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Umgang mit der Krankheit des Freundes

7. Juli um 13:31

Hallo zusammen,

zunächst bedanke ich mich vorab fürs Lesen. Im letzten Beitrag bin ich nur auf den kleinsten Teil eingegangen und nun traue ich mich mal ein Anliegen dar zulegen, das mir momentan sehr ins Herz geht.

Diesmal werde ich auch ausführlicher beschreiben.
Etwas vorab: Ich fälle Entscheidungen grundsätzlich nicht nach den Meinungen anderer, aber externe Meinungen helfen mir enorm weiter, denn auch ich kann falsch liegen mit meinen Gedanken.

Folgende Tatsache liegt vor:

Ich und mein Freund kennen uns seit fast 2 Jahren und schon zu Beginn der Beziehung spegelte sich das Hauptproblem ab: Nämlich seine Krankheit. Er ist seit 10 Jahren arbeitslos, da er an sogenannten chronischen Insomnia leidet, auch Schlafstörungen genannt, geht erst mitten in der Nacht nach einer eigenen tradition ins Bett und steht erst gegen 12 H mittags auf. Da ist schon mal der erste Punkt: Ein gemeinsames Zusammenleben oder eine Tagesstruktur gibt es dann natürlich nicht.
Zu Beginn war es noch schlimmer: da trank er regelmässig alkohol, war ziemlich gefühlskalt und hatte sich hängen lassen, ich konnte ihn dann inspirieren mit dem Trinken aufzuhören, sich und sein leben zu sortieren und endlich Termine zu machen beim Psychologen und für die schlafklinik. (Nach 8 Monaten wartezeit hat er den in 4 Wochen!) Zudem  bekommt er Panikattacken bei Familienfeiern, eine Vernünftige Vorstellung vor meinen Eltern oder vor seinen Eltern ist bislang nicht möglich gewesen. Allerdings kann er in der Öffentlichkeit mit Leuten reden solange er nicht mit denen an einem Tisch sitzen muss.

aber warum halte ich dann an uns fest? Weil er eigentlich ein Diamant ist im inneren Kern. Er macht alles mit : Von Sport bis Einkaufen und Haushalt , massiert mich und auch Liebesspiele sind willkommen. Zudem macht er immerhin einen klinen Nebenjob und ist auch nicht dominant. Er hört mir zu, wir können reden und es geht vor allem nicht immer um ihn sondern auch um mich. Er ist trotz seiner Arbeitslosigkeit nicht faul, tut viel und entlastet mich wenn ich überlastet bin.

Er ist bereit auch die Termine zu machen, hat welche gemacht aber bisher kein Durchbruch gehabt. es geht sehr sehr langsam voran. Vor allem ist er mitte 30 und ich Mitte 20 und die Zeit geht flöten mit so wenig Fortschritten .

Mittlerweile bin ich wieder in der Frustphase vor allem weil man sich gerade als Frau in der Phase sieht, sich etwas aufzubauen. Ich studiere und arbeite nebenbei und ab dem 30. Lebensjahr stellt sich dann die berühmte Familienfrage. Ich geniesse dass leben und denke "Ach das hat Zeit" und auf der anderen Seite kommen da wieder unendlich viele Zweifel hoch, denn mein Herz sagt mir, dass die Ebene , die Beziehung für eine gemeinsame Zukunft nicht reicht. Klar , eine garantie gibt es nie. Aber wie sollen wir denn mal zusammen wachsen, wenn er erst um 12 Uhr aufsteht? Gemeinsame Nächte und Urlaube sind nicht drin.
Und soll ich wirklich warten?
Und ich habe mit ihm offen über meine Bedenken gesprochen und er sagte nichts grosses dazu, nur dass er jetzt eben nicht  mir das geben kann was für eine Zukunft notwendig ist und er sich auch nicht unter Druck setzen lassen möchte, mich aber versteht.

Bereit etwas zu tun ist er ja und ich kann ihn verstehen und versuche auch eine Verständnisvolle und liebevolle Freundin zu sein, aber ich fühle mich einfach zu jung für so eine Meisteraufgabe und habe nicht immer die Geduld zu warten. Denn es geht jeden Tag um die schlafprobleme . Und mittlerweile geht es mir etwas aus dem ahls heraus.

Was meint ihr? Ich will ihn nicht im Stich lassen, denn ich könnte genauso gut krank sein,aber wie lange soll ich denn warten? Ich muss ja auch mein Leben leben ?  Ich bin ziemlich verzweifelt und freue mich auf ein Feedback.

Liebe Grüße
Yuna

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7. Juli um 13:49

Tja, ich fürchte der Herr ist so mit seinen Problemen beschäftigt dass es bis eventuell Besserung in Sicht sein wird mit deiner Fruchtbarkeit vorbei sein wird... musst dir überlegen ob er, auch so wie er ist, in dein Leben passt.

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7. Juli um 13:53
In Antwort auf yuna1810

Hallo zusammen,

zunächst bedanke ich mich vorab fürs Lesen. Im letzten Beitrag bin ich nur auf den kleinsten Teil eingegangen und nun traue ich mich mal ein Anliegen dar zulegen, das mir momentan sehr ins Herz geht.

Diesmal werde ich auch ausführlicher beschreiben.
Etwas vorab: Ich fälle Entscheidungen grundsätzlich nicht nach den Meinungen anderer, aber externe Meinungen helfen mir enorm weiter, denn auch ich kann falsch liegen mit meinen Gedanken.

Folgende Tatsache liegt vor:

Ich und mein Freund kennen uns seit fast 2 Jahren und schon zu Beginn der Beziehung spegelte sich das Hauptproblem ab: Nämlich seine Krankheit. Er ist seit 10 Jahren arbeitslos, da er an sogenannten chronischen Insomnia leidet, auch Schlafstörungen genannt, geht erst mitten in der Nacht nach einer eigenen tradition ins Bett und steht erst gegen 12 H mittags auf. Da ist schon mal der erste Punkt: Ein gemeinsames Zusammenleben oder eine Tagesstruktur gibt es dann natürlich nicht.
Zu Beginn war es noch schlimmer: da trank er regelmässig alkohol, war ziemlich gefühlskalt und hatte sich hängen lassen, ich konnte ihn dann inspirieren mit dem Trinken aufzuhören, sich und sein leben zu sortieren und endlich Termine zu machen beim Psychologen und für die schlafklinik. (Nach 8 Monaten wartezeit hat er den in 4 Wochen!) Zudem  bekommt er Panikattacken bei Familienfeiern, eine Vernünftige Vorstellung vor meinen Eltern oder vor seinen Eltern ist bislang nicht möglich gewesen. Allerdings kann er in der Öffentlichkeit mit Leuten reden solange er nicht mit denen an einem Tisch sitzen muss.

aber warum halte ich dann an uns fest? Weil er eigentlich ein Diamant ist im inneren Kern. Er macht alles mit : Von Sport bis Einkaufen und Haushalt , massiert mich und auch Liebesspiele sind willkommen. Zudem macht er immerhin einen klinen Nebenjob und ist auch nicht dominant. Er hört mir zu, wir können reden und es geht vor allem nicht immer um ihn sondern auch um mich. Er ist trotz seiner Arbeitslosigkeit nicht faul, tut viel und entlastet mich wenn ich überlastet bin.

Er ist bereit auch die Termine zu machen, hat welche gemacht aber bisher kein Durchbruch gehabt. es geht sehr sehr langsam voran. Vor allem ist er mitte 30 und ich Mitte 20 und die Zeit geht flöten mit so wenig Fortschritten .

Mittlerweile bin ich wieder in der Frustphase vor allem weil man sich gerade als Frau in der Phase sieht, sich etwas aufzubauen. Ich studiere und arbeite nebenbei und ab dem 30. Lebensjahr stellt sich dann die berühmte Familienfrage. Ich geniesse dass leben und denke "Ach das hat Zeit" und auf der anderen Seite kommen da wieder unendlich viele Zweifel hoch, denn mein Herz sagt mir, dass die Ebene , die Beziehung für eine gemeinsame Zukunft nicht reicht. Klar , eine garantie gibt es nie. Aber wie sollen wir denn mal zusammen wachsen, wenn er erst um 12 Uhr aufsteht? Gemeinsame Nächte und Urlaube sind nicht drin.
Und soll ich wirklich warten?
Und ich habe mit ihm offen über meine Bedenken gesprochen und er sagte nichts grosses dazu, nur dass er jetzt eben nicht  mir das geben kann was für eine Zukunft notwendig ist und er sich auch nicht unter Druck setzen lassen möchte, mich aber versteht.

Bereit etwas zu tun ist er ja und ich kann ihn verstehen und versuche auch eine Verständnisvolle und liebevolle Freundin zu sein, aber ich fühle mich einfach zu jung für so eine Meisteraufgabe und habe nicht immer die Geduld zu warten. Denn es geht jeden Tag um die schlafprobleme . Und mittlerweile geht es mir etwas aus dem ahls heraus.

Was meint ihr? Ich will ihn nicht im Stich lassen, denn ich könnte genauso gut krank sein,aber wie lange soll ich denn warten? Ich muss ja auch mein Leben leben ?  Ich bin ziemlich verzweifelt und freue mich auf ein Feedback.

Liebe Grüße
Yuna

Warten? Worauf warten? Es wird nicht besser werden. Dein Freund meistert sein Leben so gut er kann. Es ist sein Leben und er tut was er kann. Das ist eben das was er dir geben kann. 

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7. Juli um 14:01

Ich finde das wichtigste ist immer die Gegenwart. Sich von der Angst vor zukünftigen Problemen leiten zu lassen passiert oft, aber führt denke ich nicht zur eigenen Zufriedenheit. Sind es doch alles nur hypothetisch Vorstellungen und Probleme mit denen du dich beschäftigst die Kraft kosten, die es noch gar nicht gibt.

Ich denke kein Mensch ist perfekt, es wird immer Dinge geben die nicht so sind wie du es dir vorstellst. Die Frage ist halt ob für dich das frühe zu Bett gehen und frühe aufstehen deines Partners eine sehr hohe Priorität hat auf die du nicht verzichten möchtest.

Allgemein klingt es so, als hättet ihr ser wohl viel gemeinsame Zeit und eine gemeinsame Beziehung. Auch klingt es als würdest du dich sehr für ihn verantwortlich fühlen. Denke vielleicht könntest du das ein bisschen ablegen? Bzw musst du schauen inwieweit du ihn in dein Schema pressen möchtest und inwieweit du ihn so akzeptieren kannst wie er ist? 

Liebe Grüße 

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7. Juli um 14:03
In Antwort auf rickie_18246435

Ich finde das wichtigste ist immer die Gegenwart. Sich von der Angst vor zukünftigen Problemen leiten zu lassen passiert oft, aber führt denke ich nicht zur eigenen Zufriedenheit. Sind es doch alles nur hypothetisch Vorstellungen und Probleme mit denen du dich beschäftigst die Kraft kosten, die es noch gar nicht gibt.

Ich denke kein Mensch ist perfekt, es wird immer Dinge geben die nicht so sind wie du es dir vorstellst. Die Frage ist halt ob für dich das frühe zu Bett gehen und frühe aufstehen deines Partners eine sehr hohe Priorität hat auf die du nicht verzichten möchtest.

Allgemein klingt es so, als hättet ihr ser wohl viel gemeinsame Zeit und eine gemeinsame Beziehung. Auch klingt es als würdest du dich sehr für ihn verantwortlich fühlen. Denke vielleicht könntest du das ein bisschen ablegen? Bzw musst du schauen inwieweit du ihn in dein Schema pressen möchtest und inwieweit du ihn so akzeptieren kannst wie er ist? 

Liebe Grüße 

*sehr

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7. Juli um 14:10
In Antwort auf yuna1810

Hallo zusammen,

zunächst bedanke ich mich vorab fürs Lesen. Im letzten Beitrag bin ich nur auf den kleinsten Teil eingegangen und nun traue ich mich mal ein Anliegen dar zulegen, das mir momentan sehr ins Herz geht.

Diesmal werde ich auch ausführlicher beschreiben.
Etwas vorab: Ich fälle Entscheidungen grundsätzlich nicht nach den Meinungen anderer, aber externe Meinungen helfen mir enorm weiter, denn auch ich kann falsch liegen mit meinen Gedanken.

Folgende Tatsache liegt vor:

Ich und mein Freund kennen uns seit fast 2 Jahren und schon zu Beginn der Beziehung spegelte sich das Hauptproblem ab: Nämlich seine Krankheit. Er ist seit 10 Jahren arbeitslos, da er an sogenannten chronischen Insomnia leidet, auch Schlafstörungen genannt, geht erst mitten in der Nacht nach einer eigenen tradition ins Bett und steht erst gegen 12 H mittags auf. Da ist schon mal der erste Punkt: Ein gemeinsames Zusammenleben oder eine Tagesstruktur gibt es dann natürlich nicht.
Zu Beginn war es noch schlimmer: da trank er regelmässig alkohol, war ziemlich gefühlskalt und hatte sich hängen lassen, ich konnte ihn dann inspirieren mit dem Trinken aufzuhören, sich und sein leben zu sortieren und endlich Termine zu machen beim Psychologen und für die schlafklinik. (Nach 8 Monaten wartezeit hat er den in 4 Wochen!) Zudem  bekommt er Panikattacken bei Familienfeiern, eine Vernünftige Vorstellung vor meinen Eltern oder vor seinen Eltern ist bislang nicht möglich gewesen. Allerdings kann er in der Öffentlichkeit mit Leuten reden solange er nicht mit denen an einem Tisch sitzen muss.

aber warum halte ich dann an uns fest? Weil er eigentlich ein Diamant ist im inneren Kern. Er macht alles mit : Von Sport bis Einkaufen und Haushalt , massiert mich und auch Liebesspiele sind willkommen. Zudem macht er immerhin einen klinen Nebenjob und ist auch nicht dominant. Er hört mir zu, wir können reden und es geht vor allem nicht immer um ihn sondern auch um mich. Er ist trotz seiner Arbeitslosigkeit nicht faul, tut viel und entlastet mich wenn ich überlastet bin.

Er ist bereit auch die Termine zu machen, hat welche gemacht aber bisher kein Durchbruch gehabt. es geht sehr sehr langsam voran. Vor allem ist er mitte 30 und ich Mitte 20 und die Zeit geht flöten mit so wenig Fortschritten .

Mittlerweile bin ich wieder in der Frustphase vor allem weil man sich gerade als Frau in der Phase sieht, sich etwas aufzubauen. Ich studiere und arbeite nebenbei und ab dem 30. Lebensjahr stellt sich dann die berühmte Familienfrage. Ich geniesse dass leben und denke "Ach das hat Zeit" und auf der anderen Seite kommen da wieder unendlich viele Zweifel hoch, denn mein Herz sagt mir, dass die Ebene , die Beziehung für eine gemeinsame Zukunft nicht reicht. Klar , eine garantie gibt es nie. Aber wie sollen wir denn mal zusammen wachsen, wenn er erst um 12 Uhr aufsteht? Gemeinsame Nächte und Urlaube sind nicht drin.
Und soll ich wirklich warten?
Und ich habe mit ihm offen über meine Bedenken gesprochen und er sagte nichts grosses dazu, nur dass er jetzt eben nicht  mir das geben kann was für eine Zukunft notwendig ist und er sich auch nicht unter Druck setzen lassen möchte, mich aber versteht.

Bereit etwas zu tun ist er ja und ich kann ihn verstehen und versuche auch eine Verständnisvolle und liebevolle Freundin zu sein, aber ich fühle mich einfach zu jung für so eine Meisteraufgabe und habe nicht immer die Geduld zu warten. Denn es geht jeden Tag um die schlafprobleme . Und mittlerweile geht es mir etwas aus dem ahls heraus.

Was meint ihr? Ich will ihn nicht im Stich lassen, denn ich könnte genauso gut krank sein,aber wie lange soll ich denn warten? Ich muss ja auch mein Leben leben ?  Ich bin ziemlich verzweifelt und freue mich auf ein Feedback.

Liebe Grüße
Yuna

Hallo Yuna,

das ist eine sehr schwierige Situation in der du da steckst.

Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass gerade Prozesse der inneren Heilung und des Wachstums mit Erkrankungen der psychischen Ebene oft viele Jahre dauern.

Das musst du dir klar machen.

Und wie lange es dann letztendlich dauert kommt auf verschiedene Faktoren an, welche Ursachen(Erkrankung) verbirgt sich dahinter, wie tief gehen die Wurzeln der Ursachen, wie intensiv arbeitet der Betroffene mit sich und wie bereit ist seine Seele schon, sich alles anzuschauen (auf diesen Punkt hat er selbst gar keinen Einfluss).

Das alles bedeutet aber ja nicht, dass es nicht voran geht und es immer auf dem Punkt stehen bleibt, wo es gerade ist, es wird Veränderungen geben, solange er sich dem Ganzen dann mit einer gewissen Offenheit stellt, nur die Schnelligkeit, ist so eine Sache. Da darfst du nichts erwarten, denn Druck ist das letzte, was Mneschen gebauchen können, die mit psychischen Erkranken zu tun haben. Da muss jeder in seinem Maße und seinem Tempo gehen (dürfen) sonst verschlimmert es die Situation, statt sie zu verbessern.

Hierbei ist dann tatsächlich der wichtigste Punkt, welchen du in deiner Entscheidung mit rein nehmen solltest, was tut er dafür, dass sich was verändert und da ist er ja zumindest dran. Was nicht geschehen darf ist, dass er nichts dafür tut, um da raus zu kommen. Sicherlich gibt es nach Phasen des intensiven arbeiten an sich auch immer mal Ruhephasen, denn glaube mir, es ist verdammt anstrengend auf der inneren Ebene mit sich zu arbeiten. Irgendwann sollte der Weg dann aber weiter gehen.

Was mir jedoch auffällt, bei deinem Text ist folgendes. Du wägst relativ "rational" ab. Du nimmst die Faktoren des Alters hinzu, die Lebensphase (Familiengründung steht an in der Zukunft) und selbst deine "Aufzählung" der Dinge, welche du als positiv empfindest in eurer Beziehung "ratterst" du für mein empfinden wie eine Strichliste ab.

Was für mich wenig rüber kommt ist das Gefühl der "Liebe" welches eigentlich die Basis allen sein sollte um gemeinsame Hürden zu nehmen. Vielleicht kommt es falsch bei mir an. Aber das was ich lese ist wirklich eher so ein rein werfen verschiedener Faktoren auf nüchterne Weise in die jeweiligen Waagschalen.

Einkaufen, Sport, Unternehmen, Liebesspiel.....passt

Schlafprobleme, psychische Probleme, Langsamkeit im Voran kommen....passt nicht

Also möchte ich dich fragen, liebst du ihn, aus deinem tiefsten Inneren heraus denn eigentlich?

Du wirst und musst diese Entscheidung für ein Weiterführen der Beziehung übrigens auch gar nicht jetzt fällen, denn auch das ist ein Prozess. Und natürlich hast du in deinen jungen Jahren auch das Recht zu sagen, diese Aufgabe ist zu groß für mich. Lass dir da von niemandem ein schlechtes Gewissen machen oder Schuldgefühle einreden, denn jeder Mensch hat das Recht auf seine eigenen Grenzen Acht zu geben.

Solange du jedoch in dir kein klares Ja oder Nein fühlst, lass es noch etwas laufen und begleite ihn. Du wirst es genau fühlen, wenn du an dem Punkt bist, nicht mehr weiter mit ihm diesen Weg gehen zu wollen und solange mach du dir keinen inneren Druck.

Du kannst es ja mal mit folgendem versuchen:

Wenn du mal die Augen schließt, und alle Faktoren, die in deinen Gedanken und auf der Verstandesebene ( wie zB Alter, Familiengründung, Schlafprobleme, etc.)
so am reingrätschen sind weg lässt und dich nur auf ihn als Mensch und dich als Mensch besinnst, und das was euch auf der tiefsten inneren und emotionalen Ebene verbindet und versuchst ihn zu fühlen als Mensch in seinem Wesenskern ...... kommst du dann zu einem klaren "Ja" für euch?

Falls nicht, ist dein Weg eigentlich klar....

Alles Liebe für dich und auch ihm wünsche ich von Herzen, dass er es schafft im Laufe der Zeit (Jahre) zu heilen...



 

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7. Juli um 14:36

Hallo nimaya
wow ..danke für dein Feedback!

wie kann ich darauf nur antworten?
Ich weiss es wirkt als wäge ich sehr rational ab und das ist auch irgendwo so, ich kann es nicht verneinen. Da ist auf der einen Seite die "Erziehung" das Erzogene also , dass mir rät los zu lassen . Ich kann es nicht so leicht abwälzen , denn das umfeld beeinfluust mich in der hinsicht mit, dass alle meine Bekannten zusammen aufstehen, ihren Alltag meistern und es irgendwie läuft. Ich sitze morgens in der Uni und mein Freund schläft noch oder liegt wach da und quält sich in den Tag.
Mein Herz sagt : " Er ist eine gute Seele und es passt was die Chemie ausmacht." wahre Liebe empfinde ich nicht. (Was ist auch wahre Liebe?) Würde ich ihn wahr lieben , dann würde ich alle Gegebenheiten bedingungslos annehmen und drüber weg schauen.
Und uns beiden ist bewusst, das da keine Wunderheilung geschieht.
Es sind Zuneigungen , die da sind. Momentan spüre ich aber mehr Schmerzen, statt Gefühle , weil ich schnell voran komme und er leider hinterher hinkt. Wir wachsen schlecht weiterhin zusammen.

Und letztes Mal war so ein tag, da war er so kaputt von den schlaflosen Nächten, dass er kaum ansprechbar für mich war. Es war als wenn man mit jmd redet der innerlich abwesend ist.
All diese Tatasachen machen es mir immer schwerer das Gute zu sehen und die Gefühle haben stark nachgelassen. Und ja es tut mir sehr leid, dass es ihm so schlecht geht, aber mir geht es mom auch mental schlechter, dadurch das ich ihm weder helfen kann noch immer mehr merke das es nicht passt.

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7. Juli um 14:53
In Antwort auf yuna1810

Hallo nimaya
wow ..danke für dein Feedback!

wie kann ich darauf nur antworten?
Ich weiss es wirkt als wäge ich sehr rational ab und das ist auch irgendwo so, ich kann es nicht verneinen. Da ist auf der einen Seite die "Erziehung" das Erzogene also , dass mir rät los zu lassen . Ich kann es nicht so leicht abwälzen , denn das umfeld beeinfluust mich in der hinsicht mit, dass alle meine Bekannten zusammen aufstehen, ihren Alltag meistern und es irgendwie läuft. Ich sitze morgens in der Uni und mein Freund schläft noch oder liegt wach da und quält sich in den Tag.
Mein Herz sagt : " Er ist eine gute Seele und es passt was die Chemie ausmacht." wahre Liebe empfinde ich nicht. (Was ist auch wahre Liebe?) Würde ich ihn wahr lieben , dann würde ich alle Gegebenheiten bedingungslos annehmen und drüber weg schauen.
Und uns beiden ist bewusst, das da keine Wunderheilung geschieht.
Es sind Zuneigungen , die da sind. Momentan spüre ich aber mehr Schmerzen, statt Gefühle , weil ich schnell voran komme und er leider hinterher hinkt. Wir wachsen schlecht weiterhin zusammen.

Und letztes Mal war so ein tag, da war er so kaputt von den schlaflosen Nächten, dass er kaum ansprechbar für mich war. Es war als wenn man mit jmd redet der innerlich abwesend ist.
All diese Tatasachen machen es mir immer schwerer das Gute zu sehen und die Gefühle haben stark nachgelassen. Und ja es tut mir sehr leid, dass es ihm so schlecht geht, aber mir geht es mom auch mental schlechter, dadurch das ich ihm weder helfen kann noch immer mehr merke das es nicht passt.

Hallo Yuna,

im Grunde kennst du deine eigene innere Wahrheit bereits, sie steht auch in deinem Text mit drin (an mehreren Stellen). Unter anderem auch in diesem Satz:

"Würde ich ihn wahr lieben , dann würde ich alle Gegebenheiten bedingungslos annehmen und drüber weg schauen."

Du hast für dich die Zukunftsplanung im Blick und ich denke mit diesem verfassten Satz sagt es alles aus, was es braucht für deine Entscheidung. Willst du wirklich mit einem Mann eine Zukunft aufbauen, den du nicht "bedingungslos" liebst?

Jetzt musst du im Grunde für dich genau dorthin schauen, was es dir so schwer macht, dich von ihm zu trennen. Ist es das schlechte Gewissen? Ist es die Angst, er könnte dann wieder zurück fallen? Dazu möchte ich dir sagen, es ist sein Leben, übernehme nicht die Verantwortung für ihn. Jeder Mensch muss für sich seine Wege gehen für ein besseres Leben, Unterstützung zu haben ist sicherlich schön, aber raus helfen muss sich jeder alleine.

Oder ist es vielleicht auch die eigene Komfortzone, die du mit ihm hast dadurch dass er trotzdem in deinem Leben ist und du dadurch ja auch einige Annehmlichkeiten hast (Sex zB ).

Also ist deine "Aufgabe" gar nicht die, ihn zu bewerten in seinem Tun und Handeln, sondern den Blick auf dich zu lenken, was es ist, was dich hindert diesen Schritt zu gehen, ihn Loszulassen.

 

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7. Juli um 16:31

okay...  entweder er schläft oder er ist meist abwesend wenn er wach ist...   

Alkohol noch ein Thema? 

deine Familie kennt ihn noch nicht?

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7. Juli um 17:02

Wie läuft denn seine Therapie?
Und wenn er in 4 Wochen den Termin in der Schlafklinik hat, ist das ja auch schon mal was.

Aber ihr scheint tatsächlich an unterschiedlichen Punkten in eurem Leben zu stehen. Teilweise harmoniert ihr sehr gut, aber an anderen wichtigen Punkten geht es auseinander. Vielleicht ist es ja auch für ihn gar nicht so schlecht, wenn er sich mal nur auf sich selbst konzentrieren kann. Und du findest jemanden, mit dem du im Leben so voran kommst, wie du es dir wünschst. 

Bleib nicht mit ihm zusammen, weil du Mitleid hast oder weil er ja "eigentlich ein Lieber ist". Eigentlich ist jeder lieb. 

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7. Juli um 18:37
In Antwort auf yuna1810

Hallo zusammen,

zunächst bedanke ich mich vorab fürs Lesen. Im letzten Beitrag bin ich nur auf den kleinsten Teil eingegangen und nun traue ich mich mal ein Anliegen dar zulegen, das mir momentan sehr ins Herz geht.

Diesmal werde ich auch ausführlicher beschreiben.
Etwas vorab: Ich fälle Entscheidungen grundsätzlich nicht nach den Meinungen anderer, aber externe Meinungen helfen mir enorm weiter, denn auch ich kann falsch liegen mit meinen Gedanken.

Folgende Tatsache liegt vor:

Ich und mein Freund kennen uns seit fast 2 Jahren und schon zu Beginn der Beziehung spegelte sich das Hauptproblem ab: Nämlich seine Krankheit. Er ist seit 10 Jahren arbeitslos, da er an sogenannten chronischen Insomnia leidet, auch Schlafstörungen genannt, geht erst mitten in der Nacht nach einer eigenen tradition ins Bett und steht erst gegen 12 H mittags auf. Da ist schon mal der erste Punkt: Ein gemeinsames Zusammenleben oder eine Tagesstruktur gibt es dann natürlich nicht.
Zu Beginn war es noch schlimmer: da trank er regelmässig alkohol, war ziemlich gefühlskalt und hatte sich hängen lassen, ich konnte ihn dann inspirieren mit dem Trinken aufzuhören, sich und sein leben zu sortieren und endlich Termine zu machen beim Psychologen und für die schlafklinik. (Nach 8 Monaten wartezeit hat er den in 4 Wochen!) Zudem  bekommt er Panikattacken bei Familienfeiern, eine Vernünftige Vorstellung vor meinen Eltern oder vor seinen Eltern ist bislang nicht möglich gewesen. Allerdings kann er in der Öffentlichkeit mit Leuten reden solange er nicht mit denen an einem Tisch sitzen muss.

aber warum halte ich dann an uns fest? Weil er eigentlich ein Diamant ist im inneren Kern. Er macht alles mit : Von Sport bis Einkaufen und Haushalt , massiert mich und auch Liebesspiele sind willkommen. Zudem macht er immerhin einen klinen Nebenjob und ist auch nicht dominant. Er hört mir zu, wir können reden und es geht vor allem nicht immer um ihn sondern auch um mich. Er ist trotz seiner Arbeitslosigkeit nicht faul, tut viel und entlastet mich wenn ich überlastet bin.

Er ist bereit auch die Termine zu machen, hat welche gemacht aber bisher kein Durchbruch gehabt. es geht sehr sehr langsam voran. Vor allem ist er mitte 30 und ich Mitte 20 und die Zeit geht flöten mit so wenig Fortschritten .

Mittlerweile bin ich wieder in der Frustphase vor allem weil man sich gerade als Frau in der Phase sieht, sich etwas aufzubauen. Ich studiere und arbeite nebenbei und ab dem 30. Lebensjahr stellt sich dann die berühmte Familienfrage. Ich geniesse dass leben und denke "Ach das hat Zeit" und auf der anderen Seite kommen da wieder unendlich viele Zweifel hoch, denn mein Herz sagt mir, dass die Ebene , die Beziehung für eine gemeinsame Zukunft nicht reicht. Klar , eine garantie gibt es nie. Aber wie sollen wir denn mal zusammen wachsen, wenn er erst um 12 Uhr aufsteht? Gemeinsame Nächte und Urlaube sind nicht drin.
Und soll ich wirklich warten?
Und ich habe mit ihm offen über meine Bedenken gesprochen und er sagte nichts grosses dazu, nur dass er jetzt eben nicht  mir das geben kann was für eine Zukunft notwendig ist und er sich auch nicht unter Druck setzen lassen möchte, mich aber versteht.

Bereit etwas zu tun ist er ja und ich kann ihn verstehen und versuche auch eine Verständnisvolle und liebevolle Freundin zu sein, aber ich fühle mich einfach zu jung für so eine Meisteraufgabe und habe nicht immer die Geduld zu warten. Denn es geht jeden Tag um die schlafprobleme . Und mittlerweile geht es mir etwas aus dem ahls heraus.

Was meint ihr? Ich will ihn nicht im Stich lassen, denn ich könnte genauso gut krank sein,aber wie lange soll ich denn warten? Ich muss ja auch mein Leben leben ?  Ich bin ziemlich verzweifelt und freue mich auf ein Feedback.

Liebe Grüße
Yuna

Alle Krankheiten haben eine Ursache, nicht alles ist Krankheit!

Sein Problem ist seine lange Arbeitslosigkeit, trotzdem ist er ein Glückspilz, er hat einen lieben Partner gefunden, die ihn liebt und achtet.

Sehr viele haben dieses Glück nicht, die sind sehr arm dran.

Nur soviel über Dich!

Und zum nachdenken,


Arbeitslosigkeit in Deutschland, für einen Deutschen ist weder nötig, sinnvoll, sozial, christlich, intelligent, weise noch demokratisch.
Also sinnlos, macht keinen Sinn.

Und zu tiefst kapitalistisch.

Liebe ist eine gute Eigenschaft von weisen Frauen, die auch schwierige Lebenssituationen meistern und bereit sind Opfer zu bringen, diese Frauen sind das Salz der Erde.

Ich habe nicht geschrieben nur Frauen sind das Salz der Erde.

Wie weit er selber an seiner Situation beteiligt ist lasse ich Heute mal außen vor.
Nur Heute!

Wenn es mehr Engel wie Dich gibt, dann sehe die Welt ganz anders aus, leider sind nicht alle Frauen Engel.

Ich habe gerade im FS eine Sendung eingeschaltet ohne Engel, RTL.

LG Lichtkrieger

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7. Juli um 20:43

Hallo ihr Lieben,
danke erst mal für die tröstenden Worte.
Die Frage ist natürlich : Was ist Liebe? Liebe ist bedingungslos. Zum Anfang unserer Beziehung empfand ich sehr viel mehr. Es hat nachgelassen weil es eben seine Lebensumstände sind, die ich mitlieben und aktzeptieren kann und das kann ich nicht. 
Im Inneren ist da noch ein Funke und der Schmerz los lassen zu können. Gleichzeitig weiß ich dass es auf Dauer zu schwierig ist. Man will liebe Seelen ja nicht gehen lassen. Was mich so an ihm hält ist das Zuhören. er hört mir zu. Er gibt mir Rat und er war immer da für mich.
Mittlerweile nehmen die Verzweiflung und das Nicht weiter kommen Gestalt an  und es wird schwerer, dass die positiven eigenschaften von ihm die schlechten äußeren Umstände überwiegen. Die waage kippt um.
Es ist nicht der Alltag, der stört mich nicht direkt. Es ist die Tatsache, dass er so krank ist , das es fast nur noch gefühlt darum geht. An manchen Tagen steht er um 13 Uhr auf und läuft 3 stunden , um sich "kaputt zu laufen" sodass er überhaupt zur Ruhe kommt. Manchmal gehören uns nur die Abende, die sehr schön sind.

Und mit was vergleiche ich? Ich komme aus einer Arbeiterfamilie mütterlich und väterlichseits. Bei uns war und ist es wichtig selbständig auf eigenen Beinen zu stehen und wenn du Klos putzen gehst. Ich sitze dann abends da mit ihm und denke an meinem Vater der auch krank ist und trotzdem arbeiten geht.
Es widerspricht dann natürlich meinem Weltbild.
ich fragte ihn auch danach , ob er nicht wenigstens abends was machen möchte, aber er stützt sich derart auf seine Probleme dass er den Schritt nicht wagt. Und mittlerweile verzweifel ich. Klar hat er den Termin in der Schlafklinik, doch was kommt danach?
Ich weiß es nicht. Eigentlich habe ich meine Antwort, doch ihr kennt es vllt: da ist dieser eine mensch wo es doch eigentlich sehr gut passt, wo die Chemie stimmt , mit dem man sich unterhalten kann und dann sind da die Lebensumstände, die eine gemeinsame zukunft nicht möglich machen. Denn auch wenn er immer hilfsbereit und liebevoll ist, schaffe ich es nicht alleine arbeiten zu gehen, private Termine zu machen, Kinder zu erziehen und ihn mit hoch zu ziehen. Und es ist nicht böse gemeint...aber wie soll das gehen? Wenn ich verwirrt schreibe tut es mir leid, aber ich muss meine gedanken sortieren

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7. Juli um 20:49

Und nein seine familie konnte ich nie kennen lernen. Warum? Weil er sich nicht traut mich mit zu nehmen, obwohl er mit mir prahlt. Weil er Angst vor diesen "familiensitzungen " hat. seine eigene Familie sieht er kaum selbst, weil er so blockiert und nicht weiter kommt. Vor seiner Nachbarin traute er mich nicht mal im Arm zu nehmen, weil er "einen Stock im arsch hat"
 

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8. Juli um 9:18
In Antwort auf yuna1810

Hallo ihr Lieben,
danke erst mal für die tröstenden Worte.
Die Frage ist natürlich : Was ist Liebe? Liebe ist bedingungslos. Zum Anfang unserer Beziehung empfand ich sehr viel mehr. Es hat nachgelassen weil es eben seine Lebensumstände sind, die ich mitlieben und aktzeptieren kann und das kann ich nicht. 
Im Inneren ist da noch ein Funke und der Schmerz los lassen zu können. Gleichzeitig weiß ich dass es auf Dauer zu schwierig ist. Man will liebe Seelen ja nicht gehen lassen. Was mich so an ihm hält ist das Zuhören. er hört mir zu. Er gibt mir Rat und er war immer da für mich.
Mittlerweile nehmen die Verzweiflung und das Nicht weiter kommen Gestalt an  und es wird schwerer, dass die positiven eigenschaften von ihm die schlechten äußeren Umstände überwiegen. Die waage kippt um.
Es ist nicht der Alltag, der stört mich nicht direkt. Es ist die Tatsache, dass er so krank ist , das es fast nur noch gefühlt darum geht. An manchen Tagen steht er um 13 Uhr auf und läuft 3 stunden , um sich "kaputt zu laufen" sodass er überhaupt zur Ruhe kommt. Manchmal gehören uns nur die Abende, die sehr schön sind.

Und mit was vergleiche ich? Ich komme aus einer Arbeiterfamilie mütterlich und väterlichseits. Bei uns war und ist es wichtig selbständig auf eigenen Beinen zu stehen und wenn du Klos putzen gehst. Ich sitze dann abends da mit ihm und denke an meinem Vater der auch krank ist und trotzdem arbeiten geht.
Es widerspricht dann natürlich meinem Weltbild.
ich fragte ihn auch danach , ob er nicht wenigstens abends was machen möchte, aber er stützt sich derart auf seine Probleme dass er den Schritt nicht wagt. Und mittlerweile verzweifel ich. Klar hat er den Termin in der Schlafklinik, doch was kommt danach?
Ich weiß es nicht. Eigentlich habe ich meine Antwort, doch ihr kennt es vllt: da ist dieser eine mensch wo es doch eigentlich sehr gut passt, wo die Chemie stimmt , mit dem man sich unterhalten kann und dann sind da die Lebensumstände, die eine gemeinsame zukunft nicht möglich machen. Denn auch wenn er immer hilfsbereit und liebevoll ist, schaffe ich es nicht alleine arbeiten zu gehen, private Termine zu machen, Kinder zu erziehen und ihn mit hoch zu ziehen. Und es ist nicht böse gemeint...aber wie soll das gehen? Wenn ich verwirrt schreibe tut es mir leid, aber ich muss meine gedanken sortieren

also ich bin ganz ehrlich!!!!

ich könnte nicht mit einem mann zusammen sein der sich im selbstmitleid suhlt...
mich der famlie nicht vorstellt.
mich vor nachbarn usw. nicht in den arm nehmen kann...
da würde ich emotional draufgehen!!!

und thema arbeit:
ja da bin ich ganz bei dir
ich glaube nicht dass ich es aushalten würde wenn mein partner nicht arbeiten gehen würde.
und er könnte!!!  aber nachdem er sich seine situation selbst so schlecht redet meint er wohl er ist zu krank dafür....

Thema Kinder:
da bist du dann wohl alleinerziehend

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8. Juli um 10:09
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Hallo zusammen,

zunächst bedanke ich mich vorab fürs Lesen. Im letzten Beitrag bin ich nur auf den kleinsten Teil eingegangen und nun traue ich mich mal ein Anliegen dar zulegen, das mir momentan sehr ins Herz geht.

Diesmal werde ich auch ausführlicher beschreiben.
Etwas vorab: Ich fälle Entscheidungen grundsätzlich nicht nach den Meinungen anderer, aber externe Meinungen helfen mir enorm weiter, denn auch ich kann falsch liegen mit meinen Gedanken.

Folgende Tatsache liegt vor:

Ich und mein Freund kennen uns seit fast 2 Jahren und schon zu Beginn der Beziehung spegelte sich das Hauptproblem ab: Nämlich seine Krankheit. Er ist seit 10 Jahren arbeitslos, da er an sogenannten chronischen Insomnia leidet, auch Schlafstörungen genannt, geht erst mitten in der Nacht nach einer eigenen tradition ins Bett und steht erst gegen 12 H mittags auf. Da ist schon mal der erste Punkt: Ein gemeinsames Zusammenleben oder eine Tagesstruktur gibt es dann natürlich nicht.
Zu Beginn war es noch schlimmer: da trank er regelmässig alkohol, war ziemlich gefühlskalt und hatte sich hängen lassen, ich konnte ihn dann inspirieren mit dem Trinken aufzuhören, sich und sein leben zu sortieren und endlich Termine zu machen beim Psychologen und für die schlafklinik. (Nach 8 Monaten wartezeit hat er den in 4 Wochen!) Zudem  bekommt er Panikattacken bei Familienfeiern, eine Vernünftige Vorstellung vor meinen Eltern oder vor seinen Eltern ist bislang nicht möglich gewesen. Allerdings kann er in der Öffentlichkeit mit Leuten reden solange er nicht mit denen an einem Tisch sitzen muss.

aber warum halte ich dann an uns fest? Weil er eigentlich ein Diamant ist im inneren Kern. Er macht alles mit : Von Sport bis Einkaufen und Haushalt , massiert mich und auch Liebesspiele sind willkommen. Zudem macht er immerhin einen klinen Nebenjob und ist auch nicht dominant. Er hört mir zu, wir können reden und es geht vor allem nicht immer um ihn sondern auch um mich. Er ist trotz seiner Arbeitslosigkeit nicht faul, tut viel und entlastet mich wenn ich überlastet bin.

Er ist bereit auch die Termine zu machen, hat welche gemacht aber bisher kein Durchbruch gehabt. es geht sehr sehr langsam voran. Vor allem ist er mitte 30 und ich Mitte 20 und die Zeit geht flöten mit so wenig Fortschritten .

Mittlerweile bin ich wieder in der Frustphase vor allem weil man sich gerade als Frau in der Phase sieht, sich etwas aufzubauen. Ich studiere und arbeite nebenbei und ab dem 30. Lebensjahr stellt sich dann die berühmte Familienfrage. Ich geniesse dass leben und denke "Ach das hat Zeit" und auf der anderen Seite kommen da wieder unendlich viele Zweifel hoch, denn mein Herz sagt mir, dass die Ebene , die Beziehung für eine gemeinsame Zukunft nicht reicht. Klar , eine garantie gibt es nie. Aber wie sollen wir denn mal zusammen wachsen, wenn er erst um 12 Uhr aufsteht? Gemeinsame Nächte und Urlaube sind nicht drin.
Und soll ich wirklich warten?
Und ich habe mit ihm offen über meine Bedenken gesprochen und er sagte nichts grosses dazu, nur dass er jetzt eben nicht  mir das geben kann was für eine Zukunft notwendig ist und er sich auch nicht unter Druck setzen lassen möchte, mich aber versteht.

Bereit etwas zu tun ist er ja und ich kann ihn verstehen und versuche auch eine Verständnisvolle und liebevolle Freundin zu sein, aber ich fühle mich einfach zu jung für so eine Meisteraufgabe und habe nicht immer die Geduld zu warten. Denn es geht jeden Tag um die schlafprobleme . Und mittlerweile geht es mir etwas aus dem ahls heraus.

Was meint ihr? Ich will ihn nicht im Stich lassen, denn ich könnte genauso gut krank sein,aber wie lange soll ich denn warten? Ich muss ja auch mein Leben leben ?  Ich bin ziemlich verzweifelt und freue mich auf ein Feedback.

Liebe Grüße
Yuna

warten? Nicht alle Krankheiten und Probleme sind heilbar, ob man sich jetzt bemüht oder nicht. Auch nicht alle in diesem Bereich.

Er tut, was er kann - nur versprechen kann er Dir nun einmal nichts. Wie sollte er auch?!?

Wenn Du damit nicht leben kannst / möchtest, wirst Du die Konsequenzen ziehen müssen.

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