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Trennung oder nicht?

7. Juli um 14:13

Hallo ihr Lieben!

Ich sage euch schon mal danke dafür, dass ihr euch meine Sorgen anhört! Die Geschichte wird leider ein bisschen länger, aber ich probiere mich so kurz zu fassen wie möglich.

Ich bin in eine WG zu *einem* Freund gezogen und nach einer Weile sind wir zusammen gekommen. Die Anfangszeit war *wirklich* schön, aber dann fing relativ schnell schon das Klammern an. Wenn ich zu Freunden gegangen bin hat es Vorwürfe gegeben, da wir öfters mal feiern gegangen sind, hat er versucht mir ins Gewissen zu reden. Mitgehen wollte er nicht, die meisten meiner Freunde hat er bis heute noch nicht einmal gesehen.

Aber bei dem ist es leider nicht geblieben. Er hat eine bipolare Freundin mit der wir eine Weile rumhingen (was anderes macht sie leider nicht wirklich) und ihr hängt er an den Lippen. Sie ist Architektutstudentin und er wäre gerne einer, ich glaube deshalb die große Faszination für sie. Dessen ist sie sich natürlich auch bewusst und hat damit gespielt. u.A. hat sie immer deutliche Andeutungen gemacht, dass sie ihn mir sofort ausspannen könnte, wenn sie wollte und andere Machtspielchen (einige....). Ich habe ihn damit konfrontiert und er sagte, dass es nicht cool ist aber sie ist nun mal instabil.
Da sie es sich auch mit anderen verscherzt hat, war lange kein Kontakt zu ihr, der sich jetzt langsam wieder aufbaut. Und diese Rechtfertigung, dass sie nun mal instabil ist, kommt wieder.

Naja, das war unsere erste Krise und ich bin sukzessive aus meinen Freundeskreis in seine Arme gerutscht. Parallel zu ihr fingen aber auch Gemeinheiten seinerseits an. Er hat mich beleidigt, manchmal versteckt, manchmal ganz offensichtlich. Es ging dann um Dinge wie: meinen Einrichtungsgeschmack meines Zimmers (nicht genug Style), mein Kochen, mein Kleidungsstil (der eher normal ist), mein Humor (angeblich nicht existent, weil ich seine Witze nicht immer witzig finde), also war ich ihm irgendwie nie genug & das hat er mir richtig gezeigt. Es wurde so schlimm, dass ich ausziehen musste, obwohl es meine finanzielle und zeitliche Situation nicht erlaubt hat.

Wenn wir gemeinsame Unternehmungen gemacht haben, was viel zu selten vorkam, hat er es geschafft durch striktes Ablehnen von Allem die Unternehmung (mein Lieblingsfestival, Urlaub, etc) erstmal wirklich kaputt zu machen. Es hat viel Überredungskunst meinerseits und manchmal eine unerwartete helfende Hand gebraucht, um die Unternehmungen noch zu retten. Mittlerweile habe ich keine Lust was mit ihm zu machen, aber irgendwie auch selbst nicht mehr.

Sexuell läuft überhaupt nichts, erst hat er massive Erektionsstörungen gehabt, mittlerweile ist meine Libido komplett zerstört, was extrem ungewöhnlich für mich ist.

Irgendwann hat er sich mir gegenüber geoutet und mir gesagt, dass es eigentlich lieber eine Frau wäre und schon mit Psychologen über Hormontherapie und ggf. Umwandlung gesprochen hat. Da die Nebenwirkungen allerdings massiv sind und man als Mann im Arbeitsleben auch einige Vorteile genießt (er studiert Informatik). Es war schon ein kleiner Schock für mich, und hat sicherlich auch zu meiner sexuellen Verunsicherung beigetragen (ich will ihn nicht so deutlich in die Position eines Mannes bringen).

Ich habe ihn in meine Frauenmannschaft integriert (ist ein gemischtes Team) und er fühlt sich da sehr wohl.
Allerdings bin ich jetzt total raus da, was nicht unbedingt mit ihm zusammen hängt, mir aber trotzdem sehr weh tut. Ich hatte 5 Jahre mit fehlender Anerkennung und Rumgezicke zu kämpfen & er wird mit offenen Armen empfangen. Er erzählt auch immer fleißig mit strahlenden Augen wie toll alles ist, obowhl ich ihm schon oft gesagt habe, wie sehr es mir weh tut. Jetzt gab es einen Konflikt und ich bin komplett raus. Er bezieht natürlich nicht Stellung um seine nicht zu gefährden.

Er ist auch meinem Rat gefolgt und hat die Uni gewechselt und deutlich weniger Druck. Jetzt hat er dort eine Männercrew mit der er einiges auch zusammen macht. Manchmal verheimlicht er mir schon einiges, wahrscheinlich weil er mir nicht ins Gesicht halten will, dass es mit anderen weggeht und Spaß hat. Bei mir holt er sich immer Support und Bestätigung, Kuscheleinheiten usw. was auch schön ist. Aber weggehen tun wir nicht.

Und nun zum Schluß die Sache die mir wirklich Angst macht: Ich mache selber überhaupt nichts mehr. Ich gehe noch zu paar Freunden, ganz selten auf eine Party, aber tanzen oder einfach mal rumalbern habe ich einfach verlernt. Meine Libido ist komplett zerstört und auch das belastet mich. Ich war schon immer ein bisschen depressiv, da ich kein einfaches Leben hatte, aber so zu Hause vergraben habe ich mich noch nie. Und es tut mir überhaupt nicht gut, aber ich finde auch nicht die Kraft mich mit anderen zu verabreden.

Ich hab keine Ahnung was ich machen soll. Ich hab manchmal das Gefühl ich bin in eine ungesunde Koabhängigkeit zu ihm gerutscht. Ein paar Kommentare von euch wären sicher sehr hilfreich um eine andere Perspektive mal zu beleuchten.

Danke, wenn ihr bis hierher gelesen habt!! Danke, dass ihr euch da ein bisschen Gedanken macht!!

Alles Liebe,
Sunny

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7. Juli um 15:04
In Antwort auf sunny91

Hallo ihr Lieben!

Ich sage euch schon mal danke dafür, dass ihr euch meine Sorgen anhört! Die Geschichte wird leider ein bisschen länger, aber ich probiere mich so kurz zu fassen wie möglich.

Ich bin in eine WG zu *einem* Freund gezogen und nach einer Weile sind wir zusammen gekommen. Die Anfangszeit war *wirklich* schön, aber dann fing relativ schnell schon das Klammern an. Wenn ich zu Freunden gegangen bin hat es Vorwürfe gegeben, da wir öfters mal feiern gegangen sind, hat er versucht mir ins Gewissen zu reden. Mitgehen wollte er nicht, die meisten meiner Freunde hat er bis heute noch nicht einmal gesehen.

Aber bei dem ist es leider nicht geblieben. Er hat eine bipolare Freundin mit der wir eine Weile rumhingen (was anderes macht sie leider nicht wirklich) und ihr hängt er an den Lippen. Sie ist Architektutstudentin und er wäre gerne einer, ich glaube deshalb die große Faszination für sie. Dessen ist sie sich natürlich auch bewusst und hat damit gespielt. u.A. hat sie immer deutliche Andeutungen gemacht, dass sie ihn mir sofort ausspannen könnte, wenn sie wollte und andere Machtspielchen (einige....). Ich habe ihn damit konfrontiert und er sagte, dass es nicht cool ist aber sie ist nun mal instabil.
Da sie es sich auch mit anderen verscherzt hat, war lange kein Kontakt zu ihr, der sich jetzt langsam wieder aufbaut. Und diese Rechtfertigung, dass sie nun mal instabil ist, kommt wieder.

Naja, das war unsere erste Krise und ich bin sukzessive aus meinen Freundeskreis in seine Arme gerutscht. Parallel zu ihr fingen aber auch Gemeinheiten seinerseits an. Er hat mich beleidigt, manchmal versteckt, manchmal ganz offensichtlich. Es ging dann um Dinge wie: meinen Einrichtungsgeschmack meines Zimmers (nicht genug Style), mein Kochen, mein Kleidungsstil (der eher normal ist), mein Humor (angeblich nicht existent, weil ich seine Witze nicht immer witzig finde), also war ich ihm irgendwie nie genug & das hat er mir richtig gezeigt. Es wurde so schlimm, dass ich ausziehen musste, obwohl es meine finanzielle und zeitliche Situation nicht erlaubt hat.

Wenn wir gemeinsame Unternehmungen gemacht haben, was viel zu selten vorkam, hat er es geschafft durch striktes Ablehnen von Allem die Unternehmung (mein Lieblingsfestival, Urlaub, etc) erstmal wirklich kaputt zu machen. Es hat viel Überredungskunst meinerseits und manchmal eine unerwartete helfende Hand gebraucht, um die Unternehmungen noch zu retten. Mittlerweile habe ich keine Lust was mit ihm zu machen, aber irgendwie auch selbst nicht mehr.

Sexuell läuft überhaupt nichts, erst hat er massive Erektionsstörungen gehabt, mittlerweile ist meine Libido komplett zerstört, was extrem ungewöhnlich für mich ist.

Irgendwann hat er sich mir gegenüber geoutet und mir gesagt, dass es eigentlich lieber eine Frau wäre und schon mit Psychologen über Hormontherapie und ggf. Umwandlung gesprochen hat. Da die Nebenwirkungen allerdings massiv sind und man als Mann im Arbeitsleben auch einige Vorteile genießt (er studiert Informatik). Es war schon ein kleiner Schock für mich, und hat sicherlich auch zu meiner sexuellen Verunsicherung beigetragen (ich will ihn nicht so deutlich in die Position eines Mannes bringen).

Ich habe ihn in meine Frauenmannschaft integriert (ist ein gemischtes Team) und er fühlt sich da sehr wohl.
Allerdings bin ich jetzt total raus da, was nicht unbedingt mit ihm zusammen hängt, mir aber trotzdem sehr weh tut. Ich hatte 5 Jahre mit fehlender Anerkennung und Rumgezicke zu kämpfen & er wird mit offenen Armen empfangen. Er erzählt auch immer fleißig mit strahlenden Augen wie toll alles ist, obowhl ich ihm schon oft gesagt habe, wie sehr es mir weh tut. Jetzt gab es einen Konflikt und ich bin komplett raus. Er bezieht natürlich nicht Stellung um seine nicht zu gefährden.

Er ist auch meinem Rat gefolgt und hat die Uni gewechselt und deutlich weniger Druck. Jetzt hat er dort eine Männercrew mit der er einiges auch zusammen macht. Manchmal verheimlicht er mir schon einiges, wahrscheinlich weil er mir nicht ins Gesicht halten will, dass es mit anderen weggeht und Spaß hat. Bei mir holt er sich immer Support und Bestätigung, Kuscheleinheiten usw. was auch schön ist. Aber weggehen tun wir nicht.

Und nun zum Schluß die Sache die mir wirklich Angst macht: Ich mache selber überhaupt nichts mehr. Ich gehe noch zu paar Freunden, ganz selten auf eine Party, aber tanzen oder einfach mal rumalbern habe ich einfach verlernt. Meine Libido ist komplett zerstört und auch das belastet mich. Ich war schon immer ein bisschen depressiv, da ich kein einfaches Leben hatte, aber so zu Hause vergraben habe ich mich noch nie. Und es tut mir überhaupt nicht gut, aber ich finde auch nicht die Kraft mich mit anderen zu verabreden.

Ich hab keine Ahnung was ich machen soll. Ich hab manchmal das Gefühl ich bin in eine ungesunde Koabhängigkeit zu ihm gerutscht. Ein paar Kommentare von euch wären sicher sehr hilfreich um eine andere Perspektive mal zu beleuchten.

Danke, wenn ihr bis hierher gelesen habt!! Danke, dass ihr euch da ein bisschen Gedanken macht!!

Alles Liebe,
Sunny

 

Hallo Sunny,

man sollte nie in kompletter Abhängigkeit geraten. Du schreibst, deine Libido ist am Boden, was ich aufgrund der Situation auch verstehe. Wie lange seit ihr zusammen, habt ihr überhaupt noch eine sexuelle Anziehung zueinander?  Du solltest jetzt meiner Meinung nach auch an dich denken, denn in einer Beziehung sollte man reden können und beide glücklich sein. Wenn sowas auf längerer Sicht nicht passiert, sollte man auch den mut haben und Konsequenzen ziehen, auch wenn es verletzend ist. Schliesslich hast du nur das eine Leben, also mach Dinge, die dich glücklich machen.

Lieben Gruß
Sascha

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7. Juli um 16:38

wow du hast dich einmal schön von ihm zerstören lassen...   wieso zum Teufel zieht man da nicht irgendwann die ReißLeine???   
Und jetzt wo Du es offensichtlich merkst, trennst du dich noch immer nicht ....Wahnsinn 

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7. Juli um 22:58

Danke ihr Beiden, dass ihr euch die Zeit nehmt.

Ja, so langsam merke ich auch, dass ich wahrscheinlich in manchen Dingen sehr manipuliert wurde. Er hat mir versucht unfassbar teuere Geschenke zu machen, sie mir quasi so aufgedrängt, dass ich sie zT abgekauft habe, immer wenn ich angedeutet habe, ich bräuchte was.

Er hat mir seine Luftschlösser aufgedrückt und meine Reaktionen genau beobachtet. Dann diese entsprechend angepasst und immer wieder wiederholt.

Zusätzlich zu dem ständigen Kritisieren von ALLEM, Sabotieren von schönen Unternehmungen, mir alles vorwerfen (zT Dinge, die er gesagt oder gemacht hatte),....

Das Runterschreiben hat mir geholfen, obwohl mein kompletter Freundeskreis mir schon eine Weile eine Trennung mehr als ans Herz legt. Mittlerweile sagen sie mir ganz direkt, dass sie es aus Selbstschutz nicht mehr hören wollen. Das kann ich absolut verstehen und trotzdem hat es nicht klick gemacht, da er auch wirklich liebe Seiten hat. Also ich will ihn nicht als komplettes Monster zeichnen; er hat mir in schweren Situationen durchaus auch wirklich beigestanden und viel Empathie gezeigt.

Wieso ich mich noch nicht getrennt habe? Er weiß genau womit er mich bekommt....zum Glück habe ich seine Versuche mich materiell abhängig zu machen immer abgelehnt, aber emotional hat er mich bekommen. Das ist schwierig das zu erkennen, auch wenn es offensichtlich ist, da diese Menschen nicht nur negative Seiten haben.

Jetzt muss ich wohl einen Weg finden mich da emotional rauszuentwickeln. Gibt es denn noch andere, die sich in derselben Situation sehen? Wie habt ihr es angestellt? Was ging euch durch den Kopf? Und vor allem: Wie habt ihr euren Selbstwert wiedergefunden?

Liebe Grüße an euch
Sunny
 

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8. Juli um 9:27
In Antwort auf sunny91

Danke ihr Beiden, dass ihr euch die Zeit nehmt.

Ja, so langsam merke ich auch, dass ich wahrscheinlich in manchen Dingen sehr manipuliert wurde. Er hat mir versucht unfassbar teuere Geschenke zu machen, sie mir quasi so aufgedrängt, dass ich sie zT abgekauft habe, immer wenn ich angedeutet habe, ich bräuchte was.

Er hat mir seine Luftschlösser aufgedrückt und meine Reaktionen genau beobachtet. Dann diese entsprechend angepasst und immer wieder wiederholt.

Zusätzlich zu dem ständigen Kritisieren von ALLEM, Sabotieren von schönen Unternehmungen, mir alles vorwerfen (zT Dinge, die er gesagt oder gemacht hatte),....

Das Runterschreiben hat mir geholfen, obwohl mein kompletter Freundeskreis mir schon eine Weile eine Trennung mehr als ans Herz legt. Mittlerweile sagen sie mir ganz direkt, dass sie es aus Selbstschutz nicht mehr hören wollen. Das kann ich absolut verstehen und trotzdem hat es nicht klick gemacht, da er auch wirklich liebe Seiten hat. Also ich will ihn nicht als komplettes Monster zeichnen; er hat mir in schweren Situationen durchaus auch wirklich beigestanden und viel Empathie gezeigt.

Wieso ich mich noch nicht getrennt habe? Er weiß genau womit er mich bekommt....zum Glück habe ich seine Versuche mich materiell abhängig zu machen immer abgelehnt, aber emotional hat er mich bekommen. Das ist schwierig das zu erkennen, auch wenn es offensichtlich ist, da diese Menschen nicht nur negative Seiten haben.

Jetzt muss ich wohl einen Weg finden mich da emotional rauszuentwickeln. Gibt es denn noch andere, die sich in derselben Situation sehen? Wie habt ihr es angestellt? Was ging euch durch den Kopf? Und vor allem: Wie habt ihr euren Selbstwert wiedergefunden?

Liebe Grüße an euch
Sunny
 

den Selbstwert wirst du erst wiederfinden wenn du endlich weg bist!!

wie habt ihr es angestellt?
da gibts nur eines:  ERSTMAL WEG
zur familie... freunden ...   und eigene wohnung suchen!

da du so sehr an der theorie hängst WIE du es machen sollst merkt man dass du nicht gehen willst

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