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Trennung wegen Drogenmissbrauch

21. August 2015 um 13:14

Hallo zusammen,

ich hatte eigentlich gehofft hier nicht mehr zu schreiben.
Aber leider bin ich heute zu dem Entschluss gekommen, dass ich mich trennen werde und muss dies einfach mal von der Seele schreiben.

Ich bin mit meinem Freund gerade mal 7 Monate zusammen. Er wohnt ca. 55 KM von mir entfernt, sodass wir uns nicht täglich sehen konnten. Was für mich auch kein Problem war.
Es lief alles gut. Wie es halt in der Anfangsphase immer ist.
Ich wusste, dass er mal regelmäßig gekifft hat. Nachdem er aber dadurch seinen Führerschein verloren hatte, hat es ihm die Augen geöffnet und er hat das Zeug nicht mehr angerührt. (sagte er zumindest) Lag auch Jahre zurück....
Da wir uns nicht täglich gesehen haben und ich es ihm nicht angemerkt habe, dass er weiterhin konsumiert, weil er es in meiner Gegenwart nicht getan hat und auch keine Symptome wie rote Augen oder der gleichen gezeigt hat, habe ich es ihm geglaubt.
Nun ja... leider hat er mich angelogen und kifft weiter regelmäßig, aber kein Gras sondern ein Produkt, dass man legal kaufen und konsumieren darf. Irgendwas chemisch hergestelltes. Das schlimme. Man kann es im Blut nicht nachweisen. Sodass ihn die Polizei auch nicht erwischt, wenn er angehalten wird. Ich kenn mich da aber auch überhaupt nicht aus und weiß nicht, ob dem wirklich so ist.
Das habe ich Mittwoch abend erfahren.

Wir waren vor kurzem im Urlaub. 10 Tage und da hat er nichts angerührt. Weil er sich ja bei mir als clean verkauft.
Er hat dann halt gern was getrunken. Vielleicht der ausgleich zum Kiffen??? Ich hab auch mal was getrunken wie es halt im Urlaub ist, daher war das auch in Ordnung. Im Urlaub war auch alles super, haben uns bestens verstanden, was sehr schön war, weil man da ja zum ersten mal auf längere Zeit aufeinander hockt.
Nach dem Urlaub hat er sich zurückgezogen.., War viel bei (Kiffer)Freunden. Und wir konnten uns nur selten sehen, weil unser Geld größtenteils für den Urlaub draufgegangen ist. Seit dieser Woche wurde es dann ganz komisch.
Er hat sich sonst immer täglich gemeldet, was mir auch sehr wichtig ist und für mich in einer Beziehung auch dazu gehört, dass man am Leben des anderen teilnimmt.

Seit dieser Woche ist alles anders. Montag war er nicht erreichbar. Da hab ich mir auch nichts gedacht. Hab ihm einmal geschrieben und gut ist. Am nächsten Tag meldete er sich und meinte sein Handy ist in eine Pfütze gefallen und ging den ganzen Tag nicht. Was ja auch vollkommen io ist.
Mittwoch kam dann wieder nichts, Gestern kam nichts.
Wahrscheinlich hätte ich auch dieses mal wieder einfach gewartet bis er sich meldet, weil ich es auch bescheuert finde, wenn man jemanden zubombt mit nachrichten und anrufen. Die Person wird schon ihre Gründe haben und sich melden. aber leider hat mir die Freundin des Bruders geschrieben und mir einiges erzählt.
Er wohnt noch zu hause, hält sich dort aber nie auf.
Schläft immer irgendwo bei Kumpels oder sonst wem.
Sie haben ihn die ganze Woche nicht gesehen. Keiner wusste wo er steckt und ich habe das mit dem Kiffen erfahren, dass er sein Leben nicht auf Reihe bekommt,
mit Geld nicht umgehen kann und seine Arbeit gefährdet, weil er oft krank macht. Er hat noch keinen Festvertrag, der da eig normal ist. Und wenn man ständig krank macht, dann werden sie ihn irgendwann entlassen.
Gestern hat er zb. wegen Kopfweh krank gemacht. wohl eher wegen dem kiffen. Hat aber nachmittags noch schön einen geraucht.
Er war gestern gegen 16 Uhr zu hause, hat mit seinem "kaputten" Handy telefoniert. die Freundin meinte ich solle ihn anrufen. Tja, da ist er nicht rangegangen und hat es wieder in die Hose gesteckt. Hab es dann über die Freundin des Bruders versucht. Weil mich diese Lügen verrückt gemacht haben und ihn dann erreicht. Er war total komisch, (war ja bekifft) und meinte er hat stress und es gehe ihm nicht gut. Geldprobleme, Handy kaputt und es beschäftige ihn so viel, hat aber nichts mit mir zu tun.
Ich meinte das ich mit ihm reden möchte und wir das klären sollten. Er sagte er meldet sich an dem Tag.
Natürlich kam nichts.

Ich habe ihm heute geschrieben, dass ich gegen 16:30 Uhr bei ihm bin und seine Sachen bringe und wenn er darüber reden möchte wir das gerne tun können.
Mir sind diese ganzen Lügen mit dem Kiffen, das ständige übernachten bei irgendwelchen Leuten und dass er sein Leben nicht auf die Reihe bekommt einfach zu viel. Ich habe ihm von Anfang an gesagt, dass ich keinen Freund an meiner Seite sehe, der ein Drogenproblem hat.
Ich hatte das 28 Jahre in meiner Familie und daran geht einfach alles kaputt. Ich verurteile niemanden der da reinrutscht, weil es jedem passieren kann und eigentlich immer noch ganz andere Hintergründe hat. Ich kann ihm aber nicht helfen und ich weiß, dass er von selbst darauf kommen muss, dass es ihm nicht gut tut.

Da er meine Mail heute mit absicht noch nicht gelesen hat und ich davon ausgehe, dass er heute nicht auftauchen wird, werde ich seine Sachen hinlegen und wieder gehen.

Es tut sehr weh, weil man ja Gefühle hat, aber da muss ich jetzt durch.

Hattet ihr schon ähnliche erfahrungen? Wie seid oder würdet ihr damit umgehen?

Es tat gut mal alles aufzuschreiben.

LG Belleza

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21. August 2015 um 14:24

Das sehe ich leider komplett genau so...
Ihm ist das Kiffen am Wichtigsten, denn damit kann man alles negative einfach mal ausschalten und das jeden tag. Man hat keine Sorgen mehr und alles ist chillig.
Ich find es schrecklich, dass er mich belogen hat, um mich halten zu können. Das hätte er sich doch denken können, dass es früher oder später so kommt.

Ich bin natürlich froh, dass es früher gekommen ist...
Dann hängt nur die Beziehung dran und nicht noch Wohnung oder Kinder oder sonst was....

Ich muss stark bleiben, weil diese Beziehung für mich keine Zukunft hat. Gefühle hin oder her. Ich würde nur unglücklich werden mit ihm.

Und ich bin nicht für seine Probleme Verantwortlich. Da kann nur er alleine rauskommen und auch nur ohne zwang. Ich frag mich aber wie tief er noch fallen muss bis er es rafft. Irgendwann hat er seinen Job verloren und auch seine Familie wir ihm den Rücken kehren.

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