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Forum / Liebe & Beziehung

Umgang mit (Ex) Ehemann

Letzte Nachricht: 6. Oktober 2009 um 12:54
M
mosi_11950526
06.10.09 um 1:06

Hallo Forumsgemeinde, hier meldet sich ein Neuling mit einer Frage nach Euren Meinungen.

Ich bin 33 komme aus Nordbayern und habe berufliche meinen Schatz 36 aus Südbayern kennen gelernt. Das kann ganz schön weit sein (über 300 km). Wir führen derzeit eine typische Wochenend- und Urlaubsbeziehung.

Unser Unternehmen hat bundesweit Filialen, also ein Zusammenzug kann in der Zukunft relativ einfach möglich sein ( naja, so einfach ist es doch nicht, in der einen muss was frei sein und in der anderen muss Ersatz da sein, aber es geht innerhalb eines Zeitraums von 3 Jahren sicher, je nach Situation auch schon innerhalb eines Monats, man weiß es nicht).

So nun zu meinem Problem:

Habe meine Freundin sehr kurz nach der Trennung von Ihrem 12 Jahre lang gewesenen Ehemann kennen gelernt. Sie hat ein Haus. Nachdem es -ihrer Aussage nach- in den letzten Jahren nur noch eine Art WG war hat sie ihren Mut zusammengenommen und ihm die Scheidungsabsichten mitgeteilt. Nach einem Monat war er ausgezogen und ne Woche später lernten wir uns auf einer Fortbildung kennen.
Nach weiteren 4 Wochen und ein paar treffen und vielen tTlefonaten und e-mails sind waren wir ein Paar. Das ist nun wie gesagt ein Vierteljahr her.

Ihr (Ex) Mann arbeitet in der gleichen Filiale. Zwischen denen läuft definitv nichts mehr. Die Liebe zu uns ist 100 % also mein Fall ist keiner wo es irgendwo hängt, es ist alles in Ordnung. Das ist nicht nur meiner Meinung nach so, sondern es wirklich so.

Nun ist es so, dass das ständige erinnert werden an die Ehe ihr sehr viel ausmacht und ihr scheinbar nichts. Wir hatten im letzten Monat schon öfters Diskussionen darüber aber jetzt ist es in Streit ausgeartet mit dauerhaften Potenzial und ich habe Angst uns dadurch zu verlieren.

Ihre Standpunkte z.B.
1) Gehen doch nicht mehr zusammen mit ihm in die Kaffeepause und so Hallo sagen kann man doch,
2) Für die 2008 und 2009er Steuerererklärung setzen wir uns noch zusammen, das kommt günstiger.
3) Weihnachtsfeier und andere Veranstaltungen zusammen net schlimm, ich setz mich einfach an anderen Tisch. ( Da ist alle zwei Monate was, gemeinsamer Radlfilalausflug, Hoffest usw.)
4) Natürlich bin ich auf seiner Geburtstagsfeier, wieso soll ich so tun, als ob nie was gewesen wäre, das ist einfach so nicht.
5) Schalfzimmerausräumen habe ich keine kraft ( wir schlafen im gästezimmer). Brautkleid in second hand laden stellen und Ehering einschmelzen will sie nicht.

Meine Standpunkte z.B.
1) Bitte sofort in eine andere Filiale Versetzungsantrag stellen, es sind 2 in jeweils 20 km Entfernung.
2) In der Ehe hat profitiert jeder Partner von materiellen und immaterielle Vorteilen. Die Ehe ist vobei, auch wenn sie rechtlich in den Jahren noch war, aber warum will sie dann noch vom materiellen Vorteil profitieren? Da beide ungefähr gleich verdienen kann es auch nicht so viel ausmachen.
3) Wie wärs mal mit einfach nicht hingehen. Falls Chef fragt einfach ne ausrede sagen.
4) Mir wäre ja am liebsten kein Kontakt mehr, also überhaupt kein verständnis dafür
5) Ja, aber sie will doch mich, und für den Rest hat sie keine Verwendung. Warum soll das zeug wenn es sowieso nicht mehr getragen wird rumliegen, bzw. warum Sperrmüllfahren so schwierig?

Zur abschließenden Klarstellung: Sie liebt nur mich. Mit ihrem Ex ist wirklich nichts mehr. Eventuell hat sie ein schlechtes Gewissen ihm gegenüber, weil sie sich von ihm getrennt hat. Wir haben beide keine Kinder. Ich war noch nie verheiratet, wünsche mir aber Familie mit allem drum und drann. Meine letzte Beziehung(ohne Ehe) ist ja ein Jahr her dauerte 2 Jahre und endete in einem Disaster ( ziemlich plötlich Wohnung ausgeräumt und sich zu besseren berufen gefühlt).

Welche denkweise ist nun "normaler" ihre oder meine?
Allgemein liest man hier im Forum wenig zu Männern die sich in eine dauernd getrennt lebende Frau verliebt haben! Kann mir nicht vorstellen, dass es so selten vorkommt, wie sind Eure Eindrücke?



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M
mosi_11950526
06.10.09 um 1:28

Umgang mit (Ex) Ehemann
Das erste ihr vor 1) soll heißen machte mir

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T
tameka_11893018
06.10.09 um 1:46

Mein eindruck
der einzige satz der hier zählen sollte für dich ist, dass sie nur dich liebt und mit ihrem ex nichts mehr läuft.
wenn das so sicher für dich ist, wie du es hier schreibst, wo liegt dann das problem?

zu deinen punkten:
also allgemein, sie waren 12 jahre verheiratet, und kennen sich vielleicht schon viel länger. er ist zweifelsohne ein teil iheres lebens, wenn auch ein vergangener. kann es nicht sein dass sie einfach den kontakt zu ihm weiter halten will? das heißt ja jetzt nicht gleich dass sie beste freunde werden, aber wieso sollte sie ihn jetzt aus ihrem leben streichen?

was z.b. den punkt mit dem brautkleid und dem ehering angeht, kann ich sie durchaus verstehen. das sind erinnerungen, an dem tag, an dem sie es getragen hat war sie glücklich, es ist einfach ein teil ihrer vergangenheit, wieso sollte sie das jetzt wegschmeissen?

eine gegenfrage: es ist ja auch das haus ihres exmannes und ihres gewesen, du bist da jetzt ja anscheinend auch eingezogen. sollte sie das haus dann nicht auch verkaufen?

genauso die versetzung in eine andere firma. sie arbeitet dort vermutlich schon länger, hat kollegen die sie kennt, ein bekanntes umfeld, wieso sollte sie das alles aufgeben, nur weil sie sich entschieden hat sich von ihrem mann zu trennen? dann sieht sie ihn eben hin und wieder, und wechselt ein wort mit ihm, wenn du dich ihrer so sicher bist, dann kann dich das doch nicht stören.

also wenn ich mich jetzt entscheiden müsste für ihre oder deine denkweise, müsst ich schon sagen: ihre.

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M
mosi_11950526
06.10.09 um 2:00
In Antwort auf tameka_11893018

Mein eindruck
der einzige satz der hier zählen sollte für dich ist, dass sie nur dich liebt und mit ihrem ex nichts mehr läuft.
wenn das so sicher für dich ist, wie du es hier schreibst, wo liegt dann das problem?

zu deinen punkten:
also allgemein, sie waren 12 jahre verheiratet, und kennen sich vielleicht schon viel länger. er ist zweifelsohne ein teil iheres lebens, wenn auch ein vergangener. kann es nicht sein dass sie einfach den kontakt zu ihm weiter halten will? das heißt ja jetzt nicht gleich dass sie beste freunde werden, aber wieso sollte sie ihn jetzt aus ihrem leben streichen?

was z.b. den punkt mit dem brautkleid und dem ehering angeht, kann ich sie durchaus verstehen. das sind erinnerungen, an dem tag, an dem sie es getragen hat war sie glücklich, es ist einfach ein teil ihrer vergangenheit, wieso sollte sie das jetzt wegschmeissen?

eine gegenfrage: es ist ja auch das haus ihres exmannes und ihres gewesen, du bist da jetzt ja anscheinend auch eingezogen. sollte sie das haus dann nicht auch verkaufen?

genauso die versetzung in eine andere firma. sie arbeitet dort vermutlich schon länger, hat kollegen die sie kennt, ein bekanntes umfeld, wieso sollte sie das alles aufgeben, nur weil sie sich entschieden hat sich von ihrem mann zu trennen? dann sieht sie ihn eben hin und wieder, und wechselt ein wort mit ihm, wenn du dich ihrer so sicher bist, dann kann dich das doch nicht stören.

also wenn ich mich jetzt entscheiden müsste für ihre oder deine denkweise, müsst ich schon sagen: ihre.

Mein eindruck
@ annaana: Nein ihr Haus. Aber danke für Deine Antwort

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M
mosi_11950526
06.10.09 um 2:06
In Antwort auf tameka_11893018

Mein eindruck
der einzige satz der hier zählen sollte für dich ist, dass sie nur dich liebt und mit ihrem ex nichts mehr läuft.
wenn das so sicher für dich ist, wie du es hier schreibst, wo liegt dann das problem?

zu deinen punkten:
also allgemein, sie waren 12 jahre verheiratet, und kennen sich vielleicht schon viel länger. er ist zweifelsohne ein teil iheres lebens, wenn auch ein vergangener. kann es nicht sein dass sie einfach den kontakt zu ihm weiter halten will? das heißt ja jetzt nicht gleich dass sie beste freunde werden, aber wieso sollte sie ihn jetzt aus ihrem leben streichen?

was z.b. den punkt mit dem brautkleid und dem ehering angeht, kann ich sie durchaus verstehen. das sind erinnerungen, an dem tag, an dem sie es getragen hat war sie glücklich, es ist einfach ein teil ihrer vergangenheit, wieso sollte sie das jetzt wegschmeissen?

eine gegenfrage: es ist ja auch das haus ihres exmannes und ihres gewesen, du bist da jetzt ja anscheinend auch eingezogen. sollte sie das haus dann nicht auch verkaufen?

genauso die versetzung in eine andere firma. sie arbeitet dort vermutlich schon länger, hat kollegen die sie kennt, ein bekanntes umfeld, wieso sollte sie das alles aufgeben, nur weil sie sich entschieden hat sich von ihrem mann zu trennen? dann sieht sie ihn eben hin und wieder, und wechselt ein wort mit ihm, wenn du dich ihrer so sicher bist, dann kann dich das doch nicht stören.

also wenn ich mich jetzt entscheiden müsste für ihre oder deine denkweise, müsst ich schon sagen: ihre.

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Ich ziehe in das Haus, in dem die Einrichtung und gestaltung die ehmaligen Partner vollzogen haben. Es bleibt nur wenig spielraum das nach meinen vorstellungen zu beeinflussen.

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B
bich_12862920
06.10.09 um 8:19

Hmm
diese situation erinnert mich in einigen punkten an meine eigene. ich habe mich auch aus einer langen beziehung gelöst, wir waren zwar nicht verheiratet...aber das spielt denke ich keine rolle.
was so sehr zu deiner geschichte passt, ist die tatsache, dass ich nach wie vor mit meinem ex zusammen arbeite, da wir die firma zusammen führen. das war bei uns von anfang an klar: privat getrennt, beruflich zusammen. ich habe viel kritik aus meinem freundeskreis für diese entscheidung erhalten, aber dieser weg ist machbar! und zwar unter folgendem aspekt...- es sind wirklich keine gefühle , also keine liebe .. kein begehren mehr da. dann klappt das! dann hat man da abgeschlossen.
ich stosse da auch immer wieder auf unverständniss, like SOWAS GEHT DOCH NICHT!
doch, es geht. wir gehen freundschaftlich miteinander um, er ist ja in den ganzen jahren auch zu einem guten freund geworden, teilt erinnerungen an eine gemeinsamen guten und auch schlechte zeit.
also, was das berufliche angeht, verlass dich drauf... sie möchte ihr *ding* nicht aufgeben, besteht auch aus ihrer sicht kein anlass.
nun zu der wohnsituation... man könnte auch sagen, es stört sie einfach nicht, dass sie nach wie vor in dem haus lebt, in der umgebung...sie ist mit sich im reinen, sieht da nichts schlimmes. wenn es dich stört, dann mach nägel mit köpfen, fang an es mit ihr gemeinsam anzugehen, ohne vorwurf.. so als ob ihr mal renovieren würdet, und zwar gründlich.

warum soll sie sich von den dingen wie hochzeitskleid, ring trennen?

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M
miran_12177138
06.10.09 um 12:54

Gaaanz ruhig...
Also, ich bin zwar kein Mann, habe aber einen (mittlerweile) geschiedenen Partner, der mit seiner Exfrau auch regelmäßig Kontakt hat.
Kann mich also ein bißchen in deine Lage versetzen und somit auch deine Sensibilitäten bezüglich des Themas verstehen- es ist manchmal nicht leicht, einen Partner zu haben, der schon mal jemand anderen als "den-" bzw. "diejenige, welche" gewählt hat, zumindest für mich.
ABER: Ich kann die Frau genauso verstehen und finde eigentlich, dass ihr Umgang mit ihrem EX ein sehr erwachsener ist. Schau: Die haben 12 Jahre gemeinsame Beziehungsgeschichte hinter sich- du bist seit 3 MONATEN auf der Bildfläche!
Es spricht doch eher für sie, wenn sie im beruflichen Rahmen mit ihrem Ex zurecht kommt und die beiden Finanzielles gemeinsam einvernehmlich regeln können. Und ich verstehe auch, dass sie eben auch schöne Erinnerungen an die Partnerschaft hat (hoffentlich!! Würdest du eine Frau wollen, die sich 12 Jahre lang nur quält??), dass sie bestimmte Gegenstände behält, dass sie "nicht tun will, als sei nie was gewesen".
Vergiss nicht: die Frau, die du jetzt liebst, gäbe es ohne diese vorherige Partnerschaft vielleicht gar nicht- sie hat sie geprägt, und ich persönlich würde es sehr seltsam finden, wenn mein Partner seine Ex nach mehreren gemeinsamen Jahren nicht mal mehr grüßen würde.
Seine Eltern sind so, obwohl sie seit 25 (!) Jahren geschieden sind, reden die nach wie vor kein Wort miteinander- ich finde das unglaublich infantil, albern und stressig für alle Beteiligten und bin für meinen Teil sehr glücklich, dass mein Partner es trotz dieses "Modells" selbst ganz anders gemacht hat (und ja, seine Ex geht mir durchaus ab und an auf die Nerven- warum auch nicht?).

Das einzige, was ich nachvollziehen kann, ist das Schlafzimmer-Thema: Ich finde, mit dem langjährigen Partner muss auch das langjährig gemeinsame Bett gehen. Ist aber vielleicht eine persönliche Eigenart von mir..

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