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Forum / Liebe & Beziehung

Trennung von der ersten Jugendliebe nach 15 Jahren

Letzte Nachricht: 0:21
M
maja2102
20.01.23 um 14:13

Hi zusammen,

ich bin ziemlich durcheinander und weiß gerade nicht weiter aber will mich auch aktuell noch nicht meinen Freunden anvertrauen, da die Situation noch ziemlich wackelig und ungeregelt ist.

Mein Partner will sich aktuell nach 15 Jahren Beziehung von mir trennen, da er nach seiner Aussage einfach keine Lust mehr auf die Beziehung hat. Wir sind zusammen seid wir beide 15  sind und haben einiges zusammen erlebt: Ausbildungszeit, Wohnungsscuhe, Studienzeit, Studentenjobs und letztendlich die ersten richtigen Jobs, wo es finanziell auch besser aussah. In der ganzen Zeit gab es einige Hochs und Tiefs aber wir haben uns immer wieder zusammengefunden und waren immer Respektvoll zu einander und egal was für Probleme wir hatten, letzendlich waren wir immer für einander da und konnten sie zusammen. meistern und immer zusammen lachen. Wir verstehen uns generell sehr gut, haben die gleichen Interessen und den gleichen Humor und waren die ganzen Jahre immer loyal zueinander.

Nun hatten wir vor 2 Wochen einen größeren Streit, den er verlassen hat mit den Worten "Ich habe keine Lust mehr", ist über Nacht weggefahren und am nächsten Abend wiedergekommen. Ich habe ihn eine Zeit in Ruhe gelassen und als ich ihn ansgeprochen habe, war er immer noch ziemlich sauer und hält seitdem daran fest das er die Beziehung beenden will. 

Die nächsten Tage habe ich mir auch mal Gedanken zu unsere Beziehung gemacht und tatsächlich ist mir klar geworden, dass wir uns die letzten 2 Jahre ziemlich auseinander gelebt haben. Jeder hat seine Interessen ausgelebt ohne das der andere daran beteiligt war und wir haben viel ohne den anderen unternommen, da wir in der Woche beide sehr oft zu Hause sind, da wir beide von zu Hause aus arbeiten.
Zudem haben wir gemerkt, dass wir unsere gegenseitigen Erwartungen nicht erfüllt haben und uns das unterbewusst immer vorgehalten haben, was dazu geführt hat, das wir oft sauer aufeinander waren.
Letzendlich haben wir mittlerweile miteinander geredet und haben diese Dinge eingesehen aber jetzt kommt das schwierige:
Ich war die letzten 2 Jahre auch nicht sonderlich glücklich, jedoch habe Hoffnung in unsere lange Beziehung da wir schonmal an so einem Punkt standen und ich davon überzeugt bin, dass wir beide wieder glücklich werden können, da der Rest ja total stimmt. Er hingegen, ist anscheinend so sauer und es hat sich anscheinend so viel aufgestaut, dass er aktuell keine Lust mehr auf die Beziehung hat und sie wirklich beenden will. Ich versuche das zu akzeptieren aber es fällt mir sehr schwer, da ich der Meinung bin, dass man so eine wertvolle Beziehung nicht wegwerfen sollte, zudem habe ich das Gefühl, das bei ihm noch viel Wut über die eigentliche Streitsituation herrscht und er jetzt aus Trotz die Beziehung beenden will. 
Ich habe schon mehrere Dinge vorgeschlagen wie eine Pause, professionelle Hilfe in Form von Paartherapie oder eine kleine "Probezeit" bis zu einem festen Datum um dann zu schauen, ob es besser wird aber er will das alles nicht und denkt, es wird sich eh nichts ändern und wir werden nur älter.

Meint ihr, man kann wieder zu einander finden und wenn ja, wie macht man das?
Oder sollte man wirklich einfach getrennte Wege gehen?

Aktuell leben wir auch noch zusammen, er schläft aber seit 2 Wochen auf der Couch. Wir haben zwischenzeitlich wieder miteinander gelacht und gekocht aber gestern abend hat er mir nochmal deutlich gemacht, das er es ernst meint und keine Lust mehr hat. 

Liebe Grüße

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D
dieppe110
20.01.23 um 15:34

Was bitte ist eine wertvolle Beziehung?
Die Dauer allein ist es nicht.
Es gibt wenige Beziehungen die von 15 bis 30 halten.
Ihr habt beide keine Gelegenheit gehabt, euch die Hörner abzustoßen.
Vermutlich nagt das an Deinem Partner schon recht lange.
Ich sehe das Ende der Beziehung als Chance Dein Leben umzukrempeln.
Leb Dich aus!
Alles Gute.
D.

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det92
det92
20.01.23 um 17:52

Naja aus Trotz trennt man sich vielleicht, wenn eine Kennenlernphase nicht so läuft wie man es sich einbildet und die Anziehungskraft eh nicht so gegeben ist. Nach 15 Jahren Beziehung ist Trotz sicher net das Thema...

Qw,

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det92
det92
20.01.23 um 17:54

Magst du uns vielleicht den Grund des Streits beschreiben ? Dann ließe sich ableiten, ob er der Grund oder nur der Auslöser sich zu trennen war. 

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M
maja2102
20.01.23 um 18:22
In Antwort auf det92

Magst du uns vielleicht den Grund des Streits beschreiben ? Dann ließe sich ableiten, ob er der Grund oder nur der Auslöser sich zu trennen war. 

Danke für die Antwort.

Ja wenn ich das so niederschreibe ist es eigentlich lächerlich. Wir waren abends verabredet und er hatte sich sehr stark verspätet (22Uhr) aber mich nicht informiert sodass ich auf heißen Kohlen saß und dann auch nichts anderes machen konnte. Letzendlich wissen wir dass das nicht der Grund war, das ist auch schon längst vergessen. Aber ich verstehe nicht, warum man heutzutage nicht lieber an etwas arbeitet als alles hinzuwerfen. 
Wie gesagt, es ist auch nicht so, dass wir uns nicht verstehen. 

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kleenes86
kleenes86
20.01.23 um 21:50

Er hat keine Lust mehr auf Beziehung allgemein oder nur auf ne Beziehung mit dir nicht mehr? 
dann wäre noch die Frage:Liebt er dich noch? 

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R
rauf_29234590
20.01.23 um 21:55
In Antwort auf maja2102

Danke für die Antwort.

Ja wenn ich das so niederschreibe ist es eigentlich lächerlich. Wir waren abends verabredet und er hatte sich sehr stark verspätet (22Uhr) aber mich nicht informiert sodass ich auf heißen Kohlen saß und dann auch nichts anderes machen konnte. Letzendlich wissen wir dass das nicht der Grund war, das ist auch schon längst vergessen. Aber ich verstehe nicht, warum man heutzutage nicht lieber an etwas arbeitet als alles hinzuwerfen. 
Wie gesagt, es ist auch nicht so, dass wir uns nicht verstehen. 

Hey
Vielleicht hat er ja die zurückliegende Zeit schon als "Arbeit" an/in der Beziehung empfunden? Und zieht jetzt ei en Schlussstrich? 

".. Ist mir klar geworden, dass wir uns die letzten 2 Jahre ziemlich auseinander gelebt haben."

"Zudem haben wir gemerkt, dass wir unsere gegenseitigen Erwartungen nicht erfüllt haben..." 
 

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I
ich2022
20.01.23 um 22:19

"Aber gestern abend hat er mir nochmal deutlich gemacht, das er es ernst meint und keine Lust mehr hat."

Hmm 🥺
und du möchtest nach dieser Aussage obwohl du selbst die letzten 2  Jahren mit ihm nicht sonderlich glücklich warst und eure Erwartungen zueinander wenig erfüllt wurden- trotzdem weiterhin an der Beziehung festhalten und denkst,
dass man Gefühle erarbeiten kann?

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I
ich2022
20.01.23 um 22:34
In Antwort auf ich2022

"Aber gestern abend hat er mir nochmal deutlich gemacht, das er es ernst meint und keine Lust mehr hat."

Hmm 🥺
und du möchtest nach dieser Aussage obwohl du selbst die letzten 2  Jahren mit ihm nicht sonderlich glücklich warst und eure Erwartungen zueinander wenig erfüllt wurden- trotzdem weiterhin an der Beziehung festhalten und denkst,
dass man Gefühle erarbeiten kann?

nun ja vielleicht
könnte man durch tiefgreifende Reflexionen, Gespräche, Informatinen und lehrhaftes Material bzw Therapie den Anderen sowie sich selbst besser verstehen bzw kennenlernen, wenn man
NUR darauf besteht die Jahre
im " Miteinander" zu verlängern.

 

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det92
det92
20.01.23 um 22:50
In Antwort auf maja2102

Danke für die Antwort.

Ja wenn ich das so niederschreibe ist es eigentlich lächerlich. Wir waren abends verabredet und er hatte sich sehr stark verspätet (22Uhr) aber mich nicht informiert sodass ich auf heißen Kohlen saß und dann auch nichts anderes machen konnte. Letzendlich wissen wir dass das nicht der Grund war, das ist auch schon längst vergessen. Aber ich verstehe nicht, warum man heutzutage nicht lieber an etwas arbeitet als alles hinzuwerfen. 
Wie gesagt, es ist auch nicht so, dass wir uns nicht verstehen. 

Naja dann lags sicher nicht daran. Egal wie sehr du ausgerastet bist, ist das kein Grund zum Schlussmachen.

Vermutlich ist er mit dem Gedanken schon länger schwanger gegangen. Und hat sich vorgenommen, beim nächsten (größeren) Streit wars das...

Schade nach so einer langen, prägenden Zeit! Gerade zwischen 15 und 25 haben Beziehungen ja meist nur eine Habwertszeit von Jährchen. Diese Zeit habt ihr überstanden. Vl übersteht eure Liebe dann auch eure zweite Krise...

Gebt euch Zeit. Akzeptiere vorerst seine Entscheidung. Du kannst sie nicht ändern.

In 4 Wochen schaut die Welt vielleicht schon wieder anders aus. Unabhängig wie eure Gefühle dann sind, hättet ihr schon beide ne Aussprache verdient. Ggf. auch mit Hilfe

Kopf hoch 😊

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I
ich2022
20.01.23 um 22:51
In Antwort auf dieppe110

Was bitte ist eine wertvolle Beziehung?
Die Dauer allein ist es nicht.
Es gibt wenige Beziehungen die von 15 bis 30 halten.
Ihr habt beide keine Gelegenheit gehabt, euch die Hörner abzustoßen.
Vermutlich nagt das an Deinem Partner schon recht lange.
Ich sehe das Ende der Beziehung als Chance Dein Leben umzukrempeln.
Leb Dich aus!
Alles Gute.
D.

Sorry,

nirgendwo gelesen, dass Beide in ihrer Beziehung treu waren

und finde diesen Spruch mit den
" Hörner abstoßen" abstoßend 

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det92
det92
21.01.23 um 9:26
In Antwort auf ich2022

Sorry,

nirgendwo gelesen, dass Beide in ihrer Beziehung treu waren

und finde diesen Spruch mit den
" Hörner abstoßen" abstoßend 

Sie schreibt zwar von Tiefen, aber sonst ist der Text eher nicht so formuliert, als würden sie sich dauernd betrigen

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M
Meeresbrise80
22.01.23 um 7:54

Ich hatte Mal die gleiche Situation,wir haben uns nach 16 Jahren getrennt...kennengelernt mit 13..zusammengekommen mit 16...ich denke das Problem ist,dass es eine Phase ist in der sich Menschen noch ganz extrem.weiter entwickeln und die Chance,dass es irgendwann nicht mehr die gleichen Ziele und Vorstellungen gibt ist hoch...trennt euch lieber im Guten,bleibt Freunde wenn ihr wollt und orientiert euch neu...ich habe es niemals bereit obwohl er die Trennung wollte und wir ein Kind gemeinsam haben...manchmal muss man loslassen um die Hände frei für Neues zu haben....LG

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L
leoniehb
22.01.23 um 9:53
In Antwort auf dieppe110

Was bitte ist eine wertvolle Beziehung?
Die Dauer allein ist es nicht.
Es gibt wenige Beziehungen die von 15 bis 30 halten.
Ihr habt beide keine Gelegenheit gehabt, euch die Hörner abzustoßen.
Vermutlich nagt das an Deinem Partner schon recht lange.
Ich sehe das Ende der Beziehung als Chance Dein Leben umzukrempeln.
Leb Dich aus!
Alles Gute.
D.

Das denke ich auch. Dein Freund will raus und andere frsuen ausprobieren und den Genpool angreifen. 15 bis 30 monogam ist sehr schwierig.

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hardy
hardy
22.01.23 um 11:08

Nun, hier sind ein paar seltsame Vermutungen, welche auf diversen Vorurteilen basieren genannt worden. Letztendlich kann keiner von uns in eure Beziehung hineinsehen und weiß, welche Gedanken in dem Kopf deines Freundes herumgeistern.

Die Situation, welche ihr gerade durchlebt, gibt es in jeder Beziehung - mal mehr oder weniger ausgeprägt.
Ja, auch so eine Situation kann gekittet werden, dazu ist aber nötig, das beide Partner wirklich an der Beziehung arbeiten wollen.
Beispiel: meine Beziehung. Meine Frau hatte Gefühle für jemand anderen entwickelt und wollte die Beziehung beenden. Nach einem Tag Pause und beiderseitigem emotionalem cooldown konnten wir darüber sprechen, was uns an der Beziehung wichtig ist und das wir sie im Grunde nicht aufgeben wollen. Auch die Alternativen, welche wir nich haben wollen, haben wir auf den Tisch gebracht. So haben wir uns zumindest darauf geeinigt, dass wir die Beziehung nicht aufgeben und daran arbeiten wollen. Dann haben wir unsere Randbedingungen abgestimmt - hier war mir die Paartherapie sehr wichtig, was sich im Nachhinein als richtig erwiesen hat.

98% der Gründe für so eine Situation, wie der euren, liegen an der mangelnden bzw. fehlenden Kommunikation. Einfach erklärt: am Anfang einer Beziehung ist man neugierig auf den Partner, frägt nach, will alles wissen und alles mitteilen. Man stimmt sich ab und aufeinander ein. Nach einiger Zeit denkt man, man hat nun alles erfahren und die Gespräche stellen sich ein. Nein, damit meine ich nicht, dass sich die Partner nun anschweigen, aber sie unterhalten sich über belangloses, was der Beziehung nicht wirklich weiterhilft. Somit fangen die Partner an, nebeneinanderher zu leben, Gedanken kommen hoch, wie "wieso macht er jetzt das oder jenes nicht?..." Man erlebt enttäuschungen und zieht sich gegenseitig zurück, statt aufeinander zu. Dann fangen Streitereien an und weil man enttäuscht ist, werden die Argumente mit leichten Sticheleien oder Schuldzuweisungen garniert "Du hast..., du hast nicht..., du macht immer..."

Was uns in der Paartherapie geholfen hat, ist das richtige Streiten zu lernen. Erkennen, wenn wir in unsere typischen Streitmuster verfallen (Irgendwann überwiegen die gegenseitigen Schuldzuweisungen und es geht nicht mehr um das ursprüngliche Thema, welche natürlich so nie gelöst wird) und diesen Teufelskreis durchbrechen können. Wir haben auch gelernt, dass wir uns gegenseitig nicht unsere Bedürfnisse erzählt haben und unsere Gefühle und Gedanken, welche für die Beziehung von relevanz sind. Denn jeder Mensch ist selbst dafür verantwortlich, dass es ihm gut geht und nicht der Partner, denn wie soll der andere wissen, was sein Partner braucht? Gedankenlesen kann nunmal keiner.

Und dann muss man auch erkennen, dass wir mit Wahnvorstellungen indoktriert wurden und zwar von den Märchenbüchern, Disney oder Hollywood: Es gibt nicht die einzig wahre Beziehung, bei der man sich ohne zu reden versteht, die Wünsche von den Augen abliest und glücklich bis ans Lebensende ist. Das sind sehr schöne Bilder, aber Beziehung ist harte Arbeit, denn - wie bei einer Blume - möchte sie jeden Tag aufs neue, dass man sich um sie kümmert. Jeden Tag muss man um seinen Partner erneut kämpfen und darf ihn nicht als "gegeben" ansehen.

Viele Worte und nun mein Fazit zu deiner Geschichte:
Ja, ich glaube, dass es möglich ist, die Beziehung zu retten. Wenn ihr es schafft, aufeinander zuzugehen und lernt miteinander richtig zu kommunizieren, dann kann die Beziehung a) gerettet und b) auf ein ganz neuen Level angehoben werden. Ich sage gern: Jede Beziehung bekommt genau diese Kriese, die sie verdient, denn sie zeigt auf, wo der Hund gerade begraben liegt. Was ein Vorteil ist, denn dann weiß man, wo man angreifen muss.
Wichtig: dazu müsst ihr aber beide bereit sein, die Beziehung fortführen und daran arbeiten zu wollen. Wenn es nur eine Seite möchte, dann wird es nicht funktionieren.

Was schade an der "Trotzhaltung" deines Freundes: es bringt weder ihm noch dir etwas. Schmeißt er die Beziehung weg, dann kann er sich auch selbst nicht weiterentwickeln und kommt tritt bei seiner nächsten Beziehung in das selbe Fettnäpfchen und scheitert. Aber das ist ja momentan typisch für unsere Wegwerfgesellschaft: eine neue Beziehung ist ja einfach zu finden, man muss sich nur im Internet umsehen und bekommt sie auf Mausklick.

Aber das sind nur Augenwischereien. Die meisten sitzen erst einmal alleine zuhause herum, haben verlernt auf andere zuzugehen und ziehen sich immer mehr zurück. Ihr dürft euch gern beim miteinander reden auch mal die worst-case-szenarios mal ausmalen, wenn ihr die Beziehung beendet und dann alleine seid. Wer bekommt welche Möbel? Wer welche Wohnung? Wie wird es finanziell aussehen? Was muss neu angeschafft werden? Wie sehen die Tagesabläufe aus, wenn man sich den Haushalt nicht mehr teilt?...
Manchmal braucht man so simple Anreize, damit der Denkapparat sich einschaltet und man feststellt, wieviel einem die Beziehung (die gerade nervt) einem doch bedeutet.

Ich drücke dir die Daumen, dass ihr wertvolle Gespräche führen könnt.
Hardy

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maja2102
22.01.23 um 18:29
In Antwort auf ich2022

"Aber gestern abend hat er mir nochmal deutlich gemacht, das er es ernst meint und keine Lust mehr hat."

Hmm 🥺
und du möchtest nach dieser Aussage obwohl du selbst die letzten 2  Jahren mit ihm nicht sonderlich glücklich warst und eure Erwartungen zueinander wenig erfüllt wurden- trotzdem weiterhin an der Beziehung festhalten und denkst,
dass man Gefühle erarbeiten kann?

Huhu, danke für deine Antwort.

Ich nutze die Tage gerade um das herauszufinden und woran man genau festhält. Man kann das natürlich hier nicht so ausdrücken, wie es nun wirklich ist aber ich bin nicht der Typ, der schnell aufgibt und nicht an sich arbeiten kann und will. 
Wie das sich bei ihm entwickelt warte ich jetzt ab.

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M
maja2102
22.01.23 um 18:32
In Antwort auf det92

Naja dann lags sicher nicht daran. Egal wie sehr du ausgerastet bist, ist das kein Grund zum Schlussmachen.

Vermutlich ist er mit dem Gedanken schon länger schwanger gegangen. Und hat sich vorgenommen, beim nächsten (größeren) Streit wars das...

Schade nach so einer langen, prägenden Zeit! Gerade zwischen 15 und 25 haben Beziehungen ja meist nur eine Habwertszeit von Jährchen. Diese Zeit habt ihr überstanden. Vl übersteht eure Liebe dann auch eure zweite Krise...

Gebt euch Zeit. Akzeptiere vorerst seine Entscheidung. Du kannst sie nicht ändern.

In 4 Wochen schaut die Welt vielleicht schon wieder anders aus. Unabhängig wie eure Gefühle dann sind, hättet ihr schon beide ne Aussprache verdient. Ggf. auch mit Hilfe

Kopf hoch 😊

Danke für deinen Rat und deine Antwort.

Genau das mache ich jetzt. Ich akzeptiere die Aussage und werde die nächsten Tage nutzen um für mich selbst herauszufinden, wo ich stehe. Die nächsten Tage bzw. Wochen wird sich sicher ein Gespräch in die eine oder andere Richtung ergeben aber bis dahin Abstand und Ruhe. Das ist zwar schwierig weil wir zusammenwohnen aber wir verstehen uns aktuell gut obwohl das im Raum steht

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M
maja2102
22.01.23 um 18:33
In Antwort auf det92

Sie schreibt zwar von Tiefen, aber sonst ist der Text eher nicht so formuliert, als würden sie sich dauernd betrigen

Wir haben uns nicht betrogen. Wir haben uns auf momogam geeinigt und das haben wir auch eingehalten. Da vertrauen wir uns auch zu 100 Prozent und daran zweifle ich auch nicht 

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M
maja2102
22.01.23 um 18:38
In Antwort auf Meeresbrise80

Ich hatte Mal die gleiche Situation,wir haben uns nach 16 Jahren getrennt...kennengelernt mit 13..zusammengekommen mit 16...ich denke das Problem ist,dass es eine Phase ist in der sich Menschen noch ganz extrem.weiter entwickeln und die Chance,dass es irgendwann nicht mehr die gleichen Ziele und Vorstellungen gibt ist hoch...trennt euch lieber im Guten,bleibt Freunde wenn ihr wollt und orientiert euch neu...ich habe es niemals bereit obwohl er die Trennung wollte und wir ein Kind gemeinsam haben...manchmal muss man loslassen um die Hände frei für Neues zu haben....LG

Hallo, danke für deine Antwort und Erfahrung. 
Hattet ihr euch auch einfach auseinandergelebt oder was war der Grund? Wie war die Trennung nach so langer Zeit für euch? (Du musst nicht antworten, wenn du nicht magst)

Wenn er sich 100 Prozent dafür entscheidet und wir alle Zelte abbrechen, werde ich das akzeptieren aber aktuell sehe ich noch zu viele Gemeinsamkeiten und Chancen es besser zu machen aber wenn das natürlich nur von mir kommt, lasse ich auch los... Aber durch das zusammenleben aktuell, ist es auch extrem schwierig gerade

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M
maja2102
22.01.23 um 19:01
In Antwort auf hardy

Nun, hier sind ein paar seltsame Vermutungen, welche auf diversen Vorurteilen basieren genannt worden. Letztendlich kann keiner von uns in eure Beziehung hineinsehen und weiß, welche Gedanken in dem Kopf deines Freundes herumgeistern.

Die Situation, welche ihr gerade durchlebt, gibt es in jeder Beziehung - mal mehr oder weniger ausgeprägt.
Ja, auch so eine Situation kann gekittet werden, dazu ist aber nötig, das beide Partner wirklich an der Beziehung arbeiten wollen.
Beispiel: meine Beziehung. Meine Frau hatte Gefühle für jemand anderen entwickelt und wollte die Beziehung beenden. Nach einem Tag Pause und beiderseitigem emotionalem cooldown konnten wir darüber sprechen, was uns an der Beziehung wichtig ist und das wir sie im Grunde nicht aufgeben wollen. Auch die Alternativen, welche wir nich haben wollen, haben wir auf den Tisch gebracht. So haben wir uns zumindest darauf geeinigt, dass wir die Beziehung nicht aufgeben und daran arbeiten wollen. Dann haben wir unsere Randbedingungen abgestimmt - hier war mir die Paartherapie sehr wichtig, was sich im Nachhinein als richtig erwiesen hat.

98% der Gründe für so eine Situation, wie der euren, liegen an der mangelnden bzw. fehlenden Kommunikation. Einfach erklärt: am Anfang einer Beziehung ist man neugierig auf den Partner, frägt nach, will alles wissen und alles mitteilen. Man stimmt sich ab und aufeinander ein. Nach einiger Zeit denkt man, man hat nun alles erfahren und die Gespräche stellen sich ein. Nein, damit meine ich nicht, dass sich die Partner nun anschweigen, aber sie unterhalten sich über belangloses, was der Beziehung nicht wirklich weiterhilft. Somit fangen die Partner an, nebeneinanderher zu leben, Gedanken kommen hoch, wie "wieso macht er jetzt das oder jenes nicht?..." Man erlebt enttäuschungen und zieht sich gegenseitig zurück, statt aufeinander zu. Dann fangen Streitereien an und weil man enttäuscht ist, werden die Argumente mit leichten Sticheleien oder Schuldzuweisungen garniert "Du hast..., du hast nicht..., du macht immer..."

Was uns in der Paartherapie geholfen hat, ist das richtige Streiten zu lernen. Erkennen, wenn wir in unsere typischen Streitmuster verfallen (Irgendwann überwiegen die gegenseitigen Schuldzuweisungen und es geht nicht mehr um das ursprüngliche Thema, welche natürlich so nie gelöst wird) und diesen Teufelskreis durchbrechen können. Wir haben auch gelernt, dass wir uns gegenseitig nicht unsere Bedürfnisse erzählt haben und unsere Gefühle und Gedanken, welche für die Beziehung von relevanz sind. Denn jeder Mensch ist selbst dafür verantwortlich, dass es ihm gut geht und nicht der Partner, denn wie soll der andere wissen, was sein Partner braucht? Gedankenlesen kann nunmal keiner.

Und dann muss man auch erkennen, dass wir mit Wahnvorstellungen indoktriert wurden und zwar von den Märchenbüchern, Disney oder Hollywood: Es gibt nicht die einzig wahre Beziehung, bei der man sich ohne zu reden versteht, die Wünsche von den Augen abliest und glücklich bis ans Lebensende ist. Das sind sehr schöne Bilder, aber Beziehung ist harte Arbeit, denn - wie bei einer Blume - möchte sie jeden Tag aufs neue, dass man sich um sie kümmert. Jeden Tag muss man um seinen Partner erneut kämpfen und darf ihn nicht als "gegeben" ansehen.

Viele Worte und nun mein Fazit zu deiner Geschichte:
Ja, ich glaube, dass es möglich ist, die Beziehung zu retten. Wenn ihr es schafft, aufeinander zuzugehen und lernt miteinander richtig zu kommunizieren, dann kann die Beziehung a) gerettet und b) auf ein ganz neuen Level angehoben werden. Ich sage gern: Jede Beziehung bekommt genau diese Kriese, die sie verdient, denn sie zeigt auf, wo der Hund gerade begraben liegt. Was ein Vorteil ist, denn dann weiß man, wo man angreifen muss.
Wichtig: dazu müsst ihr aber beide bereit sein, die Beziehung fortführen und daran arbeiten zu wollen. Wenn es nur eine Seite möchte, dann wird es nicht funktionieren.

Was schade an der "Trotzhaltung" deines Freundes: es bringt weder ihm noch dir etwas. Schmeißt er die Beziehung weg, dann kann er sich auch selbst nicht weiterentwickeln und kommt tritt bei seiner nächsten Beziehung in das selbe Fettnäpfchen und scheitert. Aber das ist ja momentan typisch für unsere Wegwerfgesellschaft: eine neue Beziehung ist ja einfach zu finden, man muss sich nur im Internet umsehen und bekommt sie auf Mausklick.

Aber das sind nur Augenwischereien. Die meisten sitzen erst einmal alleine zuhause herum, haben verlernt auf andere zuzugehen und ziehen sich immer mehr zurück. Ihr dürft euch gern beim miteinander reden auch mal die worst-case-szenarios mal ausmalen, wenn ihr die Beziehung beendet und dann alleine seid. Wer bekommt welche Möbel? Wer welche Wohnung? Wie wird es finanziell aussehen? Was muss neu angeschafft werden? Wie sehen die Tagesabläufe aus, wenn man sich den Haushalt nicht mehr teilt?...
Manchmal braucht man so simple Anreize, damit der Denkapparat sich einschaltet und man feststellt, wieviel einem die Beziehung (die gerade nervt) einem doch bedeutet.

Ich drücke dir die Daumen, dass ihr wertvolle Gespräche führen könnt.
Hardy

Ganz lieben Dank für deine Antwort! Ich konnte daraus ganz viel für mich mitnehmen.

Du hast absolut recht, dass große Problem ist das wir uns mit nicht guter Kommunikation (praktisch keiner) letztes Jahr in eine Ecke manövriert haben, aus die wir gerade nicht rauskommen. Wir waren beide unszufrieden, wie wir unsere Freizeit miteinander gestaltet haben und wollen es so nicht mehr, haben aber letztes Jahr auch nicht darüber gesprochen und der Frust hat sich aufgestaut. Und ich sehe es wie du, es gibt keine perfekte Beziehung, man muss immer daran arbeiten und sich darübr austauschen, was man möchte. Nur leider haben wir das aus den Augen verloren.

Wir sind uns da auch einig das wir so nicht weiter machen wollen aber wir wissen nicht, wie wir weitermachen ohne das wir in die alten Muster zurückfallen und es dann letzendlich wieder so ist, wie jetzt. Daran scheitert es auch gerade, weil gerade mein Partner davon überzeugt ist, dass wir in das alte Muster fallen. Ich weiß dazu auch keine gute Lösung.


 

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hardy
hardy
22.01.23 um 19:08
In Antwort auf maja2102

Ganz lieben Dank für deine Antwort! Ich konnte daraus ganz viel für mich mitnehmen.

Du hast absolut recht, dass große Problem ist das wir uns mit nicht guter Kommunikation (praktisch keiner) letztes Jahr in eine Ecke manövriert haben, aus die wir gerade nicht rauskommen. Wir waren beide unszufrieden, wie wir unsere Freizeit miteinander gestaltet haben und wollen es so nicht mehr, haben aber letztes Jahr auch nicht darüber gesprochen und der Frust hat sich aufgestaut. Und ich sehe es wie du, es gibt keine perfekte Beziehung, man muss immer daran arbeiten und sich darübr austauschen, was man möchte. Nur leider haben wir das aus den Augen verloren.

Wir sind uns da auch einig das wir so nicht weiter machen wollen aber wir wissen nicht, wie wir weitermachen ohne das wir in die alten Muster zurückfallen und es dann letzendlich wieder so ist, wie jetzt. Daran scheitert es auch gerade, weil gerade mein Partner davon überzeugt ist, dass wir in das alte Muster fallen. Ich weiß dazu auch keine gute Lösung.


 

Freut mich, wenn ich dir ein paar Gedankenanregungen schenken konnte.

"Daran scheitert es auch gerade, weil gerade mein Partner davon überzeugt ist, dass wir in das alte Muster fallen. Ich weiß dazu auch keine gute Lösung."
--> was ist das für eine Einstellung? Dein Partner ist davon überzeugt, dass ihr in das alte Muster fallt und euch nie ändern könnt? Na, das ist wirklich mal pessimistisch und nicht wahrlich hilfreich.

Hier nochmals angesprochen, ihr müsst euch zusammensetzen und euch gmeinsam in die Augen schauen und herausfinden, ob ihr an der Beziehung arbeiten wollt oder nicht.
Wollt ihr, dann könnt ihr gewaltig etwas bewirken, wollt ihr nicht, dann geht es eh den Bach runter.

Wenn ihr euch aber sicher seit, es weiter versuchen zu wollen, dann holt euch externe Unterstützung in Form einer Paarberatung. Das ist eine unparteiische Person, welche euch hilft, die Situation aus einer emotionslosen Meta-Ebene zu betrachten. Und ihr lernt, wie ihr miteinander richtig Diskutiert ohne in die alten Muster zu verfallen.

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I
ich2022
23.01.23 um 19:03
In Antwort auf maja2102

Huhu, danke für deine Antwort.

Ich nutze die Tage gerade um das herauszufinden und woran man genau festhält. Man kann das natürlich hier nicht so ausdrücken, wie es nun wirklich ist aber ich bin nicht der Typ, der schnell aufgibt und nicht an sich arbeiten kann und will. 
Wie das sich bei ihm entwickelt warte ich jetzt ab.

Könnte es sein,
dass ER sich zu sehr in seiner Gefühls,-und Gedankenwelt bearbeitet fühlt?
 

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E
ellorenzo
25.01.23 um 23:38

Hallo Maja,
ich habe genau die gleiche Situation durch, nur dass ich die Situation deines Partner durch hatte, ich war ebenfalls 14 Jahre mit meiner Ex zusammen.
Wenn ihr beide wollt, könnt ihr die Beziehung definitiv retten und ich kann es euch ehrlich nur ans Herz legen. Wenn man ein Leben lang nur die eine Beziehung kennt, verliert man sich irgendwann mal. Man redet zwar viel zusammen aber nicht mehr über Gefühle und Dinge, die einem wichtig sind. Ich kann euch nur raten: setzt euch hin und versucht über eure Gefühle und Bedürfnisse in der Beziehung zu reden. Es müssen aber beide wollen, sonst wird es nicht funktionieren, eine/r reicht nicht.
Ich kann euch auch nur sagen, wenn man so lange in einer Beziehung ist, bekommt man gar nicht mit, wie schlimm es tatsächlich zugeht und wie unehrlich die Welt ist.
Ich kann euch nur raten: setzt euch hin und redet.
Bewusst wird euch das erst in ein paar Jahren werden.

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M
maja2102
Gestern um 22:06
In Antwort auf ellorenzo

Hallo Maja,
ich habe genau die gleiche Situation durch, nur dass ich die Situation deines Partner durch hatte, ich war ebenfalls 14 Jahre mit meiner Ex zusammen.
Wenn ihr beide wollt, könnt ihr die Beziehung definitiv retten und ich kann es euch ehrlich nur ans Herz legen. Wenn man ein Leben lang nur die eine Beziehung kennt, verliert man sich irgendwann mal. Man redet zwar viel zusammen aber nicht mehr über Gefühle und Dinge, die einem wichtig sind. Ich kann euch nur raten: setzt euch hin und versucht über eure Gefühle und Bedürfnisse in der Beziehung zu reden. Es müssen aber beide wollen, sonst wird es nicht funktionieren, eine/r reicht nicht.
Ich kann euch auch nur sagen, wenn man so lange in einer Beziehung ist, bekommt man gar nicht mit, wie schlimm es tatsächlich zugeht und wie unehrlich die Welt ist.
Ich kann euch nur raten: setzt euch hin und redet.
Bewusst wird euch das erst in ein paar Jahren werden.

Hallo @ellorenzo,

danke für deine Antwort und deine Worte.
Da ist viel Wahres dran, vor allem, dass man viel redet aber aufhört über seine Gefühle und Bedürfnisse zu reden.

Es klingt bei dir so, als würdest du die Trennung sehr bereuen. Du sagtest das du in der Situation von meinem Freund warst, hast du denn deine Beziehung von dir aus beendet, wenn ich Fragen darf?

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E
ellorenzo
0:21
In Antwort auf maja2102

Hallo @ellorenzo,

danke für deine Antwort und deine Worte.
Da ist viel Wahres dran, vor allem, dass man viel redet aber aufhört über seine Gefühle und Bedürfnisse zu reden.

Es klingt bei dir so, als würdest du die Trennung sehr bereuen. Du sagtest das du in der Situation von meinem Freund warst, hast du denn deine Beziehung von dir aus beendet, wenn ich Fragen darf?

Ja, ich habe die Ehe dann beendet für die neue Partnerschaft. Ich konnte keine zwei Partnerschaften aufrecht erhalten, das ging gegen meine Wertevorstellungen und ich wollte das ordentlich machen.
Naja, man glaubt immer, dass das Gras beim Nachbarn grüner ist .
Was man verloren hat, kommt man immer erst drauf, wenn man sich "verpasst" hat.
Und es geht fast allen gleich, die nach so langer Zeit den Partner verlassen aber man kann es und will es nicht sehen und vll will man es sich auch einfach beweisen.

Ich will dir nur sagen, dass
* beide wollen müssen, einer alleine wird nicht funktionieren. Da kannst du machen, was du willst.
* ihr beide wieder anfangen müsst über Gefühle und Dinge, die euch wichtig sind zu reden.
* ihr gemeinsame Aktivitäten forcieren müsst.
* körperliche Nähe fördern müsst.
Dann kann es funktionieren.

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