Forum / Liebe & Beziehung

Trennung ....Unsicherheit und Sicherheit im Widerspruch..

Letzte Nachricht: 14. August 2003 um 14:10
A
an0N_1265139399z
12.08.03 um 14:44

Guten Tag,

ich bin Inge und komme eigentlich aus einem anderen Forum, in dem ich öfter bin, aber auch hier schaue ich immer mal rein, würde mich daher auch füber Anregungen für mein Thema freuen.

Ich habe seit einem halben Jahr den Kampf mit mir, meine Beziehung zu trennen, nach langen Jahren.
Es geht um emotionale Defizite, so will ich es mal ausdrücken.
Nun habe ich mit ihm gesprochen und ihm gesagt, daß ich gehen werde, daß es mir sehr leid tut, aber daß ich keine anderen Weg weiß. Selbstverständlich sind in den letzten jahren etliche gespräche zu dem Thema erfolgt, es ist nichts neues für ihn.
Er versteht es überhaupt nicht, daß es so schlimm ist für mich, daß ich die Beziehung aufgeben kann. dabei habe ich ihn niemals darüber im Unklaren gelassen, wie sehr mir das fehlt. Ich mußte es ihm ja wenigstesn sagen, ob er es ändern kann ist eine andere Sache, damit muß ich leben, jeder ist so wie er ist. Ich aber eben auch. Ich bin alleine für mein Glück verantwortlich und muß dafür sorgen, daß ich es bekomme, durch mich selbst oder mit Unterstützung eines Partners.

Alles was ich ihm aufzählen kann an den Dingen, kann er nicht wiederlegen, er kann mir auch keine Lösung geben. Er sieht ein, daß sich keiner dem anderen zuliebe verbiegen ode rumpolen kann. Ich versteh das, aber es macht es trotzdem schwer, denn erkann ohne weiteres so weiterleben, ich aber nicht.

Kennt Ihr das Gefühl, von einer halbjährigen Gewissheit, daß die Trennung richtig ist über zu einer Unsicherheit...ich bin seit gestern in einem ständigen Gefühlschaos, zuversichtlich, unsicher....hin und her...

Ich bekomme keinen klaren Gedanken zu fassen, es ist schrecklich...

Wer von Euch kennt das und wie ist Eure Entscheidung ausgefallen?
Habt Ihr sie bereut, oder war danach, als es doch nochmal ausgesprochen war, alles wieder klar mit Euch und ihr wart wieder überzeugt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben?
Das es weh tut und man auf einmal so viele schöne Erinnerungen hat, ist ja normal, aber die schlechten habe ich nun mal auch...ich bin alt genug um zu wissen, daß dies keine aus-dem-bauch-Entscheidung war....habe mir soviel Zeit gelassen, mehrere Monate, habe meine Gefühle geprüft und geprüft, mit ihm versucht zu reden...leider ohne Erfolg...
Wie kommt es dann trotzdem, daß man immer mal zwischendurch die Unsicherheit zu spüren bekommt?

Wer kann mir helfen? Nicht, die Entscheidung zu fällen, aber mir zu erklären, was da im Kopf und im Herz abgeht...

dieses Wechselbad...

Bitte....
ich danke Euch!!
Inge

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A
adar_12684960
12.08.03 um 16:25

Wechselbad
wir haben uns vor 4 Tagen getrennt. Aus den gleichen Gründen. Sie kann mich nicht glücklich machen, ich kann Sie nicht glücklichmachen. Ich zeige meine Gefühle nicht so wie sie es braucht usw.

Zwar gibt es im Moment noch andere Faktoren die an meinen Nerven zehren (siehe Beitrag: wie soll Man das verstehen), aber zum Wechselbad kann ich folgendes sagen:

Wenn "nur" ein Zusammenleben nicht möglich ist, aber die Gefühle da sind, wirst du immer unsicher sein. Der Schmerz bei dem Gedanken an eine Trennung ist größer als alles andere. Deshalb wirst du unsicher, der Schmerz in der Beziehung erscheint dir dann fast nicht mehr so schlimm. Bis du wieder an dem Punkt bist.
Kurzum das unvernünftige Herz überennt den vernünftigen Kopf.
Das läuft alles Unterbewußt ab.

Die Frage die Du Dir stellen mußt ist:
Kann ich so auf Dauer leben?

Meine Frau und ich, haben uns diese Frage gestellt. Wir waren uns einig so nicht leben zu wollen. Also haben wir uns entschieden.

Liebe ist wundervollste Abscheulichkeit die es gibt. Sie macht die meisten Menschen wahnsinnig, aber wer will darauf verzichten?

Ich hoffe dies hilft Dir,
Grüße praekon

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A
an0N_1265139399z
13.08.03 um 8:54
In Antwort auf adar_12684960

Wechselbad
wir haben uns vor 4 Tagen getrennt. Aus den gleichen Gründen. Sie kann mich nicht glücklich machen, ich kann Sie nicht glücklichmachen. Ich zeige meine Gefühle nicht so wie sie es braucht usw.

Zwar gibt es im Moment noch andere Faktoren die an meinen Nerven zehren (siehe Beitrag: wie soll Man das verstehen), aber zum Wechselbad kann ich folgendes sagen:

Wenn "nur" ein Zusammenleben nicht möglich ist, aber die Gefühle da sind, wirst du immer unsicher sein. Der Schmerz bei dem Gedanken an eine Trennung ist größer als alles andere. Deshalb wirst du unsicher, der Schmerz in der Beziehung erscheint dir dann fast nicht mehr so schlimm. Bis du wieder an dem Punkt bist.
Kurzum das unvernünftige Herz überennt den vernünftigen Kopf.
Das läuft alles Unterbewußt ab.

Die Frage die Du Dir stellen mußt ist:
Kann ich so auf Dauer leben?

Meine Frau und ich, haben uns diese Frage gestellt. Wir waren uns einig so nicht leben zu wollen. Also haben wir uns entschieden.

Liebe ist wundervollste Abscheulichkeit die es gibt. Sie macht die meisten Menschen wahnsinnig, aber wer will darauf verzichten?

Ich hoffe dies hilft Dir,
Grüße praekon

Lieber Praekon
vielen Dank für Deine Antwort!
Genau so sehe ich es bei uns auch, er kann mir nicht geben, was ich brauche und ich würde so nicht weiterleben können, habe es ja nun 8 Jahre versucht, ihm da entgegen zu kommen, meine Bedürfnisse auf sein Level einzuschießen, aber trotzdem bin ich nun hier gelandet..

Er kann mir nicht helfen, auch wenn er sich das vielleicht wünschen würde. Leider redet er überhaupt nicht darüber, das ist schade...
Also werde ich gehen, es tut weh, weil eben die schönen Erinnerungen hockommen, aber so wie Du sagst, ich kann mir nicht vorstellen, auf Dauer so zu leben und diese Erkenntnis gibt den Ausschlag.
Solange ich noch Liebe fühle für den Partner, kann ich nicht gehen, dazu kenne ich mich gut genug.
Aber eben auch bei mir sind die Gefühle in Freundschaft umgewandelt, ich mag ihn sehr gern und er liegt mir am Herzen, aber ich kann ihn nicht mehr so lieben, daß ich das weiter aushalten kann.

Mein Freund versteht trotzdem nicht, daß mir das so wichtig ist, daß ich deswegen die Beziehung beende, aber ich kann ihm da keinen Vorwurf machen, denn er hat nun mal nie so gefühlt..er hat einfach andere Prioritäten, okay, akzeptiere ich.

Wie geht es Euch denn heute, nach 5 tagen, wenn ich mal fragen darf? Ist das Zusammenwohnen nicht erst mal seltsam, ich bin bei uns diejenige, die ausziehen wird.

Ich wünsche Euch beiden und auch mir alles Gute für die kommende Zeit!

Liebe Grüße
Inge

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adar_12684960
13.08.03 um 9:39
In Antwort auf an0N_1265139399z

Lieber Praekon
vielen Dank für Deine Antwort!
Genau so sehe ich es bei uns auch, er kann mir nicht geben, was ich brauche und ich würde so nicht weiterleben können, habe es ja nun 8 Jahre versucht, ihm da entgegen zu kommen, meine Bedürfnisse auf sein Level einzuschießen, aber trotzdem bin ich nun hier gelandet..

Er kann mir nicht helfen, auch wenn er sich das vielleicht wünschen würde. Leider redet er überhaupt nicht darüber, das ist schade...
Also werde ich gehen, es tut weh, weil eben die schönen Erinnerungen hockommen, aber so wie Du sagst, ich kann mir nicht vorstellen, auf Dauer so zu leben und diese Erkenntnis gibt den Ausschlag.
Solange ich noch Liebe fühle für den Partner, kann ich nicht gehen, dazu kenne ich mich gut genug.
Aber eben auch bei mir sind die Gefühle in Freundschaft umgewandelt, ich mag ihn sehr gern und er liegt mir am Herzen, aber ich kann ihn nicht mehr so lieben, daß ich das weiter aushalten kann.

Mein Freund versteht trotzdem nicht, daß mir das so wichtig ist, daß ich deswegen die Beziehung beende, aber ich kann ihm da keinen Vorwurf machen, denn er hat nun mal nie so gefühlt..er hat einfach andere Prioritäten, okay, akzeptiere ich.

Wie geht es Euch denn heute, nach 5 tagen, wenn ich mal fragen darf? Ist das Zusammenwohnen nicht erst mal seltsam, ich bin bei uns diejenige, die ausziehen wird.

Ich wünsche Euch beiden und auch mir alles Gute für die kommende Zeit!

Liebe Grüße
Inge

Liebe Inge
tja das zusammenleben ist seltsam. Es kommt immerwieder zu einem Wechselbad. Als wir die Entscheidung getroffen haben, und wir haben sie wirklich beide getroffen, gings mir eigentlich ganz gut. So in der Art Last von den Schultern gefallen. Als Sie sich nach zwei Tagen mit einem "netten" Kerl getroffen hat, gings mir nicht ganz sogut. Es ging mich nichts an, aber ich hab einfach an ein paar Sachen gezweifelt. Sie hat versucht mich zu trösten und zu beruhigen. Tja gestern hab ich dieses Forum entdeckt, mich ein bißchen hier umgetan, gelesen, geschrieben, Anteil genommen.
Abens war ich relativ fröhlich, gefaßt. Klar steckt mir noch die Beziehung in den Knochen, der allgemeine Verlust der Liebe. Aber mir geht es gut. Seltsamerweise scheint das meine Frau zu irretieren. Es scheint fast so als könnte Sie besser damit umgehen, wenns mir schlecht ginge.
Ansonsten verstehe ich einige sachen nicht.
Sie fängt an schamhaft zu werden, bedeckt sich mit einem Handtuch wenn ich aufs Kloh muß und sie das Bad verlassen muß. Gut ist vielleicht nicht mehr angemessen nackt durch die Wohnung zu rennen, unlogisch finde ich trotzdem.
Aber sie muß unbedingt in Badezimmer rennen wenn ich duchschen will (klopfen und Badezimmertür aufmachen ca. 0,8 sec).

Und wenn ich Hundert werde:
Frauen werde ich nie verstehen.
Ich weiß: Frau das unbekannte Wesen
Männer vom Mars Frauen von der...
Geht es mir schlecht, geht es Ihr gut.
Geht es mir gut, geht es Ihr schlecht...

Da ich aus einem anderen Bundesland (Niedersachsen) komme als Sie (Nordrhein-West...) gehe ich wieder zurück. Ich nehme einen neuen Job an, neue Wohnung ect. Hoffentlich klappt das, mein Chef ist zur Zeit nicht da, und ich hab eine Kündigungzeit von 6 Wochen. Einen neuen Job hab ich auch schon wieder in Aussicht. Ich hab noch sehr gute freunde oben, die helfen mir mit einer Selbstverständlichkeit die phantastisch ist (meistens mit der Begründung: du hast uns auch immer geholfen wo du konntest), genauso wie meine Familie.
Das Ganze soll natürlich so schnell vonstatten gehen wie möglich.

Also versuch ich gerade mein Leben zu Regeln.

Ich wünsch euch auch alles Gute

Liebe Grüße
praekon

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A
an0N_1265139399z
13.08.03 um 10:32
In Antwort auf adar_12684960

Liebe Inge
tja das zusammenleben ist seltsam. Es kommt immerwieder zu einem Wechselbad. Als wir die Entscheidung getroffen haben, und wir haben sie wirklich beide getroffen, gings mir eigentlich ganz gut. So in der Art Last von den Schultern gefallen. Als Sie sich nach zwei Tagen mit einem "netten" Kerl getroffen hat, gings mir nicht ganz sogut. Es ging mich nichts an, aber ich hab einfach an ein paar Sachen gezweifelt. Sie hat versucht mich zu trösten und zu beruhigen. Tja gestern hab ich dieses Forum entdeckt, mich ein bißchen hier umgetan, gelesen, geschrieben, Anteil genommen.
Abens war ich relativ fröhlich, gefaßt. Klar steckt mir noch die Beziehung in den Knochen, der allgemeine Verlust der Liebe. Aber mir geht es gut. Seltsamerweise scheint das meine Frau zu irretieren. Es scheint fast so als könnte Sie besser damit umgehen, wenns mir schlecht ginge.
Ansonsten verstehe ich einige sachen nicht.
Sie fängt an schamhaft zu werden, bedeckt sich mit einem Handtuch wenn ich aufs Kloh muß und sie das Bad verlassen muß. Gut ist vielleicht nicht mehr angemessen nackt durch die Wohnung zu rennen, unlogisch finde ich trotzdem.
Aber sie muß unbedingt in Badezimmer rennen wenn ich duchschen will (klopfen und Badezimmertür aufmachen ca. 0,8 sec).

Und wenn ich Hundert werde:
Frauen werde ich nie verstehen.
Ich weiß: Frau das unbekannte Wesen
Männer vom Mars Frauen von der...
Geht es mir schlecht, geht es Ihr gut.
Geht es mir gut, geht es Ihr schlecht...

Da ich aus einem anderen Bundesland (Niedersachsen) komme als Sie (Nordrhein-West...) gehe ich wieder zurück. Ich nehme einen neuen Job an, neue Wohnung ect. Hoffentlich klappt das, mein Chef ist zur Zeit nicht da, und ich hab eine Kündigungzeit von 6 Wochen. Einen neuen Job hab ich auch schon wieder in Aussicht. Ich hab noch sehr gute freunde oben, die helfen mir mit einer Selbstverständlichkeit die phantastisch ist (meistens mit der Begründung: du hast uns auch immer geholfen wo du konntest), genauso wie meine Familie.
Das Ganze soll natürlich so schnell vonstatten gehen wie möglich.

Also versuch ich gerade mein Leben zu Regeln.

Ich wünsch euch auch alles Gute

Liebe Grüße
praekon

Hi Praekon
Es ist doch schön zu sehen, daß Du Dein Leben weiterhin gut regeln kannst, Männer sind da ja bekanntlich immer schneller und konsequenter...
Ich wünsche Dir auf alle Fälle alles Gute und hoffe, Ihr beide schafft es, Euch weiterhin freundschaftlich zu begegnen, bei Euch geht es ja um eine Ehe, die auch noch aufgelöst werden muß.
Das sie nicht mehr nackt vor Dir rumläuft, kann ich verstehen, tue ich auch nicht mehr..es ist eine Mischung aus, das ist nicht mehr Deins und auch, weil ich ihm nicht das Gefühl geben will, ich will ihn anmachen damit...und das sie einen Flirt haben könnte, ist auch typisch für Männlein und Weiblein, es ist ein Trsot, ein Kick, ohnen den wir das alles nicht so eifnach wegstecken könnten...jemand der uns ein bissel was davon gibt, was wir vermissen...der das Selbstbewußtsein stärkt, ....ja, so wird es wohl sein...wem tut das nicht gut, auch wenn nicht mehr läuft als Komplimente und Reden...

Deine Schilderung über Dich in Deinem ursprünglichen Thread paßt prima auf meinen Partner!!
Aber im gegensatz zu Dir würde er nie auf die Idee kommen, Blumen auf den tisch zustellen ode rmir etwas zu besorgen, er macht nichts davon...ich verkümmere neben ihm...

Ich werde ausziehen, mir eine Wohnung nehmen, das dürfte alles zumindest mal kein logistisches Problem werden. Der Schmerz ist normal, man läßt ja auch shcone Zeiten hinter sich, aber ich sehe meine Zukunft nicht an seiner Seite, das ist der Punkt.

Also, alles Gute und melde Dich doch immer mal, wie es läuft, wenn Du magst!
Viele Grüße!
Inge

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M
marged_12824078
14.08.03 um 14:10

Wirklich helfen wahrscheinlich nicht
Liebe Inge,

ich kann Dir sicher nicht viel helfen, aber wenn Du Lust hast kannst Du mir mal durchlesen (WIE KÄMPFT MAN ??? UM DIE EX LIEBE). Da hab ich meine "Story" mal aufgeschrieben. Denn ich bereue noch heute. Wobei es SO nicht weitergehen konnte. Aber jetzt wo es entgültig war, gehen viele Dinge. Und das ist das was es für mich persönlich so schwer macht. Und leider habe ich gemerkt, das die Liebe die letzten Monate vor der Trennung nicht weg war, sondern sie war nur durch den Druck auf den Schultern nicht erkennbar.
Viel Kraft und vielleicht würde Euch eine räumliche Trennung erst mal helfen. So wollte ich das bei uns eigentlich auch, allerdings war das für ihn nach dem "Schmerz" erst mal nicht möglich. Vielleicht kann er mir irgendwann verzeihen?
Liebe Grüße Noelle

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