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Umgang mit der sexuellen Vergangenheit meiner Lebenspartnerin

13. März um 16:58 Letzte Antwort: 13. März um 18:07

Hey Leute,
ich bin 24 Jahre alt, meine Freundin ist 33.
Ohne die Vorgeschichte jetzt großartig auszuweiten, hatte sie ziemlich Pech in der Vergangenheit, was Beziehungen anbelangt. Nie hatte sie das Gefühl wirklich wertgeschätzt zu sein und fühlte sich immer wie die "zweite Geige". In allen Beziehungen, die sie mit Männern hatte, hatte sie ausschließlich extrem harten Sex, wo an Tabus wirklich nichts ausgeblieben ist, da sie "romantischen Sex" einfach irgendwann kopfmäßig nicht mehr zulassen konnte. Zum Orgasmus kam sie dabei jedoch nie.
Seit wir zusammen sind fühlt sie sich verstanden und wertgeschätzt, wir haben auch tollen Sex und sie kann sich mittlerweile auch genug fallen lassen, um regelmäßig zum Orgasmus zu kommen. Halt war der Sex, den wir hatten/haben verhältnismäßig an Härte nicht mit dem zu vergleichen, was für sie früher "normal" war. Hier und da ging es schon mal härter zur Sache, aber halt nie wirklich in dem Maße, wie sies mir aus ihrer Vergangenheit erzählt. Ich hab echt absolut kein Problem mit der Anzahl an Sexualpartnern, die in ihrer Vergangenheit liegen, weder Frauen noch Männer. Ich hatte vor dieser Beziehung mit zwei Partnern Sex, bei ihr ist die Zahl mehr als 20 mal so hoch.  Alles gut so weit, aber je mehr sie von diesen "harten Nummern" erzählt, je schwerer fällt es mir, mich dieser Art von Sex zu öffnen. Ich weiß von ihr aus ihrer Vergangenheit, dass in sogut wie allen Beziehungen von ihr betrogen wurde, ihrerseits oder vom Partner aus gleichermaßen. Sie ist jetzt wirklich ein anderer Mensch, als damals und ich kann ihr auch auf Beziehungsebene alles bieten, was sie will.
Ihr fehlt es laut ihrer Aussage an gar nichts, weder beziehungstechnisch, noch sexuell. 
Ich liebe sie wirklich über alles und das beruht auch auf Gegenseitigkeit, aber ich hab einfach Angst, dass ihr "härterer Sex" einfach irgendwann doch fehlt, mich erschlägt es, dass sie "normalen" Sex vorher nie hatte, trotzdem zu diesem Zeitpunkt nicht desto trotz sexuell erfüllt war und mir jetzt erzählt, dass sie das nicht schlimm fände, wenn ich es nicht härter mag. 
Es ist nicht so, dass ich es nicht auch gerne mal härter hätte, aber ich hatte in meiner Vergangenheit nur "normalen" Sex und fühle mich, als würde ich als 4. Klässler vor eine Aboturprüfung gesetzt werden. Ich will das ja auch, hab aber einfach durchgehend Angst, in diesen Momenten ihren Vorstellungen nicht zu entsprechen und sie zu enttäuschen und auch irgendwie zu versagen. Mir kommt es vor, als würde einfach viel zu viel vorausgesetzt, wofür ich halt bis jetzt keine Erfahrung sammeln konnte. Sie gibt mir 0 das Gefühl, dass ich in diesen paar Malen wo es "härter" wurde, dieser Rolle nicht gerecht werde und hat mir auch oft genug gesagt, dass es ihr gefallen hat, aber seit ich die wirkliche Menge der Partner kenne und was da so alles passiert ist, krieg ich diese Erwartungshaltung, die ich mir selber irgendwie auferlegt hab, nicht abgestellt. Ich weiß, dass ich das mit ihr auch besprechen könnte, aber das ist mir auch irgendwie peinlich. 
Lange Rede, kurzer Sinn, hat da irgendwer von euch eine Lösung zu?

Liebe Grüße,
Max

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13. März um 17:04

sag mal, wieso genau erzählt sie dir das alles bis ins kleinste Detail?

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13. März um 17:08
In Antwort auf carina2019

sag mal, wieso genau erzählt sie dir das alles bis ins kleinste Detail?

Es ist nicht so, dass ich nicht nachgefragt hätte, seit ich das mal grob durchscheinen lassen hab, dass ich das in dem Ausmaß nicht umbedingt hören will, hat sie auch nicht einmal mehr was erzählt. Es ist jetzt nicht so, dass sie mir erzählt hätte, mit wem exakt was genau wie lief, es geht einfach allgemein drum, was so lief und dass sie halt normalen Sex bis jetzt so mehr oderweniger gar nicht hatte 

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13. März um 17:16

Meine Lösung ist ganz einfach:

Sprich nicht mit uns darüber, sprich mit ihr darüber. Du sagst, ihr liebt euch und sie erfährt nun endlich mal, wie eine Partnerschaft voller Wertschätzung und Zuneigung auch ablaufen kann. Zu solch einer Partnerschaft gehört aber auch Vertrauen und Offenheit. Sprich mit ihr über das, was Dich beschäftigt. Es wird ihr genauso ein Anliegen sein, dass es Dir gut geht wie andersrum. Du möchtest sicher auch, dass sie Dir mitteilt, wenn sie etwas beschäftigt oder belastet. In einer Beziehung sollte es einem nicht peinlich sein, über seine Gefühle zu reden.
 

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13. März um 17:25
In Antwort auf wankendespony

Meine Lösung ist ganz einfach:

Sprich nicht mit uns darüber, sprich mit ihr darüber. Du sagst, ihr liebt euch und sie erfährt nun endlich mal, wie eine Partnerschaft voller Wertschätzung und Zuneigung auch ablaufen kann. Zu solch einer Partnerschaft gehört aber auch Vertrauen und Offenheit. Sprich mit ihr über das, was Dich beschäftigt. Es wird ihr genauso ein Anliegen sein, dass es Dir gut geht wie andersrum. Du möchtest sicher auch, dass sie Dir mitteilt, wenn sie etwas beschäftigt oder belastet. In einer Beziehung sollte es einem nicht peinlich sein, über seine Gefühle zu reden.
 

Ja ich weiß, ich finde die Diskrepanz halt schwierig, Dominanz zu verkörpern und keine Erfahrung darin zu haben. Ich weiß auch, dass es schwachsinnig von mir ist, mich von ihrer Vergangenheit so erdrücken zu lassen. Was wir haben gefällt ihr, auch die "härtenen Nummern", aber ich kann meinen Kopf halt nicht abstellen, verstehst du?

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13. März um 17:51

Du kannst Deinen Kopf nicht abstellen, weil Du Deine Gedanken in Dich hineinfrisst. Was Du brauchst, ist die Bestätigung Deiner Freundin. Sie gibt sie Dir zwar mit Worten, Du zweifelst das aber an, weil Du denkst, dass sie doch ganz anderes gewohnt ist und das wahrscheinlich nur sagt, weil sie Dich nicht kränken will. In ihren Kopf können weder wir noch Du schauen, deshalb bleibt Dir nichts anderes übrig, als sie darauf anzusprechen. Und wenn sie Dir weiter versichert, dass Du genau richtig bist so wie Du bist (und das bist Du!!!), dann GLAUBE IHR DAS! Dein Thema ist fehlende Überzeugung von Dir selbst. Du bist Du, Du musst nicht jemand anderes, viel Dominanteres sein. Deine Freundin liebt Dich dafür, dass Du so bist wie Du bist! Sei überzeugt von Dir! Und Du wirst sehen, dass diese Überzeugung automatisch auch mehr Dominanz und Stärke austrahlen wird.

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13. März um 17:54
In Antwort auf gismo95

Hey Leute,
ich bin 24 Jahre alt, meine Freundin ist 33.
Ohne die Vorgeschichte jetzt großartig auszuweiten, hatte sie ziemlich Pech in der Vergangenheit, was Beziehungen anbelangt. Nie hatte sie das Gefühl wirklich wertgeschätzt zu sein und fühlte sich immer wie die "zweite Geige". In allen Beziehungen, die sie mit Männern hatte, hatte sie ausschließlich extrem harten Sex, wo an Tabus wirklich nichts ausgeblieben ist, da sie "romantischen Sex" einfach irgendwann kopfmäßig nicht mehr zulassen konnte. Zum Orgasmus kam sie dabei jedoch nie.
Seit wir zusammen sind fühlt sie sich verstanden und wertgeschätzt, wir haben auch tollen Sex und sie kann sich mittlerweile auch genug fallen lassen, um regelmäßig zum Orgasmus zu kommen. Halt war der Sex, den wir hatten/haben verhältnismäßig an Härte nicht mit dem zu vergleichen, was für sie früher "normal" war. Hier und da ging es schon mal härter zur Sache, aber halt nie wirklich in dem Maße, wie sies mir aus ihrer Vergangenheit erzählt. Ich hab echt absolut kein Problem mit der Anzahl an Sexualpartnern, die in ihrer Vergangenheit liegen, weder Frauen noch Männer. Ich hatte vor dieser Beziehung mit zwei Partnern Sex, bei ihr ist die Zahl mehr als 20 mal so hoch.  Alles gut so weit, aber je mehr sie von diesen "harten Nummern" erzählt, je schwerer fällt es mir, mich dieser Art von Sex zu öffnen. Ich weiß von ihr aus ihrer Vergangenheit, dass in sogut wie allen Beziehungen von ihr betrogen wurde, ihrerseits oder vom Partner aus gleichermaßen. Sie ist jetzt wirklich ein anderer Mensch, als damals und ich kann ihr auch auf Beziehungsebene alles bieten, was sie will.
Ihr fehlt es laut ihrer Aussage an gar nichts, weder beziehungstechnisch, noch sexuell. 
Ich liebe sie wirklich über alles und das beruht auch auf Gegenseitigkeit, aber ich hab einfach Angst, dass ihr "härterer Sex" einfach irgendwann doch fehlt, mich erschlägt es, dass sie "normalen" Sex vorher nie hatte, trotzdem zu diesem Zeitpunkt nicht desto trotz sexuell erfüllt war und mir jetzt erzählt, dass sie das nicht schlimm fände, wenn ich es nicht härter mag. 
Es ist nicht so, dass ich es nicht auch gerne mal härter hätte, aber ich hatte in meiner Vergangenheit nur "normalen" Sex und fühle mich, als würde ich als 4. Klässler vor eine Aboturprüfung gesetzt werden. Ich will das ja auch, hab aber einfach durchgehend Angst, in diesen Momenten ihren Vorstellungen nicht zu entsprechen und sie zu enttäuschen und auch irgendwie zu versagen. Mir kommt es vor, als würde einfach viel zu viel vorausgesetzt, wofür ich halt bis jetzt keine Erfahrung sammeln konnte. Sie gibt mir 0 das Gefühl, dass ich in diesen paar Malen wo es "härter" wurde, dieser Rolle nicht gerecht werde und hat mir auch oft genug gesagt, dass es ihr gefallen hat, aber seit ich die wirkliche Menge der Partner kenne und was da so alles passiert ist, krieg ich diese Erwartungshaltung, die ich mir selber irgendwie auferlegt hab, nicht abgestellt. Ich weiß, dass ich das mit ihr auch besprechen könnte, aber das ist mir auch irgendwie peinlich. 
Lange Rede, kurzer Sinn, hat da irgendwer von euch eine Lösung zu?

Liebe Grüße,
Max

Lieber Max,

wie kommst du bloß auf den Trichter, dass irgendwer eine Lösung haben könnte, wenn DU nicht mit der sexuellen Vergangenheit deiner Freundin klar kommst? Diese Logik will sich mir irgendwie nicht so recht erschließen...

Ich kann dich nur dazu ermuntern weniger nachzudenken beim Sex. Im Notfall gibt es immer noch die Brötchen-Operation.

Freundliche Grüße,
Christoph

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13. März um 17:55

Ich verstehe ehrlich nicht warum man sich mit seinem Partner darüber unterhalten muss, was man mit anderen früher im bett gemacht hat. Was soll das bringen? Was ist das ziel von einer solchen Unterhaltung?

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13. März um 18:03
In Antwort auf coquette164

Ich verstehe ehrlich nicht warum man sich mit seinem Partner darüber unterhalten muss, was man mit anderen früher im bett gemacht hat. Was soll das bringen? Was ist das ziel von einer solchen Unterhaltung?

Aus Neugierde? Aus Interesse? Schließlich ist das Teil der Vergangenheit des Menschen, den man toll findet. Muss alles etwas bringen? Mit dieser Argumentation müsste man auch keine Fragen zu vergangenen Urlauben, Berufserfahrungen oder sonstigem Zeugs aus der Vergangenheit stellen. Denn was soll das bringen? Menschen interessieren sich nunmal füreinander, zumindest wenn Gefühle im Spiel sind.

Allerdings stimme ich Dir insofern zu, dass es manchen nicht gut tut, sich darüber auszutauschen. Andere hingegen können damit umgehen.

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13. März um 18:07
In Antwort auf gismo95

Ja ich weiß, ich finde die Diskrepanz halt schwierig, Dominanz zu verkörpern und keine Erfahrung darin zu haben. Ich weiß auch, dass es schwachsinnig von mir ist, mich von ihrer Vergangenheit so erdrücken zu lassen. Was wir haben gefällt ihr, auch die "härtenen Nummern", aber ich kann meinen Kopf halt nicht abstellen, verstehst du?

Und weiß sie das?

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