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Überall wird fremdgegangen_Glauben an die Liebe verloren

16. April 2010 um 21:38

Hallo, ich habe in den letzten 4 Monaten Erfahrungen gesammelt, die meine Welt absolut ins Wanken gebracht haben. Ich habe das Gefühl, die ganze Welt geht fremd, egal wie alt, egal wie lange in einer beziehung, egal ob grade Papa geworden oder nicht. Ich (33) selber schließe mich als Frau nicht aus ;-( Im oktober bin ich fremdgegangen, da wusste ich aber schon, dass meine beziehung im eimer ist, im dezember haben wir uns dann getrennt. im februar habe ich mit einem Mann geschlafen, der seit 6 Mon. verheiratet ist und vor 5 Mon. Papa wurde. Überall gehen beziehungen auseinander, die zwischen 5 und 8 Jahren dauerten und bei denen mind. 1 Partner um die 30 ist. Ist das bei Euch auch so?? Und warum geht jemand fremd, der gerade geheiratet hat und Papa geworden ist?? Da kann doch etwas nicht stimmen, oder? wenn man seinen partner liebt, dann kommt man doch gar nicht auf die Idee, oder?? Bei mir war's zumindest immer so. Können Beziehungen die heutigen Probleme nicht mehr auffangen?



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16. April 2010 um 22:03

Nee, nicht alle
also bis ich 24 war, dachte ich, dass seitensprünge die totale ausnahme sind und die ganze welt übertreibt. dann hatte ich meinen ersten richtigen job und was in diesem unternehmen abging... man man man, da hat fast jeder mit jedem. da bin ich echt vom glauben abgefallen. egal ob verheiratet, gerade vater/mutter geworden, da kannte man nix . kam wochenlang nicht damit zurecht, da ich so aus meiner heilen welt gerissen wurde. jetzt hab ich nen neuen job und da kenn ich bisher (seit 10 monaten) keine intrigen .
in meinem freundeskreis kamen seitensprünge bisher auch nur bei einem paar vor....
ist halt immer so ne sache in welchem umfeld man sich befindet und wie man selbst tickt.
ich selbst war schon sehr unglücklich in einer beziehung, doch fremd gegangen bin ich dennoch nicht. dafür hatte ich zuviel respekt vor meinem partner auch wenn ich ihn damals nicht mehr geliebt habe.
mit meinem jetzigen denk ich nicht mal im traum an andere

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17. April 2010 um 0:07

Ich glaube..
fremdgehen hat viele Ursache, z.B.:
. Verbotenes tun
. Selbstbestätigung bekommen, die man vermisst
. an etwas anderes denken, als den Alltagsstress....
Vielleicht denken viele, dass die Probleme nicht überwunden werden können und sind nicht tollerant genug. Ich glaube, dass man viele Beziehungen kitten könnte, wenn jeder tolleranter ist und mehr Rücksicht auf den anderen nimmt.
Früher konnten auch nicht alle Probleme aufgefangen werden.
Wenn ich so an meine Großeltern denke...ich glaube nicht, dass sie geheiratet hätten, wenn sie sich besser gekannt hätten.
Außerdem muss heute alles so schnell gehen, perfekt sein ..vielleicht trägt das auch seinen Teil dazu bei.
Fremdgehen ist so alt wie die Menschheit, aber ich finde es keine Schande, sondern nur eine Symptom dafür, dass etwas nicht stimmt.

lg

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17. April 2010 um 5:28

...
Tja, man kann sich halt nur an die eigene Nase fassen - und ich finde es immer irgendwie eine Ausrede, wenn man sagt, es kann JEDEM passieren.

Sowas PASSIERT nicht einfach - man entscheidet sich dazu, oder auch nicht. Und wenn man die Beine nicht zusammenhalten kann, bis man wieder Single ist, hat man sich auch dazu entschieden. Man hätte es ja auch unterlassen können.

Ich kenn da nichts - zum Fremdgehen gehören noch immer 2. Da braucht keiner die Verantwortung von sich zu schieben, "weil das ja jedem passieren kann".
Ob man es tut oder nicht, hängt einfach nur von der Charakterstärke ab.

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17. April 2010 um 9:59

Glauben...
Wir leben in einer Gesellschaft, in der es kaum noch Tabus gibt bzw. in der offen darüber gesprochen wird, Grenzen zu überschreiten, Tabus zu brechen usw.

Ich denke, Liebe und besonders wahre Liebe hat viel mit dem Charakter eines Menschen zu tun. Wenn ein Mann, der gerade geheiratet hat und/oder Papa geworden ist, mit einer anderen ins Bett steigt, zeugt das für mich von niederem Charakter. Dies gilt natürlich auch für Frauen.

Ich habe für mich persönliche Grenzen gezogen, die ich aus Prinzip nicht überschreiten werde. Genauso, wie es ein Tabu ist, zu stehlen, zu töten und jemanden zu misshandeln, ist es für mich persönlich ein Tabu, etwas mit einem vergebenen Mann anzufangen. Ich bin verheiratet, Treue und Ehrlichkeit kommen für mich an erster Stelle. Ohne Vertrauen kann eine Beziehung nicht existieren. Dazu gehört auch, in schwierigen Situation offen zu meinem Mann zu sein, wenn ich mit etwas nicht zufrieden bin, sage ich ihm dies und wir bemühen uns, etwas zu ändern. Ich habe es mir in meiner Ehe zur Aufgabe gemacht, meinen Mann glücklich zu machen. Er soll bei mir nichts vermissen. Und ich möchte auch auf nichts verzichten.

Egal, ob man nun 1 Jahr, 10 Jahre oder 50 Jahre zusammen ist, meiner Meinung nach ist es sehr wichtig, den gegenseitigen Respekt nicht zu verlieren und sich vor Augen zu halten, dass man in der Beziehung quasi verpflichtet ist, zusammen zu halten, seinen Partner glücklich zu machen und in guten wie in schlechten Zeiten seine Träume nie aus den Augen zu verlieren.

Wenn man als Mensch in sich hineinschaut, vor die Wahl gestellt ob man den einfachen oder den schwierigen Weg wählt, dann entscheidet die innere Stärke darüber, ob wir unseren Partner hintergehen oder eben nicht. Vielen Menschen ist dies leider verloren gegangen.

Der Jugend wird ja im Prinzip schon vorgelebt, dass Treue und Monogamie "out" sind. Man braucht ja nur den Fernseher anzuschalten. Ich denke aber nicht, dass das Fremdgehen zum "normalfall" geworden ist. Ich habe hier im Forum schon oft die Meinung geäußert, das die meisten Menschen einfach zu bequem sind, an ihrer Beziehung zu arbeiten. Und die Alternativen sind oft zu verlockend. Internet usw. machen es den meisten zu leicht, den Partner zu betrügen. Ich meine, wenn mir ein Mann hier erotische PN`s schickt und ich ihn frage, ob er eigentlich vergeben ist, kommt meist nur "ja, na und?"

Ich verstehe nicht, was den Reiz an diesen Heimlichkeiten ausmacht. Wir sind stolz darauf, Menschen zu sein, die höchste Stufe der Evolution. Und dennoch zeigt sich im Verhalten der Fremdgänger, dass der Mensch im Regelfall seine Triebe und Gelüste über die Gefühle und die Werte stellt, die er ja eigentlich in einer Beziehung leben will. Ansonsten würde er ja keine Beziehung führen. Dies gilt aber jetzt nur für Beziehungen, in der beide Partner sich Treue und Monogamie "versprechen". Offene Beziehungen können funktionieren, für mich wäre das aber persönlich nichts.

Ich möchte für meinen Partner etwas Besonderes sein, ihm das Gefühl geben, am Ziel seiner Suche angekommen zu sein. Ich bin davon überzeugt, dass es viele Paare gibt, die die heutigen Probleme gemeinsam bewältigen können und die sich nicht in die Arme einer anderen Person flüchten müssen, wenns mal gerade nicht so gut läuft. Ich glaube an die wahre Liebe.

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17. April 2010 um 11:57


Pacjam, deine Kommentare geben immer genau das wieder, was ich denke! Einfach toll!

Hast es auf den Punkt gebracht, vor allem den letzten Satz!

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17. April 2010 um 17:01

...
Wenn es so schwer und anstrengend ist, eine Beziehung zu führen, dann kann man sich immer noch TRENNEN.
Das sind einfach nur Ausreden, um die Eigenverantwortung abzugeben. Man kann das alles auch "sauber" ablaufen lassen - niemand ist gezwungen, fremdzugehen, nur weil es schwer ist, eine Beziehung zu führen. Wenn es so schwer ist, ist es wohl die falsche Beziehung (eine gute Beziehung ist KEIN Kampf) - wozu also noch weiterführen?
Es gibt keinen Grund dafür, das so lange hinauszuschieben, bis man sich bereits mit jemand anderem eingelassen hat.
Feigheit ist zwar nachvollziehbar, aber das ändert nichts daran, dass es trotzdem Feigheit ist und bleibt.

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