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Umgewöhnung

10. Februar 2006 um 10:43

Seit dieser Woche ist nun mein Freund definitiv bei mir eingezogen, nachdem er vor etwa drei Wochen sein Bett und seinen Computer bei mir eingestellt hat. (Von dem Moment an war er eigentlich bei mir eingezogen.)

Mir fällt im Moment einfach die Decke auf den Kopf. Ich habe das Gefühl, in meiner eigenen Wohnung nicht mehr zu Hause zu sein. Alles ist irgendwie am falschen Ort. Wenn wir zusammen sind, fühle ich mich irgendwie eingeengt. Manchmal sehne ich mich nach den Zeiten, als ich noch Single war.

Wie lange dauert es, bis man sich daran gewöhnt hat? Hinweis: es ist das erste Mal, dass ich mit jemandem zusammengezogen bin.

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10. Februar 2006 um 11:33

...
Puh, das ist schwer zu sagen. Ich habe mich damals tierisch gefreut als wir zusammen gezogen sind. Die meisten Dinge in der Wohnung gehörten mir, daher war ich wohl eher diejenige, die die Wohnung als ihr "Zuhause" angesehen hat, für ihn war es wohl schwieriger.

Wie groß ist denn eure Wohnung? Habt ihr Rückzugsmöglichkeiten, wo jeder mal für sich sein kann? Wie sind eure Arbeitszeiten? Hat jeder mal Zeiten, wo er alleine in der Wohnung ist?

Bei uns ist es so, dass unsere Arbeitszeiten um ca. 3 Stunden versetzt sind, d.h. ich gehe ca. 3 Std vor meinem Freund aus dem Haus und bin abends ca. 3 Std vor ihm Zuhause. Das ist sehr angenehm, ich genieße es, diese Zeit für mich alleine zu haben.

Unsere Wohnung ist nicht so groß, dass jeder sein eigenes Zimmer hätte, aber jeder hat im Wohnzimmer sein eigenes Regal, wo er seinen Krempel nach Belieben einsortieren kann, aber mit der Zeit verschwimmen die Grenzen und es wird immer mehr "unseres". Das ist aber auch gut so.

Ich denke für den Anfang ist es wichtig, dass ihr "mein" und "dein" abgrenzt und dass jeder Zeiten hat, wo er alleine in der Wohnung sein kann. Irgendwann nähert sich das von selbst einander an.

Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn ihr euch eine gemeinsame Wohnung gesucht hättet. Wenn es vorher Deine Wohnung war und nun ist er plötzlich da, ist es natürlich schwierig. Klar, dass Du das Gefühl hast, nun sei plötzlich alles "falsch", schließlich hat man sich in der eigenen Wohnung ja schon eine eigene Ordnung geschaffen.

Hier musst Du lernen flexibler zu sein und alles gelassener anzugehen. Es muss nicht alles 100% ordentlich sein und es gibt kein "richtig" oder "falsch". Niemand stirbt daran, wenn ein Gegenstand mal an einem anderen Platz steht. Versuche Dich hier zurück zu halten, sonst gibt es nur Ärger. Du kannst nicht erwarten, dass Dein Freund nach Deinen Vorgaben lebt. Hier müsst ihr eben einen neuen Weg finden.

Liebe Grüße
Valentinchen

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12. Februar 2006 um 23:56

Oh,
das hört sich aber nicht gut an.

Als ich mit meinem Exfreund nach einem Jahr zusammen gezogen war, hab ich mich nicht eingeent gefühlt. Im Gegenteil. Ich fand es wunderbar und hab mich auf den Feierabend gefreut.

Wie lange seid ihr denn schon zusammen?

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16. Februar 2006 um 19:15
In Antwort auf siena_12069283

Oh,
das hört sich aber nicht gut an.

Als ich mit meinem Exfreund nach einem Jahr zusammen gezogen war, hab ich mich nicht eingeent gefühlt. Im Gegenteil. Ich fand es wunderbar und hab mich auf den Feierabend gefreut.

Wie lange seid ihr denn schon zusammen?

Zeitraum
Eigentlich war es ja meine Idee, dass wir zusammenziehen. Weil ich es satt hatte, dauernd zwischen zwei Wohnungen zu pendeln. Abgesehen davon, dass ich mich in seiner Wohnung eben nicht besonders wohl fühlte.

Wir haben Mitte Oktober unser einjähriges Jubiläum gefeiert.

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16. Februar 2006 um 19:26
In Antwort auf cuc_12923060

...
Puh, das ist schwer zu sagen. Ich habe mich damals tierisch gefreut als wir zusammen gezogen sind. Die meisten Dinge in der Wohnung gehörten mir, daher war ich wohl eher diejenige, die die Wohnung als ihr "Zuhause" angesehen hat, für ihn war es wohl schwieriger.

Wie groß ist denn eure Wohnung? Habt ihr Rückzugsmöglichkeiten, wo jeder mal für sich sein kann? Wie sind eure Arbeitszeiten? Hat jeder mal Zeiten, wo er alleine in der Wohnung ist?

Bei uns ist es so, dass unsere Arbeitszeiten um ca. 3 Stunden versetzt sind, d.h. ich gehe ca. 3 Std vor meinem Freund aus dem Haus und bin abends ca. 3 Std vor ihm Zuhause. Das ist sehr angenehm, ich genieße es, diese Zeit für mich alleine zu haben.

Unsere Wohnung ist nicht so groß, dass jeder sein eigenes Zimmer hätte, aber jeder hat im Wohnzimmer sein eigenes Regal, wo er seinen Krempel nach Belieben einsortieren kann, aber mit der Zeit verschwimmen die Grenzen und es wird immer mehr "unseres". Das ist aber auch gut so.

Ich denke für den Anfang ist es wichtig, dass ihr "mein" und "dein" abgrenzt und dass jeder Zeiten hat, wo er alleine in der Wohnung sein kann. Irgendwann nähert sich das von selbst einander an.

Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn ihr euch eine gemeinsame Wohnung gesucht hättet. Wenn es vorher Deine Wohnung war und nun ist er plötzlich da, ist es natürlich schwierig. Klar, dass Du das Gefühl hast, nun sei plötzlich alles "falsch", schließlich hat man sich in der eigenen Wohnung ja schon eine eigene Ordnung geschaffen.

Hier musst Du lernen flexibler zu sein und alles gelassener anzugehen. Es muss nicht alles 100% ordentlich sein und es gibt kein "richtig" oder "falsch". Niemand stirbt daran, wenn ein Gegenstand mal an einem anderen Platz steht. Versuche Dich hier zurück zu halten, sonst gibt es nur Ärger. Du kannst nicht erwarten, dass Dein Freund nach Deinen Vorgaben lebt. Hier müsst ihr eben einen neuen Weg finden.

Liebe Grüße
Valentinchen

Freiraum
An und für sich wäre die Wohnung nicht klein, 4 1/2 Zimmer. Der Grund, warum wir keine gemeinsame Wohnung gesucht haben, ist die Tatsache, dass meine Wohnung eben mir gehört. Und nur wegen dem Zusammenziehen wollte ich sie weder verkaufen noch vermieten.

An und für sich habe ich keine Probleme mit etwas "kreativen" Ordnungsverhältnissen. Das Problem ist vielmehr, dass ich das Gefühl habe, nur noch dauernd schuften zu müssen. Es hängt einfach zu vieles an mir, letztendlich fühle ich mich schlicht und ergreifend alleine gelassen.

Was mir am meisten Angst macht, ist das Tempo, mit welchem er sich daran macht, ein gemeinsames Haus zu suchen. Das hätte für mich zur Folge, dass ich meine Wohnung verkaufen müsste, in die ich finanziell sehr viel reingesteckt habe. Wenn es ihm in den Sinn kommen sollte, dass die Beziehung für ihn nicht mehr stimmt, dann stehe ich ziemlich blöd da.

Er versteht einfach nicht, dass ich zuerst einmal feststellen will, ob wir miteinander überhaupt leben können, bevor ich mich auf so ein Wagnis einlasse.

Es gibt manchmal Tage, an denen ich davon träume, wieder Single zu sein. Ich habe nicht einmal mehr Zeit, irgendetwas zu tun, das mir Spass macht, ich bin dauernd am Rennen und Organisieren.

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16. Februar 2006 um 20:28
In Antwort auf cyndi_12185744

Freiraum
An und für sich wäre die Wohnung nicht klein, 4 1/2 Zimmer. Der Grund, warum wir keine gemeinsame Wohnung gesucht haben, ist die Tatsache, dass meine Wohnung eben mir gehört. Und nur wegen dem Zusammenziehen wollte ich sie weder verkaufen noch vermieten.

An und für sich habe ich keine Probleme mit etwas "kreativen" Ordnungsverhältnissen. Das Problem ist vielmehr, dass ich das Gefühl habe, nur noch dauernd schuften zu müssen. Es hängt einfach zu vieles an mir, letztendlich fühle ich mich schlicht und ergreifend alleine gelassen.

Was mir am meisten Angst macht, ist das Tempo, mit welchem er sich daran macht, ein gemeinsames Haus zu suchen. Das hätte für mich zur Folge, dass ich meine Wohnung verkaufen müsste, in die ich finanziell sehr viel reingesteckt habe. Wenn es ihm in den Sinn kommen sollte, dass die Beziehung für ihn nicht mehr stimmt, dann stehe ich ziemlich blöd da.

Er versteht einfach nicht, dass ich zuerst einmal feststellen will, ob wir miteinander überhaupt leben können, bevor ich mich auf so ein Wagnis einlasse.

Es gibt manchmal Tage, an denen ich davon träume, wieder Single zu sein. Ich habe nicht einmal mehr Zeit, irgendetwas zu tun, das mir Spass macht, ich bin dauernd am Rennen und Organisieren.

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Nun ja, dass die Hausarbeit an Dir allein hängen bleibt, ist tatsächlich nicht im Sinne des Erfinders. Da musst Du wohl einfach mal ein Machtwort sprechen. Es ist zwar Deine Wohnung, aber euer gemeinsamer Haushalt und da muss jeder seinen Teil dazu beitragen, zur Not eben mit Haushaltsplan.

Wieso will er denn so kurz nach dem Zusammenziehen schon ein gemeinsames Haus suchen? Hat er dafür einen triftigen Grund? Mir ginge das auch zu schnell und ich hätte auch keine Lust dafür auf eine Eigentumswohnung zu verzichten. Wenn Du die Wohnung behalten und vermieten kannst, vielleicht. Aber auch dann kann man das Ganze doch langsamer angehen. Ich würde auf jeden Fall noch mal mit ihm drüber reden. Kann es sein, dass er Angst hat, Dich zu verlieren und Dich damit an sich binden will?

Liebe Grüße
Valentinchen

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