Forum / Liebe & Beziehung

Umgang mit Abstand/Beziehungsstatus

6. Juni um 10:23 Letzte Antwort: 6. Juni um 17:21

Hallo liebe Mitglieder,

ich würde mich freuen, wenn ihr mir zu meiner folgenden Situation mit ein wenig Rat zur Seite stehen könntet.

Ich habe vor ca. 8 Monaten eine Frau kennen- und lieben gelernt. Wir verstehen uns super, haben viele schöne Momente miteinander vebracht und stehen uns mittlerweile auch sehr nah. Nun gab es während unserer gesamten Kennenlernphasen leider eine Vielzahl an Hürden und Probleme, die teilweise auch noch bis heute andauern und alles ziemlich schwierig machen. Leider muss man sagen, dass wir uns zu einem sehr schlechten Zeitpunktk kennengelernt haben.

Zum einen wohnen wir momentan weit voneinander entfernt, d.h. wir können uns lediglich alle 1-3 Wochen sehen (dann aber meist für 1-2 Wochen am Stück). Zum anderen kommt hinzu, dass es auf ihrer Seite mehere Probleme gibt, sowohl familiär als auch beruflich. Das setzt ihr seit Beginn unserer Bekanntschaft ordentlich zu und gerade die berufliche Lage hat sich bis zum jetzigen Zeipunkt stark zugespitzt. Zum Abschluss gibt es da noch etwas, womit ich nur schwer klar komme und das ist ihr bester Freund (der ihr vor einigen Monaten gestanden hat, mehr von ihr zu wollen). Die beiden haben ein sehr inniges Verhältnis, treffen sich in der Regel mehrmals wöchentlich und stehen auch täglich per Whatsapp in Kontakt. Ich habe mich natürlich mehrfach erkundigt, ob da was laufen würde und ihr gesagt, dass es mich stört, wenn sie so intensiv in Kontakt stehen. Aber sie verneint jegliches Interesse ihrerseits an dem Kollegen. Ich vesuche dem Ganzen auch Glauben zu schenken, dennoch fällt mir vor allem die "Tiefe" der Freundschaft sehr schwer zu akzeptieren. Häufiger kommt mir der Gedanke auf, dass die beiden zwar keine Partner sind, aber sich irgendwie doch so nahe stehen als wären sie welche.

Nun ja, so viel zum ganzen drumherum. Was nun der eigentliche "Haken" an der Sache ist: Auch wenn wir uns im Grunde genommen so verhalten als wären wir ein Paar, wenn wir uns sehen, so sind wir in keiner offiziellen Beziehung. Ich könnte mir eine Beziehung zwar sehr gut vorstellen und habe das auch so geäußert, sie aufgrund ihrer ganzen Umstände allerdings noch nicht (auf meiner Seite ist Familie/Beruf alles geklärt, d.h. ich bin zur Zeit deutlich "stressfreier" unterwegs als sie). Sie meinte mehrfach, es gäbe dafür derzeit keinen Raum und sie bräuchte einfach mehr Zeit, um sich zuerst einmal um ihre eigenen Angelegenheiten zu kümmern. Und während das für mich auch durchaus nachvollziehbar ist, muss ich gestehen, dass es mir wahnsinnig schwer fällt, es so RICHTIG zu begreifen und zu akzeptieren. Entsprechend ertappe ich mich immer wieder dabei, ihr zwar zu sagen, dass ich ihr diesen Raum gebe, mein Verhalten aber nicht so richtig damit übereinstimmt: insgeheim habe ich in bestimmten Situationen dann doch Erwartungen an sie als wären wir in einer Partnerschaft, ich klammere sehr, ich frage sie immer wieder nach Treffen usw. Im Grunde gehen alle Versuche, die auf eine Partnerschaft abzielen, von meiner Seite aus. Und natürlich schmerzt das auch irgendwo, wenn es so "einseitig" ist.

Ich weiß, dass mein Verhalten vermutlich genau das Gegenteil von dem bewirkt, was ich möchte. Denn mit meinem Verhalten mache ich ihr nur noch mehr Druck und sie distanziert sich weiter. Ich bin mittlerweile alledings so sehr in die ganze Geschichte involviert und gerade unser Verhalten, dass dem einer Partnerschaft gleich kam, hat mir das Gefühl gegeben, dass wir auch Partner sind - auch wenn sie mehrfach betont hat, dass sie momentan nicht bereit dafür ist. Entsprechend fällt es mir wahnsinnig schwer, mich mit dem Gedanken anzufreunden, dass es wohl (momentan?) einfach nicht klappt.

Irgendwo weiß ich, dass wahrscheinlich kein Weg drumherum führt, es zu akzeptieren und mich auf mich selbst zu konzentrieren und etwas auf Abstand zu gehen, bis es vielleicht in Zukunft wieder etwas mehr Raum für ein potentielles "uns" gibt (was dann wohl von ihrer Seite aus kommen muss). Ich habe dabei aber immer die Angst, dass wir uns dann aus den Augen velieren.

Ich würde mich freuen, wenn ihr eure Erfahrungen mit mir teilen würdet!

Viele Grüße und herzlichen Dank


 

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6. Juni um 11:48
Beste Antwort

Hallo kokola, 

Klingt kompliziert und irgendwie danach,  als würde sie etwas bindungsscheu oder -gestört zu sein. Lässt Menschen nur bedingt an sich ran und tut sich schwer mit definitiven Zu- oder Absagen.

Meine Erfahrung zu dem Thema zeigt ähnliches wie du es in deinem letzten Absatz formulierst. Auf sich selbst konzentrieren, etwas Abstand/Vogelperspektive einnehmen und abwarten. Ob und wie sie darauf reagiert, kannst du nicht beeinflussen, aber das mit dem "Druck aufbauen" hast du jetzt eh lange versucht,  jetzt wirds an der Zeit,  sich wieder auf andere Dinge zu konzentrieren. 

Weißt du,  gerade wenn die Kacke am dampfen ist,  kann doch eine schöne Partnerschaft etwas haltgebendes sein, aus der man Kraft schöpfen kann. Mir ist dieses "ich kann jetzt nicht mit dir zusammensein,  weil ich muss zuviel lösen" suspekt,  und auch ich habe es als Grund hergenommen,  mich mit jemanden nicht einzulassen. Deshalb meine düstere Einschätzung zu Beginn. 

Alles Gute
frau evi

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6. Juni um 16:01
In Antwort auf kokola

Hallo liebe Mitglieder,

ich würde mich freuen, wenn ihr mir zu meiner folgenden Situation mit ein wenig Rat zur Seite stehen könntet.

Ich habe vor ca. 8 Monaten eine Frau kennen- und lieben gelernt. Wir verstehen uns super, haben viele schöne Momente miteinander vebracht und stehen uns mittlerweile auch sehr nah. Nun gab es während unserer gesamten Kennenlernphasen leider eine Vielzahl an Hürden und Probleme, die teilweise auch noch bis heute andauern und alles ziemlich schwierig machen. Leider muss man sagen, dass wir uns zu einem sehr schlechten Zeitpunktk kennengelernt haben.

Zum einen wohnen wir momentan weit voneinander entfernt, d.h. wir können uns lediglich alle 1-3 Wochen sehen (dann aber meist für 1-2 Wochen am Stück). Zum anderen kommt hinzu, dass es auf ihrer Seite mehere Probleme gibt, sowohl familiär als auch beruflich. Das setzt ihr seit Beginn unserer Bekanntschaft ordentlich zu und gerade die berufliche Lage hat sich bis zum jetzigen Zeipunkt stark zugespitzt. Zum Abschluss gibt es da noch etwas, womit ich nur schwer klar komme und das ist ihr bester Freund (der ihr vor einigen Monaten gestanden hat, mehr von ihr zu wollen). Die beiden haben ein sehr inniges Verhältnis, treffen sich in der Regel mehrmals wöchentlich und stehen auch täglich per Whatsapp in Kontakt. Ich habe mich natürlich mehrfach erkundigt, ob da was laufen würde und ihr gesagt, dass es mich stört, wenn sie so intensiv in Kontakt stehen. Aber sie verneint jegliches Interesse ihrerseits an dem Kollegen. Ich vesuche dem Ganzen auch Glauben zu schenken, dennoch fällt mir vor allem die "Tiefe" der Freundschaft sehr schwer zu akzeptieren. Häufiger kommt mir der Gedanke auf, dass die beiden zwar keine Partner sind, aber sich irgendwie doch so nahe stehen als wären sie welche.

Nun ja, so viel zum ganzen drumherum. Was nun der eigentliche "Haken" an der Sache ist: Auch wenn wir uns im Grunde genommen so verhalten als wären wir ein Paar, wenn wir uns sehen, so sind wir in keiner offiziellen Beziehung. Ich könnte mir eine Beziehung zwar sehr gut vorstellen und habe das auch so geäußert, sie aufgrund ihrer ganzen Umstände allerdings noch nicht (auf meiner Seite ist Familie/Beruf alles geklärt, d.h. ich bin zur Zeit deutlich "stressfreier" unterwegs als sie). Sie meinte mehrfach, es gäbe dafür derzeit keinen Raum und sie bräuchte einfach mehr Zeit, um sich zuerst einmal um ihre eigenen Angelegenheiten zu kümmern. Und während das für mich auch durchaus nachvollziehbar ist, muss ich gestehen, dass es mir wahnsinnig schwer fällt, es so RICHTIG zu begreifen und zu akzeptieren. Entsprechend ertappe ich mich immer wieder dabei, ihr zwar zu sagen, dass ich ihr diesen Raum gebe, mein Verhalten aber nicht so richtig damit übereinstimmt: insgeheim habe ich in bestimmten Situationen dann doch Erwartungen an sie als wären wir in einer Partnerschaft, ich klammere sehr, ich frage sie immer wieder nach Treffen usw. Im Grunde gehen alle Versuche, die auf eine Partnerschaft abzielen, von meiner Seite aus. Und natürlich schmerzt das auch irgendwo, wenn es so "einseitig" ist.

Ich weiß, dass mein Verhalten vermutlich genau das Gegenteil von dem bewirkt, was ich möchte. Denn mit meinem Verhalten mache ich ihr nur noch mehr Druck und sie distanziert sich weiter. Ich bin mittlerweile alledings so sehr in die ganze Geschichte involviert und gerade unser Verhalten, dass dem einer Partnerschaft gleich kam, hat mir das Gefühl gegeben, dass wir auch Partner sind - auch wenn sie mehrfach betont hat, dass sie momentan nicht bereit dafür ist. Entsprechend fällt es mir wahnsinnig schwer, mich mit dem Gedanken anzufreunden, dass es wohl (momentan?) einfach nicht klappt.

Irgendwo weiß ich, dass wahrscheinlich kein Weg drumherum führt, es zu akzeptieren und mich auf mich selbst zu konzentrieren und etwas auf Abstand zu gehen, bis es vielleicht in Zukunft wieder etwas mehr Raum für ein potentielles "uns" gibt (was dann wohl von ihrer Seite aus kommen muss). Ich habe dabei aber immer die Angst, dass wir uns dann aus den Augen velieren.

Ich würde mich freuen, wenn ihr eure Erfahrungen mit mir teilen würdet!

Viele Grüße und herzlichen Dank


 

Es tut mir leid, aber: Ihr steht euch überhand nicht nahe. Du liebst sie, sie Dich nicht, und sie sagt Dir auch ganz klar und wiederholt, dass Ihr kein Paar seid.

Bitte entschuldige, wenn ich so knallhart schreibe, aber mir tut das weh, wenn sich jemand so hinhalten lässt. 

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6. Juni um 17:21

Hallo jetzterstrecht,

Ich meinte mit "nahe stehen" nicht, dass sie dieselben Gefühle aufbringt wie ich für sie. Ich meinte damit schlichtweg, dass wir uns auf persönlicher (aber auch emotionaler) Ebene mittlerweile sehr vertraut sind. 

Ich danke euch beiden für eure Antworten! Mir ist bewusst, dass ich aktuell in einer "wartenden" Position bin. Sie hat mir auch mehrmals gesagt, dass ich mich niemals so lange in diese Situation setzen lassen soll, bis es mir weh tut - selbst bei ihr nicht.

Was es mir einfach sehr schwer macht, endgültig loszulassen, sind vor allem die Umstände. Wir hatten in unserer gesamten Zeit wirklich nicht einen einzigen Moment, in dem die Rahmenbedingungen gut waren. Es gab IMMER irgendwas, dass uns im Weg stand - nahezu ausschließlich externe Faktoren. Und ich würde einfach sehr gerne noch einmal erleben, wie es ist, wenn einfach mal alles okay ist. Schauen, wie es sich dann entwickelt. Wenn es dann nicht anders wird, bin ich definitiv weg. Wären die Umstände bislang gut gewesen und sie würde mich dann in diese wartende Position versetzen, wäre ich ebenfalls sehr schnell weg.

Und die andere Sache, die mich noch hält, ist, dass sie meine Gefühle immer wieder erwidert und von sich aus auf mich zugeht. Sie tut es sicher nicht in dem Maße wie ich das tue (was für mich auch kein Dauerzustand wäre), allerdings hat sie mir schon häufiger gesagt, wie wichtig ich ihr bin und dass sie durchaus Gefühle für mich hat (auch wenn es wohl keine "Liebe" sein wird - vielleicht eher ein "verliebt sein". Oder beispielsweise meldet sie sich von selbst und fragt, ob alles okay ist, wenn ich mich mal ein paar Stunden nicht melde. Ein gewisses Interesse scheint also grundsätzlich da.

Ich schätze ich werde es so machen, wie frauevi sagte: mich etwas zurückziehen, keinen Druck mehr machen und schauen, was passiert. Wenn sie von sich aus aktiv wird, schön, aber ich schätze meinen "Teil" habe ich erfüllt (bzw. manchmal wohl auch etwas überschritten).

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