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Trennung wegen Depressionen

12. Dezember 2011 um 14:22 Letzte Antwort: 13. Dezember 2011 um 23:12

Hallo zusammen,
mein dahmaliger Freund und ich haben uns vor ca. 1 1/2 Monaten getrennt und mir geht es sehr schlecht deswegen. Ich kann sogar ehrlich behaupten, dass es mir noch nie so schlecht ging nach einer Beziehung.

Die Beziehung zu ihm war die schönste, intensivste und liebevollste die ich je hatte. Ich wusste davor nicht was Liebe ist...bis er kam.
Leider kamen ca. nach 7-8 Monaten immer mehr Probleme und wir haben sehr oft gestritten. Da er ein Aggressionsproblem hat, ist jeder Streit auch gleich eskaliert (er war nie mir gegenüber aggressiv). Die letzten beiden Wochen waren am schlimmsten, er ist in ein tiefes Loch gefallen. Monotone Stimmlage, gefühlskalt, lustlos... Wir haben die Depression erkannt und auch einen Termin beim Neurolagen vereinbart. Ich habe versucht ihm beizustehen, aber diese zwei Wochen waren einfach zu hart. Wir haben auch keine richtige Beziehung mehr geführt. Ich habe dann beschlossen, dass es besser ist einen Schlussstrich zu ziehen und wir haben darüber gesprochen. Es war total schlimm, wir haben beide geweint...er wollte dass ich noch Geduld habe und ich habe mich "überreden" lassen (weil ich die Beziehung eigentlich auch nicht aufgeben wollte). Am nächsten Tag kam aber dann von ihm das aus. Er möchte mir nicht länger weh tun und er sieht wie schlecht es mir dabei geht. Er muss sein Leben erst einmal auf die Reihe kriegen usw. Und schon war die Trennung da.

Das schlimme für mich ist jetzt das loslassen. Wir hatten seit der Trennung noch sehr viel Kontakt, weil ich ihm einfach beistehen wollte. Er sagt mir auch immer wieder dass er mich liebt und sehr vermisst, aber zur Zeit kann er sich einfach keine Beziehung vorstellen. Er braucht seine Freiheit. Er will in den Tag hinein leben ohne sich Gedanken über jemanden oder etwas machen zu müssen. Er hat auch gesagt, dass er sich jeden Tag wünscht wir könnten wieder zusammen sein und das gemeinsam durchstehen, aber er würde mir zu sehr weh tun. Wir würden uns nur im Kreis drehen und es würde zum jetzigen Zeitpunkt genauso enden. Heute habe ich beschlossen den Kontakt komplett abzubrechen...was mir wirklich wahnsinnig schwer fällt!

Einerseits kann ich die Beziehung noch nicht ganz aufgeben, denn ich weiß wirklich dass er mich sehr liebt und ich liebe ihn genauso sehr. Und ich finde es einfach traurig, dass Liebe allein doch nicht reicht. Andererseits will ich einfach nicht mehr traurig sein und leiden.

Ich weiß die Zeit heilt alle Wunden...aber ich will nicht geheilt werden, denn dann verliere ich ihn. Ich weiß auch dass ich noch jung bin und vielleicht auch wieder jemanden wie ihn finden werde...aber ich will nur ihn.

Habt ihr vielleicht Erfahrungen die mir helfen könnten? Denkt ihr ich soll noch um die Beziehung kämpfen oder jetzt erst einmal an mich denken und loslassen?
Wenn es wirklich sein soll, werden wir auch so wieder zueinander finden oder?

Ich freue mich über eure ehrliche Meinung

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13. Dezember 2011 um 21:10

Ich kann dalocu nur zustimmen
und ich weiss ziemlich genau wie du dich fühlst.

Bei mir wars so dass die Depression (leider viel zu spät erkannt) einen grossen Teil der Ausgangslage gemacht hat dass ich es einfach nicht mehr ausgehalten hab. Ich habe irgendwann den Fehler gemacht meinen Ex Freund nach 7jähriger Beziehung zu betrügen.

Du willst ihm helfen... aber im Wesentlichen bin ich der Meinung dass man aus einer Depression nur selbst raus kommt und das nur wenn man es will. Ein Partner kann da - wenn überhaupt - nur helfen wenn er selbst absolut stabil ist... deshalb aber nicht nur deshalb solltest du in der Zeit auf dich schauen.

Ein lieber Freund der auch unter Depressionen leidet hat mir mal erklärt dass jemand wenn er solche Phasen hat teils gar nichts fühlen kann... also nicht mal ob er jemand noch liebt. Auf die Frage hin dass es mir so vorkam dass mein mittlerweile Ex mich nicht mehr geliebt hätte.

Ich versteh wie schwierig das ist... sich entgegen noch vorhandener Liebe zu trennen und ich will selbst nicht akzeptieren dass Liebe offenbar nicht immer stark genug ist.

Aber es ist wirklich so wie er sagt: Bis er nicht selbst mit sich und der Krankheit gelernt hat umzugehen, etwas gegen diese zu tun und stabil ist solange würde er dir in der Beziehung - wenn auch unabsichtlich - weh tun. Und das willst du nicht und ist nicht gut für dich, oder?

Wenn du ihn wirklich nicht aufgeben willst dann lass ihm jetzt mal die Zeit die er braucht damit umzugehen... achte auf DICH Und dass es dir gut geht... das muss nicht unbedingt gleich mit nem anderen sein.

Ich wünsch dir echt viel Kraft... ich weiss wie es ist wenn Kopf und Herz so gar nicht sich einig sein wollen

lg

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13. Dezember 2011 um 22:57

Danke
Danke euch beiden für die Antwort!Dass hilft mir wirklich sehr viel!

Es ist wirklich schwer wenn der Kopf u das Herz in zwei verschiedene Richtungen wollen! Ich weiß dass es die richtuge Entscheidung war und ich jetz erst einmal an mich denken muss!Und ich weiß auch dass er recht hat und ein zweiter Versuch in seinem jetzigen Zustand nichts gebracht hätte oder es vielleicht sogar noch schlimmer gemacht hätte!

Ich fühle mich nur ein bisschen so als würde ich ihn im Stich lassen!Er hat oft genug gesagt dass er nur mich hat mit der er reden kann und es weiß keiner wie es ihm wirklich geht!Durch den Kontaktabbruch kann ich ihm keine mut mehr machen den Termin beim Neurologen endlich zu vereinbaren!Ich bin froh dass er sich wenigstens hin u wieder mit meinem Onkel trifft (der hatte selbst schwere Depressionen und hat sich viel mit dem Thema auseinander gesetzt)!

Wisst ihr was für mich total widersprüchlich ist...er sagt immer er möchte dass es ihm wieder besser geht und dass er schnell gesund wird in erster Linie für sich aber auch damit es für uns wieder sine Chance gibt und im gleichen Zug "verschläft" er aber den ersten Termin beim Neurologen (den ich damals für ihn vereinbart hatte)!Denkt ihr er ist noch nicht soweit?Ich habe so angst dass es schlimmer wird und er sich dann erst recht alleine fühlt und sich vielleicht sogar etwas antut
Aber vielleicht sehe ich dass zu negativ!Es kann ja genauso gut sein, dass es ihm jetz so ganze ohne mich und ohne Kontakt besser geht!

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13. Dezember 2011 um 23:12
In Antwort auf sarita_11881823

Danke
Danke euch beiden für die Antwort!Dass hilft mir wirklich sehr viel!

Es ist wirklich schwer wenn der Kopf u das Herz in zwei verschiedene Richtungen wollen! Ich weiß dass es die richtuge Entscheidung war und ich jetz erst einmal an mich denken muss!Und ich weiß auch dass er recht hat und ein zweiter Versuch in seinem jetzigen Zustand nichts gebracht hätte oder es vielleicht sogar noch schlimmer gemacht hätte!

Ich fühle mich nur ein bisschen so als würde ich ihn im Stich lassen!Er hat oft genug gesagt dass er nur mich hat mit der er reden kann und es weiß keiner wie es ihm wirklich geht!Durch den Kontaktabbruch kann ich ihm keine mut mehr machen den Termin beim Neurologen endlich zu vereinbaren!Ich bin froh dass er sich wenigstens hin u wieder mit meinem Onkel trifft (der hatte selbst schwere Depressionen und hat sich viel mit dem Thema auseinander gesetzt)!

Wisst ihr was für mich total widersprüchlich ist...er sagt immer er möchte dass es ihm wieder besser geht und dass er schnell gesund wird in erster Linie für sich aber auch damit es für uns wieder sine Chance gibt und im gleichen Zug "verschläft" er aber den ersten Termin beim Neurologen (den ich damals für ihn vereinbart hatte)!Denkt ihr er ist noch nicht soweit?Ich habe so angst dass es schlimmer wird und er sich dann erst recht alleine fühlt und sich vielleicht sogar etwas antut
Aber vielleicht sehe ich dass zu negativ!Es kann ja genauso gut sein, dass es ihm jetz so ganze ohne mich und ohne Kontakt besser geht!

Hallo
ich nochmal: Also bei meinem damals schon Ex Freund (ok ich hatte also nichts mehr mitzureden) hab ich xmal gebettelt er solle doch endlich was unternehmen... zum Arzt gehen... er hat auch immer brav ja gesagt... es ist ihn klar, wird er machen.
Irgendwann zum wiederholten Mal hab ichs dann aufgegeben...
3 Wochen später war er beim Arzt gewesen, wieso: Weil ihm nun selbst klar wurde dass er was unternehmen muss nachdem er bei der Arbeit aufgrund von Unaufmerksamkeit (er ist Handwerker) einen Unfall hatte. Es spielt also wohl leider in der Krankheit mit dass sich die Betroffenen erst helfen lassen sobld sies selbst wollen oder soweit sind.

Von da an hat er angefangen mehr auf sich und seinen Körper zu achten, Hobbys, Freizeitaktivitäten usw.

Zum Zeitpunkt als er beim Arzt war wars aber nur noch ne "leichte" Depression (vorher schwer genug um unsre Beziehung in die Krise zu stürzen).

Recht viel mehr kann ich leider nicht sagen, da mir diese Krnkheit selbst noch so grosse Fragezeichen macht...

Wünsch dir viel Kraft und alles Gute

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