

Naja..es ist -wie es ist...

Vielleicht hat Dir Dein Mann nur Sand in die Augen gestreut..als ich das nochmal überlas mit der Praxis vom Onkel..da war doch schon klar,dass er das machen wird.

Dass ein Arzt nach stressigem Alltag nicht noch 100km nach "Hause"pendeln möchte..kann ich echt verstehen.Das IST ein anspruchsvoller Beruf..wobei..Köpfe schneiden,färben..den ganzen Tag das Gequatsche und auf den Beinen..Frisörin ist es auch,nur die Verantwortung ist nicht soo gross.wohl aber für gut gestylte Frisuren.

Habt ihr euch auseinandergelebt..interessiert sich Dein Mann überhaupt noch für Dich und seine 3Kinder?
KLar ist das stressig.
Ok..es ist nicht dort wo Du sein wolltest.
Aber..egal wo man ist..es kommt auf die Menschen an,die einen umgeben...Ich lebe auch nicht an dem Ort,den ich mir ausgesucht hätte,sondern weil es sich vor gut 12Jahren anders ergab als ursprünglich geplant.

Meine engsten Freundinnen..sind heut noch da,wo sie immer waren,C 40km entfernt,E. 100km, H.,110km und P 300km.
Hab hier..gute Bekannte-so jung bin ich nicht mehr,gehe aber gern auf Menschen zu.

Willst Du es nicht mal versuchen,Dich dort endlich mit dem Leben zu arrangieren?
Sieh es doch so positiv wie möglich..Dein Mann verdient gut,die Kinder sind gesund.
Ok..100km..aber kannst Du nicht mal immer mal dorthin fahren?Oder die Zeit anders investieren und dort Kontakte knüpfen versuchen?

Nicht krampfhaft..aber es gibt doch..Sportvereine,Musikschulen..für die Kids..da trifft man doch auch andere Mütter..

Meine persönlich ERfahrung ist,man kann sich auch verrennen in eine REalität..die nicht mehr existent ist..die mal WAR..aber vergangen ist.
DAs ist so..in dem ehemaligen Ort,wo ich 15Jahre wohnte..nachdem ich 13Jahre in einer schönen Stadt mit guter Lebensqualität wohnte..wo auch meine damalige Arbeitsstelle war.

Im "alten Ort."..die Nachbarn..sind verstorben,verzogen,geschieden,die Kinder gross.Nichts bleibt,wie es war..wir hatten dort glückliche Jahre,inzwischen hat sich viel geändert aus verschiedenen Gründen.
Wir zogen dort mit Tränen weg,weil es nicht anders ging.Heute..bin ich froh,im kleinen Eigentum..wo mich keiner mehr rauskündigen kann.

ES bringt nichts,die Dinge negativ zu sehen.
Willst Du wirklich Deine Ehe aufgeben -weil der Wohnort nicht der ist,der Deine erste Wahl gewesen wäre?
Läuft es so schlecht mit Deinem Mann..nur weil er wenig Zeit hat und oft müde ist?


Siehst Du nicht Dinge,die so nie mehr sein werden,wie sie waren als ihr euch kennen lerntet?
Dein Mann hat eine Existenz gegründet bzw.eine weitergeführt,damit ernährt er die Familie.Aktuell,...nicht ewig.

Vielleicht..wäre ein Kompromiss denkbar?
Bis die Zwillinge 17 sind..in Ausbildung z.B...?
Solange bleiben? Das BEste hoffen,das Beste draus machen?
Bleib in therapeutischer Behandlung,es wird Dir helfen.

Du sagst selber..Du willst Deine Kinder nicht zurück lassen.
Also..mach was aus Deinem Leben.
Wenn es das Schicksal will oder Deine eigenen Pläne,kannst Du die vielleicht in 10,15Jahren umsetzen.Mach in der Zeit das Beste im Sauerland..was möglich ist...sieh es so positiv wie irgend möglich.Dir es schlecht zu reden,Du schiesst Dir da selber ins Knie..das bringt auch nichts.

Wünsche Dir gute Nerven und vernünftige Entscheidungen.

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16. Juli um 13:16

Ihr habt so unterschiedliche Vorstellungen vom Leben und diese lassen sich nicht vereinbaren. Kompromisse sind anscheinend auch nicht möglich.

Da dein Mann viel mehr Geld verdient als du, wirst du die Entscheidung treffen müssen: bleibst du bei ihm und nimmst in Kauf, dass du mit dem Wohnort unglücklich bist oder trennst du dich und ziehst hin, wo du möchtest.

Ich glaube übrigens auch nicht, dass die Kinder ihm automatisch zugesprochen werden, nur weil er mehr Geld hat. Gerichte nehmen einer Mutter die Kinder nur äußerst ungern weg und auch nur dann, wenn sie nicht in der Lage ist, sich um sie zu kümmern. Du schriebst ja, dass du wegen Depressionen in Behandlung bist, vielleicht wäre das ja ein Grund. Dann müsstest du davon aber schon schwer beeinträchtigt werden. Da du schreibst, du hättest Suizidgedanken gehabt bzw. sogar erweiterten Suizid in Betracht gezogen, ist das natürlich schon eine Gefahr für die Kinder und könnte gegen dich verwendet werden. Auf jeden Fall wäre es möglich, dass dies in die Entscheidung mit einfließt. Geht es dir denn jetzt wirklich besser?

Ab einem gewissen Alter werden die Kinder auch gefragt, bei wem sie leben möchten und die Antwort wird in die Entscheidung mit einbezogen. Wie alt sind denn eure Kinder jetzt?

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