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Trennung/Scheidung - Kinder - Ablauf

17. Oktober 2006 um 21:36

Hallo alle zusammen,

mein Mann und ich haben 2 kleine Kinder (2 und 4 Jahre alt), und wir leben seit ca. 3 Wochen getrennt. Er ist seit Jahren alkoholabhängig und das schon seitdem ich ihn kenne (jetzt mittlerweile 10 Jahre).



Wir haben dadurch seit Jahren Eheprobleme, und zur Zeit ist er

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17. Oktober 2006 um 21:39

Trennung/Scheidung - Kinder - Ablauf
Der Text ist irgendwie nicht vollständig abgebildet. Hier also noch einmal:

Hallo alle zusammen,

mein Mann und ich haben 2 kleine Kinder (2 und 4 Jahre alt), und wir leben seit ca. 3 Wochen getrennt. Er ist seit Jahren alkoholabhängig und das schon seitdem ich ihn kenne (jetzt mittlerweile 10 Jahre).



Wir haben dadurch seit Jahren Eheprobleme, und zur Zeit ist er "vorrübergehend" aus unserer gemeinsamen Wohnung zu seinem Bruder gezogen, weil ich einfach so nicht mehr leben kann und ich für mich entscheiden habe, dass es für mich nur noch eine Ehe OHNE Alkohol geben wird. Denn so kann ich mich nicht auf ihn verlassen, und das ist keine Basis für eine Ehe! Seit einigen Tagen denke ich allerdings, dass es so oder so keine allzugroße Hoffnung mehr für uns gibt, weil ich merke, dass er nicht will, nicht reden, nichts tun usw. Und es geht mir wirklich gut, seitdem er nicht mehr bei uns wohnt! SEIN Problem ist nicht mehr meins, und es wird es auch nie wieder werden...



Auf diesem Weg möchte ich mich bei euch erkundigen, wie es nun weitergeht, was für Schritte ich einleiten muss, auf was man achten sollte, einfach, wie der weitere Weg einer Trennung/Scheidung abläuft. Ich habe mir auch schon einige Informationen aus dem Internet geholt und auch einige Bücher über dieses Thema gelesen. Aber ich möchte mich einfach absichern und mich überall informieren.



Hier noch einige evtl. nötige Informationen:

Mein Mann hat letzten Monat seine Arbeitsstelle gekündigt (ich war damit nicht einverstanden, sondern ich wollte, dass er wartet, bis ich im März 2007 wieder arbeiten gehe). Er führt zur Zeit ein nebenberufliches Gewerbe, dass dann am 1. 11. 2006 in ein Hauptgewerbe umgewandelt werden soll. Ich werde - wie schon erwähnt - ab dem 24. März 2007 wieder arbeiten gehen (bin zur Zeit in Elternzeit, habe eine Festanstellung beim Solinger Tageblatt).



Durch seine Selbstständigkeit hat mein Mann oft am WE keine Zeit verpflichtet er sich, die Kinder alle 2 Wochen zu nehmen? Oder kann er sich die Tage aussuchen? Er möchte seine Kinder natürlich nicht verlieren, er möchte sich allerdings gerne nur die Rosinen rauspicken, und hier und da mal 1,2 Stunden mit ihnen spielen. Damit bin ich nicht einverstanden. Ich möchte eine klare Regelung, an die sich die Kinder halten können. Regalmäßigkeiten halt. Wie regelt man diese am besten?

Ich habe auch Angst, dass er sein Leben überhaupt nicht mehr selbst in den Griff bekommt und völlig abstürzt (bisher hielt es sich noch einigermaßen in Grenzen), wenn es zu einer Scheidung kommen sollte. Ich mache mir Sorgen um seine Zuverlässigkeit bzgl. der Kinder und ich weiß auch nicht, wie er bzgl. der Kinder reagiert, wenn ihm alles über den Kopf wächst. Letztes Jahr war er so sturzbetrunken, sodass er bei mir handgreiflich wurde (das ist bisher 1x passiert). Das war zu der Zeit, in der ich ihn schon einmal vor die Türe gesetzt hatte. Meine Tochter hat das mit damals 3 Jahren alles mitbekommen und reagiert seitdem ziemlich verstört und fängt sofort an zu weinen, wenn mich jemand zB. ganz spontan aus Spaß auf den Arm nimmt o. ä. Ich möchte ihn hier nicht schlecht machen. Er ist wirklich ein guter Vater! Seine Kinder vergöttern ihn und er liebt sie über alles. Und ich möchte auch dem weiteren Kontakt nicht im Wege stehen, weil ich es wichtig finde, dass die Kinder zu ihrem Vater und zu ihrer Mutter ein gutes Verhöltnis aufbauen können. Aber bei Alkoholsucht weiß man nie... und darüber mache ich mir große Sorgen.

Was für Rechte habe ich als baldige alleinerziehende Mutter?

Woher bekomme ich - und wie berechnet sich - der Unterhalt (Ehegatten- und Kindesunterhalt)?

An wen muss ich mich wenden? Wer kann mir Auskunft geben?

Wie ist das mit der gemeinsamen Wohnung? Hat er ein Anrecht darauf, hier wohnen zu bleiben (er steht natürlich mit im Mietvertrag) das Haus gehört allerdings schon mir (es wurde letztes Jahr auf mich überschrieben die Rechte und Pflichten liegen allerdings komplett bei meinen Eltern)

Wer bezahlt im Trennungsjahr die Miete (ich habe ja zur Zeit kein eigenes Einkommen) und die sonstigen Fixkosten?

Wovon soll ich leben, wenn ich über seine baldigen Einnahmen keine Auskünfte mehr bekomme, da vieles bar abgehandelt wird? Viele seiner bisherigen Gehaltsabrechnungen habe ich kopiert, aber bald habe ich keine Einsicht mehr in seine Bilanzen...

Und überhaupt, von welchen Dingen sollte man auf jeden Fall Kopien anfertigen? (Habe schon vieles kopiert, aber vielleicht habe ich etwas vergessen)



Fragen über Fragen. Es werden nicht die einzigen bleiben, aber einige von euch können mir mit Sicherheit sagen, worauf es ankommt und was wichtig ist, was man auf keinen Fall vergessen darf!



Das wärs fürs Erste. Über Antworten würde ich mich sehr freuen...

LG, AYKI79.

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18. Oktober 2006 um 12:55
In Antwort auf maryam_11912468

Trennung/Scheidung - Kinder - Ablauf
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Hallo alle zusammen,

mein Mann und ich haben 2 kleine Kinder (2 und 4 Jahre alt), und wir leben seit ca. 3 Wochen getrennt. Er ist seit Jahren alkoholabhängig und das schon seitdem ich ihn kenne (jetzt mittlerweile 10 Jahre).



Wir haben dadurch seit Jahren Eheprobleme, und zur Zeit ist er "vorrübergehend" aus unserer gemeinsamen Wohnung zu seinem Bruder gezogen, weil ich einfach so nicht mehr leben kann und ich für mich entscheiden habe, dass es für mich nur noch eine Ehe OHNE Alkohol geben wird. Denn so kann ich mich nicht auf ihn verlassen, und das ist keine Basis für eine Ehe! Seit einigen Tagen denke ich allerdings, dass es so oder so keine allzugroße Hoffnung mehr für uns gibt, weil ich merke, dass er nicht will, nicht reden, nichts tun usw. Und es geht mir wirklich gut, seitdem er nicht mehr bei uns wohnt! SEIN Problem ist nicht mehr meins, und es wird es auch nie wieder werden...



Auf diesem Weg möchte ich mich bei euch erkundigen, wie es nun weitergeht, was für Schritte ich einleiten muss, auf was man achten sollte, einfach, wie der weitere Weg einer Trennung/Scheidung abläuft. Ich habe mir auch schon einige Informationen aus dem Internet geholt und auch einige Bücher über dieses Thema gelesen. Aber ich möchte mich einfach absichern und mich überall informieren.



Hier noch einige evtl. nötige Informationen:

Mein Mann hat letzten Monat seine Arbeitsstelle gekündigt (ich war damit nicht einverstanden, sondern ich wollte, dass er wartet, bis ich im März 2007 wieder arbeiten gehe). Er führt zur Zeit ein nebenberufliches Gewerbe, dass dann am 1. 11. 2006 in ein Hauptgewerbe umgewandelt werden soll. Ich werde - wie schon erwähnt - ab dem 24. März 2007 wieder arbeiten gehen (bin zur Zeit in Elternzeit, habe eine Festanstellung beim Solinger Tageblatt).



Durch seine Selbstständigkeit hat mein Mann oft am WE keine Zeit verpflichtet er sich, die Kinder alle 2 Wochen zu nehmen? Oder kann er sich die Tage aussuchen? Er möchte seine Kinder natürlich nicht verlieren, er möchte sich allerdings gerne nur die Rosinen rauspicken, und hier und da mal 1,2 Stunden mit ihnen spielen. Damit bin ich nicht einverstanden. Ich möchte eine klare Regelung, an die sich die Kinder halten können. Regalmäßigkeiten halt. Wie regelt man diese am besten?

Ich habe auch Angst, dass er sein Leben überhaupt nicht mehr selbst in den Griff bekommt und völlig abstürzt (bisher hielt es sich noch einigermaßen in Grenzen), wenn es zu einer Scheidung kommen sollte. Ich mache mir Sorgen um seine Zuverlässigkeit bzgl. der Kinder und ich weiß auch nicht, wie er bzgl. der Kinder reagiert, wenn ihm alles über den Kopf wächst. Letztes Jahr war er so sturzbetrunken, sodass er bei mir handgreiflich wurde (das ist bisher 1x passiert). Das war zu der Zeit, in der ich ihn schon einmal vor die Türe gesetzt hatte. Meine Tochter hat das mit damals 3 Jahren alles mitbekommen und reagiert seitdem ziemlich verstört und fängt sofort an zu weinen, wenn mich jemand zB. ganz spontan aus Spaß auf den Arm nimmt o. ä. Ich möchte ihn hier nicht schlecht machen. Er ist wirklich ein guter Vater! Seine Kinder vergöttern ihn und er liebt sie über alles. Und ich möchte auch dem weiteren Kontakt nicht im Wege stehen, weil ich es wichtig finde, dass die Kinder zu ihrem Vater und zu ihrer Mutter ein gutes Verhöltnis aufbauen können. Aber bei Alkoholsucht weiß man nie... und darüber mache ich mir große Sorgen.

Was für Rechte habe ich als baldige alleinerziehende Mutter?

Woher bekomme ich - und wie berechnet sich - der Unterhalt (Ehegatten- und Kindesunterhalt)?

An wen muss ich mich wenden? Wer kann mir Auskunft geben?

Wie ist das mit der gemeinsamen Wohnung? Hat er ein Anrecht darauf, hier wohnen zu bleiben (er steht natürlich mit im Mietvertrag) das Haus gehört allerdings schon mir (es wurde letztes Jahr auf mich überschrieben die Rechte und Pflichten liegen allerdings komplett bei meinen Eltern)

Wer bezahlt im Trennungsjahr die Miete (ich habe ja zur Zeit kein eigenes Einkommen) und die sonstigen Fixkosten?

Wovon soll ich leben, wenn ich über seine baldigen Einnahmen keine Auskünfte mehr bekomme, da vieles bar abgehandelt wird? Viele seiner bisherigen Gehaltsabrechnungen habe ich kopiert, aber bald habe ich keine Einsicht mehr in seine Bilanzen...

Und überhaupt, von welchen Dingen sollte man auf jeden Fall Kopien anfertigen? (Habe schon vieles kopiert, aber vielleicht habe ich etwas vergessen)



Fragen über Fragen. Es werden nicht die einzigen bleiben, aber einige von euch können mir mit Sicherheit sagen, worauf es ankommt und was wichtig ist, was man auf keinen Fall vergessen darf!



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LG, AYKI79.

Hallo
Ich denke du hast das richtige gemacht.Ich rate dir jetzt einen Anwalt auf zu suchen,der wird dir alle weitere Schritte erklären.Und die musst zur Arge da bekommst du auch die Miete für deine Wohnung.
Ich würde meinem alkoholkranken Mann meine Kinder nicht alleine überlassen.Versucht doch zusammen einen Tag mit den Kindern zu verbringen.Wenn dein Nochmann besser ist wie meiner war,dann schafft ihr das.Ich wünsche euch alles Gute.Und viel Erfolg beim Anwalt.

Liebe Grüße

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20. Oktober 2006 um 22:48
In Antwort auf maryam_11912468

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Hallo alle zusammen,

mein Mann und ich haben 2 kleine Kinder (2 und 4 Jahre alt), und wir leben seit ca. 3 Wochen getrennt. Er ist seit Jahren alkoholabhängig und das schon seitdem ich ihn kenne (jetzt mittlerweile 10 Jahre).



Wir haben dadurch seit Jahren Eheprobleme, und zur Zeit ist er "vorrübergehend" aus unserer gemeinsamen Wohnung zu seinem Bruder gezogen, weil ich einfach so nicht mehr leben kann und ich für mich entscheiden habe, dass es für mich nur noch eine Ehe OHNE Alkohol geben wird. Denn so kann ich mich nicht auf ihn verlassen, und das ist keine Basis für eine Ehe! Seit einigen Tagen denke ich allerdings, dass es so oder so keine allzugroße Hoffnung mehr für uns gibt, weil ich merke, dass er nicht will, nicht reden, nichts tun usw. Und es geht mir wirklich gut, seitdem er nicht mehr bei uns wohnt! SEIN Problem ist nicht mehr meins, und es wird es auch nie wieder werden...



Auf diesem Weg möchte ich mich bei euch erkundigen, wie es nun weitergeht, was für Schritte ich einleiten muss, auf was man achten sollte, einfach, wie der weitere Weg einer Trennung/Scheidung abläuft. Ich habe mir auch schon einige Informationen aus dem Internet geholt und auch einige Bücher über dieses Thema gelesen. Aber ich möchte mich einfach absichern und mich überall informieren.



Hier noch einige evtl. nötige Informationen:

Mein Mann hat letzten Monat seine Arbeitsstelle gekündigt (ich war damit nicht einverstanden, sondern ich wollte, dass er wartet, bis ich im März 2007 wieder arbeiten gehe). Er führt zur Zeit ein nebenberufliches Gewerbe, dass dann am 1. 11. 2006 in ein Hauptgewerbe umgewandelt werden soll. Ich werde - wie schon erwähnt - ab dem 24. März 2007 wieder arbeiten gehen (bin zur Zeit in Elternzeit, habe eine Festanstellung beim Solinger Tageblatt).



Durch seine Selbstständigkeit hat mein Mann oft am WE keine Zeit verpflichtet er sich, die Kinder alle 2 Wochen zu nehmen? Oder kann er sich die Tage aussuchen? Er möchte seine Kinder natürlich nicht verlieren, er möchte sich allerdings gerne nur die Rosinen rauspicken, und hier und da mal 1,2 Stunden mit ihnen spielen. Damit bin ich nicht einverstanden. Ich möchte eine klare Regelung, an die sich die Kinder halten können. Regalmäßigkeiten halt. Wie regelt man diese am besten?

Ich habe auch Angst, dass er sein Leben überhaupt nicht mehr selbst in den Griff bekommt und völlig abstürzt (bisher hielt es sich noch einigermaßen in Grenzen), wenn es zu einer Scheidung kommen sollte. Ich mache mir Sorgen um seine Zuverlässigkeit bzgl. der Kinder und ich weiß auch nicht, wie er bzgl. der Kinder reagiert, wenn ihm alles über den Kopf wächst. Letztes Jahr war er so sturzbetrunken, sodass er bei mir handgreiflich wurde (das ist bisher 1x passiert). Das war zu der Zeit, in der ich ihn schon einmal vor die Türe gesetzt hatte. Meine Tochter hat das mit damals 3 Jahren alles mitbekommen und reagiert seitdem ziemlich verstört und fängt sofort an zu weinen, wenn mich jemand zB. ganz spontan aus Spaß auf den Arm nimmt o. ä. Ich möchte ihn hier nicht schlecht machen. Er ist wirklich ein guter Vater! Seine Kinder vergöttern ihn und er liebt sie über alles. Und ich möchte auch dem weiteren Kontakt nicht im Wege stehen, weil ich es wichtig finde, dass die Kinder zu ihrem Vater und zu ihrer Mutter ein gutes Verhöltnis aufbauen können. Aber bei Alkoholsucht weiß man nie... und darüber mache ich mir große Sorgen.

Was für Rechte habe ich als baldige alleinerziehende Mutter?

Woher bekomme ich - und wie berechnet sich - der Unterhalt (Ehegatten- und Kindesunterhalt)?

An wen muss ich mich wenden? Wer kann mir Auskunft geben?

Wie ist das mit der gemeinsamen Wohnung? Hat er ein Anrecht darauf, hier wohnen zu bleiben (er steht natürlich mit im Mietvertrag) das Haus gehört allerdings schon mir (es wurde letztes Jahr auf mich überschrieben die Rechte und Pflichten liegen allerdings komplett bei meinen Eltern)

Wer bezahlt im Trennungsjahr die Miete (ich habe ja zur Zeit kein eigenes Einkommen) und die sonstigen Fixkosten?

Wovon soll ich leben, wenn ich über seine baldigen Einnahmen keine Auskünfte mehr bekomme, da vieles bar abgehandelt wird? Viele seiner bisherigen Gehaltsabrechnungen habe ich kopiert, aber bald habe ich keine Einsicht mehr in seine Bilanzen...

Und überhaupt, von welchen Dingen sollte man auf jeden Fall Kopien anfertigen? (Habe schon vieles kopiert, aber vielleicht habe ich etwas vergessen)



Fragen über Fragen. Es werden nicht die einzigen bleiben, aber einige von euch können mir mit Sicherheit sagen, worauf es ankommt und was wichtig ist, was man auf keinen Fall vergessen darf!



Das wärs fürs Erste. Über Antworten würde ich mich sehr freuen...

LG, AYKI79.

Nicht allein....
So traurig es ist aber es tut gut zu hören, dass ich (30J.) nicht alleine eine solche Vergangenheit habe. Auch ich habe 2 Kinder (3 und 5) und lebe nun endlich seit mai nach 6,5 jahren getrennt. Eine Ehe zum scheitern verurteilt-noch bevor sie anfing. Heute frage ich mich, was ich die letzten 7 jahre getan habe. Warum habe ich die augen geschlossen und diesen mann verzweifelt geliebt? Alle Aktionen aufzuzählen würde hier den rahmen sprengen. fakt ist, dass er immer in regelmäßigen abständen seinen Spaß und seinen rausch brauchte. Und zeit kannte er dabei nie? Ich habe Nächte damit verbracht auf ihn zu warten. Habe geweint und geflucht? Und einige Versuche die Ehe früher zu beenden immer wieder aufgegeben. Auf ihn verlassen konnte ich mich nie. Selbst wenn ich geschäftliche Termine hatte, hatte er keine Skrupel morgens besoffen nach Hause zu kommen. Ich habe nie aufgehört zu arbeiten- hatte immer mein eigenes Geld. Mein Glück. Heute stehe ich auf eigenen Beinen. Es ist zweifelsohne anstrengend, denn auch mein EX piekt sich natürlich die Rosinen. Das Wochenende wird immer gerne dazu benutzt die "achsotolle" Vaterrolle zu bestätigen.
Wie es aber unter der Woche hier zugeht-das interessiert nicht! Morgens um 5:30h beginnt mein Tag-um 7h sind die kids in der Kita- halbe stunde fahrt-8stunden arbeiten-halbe stunde fahrt und um spätestens 17h müssen die kinder wieder in der kita abgeholt werde. dann bleiben mir grade 2 stunden, in denen natürlich auch noch eingekauft oder geputzt werden muss....und um spätestens acht liege auch ich wieder im bett! und das von mo-fr....samstag noch ein nebenjob, damit ich das haus(vor 2jahren gebaut) auch alleine weiter bezahlen kann. Natürlich habe auch ich Fehler gemacht...und besonders im letzten Ehejahr. Nach den ganzen Enttäuschungen, Vertrauensbrüchen und auch Gewalt (die nie ans Tageslicht kommen durfte wg Beruf im öffentlichen Dienst), habe ich einen anderen Mann kennengelernt und meinen Mann 2x betrogen. Heute werde ich beschimpft. "Die nu..e die sich durch die Welt bu.....!" Seine Fehler interessieren nicht mehr! Die Nächte die ich wach lag, weil ich Angst hatte, dass er besoffen heim kommt - oder vielleicht mit dem Auto im Graben liegt (am Ende habe ich nur noch gehofft, dass er evtl. irgendwann gar nicht mehr kommt) --Alles ist vergessen!
Naja so lebe ich nun jeden Tag. Kämpfe für mich und meine Kinder. Er bezahlt 400Euro für die Kinder. Ich verlange keinen Cent. Die Scheidung habe ich noch nicht eingereicht aus Angst vor dem erneuten Kampf. Aus Angst das Haus zu verlieren. Aber auch ich muss diesen Weg gehen! So viele Fragezeichen?! Was wird kommen? Wäre schön von Dir zu hören. Vielleicht kann man Erfahrungen und Tipps austauschen. Auch im Umgang mit Menschen, die nicht fassbar sind, weil sie heute den guten Freund spielen und morgen wieder "hetzen".

wäre schön.

n.

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26. Oktober 2006 um 14:47

Ich auch
Hallo,
auch ich lebe seit Mai diesen Jahres getrennt, habe auch 2 Kinder, 4 und 8 Jahre alt.
Auch meinen Mann zähle ich zu den Alkohollikern. Er trank täglich abends 3-4 Flaschen Bier und Wochenende auch mehr.
Mit den Kindern ist das sos eine Sache. Die wollen nicht zu ihm hin, also kommt er normalerweise Samstag her uns besucht sie für ein paar Stunden. Ich verzieh mich dann solange ins Dachgeschoss. Da er vorher auch keine Zeit für die Kids hatte, war es eigentlich keine Umstellung für die Kinder.
Was das Geld betrifft: Geh sofort zum Anwalt und lass dir deinen Unterhalt ausrechnen.
Der Anwalt regelt auch alles weitere für dich. Bei uns ist es so, dass ich auch noch keine Scheidung eingereicht habe. Klar, das Trennungsjahr ist auch noch nicht vorbei. Aber es ist so, dass wir noch klären müssen, ob ich das Haus behalten kann oder nicht. Er möchte, dass ich die Schulden übernehme, auf Unterhalt von ihm verzichte und ihm noch 50000,00 Euro auszahle. Aber das mit den 50000,00 kann ich nicht, der Rest würde gehen. Im Moment lebe ich mit den Kindern im Haus und für die Darlehen muss er, solange er im Grundbuch steht, auch mit aufkommen. Doch der RA sagte mir ich solle erst die Sache mit dem haus klären, sonst würden imense Gerichts- und RA-Kosten auf mich zukommen.
Nun, wenn er möchte, dass seine Kinder ausziehen sollen, dann muss er dies nun sagen.

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26. Oktober 2006 um 16:13
In Antwort auf maryam_11912468

Trennung/Scheidung - Kinder - Ablauf
Der Text ist irgendwie nicht vollständig abgebildet. Hier also noch einmal:

Hallo alle zusammen,

mein Mann und ich haben 2 kleine Kinder (2 und 4 Jahre alt), und wir leben seit ca. 3 Wochen getrennt. Er ist seit Jahren alkoholabhängig und das schon seitdem ich ihn kenne (jetzt mittlerweile 10 Jahre).



Wir haben dadurch seit Jahren Eheprobleme, und zur Zeit ist er "vorrübergehend" aus unserer gemeinsamen Wohnung zu seinem Bruder gezogen, weil ich einfach so nicht mehr leben kann und ich für mich entscheiden habe, dass es für mich nur noch eine Ehe OHNE Alkohol geben wird. Denn so kann ich mich nicht auf ihn verlassen, und das ist keine Basis für eine Ehe! Seit einigen Tagen denke ich allerdings, dass es so oder so keine allzugroße Hoffnung mehr für uns gibt, weil ich merke, dass er nicht will, nicht reden, nichts tun usw. Und es geht mir wirklich gut, seitdem er nicht mehr bei uns wohnt! SEIN Problem ist nicht mehr meins, und es wird es auch nie wieder werden...



Auf diesem Weg möchte ich mich bei euch erkundigen, wie es nun weitergeht, was für Schritte ich einleiten muss, auf was man achten sollte, einfach, wie der weitere Weg einer Trennung/Scheidung abläuft. Ich habe mir auch schon einige Informationen aus dem Internet geholt und auch einige Bücher über dieses Thema gelesen. Aber ich möchte mich einfach absichern und mich überall informieren.



Hier noch einige evtl. nötige Informationen:

Mein Mann hat letzten Monat seine Arbeitsstelle gekündigt (ich war damit nicht einverstanden, sondern ich wollte, dass er wartet, bis ich im März 2007 wieder arbeiten gehe). Er führt zur Zeit ein nebenberufliches Gewerbe, dass dann am 1. 11. 2006 in ein Hauptgewerbe umgewandelt werden soll. Ich werde - wie schon erwähnt - ab dem 24. März 2007 wieder arbeiten gehen (bin zur Zeit in Elternzeit, habe eine Festanstellung beim Solinger Tageblatt).



Durch seine Selbstständigkeit hat mein Mann oft am WE keine Zeit verpflichtet er sich, die Kinder alle 2 Wochen zu nehmen? Oder kann er sich die Tage aussuchen? Er möchte seine Kinder natürlich nicht verlieren, er möchte sich allerdings gerne nur die Rosinen rauspicken, und hier und da mal 1,2 Stunden mit ihnen spielen. Damit bin ich nicht einverstanden. Ich möchte eine klare Regelung, an die sich die Kinder halten können. Regalmäßigkeiten halt. Wie regelt man diese am besten?

Ich habe auch Angst, dass er sein Leben überhaupt nicht mehr selbst in den Griff bekommt und völlig abstürzt (bisher hielt es sich noch einigermaßen in Grenzen), wenn es zu einer Scheidung kommen sollte. Ich mache mir Sorgen um seine Zuverlässigkeit bzgl. der Kinder und ich weiß auch nicht, wie er bzgl. der Kinder reagiert, wenn ihm alles über den Kopf wächst. Letztes Jahr war er so sturzbetrunken, sodass er bei mir handgreiflich wurde (das ist bisher 1x passiert). Das war zu der Zeit, in der ich ihn schon einmal vor die Türe gesetzt hatte. Meine Tochter hat das mit damals 3 Jahren alles mitbekommen und reagiert seitdem ziemlich verstört und fängt sofort an zu weinen, wenn mich jemand zB. ganz spontan aus Spaß auf den Arm nimmt o. ä. Ich möchte ihn hier nicht schlecht machen. Er ist wirklich ein guter Vater! Seine Kinder vergöttern ihn und er liebt sie über alles. Und ich möchte auch dem weiteren Kontakt nicht im Wege stehen, weil ich es wichtig finde, dass die Kinder zu ihrem Vater und zu ihrer Mutter ein gutes Verhöltnis aufbauen können. Aber bei Alkoholsucht weiß man nie... und darüber mache ich mir große Sorgen.

Was für Rechte habe ich als baldige alleinerziehende Mutter?

Woher bekomme ich - und wie berechnet sich - der Unterhalt (Ehegatten- und Kindesunterhalt)?

An wen muss ich mich wenden? Wer kann mir Auskunft geben?

Wie ist das mit der gemeinsamen Wohnung? Hat er ein Anrecht darauf, hier wohnen zu bleiben (er steht natürlich mit im Mietvertrag) das Haus gehört allerdings schon mir (es wurde letztes Jahr auf mich überschrieben die Rechte und Pflichten liegen allerdings komplett bei meinen Eltern)

Wer bezahlt im Trennungsjahr die Miete (ich habe ja zur Zeit kein eigenes Einkommen) und die sonstigen Fixkosten?

Wovon soll ich leben, wenn ich über seine baldigen Einnahmen keine Auskünfte mehr bekomme, da vieles bar abgehandelt wird? Viele seiner bisherigen Gehaltsabrechnungen habe ich kopiert, aber bald habe ich keine Einsicht mehr in seine Bilanzen...

Und überhaupt, von welchen Dingen sollte man auf jeden Fall Kopien anfertigen? (Habe schon vieles kopiert, aber vielleicht habe ich etwas vergessen)



Fragen über Fragen. Es werden nicht die einzigen bleiben, aber einige von euch können mir mit Sicherheit sagen, worauf es ankommt und was wichtig ist, was man auf keinen Fall vergessen darf!



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LG, AYKI79.

Zur rechtlichen Situation in Deutschland
kann ich dir leider nichts sagen, aber ich denke, dass es immer gut ist sich rechtliche Beratung zu holen. Bei uns in Österreich gibt es viele Beratungsstellen, wo man sich kostenlos Unterstützung holen kann. Schau einmal ins Internet, gibt es bei euch sicher auch.
Zu den Kindern:
weiß ich auch nicht, wie es bei euch rechtlich ausschaut. Bei uns gibt es die Möglichkeit, das Besuchsrecht ausßergerichtlich zu regeln, d.h. im Scheidungsvergleich wird diesbezüglich nichts festgehalten. Es gibt aber jederzeit die Möglichkeit, sollte der Mann (oder die Frau) sich an die privaten Abmachungen nicht halten, es dann im Nachhinein bei Gericht schriftlich zu regeln.
Die Besuchsregelung "jedes 2. Wochenende" ist zwar noch weit verbreitet, aber keine Pflicht. Ihr könnt euch das ganz nach den Bedürfnissen eurer Kinder (und euren eigenen) ausmachen. In Österreich wird dann vom Jugendamt oder vom Pflegschaftsrichter "kontrolliert" und bestätigt, was ihr euch ausmacht (um zu vermeiden, dass es völlig an den Bedürfnissen der Kinder vorbei geht. Wenn das so wäre, könnte der Pflegschaftsrichter auch was anderes festlegen.)
Ich bin mir nicht sicher, ob das bei euch in D ähnlich gehandhabt wird, aber das Jugendamt kann dir da sicher auch Auskunft geben.

Zum Thema: Vater-Kind-Interaktion und Vaterrolle

Prinzipiell ist es leicht möglich, dass dein Mann nach der Scheidung zunächst einmal tief abstürzt. Genauso ist es aber möglich, dass er dadurch "aufwacht". Je stärker sein Leidensdruck, umso eher kommt die Bereitschaft, etwas zu ändern. Das Problem ist, dass das weder du noch die Kinder beeinflussen können.

Ich würde mir auf alle Fälle ein gutes soziales Netz aufbauen, die dich verläßlich (!!) unterstützen können. Also den Alltag unbedingt unabhängig von deinem Mann organisieren, damit nicht alles zusammen bricht, wenn er seinen Pflichten nicht nachkommt.

Wenn er sich nur die Rosinen rauspicken will, kannst du das nicht verhindern!! Wenn er mit den Kindern nur spielen will und keinen (manchmal nervenden) Alltag übernehmen will wirst du das akzeptieren müssen. Es sei denn du willst die Kinder als Spielball benutzen, aber du machst mir den gegenteiligen Eindruck.

Da deine Kinder noch sehr klein sind, solltest du aber auf alle Fälle auf klare Regelungen bestehen. Also genaue Abmachungen, an diesem Tag zu dieser Zeit, damit sich die Kinder darauf einstellen können. Es ist nicht deine Aufgabe, wie er seine Beziehung zu den Kinder gestaltet. Wenn er sich nicht daran hält, dann ist es sein Problem.
Klar, wirst du dann die Konsequenzen aushalten und mittragen müssen (die Enttäuschung der Kinder bekommst DU zu spüren), aber du kannst ohne weiteres die Verantwortung auf ihn schieben.
Für die Kinder vielleicht noch wichtig: nicht von Schuld sprechen (Schuld heißt etwas in böser Absicht zu tun), sondern eben von Verantwortung! D. h. der Papa handelt so, wie er es im Moment kann, auch wenn er es vielleicht anders will.

Für die Kinder glaube ich auch ganz wichtig: Immer wieder (auch wenn es schwer fällt) auch die guten Seiten vom Papa betonen, weil sie sind ein Teil von ihm und das wissen Kinder ganz unbewusst. Wenn dann ein Elternteil immer schlecht gemacht wird (damit meine ich jetzt nicht dich, sondern u.U. macht er sich durch sein Handeln bzw. Nicht-Handeln selbst schlecht), ist das für ein gutes Selbstgefühl der Kinder sehr hinderlich. Und ihnen klar machen, dass jeder Mensch auch seine nicht so guten Seiten hat und man ihm trotzdem lieb haben kann.

Deine Kinder sind halt noch sehr klein, ich würde aber trotzdem versuchen, ihnen zu erklären, was das heißt, wenn jemand alkoholsüchtig ist. Dass es eine Krankheit ist, wo das Gefühl da ist, ich MUSS jetzt unbedingt Alkohol trinken, dass man sich - weil man diese Krankheit hat - selber anlügt und nicht zugeben kann, dass man krank ist. Und dass es manchmal ganz lange dauert, bis man sich eingestehen kann, ich bin Alkoholiker. Und das es noch einmal ganz lange dauert, bis man zugeben kann, dass man Hilfe braucht. DAmit die Kinder aber nicht in ein Mitleid hineinrutschen (weil der Papa ist ja krank), unbedingt auch betonen, dass man sich helfen lassen kann!! Das liegt in seiner Verantwortung!
Wie du das für deine Zwerge altersentsprechend formulieren kannst ... da würde ich echt unbedingt Experten befragen!!!

Achja, noch was: du hast ja auch geschrieben, dass deine Kinder gar nicht zu ihm wollen, und betrunkene Eltern machen den Kindern einfach auch Angst (auch wenn sie "harmlos" betrunken sind, also nicht unbedingt aggressiv). Dann wäre es gut, wenn die Kinder nicht mit ihm alleine sind, sondern jemand (und das musst nicht unbedingt du sein, wahrscheinlich sogar besser jemand relativ "Neutraler") dabei ist.
In Ö gibt es z.B. die Möglichkeit von begleitenden Besuchskontakt am Jugendamt und auch an anderen Stellen. Aber auch mit Verwandten, Bekannten kann man sich da helfen.

Und: Wenn dein Mann wirklich völlig ausfällt, vielleicht hast du ja in deinem Verwandten- und Bekanntenkreis jemanden, der für deine Kinder eine männl. Bezugsperson sein bzw. werden kann.

Nochmals für dich ganz wichtig: DU bist nicht für die Vater-Kind-Beziehung verantwortlich!!

Viel Kraft + lg
Monika

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22. Juni 2007 um 12:19

Woltte mich noch mal melden
Jetzt sind ca. 8 Monate vergangen - ich habe mich getrennt, habe vor einer Woche die Scheidung eingeleitet! Und es geht mir gut! Ich würde es immer wieder so machen und wollte alle in ihrem Vorhaben unterstützen, ihren alkoholabhängigen Partner zu verlassen!

Ich gehe wieder arbeiten, es ist alles ziemlich stressig, mit dem Job, den Kindern, dem Haushalt! Aber mein Leben macht endlich wieder Spaß! Und genau da wollte ich hinkommen!!! Euch allen viel Glück!

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