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Trennungsschmerz

4. Januar um 11:48 Letzte Antwort: 4. Januar um 23:46

Hallo ihr Lieben,
Ich habe gerade absolut das Bedürfnis hier rein zu schreiben.

Ich habe mich gestern von meinem Freund getrennt. Mir geht es natürlich schlechte und mein Unterbewusstsein will krampfhaft an die vielen schönen Momente denken die wir zusammen hatten.

Wir waren knapp 1,5 jahre zusammen und es war der Mann mit dem ich lachen konnte, der meinen verrückten Humor geteilt hat und mit dem das Leben einfach wunderbar war (wenn er Zeit hatte) . Ich bezweifle nicht dass er mich geliebt hat. Ich weiss das ich ihm sehr wichtig bin/war.

Die Betonung liegt darauf WENN ER ZEIT HATTE. Er war ein extrem beschäftigter Mensch. Ich habe ihn als Studenten kennen gelernt und ich wusste von anfang an dass es die typischen Klausurenphasen gibt in denen er wochen lang wenig Zeit hat. Meiner Meinung nach ist die Uni und das lernen sehr wichtig und sollte durch eine Beziehung nicht zu kurz kommen.

Jedoch hatte er in den letzten 6 Monaten FAST DURCHGEHEND neben der Uni andauernd private Verpflichtungen seinen Eltern gegenüber. Die Familie hat ein Haus gebaut und er war ca 2 Monate jeden Tag auf der Baustelle. Als die dann endlich eingezogen waren war es noch lange nicht fertig. Er musste weiterhin immer helfen. Egal ob Samstag oder Sonntag. Die Eltern haben oft immer kurzfristig seine Hilfe angefordert. Ich habe mich nach ihm gesehnt, aber habe zurück gesteckt und viel alleine gemacht. Die Eltern wollten (bis heute) ca 1-2 mal die Woche etwas von ihm. Hinzu kommt dass die Eltern einen eigenen Betrieb besitzen der Freitag und Samstag Abend offen hat und nach Reservierung. Dh er wurde auch dort immer wieder eingespannt. Er war sportbegeistert und trainierte oft in seiner freien Zeit in seinem Fitnessraum. Natürlich hatte er Freunde und traf sich ab und zu mit ihnen. Jedoch konnte er mit seinen knapp 24 Jahren nicht selbst ueber sein Leben bestimmen. Die Eltern waren die Chefs und sagten was er zu machen habe. Er machte es (so gut wie) immer. Wie haben oft drüber geredet und ich sagte ihm dass mich die wenige gemeinsame Zeit belastet und dass ich sehr gerne gemeinsame Zeit verbringen möchte.

Auch wenn er bei mir oder ich bei ihm war störten sehr oft seine Eltern. Wir waren erst ca 11 Monate zusammen als das alles anfieg. Für mich ist das noch keine Zeit und gerade in der ersten Zeit möchte man doch Zeit miteinander verbringen oder?? Er wohnte nur 2 orte weiter.Er sagte mir schon öfters dass er nicht weiss ob und wann es besser wird. Und ob es vllt noch schlimmer wird mit dem helfen. Er machte es teilweise auch gerne und fande es bei weitem nicht so belastend wie ich, da ich einfach mehr sehensucht nach ihm hatte.
Der Auslöser war eigentlich eine lapalie, die jedoch einfach iwie das fass zum überlaufen gebracht hat.

Er hatt dieses Wochenende bis Donnerstag sturmfrei. Ich habe mich gefreut dass wir das Wochenende zusammen verbringen können, da wir uns in der letzten zeit nicht soo viel gesehen haben meiner meinung nach (er sagte für ihn war es nicht zu wenig).

Er musste jedoch wieder den ganzen Samstag 16-23 und den Sonntag 14-18 uhr arbeiten. Ich konnte einfach nicht verstehen warum er wieder zugesagt hat. Seine Eltern meinen es geht nicht anders und er muss es machen weil keiner sonst kann. Sein opa wäre am Samstag eingesprungen aber nur weil ich wieder gemeckert habe. Er hätte gerne selbst gearbeitet und wollte es seinem Opa nicht zumuten. Sonntag nach dem arbeiten trifft er sich mit einem Kumpel. Ich habe mich wieder so furchtbar alleine gelassen von ihm gefühlt dass es einfach irgendwie einen schalter von mir umgelegt hat.

Ich habe einen job, freunde, hobbies und kann mich mit mir selbst beschäftigen. Jedoch geht das nicht wochen und Monatelang wenn ich in einer beziehung bin. Ich möchte zeit mit der person verbringen (nicht jeden tag, aber schon öfters) gerade die Wochenenden waren mir wichtig und sie waren sehr schlimm fuer mich wenn ich ohne ihn war. Wir haben uns zwar schon gesehen aber oft musste ich nach dem Frühstücken gehen weil er wieder Erledigungen machen musste.bzw er hatte fast jeden tag etwas vor. Von Montag bis Sonntag. Das hat mich alles irgendwie zerstört.

Das Problem ist dass mein Herz an ihm hängt und ich mit keinem Mann so sehr lachen konnte wie mit ihm. Wir hatten auch die selben (Zukunfts) Ansichten. Das grosse Problem war nur dass er von daheim überhaupt nicht abgenabelt war und er sich dauernd zwischen seinen Eltern und mit entscheiden musste. Die Eltern haben immer nur ihre Seite gesehen, ich habe viel zurück gesteckt aber ich habe ihm auch oft gesagt dass es mir dabei nicht gut geht und ich auf dauer so nicht weiter machen kann. Mir geht es sehr schlecht. Habt ihr ähnliche Erfahrungen gesammelt? 

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4. Januar um 16:48

also auf jeden Fall:  die Trennung war richtig!

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4. Januar um 19:09
In Antwort auf carina2019

also auf jeden Fall:  die Trennung war richtig!

Danke das tut gut zu hören!! 

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4. Januar um 23:46

Wenn es nur vorübergehend gewesen wäre, dann hätte man warten können. Aber wenn er schon sagt, dass er nicht weiß, ob es besser wird sondern eher schlechter, dann hast du die richtige Entscheidung getroffen.

Wie hat er denn reagiert? Meine Vermutung ist, dass er es akzeptiert hat, oder?

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