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Trennung von der Frau, die man liebt?

29. Dezember 2019 um 11:37 Letzte Antwort: 1. Januar um 21:14

Hallo zusammen,

ich habe im März schon einmal eine Diskussion gestartet, ob ich ausziehen soll oder nicht. Eure Antworten haben mir sehr bei der Entscheidungsfindung geholfen. Vielleicht klappt das jetzt auch wieder.

Hier die Kurzfassung meiner Situation: Ich (m, 32) bin geschieden und habe eine Tochter (12), die bei meiner Ex-Frau lebt. Seit zwei Jahren bin ich in einer Partnerschaft mit einer wirklich lieben Frau, die auch selbst einen Sohn hat (gerade eingeschult). Im März hatte ich schon über die Schwierigkeiten mit dem Sohn berichtet. Inzwischen ist es so schlimm, das die Grundschule mit ihm überfordert war und er laut Kinderpsychologe ein Ernstfall ist. Heißt im Klartext, das er schon seit einigen Wochen in einer Kinderklinik in Betreuung ist und selbst dort wahrscheinlich in eine Verhaltenstherapie oder so etwas muss. Kurzum: das Kind ist extrem anstrengend und man kann sich kaum länger irgendwo mit ihm aufhalten, da es immer auffällt oder mit anderen Kindern in Konflikt gerät. Gemeinsame Ausflüge mit meiner Tochter gehen auch schon nicht mehr.

Ich wohne jetzt wieder in meiner Heimat, bei meiner ganzen Familie, meinen Freunden und ganz in der Nähe meiner Tochter. Ich fühle mich viel leichter, entspannter und fröhlicher seitdem.
In meiner Partnerschaft ist seit drei Wochen Funkstille, weil ich mir klar werden muss, wie und ob es weitergeht. Meine Partnerin will unbedingt die Beziehung aufrecht erhalten, will alles von vorne beginnen und mit mir Dinge unternehmen, wenn ihr Sohn nicht da ist (Denn wenn er da ist, dreht sich alles zwangsweise um ihn). Wenn ich daran denke, fühle ich mich nicht mehr so gut, da ich denke sie noch zu lieben. Aber wie soll eine gemeinsame Zukunft aussehen? Fernbeziehung bis der Sohn 18 Jahre alt ist? Das will ich nicht... Mir tut das alles so Leid, da meine Partnerin ja eigentlich gar nichts für die Situation kann, aber sie ihren Partner verliert. Mit ihr und ihrem Sohn zusammen leben hat nicht funktioniert. Ich wäre fast wahnsinnig geworden, wo ich sonst ein sehr geduldiger und ruhiger Mensch bin.

Sollte man so eine Beziehung aufrecht erhalten? Es ist jetzt eine 20 minütige Autofahrt räumliche Trennung zwischen unseren Wohnorten. Und auf Grund meiner Arbeit und meiner Freizeitaktivitäten wäre ein Treffen ohnehin nur ein- oder zweimal die Woche jetzt möglich. Hat jemand eine ähnliche Erfahrung gemacht? Wenn ja, wie ist es ausgegangen? Ich habe Angst zuviel Energie und Nerven in die Beziehung zu stecken, um dann wieder unglücklich zu sein... so etwas kann ja in jeder Beziehung passieren, aber hier sind eben die Voraussetzungen schon denkbar schlecht. Was meint ihr?

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29. Dezember 2019 um 12:21

Hallo,

Du bist mit 20 Vater geworden und hast schon einiges erlebt...

Mag sein..man möchte nicht ewig mit dem Menschen in den man sich verliebt hat,eine Distanzbeziehung führen-nur-wer zwingt Dich-euch-nach 2Jahren über Zusammenleben und gemeinsame Zukunft zu entscheiden?

Mein Eindruck beim Lesen war,Dein Bauchgefühl gibt Dir Recht...ok sie ist auch sehr jung Mutter geworden,offensichtlich überfordert gewesen mit der Kleinkinderziehung und..leider nicht in der Lage -sich professionell längerfristig frühzeitig Hilfe geholt zu haben mit diesem nervigen Sohn..7Jahre alt und shreddert die neue Partnerschaft der Mutter-Mannomann 

Vielleicht- könnte ein Kompromiss so aussehen,dass DU Dir innerlich eine Frist setzt.
Meinetwegen bis Herbst 2020 oder so. Wäre das eine Idee?


Du hattest es ihr noch nicht offen gesagt,was Deine m.E.völlig berechtigten Bedenken sind- das Kind ist nun mal da..

Ich würde vermuten,dass sie sehr verletzt sein wird,aber meiner Meinung nach schuldest Du ihr Ehrlichkeit,dass Du das einfach nicht kannst, mit diesem extrem "psychisch kranken oder ADHS Kind"was auch immer,ich will Deine Partnerin nicht beleidigen,aber es klang danach.

Patchwork funktioniert und ist heutzutage normal..in eurem FAll hätte ich auch grösste Bedenken.Es ist so schon nicht einfach..neuer Partner..Lebensumstände ändern..ggf.gemeinsame Wohnung..wie auch immer und das tägliche Allerlei nebst JOb usw.-dann noch jeweils ein Kind aus vorherigen Beziehungen.

Vielleicht wäre es die Frau für eine enge Bindung,aber unter denkbar schlechten Voraussetzungen und -Respekt-wie klar Du das rausgefiltert hattest.

Vom Alter her könnte ich Deine Mutter sein..und ich rate Dir vorsichtig,das alles sorgfältig zu überdenken-und auf Dein Bauchgefühl zu hören.

Weiss nicht,ob es eine Option wäre,dass der Kindsvater ihres Sohnes alleiniges Sorgerecht bekäme? Und er "nur noch"in Ferien usw..bei ihr wäre?
Zuliebe des neuen Partners auf den Sohn "verzichten"klingt grausam..aber...?

KLar sehnt sich die junge Frau nach einem neuen Partner und..es dürfte schmerzlich für sie sein,dass ihr (ADHS)Kind dies verhindert und blockiert.Aber man muss sich den Tatsachen stellen,ist das Kind den ambulant beim Kinderpsychologen oder schon mal in einer psychosomatischen Klinik gewesen?

Es wäre auch sinnvoll,die Ernährung des Jungen Deiner Freundin zu überdenken..weg mit Cola..Limo..viel Süssem..Pizza und Weissbrot und Würzmischungen..im weitesten Sinn..frisch kochen,wenig Zusatzstoffe.Könnte seine Befindlichkeit verbessern,das kann aber ein halbes Jahr dauern..führt aber jetzt zu weit.

Dir gute Entschlüsse..ich beneide Dich nicht,ist nicht leicht.
Sei aber offen und bleib Dir selber treu und bescheiss (sorry)die Frau nicht.Wenn Trennung,dann bald.

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29. Dezember 2019 um 12:44

Deinen alten Beitrag habe ich nicht gelesen. Ich glaube aber, dass du einen Fehler gemacht hast und besser nach konstruktiven Lösungen gesucht hättest. 

Beide Varianten haben ihre Fürs und Widers.
Vor allem der kleine Sohn tut mir leid. Alle Psychologen können auf ihn einreden, soviel sie wollen, solange die eigentliche Ursache, der Konflikt, nicht beseitigt ist. Du scheinst für ihn die personifizierte Widerstandsfigur zu sein ("Das ist nicht mein Papa!". Aber um das möglichst realitätsnah einschätzen zu können, bräuchte man mehr Information über die Beziehung zwischen dem Kleinen und seinem Vater. Ob sich der Vater denn jemals um seinen Sohn gekümmert hat z.B. 
Die Situation, in der ihr jetzt seid, nämlich so ein Schwebezustand, ist für euch alle nicht gut. Dass deine Partnerin das mitspielt, spricht nicht für sie. Sie passt sich Männerwünschen in dieser Hinsicht zu sehr an nach meinem Geschmack. Dieses Gefühl von Austauschbarkeit muss doch schrecklich für sie sein, aber sie will das fortsetzen. Denke mal darüber nach.  

Die Variante favorisierst du selbst, glaube ich: 
Ich wohne jetzt wieder in meiner Heimat, bei meiner ganzen Familie, meinen Freunden und ganz in der Nähe meiner Tochter. Ich fühle mich viel leichter, entspannter und fröhlicher seitdem.

Das würde ich dann auch so sehen und konsequent durchziehen.
Und nun die Vorbehalte: Nimm dich in acht, auch die Ex-Familie ist für dich keine Nummer Sicher. Du kannst als verantwortungsbewusster Mensch nicht einfach aufkreuzen und sagen: Da bin ich wieder (ganz großzügig), ich habe es mir anders überlegt und habe jedes Recht dazu, also habt mich lieb. Du und deine Ex-Frau, Ihr seid geschieden. Es kann dir passieren, dass du auch dort jetzt in die Rolle eines Eindringlings gerätst, wenn die Mutter deiner Tochter inzwischen ihr eigenes Leben weiter gelebt und auch einen neuen Partner gefunden hat. Auch ohne neuen Partner sieht es ähnlich aus. Es wäre schon merkwürdig, wenn ihr beide plötzlich tun würdet, als wenn nie etwas geschehen wäre. 
Denke mal vor allem vor dem Hintergrund der absoluten männlichen Freiheit (s. Liberalen-Politik) darüber nach, welche Aufgaben Männer in Familien haben. Auch darüber, wie wichtig es ist, gut nachzudenken, wenn es um Entscheidungen geht, die lange Zeit oder das ganze Leben prägen können. 
In diesem Sinne möchte ich dir auch nicht sagen, dass das eine oder das andere für dich richtiger ist. Vielleicht kommst du zu reiferen Entscheidungen, wenn du erkannt hast, wie wichtig Verbindlichkeit für Männer sein kann.  

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29. Dezember 2019 um 12:51

Welche Diagnose hat der Sohn?

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29. Dezember 2019 um 13:00

Ich könnte jetzt zwar von Alter her nicht deine Mutter sein  aber ich bin eine Frau und kann mich da eher besser in deine Freundin hineinversetzen.
Denn ich stelle mir vor es könnte auch mir passieren , dass ich ein schwieriges Kind bekommen kann, der viel Aufmerksamkeit und viel mehr Kraft in der Erziehung benötigt und da würde ich ein Mann an meiner Seite wünschen  der bereit ist diese Aufgabe gemeinsam mit mir zu bewältigen und mein Kind nicht als störfaktor sieht . 

fakt ist es gibt sie nun mal in Doppelpack ,daher ist das mit der Fernbeziehung unsinnig entweder liebst du sie ganz mit dem Problemkind oder du lässt es ganz sein ( was auch nicht verwerflich wäre) Aber ein Kompromiss seh ich da nicht.  

die Idee , dass sie ihr Kind bei ihren Vater abgeben soll um der Beziehung wegen finde ich auch sehr schlecht. Es gibt Mütter auf der Welt die noch viel schwierigere Kinder haben und dennoch zu ihren Kind stehen und es lieben.  

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29. Dezember 2019 um 13:19
In Antwort auf fiebie95

Ich könnte jetzt zwar von Alter her nicht deine Mutter sein  aber ich bin eine Frau und kann mich da eher besser in deine Freundin hineinversetzen.
Denn ich stelle mir vor es könnte auch mir passieren , dass ich ein schwieriges Kind bekommen kann, der viel Aufmerksamkeit und viel mehr Kraft in der Erziehung benötigt und da würde ich ein Mann an meiner Seite wünschen  der bereit ist diese Aufgabe gemeinsam mit mir zu bewältigen und mein Kind nicht als störfaktor sieht . 

fakt ist es gibt sie nun mal in Doppelpack ,daher ist das mit der Fernbeziehung unsinnig entweder liebst du sie ganz mit dem Problemkind oder du lässt es ganz sein ( was auch nicht verwerflich wäre) Aber ein Kompromiss seh ich da nicht.  

die Idee , dass sie ihr Kind bei ihren Vater abgeben soll um der Beziehung wegen finde ich auch sehr schlecht. Es gibt Mütter auf der Welt die noch viel schwierigere Kinder haben und dennoch zu ihren Kind stehen und es lieben.  

So sehe ich es auch. Bei so jungen Kindern werden im Normalfall die Mütter/die Familie in die Therapie stark mit eingebunden. Ein Hin und Her, nichts halbes und nichts ganzes ist dafür nicht förderlich. 
Fakt ist: es liegen Jahre mühevoller Arbeit für das gesamte Familiensystem vor euch. Es wird sehr anstrengend. Punkt. Entweder du stehst zu 100% mit dahinter, zu Frau UND Kind mit all ihren Schwierigkeiten oder du lässt es komplett sein.

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29. Dezember 2019 um 13:39
In Antwort auf luna1001

Welche Diagnose hat der Sohn?

Das würde mich auch interessieren. 

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29. Dezember 2019 um 16:42
In Antwort auf nlt87

Hallo zusammen,

ich habe im März schon einmal eine Diskussion gestartet, ob ich ausziehen soll oder nicht. Eure Antworten haben mir sehr bei der Entscheidungsfindung geholfen. Vielleicht klappt das jetzt auch wieder.

Hier die Kurzfassung meiner Situation: Ich (m, 32) bin geschieden und habe eine Tochter (12), die bei meiner Ex-Frau lebt. Seit zwei Jahren bin ich in einer Partnerschaft mit einer wirklich lieben Frau, die auch selbst einen Sohn hat (gerade eingeschult). Im März hatte ich schon über die Schwierigkeiten mit dem Sohn berichtet. Inzwischen ist es so schlimm, das die Grundschule mit ihm überfordert war und er laut Kinderpsychologe ein Ernstfall ist. Heißt im Klartext, das er schon seit einigen Wochen in einer Kinderklinik in Betreuung ist und selbst dort wahrscheinlich in eine Verhaltenstherapie oder so etwas muss. Kurzum: das Kind ist extrem anstrengend und man kann sich kaum länger irgendwo mit ihm aufhalten, da es immer auffällt oder mit anderen Kindern in Konflikt gerät. Gemeinsame Ausflüge mit meiner Tochter gehen auch schon nicht mehr.

Ich wohne jetzt wieder in meiner Heimat, bei meiner ganzen Familie, meinen Freunden und ganz in der Nähe meiner Tochter. Ich fühle mich viel leichter, entspannter und fröhlicher seitdem.
In meiner Partnerschaft ist seit drei Wochen Funkstille, weil ich mir klar werden muss, wie und ob es weitergeht. Meine Partnerin will unbedingt die Beziehung aufrecht erhalten, will alles von vorne beginnen und mit mir Dinge unternehmen, wenn ihr Sohn nicht da ist (Denn wenn er da ist, dreht sich alles zwangsweise um ihn). Wenn ich daran denke, fühle ich mich nicht mehr so gut, da ich denke sie noch zu lieben. Aber wie soll eine gemeinsame Zukunft aussehen? Fernbeziehung bis der Sohn 18 Jahre alt ist? Das will ich nicht... Mir tut das alles so Leid, da meine Partnerin ja eigentlich gar nichts für die Situation kann, aber sie ihren Partner verliert. Mit ihr und ihrem Sohn zusammen leben hat nicht funktioniert. Ich wäre fast wahnsinnig geworden, wo ich sonst ein sehr geduldiger und ruhiger Mensch bin.

Sollte man so eine Beziehung aufrecht erhalten? Es ist jetzt eine 20 minütige Autofahrt räumliche Trennung zwischen unseren Wohnorten. Und auf Grund meiner Arbeit und meiner Freizeitaktivitäten wäre ein Treffen ohnehin nur ein- oder zweimal die Woche jetzt möglich. Hat jemand eine ähnliche Erfahrung gemacht? Wenn ja, wie ist es ausgegangen? Ich habe Angst zuviel Energie und Nerven in die Beziehung zu stecken, um dann wieder unglücklich zu sein... so etwas kann ja in jeder Beziehung passieren, aber hier sind eben die Voraussetzungen schon denkbar schlecht. Was meint ihr?

naja beide seiten sind zu verstehen.  sie kann nichts dafür....   aber du bist eben so nicht glücklich, und wirst es vermutlich auch nie wirklich werden...    du solltest (so schwer es ist) auf dich schauen und dazu gehört nun mal ein gewisser Egoismus

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29. Dezember 2019 um 19:39

Vielen Dank schon einmal für die vielen Denkanstöße. Eine richtige Diagnose ist mir nicht bekannt, da drückte sich der Psychologe nicht klar aus. Er ist sehr intelligent, hat aber ein riesen Defizit im sozialen Bereich. Er ist nicht hyperaktiv und hat kein ADHS (Laut Psychologen). Er ist derzeit in so einer Klinik, wovon coleen41 geschrieben hat. Schon seit vier Wochen.

 

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29. Dezember 2019 um 20:42
In Antwort auf nlt87

Vielen Dank schon einmal für die vielen Denkanstöße. Eine richtige Diagnose ist mir nicht bekannt, da drückte sich der Psychologe nicht klar aus. Er ist sehr intelligent, hat aber ein riesen Defizit im sozialen Bereich. Er ist nicht hyperaktiv und hat kein ADHS (Laut Psychologen). Er ist derzeit in so einer Klinik, wovon coleen41 geschrieben hat. Schon seit vier Wochen.

 

Was raten euch denn die behandelnden Ärzte, wie ihr euch verhalten sollt? Ihr solltet das denke ich mit den Fachleuten besprechen, ihr seid doch die Eltern des Jungen bzw Stiefpapa und Mama.

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30. Dezember 2019 um 10:15

Tja, die Psychiaterin sagt, wir sollen geduldig sein. Mit in die Therapie beziehen sie nur die Mutter und den leiblichen Vater ein, da dieser ein Faktor für die Ursache sein kann.

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30. Dezember 2019 um 10:30

Du bist doch der aktuelle Partner und daher auch ein "Faktor".

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30. Dezember 2019 um 13:07
In Antwort auf nlt87

Tja, die Psychiaterin sagt, wir sollen geduldig sein. Mit in die Therapie beziehen sie nur die Mutter und den leiblichen Vater ein, da dieser ein Faktor für die Ursache sein kann.

dann würde ich dir sowieso erstmal ne "pause" raten

rückzug

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30. Dezember 2019 um 13:41
In Antwort auf luna1001

Du bist doch der aktuelle Partner und daher auch ein "Faktor".

Das denke ich auch. Muss dann aber gegenüber der Psychiaterin auch offen kommuniziert werden. Und alle an einem Strang ziehen, ungeachtet eventueller Antipathien usw.
Aber das wird in jedem Fall anstrengend, deshalb müsste der TE da auch tatsächlich bereit und willens zu sein. 

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30. Dezember 2019 um 14:23
In Antwort auf zahrakhan

Das denke ich auch. Muss dann aber gegenüber der Psychiaterin auch offen kommuniziert werden. Und alle an einem Strang ziehen, ungeachtet eventueller Antipathien usw.
Aber das wird in jedem Fall anstrengend, deshalb müsste der TE da auch tatsächlich bereit und willens zu sein. 

Ja, ganz oder garnicht, alles andere gefährdet den Therapieerfolg, was langfristig zu noch mehr Schwierigkeiten führen wird. Was die Mutter da plant mit der Beziehung light, ist nicht im Sinne ihres erkrankten Kindes, welches Klarheit und Stabilität in seinem Leben noch mehr benötigt als normale Kinder.

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30. Dezember 2019 um 14:37
In Antwort auf luna1001

Ja, ganz oder garnicht, alles andere gefährdet den Therapieerfolg, was langfristig zu noch mehr Schwierigkeiten führen wird. Was die Mutter da plant mit der Beziehung light, ist nicht im Sinne ihres erkrankten Kindes, welches Klarheit und Stabilität in seinem Leben noch mehr benötigt als normale Kinder.

Da hast du höchstwahrscheinlich recht. Vermutlich spürt die Frau, dass der Mann da nicht wirklich bereit scheint mitzuziehen, will ihn aber auch nicht verlieren. Was ich auch verstehen kann, aber es geht da wohl wirklich nur ganz oder gar nicht. 

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30. Dezember 2019 um 15:41
In Antwort auf anne234

Deinen alten Beitrag habe ich nicht gelesen. Ich glaube aber, dass du einen Fehler gemacht hast und besser nach konstruktiven Lösungen gesucht hättest. 

Beide Varianten haben ihre Fürs und Widers.
Vor allem der kleine Sohn tut mir leid. Alle Psychologen können auf ihn einreden, soviel sie wollen, solange die eigentliche Ursache, der Konflikt, nicht beseitigt ist. Du scheinst für ihn die personifizierte Widerstandsfigur zu sein ("Das ist nicht mein Papa!". Aber um das möglichst realitätsnah einschätzen zu können, bräuchte man mehr Information über die Beziehung zwischen dem Kleinen und seinem Vater. Ob sich der Vater denn jemals um seinen Sohn gekümmert hat z.B. 
Die Situation, in der ihr jetzt seid, nämlich so ein Schwebezustand, ist für euch alle nicht gut. Dass deine Partnerin das mitspielt, spricht nicht für sie. Sie passt sich Männerwünschen in dieser Hinsicht zu sehr an nach meinem Geschmack. Dieses Gefühl von Austauschbarkeit muss doch schrecklich für sie sein, aber sie will das fortsetzen. Denke mal darüber nach.  

Die Variante favorisierst du selbst, glaube ich: 
Ich wohne jetzt wieder in meiner Heimat, bei meiner ganzen Familie, meinen Freunden und ganz in der Nähe meiner Tochter. Ich fühle mich viel leichter, entspannter und fröhlicher seitdem.

Das würde ich dann auch so sehen und konsequent durchziehen.
Und nun die Vorbehalte: Nimm dich in acht, auch die Ex-Familie ist für dich keine Nummer Sicher. Du kannst als verantwortungsbewusster Mensch nicht einfach aufkreuzen und sagen: Da bin ich wieder (ganz großzügig), ich habe es mir anders überlegt und habe jedes Recht dazu, also habt mich lieb. Du und deine Ex-Frau, Ihr seid geschieden. Es kann dir passieren, dass du auch dort jetzt in die Rolle eines Eindringlings gerätst, wenn die Mutter deiner Tochter inzwischen ihr eigenes Leben weiter gelebt und auch einen neuen Partner gefunden hat. Auch ohne neuen Partner sieht es ähnlich aus. Es wäre schon merkwürdig, wenn ihr beide plötzlich tun würdet, als wenn nie etwas geschehen wäre. 
Denke mal vor allem vor dem Hintergrund der absoluten männlichen Freiheit (s. Liberalen-Politik) darüber nach, welche Aufgaben Männer in Familien haben. Auch darüber, wie wichtig es ist, gut nachzudenken, wenn es um Entscheidungen geht, die lange Zeit oder das ganze Leben prägen können. 
In diesem Sinne möchte ich dir auch nicht sagen, dass das eine oder das andere für dich richtiger ist. Vielleicht kommst du zu reiferen Entscheidungen, wenn du erkannt hast, wie wichtig Verbindlichkeit für Männer sein kann.  

"Denke mal vor allem vor dem Hintergrund der absoluten männlichen Freiheit (s. Liberalen-Politik) darüber nach, welche Aufgaben Männer in Familien haben."

Ich bin kein Wähler dieser Partei, aber wieso schiesst Du immer gegen die?
Und zu bestimmen haben die doch schon seit einigen Jahren auch nichts mehr.

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31. Dezember 2019 um 5:17
In Antwort auf zahrakhan

Da hast du höchstwahrscheinlich recht. Vermutlich spürt die Frau, dass der Mann da nicht wirklich bereit scheint mitzuziehen, will ihn aber auch nicht verlieren. Was ich auch verstehen kann, aber es geht da wohl wirklich nur ganz oder gar nicht. 

Ich habe ihr gesagt, dass ich mit ihrem Sohn erziehungstechnisch keinen Erfolg habe. Wenn wir zwei alleine waren, hat er absolut gar nicht auf mich gehört. Im Gegenteil. Da hat er sich meist noch schlimmer verhalten. Mit meiner Ex Frau hatte ich selbst auch schon einen Stiefsohn, mit diesem hat es wunderbar funktioniert und dieser sagt immer noch Papa zu mir.
Meine Partnerin hat mir schon gesagt, dass sie mich nicht verlieren will und unsere Beziehung trotz räumlicher Trennung weiterführen will. Auch durch Aktivitäten ohne ihren Sohn. Das finde ich irgendwie nicht so gut. Ich bin ja selbst Vater und ich würde das nicht wollen, mein Kind wegen einer Beziehung hinten dran stellen.
Aber ich verstehe auch, warum sie die Beziehung aufrecht erhalten will. Für sie ist die Beziehung etwas, was für sie ist. Sie ist rund um die Uhr mit ihrem Kind beschäftigt und kann bei mir eben Frau sein und nicht Mutter. 

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31. Dezember 2019 um 7:21
In Antwort auf nlt87

Ich habe ihr gesagt, dass ich mit ihrem Sohn erziehungstechnisch keinen Erfolg habe. Wenn wir zwei alleine waren, hat er absolut gar nicht auf mich gehört. Im Gegenteil. Da hat er sich meist noch schlimmer verhalten. Mit meiner Ex Frau hatte ich selbst auch schon einen Stiefsohn, mit diesem hat es wunderbar funktioniert und dieser sagt immer noch Papa zu mir.
Meine Partnerin hat mir schon gesagt, dass sie mich nicht verlieren will und unsere Beziehung trotz räumlicher Trennung weiterführen will. Auch durch Aktivitäten ohne ihren Sohn. Das finde ich irgendwie nicht so gut. Ich bin ja selbst Vater und ich würde das nicht wollen, mein Kind wegen einer Beziehung hinten dran stellen.
Aber ich verstehe auch, warum sie die Beziehung aufrecht erhalten will. Für sie ist die Beziehung etwas, was für sie ist. Sie ist rund um die Uhr mit ihrem Kind beschäftigt und kann bei mir eben Frau sein und nicht Mutter. 

Erst einmal....full disclosure....ich habe beruflich mit solchen Kindern wie dem Sohn deiner Partnerin gearbeitet. 

Ichnwar an Diagnosen beteiligt, habe Schueler mit psychiatrischen Diagnosen ins Schulsystem integriert, habe in Heimgruppen mit Kindern und Jugendlichen mit psychiatrischen Diagnosen gearbeitet. 

Ich will absolut keine Diagnosen oder Prognosen angeben...ich kann dir aber davon schreiben was ich ich bei anderen Kindern/Patienten erlebt habe. 

Bei dem Kind deiner Partnerin muss ja schon einiges passiert sein, oder ist evtl. schon einiges probiert worden.....ein Kind in die Kinder und Jugendpsychiatrie einzuweisen steht eigentlich immer am Ende der versuchten Interventionen, nicht am Anfang. 

Ist der Junge permanent aus der Schule ausgeschlossen, oder soll er dieselbe Schule wieder besuchen, wenn er aus der Klinik kommt?

Es gibt fuer Patienten die nur sehr schwierig wieder in der Schule einzugliedern sind...oder die ausgeschlossen wurden....bei manchen KJPs die Moeglichkeit dort die Schule zu besuchen und tagsüber betreut zu werden. 

Ich bin bin der Ansicht, dass es jetzt auch viel zu frueh waere dich irgendwie miteinzubeziehen. Es wird ja jetzt erst einmal versucht werden die richtige Diagnose zu finden. Das ist bei Kindern oft sehr schwierig und nicht abgeschlossen bis sie erwachsen sind. Sehr oft ändert sich die Diagnose auch noch, wenn die Kinder erwachsen werden. 

Dann werden evtl. Medikamente angesetzt. Das sind alles Dinge bei denen hoechstens die Eltern involviert sein sollten. 

Man darf sich bei Kindern Therapie auch nicht so vorstellen wie bei Erwachsenen. Sie sind eben keine Erwachsenen die so reflktieren und mitarbeiten können. Es ist ganz wichtig mit den Hauptbezugspersonen ein Konzept (Rahmenbedingungen) zu entwickeln mit denen alle besser leben koennen. 

Das wird bei der Mutter schon schwierig werden alte Muster zu durchbrechen und einen ganz anderen Weg zu gehen. Ein Partner der Mutter sollte dann wirklich erst später dazukommen....wenn die beiden schon einen guten Weg zurückgelegt haben und sich alles beruhigt und eingespielt hat. 

Dann kann man sich mit Hilfe auf den Weg machen und dich in diese neue Art miteinander umzugehen zu integrieren. 

Du musst wissen, ob du die Geduld und das Durchhaltevermögen hast diesen Weg mit deiner Partnerin und ihrem Kind zu gehen. Einfach wird dieser Weg sicher nicht. 

Es ist aber auch nicht hoffnungslos oder unmöglich. 
 

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31. Dezember 2019 um 8:22
In Antwort auf nlt87

Ich habe ihr gesagt, dass ich mit ihrem Sohn erziehungstechnisch keinen Erfolg habe. Wenn wir zwei alleine waren, hat er absolut gar nicht auf mich gehört. Im Gegenteil. Da hat er sich meist noch schlimmer verhalten. Mit meiner Ex Frau hatte ich selbst auch schon einen Stiefsohn, mit diesem hat es wunderbar funktioniert und dieser sagt immer noch Papa zu mir.
Meine Partnerin hat mir schon gesagt, dass sie mich nicht verlieren will und unsere Beziehung trotz räumlicher Trennung weiterführen will. Auch durch Aktivitäten ohne ihren Sohn. Das finde ich irgendwie nicht so gut. Ich bin ja selbst Vater und ich würde das nicht wollen, mein Kind wegen einer Beziehung hinten dran stellen.
Aber ich verstehe auch, warum sie die Beziehung aufrecht erhalten will. Für sie ist die Beziehung etwas, was für sie ist. Sie ist rund um die Uhr mit ihrem Kind beschäftigt und kann bei mir eben Frau sein und nicht Mutter. 

Das ist wirklich schwierig. Lies dir mal den nachfolgenden Beitrag von evaeden gründlich durch. Der ist sehr fundiert und auf jeden Fall steht bei einem Kind, vor allem in diesem Alter, eine psychiatrische Klinik so ziemlich am Ende. Wenn alles andere nichts gebracht hat. 
Im Moment ist das Problem vor allem, dass es ja noch gar keine Diagnose gibt. Man weiß also nicht, ob seine Verhaltensauffälligkeiten eher in überforderten Eltern, die zu wenig Halt geben und Grenzen setzen, begründet liegen oder gar schlimmes passiert ist oder ob vielleicht eine autistische Störung oder wer weiß was sonst noch verantwortlich ist.
In jedem Fall ist es so, dass du hinter ihr stehen müsstest, wenn ihr zusammenbleiben wollt. Ist doch auch möglich in Form einer Distanzbeziehung(ich selbst habe mit meinem Sohn mit zunächst getrennten Lebenswelten gute Erfahrungen gemacht).
Ich finde es auch grundsätzlich nicht verwerflich, dass sie mit dir Dinge zu zweit machen will, wenn ihr Sohn woanders gut betreut wird. 

 

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31. Dezember 2019 um 8:39

Das ist ein guter Erfahrungsbericht, danke evaeden. 

Da ich auch schon 12 Jahre Kinder großgezogen habe, welche wunderbar erzogen sind, habe ich mit ihr auch schon so einige erzieherische Dinge besprochen. Sie macht das aber gut, sie hat auch schon viel versucht und sich viel belesen. Sie schenkt ihrem Kind wahnsinnig viel Aufmerksamkeit, genau wie die ganze Familie. Es ist eine sehr harmonische Familie mit Großeltern und Urgroßeltern. Das ist es ja, eigentlich könnte der kleine es nicht besser haben.
Er bekommt von allen (bis auf seinen Vater) eine gute Erziehung mit Grenzen und Konsequenzen, aber auch Belohnungen für gute Dinge. Beim Vater darf er eben alles, dass macht eine einheitliche Erziehung schwierig - wobei er nur alle drei Wochen für zwei Tage dort ist. Aber das war bei meinem ersten Stiefsohn auch so, dennoch hat er sich bei uns zu Hause benommen. 

Das haben wir wie gesagt zwei Jahre zusammen versucht mit der Erziehung. Aber ich bin nervig am Ende. Ich musste ausziehen, sonst hätte ich gar nicht mehr fröhlich sein können. 

Aus euren vielen Anmerkungen schließe ich auch, dass viele der Meinung sind, es geht entweder nur zu 100% oder gar nicht. Ich weiß wirklich nicht, ob ich so ein Familienleben möchte. Ich bin 32 und die Aussicht auf vielleicht noch ein Kind wird immer kleiner, mit meiner jetzigen Partnerin und ihrem Sohn unvorstellbar mit noch einem Kind. Es ist zum verzweifeln, ich will sie nicht allein lassen, schaffe es aber nicht mit ihrem Sohn...

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31. Dezember 2019 um 9:33

Dann lass es lieber bleiben. Es ist kräftezehrend und du packst es nicht, damit ist ja auch keinem geholfen. Wobei ich es schon so sehe, dass wenn du jetzt 2 Jahre mit eine Hauptbezugsperson für den Jungen warst, du auch mit in die Therapie eingegliedert gehören würdest. Jeder, der mit ihm zu tun hat, muss ja an einem Strang ziehen und die Therapieinhalte ja auch zuhause dann umsetzen, sonst kommt ja nix bei raus, wenn man da ein Familienmitglied so ausklammert. Und du würdest natürlich auch entlastet, wenn du klare Richtlinien an die Hand kriegst, wie du auf das Verhalten des Sohnes reagieren kannst um kritische Situationen zu entschärfen. Also entweder du lässt dich in die Therapie mit einbinden, holst dir also auch Zugang zur Hilfe, oder du musst das Ding komplett beenden, da du sonst wohl auf der Strecke bleibst und mit deinen eigenen Bedürfnissen untergehst.

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31. Dezember 2019 um 9:42
In Antwort auf nlt87

Das ist ein guter Erfahrungsbericht, danke evaeden. 

Da ich auch schon 12 Jahre Kinder großgezogen habe, welche wunderbar erzogen sind, habe ich mit ihr auch schon so einige erzieherische Dinge besprochen. Sie macht das aber gut, sie hat auch schon viel versucht und sich viel belesen. Sie schenkt ihrem Kind wahnsinnig viel Aufmerksamkeit, genau wie die ganze Familie. Es ist eine sehr harmonische Familie mit Großeltern und Urgroßeltern. Das ist es ja, eigentlich könnte der kleine es nicht besser haben.
Er bekommt von allen (bis auf seinen Vater) eine gute Erziehung mit Grenzen und Konsequenzen, aber auch Belohnungen für gute Dinge. Beim Vater darf er eben alles, dass macht eine einheitliche Erziehung schwierig - wobei er nur alle drei Wochen für zwei Tage dort ist. Aber das war bei meinem ersten Stiefsohn auch so, dennoch hat er sich bei uns zu Hause benommen. 

Das haben wir wie gesagt zwei Jahre zusammen versucht mit der Erziehung. Aber ich bin nervig am Ende. Ich musste ausziehen, sonst hätte ich gar nicht mehr fröhlich sein können. 

Aus euren vielen Anmerkungen schließe ich auch, dass viele der Meinung sind, es geht entweder nur zu 100% oder gar nicht. Ich weiß wirklich nicht, ob ich so ein Familienleben möchte. Ich bin 32 und die Aussicht auf vielleicht noch ein Kind wird immer kleiner, mit meiner jetzigen Partnerin und ihrem Sohn unvorstellbar mit noch einem Kind. Es ist zum verzweifeln, ich will sie nicht allein lassen, schaffe es aber nicht mit ihrem Sohn...

Es gibt auch noch die Möglichkeit dazwischen, nämlich nicht zusammenzuleben und bewusst eure gemeinsame Zeit zu genießen. Ist dann eben nicht die klassische Standardbeziehung, aber muss die denn unbedingt sein? Schließlich gibt es kein Gesetz, das vorschreibt, dass man als Paar eine gemeinsame Wohnung haben muss.
Ich will dir das nicht aufschwatzen, müssen beide der Typ für sein, aber mein Partner und ich schwören darauf. Auch ohne Kind, das noch zu Hause wohnt.
Wäre vielleicht wenigstens eine Überlegung wert. 

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31. Dezember 2019 um 10:09
In Antwort auf nlt87

Das ist ein guter Erfahrungsbericht, danke evaeden. 

Da ich auch schon 12 Jahre Kinder großgezogen habe, welche wunderbar erzogen sind, habe ich mit ihr auch schon so einige erzieherische Dinge besprochen. Sie macht das aber gut, sie hat auch schon viel versucht und sich viel belesen. Sie schenkt ihrem Kind wahnsinnig viel Aufmerksamkeit, genau wie die ganze Familie. Es ist eine sehr harmonische Familie mit Großeltern und Urgroßeltern. Das ist es ja, eigentlich könnte der kleine es nicht besser haben.
Er bekommt von allen (bis auf seinen Vater) eine gute Erziehung mit Grenzen und Konsequenzen, aber auch Belohnungen für gute Dinge. Beim Vater darf er eben alles, dass macht eine einheitliche Erziehung schwierig - wobei er nur alle drei Wochen für zwei Tage dort ist. Aber das war bei meinem ersten Stiefsohn auch so, dennoch hat er sich bei uns zu Hause benommen. 

Das haben wir wie gesagt zwei Jahre zusammen versucht mit der Erziehung. Aber ich bin nervig am Ende. Ich musste ausziehen, sonst hätte ich gar nicht mehr fröhlich sein können. 

Aus euren vielen Anmerkungen schließe ich auch, dass viele der Meinung sind, es geht entweder nur zu 100% oder gar nicht. Ich weiß wirklich nicht, ob ich so ein Familienleben möchte. Ich bin 32 und die Aussicht auf vielleicht noch ein Kind wird immer kleiner, mit meiner jetzigen Partnerin und ihrem Sohn unvorstellbar mit noch einem Kind. Es ist zum verzweifeln, ich will sie nicht allein lassen, schaffe es aber nicht mit ihrem Sohn...

sonst hättest du nicht mehr fröhlich sein können....  wieso hältst du dann noch dran fest?

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31. Dezember 2019 um 12:39
In Antwort auf carina2019

sonst hättest du nicht mehr fröhlich sein können....  wieso hältst du dann noch dran fest?

Weil ich die Frau liebe. Sie ist ein wunderbarer Mensch. Aber es blieb alles Gute auf der Strecke, da sich alles nur um das Verhalten ihres Sohnes drehte. Zwei Tage ohne ihn haben nicht mal ausgereicht, um sich zu erholen oder um mal abzuschalten. Unsere Akkus waren so was von leer und ihre immer noch. Seit ich nicht mehr bei ihr wohne, geht es mir selbst immer besser. Aber sie kann nicht einfach raus aus ihrer Haut und ich hab ein bisschen ein schlechtes Gewissen ihr gegenüber... 

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31. Dezember 2019 um 16:18
In Antwort auf nlt87

Weil ich die Frau liebe. Sie ist ein wunderbarer Mensch. Aber es blieb alles Gute auf der Strecke, da sich alles nur um das Verhalten ihres Sohnes drehte. Zwei Tage ohne ihn haben nicht mal ausgereicht, um sich zu erholen oder um mal abzuschalten. Unsere Akkus waren so was von leer und ihre immer noch. Seit ich nicht mehr bei ihr wohne, geht es mir selbst immer besser. Aber sie kann nicht einfach raus aus ihrer Haut und ich hab ein bisschen ein schlechtes Gewissen ihr gegenüber... 

das weiß ich schon.  aber wenn das drumherum nicht passt dann reicht liebe nicht.  du siehst ja wie es dir nun besser geht

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31. Dezember 2019 um 16:54
In Antwort auf nlt87

Das ist ein guter Erfahrungsbericht, danke evaeden. 

Da ich auch schon 12 Jahre Kinder großgezogen habe, welche wunderbar erzogen sind, habe ich mit ihr auch schon so einige erzieherische Dinge besprochen. Sie macht das aber gut, sie hat auch schon viel versucht und sich viel belesen. Sie schenkt ihrem Kind wahnsinnig viel Aufmerksamkeit, genau wie die ganze Familie. Es ist eine sehr harmonische Familie mit Großeltern und Urgroßeltern. Das ist es ja, eigentlich könnte der kleine es nicht besser haben.
Er bekommt von allen (bis auf seinen Vater) eine gute Erziehung mit Grenzen und Konsequenzen, aber auch Belohnungen für gute Dinge. Beim Vater darf er eben alles, dass macht eine einheitliche Erziehung schwierig - wobei er nur alle drei Wochen für zwei Tage dort ist. Aber das war bei meinem ersten Stiefsohn auch so, dennoch hat er sich bei uns zu Hause benommen. 

Das haben wir wie gesagt zwei Jahre zusammen versucht mit der Erziehung. Aber ich bin nervig am Ende. Ich musste ausziehen, sonst hätte ich gar nicht mehr fröhlich sein können. 

Aus euren vielen Anmerkungen schließe ich auch, dass viele der Meinung sind, es geht entweder nur zu 100% oder gar nicht. Ich weiß wirklich nicht, ob ich so ein Familienleben möchte. Ich bin 32 und die Aussicht auf vielleicht noch ein Kind wird immer kleiner, mit meiner jetzigen Partnerin und ihrem Sohn unvorstellbar mit noch einem Kind. Es ist zum verzweifeln, ich will sie nicht allein lassen, schaffe es aber nicht mit ihrem Sohn...

Erst einmal....ein paar Tage beim Vater ohne Regeln bewirken nicht, dass ein Kind so massive Probleme hat. Ich denke aber, dass man auch dem Vater erklären wird, dass er mit bestimmten Regeln und einer Art Grundgerüst fuer den Umgang leichter haben wird. Was dann im Endeffekt im Alltag umgesetzt wird ist eine andere Baustelle. 

Es ist auch nicht die Schuld deiner Partnerin, die Schuld der Familie oder die Schuld der Erziehung, dass das Kind so ist wie es ist. Das ist etwas an das deiner Partnerin wahrscheinlich auch arbeiten muss in der nächsten Zeit....dieses schuldsein gehen zu lassen. Das ist wichtig fuer sie und ihr Kind. 

Ich kann sehr gut verstehen, dass deine Nerven am Ende sind und du einfach nicht mehr kannst. Das muss man sich eingestehen und dann auch danach handeln. 

Ist es geplant, dass das Kind in absehbarer Zeit nach Hause kommt und dann wieder zur Schule geht?

Diese erste Zeit zu Hause kann erst einmal richtig stressig werden....besonders wenn er noch von der Schule ausgeschlossen ist. Dann kommt es oft erst einmal Gang dick....besonders wenn Eltern versuchen eine neue Art des Umgangs umzusetzen. Du weißt sicher wie massiv so ein Kind sich dagegen wehren kann. 

Sprichst du mit deiner Partnerin darueber was man im der Klinik macht und was man in Zukunft umsetzen will?

Ich denke nicht, dass du zu 100% oder gar nicht involviert sein musst. Es liegt voellig an euch wie ihr die Beziehung weiterführen wollt. 

Wenn ihr als klassisches Paar zusammenleben wollt, dann musst du natürlich in die Erziehung involviert sein, Bescheid wissen usw.

Aber wenn ihr getrennt wohnt und das Kind erst einmal außen vor lässt ist das auch eine Moeglichkeit. Vielleicht auch gut fuer deine Partnerin um selbst von der Situation Auszeiten zu nehmen. 

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1. Januar um 8:16

Ich fände das das falsche Signal an Mutter UND Sohn. Weder ist der TE die Energietankstelle der Mutter, während seine eigenen Bedürfnisse weitestgehend auf der Strecke bleiben werden, noch sollte das System, in dem sich alles umso mehr um den Sohn dreht, je schlimmer er sich gebärdet, in dieser Form aufrecht erhalten werden, indem man den TE jetzt regelrecht vor dem Kleinen "versteckt". Wäre absurd.

Ziel einer Verhaltenstherapie ist, dass sich unpassendes Verhalten an die Lebensumwelt anpasst und nicht die Umwelt an den Erkrankten und dessen gestörtes Verhalten, dies sollte nicht vergessen werden.

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1. Januar um 21:14
In Antwort auf luna1001

Ich fände das das falsche Signal an Mutter UND Sohn. Weder ist der TE die Energietankstelle der Mutter, während seine eigenen Bedürfnisse weitestgehend auf der Strecke bleiben werden, noch sollte das System, in dem sich alles umso mehr um den Sohn dreht, je schlimmer er sich gebärdet, in dieser Form aufrecht erhalten werden, indem man den TE jetzt regelrecht vor dem Kleinen "versteckt". Wäre absurd.

Ziel einer Verhaltenstherapie ist, dass sich unpassendes Verhalten an die Lebensumwelt anpasst und nicht die Umwelt an den Erkrankten und dessen gestörtes Verhalten, dies sollte nicht vergessen werden.

Hm. Also so habe ich das noch gar nicht gesehen. Das stimmt schon. Und ich glaube das sind auch mehr Befürchtungen, wenn wir die Beziehung fortsetzen. Es wird keine glückliche Familie mehr werden. Ich werde wohl meine Konsequenzen daraus ziehen.
Ich danke allen vielmals für eure Meldungen. Man ist oft viel zu allein mit seinen Gedanken. 

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