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Trisomie 21

19. Juli 2016 um 16:52

Aus aktuellem Anlass schreibe ich heute auch mal einen Thread.

Gestern Nachmittag klingelte mein Telefon. Dran war eine gute Freundin.
Das anfangs noch heitere Gespräch schlug schnell in einen Sumpf aus Schweigen und Ratlosigkeit um, als ich den eigentlichen Grund ihres Anrufs erfuhr.

Sie erzählte mir, dass ihr Kind, dass sie im sechsten Monat in sich trägt, am Down-Syndrom, der sogenannten Trisomie 21 leidet und es also gewiss ist, dass dieses Kind behindert auf diese Welt kommen wird.
Nun stand ich da. Sonst eigentlich keinem Streit abgewand und immer für einen Plausch zu haben, fehlten mir schlagartig die Worte.
Durch den Kopf schossen mir Gedanken, wie:
Ach du Scheisse.... Abtreiben.... Ein Downy...

Natürlich sagt man derartiges nicht laut, denn sie war mit dieser Diagnose schon genug gestraft.
Dennoch denke ich, dass sie auch mein Entsetzen gemerkt haben wird.

Nun steht sie da mit einem Haufen an Problemen.
Ihr Ehemann, gerade erst wenige Monate verheiratet, scheint mit dieser Situation überhaupt nicht klarzukommen. Er macht wohl dicht, verbringt auch neuerdings mehr Zeit im Büro als zu hause. Vermutlich um dieser Situation irgendwie aus dem Weg zu gehen.
Beide gut situiert, erfolgreich im Job, beide auch nicht gerade schlechtaussehend, plötzlich konfrontiert mit dem Down-Syndrom.

Wie sich das bei denen alles entwickeln wird, die Zeit wird es zeigen...

Meine Frage aber ist, wie ist oder wäre das für andere, wenn man plötzlich damit konfrontiert wird?
Immerhin habe ich mich mal etwas informiert und erfahren, daß 90% derer die erfahren, dass sie ein Kind mit Down-Syndrom bekommen werden, es Abtreiben lassen.
Sogenannte Pränatalzentren machens möglich.

Entgegen meines Wissens ist es sogar möglich, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, einen Schwangerschaftsabbruch auch jenseits des dritten Monats vornehmen zu lassen, wenn man einen Arzt findet, der einem bescheinigt, dass die Mutter durch die Geburt eines solchen Kindes schaden nehmen wird. Hier wurden z.B. psychische Probleme genannt. Auch suizidale Absichten zählten hierzu.

Desweiteren leben wir in einer Leistungsgesellschaft, in der mehr denn je Behinderte Menschen ins Abseits geraten. Ist in einer solchen Welt überhaupt noch Platz für behinderte Menschen?
Viele argumentieren natürlich, dass gerade am Down-Syndrom leidende Menschen ja so liebenswert sind. Manche sagen auch niedlich.

Nun gut, das liegt wohl in der persönlichen Einstellung eines jeden, wie er das sieht.
Dennoch steht dem die Abtreibungsquote von 90% entgegen.

Es sieht für mich so aus, als würden zwar viele, ich nenne es mal gute Miene zum bösen Spiel machen, aber selbst eher das Pränatalzentrum und die anschließende Abtreibung bei Behinderung als einen Segen sehen und auch gern in Anspruch nehmen.

Ich persönlichabe muss zugeben, dass ich für meinen Teil vermutlich nicht die nötige Kraft und auch nicht den Willen hätte, ein behindertes Kind aufzuziehen.
Nun kann man mich verurteilen.
Ich muss aber dazu sagen, dass ich auch mit einem Makel geboren wurde und eigentlich bis zu dem Zeitpunkt als dieser nach fast zehn Operationen behoben wurde, leider von vielen blanke Abneigung erfahren habe.
Diese Erfahrung spricht eben das aus, was viele über behinderte Menschen denken.
Ich für meinen Teil bin froh, dass ich diesen Part meines Lebens hinter nur habe. Mit einem dauerhaft behinderten Kind, würde wieder alles von vorne beginnen.
Das nur zur Erklärung, watum ich es mir nicht vorstellen kann.

Wie steht Ihr zu diesem Thema?

Ich freue mich auf viele und vor allem ehrliche Antworten...

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19. Juli 2016 um 17:06

...
du solltest für deine freundin da sein, wenn sie sich für das kind entscheidet,ist das ihr gutes recht. du solltest sie unterstützen und interesse zeigen, es wird schwer genug für sie. habe keine scheu zu fragen, wie es jetzt weiter geht. habe mir kaum getraut zu fragen, als meine schwangere freundin eine ähnliche diagnose bekommen hat und sie hat es so gedeutet, als würde ich mich für nichtsmehr interessieren...

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19. Juli 2016 um 17:13

Sie hat sich dafür entschieden ...
... dieses kind zu bekommen ?

die probleme fangen jetzt erst richtig an.

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19. Juli 2016 um 18:29

Noelpferd
Nun ist es aber heikel zu sagen, was lebenswert ist und was nicht...
Letztlich kann man das nur selbst für SICH SELBST entscheiden.
Deshalb wäre ich mit solchen Äußerungen, auch wenn du sie nicht negativ meinst, immer sehr zurückhaltend.
Wer sagt dir, dass ein Mensch mit beispielsweise einem Down-Syndrom, so ein Leben überhaupt will...
Schwieriges Thema.

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19. Juli 2016 um 18:31
In Antwort auf eintony

Sie hat sich dafür entschieden ...
... dieses kind zu bekommen ?

die probleme fangen jetzt erst richtig an.

Eintony
Ja das fürchte ich auch. Also das mit den Problemen.

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19. Juli 2016 um 18:48

Tine
Wo Du gerade die Begrifflichkeit "zum Kotzen" erwähnst... Zum kotzen finde ich deine albernen und taktlosen Posts zu ernsten Themen.
Aber wenn sage ich das. Dringt ja eh nicht zu dir durch.
Also lass es einfach. Werde darauf eh nicht weiter reagieren.

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19. Juli 2016 um 18:54

Noelpferd
Nun ja.... Der Vergleich hinkt etwas. Denn mit Sommersprossen oder roten Haaren kann man ohne weiteres ein normales Leben führen. Ohne ein Leben lang auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Man kann an allem Teil haben, Beziehungen führen, eine Familie gründen, eine berufliche Laufbahn einschlagen....
Das kann man mit den Down-Syndrom beispielsweise nicht.

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19. Juli 2016 um 18:59

Schwere Frage...
aber dich denke,ich würde mich für das Kind entscheiden.
Ich war selber, allerdings unter ganz anderen Umständen, einmal in dieser Situation(ich wurde während der Schwangerschaft so schwer krank, dass man mir zu einer Abtreibung riet) und habe mich damals auch für mein Kind entschieden und es nie bereut.



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19. Juli 2016 um 19:09

.
Ich Muss sagen, ich kann die Leute die abtreiben gut verstehen. Denn das down-Syndrom hat 100 Gesichter. Man weiß nicht was vielleicht in 2 oder 5 Jahren auf einen zu kommt. Und nicht jeder Mensch bringt die kraft und auch das nötige Kleingeld auf um so ein Kind zu versorgen. Meine Mutter hat eine geistig Behinderte Schwester um die sie sich Jahre lang gekümmert hat und die bei uns im Haus gelebt hat, daher weiß ich wovon ich rede. Die emotionale Belastung für die gesamte Familie, Eltern als auch Geschwister. Meine Tante z.b. war sehr anstrengend, hat viel gelogen, fremden die Tür auf gemacht und ins Haus gelassen etc. Dann wäre da noch die finanzielle Belastung. Wenn das Kind im Rollstuhl sitzt, kann man nicht im 5. Stock ohne Aufzug wohnen. Also neue Wohnung, größer, Behinderten gerechtes Badezimmer, evtl. ein behinderten Gerechtes Bett. Und das zahlt alles nicht die Krankenkasse. Sicher zahlt sie einen Pflegezuschuss, aber das ist ein Witz. Muss sich vollzeit jemand um das Kind kümmern(wie in meinem Fall meine Mutter, die vorher gearbeitet hat) fällt ein komplettes Gehalt einfach weg. Es ist nicht einfach damit getan dieses Kind liebenswert zu finden, natürlich liebt man sein Kind, es sind einfach enorme Belastungen die auf einen zukommen können und nicht jeder kann damit umgehen. Es ist immer leicht mit dem Finger auf andere zu zeigen ubd eine Entscheidung zu verurteilen. Ich persönlich wüsste nicht ob ich ein behindertes Kind großziehen könnte, denn ich hab gesehen wie sehr einen das mit nimmt und einfach Kraft raubt. Ich kenne viele Behinderte Menschen, da meinte Tante jetzt in einem Wohnheim lebt und wir sie dort besuchen. Und manche sind einfach sehr aggressiv, schlagen, treten und beißen um sich. Andere hingegen sind sehr nett und zurück haltend. Dann gibt es da noch diesen einen speziellen Fall, sie zieht sich immer komplett aus wenn Besuch kommt ubd manche Sachen möchte man einfach nicht sehen und unter die Nase gehalten bekommen. Bei manchen verstehe ich wirklich nicht wie man so lange einen Menschen ertragen kann, denn einige sind wirklich einfach nur böse. Ich finde man darf es einfach niemandem vorhalten wenn sich mn sich in so einem Fall für eine Abtreibung entscheidet, denn einfach mal so treibt man ja nicht ab. Lg Kittiie

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19. Juli 2016 um 20:21

Tine
Alleine für diesen unverschämten Post gehörst du gesperrt.
Für Dich und deine hirnrissigen, beleidigenden Beiträge kann man sich nur fremdschämen.
Anonym kann man halt die Fre$$e schön aufreißen, gelle!

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19. Juli 2016 um 20:44
In Antwort auf kittiie19

.
Ich Muss sagen, ich kann die Leute die abtreiben gut verstehen. Denn das down-Syndrom hat 100 Gesichter. Man weiß nicht was vielleicht in 2 oder 5 Jahren auf einen zu kommt. Und nicht jeder Mensch bringt die kraft und auch das nötige Kleingeld auf um so ein Kind zu versorgen. Meine Mutter hat eine geistig Behinderte Schwester um die sie sich Jahre lang gekümmert hat und die bei uns im Haus gelebt hat, daher weiß ich wovon ich rede. Die emotionale Belastung für die gesamte Familie, Eltern als auch Geschwister. Meine Tante z.b. war sehr anstrengend, hat viel gelogen, fremden die Tür auf gemacht und ins Haus gelassen etc. Dann wäre da noch die finanzielle Belastung. Wenn das Kind im Rollstuhl sitzt, kann man nicht im 5. Stock ohne Aufzug wohnen. Also neue Wohnung, größer, Behinderten gerechtes Badezimmer, evtl. ein behinderten Gerechtes Bett. Und das zahlt alles nicht die Krankenkasse. Sicher zahlt sie einen Pflegezuschuss, aber das ist ein Witz. Muss sich vollzeit jemand um das Kind kümmern(wie in meinem Fall meine Mutter, die vorher gearbeitet hat) fällt ein komplettes Gehalt einfach weg. Es ist nicht einfach damit getan dieses Kind liebenswert zu finden, natürlich liebt man sein Kind, es sind einfach enorme Belastungen die auf einen zukommen können und nicht jeder kann damit umgehen. Es ist immer leicht mit dem Finger auf andere zu zeigen ubd eine Entscheidung zu verurteilen. Ich persönlich wüsste nicht ob ich ein behindertes Kind großziehen könnte, denn ich hab gesehen wie sehr einen das mit nimmt und einfach Kraft raubt. Ich kenne viele Behinderte Menschen, da meinte Tante jetzt in einem Wohnheim lebt und wir sie dort besuchen. Und manche sind einfach sehr aggressiv, schlagen, treten und beißen um sich. Andere hingegen sind sehr nett und zurück haltend. Dann gibt es da noch diesen einen speziellen Fall, sie zieht sich immer komplett aus wenn Besuch kommt ubd manche Sachen möchte man einfach nicht sehen und unter die Nase gehalten bekommen. Bei manchen verstehe ich wirklich nicht wie man so lange einen Menschen ertragen kann, denn einige sind wirklich einfach nur böse. Ich finde man darf es einfach niemandem vorhalten wenn sich mn sich in so einem Fall für eine Abtreibung entscheidet, denn einfach mal so treibt man ja nicht ab. Lg Kittiie

Kittiie
Danke für deinen ehrlichen und aufrichtigen Post.
Sehe das genauso. Viele zeigen mit dem Finger auf diejenigen, die so ein Kind abtreiben und verurteilen einen. Die Vermutung liegt nahe, dass viele es einfach unterschätzen was es heisst, ein behindertes Kind zu haben.
Mich wundert auch, dass man gerade im Bezug auf das Down-Syndrom, immer nur die selben "Schlagwörter" hört. Nämlich niedlich, liebesbedürftig, eine echte Bereicherung...
Nun ist es aber leider so, dass viele von den Menschen da draußen das ganze zeit und gar nicht so idealistisch sehen. Und hinter dem Rücken gänzlich anders reden. Die Kraft das immer und immer wieder durchzustehen, muss man erstmal haben.

Nun ja, ich denke man muss auf jeden Fall dafür gemacht sein, um diese Art von Herausforderung zu meistern.
Pauschal jeden zu verurteilen der sich für eine Abtreibung entscheidet, halte ich ebenfalls für egoistisch.

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19. Juli 2016 um 20:53

Nun ja....
Hier anhand von Tine, alias reifemelone sieht man hervorragend das, was ich oben in meinem Eingangstext beschrieben habe.
Man wird angefeindet und beleidigt. Man kriegt zu hören, dass wohl die eigenen Eltern gesoffen haben.
Genau das sind die Menschen, die betroffene Eltern den Schritt zur Abtreibung gehen lassen.
Dass sind genau die Menschen, die einem das Gefühl geben, mit einem behinderten Kind aussen vor zu sein.
Danke Tine, dass du es wenn auch unbeabsichtigt, es so veranschaulicht hast.

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19. Juli 2016 um 20:59

Noelpferd
Bei allem Respekt, aber Du willst mir doch jetzt nicht erzählen, dass eine Arbeit in einer Behindertenwerkstatt, oder die freundschaftliche "Beziehung" unter zwei an Trisomie 21 leidenden Menschen gleichzusetzen ist, mit einer soliden Berufsausbildung und der Gründung einer Familie?
Wenn du das so siehst, dann akzeptiere ich das so.
Für mich allerdings, ist auch dieser Vergleich nicht realistisch.
Sorry....

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19. Juli 2016 um 21:22

Noelpferd
Um das hier mal klarzustellen.
Wenn es nach mir ginge, wäre diese Welt voll von jeglicher Art von Menschen. Egal ob hübsch oder hässlich, gesund oder krank, behindert oder nicht behindert. Mir persönlich wäre lieb, wenn jeder einen Platz in dieser Welt hätte.

Wie man aber schon allein im diesem Thread sieht, ist das reines Wunschdenken.
Es ist nunmal so, dass behinderte Menschen leider längst nicht so akzeptiert werden, wie viele es gerne propagieren.
Klar gibt's Einrichtungen und Stellen, wie man sich um sie kümmert. Aber ist das wirklich Integration, oder einfach nur ein Art von Verwahranstalt?

Natürlich gibt's Menschen, die sich für ein behindertes Kind schämen.
Aber warum ist das so?
Bestimmt nicht, weil unsere Gesellschaft so weltoffen und tolerant gegenüber Behinderten ist.

Wir sind unterschiedlicher Meinung. Das ist auch gut so.

Danke für deine Posts.

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19. Juli 2016 um 21:30
In Antwort auf hubbabubba123

Nun ja....
Hier anhand von Tine, alias reifemelone sieht man hervorragend das, was ich oben in meinem Eingangstext beschrieben habe.
Man wird angefeindet und beleidigt. Man kriegt zu hören, dass wohl die eigenen Eltern gesoffen haben.
Genau das sind die Menschen, die betroffene Eltern den Schritt zur Abtreibung gehen lassen.
Dass sind genau die Menschen, die einem das Gefühl geben, mit einem behinderten Kind aussen vor zu sein.
Danke Tine, dass du es wenn auch unbeabsichtigt, es so veranschaulicht hast.

Hubbabubba
Pack sie auch einfach auf die Blacklist und schon muß man sich nicht mehr ärgern.

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19. Juli 2016 um 21:32

Mmh
Erstmal, dass ist ein interessantes Thema, welches grade was die Pränataldiagnostik betrifft noch immer oft totgeschwiegen wird - leider. Ich selber bin zurzeit in der 17. SSW und wir haben den Bluttest machen lassen. Das sind aber am Ende immer nur Schätzungen, welche Ängste schüren und wodurch immer wieder gesunde Kinder abgetrieben werden - gerade weil sich oft erst viel später zeigt, wie ausgeprägt die Behinderungen tatsächlich sind. Um Genaueres sagen zu können, gibt es dann spezielle Untersuchungen vom Fruchtwasser, Nabelschnur etc. Beim Kleinen von meiner Freundin wurde früh die Diagnose einer Trisomie 13 gestellt - die Lebenserwartungen sind hierbei komplett unterschiedlich und schwer vorauszusagen. In diesem speziellen Fall lag die Chance bei 50:50, sie hat sich für das Kind entschieden. Geboren wurde er u.a. mit einer Omphalocele, unzählige Operationen waren die Folgen und da der Kleine trotz Morphium unter stärksten Schmerzen litt, mussten sie ihn am Ende nach 5 Monaten erlösen.. Sie hat sich in dieser Zeit oft gefragt ob es besser gewesen wäre, ihm all diese Leiden von Anfang an zu ersparen (obwohl sie ihn natürlich über alles geliebt hat!). Doch es war nicht absehbar, wie schlimm es werden würde.. Ich persönlich habe mir vor dem Test viele Gedanken gemacht, was ein schlechtes Ergebnis für Konsequenzen hätte und konnte mir diese Fragen nie beantworten - selbst wenn ich es "schwarz auf weiss" gehabt hätte - wie unendlich schmerzhaft muss es sein, eine solche Entscheidung treffen zu müssen (ich liebe dieses Kind jetzt schon mehr als alles andere). Wer bestimmt denn, welches Leben lebenswert ist.. Ich würde NIEMALS Eltern dafür verurteilen, wenn sie sich gegen das Kind entscheiden, denn am Ende sind sie es, die alles selbst tragen müssen. Unser Nachbarsmädchen hat auch Trisomie 21 und ist mit 12 Jahren ein sehr aufgewecktes, neugieriges und auch gewieftes Kind - nicht im Traum würde mir einfallen zu sagen, ihr Leben sei nicht lebenswert. Aber nach vielen Gesprächen mit der Mutter habe ich erfahren dass es eben nicht nur dieser Teil ist, den die Kleine ausmacht. Da sind zum Einen finanzielle Sorgen. Des Weiteren hat sie viele kleine und grosse gesundheitliche Einschränkungen, div. Therapien, Medikamente und Operationen (u.a. am Herzen) hinter sich. Dazu kommt dass sie oftmals richtig böse werden kann, ausrastet und um sich schlägt, beisst, kratzt, sich selbst verletzt usw. Auch in der Schule gibt es immer wieder Probleme, es heisst sie sei nicht sozial, könne sich nicht in eine Gruppe einfügen etc. Und die Mutter macht sich auch viele Gedanken um die Zukunft - sie selbst 50, ihr Mann 58 und selbst krank. Sie hat grosse Sorgen, was später aus ihrer Tochter wird, wenn sie sich mal nicht mehr so kümmern kann, wie jetzt. Alles in allem ein schweres Thema, wo es eben nicht schwarz oder weiss gibt. Aber wie schon geschrieben ist es naiv und dumm, diese Eltern zu verurteilen die sich dagegen entscheiden - denn definitiv macht sich NIEMAND diese Entscheidung leicht und es ist sehr mutig sich selbst einzugestehen, dass es - aus welchen Gründen auch immer - einfach nicht möglich ist, das Kind auszutragen!

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20. Juli 2016 um 0:08

Also bitte...
Also umbringen klingt heftig - nein, natürlich nicht! Sie haben alle lebenserhaltenden Massnahmen abgestellt, er war ja seit Geburt auf der Intensivstation. Die ersten 2-3 Monate hat er noch fast selbständig geatmet, danach nicht mehr.. Und ich weiss dass sie ihn bewusst loslassen konnten und auch die ganze Familie Abschied nehmen durfte aber wie das genau vonstatten ging weiss ich nicht und habe natürlich auch nicht nachgefragt!!!!

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20. Juli 2016 um 0:14

Absolut richtig!
Da hast du natürlich vollkommen recht und dies steht ausser Frage!! Toll dass ihr eine gute Schule habt und euer Sohn gut integriert ist - das ist mitunter sicher auch euer Verdienst! Ausserdem gehen Kinder oft viel unbefangener und offener mit sowas um, da sind "Behinderungen" jedwelcher Art gar kein Thema, das Kind wird aufgenommen so wie es ist und gehört dazu. Auch wenn ich eure Geschichte nicht kenne wünsche ich euch von Herzen alles Gute - auch gesundheitlich für euren kleine Schatz!

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20. Juli 2016 um 0:41

...
Danke Daphne, recht hast du! Pfui deibel....

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20. Juli 2016 um 0:45

Hallo
Ich wurde in meiner SS selbst mit dem Thema konfrontiert. Hatte in der 22 SSW die Feindiagnostik und es wurde ein kleiner weißer Punkt im Herzen gesehen, was halt ein Anzeichen fürs Down sein kann, alles andere war ok. Der Arzt sprach direkt davon das ich es schnell abklären lassen muss damit ich noch abtreiben kann. Als ich mit meinem Mann im Auto war schrieb er nur, vor Wut auf den Arzt wie er so über sein Kind reden kann. War dann Nachmittags nicht bei meinem FA, er hatte auch nochmal einen US gemacht und ging davon aus das die kleine Gesundheit ist mir aber trotzdem zur Fruchtwasser Untersuchung geraten hat einfach damit ich die letzten Wochen entspannt genießen kann. Eine Abtreibung kam für mich nie in Frage aber ich habe mich trotzdem zu dieser Untersuchung entschieden, bei dem gleichen Arzt. Ich hatte ihm vorher erzählt wie mein Mann drauf reagiert hat und er Entschuldigte sich indirekt. Die kleine war wie beide Ärzten dachten gesund und der Arzt hat mich sogar ( mein FA sagte das er das eigentlich nie macht ) persönlich angerufen um es mir zu sagen und direkt nochmal auf meinem Mann angesprochen.
Es waren 3 schwere Tage in denen mir vieles durch den Kopf ging aber die kleine einfach weg zu machen war ein schrecklicher Gedanke. Ich hatte sie solange schon bei mir spürte ihre Tritte und nur wegen einer Trisomie21 sie zu töten das hätte ich nicht gekonnt und mein Mann war der gleichen Meinung. Ich hatte ihn hinterher nochmal drauf angesprochen ob er gewollt hätte sie anzutreiben und er reagierte sehr erschrocken das ich ihn soetwas frage.

Es ist klar das es nicht einfach ist wenn ein Kind Trisomie21 hat aber sie können einem soviel zurück geben.

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20. Juli 2016 um 8:38

Meine Frau und ich hatten
ein etwa gleiches Problem und hatte uns angeraten, das Kind antreiben zu lassen. Mir ist jedoch bekannt, dass diesbezüglich sehr viele Fehldiagnosen gestellt werden und Vertauen habe ich eh zu keinem Arzt.
Meine Tochter wurde gesund geboren und studiert heute im zweiten Studienjahr.
Nicht zu vergessen, dass eine Abtreibung auch Geld bringt.
Leider sind die meisten Menschen total verblendet und glauben Ärzten jeden Scheiß.
Die dritthäufigste Todesursache sind übrigens Medikamente, Diagnosen usw.
Auch ich würde heute nicht mehr lebe, hätte ich der Schulmedizin nicht lebewohl gesagt.

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20. Juli 2016 um 8:51

Ganz schön nervtötende Diskussion hier.
Die Zalando- Pokemon- und/oder Youtube-Generation muss mit Entsetzen bemerken, dass es doch tatsächlich Menschen gibt, die dem Schönheitsideal / den Perfektionsansprüchen von Cosmopolitan und Co. nicht entsprechen, ja vielleicht sogar behindert sind, Funktionsstörungen haben oder schlicht und einfach nur B-Modelle für die überzüchteten Wünsche einer absolut maßlosen Generation darstellen.

Schlimm genug, dass man die armen Geschöpfe nicht einfach zum Tierarzt bringen kann, wo sie dann eingeschläfert werden. Aber da es sich ja um menschliche Wesen handelt , muss diese absolut beschissene Diskussion darüber geführt werden.

Leute, es nervt! Betroffenen hilft diese sinnlose Debatte kein Stück weiter und bei manchen Usern und deren Beiträgen scheinen (vermutlich unbewusst) Seiten bei euch auf, die ihr in keinem Lebenslauf stehen haben wollt. Also lasst es besser bleiben Den ethischen Konflikt, den Betroffene von dieser (und anderen!) Problematik/en haben, könnt ihr weder lindern, begleiten oder sonstwas, und schon gar nicht lösen.

Hier wie anderswo gilt: man möchte nicht alles sehen, was man erkennen kann. Früher war es insofern besser, dass man vieles gar nicht erkennen konnte, da stellte sich diese Frage nicht. Aber je weiter die Technik fortschreitet, desto mehr meint die Menschheit, ihre natürliche Reproduktion (die oft genug keine natürliche ist) in ein Zuchtprogramm für möglichst hübsche und natürlich gesunde Babies pervertieren zu müssen.

Find ich nicht gut, das.

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20. Juli 2016 um 9:39

Down Syndrom
Die ganze Menschheit müsste ein Down-Syndrom haben, damit wir alle friedlich beieinander leben können. Down-Syndrom Menschen, sind wohl die friedlichsten, liebevollsten Menschen auf dieser Welt.

Ist es denn schon bestätigt, dass das Kind zu 100% ein DS hat? Falls sie sich noch keiner Fruchtwasserpunktion unterzogen hat, ist das alles nur Panikmache und das Kind wird höchstwahrscheinlich "gesund" auf die Welt kommen. Mal ganz abgesehen davon, dass DS-Kinder auch gesund Und wenn es der Fall ist, dann wird sie dieses Kind lieben und es nie mehr hergeben wollen.

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20. Juli 2016 um 9:54
In Antwort auf py158

Ganz schön nervtötende Diskussion hier.
Die Zalando- Pokemon- und/oder Youtube-Generation muss mit Entsetzen bemerken, dass es doch tatsächlich Menschen gibt, die dem Schönheitsideal / den Perfektionsansprüchen von Cosmopolitan und Co. nicht entsprechen, ja vielleicht sogar behindert sind, Funktionsstörungen haben oder schlicht und einfach nur B-Modelle für die überzüchteten Wünsche einer absolut maßlosen Generation darstellen.

Schlimm genug, dass man die armen Geschöpfe nicht einfach zum Tierarzt bringen kann, wo sie dann eingeschläfert werden. Aber da es sich ja um menschliche Wesen handelt , muss diese absolut beschissene Diskussion darüber geführt werden.

Leute, es nervt! Betroffenen hilft diese sinnlose Debatte kein Stück weiter und bei manchen Usern und deren Beiträgen scheinen (vermutlich unbewusst) Seiten bei euch auf, die ihr in keinem Lebenslauf stehen haben wollt. Also lasst es besser bleiben Den ethischen Konflikt, den Betroffene von dieser (und anderen!) Problematik/en haben, könnt ihr weder lindern, begleiten oder sonstwas, und schon gar nicht lösen.

Hier wie anderswo gilt: man möchte nicht alles sehen, was man erkennen kann. Früher war es insofern besser, dass man vieles gar nicht erkennen konnte, da stellte sich diese Frage nicht. Aber je weiter die Technik fortschreitet, desto mehr meint die Menschheit, ihre natürliche Reproduktion (die oft genug keine natürliche ist) in ein Zuchtprogramm für möglichst hübsche und natürlich gesunde Babies pervertieren zu müssen.

Find ich nicht gut, das.

Py
Ungeachtet dessen, dass mein Thread genau das Thematisiert was Du anprangerst, spielt es doch überhaupt keine Rolle, ob dir dieser Thread, oder das Thema nicht gefällt!
Der Thread verstößt gegen keine der hier aufgestellten Regeln.

Das allerdings zu tiefst beleidigende Posts hier erst nach drücken des Warnbuttons gelöscht werden, finde ich auch nicht so prickelnd. Da sollte die Moderation auch mal etwas wachsamer sein, anstatt sich darüber auszulassen, ob der Thread Ihnen zusagt.

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20. Juli 2016 um 10:16
In Antwort auf hubbabubba123

Py
Ungeachtet dessen, dass mein Thread genau das Thematisiert was Du anprangerst, spielt es doch überhaupt keine Rolle, ob dir dieser Thread, oder das Thema nicht gefällt!
Der Thread verstößt gegen keine der hier aufgestellten Regeln.

Das allerdings zu tiefst beleidigende Posts hier erst nach drücken des Warnbuttons gelöscht werden, finde ich auch nicht so prickelnd. Da sollte die Moderation auch mal etwas wachsamer sein, anstatt sich darüber auszulassen, ob der Thread Ihnen zusagt.

Es gibt in diesem Forum...
KEINE Moderation, darüber solltest du dir im klaren sein.

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20. Juli 2016 um 10:38

Luna..
Ja, leider.

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20. Juli 2016 um 10:39
In Antwort auf ofi21

Es gibt in diesem Forum...
KEINE Moderation, darüber solltest du dir im klaren sein.

Ofi
Immerhin gibt's hier Obrigkeiten, die das Recht haben Threads und Posts zu löschen. Das reicht doch.

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20. Juli 2016 um 10:45
In Antwort auf hubbabubba123

Ofi
Immerhin gibt's hier Obrigkeiten, die das Recht haben Threads und Posts zu löschen. Das reicht doch.

Hmmmmm
wo sind die denn?
Wenn z.B. in einem Thread ganz offen gestalkt wird.
Wenn Usern Beteilung an Straftaten ganz offen unterstellt werden?.
Wenn "Miß Vodka"hier rum pöbelt, beleidigt usw.

Naja egal, gehört nicht in diesen Thread.

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20. Juli 2016 um 10:56

Schwierig
Ich finde es schwierig darüber zu urteilen. Früher habe ich immer gesagt, dass ich kein behindertes Kind bekommen und demnach abtreiben würde. Allerdings habe ich kürzlich ein - gesundes - Baby bekommen und wenn ich mir vorstelle den Winzling abtreiben zu müssen, nur weil er ein Chromosomen zu viel hat, dann bin ich mir meiner Aussage nicht mehr sicher.

Eine Abtreibung wegen medizinischer Indikation findet in der Regel nach der gesetzlichen Fristenregelung, also nach der 14. Woche statt. Das Kind müsste also auf normalem Wege geboren werden, Absaugung oder eine Pille regelt das in dem Stadium nicht mehr. Man bekommt also absichtlich früher sein noch nicht lebensfähiges oder vorher im Mutterleib getötetes Baby, um es dann beerdigen zu können. Und das nicht, weil es selbst verstorben ist, sondern weil es nicht "richtig", sprich gesund ist. Das ist heftig und das mag ich mir gar nicht ausmalen. Erst recht nicht, wenn man sich sehr auf das Kind gefreut und womöglich Jahre lang an der Schwangerschaft gebastelt hat.

Ich denke da kann man vorher viel drüber spekulieren. Letztendlich muss man selbst in der Situation sein, um zu wissen, wie man dann denkt und handelt. Für Männer ist es sicher auch nochmal gänzlich anders als für Frauen, da sie ja schwanger sind, das Kind bereits spüren und eine Bindung aufgebaut haben. Männer dagegen weniger, das kommt oft erst wenn das Baby geboren ist.

Ich wüsste jetzt aus dem Stegreif nicht, wie ich handeln würde. Diese Situation wäre furchtbar und ich möchte nur kein Urteil erlauben. Was ich jedoch nicht täte wäre ein nicht lebensfähiges Kind, was womöglich schwerste körperliche Qualen leiden würde, auszutragen, um ihm nach der Geburt beim Sterben zuzugucken. Aber das täte man bei Trisomie 21 ja nicht...

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20. Juli 2016 um 11:20

Entschuldige bitte
dass ich annahm, dies wäre klar...

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20. Juli 2016 um 13:13

Mutwillig?
Mutwillig behinderte erzeugt? Du tust ja gerade so, als hätte sie es sich ausgesucht.

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20. Juli 2016 um 13:13
In Antwort auf hubbabubba123

Py
Ungeachtet dessen, dass mein Thread genau das Thematisiert was Du anprangerst, spielt es doch überhaupt keine Rolle, ob dir dieser Thread, oder das Thema nicht gefällt!
Der Thread verstößt gegen keine der hier aufgestellten Regeln.

Das allerdings zu tiefst beleidigende Posts hier erst nach drücken des Warnbuttons gelöscht werden, finde ich auch nicht so prickelnd. Da sollte die Moderation auch mal etwas wachsamer sein, anstatt sich darüber auszulassen, ob der Thread Ihnen zusagt.

Wow,
jetzt hast du es mir aber auch echt gegeben.... Im nächsten Leben mach ich es besser, versprochen.

Mein Posting hast du nicht verstanden, aber das macht nix.

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20. Juli 2016 um 13:22

Da sollten
sich viele eine Scheibe von abschneiden. Ich steh komplett hinter deiner Meinung. Wir werden immer egoistischer und wollen alle das "perfekte" Leben, Familie und Kind. Aber warum ist ein behinderter Mensch nicht perfekt? Jede Frau egal in welchem Alter und jeder Mann der ungeschützt mit einer Frau schläft sollte sich im klaren sein das ein Kind auch mit einer Behinderung auf die Welt kommen kann und dann auch für dieses die Liebe und Verantwortung aufbringen sollte wie für ein gesundes. Die Gesellschaft wird immer oberflächlicher, wo soll daß noch hinführen. Bald gibt es die perfekten Kinder, perfekt auf Mann und Frau abgestimmt aus dem Reagenzglas.

Ich kenne eine Familie die bewusst ein behindertes Kind adoptiert haben und damit meine ich nicht das Down Syndrom. Das Kind bzw mittlerweile eine junge Frau ist körperlich und geistig schwer behindert. Sie war in einem normalen Kindergarten, danach auf einer behinderten Schule und arbeitet jetzt in einer behinderten Werkstatt.

Ich hatte ein Mädchen in meiner Klasse die im Rollstuhl saß und eine der besten war und nicht ausgegrenzt wurde.

In meiner Familie gibt es jemanden der körperlich behindert ist und einer normalen Büroarbeit nach geht. Sie hatte einen Bruder mit Down syndrom, ich kenne es nur aus Erzählungen, er wurde in ein Heim abgeben weil die Mutter überfordert war, er war sehr kräftig und stark. Er ist im Jugendalter verstorben.

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20. Juli 2016 um 14:11

Venus
Hast Du Kinder?

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20. Juli 2016 um 14:51
In Antwort auf py158

Wow,
jetzt hast du es mir aber auch echt gegeben.... Im nächsten Leben mach ich es besser, versprochen.

Mein Posting hast du nicht verstanden, aber das macht nix.

Py
Doch doch.... Habe das schon verstanden.
Dich stören Menschen, die um es mal salopp zu sagen, einfach keine Lust auf ein behindertes Kind haben.
Das muss man auch nicht gut finden. Aber genauso wie für die Menschen, die es bedndingungslos akzeptieren, sollte man auch Verständnis für diejenigen aufbringen, die es nicht können und nicht wollen.

Weiter schreibst Du, dass so eine Diskussion betroffenen nicht weiter hilft.

Mein lieber Christoph, ich bin weder Psychotherapeut, noch habe ich anderweitige Ambitionen, irgendwelchen mir fremden betroffenen Personen mit meinem Thread zu helfen.
Ich wollte lediglich wie im Eingangstext beschrieben, mal einen Überblick davon bekommen, wie andere mit so einer Erfahrung umgehen, da ich bis dato so einen Fall in meinem näheren Umfeld nicht hatte.

Es dir "zu geben" liegt mir fern. Bei allem Respekt, aber Du scheinst dich bisweilen doch etwas zu wichtig zu nehmen.
Äussere deine Meinung. Dazu sind Foren da. Aber stelle nicht einen ganzen Thread in Frage, nur weil dir das Thema nicht zusagt.

In diesem Sinne....

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20. Juli 2016 um 14:54

.
Wie weiter unten schon jemand schrieb:.
Das Down Sydrom/ Behinderung hat viele Gesichter.
Ich habe berufsbedingt mit geistig- und Körperbehinderten Kinder zu tun.
Auf der Schule sind einige 'Downies', durchweg alle sind liebenswerte, unbekümmerte und freundliche Geschöpfe und berühren wirklich unsere Herzen.

Früher hätte ich nicht gezögert und mich immer gegen so ein Kind entschieden-
aus Angst nicht die Kraft für so ein besonderes Kind zu haben, Angst vor Ausgrenzung, Angst um die eigene Beziehung, Angst sein eigenes Leben aus den Augen zu verlieren.

Und auch mit heutigen Wissen, muss ich ganz klar sagen, dass alle Ängste auch ihre Berechtigung haben und dies immer eine sehr individuelle Entscheidung ist.

Jedes Paar was sich pro Kind entscheidet kann man nur vollen Respekt zollen.


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20. Juli 2016 um 14:55
In Antwort auf ofi21

Hmmmmm
wo sind die denn?
Wenn z.B. in einem Thread ganz offen gestalkt wird.
Wenn Usern Beteilung an Straftaten ganz offen unterstellt werden?.
Wenn "Miß Vodka"hier rum pöbelt, beleidigt usw.

Naja egal, gehört nicht in diesen Thread.

Ofi
Da hast du absolut recht.
Hier sollte genauer hingeguckt werden.
Dennoch gibt's hier sog. Aufpasser. Mal mehr, mal weniger....

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20. Juli 2016 um 15:00

Von dir
hätte ich nichts anderes erwartet- Luna!

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20. Juli 2016 um 15:02

Mutwillig?
du scheinst eindeutig, geistig behindert, von mutwillig stand hier absolut nichts.

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20. Juli 2016 um 15:08

Ich kann mir nicht vorstellen...
... so eine Entscheidung treffen zu müssen.

Ich lebe mit einem schwerbehinderten Kind, auch wenn unser Sohn "nur" gehörlos ist, sind die Folgen, auch und gerade im Alltag für uns alle 3 schon sehr heftig.

Ich habe mal ein Buch gelesen "Die Last, die Du nicht trägst" - da ging es auch um eine Mutter mit einem schwerbehinderten Kind, soweit ich mich erinnere auch mit Trisomie 21 - ich weiss nicht, ob ich das schaffen könnte - und wollte.

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20. Juli 2016 um 15:16
In Antwort auf ofi21

Hmmmmm
wo sind die denn?
Wenn z.B. in einem Thread ganz offen gestalkt wird.
Wenn Usern Beteilung an Straftaten ganz offen unterstellt werden?.
Wenn "Miß Vodka"hier rum pöbelt, beleidigt usw.

Naja egal, gehört nicht in diesen Thread.

Ofi
Man muss Py zu gute halten, dass er wohl Tines unverschämten Äußerungen über den Te und den Umstand seines äußerlichen Makels gelöscht wurden.

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20. Juli 2016 um 15:45
In Antwort auf mundm900

Da sollten
sich viele eine Scheibe von abschneiden. Ich steh komplett hinter deiner Meinung. Wir werden immer egoistischer und wollen alle das "perfekte" Leben, Familie und Kind. Aber warum ist ein behinderter Mensch nicht perfekt? Jede Frau egal in welchem Alter und jeder Mann der ungeschützt mit einer Frau schläft sollte sich im klaren sein das ein Kind auch mit einer Behinderung auf die Welt kommen kann und dann auch für dieses die Liebe und Verantwortung aufbringen sollte wie für ein gesundes. Die Gesellschaft wird immer oberflächlicher, wo soll daß noch hinführen. Bald gibt es die perfekten Kinder, perfekt auf Mann und Frau abgestimmt aus dem Reagenzglas.

Ich kenne eine Familie die bewusst ein behindertes Kind adoptiert haben und damit meine ich nicht das Down Syndrom. Das Kind bzw mittlerweile eine junge Frau ist körperlich und geistig schwer behindert. Sie war in einem normalen Kindergarten, danach auf einer behinderten Schule und arbeitet jetzt in einer behinderten Werkstatt.

Ich hatte ein Mädchen in meiner Klasse die im Rollstuhl saß und eine der besten war und nicht ausgegrenzt wurde.

In meiner Familie gibt es jemanden der körperlich behindert ist und einer normalen Büroarbeit nach geht. Sie hatte einen Bruder mit Down syndrom, ich kenne es nur aus Erzählungen, er wurde in ein Heim abgeben weil die Mutter überfordert war, er war sehr kräftig und stark. Er ist im Jugendalter verstorben.

"...und dann auch für dieses die Liebe und Verantwortung aufbringen sollte..."
ja nur dass es mit Liebe nicht getan ist.

Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Beziehung daran zerbricht.
Es ist nicht unwahrscheinlich. dass der eigene Beruf, die Möglichkeit, den weiter auszuüben den Bach runter geht - in Familien mit behinderten Kindern kann eigentlich nur einer berufstätig sein - wenn die Beziehung das übersteht. Ansonsten heisst es: Hartz IV. Das ist für Eltern und Kind alles andere als toll - auch in Bezug auf die Lebensfreude, den Lebensmut usw.
Es ist so, dass man für diese Kinder ein Leben lang sorgen muss. Es wird nie ein "wenn die Kinder aus dem Haus sind..." geben.
Es heisst ständigen Kampf. Mit sich selbst, mit Ärzten, Behörden, Krankenkassen usw. - das ist bestimmt für einen Monat zu machen. Für Jahre braucht man dafür eine Kraft, die nun einmal nicht jeder Mensch hat.
Es heisst in vielerlei Hinsicht auch heute noch soziale Isolation. Zum einen wegen einer schicken Menge an Vorurteilen, zum anderen, weil sich Menschen so gern "fremdschämen" und sich mit diesem Kind nicht sehen lassen wollen, zum Teil aber auch ganz simpel, weil man das Kind auch mit 10, 12 Jahren eben nicht mal 2h allein lassen und zu Freunden zum Karten spielen gehen kann - und das Geld für 40 Jahre Babysitter auch erst mal haben muss.
usw. usw. usw.

Ist es da nicht vielleicht ein Zeichen von "Verantwortung", wenn man sich eingestehen kann, dass man das nicht schafft, statt irgendwelchen Heldenepen anzustimmen und zu sagen "ich kann mein Kind nicht im Stich lassen, weil es behindert ist" - und dann nach 5 Jahren zusammen zu brechen, nachdem man noch einige andere Menschen mit hinunter gerissen hat? Was wird dann aus dem Kind? Ist das Deiner Meinung nach besser, als wenn das Kind nie geboren wird?

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20. Juli 2016 um 15:52

Danke
dir! Ich wurde schon unsicher ob ich mich so unklar ausgedrückt habe - natürlich ging ich davon aus dass klar ist, dass sie ihr Kind nicht umgebracht haben..

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20. Juli 2016 um 16:41
In Antwort auf avarrassterne1

"...und dann auch für dieses die Liebe und Verantwortung aufbringen sollte..."
ja nur dass es mit Liebe nicht getan ist.

Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Beziehung daran zerbricht.
Es ist nicht unwahrscheinlich. dass der eigene Beruf, die Möglichkeit, den weiter auszuüben den Bach runter geht - in Familien mit behinderten Kindern kann eigentlich nur einer berufstätig sein - wenn die Beziehung das übersteht. Ansonsten heisst es: Hartz IV. Das ist für Eltern und Kind alles andere als toll - auch in Bezug auf die Lebensfreude, den Lebensmut usw.
Es ist so, dass man für diese Kinder ein Leben lang sorgen muss. Es wird nie ein "wenn die Kinder aus dem Haus sind..." geben.
Es heisst ständigen Kampf. Mit sich selbst, mit Ärzten, Behörden, Krankenkassen usw. - das ist bestimmt für einen Monat zu machen. Für Jahre braucht man dafür eine Kraft, die nun einmal nicht jeder Mensch hat.
Es heisst in vielerlei Hinsicht auch heute noch soziale Isolation. Zum einen wegen einer schicken Menge an Vorurteilen, zum anderen, weil sich Menschen so gern "fremdschämen" und sich mit diesem Kind nicht sehen lassen wollen, zum Teil aber auch ganz simpel, weil man das Kind auch mit 10, 12 Jahren eben nicht mal 2h allein lassen und zu Freunden zum Karten spielen gehen kann - und das Geld für 40 Jahre Babysitter auch erst mal haben muss.
usw. usw. usw.

Ist es da nicht vielleicht ein Zeichen von "Verantwortung", wenn man sich eingestehen kann, dass man das nicht schafft, statt irgendwelchen Heldenepen anzustimmen und zu sagen "ich kann mein Kind nicht im Stich lassen, weil es behindert ist" - und dann nach 5 Jahren zusammen zu brechen, nachdem man noch einige andere Menschen mit hinunter gerissen hat? Was wird dann aus dem Kind? Ist das Deiner Meinung nach besser, als wenn das Kind nie geboren wird?

Das es leicht wird
Habe ich nicht gesagt, ich glaube das sollte jedem klar sein das es anstrengender ist ein behindertes Kind groß zu ziehen als ein gesundes. Und es ist klar das es mit Liebe allein nicht getan ist aber auch ein behindertes Kind hat es verdient geliebt zu werden so wie es ist. Eine Beziehung wird auf die Probe gestellt aber auch ein gesundes Kind ist keine Garantie dafür das es hält.

Leider gibt es viele Menschen die so oberflächlich sind und mit dem Finger auf einen zeigen nur weil man ein behindertes Kind hat. Und wenn ich ein behindertes Kind hätte und in meinem Freundeskreis jemand mir krumm kommen würde, würde ich den Kontakt abbrechen ganz einfach aus dem Grund weil ich Leute in meinem Umkreis haben will der mich und mein Kind so akzeptiert wie es ist.
Außerdem hört für mich das muttersein nicht auf sobald das Kind 18 ist und aus dem Haus geht. Man muss evtl auf vieles Verzichten aber ich tue es gerne damit mein Kind so glücklich wie möglich sein kann. Es gibt heutzutage viele Einrichtungen die sich auf behinderte Menschen spezialisiert haben und ich würde solange es die Behinderung zu lässt auch dieses Kind zu einer Selbstständigkeit erziehen.
Wie ich schon schrieb ging dieses geistig und körperlich behindertes Kind in einen normalen Kindergarten, übrigens war meine Mutter die Erzieherin und sie hat eine extra Ausbildung für behinderte Kinder und hat somit öfters behinderte Kinder im Kindergarten.
Ich glaube es sollten sich nicht die Eltern mit behinderten Kinder Gedanken machen sondern viel ehr die die ein Problem damit haben und über völlig fremde urteilen.
Was ist wenn ein Kind einen Unfall hat und dadurch eine Behinderung bekommt? Hat keiner auf der Stirn stehen. Aber wahrscheinlich sind in solchen Fällen viele auch der Meinung das diese Kinder nicht existieren sollten weil sie ja nicht "glücklich" Leben können. Hat jemand schonmal behinderte Kinder gefragt ob sie glücklich sind, ob sie sich ein anderes Leben wünschen?
Urteilt doch nicht über andere Menschen. Ihr könnt doch froh sein das ihre diese Kinder töten und in den Müll schmeißen könnt nur weil ihr Angst vor der Meinung anderer habt und sich der Verantwortung stellen will. Wie gut das jeder seine Meinung haben und äußern darf, wenn ihr es übers Herz bringen könnt ist es ok und ich akzeptiere es aber akzeptiert auch die Menschen die sich dafür entscheiden.

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20. Juli 2016 um 18:21

Yackyuo
Doch auch eine Abtreibung nach dem 3. Monat gibt es. Aber wie schon erwähnt, müssen dafür trifftige Gründe existieren. Diese Gründe bestehen dann, wenn durch die Geburt des Kindes das Leben der Mutter gefährdet ist. Sei es physischer oder psychischer Natur.
Das eigentliche Problem stellt wohl aber viel mehr die Problematik dar, einen Arzt zu finden, der sich für sowas bereiterklärt.

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20. Juli 2016 um 18:24

Suessesglueck
Das siehst DU so. Es ehrt dich auch. Aber das sieht längst nicht jeder so.
Das muss jeder mit sich selbst ausmachen.

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20. Juli 2016 um 19:31
In Antwort auf mundm900

Das es leicht wird
Habe ich nicht gesagt, ich glaube das sollte jedem klar sein das es anstrengender ist ein behindertes Kind groß zu ziehen als ein gesundes. Und es ist klar das es mit Liebe allein nicht getan ist aber auch ein behindertes Kind hat es verdient geliebt zu werden so wie es ist. Eine Beziehung wird auf die Probe gestellt aber auch ein gesundes Kind ist keine Garantie dafür das es hält.

Leider gibt es viele Menschen die so oberflächlich sind und mit dem Finger auf einen zeigen nur weil man ein behindertes Kind hat. Und wenn ich ein behindertes Kind hätte und in meinem Freundeskreis jemand mir krumm kommen würde, würde ich den Kontakt abbrechen ganz einfach aus dem Grund weil ich Leute in meinem Umkreis haben will der mich und mein Kind so akzeptiert wie es ist.
Außerdem hört für mich das muttersein nicht auf sobald das Kind 18 ist und aus dem Haus geht. Man muss evtl auf vieles Verzichten aber ich tue es gerne damit mein Kind so glücklich wie möglich sein kann. Es gibt heutzutage viele Einrichtungen die sich auf behinderte Menschen spezialisiert haben und ich würde solange es die Behinderung zu lässt auch dieses Kind zu einer Selbstständigkeit erziehen.
Wie ich schon schrieb ging dieses geistig und körperlich behindertes Kind in einen normalen Kindergarten, übrigens war meine Mutter die Erzieherin und sie hat eine extra Ausbildung für behinderte Kinder und hat somit öfters behinderte Kinder im Kindergarten.
Ich glaube es sollten sich nicht die Eltern mit behinderten Kinder Gedanken machen sondern viel ehr die die ein Problem damit haben und über völlig fremde urteilen.
Was ist wenn ein Kind einen Unfall hat und dadurch eine Behinderung bekommt? Hat keiner auf der Stirn stehen. Aber wahrscheinlich sind in solchen Fällen viele auch der Meinung das diese Kinder nicht existieren sollten weil sie ja nicht "glücklich" Leben können. Hat jemand schonmal behinderte Kinder gefragt ob sie glücklich sind, ob sie sich ein anderes Leben wünschen?
Urteilt doch nicht über andere Menschen. Ihr könnt doch froh sein das ihre diese Kinder töten und in den Müll schmeißen könnt nur weil ihr Angst vor der Meinung anderer habt und sich der Verantwortung stellen will. Wie gut das jeder seine Meinung haben und äußern darf, wenn ihr es übers Herz bringen könnt ist es ok und ich akzeptiere es aber akzeptiert auch die Menschen die sich dafür entscheiden.

Hehe...
"Ich glaube es sollten sich nicht die Eltern mit behinderten Kinder Gedanken machen sondern viel ehr die die ein Problem damit haben und über völlig fremde urteilen. ... Was ist wenn ein Kind einen Unfall hat und dadurch eine Behinderung bekommt?... wenn ihr es übers Herz bringen könnt... Urteilt doch nicht über andere Menschen...."

Ja, Du Herzchen, wie war das noch mal mit dem "über Fremde urteilen"?
Als unser Sohn 4 war, bekam er eine Meningitis /Hirnhautentzündung). Lag 3 Tage im Fieberkoma, es konnte niemand sagen, ob er wieder aufwacht - und wenn ja: wie. Als er wieder aufwachte, konnte er nicht mehr sitzen. Die Diagnostik ergab, dass beide Gleichgewichtsorgane hin sind. Irreperapel. Wie auch der Rest des Innenohres. Seit dem ist er gehörlos. Vollständig. Er wurde aber Cochlea implantiert beidseitig, also mit Geräten hört er. Ausser nachts, beim Baden, wenn die Akkus runter sind, wenn es stark regnet, wenn mal wieder was defekt ist... usw.
Er hatte in der Entwicklung viele Schritte zurück gemacht und lange Zeit konnte uns niemand sagen, was da noch alles "kaputt gegangen ist".
Er hat unzählige Arzt- und Reha-Termine, war zwar in einer "normalen" Kita, aber "normale" Schule ist nicht möglich. Und die Liste geht ewig so weiter.
Ach ja: so schlau, dass wir ihn von Anfang an dazu erziehen, so selbstständig wie möglich damit umzugehen, waren wir sogar auch.
Dabei haben wir ziemlich grosses Glück gehabt, dass hätte auch noch sehr, sehr viel schlimmer können.

Aber ich weiss, wie viele Tage ich nur noch restlos am Ende heulend verbracht habe und wie oft ich selbst darüber nachgedacht habe, ob und wie zur Hölle ich das schaffen soll.

Also nie, nie, nie in meinem Leben kann ich je wieder so arrogant sein, jemandem vorzuhalten, dass er / sie nicht glaubt, das zu schaffen.

Aber gut, dass Du nicht über Fremde urteilst und ich die Böse bin, was?

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20. Juli 2016 um 19:47
In Antwort auf mundm900

Das es leicht wird
Habe ich nicht gesagt, ich glaube das sollte jedem klar sein das es anstrengender ist ein behindertes Kind groß zu ziehen als ein gesundes. Und es ist klar das es mit Liebe allein nicht getan ist aber auch ein behindertes Kind hat es verdient geliebt zu werden so wie es ist. Eine Beziehung wird auf die Probe gestellt aber auch ein gesundes Kind ist keine Garantie dafür das es hält.

Leider gibt es viele Menschen die so oberflächlich sind und mit dem Finger auf einen zeigen nur weil man ein behindertes Kind hat. Und wenn ich ein behindertes Kind hätte und in meinem Freundeskreis jemand mir krumm kommen würde, würde ich den Kontakt abbrechen ganz einfach aus dem Grund weil ich Leute in meinem Umkreis haben will der mich und mein Kind so akzeptiert wie es ist.
Außerdem hört für mich das muttersein nicht auf sobald das Kind 18 ist und aus dem Haus geht. Man muss evtl auf vieles Verzichten aber ich tue es gerne damit mein Kind so glücklich wie möglich sein kann. Es gibt heutzutage viele Einrichtungen die sich auf behinderte Menschen spezialisiert haben und ich würde solange es die Behinderung zu lässt auch dieses Kind zu einer Selbstständigkeit erziehen.
Wie ich schon schrieb ging dieses geistig und körperlich behindertes Kind in einen normalen Kindergarten, übrigens war meine Mutter die Erzieherin und sie hat eine extra Ausbildung für behinderte Kinder und hat somit öfters behinderte Kinder im Kindergarten.
Ich glaube es sollten sich nicht die Eltern mit behinderten Kinder Gedanken machen sondern viel ehr die die ein Problem damit haben und über völlig fremde urteilen.
Was ist wenn ein Kind einen Unfall hat und dadurch eine Behinderung bekommt? Hat keiner auf der Stirn stehen. Aber wahrscheinlich sind in solchen Fällen viele auch der Meinung das diese Kinder nicht existieren sollten weil sie ja nicht "glücklich" Leben können. Hat jemand schonmal behinderte Kinder gefragt ob sie glücklich sind, ob sie sich ein anderes Leben wünschen?
Urteilt doch nicht über andere Menschen. Ihr könnt doch froh sein das ihre diese Kinder töten und in den Müll schmeißen könnt nur weil ihr Angst vor der Meinung anderer habt und sich der Verantwortung stellen will. Wie gut das jeder seine Meinung haben und äußern darf, wenn ihr es übers Herz bringen könnt ist es ok und ich akzeptiere es aber akzeptiert auch die Menschen die sich dafür entscheiden.

Im Übrigen...
... hatte ich lediglich geschrieben, dass ich das nicht so pauschal aburteilen würde.
Nicht mal aus der Erfahrung mit unserem Sohn heraus, sondern weil meine eigene Kindheit - als nicht behindertes Kind, aber mit ziemlich überforderten Elten - aus mir einen Abtreibungsbefürworter gemacht hat. Generell.
Eine Kindheit mit Eltern, die nicht glücklich sind, kann eine der schlimmsten Erfahrungen sein, die ich mir vorstellen kann.

Ich habe mir bis weit nach der Pubertät zu oft gewünscht, nie geboren wurden zu sein. Wenn die Eltern das hinbekommen - klar. Sollen sie auch selbst entscheiden. Aber bestimmt werde ich niemanden verurteilen, der sagt "nein, kann ich nicht" und das war eigentlich alles, was ich geschrieben habe und schreiben wollte. Aber nice, wie Du da gleich auf mich losgehst...

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20. Juli 2016 um 20:39
In Antwort auf avarrassterne1

Hehe...
"Ich glaube es sollten sich nicht die Eltern mit behinderten Kinder Gedanken machen sondern viel ehr die die ein Problem damit haben und über völlig fremde urteilen. ... Was ist wenn ein Kind einen Unfall hat und dadurch eine Behinderung bekommt?... wenn ihr es übers Herz bringen könnt... Urteilt doch nicht über andere Menschen...."

Ja, Du Herzchen, wie war das noch mal mit dem "über Fremde urteilen"?
Als unser Sohn 4 war, bekam er eine Meningitis /Hirnhautentzündung). Lag 3 Tage im Fieberkoma, es konnte niemand sagen, ob er wieder aufwacht - und wenn ja: wie. Als er wieder aufwachte, konnte er nicht mehr sitzen. Die Diagnostik ergab, dass beide Gleichgewichtsorgane hin sind. Irreperapel. Wie auch der Rest des Innenohres. Seit dem ist er gehörlos. Vollständig. Er wurde aber Cochlea implantiert beidseitig, also mit Geräten hört er. Ausser nachts, beim Baden, wenn die Akkus runter sind, wenn es stark regnet, wenn mal wieder was defekt ist... usw.
Er hatte in der Entwicklung viele Schritte zurück gemacht und lange Zeit konnte uns niemand sagen, was da noch alles "kaputt gegangen ist".
Er hat unzählige Arzt- und Reha-Termine, war zwar in einer "normalen" Kita, aber "normale" Schule ist nicht möglich. Und die Liste geht ewig so weiter.
Ach ja: so schlau, dass wir ihn von Anfang an dazu erziehen, so selbstständig wie möglich damit umzugehen, waren wir sogar auch.
Dabei haben wir ziemlich grosses Glück gehabt, dass hätte auch noch sehr, sehr viel schlimmer können.

Aber ich weiss, wie viele Tage ich nur noch restlos am Ende heulend verbracht habe und wie oft ich selbst darüber nachgedacht habe, ob und wie zur Hölle ich das schaffen soll.

Also nie, nie, nie in meinem Leben kann ich je wieder so arrogant sein, jemandem vorzuhalten, dass er / sie nicht glaubt, das zu schaffen.

Aber gut, dass Du nicht über Fremde urteilst und ich die Böse bin, was?

Wenn
Du denkst das ich das so gemeint habe wie du schreibst tut es mir leid dann kam es falsch rüber. Ich Urteile über niemanden vllt habe ich mich falsch ausgedrückt. Mich nervt es wenn andere über völlig fremde Urteilen und ich finde das niemand recht dazu hat. Und das was du schreibst über deinen Sohn geht mir echt nah. Und genau das meinte ich mit den Kindern die durch einen Unfall oder wie in eurem Fall durch eine Krankheit eine Behinderung bekommen. Kein fremder auf der Straße weiß über den Grund Bescheid aber trotzdem gibt es einige die darüber urteilen und das finde ich falsch.
Das mit den Gedanken meinte ich so, die Eltern mit einem behinderten Kind sollten sich keine Gedanken um die die darüber urteilen machen aber die Leute die darüber urteilen sollten auch Gedanken um ihr eigenes verhalten machen.
Wenn ich jemandem mit meiner Nachricht zu nah getreten bin oder sich jemand angegriffen fühlt tut es mir leid. Ich wollte lediglich meine Meinung äußern ohne jemandem zu verurteilen und ich akzeptiere die Meinung anderer.

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20. Juli 2016 um 20:48
In Antwort auf mundm900

Wenn
Du denkst das ich das so gemeint habe wie du schreibst tut es mir leid dann kam es falsch rüber. Ich Urteile über niemanden vllt habe ich mich falsch ausgedrückt. Mich nervt es wenn andere über völlig fremde Urteilen und ich finde das niemand recht dazu hat. Und das was du schreibst über deinen Sohn geht mir echt nah. Und genau das meinte ich mit den Kindern die durch einen Unfall oder wie in eurem Fall durch eine Krankheit eine Behinderung bekommen. Kein fremder auf der Straße weiß über den Grund Bescheid aber trotzdem gibt es einige die darüber urteilen und das finde ich falsch.
Das mit den Gedanken meinte ich so, die Eltern mit einem behinderten Kind sollten sich keine Gedanken um die die darüber urteilen machen aber die Leute die darüber urteilen sollten auch Gedanken um ihr eigenes verhalten machen.
Wenn ich jemandem mit meiner Nachricht zu nah getreten bin oder sich jemand angegriffen fühlt tut es mir leid. Ich wollte lediglich meine Meinung äußern ohne jemandem zu verurteilen und ich akzeptiere die Meinung anderer.

Tja...
wie soll es denn Deiner Meinung nach "rüber kommen", wenn Du *mir* antwortest und "URTEILT doch nicht über andere Menschen....IHR könnt doch froh sein das IHR diese Kinder töten und in den Müll schmeißen könnt nur weil IHR Angst vor der Meinung anderer habt ..." usw. - also rein grammatikalisch schliesst das "IHR" mich da ganz zweifelsfrei ein, wenn Du auf mich antwortest ^^

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