Forum / Liebe & Beziehung

Trennung und Ungewissheit

30. November 2014 um 15:28 Letzte Antwort: 30. November 2014 um 19:47

Hallo ihr!

Ich schreib hier, um euch nach eurem Rat zu fragen und werde dabei so ehrlich und offen wie möglich schreiben um mein Problem zu erläutern. Es tut mir gleich Leid, dass das ein sehr langer Text wird, aber ich will euch nix vorenthalten, was das Thema betrifft

Ich bin vor 5 1/2 Monaten mit meiner Freundin (derzeit Ex-Freundin) zusammengekommen, sie heißt Julia. Wir haben uns in dem ersten Moment ineinander verliebt, in dem wir uns gesehen haben. Kennengelernt haben wir uns 6 Tage zuvor auf der Internetplattform "Okcupid".
Unser erstes Treffen war so romantisch und kitschig, dass es ärger nicht mehr geht Sie kam in einem wunderschönen blau-weißen Kleid, wir saßen am Ufer eines Flusses auf Steinen, scherzten und plauderten ab dem ersten Moment miteinander, als würden wir uns schon eine Ewigkeit kennen, sie sah mich an mit einem über beide Ohren verliebten Blick und so hab auch ich sie angesehen, fast angehimmelt. Nur eine Stunde später folgte der erste Kuss und im Anschluss eine wunderschöne Beziehung mit langen Gesprächen, viel Spaß, viel Kuscheleinheiten, Sex, Ausflügen, Reisen, gemütlichen Abenden zuhause etc. Einfach alles war perfekt.

Diese wunderschöne Welt ging dahin für drei Monate, bis sich etwas änderte, sie stiller wurde und mehr Zeit für sich benötigte. Ein wichtiger, tragischer Punkt hierbei, der zum besseren Verständis ihrer Lage dient: Zwei Monate, bevor wir zusammenkamen, hat sich ihr älterer Bruder im Haus umgebracht, ein Ereignis das sie, wie jeden von uns, in eine tiefe Krise stürzte, bis hin zu einem "Posttraumatischen Belastungssyndrom".
In dieser Zeit war sie noch mit ihrem Exfreund zusammen, mit dem sie zwei Wochen vor unserem ersten Treffen schlussgemacht hat.

Jedenfalls, nach diesen ersten drei Monaten wurde sie stiller, besorgter und distanzierter. Ich wusste nicht so recht, wie ich damit umgehen sollte. Klarerweise wusste ich, dass es mit ihrem Bruder zu tun hatte, aber ich missverstand diese Situation zugegebenermaßen etwas und fühlte mich selber gekränkt dadurch, dass sie so wurde und sich vielleicht nicht mehr immer freute, mich zu sehen.
Ein wichtiger weiterer Punkt dabei: Ich verbrachte 6 von 7 Abenden und Nächten bei ihr. Sie hat nie direkt gesagt, dass ich seltener kommen sollte, jedoch wollte sie keinen Sex mehr, beschuldigte mich öfters wegen Dingen un wir begannen, uns öfters zu streiten. Andererseits war sie auch nicht glücklich, wenn ich am Wochenende was mit anderen Leuten tat.

In dieser Zeit begang ich dann einen großen Fehler. Wir beide schworen uns, immer ehrlich zu einander zu sein und eines Tages war ich es nicht. Nach einem Spieleabend bei einem Freund meinte sie, ich solle nicht mehr zu ihr kommen, sie wolle alleine sein. Ich hab kurz gemeckert, wollte meinen Freunden aber nicht sagen, dass sie mich heute nicht hierhaben möchte (falsches Ego) und schlief dann in einer Wohnung, die ihr gehörte, sie aber nicht nutzte und ich einen Schlüssel hatte. Gesagt hab ich ihr aber, dass ich bei einem Freund am Sofa geschlafen hab.
Am nächsten Tag war ich wieder bei ihr und sie kam drauf, dass ich sie diesbezüglich angelogen habe. Sie nahm es mir richtig böse und meinte, dass ich ihr Vertrauen extrem missbraucht hatte und sie nicht weiß, ob sie mir das jemals verzeihen könnte, denn, da ich bei so kleinen Dingen schon lüge, meinte sie, ich würde es bei großen Dingen auch tun.

Nach dieser Aktion ging unsere Beziehung noch ein Monat weiter, hatte ihre Höhen und Tiefen. Ich hatte das Gefühl, dass sie mir auch wegen der Lüge nicht mehr böse war, doch häuften sich nun die Situationen, wo es ihr schlecht ging, sie Heulattacken wegen ihrem Bruder hatte und ich ihr wohl nicht den Freiraum gab, den sie brauchte.

Vor zwei Wochen dann fuhr ich zu meinen Eltern übers Wochenende, sie blieb in der Stadt. Am Freitag schrieb sie mir noch, sie habe mich lieb, doch dann meldete sie sich immer seltener. Auf meine Frage, was los sei meinte sie "Ach das übliche, das Leben ist hart und ungerecht" und ich war wieder mal beleidigt, dass sie abweisend zu mir war. Dann meinte sie, sie brauche Abstand.
Ich hab dann eingewilligt, sie nicht zu belästigen und sie solle sich einfach melden, wenn sie wieder was machen wollte.

5 Tage später bekamm ich eine Nachricht "Treffen wir uns?" Mir rutschte das Herz in die Hose, doch ich willigte natürlich ein und wir trafen uns bei ihr zuhause. Als sie mich empfing, lächelte sie während mich die Hunde besprangen, dann setzten wir uns hin und sie meinte nach einigem hin und her, sie könne momentan keine Beziehung führen, möchte das nicht. So haben wir Schluss gemacht.
Ich blieb noch ein bisschen dort und trank meinen Kaffee aus, packte meine Sachen und wir rauchten eine miteinander. Ich meinte, ich hätte das nicht vorausgeahnt, worauf sie meinte "Ich wollte ja eigentlich gar nicht Schlussmachen, aber so ist es wohl aus dem jetzigen Standpunkt heraus das beste".

Wenig später fuhr ich heim und für mich ging die Hölle auf Erden los. Wisst ihr, für mich brach eine Welt zusammen und mir wurde so richtig arg bewusst, welchen Menschen ich hier verloren habe. Ich dachte lange über meine Fehler nach, wusste, dass ich ihr zu wenig Freiraum gelassen hab und auch diese eine Lüge wohl viel zerstört hatte, doch sah ich für mich ein, dass diese Frau alles für mich war, die Verkörperung aller meiner Träume und die Person, für die ich alles tun würde und sei es, durch die Hölle zu gehen.
Dennoch war ich der Meinung, dass nichts mehr zu retten sei und so schrieb ich ihr ein paar Tage später, ob wir uns denn nochmal treffen könnten um unsere letzten Sachen zu tauschen.
Wir machten uns letzten Donnerstag aus, um uns zu zweit in ihrer nicht genutzten Wohnung zu treffen.

Am selben Tag schrieb ich ihr noch, dass ich gern mit ihr nochmal über die Beziehung plaudern würde, sie fragte mich warum und ich antwortete "Weil ich Antworten brauche um das Ende unserer Beziehung besser verstehen zu können, auch wenn ich weiß, dass ich dich nicht mehr zurückgewinnen kann, aber ich brauch es um in diesem Fall einfach einen finalen Schlussstrich ziehen zu können".

Dann kam eine Antwort, mit der ich nicht gerechnet habe: "Ach Oliver, ich versteh mich selber doch nicht. Aber ich fühle mich derzeit nicht so, als wäre ich fähig eine Beziehung zu führen, ohne von anderen zu verlangen, dass sie mich dauerhaft glücklich machen könnten und dann böse zu sein, wenn sie es nicht immer schaffen".

Ich schrieb ihr unter anderem zurück, dass ich das ja verstehe und es mir alles so leid tat, dass ich ihr kaum Freiraum gelassen hab und zu wenig Verständnis gezeigt hab, doch ich sie über alles liebe und und mir einen Neuanfang vorstellen könnte. Ich schrieb ihr, dass ich nicht bei dem Punkt weitermachen wolle, wo es geendet hat, sondern gänzlich von vorne anfangen wolle um sie neu kennenzulernen und ihr das Verständis geben kann, das sie braucht.

Sie meinte, wir sollen uns Donnerstag treffen und das taten wir auch.

Der Weg dorthin war für mich wie der Weg eines Gladiatoren hin in die Arena, sicher, dass sein Herz es nicht überleben würde, doch dann kam es anders als gedacht.
Wir saßen annähernd zwei Stunden zusammen und plauderten, lachten und witzelten über alles, unser Leben und es war, als wären wir in der Hochblüte unserer Beziehung. Sie lächelte mich an und ich bekam das überzeugende Gefühl, dass sie es sich überlegte. Ich dachte sogar, in ihrem Blick was verliebtes zu sehen, aber sowas kann man sich auch einbilden.
Dann musste sie bald gehen, zog sich im Bad um während ich bei der Tür wartete und rannte dann mit halb offener Hose aus dem Bad raus, rein ins Wohnzimmer. Sie lachte und meinte "Jetzt siehst du mich mit offener Hose, aber wir zwei sind ja eh unter uns". Dann gingen wir zur U-Bahn, währenddessen neckte sie mich wegen meinen Handschuhen und als wir uns verabschiedeten meinte ich noch "Überlegs dir halt nochmal wegen uns". Sie antwortete "Ja schaun wir mal, in den nächsten Tagen und Wochen werd ich ja eh noch keinen neuen haben", zwinkerte und dann ging sie.

Mir gab es eine wahnsinnige Kraft und Lebensfreude. Dann einen Tag drauf kam eine SMS:

"Ich fand es gestern wirklich nett und ich wäre gerne länger geblieben. Aber ich kann was uns betrifft jetzt keine Entscheidung treffen. Ich brauch einfach mal ein bisschen Zeit für mich. Und diese Zeit hätte ich mir eigentlich nehmen sollen bevor wir zusammengekommen sind, das hab ich aber nicht und deswegen muss ich sie mir jetzt nehmen. Ich will dir jetzt aber auch keine hoffnungen machen, die sich dann nicht erfüllen. Deswegen kann ich nichts sagen, außer dass ich jetzt, hier, heute, ohne eine Beziehung sein muss und vor allem will. Und was in Zukunft passiert kann ich nicht sagen.
Aber wir können uns gerne weiter ab und zu treffen und schauen was passiert.

Natürlich unter der Voraussetzung, dass du das auch willst. Und dass es dir damit gut geht.

Ich will nicht, dass du das Gefühl hast (oder dass andere Personen vielleicht sagen), dass ich dich "warm halte" oder au ein Abstellgleis stelle.

Aber das ist halt was ich dir anbieten kann."

Ich hab gesagt, ich versteht das so und ich lass ihr die Zeit, sie solle sich melden, wenn sie sich wieder treffen will.



So viel dazu. Wisst ihr, seitdem (das SMS kam vorgestern) hab ich meine auf und abs, ich weiß nicht, was ich erwarten soll, doch weiß ich, dass sie es mir wert ist, zu warten. Ich liebe sie mehr als alles auf der Welt, sie ist die Person, für die ich durch die Hölle gehen würde und wenn diese Hölle bedeutet, Tage/Wochen/Monatelang in Unsicherheit zu schweben, doch sie ist die Einzige für mich. Ich hab noch nie so eine starke Liebe für jemanden empfunden und ich kann mir meine kleine Welt nicht ohne sie vorstellen. Ich kann nichtmal andere Frauen anschaun, weil ich jede sofort mit ihr vergleiche.
Sie ist das wunderbarste Geschöpf auf Erden für mich und ich wünsche mir nichts sehnlicher, als eine zweite Chance, diesmal anders, mit mehr Freiraum, mehr Verständnis und vorallem bedingungsloser Ehrlichkeit.


Wie schätzt denn ihr die Lage ein, wie groß seht ihr meine Chancen und ab wann würdet ihr selber nachfragen, was denn nun sei?

Ich bin ratlos. Ich hoffe, irgendwer von euch kann mir antworten, das wäre supertoll

Liebe Grüße aus Wien,
Oliver

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30. November 2014 um 17:24

Oh je.
Ich hatte bis zu dem Absatz mit den eigenen Wohnungen das Gefühl, dass ihr beiden 14 Jahre alt seid. Ich fasse einfach mal zusammen:

Ihr beide "verliebt euch auf den ersten Blick" obwohl ihr eigentlich nichts voneinander wisst und fangt sofort eine Beziehung an.

Sie ist erst 2 Wochen von ihrem Ex getrennt, hat eine traumatische Vergangenheit (mit ihrem Bruder) und kann nicht über ihre Gefühle und Bedürfnisse (wegen mehr Freiraum beispielsweise) reden.

Du hingegen brauchst unheimlich viel Nähe, kannst dem Partner schlecht Freiraum lassen (wie jetzt, wo du nach ein paar Stunden schon wieder auf eine erlösende SMS hoffst), bist schnell eingeschnappt und beginnst bei den kleinsten Konflikten ein Meideverhalten in dem du lügst oder nicht zu deinen Gefühlen stehst (sagen du gibst ihr alle zeit während du eigentlich willst, dass sie sich jetzt entscheidet).

Bereits nach 3 Monaten gibt es bei euch schon den ersten, regelmäßigen Krach, ihr (sie) könnt über Probleme nicht reden und bekommt die Beziehung nur so schlecht hin, dass ihr euch nach nicht einmal 6 Monaten trennt.



Ganz im Ernst, auch wenn du jetzt natürlich traurig bist, denkst du echt, dass das noch einen Sinn hat? So wie ich das hier aus dem Text lese, passt ihr beide generell schon nicht gut zusammen. Und dann kommt dazu, dass sie erst einmal ihre Probleme verarbeiten sollte.


Und ich denke auch du solltest mal lernen alleine klar zu kommen. Es ist ja normal den Partner und die Beziehung nach einer (ungewollten) Trennung zu idealisieren, aber jetzt mal ernsthaft: Denkst du echt, dass du dich wohl fühlen würdest, wenn ihr euch viel weniger sehr (und das vielleicht dauerhaft und nicht nur die ersten paar Tage/Wochen)? Und auch die Ehrlichkeit und das Verständnis wäre doch jetzt nicht echt. Wenn du vor ein paar Wochen noch kein Verständnis für sie hattest und nicht ehrlich warst, dann wärst du es doch jetzt nur aus Zwang und auch nur so lange, bis wieder Gras über die Trennung gewachsen ist.

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30. November 2014 um 19:11
In Antwort auf

Oh je.
Ich hatte bis zu dem Absatz mit den eigenen Wohnungen das Gefühl, dass ihr beiden 14 Jahre alt seid. Ich fasse einfach mal zusammen:

Ihr beide "verliebt euch auf den ersten Blick" obwohl ihr eigentlich nichts voneinander wisst und fangt sofort eine Beziehung an.

Sie ist erst 2 Wochen von ihrem Ex getrennt, hat eine traumatische Vergangenheit (mit ihrem Bruder) und kann nicht über ihre Gefühle und Bedürfnisse (wegen mehr Freiraum beispielsweise) reden.

Du hingegen brauchst unheimlich viel Nähe, kannst dem Partner schlecht Freiraum lassen (wie jetzt, wo du nach ein paar Stunden schon wieder auf eine erlösende SMS hoffst), bist schnell eingeschnappt und beginnst bei den kleinsten Konflikten ein Meideverhalten in dem du lügst oder nicht zu deinen Gefühlen stehst (sagen du gibst ihr alle zeit während du eigentlich willst, dass sie sich jetzt entscheidet).

Bereits nach 3 Monaten gibt es bei euch schon den ersten, regelmäßigen Krach, ihr (sie) könnt über Probleme nicht reden und bekommt die Beziehung nur so schlecht hin, dass ihr euch nach nicht einmal 6 Monaten trennt.



Ganz im Ernst, auch wenn du jetzt natürlich traurig bist, denkst du echt, dass das noch einen Sinn hat? So wie ich das hier aus dem Text lese, passt ihr beide generell schon nicht gut zusammen. Und dann kommt dazu, dass sie erst einmal ihre Probleme verarbeiten sollte.


Und ich denke auch du solltest mal lernen alleine klar zu kommen. Es ist ja normal den Partner und die Beziehung nach einer (ungewollten) Trennung zu idealisieren, aber jetzt mal ernsthaft: Denkst du echt, dass du dich wohl fühlen würdest, wenn ihr euch viel weniger sehr (und das vielleicht dauerhaft und nicht nur die ersten paar Tage/Wochen)? Und auch die Ehrlichkeit und das Verständnis wäre doch jetzt nicht echt. Wenn du vor ein paar Wochen noch kein Verständnis für sie hattest und nicht ehrlich warst, dann wärst du es doch jetzt nur aus Zwang und auch nur so lange, bis wieder Gras über die Trennung gewachsen ist.

Naja
Ich bin mir sehr wohl im Klaren darüber, dass es für Außenstehende nicht sehr leicht ist zu erkennen, wie diese Beziehung gepasst haben könnte.

Ich kann hier ebensowenig jeden Aspekt der Beziehung erläutern. Definitiv sind wir zwei Personen, die nicht zu 100% gleich sind und mit Problemen anders umgehen, jedoch ist das kein unüberbrückbares Problem, sondern eine Sache der Kommunikation.
Auch ich hätte diverse Fehler bezüglich eines Abstand lassens nicht gemacht, hätte ich vor der Trennung schon Sätze gehört wie "Du, ich brauch heut mal nen Tag für mich".
Verständnis konnt ich deshalb keines aufbringen, weil es eher Sätze waren wie "Ich will nicht, dass du heute kommst" ohne weitere Kommentare und ich im Dunkeln darüber gelassen wurde, was wirklich das Problem war.

Natürlich kommts in dem Beitrag so rüber, als wäre die Beziehung dadurch von Grund auf falsch gewesen, aber hätte ich jeden Punkt erläutert, der in der Beziehung schön gewesen ist, wär ich jetzt noch nicht fertig.
Abseits von diesen "Tiefs" konnten wir ja auch über alles reden, die Frau weiß Dinge über mich, die sonst kein Mensch weiß und andersrum ist es dasselbe.

Kurz und gut: Ja, ich denke, dass ich mich wohl fühlen würde, sie seltener zu sehen, wenn ich dabei nicht im Dunkeln über die Gründe gelassen werde, denn die Antwort ist nicht immer: Das Trauma.

Wenn ein Kommunikationsproblem das einzige Hindernis für diese Beziehung ist, dann ist das ein überwindbares Problem, denn abseits davon war diese Beziehung die beste, die ich jemals hatte.

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30. November 2014 um 19:25
In Antwort auf

Naja
Ich bin mir sehr wohl im Klaren darüber, dass es für Außenstehende nicht sehr leicht ist zu erkennen, wie diese Beziehung gepasst haben könnte.

Ich kann hier ebensowenig jeden Aspekt der Beziehung erläutern. Definitiv sind wir zwei Personen, die nicht zu 100% gleich sind und mit Problemen anders umgehen, jedoch ist das kein unüberbrückbares Problem, sondern eine Sache der Kommunikation.
Auch ich hätte diverse Fehler bezüglich eines Abstand lassens nicht gemacht, hätte ich vor der Trennung schon Sätze gehört wie "Du, ich brauch heut mal nen Tag für mich".
Verständnis konnt ich deshalb keines aufbringen, weil es eher Sätze waren wie "Ich will nicht, dass du heute kommst" ohne weitere Kommentare und ich im Dunkeln darüber gelassen wurde, was wirklich das Problem war.

Natürlich kommts in dem Beitrag so rüber, als wäre die Beziehung dadurch von Grund auf falsch gewesen, aber hätte ich jeden Punkt erläutert, der in der Beziehung schön gewesen ist, wär ich jetzt noch nicht fertig.
Abseits von diesen "Tiefs" konnten wir ja auch über alles reden, die Frau weiß Dinge über mich, die sonst kein Mensch weiß und andersrum ist es dasselbe.

Kurz und gut: Ja, ich denke, dass ich mich wohl fühlen würde, sie seltener zu sehen, wenn ich dabei nicht im Dunkeln über die Gründe gelassen werde, denn die Antwort ist nicht immer: Das Trauma.

Wenn ein Kommunikationsproblem das einzige Hindernis für diese Beziehung ist, dann ist das ein überwindbares Problem, denn abseits davon war diese Beziehung die beste, die ich jemals hatte.

Wie gesagt,
wenn sie es schon nach so kurzer Zeit und bei einem so kleinen Problem wie "Ich will mal Zeit für mich" nicht schafft den Mund aufzumachen, dann wird der Rest sehr schwer werden.

Versteh mich nicht falsch, ich will dir ja nichts kaputt reden, aber ich persönlich denke, dass das mit ihr nicht mehr wird. Normalerweise (und ja, auch nach einem so schlimmen Schicksalsschlag) ist nach 6 Monaten noch alles rosarot und große Verliebtheit, und nicht "Ich will meine Ruhe" und Trennung.

Aber du darfst mir natürlich gerne das Gegenteil zeigen. Ich glaube eben nur nicht dran.

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30. November 2014 um 19:47
In Antwort auf

Wie gesagt,
wenn sie es schon nach so kurzer Zeit und bei einem so kleinen Problem wie "Ich will mal Zeit für mich" nicht schafft den Mund aufzumachen, dann wird der Rest sehr schwer werden.

Versteh mich nicht falsch, ich will dir ja nichts kaputt reden, aber ich persönlich denke, dass das mit ihr nicht mehr wird. Normalerweise (und ja, auch nach einem so schlimmen Schicksalsschlag) ist nach 6 Monaten noch alles rosarot und große Verliebtheit, und nicht "Ich will meine Ruhe" und Trennung.

Aber du darfst mir natürlich gerne das Gegenteil zeigen. Ich glaube eben nur nicht dran.

Ich würd mal sagen
Abwarten und Tee trinken, mehr kann ich wohl ohnehin nicht tun.

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