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Trennung nachdem sie sich in wen anders verguckt hat

6. Dezember 2013 um 3:53

Hallo liebe Community,

ich bin im Moment sehr wütend, traurig, enttäuscht und was noch alles sich darin vermischt und hoffe auf ein paar Ratschläge aus Erfahrungen von Menschen, die vielleicht in der gleichen Situation waren und berichten können.

Vergangenen Dienstag habe ich mich von meiner Freundin getrennt, nachdem sie mir erzählt hat, dass sie sich in jemand anderen verguckt hat. In einer Nacht und Nebelaktion und völlig unter Schock habe ich meine Sachen bei ihr abgeholt. Die Nächte sind nun sehr kurz wo ich schlafen kann, weil mein Kopf sehr dolle arbeite.

Irgendwie habe ich es schon geahnt, wollte ihr aber vertrauen, was ich bisher immer machen konnte. Vor circa 4 Wochen hat meine Exfreundin ein neuen Job angefangen und tickerte auffällig am Handy rum. Das hat sie sonst nicht gemacht, wenn wir Zeit verbrachten, deshalb ist mir das so aufgefallen. Ich habe sie darauf angesprochen und sie sagte, dass wenn ich etwas anderes mache sie ja am Handy sein kann und ich das ja auch selber machen würde. Ich habe mir dabei noch nicht wirklich was gedacht, da ich diese Frau immer als absolut ehrliche Frau eingeschätzt habe. Ich kenne sie nun seit 3-4 Jahren (damals war ich 18) und habe in der Zeit nie daran zweifeln müssen, weil sie mir nie einen Grund dazu gegeben hat. Wir hatten unsere Krisen, auch ich habe mir viel zu Schulden kommen lassen, da ich sie mehrfach betrogen habe, aber daraus gelernt habe. Nach diesem Gespräch, warum sie nun an dem Handy so oft hängt in letzter Zeit, kam das Thema auf, dass ich mit gewissen Frauen schreiben würde, mit denen ich etwas hatte, bzw. mit der ich sie betrogen habe. Ich konnte nicht wirklich feststellen, ob es eine Grundsatzdiskussion war oder sie explizit etwas gegen den Kontakt gegen diese eine Frau hatte. Ging drunter und drüber und endete damit, dass sie mitten in der Nacht nach Hause gefahren ist. Zwei Wochen später ist mir aufgefallen, dass sie immer mit dem selben Typen schreibt und habe die Situation natürlich auf die übertragen, als sie mir den Kontakt "verboten hat". Im Prinzip hat sie mir etwas verboten, was sie dann selber macht. Ich bin da aber nicht weiter drauf rum geritten, war für mich dann irgendwann zu viel und egal. Ich arbeite sehr viel und habe deswegen auch kaum Zeit mich großartig über solche Dinge aufzuregen oder Gedanken zu machen. Nun vergangenen Freitag hat sie mir nur kurz geschrieben, dass sie auf dem Weg zur Weihnachtsfeier seih. Da die arbeit bei mir wieder viel Zeit eingenommen hat, viel die Kommunikation in dieser Woche sehr gering aus, demnach viel diese kurze Meldung mit der Weihnachtsfeier auch recht unpersönlich aus.

Am Samstag hatte ich keine Nachricht von ihr auf dem Handy, worüber ich mich sehr geärgert habe und ihr das dann auch ausgedrückt. Darauf kam nur die Antwort "Es war schon so spät und mir ging es nicht gut". Daraufhin habe ich mich nicht mehr gemeldet, meine Laune war richtig im Keller, da ich sie in die Verantwortung nehme, da wir Anfang nächsten Jahres zusammenziehen wollten. Sonntag und Montag hatten wir keinen Kontakt, da ich mich nicht in der Situation sah, einen Schritt auf sie zu zugehen. Am Dienstag schrieb sie mir kurz und knapp wie es mir gehen würde, habe ebenfalls kurz und knapp darauf geantwortet. Irgendwann hat sich das hochgeschaukelt, bis ich etwas hoch gepokert habe und Sachen gesagt habe, die sie provozieren könnte, damit ich mal was aus ihr raus bekomme. Hat funktioniert und sie sagte, dass sie sich in wen anders verguckt hat und sie auch nichts für ihre Gefühle kann, sich aber nichts daran ändert das sie mich liebt und sie das nicht alles wegwerfen wollte, sondern ich. Auf Versuche mit mir darüber persönlich habe ich abgeblockt, weil ich nicht wusste, wohin mit meinen Gefühlen in dem Moment und konnte auch nicht wirklich klar darüber denken.

Gestern habe ich ihre Mutter auf der Arbeit besucht, da ich ihrem Dad versprochen habe, dass ich ihm eine CD besorge. Solche Sachen erledige ich dann noch, da ich die Leute nicht enttäuschen möchte. Die Mutter hat dann kurz mit mir darüber gesprochen, dass sie sehr aufgelöst seih und sie denkt, dass wir ein Kommunikationsproblem hätten, nicht ohne und nicht mit können, ich aber ihr irgendwie mehr Aufmerksamkeit hätte schenken sollen und mir ein Ruck geben sollte und mal kämpfe sollte.

Nun zu meinen Gefühlen. Ich weiß nicht wie ich meine Gedanken sortieren soll. Bin am Dienstag sehr aus meiner Haut gefahren, weil ich sich eine Wut über mich ausgebreitet hat, die wohl von der großen Enttäuschung endstand. Ich habe sie um ein Gespräch gebeten am Samstag, da sie Äußereungen wie "ich war ja immer die dumme die alles einstecken musste" gemacht hat und ich nicht wirklich nachvollziehen kann, was sie genau damit meint. Wollte für mich ein paar Dinge klären, weiß nur nicht wie das zukünftig mit ihr aussehen soll/kann/wird/wieauchimmer.

Ich habe viel mit der Frau durchgemacht, da ich ja wie erwähnt, selber kein Kind von Traurigkeit war. Damals war ich vielleicht zu leichtsinnig mit bescheuerten Gedanken, die ich heute selber nicht nachvollziehen kann. Möchte aber behaupten, dass ich eine positive Entwicklung gemacht habe. Meine Gefühle für diese Frau sind nie weniger geworden, auch mit den ganzen Schwierigkeiten, die uns sehr zusammengeschweißt haben. Zu der Zeit, wo ich mit ihr zusammen war, konnte ich mich immer auf sie verlassen und das ist ein wundervolles Gefühl, was ich bei keiner anderen Frau hatte. Umso mehr ärger ich mich über mich selber, dass ich eine Zeit hatte, in der ich alles andere als vernünftig war. Wenn ich mit ihr Zeit verbringe, fühlt sich das wie richtig leben an. Wenn ich es besser ausdrücken könnte, würde ich es tun.

Leider muss ich sehr viel arbeiten, da ich hohe Verantwortung trage. Ich bin mir nicht sicher, ob sie da vielleicht zu kurz gekommen ist, da ich abends andere Gedanken habe, als ihr die Welt besser zu machen. War mir sehr aufgefallen ist, dass sie oft total gereizt auf kleine Dinge reagiert hat und dann sehr verletzende Dinge gesagt, die ihr vielleicht gar nicht so bewusst waren.

Was mich am meisten traurig macht, ist die Tatsache, dass ich nicht weiß, ob ich nochmal eine Zukunft mit ihr aufbauen kann, da ich sie noch sehr liebe, aber ich im Moment total schockiert bin. Sowas war das letzte, was ich von ihr erwartet hätte. In einer solche Situation war ich noch nicht und kann damit kaum umgehen.

Habt ihr vielleicht selber Erfahrungen gemacht? Ich weiß auch nicht wirklich, wie sich das Gespräch entwickeln wird am Samstag und in welche Richtung das geht.

Danke für die Teilnahme und liebe Grüße
luukangenent

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6. Dezember 2013 um 14:28

Interessante Sichtweise
nur denke ich, dass sie es nicht so weit getrieben hat und von dem typen abgewiesen wurde.

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10. Dezember 2013 um 14:00


Ich finde es schwierig. Deine Freundin hat sich in jemand anderen verliebt. Die wichtige Frage ist nun: Liebt sie dich auch? Wenn ja, dann muss sie sich für einen von euch entscheiden.
Hat sie dies getan, muss den Kontakt zum anderen natürlich abbrechen. Aber die Verliebtheit geht nicht von heute auf morgen weg. Aber sie geht. Und darauf muss eben gebaut werden.

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