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Trennung von meiner Frau - ist es nun soweit?

7. Dezember 2012 um 13:09

Hallo Liebe Leute,
lange habe ich mich verschlossen. Nun suche ich Rat bei euch.

Ich bin seit fast 16 Jahren mit meiner Frau zusammen. Seit 5 Jahren sind wir verheiratet. Mit 23 Jahren haben wir uns in meiner "wilden Zeit" kennen gelernt - 6 Monate später war meine Frau das erste mal schwanger. Inzwischen haben wir 4 Kinder - von 8 bis 15 Jahren.

Ich habe immer versucht, meiner Frau zu ermöglichen, zuHause bei den Kindern zu bleiben, damit sie sich um sie kümmern kann. 10 Jahre lang musste sie nicht arbeiten. danach fing sie langsam wieder an, ins Berufsleben einzusteigen - mit Tätigkeiten, die Ihr Spaß machten. Tagesmutter, Kindergruppe leiten, aber auch reinigung eines Kindergartens (wo ich oft geholfen habe) und jetzt als Hauswirtschafterin.

Ich hatte schon recht früh den Eindruck, das ergend etwas nicht stimmen kann. Am Tag nach unserer Hochzeit konnte ich meine Frau nicht mehr wieder erkennen. So als ob sie sich keinerlei Sorgen machen müsste, ob ich sie jemals verlassen würde. Wir hatten schon von Anfang an - bis heute - eine harte Zeit. Schulden, die ich vorher gemacht habe, und noch höhere Schulden, die ich durch den Ruin unseres kleinen Unternehmens machte nagten immer schon an uns.

Das machte ich die ganze Zeit eigentlich als Verursacher unserer Probleme aus - Geld. Die meisten Streitigkeiten waren aus meiner Sicht oft nur wegen dem lieben Geld. Wie hatten nicht viel, sind aber mit den einfachsten Sachen ausgekommen und haben es immer irgendwie gemeinsam geschafft.

Lange nach der Geburt unseres letzten Kindes merkte ich, daß das Interesse an Sex bei meiner Frau nun fast gänzlich zum erliegen kommt. Wir hatten zwar die Jahre davor schon immer Schwierigkeiten mit dem Thema, (mir selber ist der Sex sehr wichtig) aber da wurde es dann auffalend schwer. Als ich mich 1 Jahr später sterilisieren ließ, mußte ich oft mit dem Gedanken kämpfen, daß für meine Frau das Nahesein beim Sex wohl gar nicht als wichtig empfindet. Vielmehr hatte ich den Eindruck, daß für Sie der Sex - bis auf wenige Ausnahmen- nur zum Kinderkiregen da ist. Da ich ja jetzt nicht mehr Kinder zeugen konnte, war ich wohl uninteressant.

Inzwischen haben wir es auf ganze 1-2 mal in 6 Monaten geschafft. Für mich ist das sehr frustrierend. Da für mich der Sex aber ein lebensbegleitender Teil ist, muß ich auch ganz ehrlich zugeben, daß ich schon viele male fremd gegangen bin, um mir einfach das zu holen, was ich brauche. Trotzdem habe ich immer meine Frau geliebt, und habe sie nie im Stich gelassen. Viele mögen mich jetzt verurteilen, aber so bin ich, und so werde ich wohl auch immer sein.

Inzwischen haben sich unsere Streiterein um einen Punkt erweitert. Unser 13 jähriger Sohn. Dieser belügt und bestiehlt uns, macht seine Hausaufgaben laufend nicht, schreibt schlechte Noten in der Schule, die weit unter seinem Können sind. Ständig rumpeln wir wegen dem lieben Geld und unserem Sohn zusammen.

Inzwischen können wir nicht an einem Tisch sitzen, ohne daß es nach wenigen Minuten zu Anfeindungen kommt. Da wir beide ein sehr hitziges Temperament haben, will keiner nachgeben, und es endet oft in einem heftigen Streit mit Beschimpfungen - und das immer öfter vor den Kindern.

Es ist mir inzwischen nicht mehr möglich, auch nur eine Sache zu machen - die zur Zufriedenheit passt - egal wie ich es mache, es ist falsch. Egal was ich sage, und wenn es nur eine einziges - normales- wort ist, ist das falsch und es eskaliert sofort. Wieso hast du das in dem Ton gesagt, wieso nicht das Wort usw.

Meine Frau ist von ehemals 55 Kilo nach den Geburten auf stolze 95 Kilo herangewachsen, aht zu unserer Hochzeit wieder auf 55 Kilo abgespeckt und ist inzwischen bestimmt wieder auf 85 Kilo. Ich kann sa leider keinen Sex mit ihr haben - so böse es sich auch anhört, aber es ekelt mich einfach wie diese schöne Frau sich hat gehen lassen. bei mir kommt so keine stimmung mehr auf.

Sie sagt mir zwar immer wieder sie würde mich lieben, aber Zärtlichkeiten, nette Worte oder einfach nur ein nettes Lächeln sind für meine Frau seit Jahren Fremdwörter. Ich dagegen versuche sie in den Arm zu geben, ihr einen Kuss zu geben - oft windet sie sich aus meinen Armen - man müsse ja noch so viel erledigen. Was ist wichtiger als die Pflege des Zwischenmenschlichen? Ich war immer ein Mensch, der sehr viel Humor hatte, überall gerne gesehen war, eine art Partylöwe, habe sehr viel gelacht und war immer glücklich - obwohl wir die Hucke voll Schulden hatten - obwohl wir mit sehr wenig auskommen mussten.

Heute bin ich ein verbitterter und verrämter Mann geworden. Ich suche bei anderen nach Fehlern und kreide es ihnen an. Darunter leiden auch unsere Kinder - womöglich sogar mehr, als unter der Schreierei meiner Frau. Jeden Tag bekommt mindestens eines unserer Kinder ihr Geschrei ab. Ich natürlich auch.

Ich habe meinen Freundeskreis auf Wunsch meiner Frau aufgegeben, und hätte wohl keine Kontakte mehr zu anderen Leuten, wenn ich nicht im Außendienst tätig wäre. Das ist meine einzige Freiheit. Oft bin ich fremdgegangen, weil eine andere Frau einfach nur nett zu mir war, und ich einfach nur einen netten Menschen bei mir haben wollte. Zurückgegangen bin ich immer wieder zu meiner Frau.

Ich habe meiner Frau schon oft gesagt, daß ich sie verlassen werde, wenn sie nicht nett zu mir ist. Ich habe oft gedroht, daß es aus wäre, wenn wir keinen Sex haben. Ich hätte alles ertragen, wenn sie wenigstens nett zu mir wäre, und mir das Gefühl gibt, auch wichtig in ihrem Leben zu sein. Inzwischen fällt mir immer mehr auf, daß sie mir nicht einmal richtig zuhört.

Irgendwie habe ich auch das Gefühl, daß sie selber merkt, daß es zu Ende geht, es aber nicht wahr haben möchte.

Heute fragte ich Sie, ob sie den Schreiner (einen Freund von mir) besucht hätte, um den Korkboden auszusuchen, damit er anfangen kann. Ich hatte mich gestern mit ihm unterhalten, unter er sagte mir, meine frau sein noch nicht da gewesen um den Korkboden auszusuchen. Ich bekam eine Predigt von meiner Frau, daß er erst den Keller ausmessen müsse, sie dann den kork aussucht etc.pp. - sie hatte es schlichtweg vergessen und wollte mir nun erklären, wie andere Leute ihre Arbeit zu machen haben.

Als ich ihr sagte, sie solle mir doch nicht erklären, wie andere Leute ihre Abreit zu machen haben, und einfach nur den Korkboden auswählen, kam es zum Streit. In folge dessen rief sie ihre Mutter an, die mir eine Predigt hielt. Ich war sofort der Böse, der für alles verantwortlich ist und an allem Schuld ist.

Ich habe aufgelegt, nachdem ich meiner Selle aich etwas Luft gemacht habe. Ich hätte sagen können, was ich will - eine Mutter hält immer zu ihrem Kinde - egel was passiert. Das hat meine Mutter auch immer getan, bis sie vor 2 Jahren gestorben ist.

Einerseits liebe ich meine Frau noch - andererseits würde ich am liebsten jetzt sofort meine Sachen packen und wegziehen - ein paar Straßen weiter - ein neues Leben anfangen - klar...Unterhalt zahlen bis zum Sanktnimmerleinstag, aber endlich wieder meine Freiheit, und mein Leben genießen. Menschen treffen, mit denen ich wieder Lachen kann - vielleicht sogar eine Partnerin finden, mit der ich meine restlichen 20 Jahre in Harmonie verbringen kann.

Da sind aber noch meine Kinder. ich bin selber ein Scheidungskind, und ich weiß, daß meine Frau an einer Trennung total zerbrechen würde. Vielleicht würde sie mir eher von ihren Brüdern die Knochen brechen lassen, oder mich im Schlaf erstechen, als mich an jemand anderen zu verlieren. Ich weiß, daß sie mich 20x am Tag anrufen würde, hier im Dorf an einer neuen Wohnung Sturm klingenln würde, laut vor dem Gebäude herumschreien würde, und die Kinder benützen würde, um mich unter Druck zu setzen. Sie einfach so zu mir vor die Türe stellen würde. Mir die Reifen abstechen würde und was es sonst noch für Gemeinheiten gibt, die sic hein verletzter Mensch ausdenken kann. Ja - genau so schätze ich meine geliebte Frau ein, und nicht einen Deut anders.

Jetzt stehe ich vor diesem Scherbenhaufen - alleine - ratlos und weiß nicht was ich tun soll.



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7. Dezember 2012 um 16:08

Wenn das alles so einfach wäre......
Danke Dir für den Ratschlag. Ich werde jetzt wohl einige schlaflose Nächte haben.

Ums Geld geht es mir ja garnicht. Da ich beruflich jetzt richtig tolle Aussichten auf ein finanziell sehr gut ausgerichtetes Leben habe, sollen Meiner Frau und meinen Kinder ruhig zukommen was sie brauhen - und vielleicht noch etwas mehr.

Ja,...wenn da nicht meine Kinder wären. Um die mache ich mir die meisten Sorgen. Die leiden ja jetzt bereits so sehr unter dieser Situation.

Wenn ichs mir genau überlege, wäre ich warscheinlich schon viel früher gegangen, wenn die Kinder nicht wären.

Ich weiß, daß es mir viel besser gehen würde, wenn ich gehe. Andererseits würde ich auch sehr darunter leiden, meine Frau nicht an meiner Seite zu haben, oder nicht zu wissen, wie es den Kindern ergeht.

Kann das jemand verstehen? im Grunde bin ich doch ein masochist. statt daß ich meine sieben Sachen packe, setze ich mich Tag für Tag den gleichen Seelenmassagen aus.

Was tun, sprach Zeus.....

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7. Dezember 2012 um 17:01

Nix
ja, daran ist bestimmt nichts mutiges. es ist lediglich das bedürfnis nach Nähe, auch wenn es nicht der Mensch ist, der einem eigentlich die Nähe geben sollte.

Deine Erläuterungen sind für mich absolut nachvollziehbar. Ich stimme Dir sogar in den ganzen Punkten zu, was die Kinder betrifft.

Die logische Konsequenz daraus wäre, sich zu trennen, das Haus zu verlassen und ein neues Leben anzufangen.

Die logische Konsequenz eben,.....
...wieso fällt es einem dann so schwer das einfach durchzuziehen?
Woran halte ich mich denn Fest?

An der Hoffnung, daß es viiieeeleicht doch noch irgendwann besser werden würde, wenn
z.B. die Kinder das Haus verlassen,
oder daß meine Frau wieder auf ihre Traummaße abnimmt?

oder vielleicht, daß sie mir einfach wieder zeigt, daß ich ein sehr wichtiger Part in ihrem Leben bin, und Sie mich so akzeptiert wie ich bin?

oder oder oder

je mehr ich davon hier niederschreibe, umso deutlicher wird mir, daß das alles so keinen Sinn mehr macht.

Nur mit der Hoffnung leben, daß sich vielleicht etwas zum Guten ändert, und dabei zusehen, wie im Grunde ALLE darunter leiden?

Nein. So bin ich nicht.

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