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Trotz Studium wenig Geld.

19. Oktober 2012 um 23:45 Letzte Antwort: 22. Oktober 2012 um 0:42

Mal eine Frage: Ich habe an einer Universität studiert. Heute arbeite ich wegen eines Kindes in Teilzeitform. Also eigentlich könnte ich auch gar nicht arbeiten und es würde mich nicht schlechter gehen.
Ich verprasse an Benzin... knapp 300 im Monat. Arbeitsplatz in der Nähe gibt es nicht.

Denke mir dann oft, warum ich das eigentlich mache. Kann kaum einen Grund sehen, denn die Zeit könnte ich doch auch mit meinem Kind verbringen.

Also Bafögschulden werde ich wohl irgendwann auch mal abzahlen müssen. '

Meine Frage ist: Wie geht es euch mit Studium, Ausbildung? Ich frage mich oft, ob ich nur Jammerlappen inklusive mich selber um mich rum habe, oder ob es wirklich so schwer ist Geld zu verdienen. Für mich ist die Arbeit ein Greuel. Eigentlich verdiene ich nix und mache mir diesen ganzen Stress trotz Kleinkind.

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19. Oktober 2012 um 23:58

Huhu
Darf ich fragen in welchem Bundesland bzw. in welchem Gebiet du wohnst? In welcher Branche arbeitest du und hat es etwas mit dem zu tun, was du vorher studiert hast?

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20. Oktober 2012 um 0:05

Boah
ist ja megamies. warum so ein stress mit arbeiten?

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20. Oktober 2012 um 0:23

Ja
wahrscheinlich mieser Studiengang. Sprachwissenschaften.

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20. Oktober 2012 um 0:23

Zieh zur Arbeit hin?
300 Tacken Sprit sind zu heftig, wenn man nur Teilzeit hat.
Pendlerpauschale kennst Du?

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20. Oktober 2012 um 8:41

Guten Morgen liebe Community!
Ich kann nicht umziehen. Ich wohne auf dem Land für n Appel und n Ei.
Das was ich jetzt an Benzinkosten zahle, würde ich der Stadt oderr Außenbezirken wieder an Miete zahlen.
Habe schon genau geforscht und auch Freunde in der Umgebung Stadt,, selber früher dort gewohnt, kenne die Preise.

Mein Kind hat sich hier eingelebt, nach Anfangsschwierigkeiten. In der Stadt einen Betreuungsplatz zu finden wär nicht leicht. Möchte auch nicht aus gewohntem Umfeld mit ihm.

Dennoch: Es bleibt frustrierend und ich suche nach Lösungen.

Ich verdiene wirklich super wenig und bin oft neidisch auf die Leute, die einfach bei ihren Kindern bleiben und sich vom Staat aushalten lassen. Hört sich schlimm an, aber mehr Geld hab ich echt auch nicht. Studium lässt sich nicht finanzieren. Grundschulamt interessiert mich null.

Vollzeit arbeiten kann ich nicht. Dann wäre ich um 20 Uhr zu Hause, mein Kind wäre dann 14 Stunden betreut.

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20. Oktober 2012 um 8:55

Ja
ich weiss, vielleicht will ich einfach ein wenig jammern.

und ja. Ein wenig Anerkennung, Mitleid, brauchen wir das nicht allle mal?
Man bekommt so wenig als alleinige Mutter, Arbeiterin und ja, hab es mir alles so ausgesucht und werde auch in meinem Rahmen was ändern.
Ich geh aber nicht mehr in die Stadt.
Vermutlich werde ich in meinen alten Job zurückgehen. Der ist genauso bezahlt wie der Job mit Studium und ich werde hier was finden, spare das Benzingeld.
Eigentlich hat mich auch mal interessiert wie es den Leuten so finanziell geht, denn letzte Woche habe ich gehört, dass 16 Millionen Menschen in Armut in Deutschland leben.

Ja, ich gehöre auch dazu. und möchte wirklich an meinem Lebensstandard was ändern.

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20. Oktober 2012 um 9:07

Hallo Pacjam
das stimmt. Ich habe mich dummerweise in einen Studiengang gestürzt von dem ich wusste, dass sich damit am Ende nicht viel Geld verdienen lässt.
Aber so genau habe ich mir das nicht vor Augen gehalten. Habe damals aus einer Passion heraus, aber auch der sich mir bietenden eingeschränkten Möglichkeiten heraus dieses Fach gewählt.
Hatte damals keine Ahnung wie die Praxis aussieht. Die Studienzeit an sich war sehr bereichernd, wichtig.

Mit Passion hat nun die nackte Arbeitsrealität gar nichts mehr zu tun. Im Gegenteil. Ich bin in diesem Betrieb gezwungen mich obigen Vorstellungen zu beugen. Diese haben nichts mit der Ideologie und dem Qualitätsdenken der Universität zu tun.

Als Akademiker würde ich eigentlich gerne Prozesse selber mitgestalten, entwickeln können. Ich aber komme mir vor wie eine blöde Sachbearbeiterin, die eigentlich nur eine ausführende Funktion hat.

Aber wie gesagt; Da bin ich selbst in meinem ehemaligen Ausbildungsberuf mehr gefordert, kann Abläufe gestalten.

Ich werde in meinem Studienbereich noch nebenbei tätig werden und dabei so arbeiten, wie es meiner Ideologie entspricht.

Ich bin halt manchmal auch einfach ein wenig überfordert mit meinem Leben. Ich sehe mich als jemand, der trotz KInd.. erst jetzt so richtig den Ernst der Lage begreift. Ich bin für sehr vieles verantwortlich in meinem Leben, fühle mich wie ins kalte Wasser gesprungen und eigentlich möchte ich nur ein wenig Ausgleich, mal ins Schwimmbad gehen können, Essen gehen können, irgendeine Art Anerkennung.

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20. Oktober 2012 um 11:11

Genau das liegt das Problem...
... Frauen halten es eben für nicht nötig eigenes Geld zu verdienen da die Männer in ihren Leben genügend nach Hause bringen.

Ein Mann schaut sich an, was er später verdienen könnte bzw. wie gut oder schlecht er einen Job finden kann.
Auch zielbewusster sind die Männer, Frauen haben einfach keine Ahnung was sie machen möchten und wundern sich dann.

Im Prinzip sehr armselig.

Aber über Männer wird dann gerne geschimpft, dass sie zu viel Arbeiten, mehr verdienen, etc... als die Frauen.

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20. Oktober 2012 um 12:29
In Antwort auf an0N_1292032199z

Guten Morgen liebe Community!
Ich kann nicht umziehen. Ich wohne auf dem Land für n Appel und n Ei.
Das was ich jetzt an Benzinkosten zahle, würde ich der Stadt oderr Außenbezirken wieder an Miete zahlen.
Habe schon genau geforscht und auch Freunde in der Umgebung Stadt,, selber früher dort gewohnt, kenne die Preise.

Mein Kind hat sich hier eingelebt, nach Anfangsschwierigkeiten. In der Stadt einen Betreuungsplatz zu finden wär nicht leicht. Möchte auch nicht aus gewohntem Umfeld mit ihm.

Dennoch: Es bleibt frustrierend und ich suche nach Lösungen.

Ich verdiene wirklich super wenig und bin oft neidisch auf die Leute, die einfach bei ihren Kindern bleiben und sich vom Staat aushalten lassen. Hört sich schlimm an, aber mehr Geld hab ich echt auch nicht. Studium lässt sich nicht finanzieren. Grundschulamt interessiert mich null.

Vollzeit arbeiten kann ich nicht. Dann wäre ich um 20 Uhr zu Hause, mein Kind wäre dann 14 Stunden betreut.

Ok Geld wär identisch, aber
Du hättest mehr Zeit

Ich hatte jetzt mit 2h pendeln pro Tag geschätzt, aber wenn Du sagst, dass Du Dein Kind 14h betreuen lassen müßtest, komme ich auf 9h Arbeit+4h pendeln+1h Puffer
Das ist zu heftig.
2h pro Tag (oder 4h) -> das ist wie ne 25%ige Gehaltserhöhung (oder 50%), wenn Du in die Stadt ziehst.
Das ist Deine Lebenszeit!

Außerdem kannst Du dann das Auto abschaffen, nochmal ein heftiger Kostenfaktor.

Also...wenn Du den Job schmeisst, dann ist das sicherlich für 1-2 Jahre ok. Aber dann wird das Kind größer, will auch mal was unternehmen, und Euch fehlt das Geld.
Als HartzIV-Tussi hast Du kein Geld. Und dass die Dich in Ruhe chillen lassen, kannste auch knicken. Die gucken sich Deinen Lebenslauf an und sagen "ach Frau Himbeerblatt, sie waren doch schon mal in Stadt XY tätig...da haben wir jetzt einen super 1Euro-Job für Sie!"
Dann guckst Du erstmal aus der Wäsche...oder sie streichen Dir die Sozialleistungen zusammen.
Kann man riskieren, aber da würde ich wohl eher umziehen.

Ist hart, meine Anteilnahme ist Dir sicher.
Aber so läuft's nun mal, wenn man alleinerziehend ist (...und aufm Land wohnt und einen abschluß hat, wo man schlecht einen Job kriegt).

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20. Oktober 2012 um 12:36

Kommunismus?
Wo hat er in seinem Satz "Kommunismus" erwaehnt?

Kommunismus ist sicherlich keine Alternative zur sozialen Marktwirtschaft. Nackter Kapitalismus koennte man allerdings mit Darwinismus gleichsetzen, das Ueberleben des Angepassteren.

Zur brotlosen Kunst: Besser etwas studieren, woran man Spaß hat, als etwas, was nicht als "brotlose Kunst" gilt. Als Ingenieur erlebt man das sehr oft: Bewerber, die es der Arbeitsperspektive und des Geldes wegen gemacht haben, die landen meist auch auf der Straße, im Taxi natuerlich - denn ein signifikantes Ueberangebot an Absolventen gibt es auch.

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20. Oktober 2012 um 12:44

"Maschinenbau, Informatik, Elektrotechnik, etc. "
Richtig. Aber nicht jeder ist geeignet. Zudem sollte man dafuer brennen. Und darueber hinaus gibt es nur einen Ingenieursmangel (sprich: Mit 5+ Jahren einschlaegiger Ingenieurs-Berufserfahrung), keinen Absolventenmangel. Man sollte sich also schon vorher ueberlegen, was man studiert, denn schwer hat mans ueberall - auch in Ingenieurs- und Naturwissenschaftlichen Bereichen.

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21. Oktober 2012 um 21:15

Bitte was?
Also sorry, das was du da von dir gibst, geht mal garnicht. Wo leben wir denn?

"Ein Mann kommt in aller Regel erst gar nicht auf die Idee, sich einen brotlosen Beruf auszuwählen. Ein Mann geht nämlich auch nicht von der fixen Idee aus, ad ultimo durchgefüttert zu werden."

Ich glaube nicht, dass es sich hier um ein Frauen- oder Männerding handelt, viel mehr habe ich gemerkt, dass die Personen, die aus reicheren Familien kommen einfach mal was studieren, was Spaß macht, über Geld musste man sich schließlich noch nie Gedanken machen, ich kenne solche Leute, auch Männer!
Außerdem, welche Frau geht heutzutage noch davon aus von einem Mann durchgefüttert zu werden? Ich denke die wenigsten, die wenigsten Frauen möchten auch als Heimchen hinterm Herd behandelt werden.

"Männer verdienen - auch - mehr, weil sie viel mehr Überstunden leisten."

Bullshit! Erstmal geht es nicht darum, dass Frauen weniger verdienen, weil sie weniger arbeiten. Sondern es geht darum, dass Frauen in der selben Position, mit der selben Stundenzahl und der selben Qualifikation weniger verdienen als Männer. Zusätzlich gehen heute die meisten Frauen arbeiten, schmeissen den Haushalt und kümmern sich um die Kinder, der Mann ist dazu ja nicht in der Lage, weil er Überstunden machen muss und so fertig von der Arbeit ist...
Zum anderen halte ich es für ein Gerücht, das Männer "viel mehr" Überstunden leisten.

Was würde es außerdem bringen, wenn man z.B. Ingenieurwissenschaften studiert, kein Interesse an der Thematik hat, nur weil die Gehaltsaussichten gut sind?



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22. Oktober 2012 um 0:19

Mach Dich nicht fertig
so wie Dir geht's grad halb Europa, und wenn Du Richtung Spanien+Italien guckst sogar 90% der Leute da.

Es ist ein Jammer, wie so viel Potential ungenutzt bleibt. Und die ganzen BWLer...so richtig produktiv sind die wenigsten.

Aber gesunder Menschenverstand hilft weiter: Hebammen, Handwerker, Ärzte...das sind Berufe, die werden immer gebraucht. Auch wenn Du kotzt...abschaffen können die den Krempel nicht.
Museologen und Journalisten...das ist die Luxusschiene. Traurig, dass die Gesellschaft sich das nicht mehr leistet. Aber so isses halt

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22. Oktober 2012 um 0:42

Respekt!
Du hast meinen vollen Respekt dafür, dass du trotz deiner schlechten Bezahlung noch Arbeiten gehst - und sogar auf die Zeit mit deinem Kind verzichstest. Von uns Frauen wird wirklich viel verlangt heutzutage: Arbeit, Kind, Geld nach Hause bringen, Haushalt, am besten noch Topmodel sein und 1000 Talente haben.

Ich denke, dass ich mittlerweile soweit bin zu sagen, dass ich auf Kinder verzichte. Ich studiere noch, aber merke jetzt schon, dass es sehr schwer ist einen Job zu finden. Zur Zeit suche ich seit 1 Jahr ein Praktikum und bekomme einfach nichts. Wenn ich an die Rückzahlung meines Studienkredits denke, wird mir auch ganz schlecht. Ich weiss nicht, wo da Platz, Zeit und Geld für ein Kind in den nächsten 10 Jahren sein soll.
Auf einen Mann verlasse ich mich dabei gar nicht. Das ist für mich einfach keine Basis in meinem Leben - vor allem nicht finanziell. Es gibt sicherlich Frauen, die einen Mann finden, der bei ihnen bleibt und sie finanziell unterstützt. Aber meistens sind das eher devote Frauen, die nicht studiert haben und meist nur die Hausfrau spielen.

Rückblickend bereue ich mein Studium sehr. Es hat sich einfach nicht gelohnt. Ich hätte eher eine Ausbildung machen sollen, direkt Geld verdienen und vielleicht nebenbei ein Studium in einem anderen Bereich.

Jetzt kann ich es auch nicht mehr ändern....Alles scheiße

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