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Umgang mit sexueller Vergangenheit von Freundin und offene Beziehung

Letzte Nachricht: 15. Oktober um 13:51
L
lampe12
14.10.21 um 20:19

Hi Leute,

Es geht mir um ein Thema zu dem es schon einige Threads geht, aber ich würde generell gerne nochmal zugeschnitten auf meine Situation etwas Hilfe zu dem Thema bekommen.

Kurz: Ich habe seit 4 Monaten eine neue Freundin, ich bin verliebt und sie ist verliebt und wir passen soweit auch gut zueinander. Wir sind 26 und 25 Jahre alt.

Reibungspunkte und essentielle Unterschiede gibt es beim Umgang mit ehemaligen Sexualpartner und generell der sexuellen Einstellung.
Sie hat viele Jahre recht promoskuitiv gelebt. Die genaue Anzahl der Partner kenne ich nicht, aber es müsste irgendwas um die 25 Stück gewesen sein. Ich dagegen hatte einen ONS und generell erst 4 Sexualpartner und noch nie eine richtige Beziehung. Ich sehe einfach keinen Reiz an ONS.

Ich war und bin schon immer ein sehr offener Mensch gewesen und erachte es für moralisch absolut in Ordnung als Single mit wechselnde Partner zu haben. Grundsätzlich denke ich auch, dass Vergangenheit Vergangenheit ist, aber dennoch hat ihre sexuelle Vorgeschichte auch viel Auswirkungen auf die Gegenwart und da würde ich mich über Tipps freuen.

1. Durch die hohe Anzahl an Sexualpartner gibt es auch ein paar wenige zu denen sie noch Kontakt hat. Einer davon ist sogar ein sehr guter Freund von ihr. Ich empfinde das als emotional sehr unangenehm. Allein die Vorstellung, dass er bei vielen großen Festen (Geburtstagen, Neujahr usw.) immer dabei sein wird bereitet mir Unbehagen. Bin ich da übetrieben? Mit einem anderen ihrer Freunde hatte sie zwar nichts, aber ich weiß, dass sie früher was wollte. Sie trifft sich noch mit ihm. Ist sowas normal?

2. In ihrem Freundeskreis ist es ziemlich normal, dass alle viel und munter rumvögeln und vor allem wird darüber auch überall und bei jeder Gelegenheit geredet. Deshalb werde ich auch häufig mit der sexuellen Vergangenheit meiner Freundin konfrontiert. Ist es normal, dass man in Anwesenheit des festen Freundes Witze ständig Witze über ehemalige ONS etc macht? Für mich ist das alles extrem neu, weil in meinem Freundeskreisn sind solche Gespräche vollkommen unüblich. Ist es übertrieben, wenn ich das alles nicht hören will?

3.Sie hat schon anfangs in der Beziehung offenbart, dass sie sich in einigen Jahren womöglich eine offene Beziehung wünscht. Mir bereitet der Gedanke, dass sie die letzte Sexualpartnerin meines Lebens ist auch etwas Unbehagen, weshalb ich meinte, dass ich eine offene Beziehung mit strengen Regeln nicht komplett ausschließen würde. Mittlerweile weiß ich aber immer mehr, dass es einfach nichts für mich wäre. Ich habe kein Interesse an ONS. Maximal einen gemeinsamen Besuch im Swingerclub könnte ich mir noch vorstellen. Zurzeit will sie mit niemanden anderen Sex haben, aber in ihren vergangenen monogamen Beziehungen hat sie gemerkt, dass irgendwann Langeweile aufkommt.
Ist die Beziehung zum Scheitern verurteilt oder soll ich irgendwie hoffen, dass sie in 2-3 Jahren vllt doch keinen Bock auf eine offene Beziehung hat oder ich es vllt doch möchte. Bei ihrer sexuellen Vergangenheit kann ich es mir aber schwer vorstellen.

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D
duke20
15.10.21 um 5:28

Ganz ehrlich, in dieser Clique wird es wohl so weitergehen. Klingt nicht nach einer stabilen Beziehung, wenn man von vornherein über andere sex Partner spricht. Entweder du hörst dir an, wie deine Angebetete vom ex ordentlich durch... Oder du ziehst deine Konsequenzen. Für mich ist das nichts. Es gibt genug Frauen mit schönen Töchtern,  

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L
laila_25347140
15.10.21 um 8:44

Diese Beziehung ist zum scheitern verurteilt, wenn sie nicht auf dich zugeht und du nicht auf sie.

Ich hatte mal einen Ex-Freund, der mit so ziemlich jeder Frau in seiner Clique geschlafen hatte.
Zu den Frauen im Freundeskreis gesellten sich auch Arzthelferinnen, Kellnerinnen, Verkäuferinnen und Arbeitskolleginnen hinzu, ich konnte nicht mehr mitzählen.

Es hielt bei uns nur cirka 6 Monate. Schade, dass es nicht früher vorbei war.
In Berlin saßen wir (er, sein bester Kumpel und ich) an einer Bar und ich hörte, wie er seinem Freund sagte, dass er die Blondine gegenüber gerne abschleppen würde, wäre er alleine da.
Da ging bei mir der Ofen aus, ich trennte mich sofort.

Wenn mir jemand schon zu Beginn einer Beziehung mitteilt, dass er nicht monogam sein kann, ich ein Problem damit habe, dann würde ich die Beziehung beenden. Bevor ich mit den Gefühlen noch tiefer drin stecke.
Dann passt es halt einfach nicht.
Diese Gespräche über ONS und Exen werden dir auch irgendwann zum Halse raushängen, ob du es soweit kommen lassen willst, hängt von dir ab.
Alles Gute!
 

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wackelzahn21
15.10.21 um 12:23

Hi du,

mein wichtigster Tip an dich: Lerne die Frau richtig kennen !

Deine Denkweise klingt sehr erwachsen und charakterstark, wenn du vorbehaltlos die Meinung vertrittst, dass Vergangenheit eben Vergangenheit ist. 
Du darfst allerdings nicht vergessen, dass die Verganenheit eines Menschen, nicht einfach wie eine Seite aus einem Buch gerissen werden kann ... Denn jede Seite für sich, ist ein wichtiger Bestandteil des gesamten Textes. 

Um diese Metapher nun auf uns anzuwenden:
Unsere Persönlichkeit bildet sich aus unseren Erfahrungen und Begegnungen und ist wegweisend für unser zukünftiges Leben.

Wäre ich an deiner Stelle, würden mich bei dieser Frau grundlegende Dinge interessieren: Wie oft war sie bereits in einer festen Beziehung? Wie lange, wenn es sie gab, haben diese gehalten? Ging deine Freundin innerhalb dieser Beziehungen jemals fremd? 
Findest du Antworten auf diese Fragen, dann wärst du in der Lage bereits (vorsichtige) Prognosen zu stellen. 
Der Mensch ist ein „Gewohnheitstier“ und legt nur schwer alte Verhaltensmuster ab. 

Allerdings hat deine Freundin diese Prognose für dich bereits vorgenommen, wenn sie sich jetzt schon wünscht, später eine offene Beziehung zu führen...

Du hegst die Hoffnung, dass sie vielleicht zu späterer Zeit von diesem Wunsch Abstand nimmt. Warum sollte sie das tun?
Sie hat doch offensichtlich in ihrer Vergangenheit keine schlechten Erfahrungen damit gesammelt. 

Ich vertrete die Meinung, dass lediglich einschneidende Erlebnisse ein Verhaltensmuster durchbrechen können. 


Ich möchte auch gerne meine Erfahrungen mit dir teilen:

Als ich meine „Ex“ (22) kennenlernte, befand sie sich gerade in einer 5jährigen Beziehung.
Sie trennte sich dann quasi wegen mir von ihrem Freund. Sie beteuerte mir, dass sie in dieser langen Beziehung stets treu war. Ebenso erzählte sie mir, dass sie vor dieser Beziehung mit über 30 Männern Sex hatte.
Ich ging ebenso naiv und überzeugt an die Sache heran und dachte; Vergangenheit ist Vergangenheit. Großer Fehler !!!
Während unserer innigen „Beziehung“ glitt sie wieder in ihr altes Verhaltensmuster ab. Sie betrog und belog mich nach Strich und Faden ...

Aus heutiger Sicht kann ich sagen, dass diese „tolle“ Frau, die ich damals kennenlernte, NIE existiert hat.
Und ich zweifle mittlerweile auch stark daran, dass sie in ihrer vorherigen Beziehung treu war.
Ich bin überzeugt davon, dass sie ihr altes Verhaltensmuster niemals abgelegt hatte und ich nur ein weiterer Strich auf ihrer „Liste“ bin .... 

Ich bin dermaßen verletzt, enttäuscht und wütend und kann nur an deinen Verstand appellieren:
Schau hin ! Höre auf deine innere Stimme, die dich warnt ! Da sind ganz viele „red flags“ in ihren Aussagen und ihrem Bekanntenkreis. Mach die Augen auf und erspare Dir dieses Gefühlschaos, das ich gerade durchmache. 

Die Vergangenheit kann man nicht einfach ausradieren - sie ist, gerade für dich, allgegenwärtig (ihre Clique)


Mit besten Grüßen vom Wackelzahn21 
 

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lampe12
15.10.21 um 12:33
In Antwort auf wackelzahn21

Hi du,

mein wichtigster Tip an dich: Lerne die Frau richtig kennen !

Deine Denkweise klingt sehr erwachsen und charakterstark, wenn du vorbehaltlos die Meinung vertrittst, dass Vergangenheit eben Vergangenheit ist. 
Du darfst allerdings nicht vergessen, dass die Verganenheit eines Menschen, nicht einfach wie eine Seite aus einem Buch gerissen werden kann ... Denn jede Seite für sich, ist ein wichtiger Bestandteil des gesamten Textes. 

Um diese Metapher nun auf uns anzuwenden:
Unsere Persönlichkeit bildet sich aus unseren Erfahrungen und Begegnungen und ist wegweisend für unser zukünftiges Leben.

Wäre ich an deiner Stelle, würden mich bei dieser Frau grundlegende Dinge interessieren: Wie oft war sie bereits in einer festen Beziehung? Wie lange, wenn es sie gab, haben diese gehalten? Ging deine Freundin innerhalb dieser Beziehungen jemals fremd? 
Findest du Antworten auf diese Fragen, dann wärst du in der Lage bereits (vorsichtige) Prognosen zu stellen. 
Der Mensch ist ein „Gewohnheitstier“ und legt nur schwer alte Verhaltensmuster ab. 

Allerdings hat deine Freundin diese Prognose für dich bereits vorgenommen, wenn sie sich jetzt schon wünscht, später eine offene Beziehung zu führen...

Du hegst die Hoffnung, dass sie vielleicht zu späterer Zeit von diesem Wunsch Abstand nimmt. Warum sollte sie das tun?
Sie hat doch offensichtlich in ihrer Vergangenheit keine schlechten Erfahrungen damit gesammelt. 

Ich vertrete die Meinung, dass lediglich einschneidende Erlebnisse ein Verhaltensmuster durchbrechen können. 


Ich möchte auch gerne meine Erfahrungen mit dir teilen:

Als ich meine „Ex“ (22) kennenlernte, befand sie sich gerade in einer 5jährigen Beziehung.
Sie trennte sich dann quasi wegen mir von ihrem Freund. Sie beteuerte mir, dass sie in dieser langen Beziehung stets treu war. Ebenso erzählte sie mir, dass sie vor dieser Beziehung mit über 30 Männern Sex hatte.
Ich ging ebenso naiv und überzeugt an die Sache heran und dachte; Vergangenheit ist Vergangenheit. Großer Fehler !!!
Während unserer innigen „Beziehung“ glitt sie wieder in ihr altes Verhaltensmuster ab. Sie betrog und belog mich nach Strich und Faden ...

Aus heutiger Sicht kann ich sagen, dass diese „tolle“ Frau, die ich damals kennenlernte, NIE existiert hat.
Und ich zweifle mittlerweile auch stark daran, dass sie in ihrer vorherigen Beziehung treu war.
Ich bin überzeugt davon, dass sie ihr altes Verhaltensmuster niemals abgelegt hatte und ich nur ein weiterer Strich auf ihrer „Liste“ bin .... 

Ich bin dermaßen verletzt, enttäuscht und wütend und kann nur an deinen Verstand appellieren:
Schau hin ! Höre auf deine innere Stimme, die dich warnt ! Da sind ganz viele „red flags“ in ihren Aussagen und ihrem Bekanntenkreis. Mach die Augen auf und erspare Dir dieses Gefühlschaos, das ich gerade durchmache. 

Die Vergangenheit kann man nicht einfach ausradieren - sie ist, gerade für dich, allgegenwärtig (ihre Clique)


Mit besten Grüßen vom Wackelzahn21 
 

Danke für den Beitrag und deine persönlichen Erfahrungen. Also sie hatte vorher zwei Beziehungen, 1x 1,5 und 1x 4 Jahre lang. Denke das ist ein relativ stabiles Beziehungsmuster und zeigt, dass sie sich prinzipiell auf eine Person einlassen kann. Diese Beziehungen waren übrigens monogam, d.h. sie hatte selber noch nie eine offene Beziehung. Der Wunsch resultiert bei ihr auch stark aus der der Angst vor Endgültigen.

Ich bin ein auch ein junger Erwachsener und klar frage ich mich auch, ob ich jetzt die nächsten 30,40 Jahre nur noch mit einer Frau schlafen will. Dieser Gedanke ist auch der einzige Grund, weshalb ich einer Öffnung nicht grds entgehenstehe. 

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wackelzahn21
15.10.21 um 13:51
In Antwort auf lampe12

Danke für den Beitrag und deine persönlichen Erfahrungen. Also sie hatte vorher zwei Beziehungen, 1x 1,5 und 1x 4 Jahre lang. Denke das ist ein relativ stabiles Beziehungsmuster und zeigt, dass sie sich prinzipiell auf eine Person einlassen kann. Diese Beziehungen waren übrigens monogam, d.h. sie hatte selber noch nie eine offene Beziehung. Der Wunsch resultiert bei ihr auch stark aus der der Angst vor Endgültigen.

Ich bin ein auch ein junger Erwachsener und klar frage ich mich auch, ob ich jetzt die nächsten 30,40 Jahre nur noch mit einer Frau schlafen will. Dieser Gedanke ist auch der einzige Grund, weshalb ich einer Öffnung nicht grds entgehenstehe. 

Hi.

Zitat: „Der Wunsch resultiert bei ihr auch stark aus der der Angst vor Endgültigen.“

Ich kann diesen Gedankengang nicht ganz nachvollziehen. Möglicherweise liegt das aber auch daran, dass ich (45) eben noch nie so richtig in einer Beziehung war.
(Das was ich eben beschrieben habe und mit meiner „Ex“ hatte, lässt sich irgendwie schwer definieren.)

Also nun nochmal zurück zum Zitat. 

Warum hat sie Angst vorm Endgültigem? 
Das Eingehen einer Beziehung stellt doch kein Ende dar. Es ist doch vielmehr ein „Booster“ bzw. die perfekte Ergänzung fürs Leben. 
Keine Beziehung sollte mit dem Gefühl von „Angst“ vor irgendetwas eingegangen werden.
Eine Beziehung sollte völlig frei von irgendwelchen negativen Gefühlen sein und deshalb empfinde ich ihre Gedanken als völlig kontraproduktiv.
Wieso denkt ihr heute schon an das Morgen (mit negativen Beigeschmack) ?

Genießt doch einfach die gemeinsame Zeit und denkt nicht jetzt schon darüber nach, dass der Sex in ... Jahren eintönig werden könnte. Das ist doch völlig irrelevant. Ihr könnt darüber sprechen, WENN es soweit ist. 
Wenn sie schon so an die Sacher herangeht, dann sollte sie besser nie eine Beziehung eingehen.

A propos Beziehung eingehen ... 

Du hattest geschrieben, dass sie sich bereits in zwei Partnerschaften befand und der Gedanke „offene Beziehung“ kein Thema war. Wieso eigentlich nicht? 
Wusste sie damals schon, dass diese Beziehungen nicht lange halten werden oder weshalb hatte sie da keine Angst vorm Endgültigem?
 

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