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Trennungsängste, generell

1. April 2006 um 20:17

wer kennt sie?
und vor allem was macht ihr dagegen?

sie machen mich noch wahnsinnig, immer dasselbe Muster.Ich verliebe mich nicht oft, aber wenn, dann heftig.Dass Beziehungen sich mit der Zeit verändern, ist mir schon klar, aber je mehr ich mich auf meinen Partner einlasse, desto häufiger bekomme ich bei den kleinsten Dissonanzen oder wenn er sich mal zurückziehen will, direkt Panikattacken. Ich bin dann nicht mehr "ich selbst", hab ich das Gefühl und fange an,Verhaltensstrategien zu entwickeln, um bloss keinen Fehler zu machen, der die Freundschaft gefährden könnte. Das macht mich unfrei mir selbst und meinem Freund gegenüber.Ich habe schon alles versucht, diesen Schwachsinn abzustellen.
Letztendlich läuft es darauf hinaus, dass sich die selbsterfüllende Prophezeiung einstellt.Wer will dann schon mit einem verängstigtem Hascherl zusammensein, was anfangs eine lebendige,selbstbewusste Frau war?

Bin um jeden wertvollen Tip dankbar





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3. April 2006 um 8:16

Ich habe Dir eine private Nachricht geschrieben....
liebe Grüße

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3. April 2006 um 9:25

Lösung?
Danke muddel für Deine aufbauenden Worte.

Weisst Du, das Komische ist, dass ich ansonsten überhaupt kein Klammeraffe bin.
Die Männer lernen mich als selbstbewusste,humorvolle Frau kennen, die mitten im leben steht , und sind allesamt von mir als Person begeistert.Die Wesensveränderung findet schleichend statt und hinterher kenne ich mich nicht mehr wieder, da ich nur noch ein Schatten meiner Selbst bin.Obwohl ich mich mit dieser Thematik schon auseinandergesetzt habe, selbst Therapien hinter mir habe,wirklich verändert hat sich an meinem Muster nichts.Ich habe auf diese Art und Weise alle Beziehungen,nebst meiner Ehe in den Sand gesetzt.Alle Männer haben sich von mir getrennt und hinterher habe ich furchtbar gelitten.Angst esssen Seele auf. Meldet er sich z.b. nicht,befürchte ich das Schlimmste, kann mich auf nichts anderes mehr konzentrieren,grübel und grübel nach. Mir ist dann kotzeübel, bin total blockiert, hypernervös und zittrig in meiner stimme, wenn ich mit ihm rede und falls ich dann mit meinem jeweiligen Partner, die allesamt keine holzköppe sind,nur ansatzweise über meine
Ängste gesprochen habe, hör ich ein Seufzen und Stöhnen. Sie sind dann genervt und fühlen sich wohlmöglich von mir eingeengt, was ich auch verstehen kann, weil ich das selber nicht mag, nur ändern.....kann ich daran nichts.Die andere Variante ist die, dass ich mir nichts anmerken lasse, weils mir selber höchst unangenehm ist, aber intuitiv spürt mein Gegenüber meine Unsicherheit... Mich macht das Ganze nur noch rammdösig, ich will endlich einen Break, sonst setze ich meine jetzige Beziehung auch wieder in den Sand...

nur das Wie............ das weiss ich nicht

nachdenkliche und verzweifelte Grüsse

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3. April 2006 um 10:40

Oh ja...
... ich kenne sie zur Genüge, nur... in meinem Fall, bin ich nach einjährigem ganz bewusst gewähltem Singledsein drauf gekommen, dass ich nie und nimmer eine erfüllte Beziehung führen kann, wenn mir die notwendige Authentizität fehlt, soll heißen... ich war wie du auch immer die selbstbewusste Strahlefrau, die nichts unterkriegen konnte.

War ich auch immer, so lange keine Gefühle mitspielten. Da gings dann auch mit dem Selbstbewusstsein bergab.

Nun gut, in dem einen Jahr hab ich mich nur auf mich selbst konzentriert, bin möglichen Beziehungen aus dem Weg gegangen und vor allem dann, wenn mich der Mann fasziniert hat und ich schon von vornherein wusste, dass er zu meinem Muster passte.

So, und dann hab ich IHN kennen gelernt. Er fällt schon einmal optisch komplett aus dem Schema.

Angefangen hat trotzdem alles nach alter Manier und der erste Eklat lies nicht lange auf sich warten.
Er meldete sich einen ganzen Tag nicht... meine äußerst wütenden Äußerungen liesen ihn zu dem Schluß kommen, dass ich vorher schieße und dann frage, womit er mein Wesen sofort erfasst hatte... .

Was folgte waren Gespräche und ein Aufmachen meinerseits, das ich bisher nicht für möglich gehalten habe, da ich immer dachte, dass ich dann viel weniger wert wäre, da mein Wesen ja nicht entsprechen würde.

Mein Singlejahr hat meinem Selbstbewusstsein sehr gut getan. Ich hab in diesem Jahr viel gehört und viel erlebt und bin der Meinung, dass man sowieso nichts erzwingen kann.
Es gibt gewisse Prinzipien, die für mich wichtig sind, aber die können in einer Beziehung nur erfüllt werden, wenn man sie auch dem anderen Gegenüber vertreten kann, und wenn du deinem Partner deine Ängste mitteilst, dann hat er dich so wichtig zu nehmen, dass du sie verlierst und nicht noch mehr verstärkst.

Bei mir funktionierts mit meinem neuen Partner sehr gut, da er mich immer wieder bestärkt, trotzdem bin ich vor "Rückfällen" nicht gefeit.

Gestern hat er mich zB nicht gleich nach der Arbeit angerufen, obwohl er es mir versprochen hat. Ich hab ihm trotzdem eine sehr nette SMS geschrieben und er meldete sich eine halbe Stunde später... er konnte auch nicht vorher, da er noch mitten in einer Besprechung war.

Ich denke mir, dass unsere Beziehung auch nur funktionieren kann, wenn ich das Gefühl habe, dass ich mit all meinen Ängsten und Zweifeln kommen "könnte".

Ich weiß natürlich, dass ich ihn nicht zuschütten darf und setz mir selbst ganz bewusst Aufgaben, die mich diesbezüglich fordern, wie zB bei einem Streitgespräch nicht die "Starke" zu makieren, oder ihm seine Freiheiten zu lassen, auch ihn in seinen Ideen und Gedanken zu bestärken, obwohl ich mich frage wo ich dabei meinen Platz habe.

Das erste Mal in meinem Leben hab ich auch ein sehr gutes Gefühl, aber ich denke, dass ich das nur deshalb habe, da ich ganz genau weiß, dass mein Glück nicht von einer Beziehung abhängig ist.

LG
Elbe

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3. April 2006 um 11:18

Ich kenn das Problem nur zu gut
Ich bin 18 und habe jetzt grad meine 2 längere Beziehung am laufen, nach der 1 beziehung die 2j hielt bez insg.3 habe ich starke verlustängste bekommen, habe auch kaum bez wenig Freunde. und in der zeit wo ich immer wieder getrennt war von meinem ex suchte ich bestätigungen und hatte insesamt 5 affären die nie länger als 2-4w hielten. hatte auch bis heut angst nie wen lieben zu können wieder, aber ich bin doch happy seit 8m wieder wen lieben zu können. aber diese angst kenn ich, oft dachte ich auch in den single zeiten mal einfach ne zeit solo zu bleiben,aber angst hatte ich was zu verpassen

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3. April 2006 um 18:33
In Antwort auf dixie_12329643

Oh ja...
... ich kenne sie zur Genüge, nur... in meinem Fall, bin ich nach einjährigem ganz bewusst gewähltem Singledsein drauf gekommen, dass ich nie und nimmer eine erfüllte Beziehung führen kann, wenn mir die notwendige Authentizität fehlt, soll heißen... ich war wie du auch immer die selbstbewusste Strahlefrau, die nichts unterkriegen konnte.

War ich auch immer, so lange keine Gefühle mitspielten. Da gings dann auch mit dem Selbstbewusstsein bergab.

Nun gut, in dem einen Jahr hab ich mich nur auf mich selbst konzentriert, bin möglichen Beziehungen aus dem Weg gegangen und vor allem dann, wenn mich der Mann fasziniert hat und ich schon von vornherein wusste, dass er zu meinem Muster passte.

So, und dann hab ich IHN kennen gelernt. Er fällt schon einmal optisch komplett aus dem Schema.

Angefangen hat trotzdem alles nach alter Manier und der erste Eklat lies nicht lange auf sich warten.
Er meldete sich einen ganzen Tag nicht... meine äußerst wütenden Äußerungen liesen ihn zu dem Schluß kommen, dass ich vorher schieße und dann frage, womit er mein Wesen sofort erfasst hatte... .

Was folgte waren Gespräche und ein Aufmachen meinerseits, das ich bisher nicht für möglich gehalten habe, da ich immer dachte, dass ich dann viel weniger wert wäre, da mein Wesen ja nicht entsprechen würde.

Mein Singlejahr hat meinem Selbstbewusstsein sehr gut getan. Ich hab in diesem Jahr viel gehört und viel erlebt und bin der Meinung, dass man sowieso nichts erzwingen kann.
Es gibt gewisse Prinzipien, die für mich wichtig sind, aber die können in einer Beziehung nur erfüllt werden, wenn man sie auch dem anderen Gegenüber vertreten kann, und wenn du deinem Partner deine Ängste mitteilst, dann hat er dich so wichtig zu nehmen, dass du sie verlierst und nicht noch mehr verstärkst.

Bei mir funktionierts mit meinem neuen Partner sehr gut, da er mich immer wieder bestärkt, trotzdem bin ich vor "Rückfällen" nicht gefeit.

Gestern hat er mich zB nicht gleich nach der Arbeit angerufen, obwohl er es mir versprochen hat. Ich hab ihm trotzdem eine sehr nette SMS geschrieben und er meldete sich eine halbe Stunde später... er konnte auch nicht vorher, da er noch mitten in einer Besprechung war.

Ich denke mir, dass unsere Beziehung auch nur funktionieren kann, wenn ich das Gefühl habe, dass ich mit all meinen Ängsten und Zweifeln kommen "könnte".

Ich weiß natürlich, dass ich ihn nicht zuschütten darf und setz mir selbst ganz bewusst Aufgaben, die mich diesbezüglich fordern, wie zB bei einem Streitgespräch nicht die "Starke" zu makieren, oder ihm seine Freiheiten zu lassen, auch ihn in seinen Ideen und Gedanken zu bestärken, obwohl ich mich frage wo ich dabei meinen Platz habe.

Das erste Mal in meinem Leben hab ich auch ein sehr gutes Gefühl, aber ich denke, dass ich das nur deshalb habe, da ich ganz genau weiß, dass mein Glück nicht von einer Beziehung abhängig ist.

LG
Elbe

Glück
hi Elbe,
zunächst einmal danke für Deine mitfühlenden Worte.
Ich muss Dir beipflichten, wenn Du sagst,dass man sein Glück nicht von einem Partner abhängig machen kann. Das ist ein ganz zentraler Satz, aber auch gleichzeitig bei mir der "Casus Knactus". Ich war noch nie der Typ Mensch, der sich von einer Beziehung in die nächste gestürzt hat und mich auf lauwarme Gefühle aus Gründen des NICHT-ALLEIN-SEIN-KÖNNENS eingelassen habe.Auch ich habe längere Phasen des Singledaseins hinter mir, die ich so ganz bewusst gewählt habe, ohne Verbitterung und Argwohn.Ich bin gelassen, wenn ich alleine bin und suche auch nicht verkrampft irgendeine Möglichkeit, jemanden kennenzulernen. Meine bisherigen Partner wurden mir sozusagen vom Schicksal(ohne jetzt esoterisch zu werden)zugefügt, sprich zufällig.Soweit so gut.Schlimm wird es für mich erst dann, wenn Gefühle eine Rolle spielen, wie du so schön sagtest.Im Gegensatz zu Dir gehe ich NICHT in die Offensive, sondern verhalte mich zunehmend passiv,was meine Bedürfnisse angeht.Vielleicht habe ich sowas wie ein Rettersyndrom, mag sein.Mir wird es dann immer wichtiger , die Bedürfnisse des Anderen zu befriedigen und meine bleiben auf der Strecke. Ich mache das, weil mir die pure Angst im Nacken hängt, mein Partner könnte ansonsten mit Liebesentzug, schlimmstenfalls mit Trennung drohen. Ich weiss, das klingt total bekloppt, aber das ist ein Automatismus, den ich bisher nie stoppen konnte.Kognitiv weiss ich das Alles, aber gefühlsmässig umsetzen.....kann ichs nicht.DAS ist genau das , was mich so kirre macht.Ich wünsche Dir viel Glück mit Deiner Freundschaft

Schubbeldiwupp, die kein Hascherl mehr sein möchte

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4. April 2006 um 9:06
In Antwort auf schwubbeldiwupp

Glück
hi Elbe,
zunächst einmal danke für Deine mitfühlenden Worte.
Ich muss Dir beipflichten, wenn Du sagst,dass man sein Glück nicht von einem Partner abhängig machen kann. Das ist ein ganz zentraler Satz, aber auch gleichzeitig bei mir der "Casus Knactus". Ich war noch nie der Typ Mensch, der sich von einer Beziehung in die nächste gestürzt hat und mich auf lauwarme Gefühle aus Gründen des NICHT-ALLEIN-SEIN-KÖNNENS eingelassen habe.Auch ich habe längere Phasen des Singledaseins hinter mir, die ich so ganz bewusst gewählt habe, ohne Verbitterung und Argwohn.Ich bin gelassen, wenn ich alleine bin und suche auch nicht verkrampft irgendeine Möglichkeit, jemanden kennenzulernen. Meine bisherigen Partner wurden mir sozusagen vom Schicksal(ohne jetzt esoterisch zu werden)zugefügt, sprich zufällig.Soweit so gut.Schlimm wird es für mich erst dann, wenn Gefühle eine Rolle spielen, wie du so schön sagtest.Im Gegensatz zu Dir gehe ich NICHT in die Offensive, sondern verhalte mich zunehmend passiv,was meine Bedürfnisse angeht.Vielleicht habe ich sowas wie ein Rettersyndrom, mag sein.Mir wird es dann immer wichtiger , die Bedürfnisse des Anderen zu befriedigen und meine bleiben auf der Strecke. Ich mache das, weil mir die pure Angst im Nacken hängt, mein Partner könnte ansonsten mit Liebesentzug, schlimmstenfalls mit Trennung drohen. Ich weiss, das klingt total bekloppt, aber das ist ein Automatismus, den ich bisher nie stoppen konnte.Kognitiv weiss ich das Alles, aber gefühlsmässig umsetzen.....kann ichs nicht.DAS ist genau das , was mich so kirre macht.Ich wünsche Dir viel Glück mit Deiner Freundschaft

Schubbeldiwupp, die kein Hascherl mehr sein möchte

Bedürfnisse zeigen = Hascherl?
Hallo du,

so wie ich das lese, machst du zwar dein (Lebens-)Glück nicht abhängig von Beziehungen, aber wenn du in einer bist, dann scheint trotzdem alles vom Gutdünken deines Partners abhängig zu sein.

Für mich heißt das, dass du dein Ego komplett zurück stellst und dich über den Partner definierst... warum?

Es geht allen intelligenten Menschen so, dass sie vom Verstand her ihr Wesen erfassen können, nur Gefühle sind halt weniger berechenbar...

Hast du schon einmal versucht ganz bewusst dagegen zu steuern?
Ich denke, dass in dem Fall das Tun besser wäre, als das Darüber reden.
Und an deinem Selbstbild würd ich auch einmal arbeiten... außerdem bin ich auch hin und wieder ein Hascherl, ein bisserl blöd, ziemlich blöd, deppert etc.... und ?

LG
Elbe

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4. April 2006 um 10:20
In Antwort auf schwubbeldiwupp

Lösung?
Danke muddel für Deine aufbauenden Worte.

Weisst Du, das Komische ist, dass ich ansonsten überhaupt kein Klammeraffe bin.
Die Männer lernen mich als selbstbewusste,humorvolle Frau kennen, die mitten im leben steht , und sind allesamt von mir als Person begeistert.Die Wesensveränderung findet schleichend statt und hinterher kenne ich mich nicht mehr wieder, da ich nur noch ein Schatten meiner Selbst bin.Obwohl ich mich mit dieser Thematik schon auseinandergesetzt habe, selbst Therapien hinter mir habe,wirklich verändert hat sich an meinem Muster nichts.Ich habe auf diese Art und Weise alle Beziehungen,nebst meiner Ehe in den Sand gesetzt.Alle Männer haben sich von mir getrennt und hinterher habe ich furchtbar gelitten.Angst esssen Seele auf. Meldet er sich z.b. nicht,befürchte ich das Schlimmste, kann mich auf nichts anderes mehr konzentrieren,grübel und grübel nach. Mir ist dann kotzeübel, bin total blockiert, hypernervös und zittrig in meiner stimme, wenn ich mit ihm rede und falls ich dann mit meinem jeweiligen Partner, die allesamt keine holzköppe sind,nur ansatzweise über meine
Ängste gesprochen habe, hör ich ein Seufzen und Stöhnen. Sie sind dann genervt und fühlen sich wohlmöglich von mir eingeengt, was ich auch verstehen kann, weil ich das selber nicht mag, nur ändern.....kann ich daran nichts.Die andere Variante ist die, dass ich mir nichts anmerken lasse, weils mir selber höchst unangenehm ist, aber intuitiv spürt mein Gegenüber meine Unsicherheit... Mich macht das Ganze nur noch rammdösig, ich will endlich einen Break, sonst setze ich meine jetzige Beziehung auch wieder in den Sand...

nur das Wie............ das weiss ich nicht

nachdenkliche und verzweifelte Grüsse

Hallo Schwubbeldiwupp

Klar ist es wichtig, dass man einem Partner solche Ängste mitteilen kann (wie hier merhmals geschrieben wurde). Vielleicht sträubst du dich ja auch ein wenig dagegen, weil die Ängste gar nichts mit den Partner zu tun haben sondern lediglich mit dir? Weil du eben weißt, dass sie letztlich *Schwachsinn* beziehungsweise ein *Automatismus* und *Muster* (wie du sie nennest) sind? Ich meine, es wäre gut, die Ängste zu formulieren, doch ein Partner kann dir zwar Vertrauen vermitteln, aber die Ängste kann er dir eben wohl nicht wirklich nehmen, damit muss man selber umgehen.

Ich nehme mal an, es geht auch nicht darum, dass du daran denkst, was schief gehen könnte, sondern dass diese Ängste einfach aufkommen. Du schreibst ja, dass Therapien nichts geholfen haben. Meinst du damit, dass du den Grund oder die Gründe für diese Ängste kennst aber trotzdem nichts dagegen tun kannst? Die Fragen, weil ich das nicht so ganz verstanden habe. Das ist ja des öftern des Problem bei Therapien, man weiss dann, warum man so tickt, aber leider tickt man weiter so, weil der Kopf es zwar weiss, die Emotionen aber eben kopf-los sind.

LG


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4. April 2006 um 15:54

Hmm...
Ähnliche Situation hier (bloss bin ich m.).
Ich glaube das Problem ist, dass wir anfangs total locker und selbstbewusst mit dem neuen Partner umgehen koennen, da zu Beginn alles noch ein "Spiel" ist und man nichts zu verlieren hat. Mit der Zeit stellt sich aber heraus, dass wir gut zueinander passen und es echt ne tolle Sache ist und plötzlich haben wir ganz viel zu verlieren. Also geben wir uns Mühe um ja nichts falsch zu machen, weil es ja so toll ist.
Wahrscheinlich steigern wir uns immer mehr da rein, verbiegen uns für den Partner um dieses tolle Bild von uns aufrechtzuerhalten, umso größer wird die Angst, dass herauskommen koennte dass wir gar nicht so toll sind. Teufelskreislauf.
Ich probiere i.M. es ueber das Prinzip Lebensfreude oder einfach Spaß hinzubekommen. D.h. ich probiere einfach Unsinn zu machen, die Dinge lockerer zu sehen, auch mal loszulassen und nicht alles unbedingt auszudiskutieren. Sondern auch mal einen schlechten Eindruck von mir "stehen" zu lassen.

Die Kunst ist es doch zurück zu diesem Spiel zu kommen...

Dazu gehört auch den Partner nicht ALLZU wichtig zu nehmen, bzw. ihn nicht auf ein Podest stellen und anbeten. Sondern auch was mit anderen machen, umso schoener ist es dann zum Partner zurückzukehren. Was mir auch auffaellt wenn ich mit anderen was mache und vergleiche wie schoen es mit meiner Partnerin doch ist und was wir tolles miteinander haben.

Mein Tipp: hinausgehen und ganz viele Eindrücke sammeln und diese Eindrücke als Impulse mit in die Beziehung hineinbringen. Denn das war es doch auch was so faszinierend am Anfang war: mit dem anderen die tausend Ideen teilen die einem so im Kopf herumschwirren. Wenn man in der Beziehung ist, trägt man nicht mehr so viel hinein. Der Wer ist also das Ziel (mal wieder). Dieser Weg des hereintragens von Impulsen und spielerischen Ideen, die unerträgliche Leichtigkeit des Sein...

Conclusion: Have fun!

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5. April 2006 um 1:57
In Antwort auf caius_12165311

Hmm...
Ähnliche Situation hier (bloss bin ich m.).
Ich glaube das Problem ist, dass wir anfangs total locker und selbstbewusst mit dem neuen Partner umgehen koennen, da zu Beginn alles noch ein "Spiel" ist und man nichts zu verlieren hat. Mit der Zeit stellt sich aber heraus, dass wir gut zueinander passen und es echt ne tolle Sache ist und plötzlich haben wir ganz viel zu verlieren. Also geben wir uns Mühe um ja nichts falsch zu machen, weil es ja so toll ist.
Wahrscheinlich steigern wir uns immer mehr da rein, verbiegen uns für den Partner um dieses tolle Bild von uns aufrechtzuerhalten, umso größer wird die Angst, dass herauskommen koennte dass wir gar nicht so toll sind. Teufelskreislauf.
Ich probiere i.M. es ueber das Prinzip Lebensfreude oder einfach Spaß hinzubekommen. D.h. ich probiere einfach Unsinn zu machen, die Dinge lockerer zu sehen, auch mal loszulassen und nicht alles unbedingt auszudiskutieren. Sondern auch mal einen schlechten Eindruck von mir "stehen" zu lassen.

Die Kunst ist es doch zurück zu diesem Spiel zu kommen...

Dazu gehört auch den Partner nicht ALLZU wichtig zu nehmen, bzw. ihn nicht auf ein Podest stellen und anbeten. Sondern auch was mit anderen machen, umso schoener ist es dann zum Partner zurückzukehren. Was mir auch auffaellt wenn ich mit anderen was mache und vergleiche wie schoen es mit meiner Partnerin doch ist und was wir tolles miteinander haben.

Mein Tipp: hinausgehen und ganz viele Eindrücke sammeln und diese Eindrücke als Impulse mit in die Beziehung hineinbringen. Denn das war es doch auch was so faszinierend am Anfang war: mit dem anderen die tausend Ideen teilen die einem so im Kopf herumschwirren. Wenn man in der Beziehung ist, trägt man nicht mehr so viel hinein. Der Wer ist also das Ziel (mal wieder). Dieser Weg des hereintragens von Impulsen und spielerischen Ideen, die unerträgliche Leichtigkeit des Sein...

Conclusion: Have fun!

Lange Leine
hi magier,
du sprichst mir aus der Seele.
Aus Spiel wird ernst und dann ist sie futsch, die Leichtigkeit des Seins.Ich glaube, das hängt auch oftmals mit dem leidigen Thema, wieviel Nähe und wieviel Distanz kann jeder ertragen, zusammen.Ich reagiere allergisch auf Klammeräffchen und mir wird oftmals am Anfang meiner Beziehungen vorgeworfen, ich sei zuuuu freiheitsliebend, zu sehr nach aussen orientiert, bräuchte eine zuuu lange Leine und das kann ja nichts Gutes bedeuten. Dabei bin ich die Treue in Persona, wenn ich denn liebe. Es ist ein Fehler, sich verbiegen zu lassen, das weiss ich , aber im Laufe meiner Beziehungen habe ich dann immer mehr versucht, mich anzupassen,damit man(n) mir meine Liebe auch glaubt.Das ist dann mehr oder weniger ein "Wegkonzentrieren von der eigenen Person" mit einem gleichzeitigen "Hinfocussieren" auf meine Partner verbunden, die sich anfangs von mir regelmässig und allesamt vernachlässigt gefühlt haben.
Damit beginnt das ganze Übel, die Sache kippt. Ich bin dann im wahrsten Sinne des Wortes ausser mir und sehe nur noch den Anderen, dem ich ja beweisen muss, wie sehr ich ihn liebe.So ist es ganz extrem in meiner Ehe geschehen. Das Schlimme an der ganze Chose ist,dass bei jeder weiteren Enttäuschung das Selbstwertgefühl stark angekratzt wird, denn ich zumindestens suche die Fehler für das Scheitern mittlerweile grundsätzlich bei mir selbst, da alle Männer die Flucht ergriffen haben. Im Grunde genommen weiss ich das alles, nur gefühlsmässig.....umsetzen, kann ich das nicht.Da kann ich mir tausendmal gut zureden,die Dinge lockerer zu sehen, letztendlich passiert immer dasselbe...

L.G.
schwubbeldiwupp ( die wieder einmal ne schlaflose Nacht hat und sich die Rübe zermarrtert)

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5. April 2006 um 8:40
In Antwort auf rahat_12382376

Hallo Schwubbeldiwupp

Klar ist es wichtig, dass man einem Partner solche Ängste mitteilen kann (wie hier merhmals geschrieben wurde). Vielleicht sträubst du dich ja auch ein wenig dagegen, weil die Ängste gar nichts mit den Partner zu tun haben sondern lediglich mit dir? Weil du eben weißt, dass sie letztlich *Schwachsinn* beziehungsweise ein *Automatismus* und *Muster* (wie du sie nennest) sind? Ich meine, es wäre gut, die Ängste zu formulieren, doch ein Partner kann dir zwar Vertrauen vermitteln, aber die Ängste kann er dir eben wohl nicht wirklich nehmen, damit muss man selber umgehen.

Ich nehme mal an, es geht auch nicht darum, dass du daran denkst, was schief gehen könnte, sondern dass diese Ängste einfach aufkommen. Du schreibst ja, dass Therapien nichts geholfen haben. Meinst du damit, dass du den Grund oder die Gründe für diese Ängste kennst aber trotzdem nichts dagegen tun kannst? Die Fragen, weil ich das nicht so ganz verstanden habe. Das ist ja des öftern des Problem bei Therapien, man weiss dann, warum man so tickt, aber leider tickt man weiter so, weil der Kopf es zwar weiss, die Emotionen aber eben kopf-los sind.

LG


Steter Tropfen höhlt den Stein
hallo Wassertropfen,

du hast das gut beschrieben.JA,ich habe Probleme damit, meinen Partnern von den Ängsten zu erzählen, da das ja mein "Film"und nicht ihrer ist.Wie schon an anderer Stelle erwähnt, habe ich einige Versuche diesbezüglich gestartet, muss mich aber dabei so dermassen verkrampft verhalten haben,dass mein Gegenüber nur noch genervt reagiert hat. Aus diesem Grund versuche ich meistens damit alleine klarzukommen, aber besser wird die Situation dadurch nicht, im Gegenteil.Ich werde immer unsicherer und da ich keine gute Schauspielerin bin, merkt das auch ein Blinder mit Krückstock.Ich weiss nicht, ob das in der Natur der Dinge liegt, aber die Gegenreaktion ist meistens die, dass sie mehr oder weniger versuchen, meine Grenzen auszutesten.Ich merke dann immer mehr, wie der Respekt schwindet und so entsteht ein Berg mieser Gefühle, die aufzulösen,mir dann mit der Zeit immer unmöglicher erscheint.Mein Selbstwertgefühl sinkt dann unter Null, und ich kann sie sogar verstehen, dass sie mit so einer verkorksten Frau nicht mehr zusammen sein wollen.Nicht, dass ich mich zu anfangs verstellen würde, es ist, wie gesagt, ein schleichender Prozess.Weisst Du, wenn Dir immer und immer Dasselbe passiert, wird es immer schwieriger, gedanklich dagegenzusteuern. Ich wundere mich überhaupt,dass ich mich von Zeit zu Zeit traue, mich zu verlieben und es zuzulassen.Eigentlich bin ich gar nicht so kopflastig, wie man vielleicht vermuten könnte und eher ein sehr gefühlsbetonter Mensch, aber ich sehe hier meine letzte Chance, dem Fiasko eine Wende zu geben, denn wer will auf Dauer schon alleine bleiben. Masochistisch bin ich auch nicht, mir machen meine Schwächen absolut keinen Spass und darum bin ich für jeden Ansatzpunkt hier in diesem Forum dankbar. Was die Therapien angeht, so sind mir die frühkindlichen Auslöser durchaus bekannt, aber ich kann mein Wissen hierzu nicht umsetzen, weils sich um einen Automatismus handelt.

Danke für Deine Worte

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5. April 2006 um 14:12
In Antwort auf schwubbeldiwupp

Lange Leine
hi magier,
du sprichst mir aus der Seele.
Aus Spiel wird ernst und dann ist sie futsch, die Leichtigkeit des Seins.Ich glaube, das hängt auch oftmals mit dem leidigen Thema, wieviel Nähe und wieviel Distanz kann jeder ertragen, zusammen.Ich reagiere allergisch auf Klammeräffchen und mir wird oftmals am Anfang meiner Beziehungen vorgeworfen, ich sei zuuuu freiheitsliebend, zu sehr nach aussen orientiert, bräuchte eine zuuu lange Leine und das kann ja nichts Gutes bedeuten. Dabei bin ich die Treue in Persona, wenn ich denn liebe. Es ist ein Fehler, sich verbiegen zu lassen, das weiss ich , aber im Laufe meiner Beziehungen habe ich dann immer mehr versucht, mich anzupassen,damit man(n) mir meine Liebe auch glaubt.Das ist dann mehr oder weniger ein "Wegkonzentrieren von der eigenen Person" mit einem gleichzeitigen "Hinfocussieren" auf meine Partner verbunden, die sich anfangs von mir regelmässig und allesamt vernachlässigt gefühlt haben.
Damit beginnt das ganze Übel, die Sache kippt. Ich bin dann im wahrsten Sinne des Wortes ausser mir und sehe nur noch den Anderen, dem ich ja beweisen muss, wie sehr ich ihn liebe.So ist es ganz extrem in meiner Ehe geschehen. Das Schlimme an der ganze Chose ist,dass bei jeder weiteren Enttäuschung das Selbstwertgefühl stark angekratzt wird, denn ich zumindestens suche die Fehler für das Scheitern mittlerweile grundsätzlich bei mir selbst, da alle Männer die Flucht ergriffen haben. Im Grunde genommen weiss ich das alles, nur gefühlsmässig.....umsetzen, kann ich das nicht.Da kann ich mir tausendmal gut zureden,die Dinge lockerer zu sehen, letztendlich passiert immer dasselbe...

L.G.
schwubbeldiwupp ( die wieder einmal ne schlaflose Nacht hat und sich die Rübe zermarrtert)

Verhaltensstrategien
Zitat schwubbeldiwupp:
[...]bin dann nicht mehr "ich selbst", hab ich das Gefühl und fange an,Verhaltensstrategien zu entwickeln, um bloss keinen Fehler zu machen, der die Freundschaft gefährden könnte. Das macht mich unfrei mir selbst und meinem Freund gegenüber
[...]

Die Frage ist doch warum du diese Strategien anwendest. Evtl. koennte ein ein Teil von dir früher mal "erlernt" haben so und nicht anders zu reagieren. Sagt dir das Konzept des "Inneren Kindes" etwas? Google mal danach.
Es zeigt auf, dass Menschen aufgrund von früheren - meist aus der Kindheit - zugefügten emotionalen Verletzungen Strategien entwickelt haben um irgendwie damit umgehen zu können. Evtl. kannst du das auflösen, falls es ein Thema bei dir sein sollte.

Sollte das ganze nicht so tief zurückliegen, rate ich dir dich bewusst anders zu verhalten, wenn du um dein Problem weisst. D.h. am Anfang ruhig mehr auf deinen Partner zugehen, diesen Level aber konstant halten, also bewusst und aktiv gestalten und sich auch auf andere konzentrieren und deine Freizeit positiv alleine gestalten. Eine Möglichkeit koennte sein bestimmte Wochentage zu verplanen mit Partner- und halt Allein/Andere-Menschen-Zeit?

Gruß,
M.

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5. April 2006 um 18:07

Hallo Schwubbeldidupp
Du hast weiter unten erwähnt, daß du schon Therapien hinter Dir hast. Haben diese Therapien etwas mit dem Thema zu tun oder nicht?

Du hast sicher schon einmal davon gehört, daß man/frau sich unbewußt den Partner nach bestimmten Kriterien aussucht.

Wie sind denn Deine Partner? Ehrer verständnis- und liebevoll oder mehr der egoistische Typ?


LG, Pennywise

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5. April 2006 um 18:28
In Antwort auf belda_12670253

Hallo Schwubbeldidupp
Du hast weiter unten erwähnt, daß du schon Therapien hinter Dir hast. Haben diese Therapien etwas mit dem Thema zu tun oder nicht?

Du hast sicher schon einmal davon gehört, daß man/frau sich unbewußt den Partner nach bestimmten Kriterien aussucht.

Wie sind denn Deine Partner? Ehrer verständnis- und liebevoll oder mehr der egoistische Typ?


LG, Pennywise

Keine
hi Pennywise,

meine Partner? ganz unterschiedlich würde ich sagen, sowohl rein äusserlich als auch charakterlich.Da gibt und gab es keine Kriterien, nach denen ich sie mir bewusst oder unbewusst ausgesucht hätte.Womit ich meiner Meinung nach noch mehr das Gefühl habe,dass es letztendlich ausschliesslich an mir liegt.Eben, weil sie ja gerade so unterschiedlich waren und dennoch zum Schluss Dasselbe gemacht haben.....mich verlassen

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9. April 2006 um 18:58
In Antwort auf schwubbeldiwupp

Keine
hi Pennywise,

meine Partner? ganz unterschiedlich würde ich sagen, sowohl rein äusserlich als auch charakterlich.Da gibt und gab es keine Kriterien, nach denen ich sie mir bewusst oder unbewusst ausgesucht hätte.Womit ich meiner Meinung nach noch mehr das Gefühl habe,dass es letztendlich ausschliesslich an mir liegt.Eben, weil sie ja gerade so unterschiedlich waren und dennoch zum Schluss Dasselbe gemacht haben.....mich verlassen

Kannst Du mir mal
ne Beschreibung liefern?

Aus welchem Grund haben sie sich getrennt?

Wie ist es mit Deinem aktuellen Partner? Ist er eher sehr lieb zu Dir oder habt ihr viel Streit?

Es liegt nicht immer nur an einer Person, wenn eine Beziehung zerbricht. Kann Dir ein gutes Buch empfehlen: Theo Schoenacker - Die kreative Beziehung

LG, pennywise

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