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Trennung wegen Depressionen!

22. November 2013 um 15:05


Liebe Leute

ich wollte euch mal bitten ob Ihr euch kurz Zeit für meine Geschichte nehmen könnte. Ich habe meinem Freundeskreis schon lang und breit die Sachen erzählt jedoch bin ich in meiner Erkenntnis kaum weiter gekommen.

Mein Ex Freund hat wären unserer Beziehung eine Gesprächstheraphie angefangen da er seinen ALltag nicht mehr bewältigen konnte, er ging nicht mehr zu Uni und jede anstehende Prüfung/ Hausarbeit war für Ihn eine große Belastung die er mit innerer Anspannung und Verdrängung versuchte zu kompensieren.

Über mehrer Monate stand dieses Problem im Weg. Er macht nichts anderes außer Wäsche waschen Zimmer aufräumen und das auch nur gegen Abend. Er war wenn ich Ihn traf meist müde und konnte nachts nicht schlafen. Wenn er zu mir kam dann auch meist zwei Stunden zu spät weil er es nicht fertig gebracht hat aus dem Bett aufzustehen.

Diese Situationen gabs es häufiger. Dennoch ist er für mich ein absolut feiner Kerl, der aber von sich sehr hohe Erwartungen hat, die schon zur absoluten Perfektion bis total irren Idealismus gehen. Manchmal habe ich das Gefühl er definiert sich nur über das was er sehr gut leistet. Sprich wenn er es nicht sehr gut machen kann dann lässt er es komplett und es ist eine rießen Überwindung für Ihn gewisse Sachen zu beginnen.

Irgendwann am Telefon als ich Ihn wieder nach der Zukunft und seinem Werdegang gefragt hatte, brach er zusammen und weinte und sagte er könne nicht mehr in Ihm sei alles wie tot und er kann diese Beziehung nicht führen es geht nicht er will das nicht.

Ich war so geschockt weil ich Ihn noch nie weinen gehört habe und konnte nichts tun außer dazusitzen und zu denken dass ich so egoistisch war und nicht auf seine Probleme richtig geachtet habe. Wenn ich ihn beispielsweise mit seinem Alltag konfrontiert habe, so hat er immer gesagt es wäre ein Fortschritt und er könne nicht alles sofort und ich soll mir keine Sorgen machen, es passt schon und es klappt. Ich habs geglaubt auch weil ich dachte er macht das schon!

Am Telefon den Tag vorher sagte mir dass man Ihm nun mitgeteilt habe er hätte eine Depressionen die sich dadurch bemerkbar macht dass sie antrainiert und relativ konstant sei. Gerade in Stresssituationen die eben der Unialltag mit sich bringt, bricht sie sehr krass aus.

An dem Tag war er sehr fertig mit sich und der Welt. Er sagte mir er wisse nicht wieviel er mir geben könne aber dass er mich eigentlich nicht gehen lassen will.

Am nächsten Tag hat er es wie oben beschrieben beendet.
Ich habe Ihn dann nochmal um ein Treffen gebeten weil mir nicht klar war, ob er aufgrund der Situation so handelte oder ob er keine Gefühle mehr für mich hatte.

Als wir uns getroffen haben, hat er gesagt ich kann keine Beziehung führen, er sei beziehungsunfähig und er könne keine Beziehung auf Augenhöhe führen. Puh total der Brocken.
Ich war einfach nur traurig und wütend über diese blöde Situation.
Im Gespräch nachdem ich wirklich eine Stunde versucht habe mit Ihm zu reden sagte er auch er möchte mich damit nicht mit reinziehen. Ich war aber schon längst drin, ich meine ich kannte die Situation ja schon seit einem Jahr und nun klar er hatte nun eine Diagnose aber nur weil das Kind einen Namen hat, muss doch nicht alles zu Ende sein. Ich bat Ihn drum mir beim Umzug zu helfen und fragte ob wir denn noch Kontakt haben sollten, er meinte dann erst einmal nicht ,bzw drei Stunden später schrieb er mir wir sollen es mindestens auf einen Versuch ankommen lassen.

Wir haben uns dann nach meinem Umzug getroffen um zu bereden wir wir uns denn nun verhalten sollen. Ich habe ihm da nochmal gesagt dass er in meinen Augen nicht beziehungsunfähig sei, das wir sehr eng miteinander waren und dass ich mich bei Ihm sehr wohl gefühlt habe und wir über alles reden konnten und er absolut Sicherheit ausgestrahlt hat.

Wir sehen uns bis heute zweimal die Woche oder dreimal die Woche je nachdem wieviel Zeit wir haben. Wir schlafen auch miteinander und er erzählt mir langsam etwas mehr , jedoch will er keine Beziehung weil er sagt, er sei ein schlechter Freund, er kann mir das nicht geben was er ich möchte, er meinte er hätte es ja nicht einmal geschafft mir Blumen zu kaufen und er könne sich doch gar nicht richtig auf mich einlassen, er hätte Schwierigkeiten sich zu öffnen und er sieht keine Zukunft für uns denn er sieht nur Grau.

Harte Worte, auf der einen Seite habe ich Ihn so gerne und denke mir immer wenn er doch bloß ihm hier und jetzt leben könne und nicht alles und sich in Frage stellen würde.
Auf die Begründung warum er noch zu mir kommt, sagt er er würde die Zeit sehr mit mir genießen, er steht noch auf mich und er sei immer noch begeistert von mir. Das sagt er dann in einem Atemzug mit aber er könne keine Beziehung führen. Auf der anderen Seite sagt er mir, er sei aufgeregt wenn er zu mit komme, er hätte Angst mir weh zu tun, er hätte Angst dass er mich enttäuschen würde dass er Hoffnungen wecken würde die er nicht erfüllen kann .Dann sagte er noch, dass jedes Treffen mit mir auch irgendwo eine Konfrontation mit sich selber sei, weil wir uns über die alte Beziehung über Ihn und mich unterhalten würden und es meist ehr ernste Gespräche wären.

Er hat mir dann auch eine sms geschrieben dass er die Treffen sehr schön fand und sich auf das nächste Treffen freuen würde.

Ich war dann sehr traurig und er meinte ich müsse Ihm sofort sagen wenn es mir schlecht ginge und ich nicht mehr könnte, dann müssten wir erst einmal eine Pause machen.

Ich habe Ihn dann noch gefragt warum Ihm der Umgang mit seinen Freunden leichter fallen würde, seine Antwort sie würden nicht über das Problem reden und das ginge seiner Meinung nach in der Beziehung nicht.

Er erklärte mir auch dass er oft das Bedürfniss habe alleine zu sein.

Leute ich bin bin gerade richtig ratlos wie ich mich weiter verhalten soll. Klar Menschen die Ihn nicht kennen sagen der kommt nur des Vergnügens wegen, aber irgendwie denke ich dass kann doch nicht alles sein.

Er nimmt jetzt auch Medikamente, er geht wieder zu Uni und versucht Freunde zu treffen, aber er muss sich auch mit seiner Familie und Kindheit auseinandersetzen.

Ich weiss nicht ob ich ihn gehen lassen möchte auch wenn er Schluß gemacht hat.

Würdet Ihr weiter dabei bleiben, oder würdet Ihr sagen dass endet nur Böse??

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23. November 2013 um 16:29

Kenne ich
Ich kenne das von beiden Seiten her, zum einen hatte auch ich schon einmal einen Partner, der depressiv war, zum anderen war ich selbst ebenfalls viele Jahre depressiv, und zwar aus dem gleichen Grund wie dein Freund, nämlich übersteigerter Perfektion und irrational hohen Ansprüchen an sich selbst, was bei mir schließlich sogar in Suizidwünschen endete.

Wie ein Vorschreiber schon sagte, ist kein Mensch in der Depression gleich (und allgemein sowieso nicht).
Was ich jetzt herauslese ist aber, dass dein Freund übersteigerter Perfektionist ist, und dies erstreckt sich sicherlich auch auf seine Sichtweise, wie ein guter Freund (als Mann eben) zu sein hat. Gleichzeitig ist es so, dass Beziehungen und auch Freundschaften eben Kraft kosten, die man in dieser Zeit einfach nicht hat. Bei meiner ersten schweren Phase der Depression war es so, dass ich all meine Freunde gebeten habe, mir eine Auszeit zu geben. Bei mir ging es per Telefon teilweise zu wie am Hauptbahnhof und ich hatte dafür einfach keine Kraft mehr.

Ich kann hier weder eine Diagnose stellen, noch dir einen Rat geben, welcher Weg ganz sicher funktionieren wird, aber die zwei oben genannten Punkte solltest du dir ein wenig durch den Kopf gehen lassen, eventuell sind das ein paar der Knackpunkte, weshalb dein Freund sich derzeit so verhält: er kann seine Erwartungen als Partner, die er an sich selbst stellt, nicht erfüllen und eine Partnerschaft saugt Kraft, die er im Moment nicht hat.
Und gerade hier könntest du ihm ein wenig zur Hand gehen. Sag ihm ganz klar, dass man in "guten wie in schlechten Zeiten" zusammen ist, und nun ist eine schlechte Zeit und dass du daran glaubst, dass ihr die zusammen überstehen könnt, und wenn es ihm besser geht, er wieder der tolle Partner sein wird, er er mal war, er jetzt aber eben deine Hilfe braucht. Wir leben ja nicht mehr im 19 Jahrhundert, in dem die Frauen von Männern abhängig waren. Heute ist es absolut in Ordnung, wenn ein Mann die Unterstützung und Hilfe seiner Partnerin annimmt. Zeig ihm, dass er sich auf dich verlassen kann und du Verständnis hast und nichts von ihm verlangst, und ihr gemeinsam zurückfinden werdet in eine Zeit, in der er dir wieder mehr Aufmerksamkeit schenken kann.

Das nächste ist, dass wenn er jetzt die Beziehung beendet weil er den Glauben an sich selbst verloren hat, kann ihn das auch nachhaltig schaden, für den Fall, dass er dich tatsächlich liebt und eigentlich gerne mit dir zusammen wäre, denn er wird das als Niederlage ansehen und sein Perfektionismus wird ihm das immer wieder vorhalten. Er hat quasi versagt.

Und als letztes ist es dann leider so, dass du ihn eben unterstützen musst und nicht zu viel von ihm fordern darfst. Wenn er es kaum zu dir schafft, dann geh du zu ihm. Ob Belastungen wie beim Umzug helfen jetzt sinnvoll sind, müsst ihr gemeinsam und Situationsbedingt entscheiden. Nimm ihm etwas ab, er sollte ruhig zulassen, dass du ihm ggf. im größten Chaos seiner Bude beim Aufräumen hilfst.

Und wenn ihr tatsächlich zusammen bleibt, musst du dir leider bewusst sein, dass eine Depression extreme Höhen und Tiefen mit sich bringt. Wenn er in einem Monat eine gute Phase hat und wieder mehr Kraft, kann das einen Monat später schon wieder alles anders sein. Wirf ihm das nicht vor und bereite ihn auch darauf vor. Eine Depression ist eine langwierige Angelegenheit, aber ich bin überzeugt, dass es mit Partner leichter ist und dass es einen sehr zusammenschweißt, wenn man so etwas überwindet.

Und mach deinem Freund klar, dass Partnerschaften nicht wie in Hollywood sind. Selbst wenn ihr euch trennt, er irgendwann wieder gesund ist und eine neue und gute Partnerschaft gefunden hat, wird er auch in dieser Phasen erleben, in denen er nicht der Musterpartner aus dem letzten Kitschstreifen des Kinobesuches sein wird. Das gehört einfach dazu und das ist etwas, was unsere Generation aus den Augen verloren hat. Er wird nie eine dauerhaft glückliche Beziehung führen können, wenn er immer nur die guten Zeiten haben möchte und bei den schlechten Zeiten die Flinte ins Korn wirft. Wie in guten, so in schlechten Zeiten, an diesem Satz ist eben einfach was dran.

Ich wünsche euch viel Glück und deinem Freund gute Besserung!

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24. November 2013 um 10:37

Hm...
also mein Mann ist "dabei geblieben" (bei mir war es mehr als "nur" Depressionen und mehr als einmal) und wir sind jetzt seit 16 Jahren zusammen schon lange verheiratet und glücklich, ich bin mir sicher, er hat es nicht bereut.

ABER: das ist kein Kindergeburtstag.
Für beide nicht.
Ganz im Gegenteil.
Du wirst es wahrscheinlich unterschätzen.

Erst einmal volle Zustimmung @mathilda: er kann sich sehr viel realistischer und klarer beurteilen, als die meisten in seiner Situation und aus eigener Erfahrung und Berichten anderer heraus: (auch da Zustimmung zu denen, die vorher geschrieben haben: man kann es nicht verallgemeinern): ziemlich sicher ist alles, was er da sagt sehr zutreffend. Ich kann jedes Wort sowas von nachvollziehen...
Wenn es mir nicht gut geht, schränke ich Kontakte um so mehr ein, je näher mir eine Person steht.

Stelle es Dir so vor:
Hast Du Dir ein Bein gebrochen, darfst Du das eine Weile nicht belasten und dann musst Du langsam wieder anfangen, erst wenig, dann mehr...
Nun, bei Menschen mit psych. Problemen, inklusive Depressionen sind die Gefühle krank. Je näher einem Personen stehen, desto mehr Gefühle ...
Dazu kommt, dass zu einer Depression an sich meist (stark überzogene) Schuldgefühle und innere Zerissenheit gehören. Naja, einer Person gegenüber, der man wenig Verpflichtungen hat, hat man natürlich auch per se weniger Schuldgefühle.
Er muss seine Gefühle erst wieder schienen, neu ausrichten und einrenken - lernen, mit sich und der Welt um ihn herum anders umzugehen.

Daher: Er kommt ziemlich sicher nicht "des Vergnügens wegen" - soweit ich das anhand von ein paar Zeilen in einem Forum beurteilen kann (das ist immer bestenfalls qualifiziert geraten) - er geht für Dich gerade über glühende Kohlen, wenn er den Kontakt hält, selbst wenn er künstlich Distanz erzeugt ("keine Bezuiehung", Erwartungshaltung abschwächen etc.), um das abzumildern.

Das hat auch Folgen für Dich, die Du nicht unterschätzen solltest. Auch wenn es mit Dir relativ wenig zu tun hat, verletzt es, zurückgestossen, abgewiesen, distanziert zu werden.
Krankheiten haben immer Auswirkungen auf die Menschen in der Umgebung, psychische Krankheiten aber haben diese Auswirkungen direkter, stärker und unmittelbar.
Du musst sehr auf Dich und auf die Balance zwischen Euch achten. Natürlich braucht er im Moment Rücksicht, aber Du müsstest darauf achten, dass Du niemals immer *nur* Rücksicht auf ihn nimmst - er kann das wahrscheinlich selbst im Moment nicht (oder nur stark eingeschränkt) und "weisse Ritter" sind Gift für beide Seiten. Er kommt nicht nur "des Vergnügens wegen", er nutzt Dich nicht aus, aber das mit dem Ausnutzen kann auf einer anderen Ebene leicht und vor allem gerade auch unbewusst und unbeabsichtigt passieren, wenn da nicht beide sehr darauf achten.

Während einer Therapie werden Trennungsgedanken oft verstärkt (leider auch oft forciert durch die Therapeuten) und am Ende einer Therapie, wenn man das Gefühl bekommt, dass man jetzt "wieder neu anfängt" wird das häufig (wie gesagt: ich kann und will nichts verallgemeinern) nochmal sehr stark. Es ist also noch nicht vorbei und auch nicht in den nächsten paar Wochen vorbei.

Letzter Punkt: Du kannst ihn unterstützen - aber es ist immer relativ wenig, was Du tun kannst. Den Hauptteil kann und muss er machen. Auch das ist nicht sonderlich leicht für Angehörige, Freunde, Partner.

Also summa summarum:
Beziehungsuntaulich würde ich bestimmt nicht sagen.
Das er Dich ausnutzt oder nur sein Vergnügen holt, auch nicht.
Schon gar nicht, dass es hoffnungslos ist.
Aber auf jeden Fall, dass Du Dir genau überlegen solltest, ob Du das willst - und kannst.

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15. Dezember 2013 um 17:46

Vielen Dank
Obowhl es so spät kommt, wollte ich euch allen nochmal Danken dass Ihr mir so lange und ausführlich Tipps und Rat gegeben habt.

Ich habe mich über so viele Antworten gefreut. Ich rede viel mit meinen Freunden über dieses Geschichte jedoch irgendwie muss ich gestehen fällt mir dieses Art der Kommunikation des schreibens leichter.

Zum jetzigen Stand kann ich sagen,dass ich wirklich gerade keine Energie mehr habe und langsam die Hoffnung aufgeben mag, weil ich einfach nicht mehr weiss, wie mein Ex Freund und ich wegen seiner Depression auf einen gemeinsamen Nenner kommen soll.

Zu Ihm er macht super Fortschritte, er nimmt zweimal pro Tag Medikamente und versucht so gut es geht seinen Alltag zu schaffen. Er räumt auf, er geht wirklich in die Uni und fährt häufig für ein Wochenende zu Freunden oder er hat Besuch von Ihnen übers Wochenende.Nebenbei geht er regelmäßig zur Arbeit.

Es freut mich wirklich zu sehen, dass er diese kleinen Schritte schafft. Er nennte es sich selber wieder ins Leben rein kriegen.

Was jedoch meine Person angeht, so kann er keine Partnerschaft eingehen und meldet sich aufgrund seiner Aktivitäten sehr spärlich.
Ich war anfangs sehr dahinter her, die Treffen und den Kontakt aufrecht zu erhalten, aber es bedeutet jedes Mal dass ich meine Bedürfnisse komplett hinten anstelle und seine Wünsche im Vordergrund stehen.

Es fängt damit an, dass er bestimmt wann wir uns treffen, wie wir uns treffen,wer sich meldet. er braucht sehr viel Raum und Freiheiten und er hat mir erklärt dass aufgrund seiner Theraphie, er nun endlich mal in seinem Leben herausfinden muss was er wirklich will und nicht was andere Ihm vorgeben.
Er soll seine Wünsche formulieren und sich dafür nicht schlecht fühlen. Er versucht also jetzt nur auf sich selber zu hören um zu sehen was Ihn antreibt und was er in seinem Leben erreichen will und wie er sein Leben gestalten möchte damit er zufriedener sein kann vor allen Dingen lernt sich zu lieben und sich zu aktzeptieren.

Er sagt mir jedoch immer noch, er kann mir nichts bieten aber was er mir bieten könne sei eben die Wahrheit.

Vor kurzem hat er mir vorgeschlagen dass wir nicht mehr beeinander schlafen sollten da er der Meinung sei das würde uns beiden nicht gut tun. Sein Vorschlag war das wir Kaffee miteinander trinken sollten Kochen, Kino etc.

Dieser Vorschlag hat mich total verwirrt weil ich nicht verstanden habe was das bedeuten würde. Ich habe einfach Angst dass ich das nicht hinbekomme für mich hörte es sich an wie eine Freundschaft bei der er sich dann und wann entziehen kann. Am Ende war es dann so dass ich doch da geschlafen habe an dem Abend und er mir sagte er würde es sehr schön finden.

Seine Begründung zu Kaffe, Kino und co. war das wir es langsamer angehen sollten und das er mich nicht verlieren möchte aber dass er teilweise mit der Situation überfordert sei. Er meinte er kann sich nicht auf mich einlassen und will oft flüchten weil es Ihm zu nah zu eng wird.

Auf der anderen Seite hat er mir erklärt mehr als das Leben innerhalb der Wohnung sei für Ihn mit mir nicht möglich.
Auf der anderen Seite schlägt er mir diese Kochsachen usw. vor.

Wenn ich Ihn danach frage ob er sich Gedanken über die Sache macht, sagt er mir er macht sich gar keine Gedanken darüber weil er mit sich beschäftigt sei,
Jedoch an einem anderen Treffen als ich ihm vorgeworfen habe dass ich ihm nicht wichtig erscheine, eklärt er mir er hätte jetzt zwei Theraphiesitzungen verwendet um über die Beziehung und die jetzige Situation zu sprechen. Er wurde wütend und erklärte mir er würde sich ständig mit mir auseinandersetzen ob ich das nicht merken könnte, aber es sei ja alles nicht gut genug und er kann nicht mehr geben für Ihn sei es total anstregend, ich wäre die einzige mit der er sich konfrontiert und ich würde nur meckern und dann würde er sich schlecht fühlen und das will er nicht mehr.

Aber zwei Tage vorher in einem sehr ruhigen Gespräch hat er mir davon nichts erzählt,sondern wie oben beschrieben quasi das Gegenteil. Ich glaube wenn ich Ihn verletzt habe was mir aufgrund meiner gemachten Vorwürfe, dass er sich nicht melden würde, keine Zeit hat usw, dann wird er ehrlicher aber ich kann Ihn doch nicht immer wütend machen um die Wahrheit zu erfahren bzw. ich hoffe das es die ungefilterte ist.



Ich bin gerade etwas verzweifelt weil ich das Gefühl habe was ich bei Ihm noch nie hatte dass das gesprochene Wort nicht mehr so sicher ist. Auch wenn er mir die Wahrheit sicher ziemlich genau sagen möchte, kommen solche Widersprüche.

Auch schein ich nicht zu merken welche Anstregung für Ihn dahinter steckt denn das macht er mir zum Vorwurf.

Ich weise ihn nicht drauf hin dass er mal das sagt und dann wieder was anderes, weil ich denke er würde ja glauben dass ich Ihn und seine Meinung nicht respektiere. Aber es fällt mir unheimlich schwer ihn zu verstehen. Ich weiss dass er zerissen ist und das wird durch die Sachen ja auch deutlich aber ich weiss einfach gerade nicht wie ich mich verhalten soll.

Ich will bei Ihm und mit Ihm sein aber ich frage mich wie ich das bewerkstelligen soll, ohne dass ich mich total aufopfere und mich dann auch nicht mehr mag.

Es macht mich auch fertig dass er sagt er sei seid er 18 Jahre alt war nicht mehr verliebt, weil er krank sei.

Vor kurzem hat er mir auch geschrieben dass er gerne Stunden Tage und Momente mit mir verbringen würde jedoch aber mir keine feste Rolle geben kann.

Ich denke das einer der Probleme auch darin liegt, dass ich nicht wirklich weiss was ich denn nun wirklich für Ihn darstellen soll.


Ihr merkt ich habe tausend Fragen in meinem Kopf und bin gerade total unsicher, Ich merke schon das ich vor jedem Treffen aufgeregt bin, wie ich mich verhalte ob ich ihm alles glauben kann oder mich auf mein Bauchgefühl verlassen soll, oder ob ich mir einfach alles versuche schön zu reden???usw.

Ich habe nur noch Fragen und Zweifel und weiss nicht weiter.^^

Trotzdem wünsche ich Euch Allen ein schönes Weihnachtsfest und ein paar besinnliche Feiertage.
Auf dass das nächste Jahr ein Fest wird^^.

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16. Dezember 2013 um 9:12
In Antwort auf fine_12079671

Vielen Dank
Obowhl es so spät kommt, wollte ich euch allen nochmal Danken dass Ihr mir so lange und ausführlich Tipps und Rat gegeben habt.

Ich habe mich über so viele Antworten gefreut. Ich rede viel mit meinen Freunden über dieses Geschichte jedoch irgendwie muss ich gestehen fällt mir dieses Art der Kommunikation des schreibens leichter.

Zum jetzigen Stand kann ich sagen,dass ich wirklich gerade keine Energie mehr habe und langsam die Hoffnung aufgeben mag, weil ich einfach nicht mehr weiss, wie mein Ex Freund und ich wegen seiner Depression auf einen gemeinsamen Nenner kommen soll.

Zu Ihm er macht super Fortschritte, er nimmt zweimal pro Tag Medikamente und versucht so gut es geht seinen Alltag zu schaffen. Er räumt auf, er geht wirklich in die Uni und fährt häufig für ein Wochenende zu Freunden oder er hat Besuch von Ihnen übers Wochenende.Nebenbei geht er regelmäßig zur Arbeit.

Es freut mich wirklich zu sehen, dass er diese kleinen Schritte schafft. Er nennte es sich selber wieder ins Leben rein kriegen.

Was jedoch meine Person angeht, so kann er keine Partnerschaft eingehen und meldet sich aufgrund seiner Aktivitäten sehr spärlich.
Ich war anfangs sehr dahinter her, die Treffen und den Kontakt aufrecht zu erhalten, aber es bedeutet jedes Mal dass ich meine Bedürfnisse komplett hinten anstelle und seine Wünsche im Vordergrund stehen.

Es fängt damit an, dass er bestimmt wann wir uns treffen, wie wir uns treffen,wer sich meldet. er braucht sehr viel Raum und Freiheiten und er hat mir erklärt dass aufgrund seiner Theraphie, er nun endlich mal in seinem Leben herausfinden muss was er wirklich will und nicht was andere Ihm vorgeben.
Er soll seine Wünsche formulieren und sich dafür nicht schlecht fühlen. Er versucht also jetzt nur auf sich selber zu hören um zu sehen was Ihn antreibt und was er in seinem Leben erreichen will und wie er sein Leben gestalten möchte damit er zufriedener sein kann vor allen Dingen lernt sich zu lieben und sich zu aktzeptieren.

Er sagt mir jedoch immer noch, er kann mir nichts bieten aber was er mir bieten könne sei eben die Wahrheit.

Vor kurzem hat er mir vorgeschlagen dass wir nicht mehr beeinander schlafen sollten da er der Meinung sei das würde uns beiden nicht gut tun. Sein Vorschlag war das wir Kaffee miteinander trinken sollten Kochen, Kino etc.

Dieser Vorschlag hat mich total verwirrt weil ich nicht verstanden habe was das bedeuten würde. Ich habe einfach Angst dass ich das nicht hinbekomme für mich hörte es sich an wie eine Freundschaft bei der er sich dann und wann entziehen kann. Am Ende war es dann so dass ich doch da geschlafen habe an dem Abend und er mir sagte er würde es sehr schön finden.

Seine Begründung zu Kaffe, Kino und co. war das wir es langsamer angehen sollten und das er mich nicht verlieren möchte aber dass er teilweise mit der Situation überfordert sei. Er meinte er kann sich nicht auf mich einlassen und will oft flüchten weil es Ihm zu nah zu eng wird.

Auf der anderen Seite hat er mir erklärt mehr als das Leben innerhalb der Wohnung sei für Ihn mit mir nicht möglich.
Auf der anderen Seite schlägt er mir diese Kochsachen usw. vor.

Wenn ich Ihn danach frage ob er sich Gedanken über die Sache macht, sagt er mir er macht sich gar keine Gedanken darüber weil er mit sich beschäftigt sei,
Jedoch an einem anderen Treffen als ich ihm vorgeworfen habe dass ich ihm nicht wichtig erscheine, eklärt er mir er hätte jetzt zwei Theraphiesitzungen verwendet um über die Beziehung und die jetzige Situation zu sprechen. Er wurde wütend und erklärte mir er würde sich ständig mit mir auseinandersetzen ob ich das nicht merken könnte, aber es sei ja alles nicht gut genug und er kann nicht mehr geben für Ihn sei es total anstregend, ich wäre die einzige mit der er sich konfrontiert und ich würde nur meckern und dann würde er sich schlecht fühlen und das will er nicht mehr.

Aber zwei Tage vorher in einem sehr ruhigen Gespräch hat er mir davon nichts erzählt,sondern wie oben beschrieben quasi das Gegenteil. Ich glaube wenn ich Ihn verletzt habe was mir aufgrund meiner gemachten Vorwürfe, dass er sich nicht melden würde, keine Zeit hat usw, dann wird er ehrlicher aber ich kann Ihn doch nicht immer wütend machen um die Wahrheit zu erfahren bzw. ich hoffe das es die ungefilterte ist.



Ich bin gerade etwas verzweifelt weil ich das Gefühl habe was ich bei Ihm noch nie hatte dass das gesprochene Wort nicht mehr so sicher ist. Auch wenn er mir die Wahrheit sicher ziemlich genau sagen möchte, kommen solche Widersprüche.

Auch schein ich nicht zu merken welche Anstregung für Ihn dahinter steckt denn das macht er mir zum Vorwurf.

Ich weise ihn nicht drauf hin dass er mal das sagt und dann wieder was anderes, weil ich denke er würde ja glauben dass ich Ihn und seine Meinung nicht respektiere. Aber es fällt mir unheimlich schwer ihn zu verstehen. Ich weiss dass er zerissen ist und das wird durch die Sachen ja auch deutlich aber ich weiss einfach gerade nicht wie ich mich verhalten soll.

Ich will bei Ihm und mit Ihm sein aber ich frage mich wie ich das bewerkstelligen soll, ohne dass ich mich total aufopfere und mich dann auch nicht mehr mag.

Es macht mich auch fertig dass er sagt er sei seid er 18 Jahre alt war nicht mehr verliebt, weil er krank sei.

Vor kurzem hat er mir auch geschrieben dass er gerne Stunden Tage und Momente mit mir verbringen würde jedoch aber mir keine feste Rolle geben kann.

Ich denke das einer der Probleme auch darin liegt, dass ich nicht wirklich weiss was ich denn nun wirklich für Ihn darstellen soll.


Ihr merkt ich habe tausend Fragen in meinem Kopf und bin gerade total unsicher, Ich merke schon das ich vor jedem Treffen aufgeregt bin, wie ich mich verhalte ob ich ihm alles glauben kann oder mich auf mein Bauchgefühl verlassen soll, oder ob ich mir einfach alles versuche schön zu reden???usw.

Ich habe nur noch Fragen und Zweifel und weiss nicht weiter.^^

Trotzdem wünsche ich Euch Allen ein schönes Weihnachtsfest und ein paar besinnliche Feiertage.
Auf dass das nächste Jahr ein Fest wird^^.

Das ist in einer Therapie häufig...
... da formt sich die Welt um einen herum neu, Gefühle und Standpunkte sind nicht fest, sondern ständig in Bewegung. Man legt die eigene Position auf der Landkarte und die eigene Sicht auf die Welt neu fest und in dieser Zeit gibt es fast keine Konstanten.
=> ich denke schon, dass Du es ihm glauben kannst.
Aber ich wiederhole: Dich immer nur zurückstellen ist in jedem Falle *falsch* (meiner Meinung nach).

Aber danach wird es nicht mehr so sein wie vorher, ob eine Beziehung das, auch unter günstigsten Umständen, übersteht, ist fraglich.
Die andere Frage bleibt: So wie es Dich mitnimmt: überlege GANZ GENAU, ob Du das WIRKLICH willst - und warum eigentlich?

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