Home / Forum / Liebe & Beziehung / Umgangsrecht für Großeltern?

Umgangsrecht für Großeltern?

31. Mai 2009 um 18:41

Hallo zusammen,

ich habe folgendes Problem und eine riesen Angst um meinen Kleinen Sohn (3 Jahre alt).
Bis vor 4 Wochen habe ich noch mit den Eltern meinens Lebesgefährten unter einem Dach gewohnt.
Ich musste dort wegziehe, weil die Ziege,meine Schwiemu (sorry!) einfach keine Ruhe gibt. Ich muss dazu sagen
das meine Schwiegermutter in unserer Firma beschäftigt war, ich musste sie aber nach diversen Fehltritten
aus der Firma entlassen.
Alles ist mit meinem Mann immer abgestimmt worden, er hält auch jetzt noch zu uns (was sie anwiedert!)
Seine Meinung finde ich gut, den er sagt auch das man privates und geschäftliches streng trennen muss.

Sie konnte das aber nicht, denn ihren Ärger (weil ich ihr die Meinung gesagt habe) hat sie stets und ständig mit
auf Arbeit gebracht. Nun zu meiner Sorge, da Schwieelt den kleinen haben mit aufwachsen sehen, habe ich
Angst das sie sich ein Umgangsrecht einklagen könnten. Stimmt das?

Sie wird das mit Sicherheit machen, da ich schon ein Klage von ihr am Hals habe (sie klagt auf Wiedereinstellung!).

Der Kleine hat aber nie wieder nach denen gefragt, er hat sich riesig über sein neues Zimmer gefreut und das wars.
Er hat nicht einmal was gesagt als er Photos von denen gesehen hat. Ich denke mal, das Junior sie durchschaut hat

Ich bin seid dem Umzug mit meinem sohn im Krankenhaus (geplante Sache), selbst dort lassen sie uns nicht in Ruhe, nerven ständig
mit Anrufen, mein Mann hat schon oft mit denen geredet, das die mich in Ruhe lassen sollen, die kapieren es aber nicht.

Bitte helft mir, ich kann kaum noch ruhig schlafen, ich will meine Ruhe vor denen, oder muss ich denen Umgang mit dem
Zwerg gewehren?

LG

Mehr lesen

31. Mai 2009 um 18:59

Eindeutige Sache
Frage:
Bitte helft mir, ich kann kaum noch ruhig schlafen, ich will meine Ruhe vor denen, oder muss ich denen Umgang mit dem Zwerg gewehren?

Antwort:
Die Großeltern haben ein Recht auf Umgang mit dem Kind. Der Gesetzeswortlaut des 1685 Absatz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs ist insofern unmißverständlich. Du solltest nicht versuchen, den Umgang zu vereiteln, denn das könnte zu Konsequenzen für Dich führen. Umgangsvereitelung ist etwas, mit dem sich deutsche Familiengerichte tagtäglich befassen. Die Gerichte sind in dieser Hinsicht also nicht doof, weil eseben oft geschieht, daß Mütter den Umgang vereiteln. Sollte das Familiengericht zu der Auffassung gelangen, daß Du den Umgang vereitelst, kann das bis zum Entzug des Sorgerechts führen.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

31. Mai 2009 um 23:33

Großeltern haben keinen gesetzlichen Anspruch auf Umgang
Also können sie den auch nicht auf dem Rechtsweg einklagen
Umgangsrecht hat lediglich ein Vater. Großeltern sind auf das Wohlwollen der Eltern angewiesen und müssen sich dementsprechen nett verhalten wenn sie was wollen

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

31. Mai 2009 um 23:44
In Antwort auf rainer_12481667

Großeltern haben keinen gesetzlichen Anspruch auf Umgang
Also können sie den auch nicht auf dem Rechtsweg einklagen
Umgangsrecht hat lediglich ein Vater. Großeltern sind auf das Wohlwollen der Eltern angewiesen und müssen sich dementsprechen nett verhalten wenn sie was wollen

Nachtrag
Immerhin seid ihr ja nicht geschieden. Im Gesetzeswortlaut steht eindeutig, "wenn es dem Kindeswohl dient". Und in diesem Falle ist das ja wohl abwegig. Ihr seid ja nicht mal geschieden. Wo kämen wir denn hin wenn hier alle enttäuschten Ommas vor Gericht ziehen und sich auf irgendwelche Paragraphen berufen.

Mach Dir mal keine Gedanken. Wie Sybille schon schrieb, wied alles nicht so heiß gegessen wie es gekocht wird. Ich glaub kaum dass irgendein Richter Euch dazu verdonnern würde auf teufel komm raus das kind in eine problematische konstellation zu zwingen.

Allerdings war es gut nicht mehr mit ihr zusammen zu leben. Denn dann kann sie erst recht keinen Anspruch stellen. Außerdem ist so ein gesetzlicher Anspruch der Großeltern eher relevant, wenn die Eltern selbst geschieden sind. Das ist ja hier nicht der Fall. Also bleib cool.

LG

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

1. Juni 2009 um 0:03

Hallo Seldarius
Der Wortlaut des 1685 Abs. 1 BGB:
Großeltern ... haben ein Recht auf Umgang mit dem Kind, wenn dieser dem
Wohl des Kindes dient.

Ob es hier dem Kindeswohl dient ist halt die Frage. Wenn die Parteien so zerstritten sind, denke ich nicht dass es dem Kindeswohl dient. Außerdem wohnen sie ja nicht mehr zusammen.
Ich denke auch nicht dass die Frau vor Gericht zieht.
In der Vergangenheit scheint sie ja vor Arbeitsgericht gezogen zu sein. Dort herrscht kein Anwaltszwang, so dass man da recht billig ohne prozessrisiko etwas riskieren kann. Vorm Familiengericht sieht die Sache anders aus. Da steigt das Prozessrisiko erheblich. Wenn sie keine PKH (Prozesskostenhilfe) bewilligt bekommt, kann es teuer werden. Und davor wird sie daher denke ich zurück schrecken.

Und was Gesetz ist und was im Alltag realität ist, sind doch wohl zwei verschiedene Paar Schuhe - oder lebst Du immer streng nach Gesetz auch in privaten Angelegenheiten und schaust vorher ins BGB bevor Du etwas entscheidest. Das Gesetz kommt nur im Konfliktfall zum tragen und wenn die Parteien denn wirklich vor Gericht ziehen und nicht einfach so in den eigenen vier Wänden. Ein Anspruch muss auch erst mal geltend gemacht werden. Das ist im Zivilrecht so. Was nicht geltend gemacht wird, kann auch nicht beansprucht werden - so einfach ist das. Und so lange kann die Mutter sich frei fühlen.

Ich halte nichts davon wenn auf Teufel komm raus ein Umgang erzwungen wird. Schwiegermütter können grausam sein. Ich hab eher das Gefühl dass die enge Verwicklung mit den Schwiegereltern vom Gatten ausging und er sich mittlerweile aber auch eines besseren besonnen hat, aufgrund der schlechten Erfahrungen durch die er wohl erst mal hindurch musste um zu erfahren dass es seiner Familie nicht gut tut. Ich sehe hier eher die Threaderstellerin als Opfer und nicht Mann und Kind. Sie versucht als Opfer lediglich auch ihr Kind davor zu schützen, weiter in diesen Strudel zu geraten.
Wenn man erst einmal eine gesunde Distanz aufgebaut hat und dann vielleicht nach einiger Zeit auch auf höfliche Weise auf sie zugegangen wird, kann sie ja immer noch einen Umgang gewähren.
Aber dafür muss die Omma erst mal respekt lernen.

Aus meinem Alltag als Juristin weiß ich dass solche Fälle für gewöhnlich - wenn überhaupt - erst einmal vors Jugendamt gehen und dort erst einmal versucht wird zu vermitteln. Wenn die Thread Erstellerin glaubhaft vorträgt, dass ein Umgang problematisch ist und nicht dem Kindeswohl dient, da die Familie dadurch belastet wird, dann wird dem auch nicht nach gegeben.

LG

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

1. Juni 2009 um 0:26

Internet-Quellen halte ich bei juristischen Fragen nicht für geignet
Da sollte man sich doch eher an Kommentare aus anerkannten Quellen halten, wenn man schon juristisch wird

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

1. Juni 2009 um 1:15
In Antwort auf rainer_12481667

Internet-Quellen halte ich bei juristischen Fragen nicht für geignet
Da sollte man sich doch eher an Kommentare aus anerkannten Quellen halten, wenn man schon juristisch wird

Ich wundere mich immer dass so viele Menschen verkennen
dass der Umgang mit dem Kinde meist eben über die Mutter läuft. Man kann das alles nicht einfach so voneinander separieren. Das Kind hat die engste Bindung zu seiner Mutter und das ist auch die wichtigste Bindung.
Das sollte eine Großmutter auch nicht verkennen. Eine von allem losgelöste Bindung zwischen Großmutter und Enkel ist, denke ich, schon ziemlich anormal und auch irritierend für das Kind. Das Kind ist ja kein unabhängiger Erwachsener das seinen eigenes Umfeld selbständig pflegt.
Es ist auf das Urteilsvermögen seiner Eltern angewiesen, die für ihn entscheiden. Ein Kind kann noch nicht in dem Altern selbst entscheiden.
Und es wäre schon ziemlich krank, wenn eine Mutter ihr Kind dahin schickt, wo sie selbst sich nicht aufhalten würde, weil sie dort nichts gutes zu erwarten hat oder vermutet. So einen Fall kenne ich und da fragen sich auch alle warum die Mutter das Kind zur Mutter schickt mit der sie selbst keinen Kontakt hat, weil die Frau so schlimm ist.

LG

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

1. Juni 2009 um 8:17

Sei mir nicht böse sunshine
aber du schreibst, dass du denkst, dass ein 3 jähriger seine Oma "durchschaut" hat? Entschuldige bitte, hast du schon einmal was von Loyalität gehört?
Ich denke, dass du dich vor dem Hintergrund, dass dein Mann dir gegenüber Loyal ist, auch mal einen schritt auf deine Schwiegermutter zugehen kannst. Ich weiß nicht, ob es gut so ist, wie es bei euch ist.

Kann schon sein, dass seine Mutter so über dich denkt, weil du ihr etwas wegnimmst. Zwar ist klar, dein Partner soll dir gegenüber Loyal sein, aber er soll auch sie als Mutter in irgedneiner Form achten.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

1. Juni 2009 um 9:36
In Antwort auf struwwellise

Sei mir nicht böse sunshine
aber du schreibst, dass du denkst, dass ein 3 jähriger seine Oma "durchschaut" hat? Entschuldige bitte, hast du schon einmal was von Loyalität gehört?
Ich denke, dass du dich vor dem Hintergrund, dass dein Mann dir gegenüber Loyal ist, auch mal einen schritt auf deine Schwiegermutter zugehen kannst. Ich weiß nicht, ob es gut so ist, wie es bei euch ist.

Kann schon sein, dass seine Mutter so über dich denkt, weil du ihr etwas wegnimmst. Zwar ist klar, dein Partner soll dir gegenüber Loyal sein, aber er soll auch sie als Mutter in irgedneiner Form achten.

Persilschein zur Umgangsverweigerung
Was in dieser Diskussion eigentlich von Anfang an gesucht wurde, ist ein Freifahrtschein zur bewußten Umgangsvereitelung, weil sich zwei Streithennen in die Haare gekriegt haben. Anders kann der Ausgangsbeitrag gar nicht gelesen werden. Fakt ist ganz klar, daß die Großeltern über 1685 BGB einen einklagbaren Anspruch auf Umgang mit ihrem Enkelkind haben. Ob sie diesen Anspruch einklagen, kann dahingestellt bleiben. Ganz abgesehen von der materiell-rechtlichen Situation ist es moralisch jedenfalls äußerst verwerflich, daß hier Streitigkeiten auf dem Rücken eines dreijährigen Kindes ausgetragen werden, für die das Kind am allerwenigsten etwas kann.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

1. Juni 2009 um 9:55

Guten Morgen sunshine!
Ich denke, dass es wichtig ist in deiner Situation einen klaren Unterschied zu machen: Deine Schwiegermutter ist dir offensichtlich ein Dorn im Auge und ihr habt, wie mir scheint, Differenzen die man mit einem sachlichen Gespräch nicht einfach aus der Welt räumen kann - und das ist ja auch, so empfinde ich es, weder deine Intention noch die Intention deiner Schwiegermutter.

Die Frage ist, ob sie eine gute Großmutter für deinen kleinen Sohn ist/war und den Kontakt sucht, weil sie sich um ihn sorgt (Krankenhausaufenthalt) und weil er ihr grundsätzlich am Herzen liegt - ganz unabhängig von euren Streitpunkten.

Ich will damit sagen, dass ich an deiner Stelle davon absehen würde, deinen Sohn zu instrumentalisieren und ihn so gut es geht aus Erwachsenenproblemen rauszuhalten.

Viele Grüße, Goulda.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

1. Juni 2009 um 11:18

Ich finde...
... da es hier um das Wohl des Kindes geht, sollte man ganz einfach den Kleinen fragen, ob der denn mal wieder die Oma sehen möchte. Und man sollte dies nicht in manipulierender Weise tun, sodass der Kleine merkt, dass das von der Mama eigentlich nicht gern gesehen wird (es stimmt schon, dass Kinder sich mit den Gefühlen der Mutter solidarisieren - habe das als Kind selbst so erlebt, da wurde dann das eine gesagt, aber das andere gefühlt...). Man sollte dem Kind einfach sagen: Wenn Du Lust hast, bei der Oma zu sein, dann kannst Du es ruhig sagen und es ist auch wirklich in Ordnung. Es ist okay, wenn Du die Oma gern hast. DANN wird sich das Kind so langsam überlegen, dass das anscheinend tatsächlich in Ordnung geht und dann vermutlich irgendwann auch sagen, heut' hätte ich mal Lust, die Oma zu besuchen... Sollte man dann auch akzeptieren.

Sehe das genauso wie einige andere Threadschreiber: persönlichen Stress mit der Schwiegermutter zu haben, ist eins. Ob man dann das Kind bzw. Enkelkind instrumentalisiert, um der "Schwiemu, der Ziege", eins auszuwischen bzw. den Kontakt abzubrechen, weil es einem selbst so am besten gefällt, ist was anderes.

Ich glaube, die Threadstellerin ist alles andere als unschuldig an dem Zwist, der im Moment zwischen beiden steht. Dazu gehören immer zwei. Und es liegt auch an beiden, diesen Zwist zu beseitigen - im Interesse des Kindes bzw. Enkelkindes könnten sich beide mal zusammenreißen!

LG

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Diskussionen dieses Nutzers
Teste die neusten Trends!
experts-club

Das könnte dir auch gefallen