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Trennung trotz angeblicher Liebe - Panik, Bindungsangst?

5. März 2013 um 14:10

Hallo,
ich bin sehr traurig und depremiert und weiß nicht, was ich denken soll. Folgendermaßen schaut es aus:
Wir haben im Januar ein schönes Gespräch über das Kinderbekommen gehabt. Ich sagte ihm, dass ich etwas Torschlusspanik habe (ich bin fast 34 und er 31). Er fragte darauf hin, warum ich das nicht schon eher angesprochen hätte, wenn ich diese Panik verspüre. Und wenn es so sei, dann könne ich ja die Pille absetzen, wir würden es eh nur in die Länge hinauszögern, warum nicht jetzt. Einen richtigen Zeitpunkt gäbe es eh nicht. (Wir sind 6 Jahre zusammen). Damit wir dieses Thema weiter voran treiben, habe ich dann die Pille auch tatsächlich abgesetzt und ihn informiert. Ich wusste, solange nicht Taten passieren, wird er sich mit dem Thema nicht auseinandersetzen. Er war auch gar nicht so geschockt, immerhin hatte er ein Tag vorher ja noch so positiv reagiert. Er fing dann nur an, zu fragen, ob ICH denn sicher sei, und mir der Konsequenzen wirklich bewusst sei. Mir lag es aber daran, dass ER jetzt nachdenken sollte, nicht ich...Ich sagte ihm, es sei nicht schlimm, ich könnte sie ja jetzt wieder nehmen, das sei ja jetzt nur ein vergessener Tag etc... Er reagierte nicht darauf (wahrscheinlich aus Angst mich zu enttäuschen). So vergingen die Tage. Er erwähnte auch einmal, dass er gern vorher mit dem Rauchen aufgehört hätte. Gespräche waren zwar immer kurzweilig vorhanden, aber keine richtigen Aussagen. 3 Wochen später (eine Woche vor dem geplanten Urlaub) und nach dem ich sowieso schon ahnte, dass er damit nicht klar kam (kein Sex - was ein Wunder ist...), sagte er mir dann (nachdem aber ansonsten alles wie gehabt war, kein Streit, gar nichts...), dass ich ja bestimmt gemerkt hätte, dass er mit der Situation zurzeit nicht klarkäme. Das Schlimme ist, er sagt dann nicht, von wegen, lass uns noch etwas warten, ich bin überfordert etc. - das wäre ja kein Problem für mich gewesen. Er stellt dann die ganze Beziehung in Frage, er hat dann ein Gefühl, das ihn blockiert und er könne nicht interpretieren, was das Gefühl ihm sagen will. Er sagte, dass er mich liebt und begehrt, dass er sich das alles nur mit mir vorstellen könnte, aber dass bei ihm Kopfkino herrsche und er nicht mehr weiter wisse. Darauf hin haben wir erstmal in getrennten Betten geschlafen, weil keiner so richtig die Konsequenzen daraus ziehen konnte. Wir haben beide tagelang geweint und geredet. Er sagte, vielleicht sei es besser, wenn wir uns trennen, damit er nach den Gründen für seine Blockade suchen kann (vielleicht auch Bindungsangst). Ich musste dann eine Woche ohne ihn in den Urlaub fahren. Nachdem ich wieder da war, haben wir dann eigentlich offizíell schluss gemacht (ohne Gründe wirklich erläutern zu können, er sagt auch nicht direkt, dass er keine Kinder will oder dass er nicht weiß, ob er mich genug liebt...) Er weiß (angeblich) einfach nicht, was ihn hindert, oder ob es vielleicht zu früh ist oder er noch denkt, was anderes erleben zu müssen. Wir haben uns weinend umarmt und sind dann übereinander hergefallen. Und ich muss sagen, dass er da auf einmal kein Problem damit hatte, dass ich keine Pille mehr nehme. (Ja, ich weiß, unverantwortlich, mache ich nie wieder, habe auch meine Tage bekommen, alles gut...) Danach waren wir eine Woche gut im Verdrängen und so tun, als könnte man das Problem mit Sex und Whisky-Cola lösen... Jetzt bin ich erstmal bei meiner Freundin untergekommen, da ich solche Angst habe, alleine zuhause zu bleiben, wenn dieser Tag kommt, an dem ER geht. Daher versuche ich mich jetzt schon daran zu gewöhnen, ihn nicht zu sehen. Er will das als Pause sehen, da er das was wir uns aufgebaut haben, nicht einfach so aufgeben will (wobei eh egal, ist ja das gleiche wie Trennung), um erstmal Distanz zu schaffen, damit er seine Gedanken ordnen kann. Aber zum Teil hat er auch immer schon davon geredet, dass er mich als Mensch nicht verlieren will, dass er nicht möchte, dass wir uns wie Fremde verhalten, dass uns vielleicht das Schicksal irgendwann wieder zusammenführt bla bla...Ich verstehe ihn nicht, die Anziehung ist da, dieses Verhalten als wäre nichts. Wir verhalten uns wie immer, nur eben diese Blockade steht im Raum. Er sagt, er hofft, er macht nicht den größten Fehler seines Lebens, wenn er mich los lässt, aber er sieht keine andere Möglichkeit für mich, wenn er mich gehen lässt, damit ich noch die Chance habe, jemand neues kennenzulernen, da er ja anscheinend nicht bereit ist, und mir nicht versprechen kann, was in einem Jahr z. B. wäre. Ob die Blockade dann noch da wäre oder wie auch immer. Er wollte sich jetzt erkundigen, wo er eine Psychotherapie machen könnte, denn auch wenn es komisch klingt, aber er hat irgendwelche Probleme mit sich selber, generelle Unzufriedenheit mit der Welt, seinem Leben, Arbeit etc. Ich bin so frustriert, weil eigentlich alles immer gut war. Wir haben nie gestritten oder Probleme gehabt. Ich muss sagen, vor 3 Jahren hat er schon einmal seine Zweifel bekommen (als alle in unserem Bekanntenkreis am Heiraten waren) und ist aber nach einer Woche wieder gekommen und sagte, dass er solche Angst hätte, sein Herz zu öffnen, da er so verletzt worden sei, aber dass er mich liebe und er mich nicht verlieren möchte und er bereit sei, mit sein Herz zu öffnen. Ja ich weiß, jetzt kann man sagen, ui, schon das zweite Mal. Ja das weiß ich alles. Aber ich denke, er läuft vor seinem Glück davon. Ich weiß, vielleicht muss ich loslassen. Aber - ich vermisse es so, bei ihm zu sein, mit ihm zu reden und einfach seine Nähe zu spüren. Ich hatte noch nie solchen Liebeskummer. Ich habe auch solche Angst vor dem Alleinsein. Das kommt natürlich auch noch dazu. Ich habe mich so abhängig von meinen Beziehungen gemacht, dass ich nicht weiß, wie ich es aus diesem tiefen Loch rausschaffen soll. Ich würde auch so gern wütend werden, aber ich verteidige ihn auch noch, obwohl er mich jetzt einfach so fallen lässt und mich nicht verdient hat, wenn er nicht bereit ist, mit mir den nächsten Schritt zu gehen. Aber nur wenn ich daran denke, ihn nie wieder sehen, sprechen oder berüheren zu können, fließen bei mir schon die Tränen. Ich war mir so sicher mit ihm...

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7. März 2013 um 13:01

Trennung trotz angeblicher Liebe - Panik, Bindungsangst?
Hi Kleines157,

vielen Dank für Deine Antwort. Das hast du sehr schön beschrieben. Ja, das kommt alles schon so hin. Wir sind jetzt gerade erst 4 Tage in der Abstand-Phase und es ist wirklich nicht schön. Ich analysiere alle Sätze, die er gesagt haben könnte und das wird dann alles immer verrückter. Er hat dann am 2. Tag angerufen, weil er ein Lebenszeichen von sich geben wollte. Keine Ahnung, ob er Mitleid mit mir hat oder sein schlechtes Gewissen damit beruhigen möchte. Habe ihm auch gesagt, dass es ja nichts bringt, wenn er anruft, wenn er doch die Distanz haben wollte. Mir tut es ja dann auch immer weh (wobei ich nach dem Telefonat endlich mal sofort einschlafen konnte, weil es mich kurzweilig beruhigt hat). Aber dann habe ich gleich auch von ihm geträumt und das Aufwachen mit der Realität war dann wieder nicht berauschend. Dennoch denke ich, dass auch wenn wir unangenehmen Themen aus dem Weg gegangen sind, es ihm dennoch bewusst war, dass ich Kinder irgendwann möchte und er auch selbst nie verneint hatte, welche bekommen zu wollen. Sein Problem ist jetzt vermutlich die Angst vor der großen Verantwortung, und Angst doch noch etwas verpasst zu haben. Er hat am Dienstag einen Termin beim Psychotherapeuten, da auch er weiß, dass seine Probleme tiefgründiger sind, die ihn da bedrücken. Der Arzt sagte was von reaktiver Depression. Wie auch immer, ändert aber nichts an der Tatsache, dass er nicht in der Lage ist, sich für einen Schritt wie Heirat und Kinder zu entscheiden.

Ich nehme mir deine Worte zu Herzen, ich muss lernen alleine zu sein, aber zurzeit ist es das nervenaufreibenste, was ich je bislang erlebt habe und ich erkenne mich gar nicht wieder. Ich atme im Moment nur.

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20. März 2013 um 11:51
In Antwort auf sonso331

Trennung trotz angeblicher Liebe - Panik, Bindungsangst?
Hi Kleines157,

vielen Dank für Deine Antwort. Das hast du sehr schön beschrieben. Ja, das kommt alles schon so hin. Wir sind jetzt gerade erst 4 Tage in der Abstand-Phase und es ist wirklich nicht schön. Ich analysiere alle Sätze, die er gesagt haben könnte und das wird dann alles immer verrückter. Er hat dann am 2. Tag angerufen, weil er ein Lebenszeichen von sich geben wollte. Keine Ahnung, ob er Mitleid mit mir hat oder sein schlechtes Gewissen damit beruhigen möchte. Habe ihm auch gesagt, dass es ja nichts bringt, wenn er anruft, wenn er doch die Distanz haben wollte. Mir tut es ja dann auch immer weh (wobei ich nach dem Telefonat endlich mal sofort einschlafen konnte, weil es mich kurzweilig beruhigt hat). Aber dann habe ich gleich auch von ihm geträumt und das Aufwachen mit der Realität war dann wieder nicht berauschend. Dennoch denke ich, dass auch wenn wir unangenehmen Themen aus dem Weg gegangen sind, es ihm dennoch bewusst war, dass ich Kinder irgendwann möchte und er auch selbst nie verneint hatte, welche bekommen zu wollen. Sein Problem ist jetzt vermutlich die Angst vor der großen Verantwortung, und Angst doch noch etwas verpasst zu haben. Er hat am Dienstag einen Termin beim Psychotherapeuten, da auch er weiß, dass seine Probleme tiefgründiger sind, die ihn da bedrücken. Der Arzt sagte was von reaktiver Depression. Wie auch immer, ändert aber nichts an der Tatsache, dass er nicht in der Lage ist, sich für einen Schritt wie Heirat und Kinder zu entscheiden.

Ich nehme mir deine Worte zu Herzen, ich muss lernen alleine zu sein, aber zurzeit ist es das nervenaufreibenste, was ich je bislang erlebt habe und ich erkenne mich gar nicht wieder. Ich atme im Moment nur.

Trennung
... im Endeffekt haben wir uns nach 2 Wochen Auszeit/Pause nun getrennt. Er sagte, er sehe sich nicht in 10 Jahren mit mir und zwei Kindern...
Was soll ich sagen. Das fällt ihm jetzt nach 6 Jahren auf...Wie kann man sich in einem Menschen nur so irren? Und da will er mich doch glatt auf "Freundschaftsbasis" belehren, was ich beim nächsten Mal alles besser machen soll, damit ich nicht verarscht werde, da ja alle Männer da draußen (außer er) solche Schweine seien. Der hat doch echt einen Knall. trotzdem bin ich sehr enttäuscht und verletzt. Ich bin ja auch nicht mehr die Jüngste und jetzt stehe ich wieder ganz am Anfang..

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