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Trennung wegen Ehevertrag!?

4. Juni um 8:25
In Antwort auf antitoxin1

"Die Zugewinnregelung finde ich hingegen fair und gerechtfertigt"

wenn partner A mehrere 100T euro im jahr verdient und B nur 30T monatlich aber am ende das erwirtschaftete zur hälfte geteilt wird. wie kann es fair sein und womit ist es gerechtfertigt?

Ich frage mich immer, was bringt es mir mehr Geld zu besitzen, als mein Partner, wenn ich es gar nicht gemeinsam mit ihm genießen kann. Ich würde es furchtbar finden ihm "Taschengeld" zu zahlen, damit wir annähernd denselben Lebensstil leben können oder wenn ich ihn aus diesem Grund ständig zu Unternehmungen, Urlauben und Restaurantbesuchen einladen würde. Ich finde das erniedrigend, nach dem Motto: "Sieh dir an, was du dir ohne mich alles niemals leisten könntest, nur durch mein gnädiges Taschengeld kannst du es." Dann lieber alles zusammenwerfen und gemeinsam wirtschaften. Jeder gibt was er kann und davon macht man sich dann gemeinsam ein schönes Leben. 
Man heiratet, um mit dem Partner sein Leben zu verbringen, beim Geld hört es dann aber wieder auf. Wenn man seinem Partner so wenig vertraut, dann sollte man vielleicht lieber doch nicht heiraten. Das gilt auch dann, wenn wie hier beide nur ans Geld denken. 

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2. Juni um 16:02
Beste Antwort
In Antwort auf user68552

Liebes Forum,

ich stehe vor einer schwierigen Situation: Wir wollen heiraten aber sie besteht darauf, ohne Ehevertrag zu heiraten, andernfalls will sie Schluss machen. Ich kann das nicht weil ich beruflich erheblich erfolgreicher als sie bin und obendrein auch Firmen habe. Außerdem sagt sie, dass es nur eine echte Familie sein kann, wenn sie auch über mein/unser Geld verfügen darf ohne mich zu fragen, da sie sich unterdrückt fühlt wenn ich die finanziellen Entscheidungen treffe z.B. welches Auto sie sich kaufen darf (wohlgemerkt von meinem Geld, wenn sie zuhause bleibt und auf die zukünftigen kinder aufpassst).
Würde ihr nachgeben und ohne Vertrag heiraten? 
Danke euch!

Meine Meinung (das Wort Meinung möchte ich vor diesen meinen Worten ganz groß geschrieben verstanden wissen): Auf keinen Fall nachgeben! Es ist doch offensichtlich, in welche Richtung es geht. 

Mir hat einmal ein Anwalt erzählt, dass Männer, wenn es in der Familie oder auf Seiten der Frau in den Augen ihrer Familie oder nach ihrem eigenen Ermessen schützenswerte Vermögenswerte gibt, wesentlich eher bereit sind, einen Ehevertrag zu unterzeichnen als Frauen im umgekehrten Fall. Der mit der Heirat verbundene Gedanke, einen Versorger gefunden zu haben, ist doch noch in einigen Frauen verankert. Wenn du nicht in Sorge leben möchtest, dass eine Scheidung dich teuer zu stehen kommst, wirst du es vorher sagen müssen. Man könnte ja auch im Umkehrschluss argumentieren, dass deine Frau dir zeigen soll, dass es ihr nicht ums Geld geht. Ich als Frau würde jeden Ehevertrag unterzeichnen, weil ich materiell von meinem Partner nichts brauche. Kinder aber sollten -und dürfen, wie ich vermute- durch rechtliche Zusatzregelungen keine Schlechterstellung erfahren.

Worauf ich aber achten würde: Eine Frau, die zu Hause bei den Kindern bleibt, auf eine eigene Karriere verzichtet (Wenn es denn ein Verzicht ist oder wollte sie nie arbeiten und sucht einen Mann, der ihr dies ermöglicht? Vor solchen Luxusgeschöpfen, die meinen, sie selbst seien das größte Geschenk an die Welt und dass ihnen doch jeder alles zahlen und ermöglichen muss, warne ich dich), könnte natürlich im Falle einer Scheidung schlecht finanzielle Einbußen erleben oder später gar von Altersarmut betroffen sein. Ich finde schon, dass man es als Alleinverdiener der Fau schuldig ist, dafür Sorge zu tragen, dass die Frau im Falle einer Scheidung doch eine gewisse Absicherung hat. Dies sollte in Vertragsklauseln Niederschlag finden. Ich meine aber kein Leben in Saus und Braus. Denn letztlich ist schon jeder für sich selbst verantwortlich und muss seinen Lebensunterhalt bestreiten. 

Ich kenne auch eine vermögende Familie mit mehreren Söhnen. Einer ist mittlerweile wieder geschieden. Er meinte, seine Frau wisse gar nicht im Detail, was er alles besitzt. Ich verstehe als Frau jeden Mann, der einen bestimmten Typ Frau nicht mehr heiraten will und möchte dich vor diesem Typ Frau auch ein bisschen warnen und empfinde es als kein gutes Zeichen, dass deine Zukünftige uneingeschränkten Zugriff auf dein Hab und Gut haben will. So ein Denken ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Von "bis, dass der Tod uns scheidet" darf man heute nicht mehr ausgehen. Des Weiteren ist es heute aufgrund der neuen Gesellschaftsordnung -meiner Meinung nach- nicht mehr einzusehen, dass Frauen das Geldverdienen den Männern überlassen. Wenn man die klassische Rollenverteilung leben möchte, ist das wunderbar. Aber Absicherung muss es dann für beide Seiten geben, nicht nur für die Frau. 

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4. Juni um 10:03
In Antwort auf user68552

Liebes Forum,

ich stehe vor einer schwierigen Situation: Wir wollen heiraten aber sie besteht darauf, ohne Ehevertrag zu heiraten, andernfalls will sie Schluss machen. Ich kann das nicht weil ich beruflich erheblich erfolgreicher als sie bin und obendrein auch Firmen habe. Außerdem sagt sie, dass es nur eine echte Familie sein kann, wenn sie auch über mein/unser Geld verfügen darf ohne mich zu fragen, da sie sich unterdrückt fühlt wenn ich die finanziellen Entscheidungen treffe z.B. welches Auto sie sich kaufen darf (wohlgemerkt von meinem Geld, wenn sie zuhause bleibt und auf die zukünftigen kinder aufpassst).
Würde ihr nachgeben und ohne Vertrag heiraten? 
Danke euch!

Kommt auf den Ehevertrag an, den du ihr angeboten hast. Ich würde auch niemals eine reine Gütertrennung unterschreiben und nach Scheidung ohne Rente und Einkünfte für die Zeit der Kinderbetreuung dastehen. Dass du deine Firmen da heraushalten möchtest, finde ich total nachvollziehbar, solange sie für etwaige Kinderbetreuung entschädigt wird und du ihr zugestehst, dass das erfolgt bis das letzte Kind zb 15 ist oder so, sodass sie nicht alleinerziehend mit Kleinkindern arbeiten gehen muss, dann finde ich einen Vertrag angebracht. Du riskierst ohne Vertrag, dass du sie für den erfolgten Zugewinn deines gesamten Vermögens, inkl Firmen auszahlen musst, was mit ein bisschen Pech im Verkauf von Firmen resultieren kann. Das ist nicht zumutbar.

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4. Juni um 13:19

Ich sehe ehrlich gesagt das problem eher darin, dass da gar kein verhandlungsspielraum ist. Pauschal etwas auszuschließen wäre für mich sowieso schon fatal. In einer Ehe bildet man sozusagen ja eine einheit. Wenn einer auf etwas besteht, bzw. ein Ultimatum stellt wäre das für mich ein dealbreaker. Man muss doch über alles reden können und entscheidungen gemeinsam treffen. Auch wenn es um einen Ehevertrag geht. Natürlich muss man als Unternehmer bzw. wenn man firmen hat dafür sorgen, dass diese gesichert sind. Da hängt ja ganz viel dran. Das sollte man schon rational besprechen können sonst wäre es für mich persönlich (betonung nochmal auf persönlich) keine Ehe die ich eingehen wollen würde. 

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4. Juni um 14:06
In Antwort auf lina24

Ich sehe ehrlich gesagt das problem eher darin, dass da gar kein verhandlungsspielraum ist. Pauschal etwas auszuschließen wäre für mich sowieso schon fatal. In einer Ehe bildet man sozusagen ja eine einheit. Wenn einer auf etwas besteht, bzw. ein Ultimatum stellt wäre das für mich ein dealbreaker. Man muss doch über alles reden können und entscheidungen gemeinsam treffen. Auch wenn es um einen Ehevertrag geht. Natürlich muss man als Unternehmer bzw. wenn man firmen hat dafür sorgen, dass diese gesichert sind. Da hängt ja ganz viel dran. Das sollte man schon rational besprechen können sonst wäre es für mich persönlich (betonung nochmal auf persönlich) keine Ehe die ich eingehen wollen würde. 

"Man muss doch über alles reden können und entscheidungen gemeinsam treffen."

sehr schön zusammengefasst!!!

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4. Juni um 14:40

Auf keinen Fall ohne Vertrag heiraten in diesem Fall. Der Vertrag sollte gerecht verhandelt werden, so das Kinder abgesichert sind. Aber was sie möchte, geht in meinen Augen nicht. Warum sollte sie über dein Kapital entscheiden dürfen? Dein Besitz, Firma, Haus und Grund wenn vorhanden ist dein bereits geschaffenes, es gehört dir. Grundsätzlichkeiten, ein Auto für sie, OK, da du wohl derjenige bist der ihr das finanziert, solltest du das letzte Wort haben, nicht alles bestimmend, aber eine Auswahl des möglichen geben. Ich finde es nicht schlimm wenn man heiratet und vereinbart, Frau bleibt zuhause, kümmert sich um Kinder und Haus, wenn das gewollt ist von beiden Seiten, ist das doch in Ordnung. Haushalt und Kinder aufziehen ist eine Arbeit, nur ohne Bezahlung. Daher ist es nun nicht verkehrt, wenn Mann der Frau ein Auto zur Verfügung stellt z. B das hat doch mit aushalten lassen nichts zu tun. Ich weiß wovon ich spreche, bin von Anfang an alleinerziehend. Haushalt und Mutter sein, wird viel zu wenig geschätzt. Dabei ist der Mutter Job, ein sehr wertvoller. 

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4. Juni um 19:53
In Antwort auf traventure

Ich frage mich immer, was bringt es mir mehr Geld zu besitzen, als mein Partner, wenn ich es gar nicht gemeinsam mit ihm genießen kann. Ich würde es furchtbar finden ihm "Taschengeld" zu zahlen, damit wir annähernd denselben Lebensstil leben können oder wenn ich ihn aus diesem Grund ständig zu Unternehmungen, Urlauben und Restaurantbesuchen einladen würde. Ich finde das erniedrigend, nach dem Motto: "Sieh dir an, was du dir ohne mich alles niemals leisten könntest, nur durch mein gnädiges Taschengeld kannst du es." Dann lieber alles zusammenwerfen und gemeinsam wirtschaften. Jeder gibt was er kann und davon macht man sich dann gemeinsam ein schönes Leben. 
Man heiratet, um mit dem Partner sein Leben zu verbringen, beim Geld hört es dann aber wieder auf. Wenn man seinem Partner so wenig vertraut, dann sollte man vielleicht lieber doch nicht heiraten. Das gilt auch dann, wenn wie hier beide nur ans Geld denken. 

das wird jetzt aber ein bisschen missverstanden. eine ehevertrag regelt nicht das eheleben sondern wie es im fall einer scheidung ablaufen soll, und da finde ich eine gütertrennung die fairste lösung. falls man gemeinsame kinder hat, kann man ja die zeit der kinderbetreuung und die daraus entfallenen rentenbezüge etc ausgleichen.

im szenario vom TE, wäre er ein ziemlicher narr, sollte er keinen ehevertrag abschließen. seine angehende ehefrau kommt mir wie eine prostituierte vor, die statt bares in aktien anlegt. man(n) muss dafür zahlen, das man(n) geliebt wurde oder wie rechtfertig man eine zugewinngemeinschaft?

was du beschreibst würd ich auch nicht als familie und geschmacklos empfinden. was meins ist, ist auch deins - so sollte es jedenfalls sein. wer wie viel verdient ist völlig egal und angefangen vom hemd teile ich alles, aber man sollte auch so schlau sein und sich im falle einer scheidung absichern. die wahrscheinlichkeit, das man das gesamte leben miteinander verbringt ist heutzutage eher gering, da eher nach dem motto "jeder ist austauschbar" gelebt wird. wenn man dann kein ehevertrag hat kann man ziemlich dumm aus der wäsche gucken.

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4. Juni um 21:20
In Antwort auf antitoxin1

das wird jetzt aber ein bisschen missverstanden. eine ehevertrag regelt nicht das eheleben sondern wie es im fall einer scheidung ablaufen soll, und da finde ich eine gütertrennung die fairste lösung. falls man gemeinsame kinder hat, kann man ja die zeit der kinderbetreuung und die daraus entfallenen rentenbezüge etc ausgleichen.

im szenario vom TE, wäre er ein ziemlicher narr, sollte er keinen ehevertrag abschließen. seine angehende ehefrau kommt mir wie eine prostituierte vor, die statt bares in aktien anlegt. man(n) muss dafür zahlen, das man(n) geliebt wurde oder wie rechtfertig man eine zugewinngemeinschaft?

was du beschreibst würd ich auch nicht als familie und geschmacklos empfinden. was meins ist, ist auch deins - so sollte es jedenfalls sein. wer wie viel verdient ist völlig egal und angefangen vom hemd teile ich alles, aber man sollte auch so schlau sein und sich im falle einer scheidung absichern. die wahrscheinlichkeit, das man das gesamte leben miteinander verbringt ist heutzutage eher gering, da eher nach dem motto "jeder ist austauschbar" gelebt wird. wenn man dann kein ehevertrag hat kann man ziemlich dumm aus der wäsche gucken.

Was die Unternehmen betrifft, stimme ich dir zu, die sollte man auf jeden Fall absichern. Alles was vor der Ehe ihm gehört, bleibt doch aber ohnehin in seinem Besitz. Es betrifft also nur den Zeitraum, Ansschaffungen und den Zugewinn während der Ehe. 

Es sagt ganz klar, dass er nicht möchte, dass sie von dem profitiert, was er innerhalb der Ehe erwirtschaftet und unterstellt ihr ja praktisch schon jetzt, dass sie ihn in ein paar Jahren für einen anderen verlässt. Bei solchen Voraussetzungen denke ich nicht, dass eine Hochzeit überhaupt sinnvoll ist.

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7. Juni um 15:21
In Antwort auf antitoxin1

"Die Zugewinnregelung finde ich hingegen fair und gerechtfertigt"

wenn partner A mehrere 100T euro im jahr verdient und B nur 30T monatlich aber am ende das erwirtschaftete zur hälfte geteilt wird. wie kann es fair sein und womit ist es gerechtfertigt?

Weil er ja im Gegenzug von ihr erwartet, dass sie ihre Karriere aufgibt und sich um die Kinder kümmert. Irgendwer muss das ja dann tun und ich fände es unfair, wenn sie dann dafür "bestraft" wird, indem er ihr ein "Taschengeld" gibt, von dem er die Höhe alleine bestimmt. 

Sicher können auch beide Karriere machen, aber dann werden die zukünftigen Kinder eben hauptsächlich fremdbetreut, denn anders geht das ja aus Zeitgründen nicht. Und da stellt sich mir persönlich halt dann die Frage, wieso man dann überhaupt Kinder möchte.

Mein persönliches Ideal wäre ja, dass beide Eltern die Arbeitszeit ein bisschen reduzieren und sich dann 50:50 um die Kinder kümmern. Das geht sich dann finanziell auch noch aus. Bleibt einer daheim oder reduziert nur einer die Arbeitszeit, entsteht immer ein (finanzielles) Ungleichgewicht. Es entgeht demjenigen ja nicht nur ein Teil des Einkommens (oder das ganze, falls einer zu Hause bleibt), sondern auch Altersvorsorge. Dafür dient dann eben die Zugewinnregelung, falls die Ehe in die Brüche geht. In einer aufrechten Ehe muss ja der Partner, der Geld verdient, für den anderen Unterhalt bezahlen. Die Einkommensaufteilung in einer aufrechten Ehe ist nämlich so gedacht, dass man das gesamte Einkommen zusammenwirft und durch zwei teilt (Halbteilungsgrundsatz). Das ist dann später auch die Grundlage für die Berechnung eines Trennungsunterhalts:

https://www.scheidung.de/trennungsunterhalt.html
(siehe Punkt "Berechnungsmodus".

Davon wird dann bei Erwerbstätigen noch der Erwerbstätigenbonus (1/7) abgezogen. 

Wenn also die Ehefrau dann nur mehr wenig oder gar kein Geld verdient, muss selbstverständlich der Ehemann diesen finanziellen Verlust irgendwie ausgleichen. Es soll ja dann im Endeffekt die Frau nicht in der Armutsfalle landen. Genau aus diesem Grund gibt es eben Dinge wie Zugewinnregelung und Unterhalt. 

Sie wäre doof, wenn sie darauf verzichtet. Er hat das Geld ja und das Vermögen, das er vorher besessen hat, bleibt ihm auf jeden Fall allein. Das gilt auch für sein Unternehmen, das ja schon vor der Eheschließung bestand. Die Ehefrau kann also gar nicht die Hälfte des Unternehmens fordern, wenn sie sich trennen. 

 

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7. Juni um 15:22
In Antwort auf antitoxin1

"Ihr seid noch nicht verheiratet und macht Euch schon Gedanken darüber, wie es sein wird, wie es nach der Scheidung bei beiden finanziell aussieht. Das sind tolle Voraussetzungen für eine glückliche Ehe."

mit u20 fand ich ein ehevertrag auch noch wahnsinnig unromantisch aber mit der zeit wird man halt weiser.

Ein Ehevertrag ist schon in Ordnung, aber er muss fair sein. "Ich behalte alles allein und du bekommst gar nichts, wurscht, ob du deinen Job für die Kinder aufgegeben hast oder nicht" ist eben kein fairer Ehevertrag.

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7. Juni um 15:25
In Antwort auf traventure

Ich frage mich immer, was bringt es mir mehr Geld zu besitzen, als mein Partner, wenn ich es gar nicht gemeinsam mit ihm genießen kann. Ich würde es furchtbar finden ihm "Taschengeld" zu zahlen, damit wir annähernd denselben Lebensstil leben können oder wenn ich ihn aus diesem Grund ständig zu Unternehmungen, Urlauben und Restaurantbesuchen einladen würde. Ich finde das erniedrigend, nach dem Motto: "Sieh dir an, was du dir ohne mich alles niemals leisten könntest, nur durch mein gnädiges Taschengeld kannst du es." Dann lieber alles zusammenwerfen und gemeinsam wirtschaften. Jeder gibt was er kann und davon macht man sich dann gemeinsam ein schönes Leben. 
Man heiratet, um mit dem Partner sein Leben zu verbringen, beim Geld hört es dann aber wieder auf. Wenn man seinem Partner so wenig vertraut, dann sollte man vielleicht lieber doch nicht heiraten. Das gilt auch dann, wenn wie hier beide nur ans Geld denken. 

Genauso denke ich eben auch. Drum finde ich die Zugewinnregelung auch fair.
Natürlich soll das niemand ausnutzen und das Geld mit vollen Händen zum Fenster rausschmeißen. 

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7. Juni um 15:28
In Antwort auf spitzentanz

Genauso denke ich eben auch. Drum finde ich die Zugewinnregelung auch fair.
Natürlich soll das niemand ausnutzen und das Geld mit vollen Händen zum Fenster rausschmeißen. 

Ich glaube, dass der TE ohnehin bereits seine Konsequenzen gezogen hat... Zu hören ist jedenfalls nichts mehr von ihm.

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7. Juni um 15:29
In Antwort auf antitoxin1

das wird jetzt aber ein bisschen missverstanden. eine ehevertrag regelt nicht das eheleben sondern wie es im fall einer scheidung ablaufen soll, und da finde ich eine gütertrennung die fairste lösung. falls man gemeinsame kinder hat, kann man ja die zeit der kinderbetreuung und die daraus entfallenen rentenbezüge etc ausgleichen.

im szenario vom TE, wäre er ein ziemlicher narr, sollte er keinen ehevertrag abschließen. seine angehende ehefrau kommt mir wie eine prostituierte vor, die statt bares in aktien anlegt. man(n) muss dafür zahlen, das man(n) geliebt wurde oder wie rechtfertig man eine zugewinngemeinschaft?

was du beschreibst würd ich auch nicht als familie und geschmacklos empfinden. was meins ist, ist auch deins - so sollte es jedenfalls sein. wer wie viel verdient ist völlig egal und angefangen vom hemd teile ich alles, aber man sollte auch so schlau sein und sich im falle einer scheidung absichern. die wahrscheinlichkeit, das man das gesamte leben miteinander verbringt ist heutzutage eher gering, da eher nach dem motto "jeder ist austauschbar" gelebt wird. wenn man dann kein ehevertrag hat kann man ziemlich dumm aus der wäsche gucken.

Eben nicht. In einem Ehevertrag kann man auch komplette Gütertrennung vereinbaren und das bedeutet: meins bleibt meins und deins bleibt deins, auch während aufrechter Ehe. 

Das fände ich in diesem Fall unfair, weil ja anscheinend geplant ist, dass die Ehefrau sich um etwaige gemeinsame Kinder kümmert. 


https://rechtsberater.de/familienrecht-ratgeber/ehevertrag/guetertrennung/

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7. Juni um 15:29
In Antwort auf traventure

Was die Unternehmen betrifft, stimme ich dir zu, die sollte man auf jeden Fall absichern. Alles was vor der Ehe ihm gehört, bleibt doch aber ohnehin in seinem Besitz. Es betrifft also nur den Zeitraum, Ansschaffungen und den Zugewinn während der Ehe. 

Es sagt ganz klar, dass er nicht möchte, dass sie von dem profitiert, was er innerhalb der Ehe erwirtschaftet und unterstellt ihr ja praktisch schon jetzt, dass sie ihn in ein paar Jahren für einen anderen verlässt. Bei solchen Voraussetzungen denke ich nicht, dass eine Hochzeit überhaupt sinnvoll ist.

Das sehe ich so wie du.

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7. Juni um 15:30
In Antwort auf py158

Ich glaube, dass der TE ohnehin bereits seine Konsequenzen gezogen hat... Zu hören ist jedenfalls nichts mehr von ihm.

Er liest aber ganz bestimmt noch mit.

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7. Juni um 15:41
In Antwort auf spitzentanz

Er liest aber ganz bestimmt noch mit.

wenn er nicht gerade vollauf damit beschäftigt ist, das feuer auf seinem dach zu löschen...

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7. Juni um 15:59
In Antwort auf spitzentanz

Er liest aber ganz bestimmt noch mit.

Für mich wurden die Details nicht deutlich.

Ich selbst halte wie Du im Prinzip eine Zugewinnregelung für die noch am ehesten gerechte.

Wenn aber ein Unternehmen dadurch ins Wanken käme, dass die Ehefrau die in das Unternehmen investierten Erträge aus dem Zeitraum der Zugewinngemeinschaft teilweise beansprucht, es also nicht mehr nur um Privatvermögen oder aus dem Unternehmen entnommenes Privateinkommen ginge, dann sind aus Verantwortung z.B. gegenüber Mitarbeitern oder anderen am Unternehmen Beteiligten besondere Regelungen erforderlich.

Ich habe bereits oben angedeutet, dass für solche Fälle eine vertragliche Regelung sinnvoll wäre, welche den privaten Bereich annähernd wie bei der gesetzlichen Zugewinngemeinschaft absicherte, jedoch den in das Unternehmen fließenden künftigen Ertragsteil nach Billigkeitsgesichtspunkten ausnehmen würde. Alternativ könnte man auch eine Klausel einfügen, dass zwar das Prinzip analog Zugewinngemeinschaft weitreichend gelten würde, dass aber dabei ausnahmsweise eine direkte Entnahme aus dem Firmenvermögen nicht möglich sei: sondern andernfalls eine künftige Rendite aus diesem Anteil gezogen werden könnte.

Das wären dann m.E. durchaus vernünftige Regelungen, welche die Ehefrau nicht schlecht stellen. Aber ich kann überhaupt nicht erkennen, welche Regelungen hier überhaupt angedacht waren.

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9. Juni um 12:41
In Antwort auf zauderer22

Für mich wurden die Details nicht deutlich.

Ich selbst halte wie Du im Prinzip eine Zugewinnregelung für die noch am ehesten gerechte.

Wenn aber ein Unternehmen dadurch ins Wanken käme, dass die Ehefrau die in das Unternehmen investierten Erträge aus dem Zeitraum der Zugewinngemeinschaft teilweise beansprucht, es also nicht mehr nur um Privatvermögen oder aus dem Unternehmen entnommenes Privateinkommen ginge, dann sind aus Verantwortung z.B. gegenüber Mitarbeitern oder anderen am Unternehmen Beteiligten besondere Regelungen erforderlich.

Ich habe bereits oben angedeutet, dass für solche Fälle eine vertragliche Regelung sinnvoll wäre, welche den privaten Bereich annähernd wie bei der gesetzlichen Zugewinngemeinschaft absicherte, jedoch den in das Unternehmen fließenden künftigen Ertragsteil nach Billigkeitsgesichtspunkten ausnehmen würde. Alternativ könnte man auch eine Klausel einfügen, dass zwar das Prinzip analog Zugewinngemeinschaft weitreichend gelten würde, dass aber dabei ausnahmsweise eine direkte Entnahme aus dem Firmenvermögen nicht möglich sei: sondern andernfalls eine künftige Rendite aus diesem Anteil gezogen werden könnte.

Das wären dann m.E. durchaus vernünftige Regelungen, welche die Ehefrau nicht schlecht stellen. Aber ich kann überhaupt nicht erkennen, welche Regelungen hier überhaupt angedacht waren.

Das stimmt, die genauen Regelungen wurden hier nicht geschrieben. Ich las im Eröffnungsbeitrag aber das hier:

Ich kann das nicht weil ich beruflich erheblich erfolgreicher als sie bin und obendrein auch Firmen habe. Außerdem sagt sie, dass es nur eine echte Familie sein kann, wenn sie auch über mein/unser Geld verfügen darf ohne mich zu fragen, da sie sich unterdrückt fühlt wenn ich die finanziellen Entscheidungen treffe z.B. welches Auto sie sich kaufen darf (wohlgemerkt von meinem Geld, wenn sie zuhause bleibt und auf die zukünftigen kinder aufpassst).

Das liest sich für mich so, als würde er die finanziellen Entscheidungen in der Ehe, auch ihre, ganz allein treffen wollen, weil er das Geld immer noch als seins allein betrachtet. Gleichzeitig ist aber davon die Rede, dass sie zu Hause bleibt und auf die zukünftigen Kinder aufpasst.

Das interpretiere ich jetzt als ein ziemliches Gefälle in der Beziehung und so würde zumindest ich das nicht akzeptieren.

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