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Trennung von einem wesentlich älteren Mann möglich?

7. Dezember 2007 um 10:36 Letzte Antwort: 30. Dezember 2008 um 22:15

Ich(41) bin seit 17 Jahren mit meinem Mann (57) zusammen, seit 12 Jahren verheiratet. Wir haben drei Kinder. Die Beziehung war schon immer schwierig. Seit einigen Jahren verlieren wir uns aus den Augen. Er lebt sein Leben, arbeitet viel und hat ein sehr zeitaufwendiges Hobby, ich war mit den Kindern beschäftigt. Seit mein jüngster im Kindergarten ist, habe ich mehr Zeit, mir mein Leben anzuschauen. An die Zukunft zu denken. Und ich habe angst. Große Angst, dass viel an mir vorbeigeht, vor allem eine erfüllende Partnerschaft mit Liebe, Innigkeit und Gemeinsamkeit. Ich denke an Trennung. Noch nicht so ernsthaft, aber schon oft. Die Angst davor ist megamäßig. Ich bin quasi aus dem Elternhaus zu ihm übergesiedelt, bin nicht wirklich eigenständig und habe Angst vor dem Alleinsein. Sicherlich hat das auch dazu geführt, dass ich bei ihm blieb, obwohl schon früh der Wurm drin war. Wenn ich ihn verlasse, ist er beinah 60 Jahre. Er liebt die Kinder. Sie sind sein Leben. Aber mein Leben ist öde und leer. Und auch er hat, wenn er keine Affäre hat, seit Jahren keine Zärtlichkeit und keinen Sex mehr. Das alles macht mich unendlich fertig. Er merkt, dass ich auf distanz gehe und leidet sichtlich. Er ist abgemagert. Lustlos. Wie tot. Das geht seit einem Jahr so. Ich suche das Gespräch, er verweigert es, weil er Angst hat. Wir reden kaum, berühren uns nicht mehr, funktionieren nur - für die Kinder. Kann das mein Leben sein? Ich habe angst. Angst vor der Trennung und Angst vor dem Bleiben. Beides ist katastrophal. Was tun? Wie weiß ich, welcher Weg richtig ist? Gibt es Entscheidungshilfen?

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8. Dezember 2007 um 8:50

Ganz einfach:
Eine professionelle Eheberatung,
und zwar zu zweit!
Das wird auf jeden Fall eine Entscheidung
herbeiführen.
Alles andere ist Quatsch.
Viel Glück!

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17. Dezember 2007 um 13:54

Wenn Liebe nur noch Gewohnheit ist...
...dann ist es Zeit zu gehen, meiner Meinung nach.
In deinem Fall sehe ich es so: wenn du bleibst, verzichest du auf dein eigenes Leben, wenn du gehst steht dir eine schwierige Zeit bevor (weil du ja, wenn ich dich richtig verstanden habe, erst lernen mußt auf eigenen Füßen zu stehen ABER dass kann man lernen und dafür ist nie zu spät).

Viel Glück
und LG
Junilicht

P.s kann es sein ,dass dein Mann depressiv ist?
hört sich nach deiner Schilderung danach an

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23. Dezember 2007 um 18:27

Ja, er leidet..
..aber anders als ich. Während ich versuche, mir ein eigenes Leben aufzubauen, eigenständig zu werden, zieht er sich völlig in sich zurück. Ich weiss, dass er leidet und es ihm schlecht geht. Er kann mit meiner Eigenständigkeit kaum umgehen. Hat mich allein in den letzten 12 Monaten so dermaßen verletzt durch seine Bemerkungen und seine Ignoranz, dass es mir sehr schwer fällt, auf ihn einzugehen. Aber er tut mir leid, sein Leiden tut mir leid. Aber er ist eben im gegensatz zu mir nicht bereit, die Scheuklappen abzunehmen und sich unsere Ehe anzuschauen. für ihn war es so, man hat geheiratet und gut ist. Er hat NIE für die Beziehung was getan. 10 Jahre sind wir nicht weggegangen, weil er die Kinder nicht fremdbetreuen lassen wollte. Neidvoll blickte ich lange auf andere ehen. Mein Mann sagt, er liebt mich und die Kinder. Aber er steckt nicht zurück für uns und er interessiert sich nicht wirklich. er leidet und ist depressiv - aber ich will mich nicht verantwortlich fühlen für sein Leben. Das kann ich nicht leisten! Ich sehe zur Zeit erst die Kinder und dann auch mich. Eine Eheberatung oder therapie lehnt er ab. Wir haben oft drüber geredet. Ich bin seit einigen Monaten in therapie. aber er? Wartet ab. Wenn ich ein Gespräch beginnen will, sagt er, ich solle das mit meiner therapeutin besprechen. Er hat Angst vor dem Kontakt zu mir. er vermeidet ihn. seit Monaten. Aber so geht es halt nicht. Ich gehe meinen Weg. Aber wenn er nicht bereit ist, sich zu ändern und auch mitzugehen....dann werde ich künftig allein gehen. So lieb er auch sein mag und so gut es uns finanziell mit ihm geht. Geld ist eben nicht alles.

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30. Dezember 2008 um 22:15

Du bist nicht für sein Leben verantwortlich...
Auch wenn es hart klingt, aber es ist so. Ich bin auch seit 14 Jahren verheiratet, und habe mich vor 2 Jahren getrennt. Wir haben zwei Kinder im Alter von 11 Jahren.
Die Anfangszeit der Trennung war für meinem Mann sehr schwer, ihn so leiden zu sehen habe ich kaum ertragen. Ich bin fast umgekommen vor Schuldgefühlen.
Heute 2 Jahre später kommt er gut zurecht, und wir haben ein sehr gutes Verhältnis zueinander.
Wir unternehmen oft etwas gemeinsam mit den Kindern, nur als Paar existieren wir nicht mehr.
Auch wenn es allein oft schwer ist bereue ich den Schritt nicht mehr.
Ich möchte dir Mut machen...wenn du wirklich nicht mehr glücklich bist, und dein Mann nicht bereit ist etwas für eure Ehe zu tun, dann mach dich auf den Weg.
Deinen WEG....und du wirst sehen, du wirst es SCHAFFEN.

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