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Umgang mit weinenden Frauen

10. Mai 2013 um 15:30

Hey Leute! Ich bin seit knapp vier Jahren mit meinem Freund zusammen - und ich denk nicht dass es einen Menschen da draußen gibt der mich glücklicher machen könnte.

Problem ist lediglich, dass ich (wie viele) Frauen etwas nah am Wasser gebaut bin. Wenn wir also streiten kommt es häufig mal vor dass ich zum heulen anfange. In solchen Momenten würd ich mir am liebsten selbst eine reinhaun. Ich versuch es immer solange wie möglich zurückzuhalten, geh raus, trink was, versuch mich zu beruhigen und trotzdem haut es einfach nicht hin. Ich hab jedes Mal ne riesige Angst davor zu weinen anzufangen, weil ich genau WEIß wie er reagiert. Er blockt total ab, wird wütend und total genervt, meint ich soll mit "meinem Geheule aufhören". Ich hab manchmal sogar das Gefühl er "verachtet" mich für meine Tränen.

Ich hab auch schon mal mit ihm darüber geredet. Er meinte dann nur, dass ich seiner Ansicht nach nicht "das Recht" hätte zu weinen. Als er vierzehn war, hatte sein Vater Krebs uns seine Mutter Herzprobleme und er musste sich fast alleine um seinen kleinen Bruder kümmern. DAS sei ein Grund zu weinen und nicht diese kleinen "Lappalien" weswegen ich ständig rumheul. Klar hat er da recht - aber man kann das eine doch nicht mit dem anderen vergleichen, oder?
Ich weiß, dass ers nicht mag wenn ich wein und dementsprechend versuch ichs echt solang wie möglich zurückzuhalten. Ich wein nicht, damit ich ihn zu irgendwas "erpressen" kann. Ich fühl mich in solchen Momenten einfach nur unheimlich in die Enge getrieben und total hilflos. Ich hasse Streiten und dann bricht es irgendwann aus mir heraus - nur dass ichs dann noch schlimmer mache als vorher.

Keine Ahnung was ich tun soll. Ich hab nur Angst dass er mich irgendwie "emotionstot" machen könnte, wenn ich ständig versuche alles zurückzuhalten ...

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10. Mai 2013 um 15:35

Weinen
Soll Mann dann wenn man muss alles was man verdrängt nagt irgendwann an der Seele und es wird nur schlimmer Weine dich aus wenn du weinen musst danach geht es einem immer besser

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10. Mai 2013 um 15:45


ist es dein problem, daß er mit deinen tränen überfordert ist?
schert er sich darum, daß du sein gebrüll nicht magst ?

vielleicht sollte er sich einen hund zulegen, statt einer freundin.

du bist eben so. entweder er kommt damit klar, oder eben nicht.
was erwartet er denn? daß du alles locker an dir abprallen lässt?
komischer typ...

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10. Mai 2013 um 15:47


Hey Miavanille
Weißt du, solche Probleme gibt es öfters. Er hat in seiner Kindheit eine Menge erlebt, er musste sehr stark leiden, durch dir Krankheit der Eltern. Da hat sich eine Menge in ihm angestaut und unterdrückte Gefühle machen ihn unruhig. Durch dein weinen wird er wahrscheinlich unbewusst daran errinert, wie schlimm die Zeit doch war, und da kommen die unterdrückten Gefühle, die Angst, die Wut, warum es seinen Eltern passiert ist, und auch die aggresion raus! Daher kann ich wirklich sehr stark empfehlen, das er eine Therapie macht. Ich hoffe er ist dem Ganzen offen gegenüber. Therapie klingt im Volksmund vielleicht immer sehr negativ, als ob man ein verrückter wäre. Das stimmt aber nicht! Eine Therapie ist einzig und allein dazu da, Probleme die man selbst hat, durch die Vergangenheit, wie in seinem Fall, oder durch die Gegenwart zu erkennen, und mithilfe des Therapeuten zu verarbeiten! Das heisst, es wird ihm wirklich sehr helfen! Nicht nur in der Situation, in der du weinst. Auch in seinem allgemeinen Lebensgefühl! Daher denk nicht, das du einen Fehler machst, indem du weinst. Jeder weint mal, auch dein Freund, nur kann er damit nicht umgehen weil er noch soviel ungeklärtes in ihm drin hat. Ich hoffe du kannst das ein wenig nachvollziehen. Wenn er, was ich wirklich hoffe, offen für soetwas ist, kannst du es ihm ja ganz schonend näherbringen. Du kennst deinen Freund am besten, und weißt wie er es verstehen wird. Wenn du aber zu ihm hingehst, und ihm sagst das er dringend eine Therapie machen soll, weil er es nicht ertragen kann das du weinst, weil er soviel schlimmes mit seinen Eltern erlebt hat, wird er es sicher nicht verstehen und weiterhin abblocken. Also bring es ihm auf deine, liebevolle und leichte Art bei, und schau dich einfach mal um, was es in eurer nähe an Therapien gibt. Du kannst dich sicher im Internet und später mit einem Telefonat informieren! Für dich aber erstmal, versuch verständniss für ihn zu haben, und mach dir keine Schuldgefühle das du Schuld sien könntest, das bist du nicht! Ich denke mal, das es sonst keine wirklich Probleme zwischen euch gibt, da du sie sonst sicher geschildert hättest. Wenn es aber sonst noch was gibt, hab ich gerne ein offenes Ohr für dich. Schreib mir einfach. Ich wünsche dir wirklich alles erdenklich gute, und hoffe das ihr zwei daran arbeiten könnt, und es sich schnell für euch löst! Ihr werdet das sicher schaffen. Alles liebe!
Lg Bismeryo

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11. Mai 2013 um 0:19

...
Das Problem kenne ich. Ich bin da ganz genau so. Ich habe meinem Freund mal versucht zu erklären, dass ich weine, weil ich in dem Moment wütend bin, nicht weil etwas total Schlimmes passiert ist. Verstehen tut er es trotzdem nicht. Mittlerweile verziehe ich mich wenn ich weinen muss. Irgendwann ist das auch vorbei und dann gehe ich wieder zu ihm und erkläre ihm in Ruhe meinen Standpunkt. Letztens hatte ich andere Probleme, ernsthaftere. Als ich merke ich grübel die ganze Zeit drüber nach und fange an zu weinen, habe ich mich auch verdrückt. Kurze Zeit später kam er jedoch hinterher und nahm mich in den Arm und tröstete mich. Es ist also nicht so, dass Männern das Weinen völlig auf die Nerven geht. Es ist eher so, dass sie nicht verstehen, dass Frauen auch manchmal weinen, wenn es gar nichts Schlimmes ist.

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