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Trennung... nach vielen problemen

20. Juli 2008 um 22:10

Hallo,

ich habe ein sehr großes Problem und würde eure Meinung dazu hören.
Ich war mit meiner Freundin 1 Jahr zusammen, es gab Höhen und Tiefen. Aber in den letzten Monaten häuften sich die Streitigkeiten. Ich distanzierte mich immer mehr von ihr und von meiner Umwelt. War das ganze Jahr arbeitslos obwohl ich einen hohen Abschluss habe. Die Arbeitslosigkeit und die Langeweile führten zu einer Internetsucht. Meine Antriebslosigkeit verstärkte sich so weit das ich es irgendwann bleiben ließ mich zu bewerben. Meinen Freundeskreis sah ich immer weniger, ich sah also wenn überhaupt nur meine Freundin. Meine Wohnung ähnelte einer Gefängniszelle, ich wurde immer depressiver und zog mich immer mehr zurück. Ich war oftmals gereizt und habe durch meine Vergangenheit und meine Kindheit ein extrem krankhaftes Eifersuchtssyndrom entwickelt. Auch bedingt durch mein geringes Selbstwertgefühl, was sich immer mehr in mein Leben einschlich. Ich habe den Bezug zur Realität verloren und lebte in meinen Träumen. Meine Zukunftsperspektiven waren unklar. Die Beziehung litt sehr darunter. Sie ist ein lebensfroher, aufgeschlossener Mensch welcher seine Ziele verfolgt. So wie ich es früher auch mal war. Durch meine innere Isolation und meine gereizte Art, kam es oft zu Streitereien. Ich vertraute ihr immer weniger und lass im Internet Fremdgehen Artikel. Jedes kleine Indiz wurde von mir gesammelt, das Vertrauen war irgendwann fast nicht mehr vorhanden. Es kam zu immer heftigeren Streitereien in denen wir uns anschrieen. Vor ein paar Wochen gab es einen so großen Streit, dass sie sich von mir trennte. Ich bemerkte die Probleme auch durch Hilfe von Freunden und fing an sie zu lösen. Ich erzählte ihr, über meine Probleme und sie hat sie auch verstanden. Aber innerlich war es schon irgendwie aus. Wir versuchten es noch ein paar Wochen, auch mit Zeiten auf Abstand. Ich änderte mich in soweit, öffnete mich mehr meinen Mitmenschen, fing an Sport zu treiben, stand morgens früh auf und such aktiv nach einem Job. Nun versuchte ich ihr immer mehr zu vertrauen. Natürlich ist in so einer kurzen zeit keine 180er Drehung zu erwarten. Wir waren am Wochenende abends weg und sie unterhielt sich mit anderen Jungs. Ich sagte zu ihr dass ich ihr vertraue und es mich nicht stört. Tat es auch nicht, war zwar ungewohnt aber ich musste es wieder lernen ihr zu vertrauen. Sie war sehr betrunken und recht abweisend zu mir. Ich fragte sie was los sei. Sie meinte ich würde ihr wieder nicht vertrauen, ich hätte einen Freund auf sie abgezogen welcher zu ihr meinte oh hoppla flirtest du mit mir. Es störte mich nicht, da ich ihre Freiheiten wieder geben wollte und so ein harmloser Flirt noch nichts bewirken könnte. Es war auch laut Aussagen meiner Freunde kein Flirt. Nun da ich das Ziel hatte einen wirklich schönen Abend mit ihr zu verbringen und ich auch vertrauen schenkte, sie aber daraufhin wieder mit dem alten Muster daherkam. Sie sagte noch einige gemeine Dinge an die ich mich nicht mehr erinnern kann ich war auch ziemlich angetrunken (Fehler). Anstelle sie beiseite zu lassen, da sie sowieso betrunken war. Wurde ich emotional und verlor die Kontrolle. Ich bin in letzter Zeit sowieso in einer Depression und psychisch labil, was ich ihr auch sagte. So wurde ich handgreiflich, es ist Gott sei Dank nicht so schlimm wie ich dachte. Ich rannte weg, mit meinen Gedanken. Ich schäme mich so sehr dafür, dass ich nicht wusste was geschehen ist. Ich konnte mich selbst nicht finden. Das war nicht ich. Ich wusste nicht was ich tat aber ich war so fertig, das bei einem Freund nachts heulend zu Boden fiel. Am nächsten Tag entschuldigte ich mich bei ihr und ihrer Mutter. Sie holte ihr Sachen bei mir in der Wohnung. Sie hat gesagt dass es nicht so schlimm war, aber der Schock sitzt tief. Ich entschuldigte mich, wir waren alleine, mir kamen die Tränen die Reue. Sie weinte mit mir und küsste mich. Mehrmals haben wir uns ganz fest in den Arm genommen. Ich sagte zu ihr, wie ich noch ihren Eltern jemals ins Gesicht schauen soll. Aber ihre Mutter war sehr verständnisvoll traurig, aber nicht böse auf mich. Ich habe das eigentlich gar nicht erwartet. Wir haben uns nochmals geküsst und sagten dass wir uns lieben. Sie war sehr emotional und wollte gar nicht gehen aber draußen warteten ihre Mutter und meine. Ich habe Stunden geweint, weil ich ihr das angetan habe und bereue es so sehr das ich es nicht in Worten schreiben kann. Ich weiß nicht ob wir jemals wieder zusammenkommen werden. Ich würde es mir sehr wünschen, dass unsere Liebe stark genug ist meine Probleme zu überstehen. Ich werde jetzt eine Therapie machen und aktiv mein Leben gestalten, es wieder in den Griff zu kriegen. Ich denke das wird einige zeit dauern. Ich hoffe dass ich es schaffen werde und sie wieder glücklich machen kann. Es fehlt mir schwer das zu schreiben aber ich hoffe egal mit wem dass sie wieder glücklich wird. Ich weiß dass viele Frauen Gewalt nicht verzeihen könnten. Ich kann es auch nicht entschuldigen, ich kann nur sagen dass ich sicher mehr darunter leide als sie. Ich habe noch nie etwas mehr bereut und brauche dringend Hilfe. Ihr fiel es sehr schwer zu gehen, ich sah es in ihren Augen. Ich weiß mir kann hier niemand sagen, ob es wirklich wieder etwas wird. Aber ich liebe sie wirklich sehr und ich hatte schon einige Oberflächige Beziehungen aber diese ist doch irgendwie anders. Ich glaube die meisten Frauen wären schon weit früher gegangen. Aber ich kann mir nur selber helfen. Ich habe ihr heute eine Mail geschrieben in der ich mich nochmals für den Vorfall entschuldigt habe. Ich denke das sie mich noch liebt aber jetzt eine Beziehung wäre Gift. Ich muss erst mein Leben wieder auf die Reihe bekommen und die letzte Zeit vergessen. Ich bin auch kein gewalttätiger Mensch, sondern eher liebevoll, lustig, gesellig, führend aber all diese Eigenschaften sind in dem letzten halben Jahr auf der Strecke geblieben.

Tief in meinem Herzen ist sie bei mir, alle sahen wie sehr wir uns liebten aber die Probleme erstickten alles. Ich werde jetzt mein Leben wieder Regeln und hoffe dass wir wieder zusammenkommen und diesmal glücklicher werden, mehr Spaß haben, das ich der Mensch werde der ich einmal war bevor ich Arbeitslos wurde.

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20. Juli 2008 um 23:57

Du hast erkannt, woran es zu arbeiten gilt,
schön, dass du die Verantwortung siehst und übernimmst. Wichtig, dass du in Therapie gehst
und alles weitere wird sich zeigen. Hab Geduld
mit dir selbst. Ich wünsche dir alles Gute.
Gruß Melike

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