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Trennung vom Kindsvater

24. April 2016 um 22:41

Hallo. Ich bin neu hier und eigentlich auch nicht der Typ, der öffentlich über so private Dinge spricht, aber nun muss ich meine Geschichte einfach mal loswerden...
Ich war gut acht Jahre mit meinem Ex-Partner zusammen. Ich war 17 und er 23 als wir uns kennenlernten. Unsere Beziehung lief mal besser, mal schlechter, auch oder vor allem dadurch bedingt, dass er aus einem sehr zerrütteten sozialen Umfeld kam (Vater abgehauen, Mutter Alkoholikerin). Trotz aller Schwierigkeiten haben wir immer zueinander gehalten und ich habe ihn unterstützt so gut ich konnte. Er hat mit 28 endlich seine Ausbildung gemacht und langsam schien alles besser zu werden. Vor 1,5 Jahren haben wir beschlossen, dass wir ein Kind bekommen möchten. Ich wurde auch prompt schwanger. Aber mit der Schwangerschaft begannen die Probleme. Er war sich plötzlich nicht mehr sicher, ob er mich noch liebte. Er wollte mich aber auch nicht verlieren. Er war immer öfter unterwegs und wurde immer distanzierter. Ich hatte so eine Angst ihn zu verlieren, dass ich dir Füße still hielt. Als ich Anfang des neunten Monats war, beschlossen wir eine Beziehungspause, damit er sich seiner Gefühle klar werden konnte. Nach einer Woche kam er heulend zurück. Wir blieben zusammen, er war bei der Geburt dabei. Danach ging es wie vorher weiter. Er war ständig unterwegs, ich mit Kind und allem anderen Zuhause allein. Im Januar gestand er mir, dass er im Herbst eine Affaire mit der Nachbarin gehabt hätte, die übrigens halb so alt ist wie er. Ich trennte mich sofort und wollte eigentlich nie wieder mit ihm reden. Aber er schrieb mir Nachrichten, in denen er um Vergebung bat, schickte mir Blumen und so weiter. Wir beschlossen, dass wir einen Neuanfang wagen wollten (ich weiß, absolut naiv, aber ich konnte die Hoffnung nicht aufgeben). Wir trafen uns häufiger, unternahmen was zusammen und kamen uns wieder näher. Wir suchten uns sogar eine neue gemeinsame Wohnung, in die wir im Sommer ziehen wollten. Aber ich bekam immer mehr Zweifel. War er wirklich der Richtige? Wieso hatte er mich betrogen? Ich dachte darüber nach, ob eine Trennung nicht doch besser sei. Letztendlich kam er letzte Woche ohne Vorwarnung an und erklärte mir, dass unsere Vorstellung vom Leben zu unterschiedlich sei. Er will seine Freiheiten, kein schreiendes Kind in der Nacht und vor allem keine Frau, die Ansprüche stellt und meckert. Er hat sich sein Leben anders vorgestellt und hat keine Lust auf Familienleben.

Obwohl ich selbst große Zweifel bekommen habe, tut es trotzdem so furchtbar weh. Ich verstehe mich selbst gar nicht. Ich habe ja auch über eine Trennung nachgedacht. Aber meine Gefühle übermannen mich. Ich bin sooo traurig, dass das alles so gekommen ist. Wir waren mal so glücklich, so verbunden. Jetzt sitze ich hier allein, mit meinem kleinen Sohn. Ich könnte mir in den Arsch beißen, dass ich diesem Typen überhaupt nochmal eine Chance gegeben habe, auf der anderen Seite kann ich mir ein Leben ohne ihn nicht vorstellen und wünsche mir nichts mehr, als dass er doch noch zur Besinnung kommt. Und obwohl er mir vor zwei Wochen noch seine ewige Liebe geschworen hat, ist er nun so gefühlskalt und genießt seine Freiheiten, als gäbe es unseren Sohn und mich nicht. Ich habe einfach so Angst vor dem was kommen wird und fühle mich unglaublich allein...

Für mich selbst hört sich das an, als wäre ich total naiv und dumm. Aber das bin ich eigentlich gar nicht. Ich weiß selbst, wie falsch das alles gelaufen ist, dass es keine gemeinsame Zukunft mehr geben konnte. Aber trotzdem würde ich ihn am liebsten anflehen zurückzukommen. Was ist nur los mit mir

Tut mir Leid für den Roman, aber ich musste das einfach loswerden...

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25. April 2016 um 0:28

Denk an dich
und an dein Kind. ihr werdet nicht glücklich wenn du nur am grübeln bist jeder Schmerz geht vorüber . Du schaffst das auch alleine.

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