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Über 50 und seit 6 Jahren Single

28. März 2014 um 22:52 Letzte Antwort: 29. März 2014 um 18:47

Hallo Ihr da, auf der anderen Seite des Bildschirms

Heute abend ist mir mal wieder Bewusst geworden (wie im Moment eigentlich jeden Tag) wie zermürbend ein Singleleben ist.

Kurz nach meiner Trennung (durch meinen Ex-Mann nach 20 Jahren) ging es mir total bescheiden (milde ausgedrückt). Es war der Schock meines Lebens. Hin- und hergerissen zwischen Selbstaufgabe und Kampf habe versucht mein Leben auf die Kette zu bekommen.

Irgendwann habe ich die Singlebörsen gestürmt, hatte hier und da mal eine Affaire....nichts von Bedeutung. Gut, vielleicht hätte es von Bedeutung werden können, aber ich war zu verletzt, mein Selbstbewusstsein am Boden. An eine funktionierende Beziehung war nicht zu denken.

Heute bin ich über 50, regel mein Leben irgendwie. Ich habe einen festen Job, leite einen Verein, nehme am gesellschaftlichem Leben teil und habe einen relativ grossen Freundeskreis .... alles perfekt
Ich bin weder häßlich, noch dumm. Zwar nicht perfekt, aber das ist gut so. Wenn ich in den Spiegel sehe, bin ich zufrieden (meistens...morgens...nach 3 Tassen Kaffee, Dusche und einer feinen Portion Make up)

Wenn ich nicht der alleinige Wald- und Wiesensingle in diesem Kreis wäre. Alles /(vermeintliche) glückliche Paare.

In den letzten Jahren habe ich mich optisch verändert. Mal ganz abgesehen, daß ich auch älter geworden bin
habe ich mich weiterentwickelt. Ob beruflich, in meinem Auftreten und in meiner Kleidung. Während ich manchmal Blicke spüre (wie sieht die denn aus?....meistens von Frauen, die einfach stehen geblieben sind (wäre ich auch, hätte mein Schicksal mich auf andere Wege geführt) bis hin zu: Du hast Dich echt zu Deinem Vorteil verändert.

Alles gut und schön (mehr oder weniger). Fakt ist aber auch, daß auf eine Frau, die schon (zu-)lange Single ist herabgeschaut wird. Es wird dreimal mehr hingesehen, was sie wie macht.

Nur mal eine Situation: Es war in unserem Ort eine Veranstaltung, wo ich meinen Arbeitskollegen getroffen habe. Er stand in einem Kreis Männer. Wir haben uns etwas unterhalten....bis...ja bis die Frauen dieser Männer von der Tanzfläche gekommen sind. Die Frau meines Kollegen begrüsste mich mit einem netten "Hallo"...wir wollten grade ein Gespräch anfangen...da baute sich die Frau eines anderen Mannes vor mir auf und hat mich "gebeten" doch woanders hinzugehen, ich würde ich zu dem Kreis "passen".

Und diese Situationen begegnen einem immer wieder. Als Single passt Du nicht in die "heile" Welt. Du bekommst es zu spüren. Das geht mit verschämten Blicken los, wenn man am Abend oder am Sonntag allein spazieren geht oder eine Runde mit dem Rad dreht, und geht weiter über Stutenbissigkeit (komm meinem Mann bloss nicht zu nahe). Hallo? Gehts noch? Muss ich mich in einen Kartoffelsack stecken und mich am Wochenende einbuddeln? Bin ich ein Mensch zweiter Klasse?
Es würde mir nicht mal im Traum einfallen, in eine Beziehung einzubrechen. Erstens weiß ich, wie erniedrigend das für jemanden sein kann, der zurückbleibt. Zweitens habe ich absolut keine Lust auf den Stress, denn den gibt es...ob so oder so.

Natürlich hätte ich gerne wieder jemanden an meiner Seite, zum liebhaben, zum knuddeln und anlehnen, zum reden und schweigen, zum träumen und schlafen, zum lachen und weinen. Einfach nur zum "leben".

Warum klappt das nicht? Meine Freundinnen sagen mir, ich sei zu stark....und ich sage denen, es ist Fassade...reiner Selbstschutz. Und nein, meine Ansprüche sind nicht zu hoch (doch....bitte keine "kleinen" Kinder. Bitte nicht falsch verstehen, ich liebe Kinder...aber meine sind schon groß und auf Spielplatz und Bällebad habe ich nun wirklich keine Lust mehr)

Es gibt wirklich Tage, und auch Nächte, da kann ich einfach das Alleinsein nicht mehr ertragen, wo die Einsamkeit nur noch weh tut.

Und es gibt Tage, wo ich mich frage...Wie lange noch? Wie lange muss ich das noch aushalten? Ich bin einfach nicht dazu da, um alleine durchs Leben zu marschieren. Die Menschen, die ihr Singleleben genießen, die beneide ich so sehr. Leider gehöre ich nicht dazu und kann mich auch nicht dazu zwingen.

Und nun? Wie gehts weiter? Ich habe Null-Plan

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29. März 2014 um 18:47

Jung und attraktiv
"Männer haben in ihrem Kopf zwei Wahrnehmungen - attraktiv und unattraktiv", "Wenn die Frau nicht in diesem ersten Korb landet, also attraktiv ist, hat der Mann kein weiteres Interesse an ihr." Doch die äußeren Werte, auf die Männer ansprechen, sind sehr unterschiedlich. Stupsnase, Augenbrauen, Haarfarbe, Bewegungen und vieles mehr nimmt der Mann wahr, "auch wenn er sich dessen gar nicht so bewusst ist".
Von der Entwicklungsgeschichte her ist der Mann liebesbiologisch im Unterbewusstsein auf der Suche nach einer Frau, die fruchtbar ist.
Der Psychologe David Buss von der Universität von Texas in Austin hat mehr als 10.000 Männer und Frauen aus 37 verschiedenen Kulturen danach befragt, welche Eigenschaften eines Partners sie besonders schätzen.

Am deutlichsten zeigte sich der Unterschied zwischen den Geschlechtern in der Frage nach dem Alter. Quer durch alle beobachteten Länder und Kulturen hinweg bevorzugten Männer eine Partnerin, die jünger ist als sie selbst. Umgekehrt schätzen Frauen einen Partner, der etwas älter ist als sie selbst.
Frauen über 40

Das Tarnkappen-Gefühl: Jenseits der 40 wird man von Männern kaum mehr wahrgenommen oder kommt uns das nur so vor?
Eben waren sie noch da, jetzt sind sie weg: die Zeichen männlicher Anerkennung, die ich jahrelang auf der Straße einheimsen konnte. Keine Pfiffe mehr, kein Oh, là, là! oder ein bewundernd gerauntes schöne Frau. Stattdessen kämpfe ich nun im Zug mutterseelenallein mit einem schweren Koffer, während ich beobachten darf, wie ein paar Meter weiter gleich zwei Männer einer 20-Jährigen dabei helfen wollen, ihren Leichtgewicht-Rucksack auf die Gepäckablage zu heben. Und ich überlege mir, warum mich die jungen Verkäufer einer großen Elektronikartikel-Kette neulich so geflissentlich übersehen haben, als wäre ich Teil der Auslage

WAS IST DENN PASSIERT? Sind das etwa schon die ersten Vorboten jenes Phänomens, Dass Frauen jenseits der 40 von Männern einfach nicht mehr richtig wahrgenommen werden? Es dauert ein Weilchen, bis man begreift, was passiert Man will einem Mann zulächeln und seinen charmanten Gruß erwidern, da merkt man, er hat gar nicht gegrüßt. Er hat zwar geguckt, aber nicht gesehen. Jedenfalls nicht uns. Sondern irgendetwas hinter uns. Genau genommen hat er durch uns durchgeguckt. Als erotische Tarnkappe wird das Phänomen von manchen Soziologen bezeichnet. Und die Biologen liefern die passende Erklärung. Männliche Aufmerksamkeit sei vor allem an eine Bedingung geknüpft: Jugend. Denn die signalisiere Fruchtbarkeit, und das sei es, was Frauen für Männer attraktiv mache. Schließlich gehe es instinktiv immer darum, den Fortbestand der Menschheit zu sichern. Und dazu trägt man mit Ende 40 meistens wirklich nicht mehr allzu viel bei. Wer das Gefühl hat, eine Tarnkappe zu tragen, wird sensibel in seiner Wahrnehmung. Plötzlich findet man überall Indizien dafür, dass Frauen im besten Wechseljahralter bei Männern kaum mehr Begehrlichkeiten wecken. Zum Beispiel, wenn die Boulevardpresse darüber berichtet, wie mal wieder ein älterer Promi-Herr zu einer Frau wechselt. Jede derartige Nachricht verstärkt den Glauben an die Tarnkappe. Man ist sich plötzlich frustrierend sicher, dass man nicht nur eine biologische, sondern auch eine erotische Uhr hat.

Zum Beispiel

Der frühere Arbeitsminister und Vizekanzler Franz Müntefering heiratete nach dem Tod seiner Frau ebenfalls eine viel jüngere Dame. Die Neue an seiner Seite heißt Michelle Schumann und ist stolze 40 Jahre jünger als der Politiker.

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