Forum / Liebe & Beziehung

Trennung nach langjähriger, glücklicher Beziehung

28. Dezember 2020 um 22:28 Letzte Antwort: 2. Januar um 23:03

Hallo ihr lieben,

schön dass ich bei euch sein kann! Hab mich extra für diesen Thread im Forum angemeldet, um mir meinen Frust von der Seele zu schreiben und externen Rat anzuhören.

Ich will mich "kurzfassen", soweit es geht:

Ich (m, 26) bin seit ca. 7 Jahren mit meiner Freundin (w, 26) zusammen, davon wohnten wir auch mehrere Jahre zusammen. Es gab vor 4 Jahren eine Pause von ca. 3 Monaten, bei welcher wir jedoch beide bemerkten, dass wir einander wieder haben wollen. 

Jetzt ist es natürlich kaum möglich, euch die Höhen und Tiefen und generellen Begebenheiten der Beziehung objektiv in Kurzform darzustellen. Deswegen konzentriere ich ich auf "das Wichtigste" und werde, falls es Rückfragen gibt, auf diese eingehen.

Wir leben eine per se sehr harmonische Beziehung. Wir sind beide eher "verrückt" (z.B. ist unser gemeinsamer Freundeskreis wohl eher weit ab von einer "norm", kommen beide aus schwierigen Haushalten (Beide Trinker als Väter, keine harmonische Ehe der Eltern, giftige Streitkultur zu Hause etc..) und haben uns beide mit viel Müh und Fleiss über die letzten Jahre einen akademischen Titel geholt und dabei auch immer zusammen gehalten.

Wir haben schwere Schicksalsschläge (Tod etc) gemeinsam durchgestanden und sind dabei ein gutes Team. Wir haben zwar teilweise verschiedene Lebensvorstellungen (ich z.b. habe eher Fernweh und will ins Ausland, sie will am besten nahe ihrer Familie wohnen in Zukunft - Sie ist eher sehr modisch und ich eher altbacken...), aber diese waren bei weitem keine unschlagbare Brücke zwischen uns und haben die Beziehung vielmehr interessant gehalten. Wir haben so viel voneinander profitiert und gelernt, würde ich aus meiner Perspektive sagen (sie würde es denke ich genauso einschätzen).

Das alles hat uns sehr zusammen geschweisst. Wir sind ein starkes Team, aussenstehende sagen oft "ihr seid so ein tolles Paar" o.Ä...

Wäre da nicht dieses "eine Problem", welches einen immer tiefern Spalt in die Beziehung geworfen hätte. Und zwar ist es die sexuelle Anziehungskraft bzw. das Sexleben.

Die ersten 1-2 Jahre der Beziehung lief alles gut, wir waren wild, experimentierfreudig, haben uns beide gleich entwickelt und verspürten beide Lust. Dabei ging der "Startpunkt" schon immer von mir aus: Ich wollte - habe sie "verführt" und wir hatten Sex. Ich war damals auch noch ein sehr extrovertierter Mensch (im Show-/Eventbusiness mit unzähligen Leuten zu tun gehabt) und aus jetztiger Perspektive denke ich, dass ich damals anziehender war, weil mich immer mal attraktive Frauen umgeben haben und ich mir auch noch nicht wirklich sicher war, für immer eine Beziehung zu wollen, da ich damals noch enorme Bindungsängste aufGrund meiner Erfahrungen in der Kindheit hatte - kann natürlich auch totaler Schwachsinn sein. Fremd gegangen bin ich nicht!

Es fing nach mehreren Jahren an, dass ich mich daran störte, dass alles sexuelle ausschließlich von mir ausgeht. Mann will ja auch mal "vernascht werden"! Wenn ich mich zurück erinnere, fing es vor allem da an für mich "schlimm" zu werden, als ich das gemacht habe, was sie eigentlich immer wollte: Ihr zu sagen, dass ich mir nur noch sie als Frau vorstellen kann und ich mich für immer für sie entschieden habe. Da ich ein sehr offener und kommunikativer Mensch bin, hab ich natürlich irgendwann "offensiv" angesprochen dass ich kurzum gesagt mehr bzw. leidenschaftlicheren Sex will. Ich habe hinterfragt, was dahinter steckt und ob man ihre Lust irgendwie steigern könnte.

Anfangs stieß das auf großes Missverständnis: Ich war der Perversling und würde nur ans eine denken. Das hat mich sehr verletzt und ich habe mich stark selbst hinterfragt, wollte ich doch auf keinen Fall das sein, was sie mir vorwarf (Würde mich als Feministen bezeichnen). Also war das Thema erstmal für ein paar Monate gegessen und ich habe versucht, mein Verlangen runterzuschrauben. Das war jedoch im Nachhinein ein Fehlschlag, da ich wie ein kleines Kind irgendwann nur noch mehr wollte. Also hab ich versucht, an mir zu arbeiten. SIe immer wieder gefragt, ob sie etwas an der Beziehung bzw. an meiner Person störend findet (und bin dabei darauf gekommen dass es schon einige Verbesserungspunkte gibt). Und habe alles aufgenommen und versucht aktiv umzusetzen: Mehr Sport, mehr gemeinsame romantische Aktivitäten, eine große Palette Hemden etc. gekauft und mich gut gekleidet. Ihr einfach mal mit Rosen ein Frühstück an den Tisch gezaubert .- ohne Hintergedanken!

Leider hat sich absolut nichts geändert. Im Gegenteil: Dadurch, dass ich das Problem in den Raum stellte und ansprach, baute sich eine Blockade auf und sie fühlte sich unter Druck gesetzt. Das tat mir wirklich unglaublich leid und ich versuchte alles wiederum zurück zu stellen, soweit es ging, und ihr einfach nur ein toller Mann an der Seite zu sein. Leider klappte das nach Jahren hin und her nicht mehr - ich war regelrecht untervögelt und hatte inzwischen ein unstillbares Verlangen aufgebaut.

Irgendwann hat sich bei ihr was gedreht und ich war nicht mehr der Perversling und sie meinte, sie will einfach nicht so wie ich und hat eigentlich fast gar kein Verlangen nach Sex - so masturbiere sie auch nur 3-4x im Jahr. Ich hingegen hab irgendwann fast ne Pornosucht aufgebaut, gegen die ich seit paar Monaten nun auch wieder aktiv vorgehe.
Ich habe vieel Zeit im Internet verbracht, andere Meinungen zu dem Thema gelesen, gemerkt dass ich nicht alleine stehe mit dem Problem. Irgendwo hat mal eine Frau geschrieben, dass es bei ihr ähnlich war und an der Pille lag. Ich konnte meine Freundin davon überzeugen, diese abzusetzen. Das ist nun ca. ein 3/4 Jahr her - ohne Änderung in ihrem Verlangen.


Inzwischen sind wir irgendwie am Ende - Ich fress das Problem in mich rein, weil sie inzwischen doch schon stark "mitbelastet" ist. So tue ich ihr so leid, dass sie mir manchmal Sex anbietet, obwohl ich merke, dass sie eigentlich gar nicht so richtig will. "Mitleidssex" hab ich in manchen Foren dazu gelesen. Das wiederum lässt mich total unmännlich fühlen - hat mich in eine regelrechte Depression geritten. Ich habe weniger Selbstvertrauen und schlafe deswegen teilweise Nächte nicht mehr durch. Sie würde mir auch immer anbieten, dass ich z.B. ihre Brüste "vögel" oder auf ihre Nacktheit masturbiere. Am Anfang fand ich das als Zwischenlösung toll - inzwischen krieg ich allein beim dran denken die nächste Depression. Ich fühle mich wie der letzte Lappen. Egal was ich mache - meine Freundin steht nicht auf mich und ich komme ernsthaft nicht mehr damit klar.

So habe ich seit ca. 2 Wochen den Beschluss gefasst, Schluss zu machen. Das habe ich auch schon vor 3 Monaten versucht mit dem gleichen Argument, allerdings war sie so unfassbar traurig (irgendwo aber auch bisschen verständnisvoll) - ich konnte es nicht ertragen, dass sie so gar nicht damit klarkommt. Ich liebe diese Frau. Ich bin durch richtig miese Scheisse geritten mit ihr und wir haben einen komplett gleichen Freundeskreis. WIr lachen sehr viel miteinander und verstehen uns blind (fast wie im Film). Wir leben einfach in vollen Zügen - nur das Sexproblem steht dazwischen. Sie tat mir so unfassbar Leid, also habe ich noch vor 3 MOnaten beschlossen lieber leide ich bis Ende des Lebens als ihr das "anzutun" - es gibt ja wichtigeres als Sex.

Ich begehre sie so unfassbar sehr und sie würde nach eigener Aussage auch mit 1x im Monat Sex Problemlos klar kommen. Zwischendurch waren wir auch irgendwie bei 1x die Woche Sex, aber er gibt mir leider nichts mehr, da es nur dieser "Mitleidssex" ist und demnach läuft aktuell so gut wie nichts.

Ich bin ein emotionales Wesen, deswegen schreibe ich hier - gehts nach einigen Kumpels, so solle ich schlussmachen, da ich "alle Chancen" bei anderen Frauen habe. Vor Jahren habe ich mich jedoch eigentlich entschlossen - Ich finde, das Leben besteht aus Entscheidungen, und eigentlich habe ich damals eine Entscheidung für diese Frau getroffen. Jedoch bin ich inzwischen depressiv und dieses "kleine Problem" frisst sich durch meinen kompletten Tagesablauf. Und ich will keiner dieser Assis (Vorsicht! Nur meine Ansicht!) werden, die in der Ehe dann zu Prostituierten gehen oder eine Affäre haben oder anderweitig ausrasten. Ich merke, dass es ein Grundbedürfnis ist. Und viele Momente im Leben haben mir eindringlich gezeigt - man lebt nur einmal.


Was ist eure Meinung? Schluss machen? Noch etwas versuchen? Paartherapie kommt nicht in Frage - Da ich in diese Richtung sehr "erfahren" bin, weiß ich, was mir vorgeschlagen wird und wir haben auchd as meiste schon versucht.

Liebe Grüße und Respekt, wer bis hier gelesen hat!




 

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28. Dezember 2020 um 22:47

Hallo traurigerstern,

Ich  kann dich sehr gut verstehen ich bin selbst in einer ähnlichen Situation ich bin weiblich und lange Jahre mit meinem Mann zusammen. Wir haben zwei Kinder und uns einiges in den letzten Jahren zusammen aufgebaut. Aber seit Jahren stimmt schon der Sex zwischen uns nicht mehr es ist. Es ist nicht so dass dass mein Mann keinen Sex mit mir möchte im Gegenteil aber irgendwie ja stimmt wohl die Basis unserer Beziehung nicht mehr so dass ich einfach keinen Sex mehr mit ihm haben kann. Ich hadere sehr damit alles was wir aufgebaut haben aufzugeben und sich in etwas völlig ungewisses zurückgeben. Aber in deinem Fall würde ich sagen du bist noch jung und wenn die Leidenschaft fehlt und das jetzt schon dich so sehr belastet dann sehe ich für dich keinen anderen Ausweg als dich zu trennen.

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28. Dezember 2020 um 23:50
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Hallo traurigerstern,

Ich  kann dich sehr gut verstehen ich bin selbst in einer ähnlichen Situation ich bin weiblich und lange Jahre mit meinem Mann zusammen. Wir haben zwei Kinder und uns einiges in den letzten Jahren zusammen aufgebaut. Aber seit Jahren stimmt schon der Sex zwischen uns nicht mehr es ist. Es ist nicht so dass dass mein Mann keinen Sex mit mir möchte im Gegenteil aber irgendwie ja stimmt wohl die Basis unserer Beziehung nicht mehr so dass ich einfach keinen Sex mehr mit ihm haben kann. Ich hadere sehr damit alles was wir aufgebaut haben aufzugeben und sich in etwas völlig ungewisses zurückgeben. Aber in deinem Fall würde ich sagen du bist noch jung und wenn die Leidenschaft fehlt und das jetzt schon dich so sehr belastet dann sehe ich für dich keinen anderen Ausweg als dich zu trennen.

Hallo!

Ich danke die für die nette Antwort. Also habe ich es richtig verstanden, dass du dich in einer ähnlichen Situation befindest, nur Geschlechtervertauscht? Hab das nicht ganz verstanden ob jetzt du oder er keinen Sex mehr will. Da ihr zwei Kinder habt, ist es wahrscheinlich noch ein bisschen was anderes wie bei uns (im Sinne von eine Trennung wäre "schwerwiegender" als bei einem Pärchen ohne Kinder).

So oder so wünsche ich dir viel Kraft. Kannst du - nur falls du willst natürlich - vielleicht genauer auf deine Umstände eingehen: Wie kam es bei euch zu weniger Sex? Was sagt das gegenüber wenn man "das problem" offen anspricht? Habt ihr schon aktiv was dagegen versucht?

LG!

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29. Dezember 2020 um 0:00
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Hallo ihr lieben,

schön dass ich bei euch sein kann! Hab mich extra für diesen Thread im Forum angemeldet, um mir meinen Frust von der Seele zu schreiben und externen Rat anzuhören.

Ich will mich "kurzfassen", soweit es geht:

Ich (m, 26) bin seit ca. 7 Jahren mit meiner Freundin (w, 26) zusammen, davon wohnten wir auch mehrere Jahre zusammen. Es gab vor 4 Jahren eine Pause von ca. 3 Monaten, bei welcher wir jedoch beide bemerkten, dass wir einander wieder haben wollen. 

Jetzt ist es natürlich kaum möglich, euch die Höhen und Tiefen und generellen Begebenheiten der Beziehung objektiv in Kurzform darzustellen. Deswegen konzentriere ich ich auf "das Wichtigste" und werde, falls es Rückfragen gibt, auf diese eingehen.

Wir leben eine per se sehr harmonische Beziehung. Wir sind beide eher "verrückt" (z.B. ist unser gemeinsamer Freundeskreis wohl eher weit ab von einer "norm", kommen beide aus schwierigen Haushalten (Beide Trinker als Väter, keine harmonische Ehe der Eltern, giftige Streitkultur zu Hause etc..) und haben uns beide mit viel Müh und Fleiss über die letzten Jahre einen akademischen Titel geholt und dabei auch immer zusammen gehalten.

Wir haben schwere Schicksalsschläge (Tod etc) gemeinsam durchgestanden und sind dabei ein gutes Team. Wir haben zwar teilweise verschiedene Lebensvorstellungen (ich z.b. habe eher Fernweh und will ins Ausland, sie will am besten nahe ihrer Familie wohnen in Zukunft - Sie ist eher sehr modisch und ich eher altbacken...), aber diese waren bei weitem keine unschlagbare Brücke zwischen uns und haben die Beziehung vielmehr interessant gehalten. Wir haben so viel voneinander profitiert und gelernt, würde ich aus meiner Perspektive sagen (sie würde es denke ich genauso einschätzen).

Das alles hat uns sehr zusammen geschweisst. Wir sind ein starkes Team, aussenstehende sagen oft "ihr seid so ein tolles Paar" o.Ä...

Wäre da nicht dieses "eine Problem", welches einen immer tiefern Spalt in die Beziehung geworfen hätte. Und zwar ist es die sexuelle Anziehungskraft bzw. das Sexleben.

Die ersten 1-2 Jahre der Beziehung lief alles gut, wir waren wild, experimentierfreudig, haben uns beide gleich entwickelt und verspürten beide Lust. Dabei ging der "Startpunkt" schon immer von mir aus: Ich wollte - habe sie "verführt" und wir hatten Sex. Ich war damals auch noch ein sehr extrovertierter Mensch (im Show-/Eventbusiness mit unzähligen Leuten zu tun gehabt) und aus jetztiger Perspektive denke ich, dass ich damals anziehender war, weil mich immer mal attraktive Frauen umgeben haben und ich mir auch noch nicht wirklich sicher war, für immer eine Beziehung zu wollen, da ich damals noch enorme Bindungsängste aufGrund meiner Erfahrungen in der Kindheit hatte - kann natürlich auch totaler Schwachsinn sein. Fremd gegangen bin ich nicht!

Es fing nach mehreren Jahren an, dass ich mich daran störte, dass alles sexuelle ausschließlich von mir ausgeht. Mann will ja auch mal "vernascht werden"! Wenn ich mich zurück erinnere, fing es vor allem da an für mich "schlimm" zu werden, als ich das gemacht habe, was sie eigentlich immer wollte: Ihr zu sagen, dass ich mir nur noch sie als Frau vorstellen kann und ich mich für immer für sie entschieden habe. Da ich ein sehr offener und kommunikativer Mensch bin, hab ich natürlich irgendwann "offensiv" angesprochen dass ich kurzum gesagt mehr bzw. leidenschaftlicheren Sex will. Ich habe hinterfragt, was dahinter steckt und ob man ihre Lust irgendwie steigern könnte.

Anfangs stieß das auf großes Missverständnis: Ich war der Perversling und würde nur ans eine denken. Das hat mich sehr verletzt und ich habe mich stark selbst hinterfragt, wollte ich doch auf keinen Fall das sein, was sie mir vorwarf (Würde mich als Feministen bezeichnen). Also war das Thema erstmal für ein paar Monate gegessen und ich habe versucht, mein Verlangen runterzuschrauben. Das war jedoch im Nachhinein ein Fehlschlag, da ich wie ein kleines Kind irgendwann nur noch mehr wollte. Also hab ich versucht, an mir zu arbeiten. SIe immer wieder gefragt, ob sie etwas an der Beziehung bzw. an meiner Person störend findet (und bin dabei darauf gekommen dass es schon einige Verbesserungspunkte gibt). Und habe alles aufgenommen und versucht aktiv umzusetzen: Mehr Sport, mehr gemeinsame romantische Aktivitäten, eine große Palette Hemden etc. gekauft und mich gut gekleidet. Ihr einfach mal mit Rosen ein Frühstück an den Tisch gezaubert .- ohne Hintergedanken!

Leider hat sich absolut nichts geändert. Im Gegenteil: Dadurch, dass ich das Problem in den Raum stellte und ansprach, baute sich eine Blockade auf und sie fühlte sich unter Druck gesetzt. Das tat mir wirklich unglaublich leid und ich versuchte alles wiederum zurück zu stellen, soweit es ging, und ihr einfach nur ein toller Mann an der Seite zu sein. Leider klappte das nach Jahren hin und her nicht mehr - ich war regelrecht untervögelt und hatte inzwischen ein unstillbares Verlangen aufgebaut.

Irgendwann hat sich bei ihr was gedreht und ich war nicht mehr der Perversling und sie meinte, sie will einfach nicht so wie ich und hat eigentlich fast gar kein Verlangen nach Sex - so masturbiere sie auch nur 3-4x im Jahr. Ich hingegen hab irgendwann fast ne Pornosucht aufgebaut, gegen die ich seit paar Monaten nun auch wieder aktiv vorgehe.
Ich habe vieel Zeit im Internet verbracht, andere Meinungen zu dem Thema gelesen, gemerkt dass ich nicht alleine stehe mit dem Problem. Irgendwo hat mal eine Frau geschrieben, dass es bei ihr ähnlich war und an der Pille lag. Ich konnte meine Freundin davon überzeugen, diese abzusetzen. Das ist nun ca. ein 3/4 Jahr her - ohne Änderung in ihrem Verlangen.


Inzwischen sind wir irgendwie am Ende - Ich fress das Problem in mich rein, weil sie inzwischen doch schon stark "mitbelastet" ist. So tue ich ihr so leid, dass sie mir manchmal Sex anbietet, obwohl ich merke, dass sie eigentlich gar nicht so richtig will. "Mitleidssex" hab ich in manchen Foren dazu gelesen. Das wiederum lässt mich total unmännlich fühlen - hat mich in eine regelrechte Depression geritten. Ich habe weniger Selbstvertrauen und schlafe deswegen teilweise Nächte nicht mehr durch. Sie würde mir auch immer anbieten, dass ich z.B. ihre Brüste "vögel" oder auf ihre Nacktheit masturbiere. Am Anfang fand ich das als Zwischenlösung toll - inzwischen krieg ich allein beim dran denken die nächste Depression. Ich fühle mich wie der letzte Lappen. Egal was ich mache - meine Freundin steht nicht auf mich und ich komme ernsthaft nicht mehr damit klar.

So habe ich seit ca. 2 Wochen den Beschluss gefasst, Schluss zu machen. Das habe ich auch schon vor 3 Monaten versucht mit dem gleichen Argument, allerdings war sie so unfassbar traurig (irgendwo aber auch bisschen verständnisvoll) - ich konnte es nicht ertragen, dass sie so gar nicht damit klarkommt. Ich liebe diese Frau. Ich bin durch richtig miese Scheisse geritten mit ihr und wir haben einen komplett gleichen Freundeskreis. WIr lachen sehr viel miteinander und verstehen uns blind (fast wie im Film). Wir leben einfach in vollen Zügen - nur das Sexproblem steht dazwischen. Sie tat mir so unfassbar Leid, also habe ich noch vor 3 MOnaten beschlossen lieber leide ich bis Ende des Lebens als ihr das "anzutun" - es gibt ja wichtigeres als Sex.

Ich begehre sie so unfassbar sehr und sie würde nach eigener Aussage auch mit 1x im Monat Sex Problemlos klar kommen. Zwischendurch waren wir auch irgendwie bei 1x die Woche Sex, aber er gibt mir leider nichts mehr, da es nur dieser "Mitleidssex" ist und demnach läuft aktuell so gut wie nichts.

Ich bin ein emotionales Wesen, deswegen schreibe ich hier - gehts nach einigen Kumpels, so solle ich schlussmachen, da ich "alle Chancen" bei anderen Frauen habe. Vor Jahren habe ich mich jedoch eigentlich entschlossen - Ich finde, das Leben besteht aus Entscheidungen, und eigentlich habe ich damals eine Entscheidung für diese Frau getroffen. Jedoch bin ich inzwischen depressiv und dieses "kleine Problem" frisst sich durch meinen kompletten Tagesablauf. Und ich will keiner dieser Assis (Vorsicht! Nur meine Ansicht!) werden, die in der Ehe dann zu Prostituierten gehen oder eine Affäre haben oder anderweitig ausrasten. Ich merke, dass es ein Grundbedürfnis ist. Und viele Momente im Leben haben mir eindringlich gezeigt - man lebt nur einmal.


Was ist eure Meinung? Schluss machen? Noch etwas versuchen? Paartherapie kommt nicht in Frage - Da ich in diese Richtung sehr "erfahren" bin, weiß ich, was mir vorgeschlagen wird und wir haben auchd as meiste schon versucht.

Liebe Grüße und Respekt, wer bis hier gelesen hat!




 

Ihr habt ja scheinbar schon darüber gesprochen. Welche Erklärungen bekommst Du denn, wenn überhaupt? 

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29. Dezember 2020 um 0:23

Hallo,

erstmal danke fürs antworten Ja, das Thema ist seit Jahren Gespräch und belastet mich ja nicht erst seit gestern. Ich bin ja eigentlich schon kurz vor der kompletten Eskalation á la Trennung.

Ihre Sicht ist, dass sie einfach allgemein kein Verlangen nach Sexualität verspürt. So masturbiert sie auch max 4x im Jahr, manchmal auch ein Jahr garnicht. Seit jeher kam nur Verlangen auf, sobald ich die Initiative ergriffen habe und sie mir quasi einfach "genommen" habe. Darüber hinaus ist bei ihr die Luft sofort raus, wenn nicht wirklich alles drumherum "perfekt" ist. Also kalte Hand, davor gegessen, stressiger Tag... Und es läuft ganz sicher nichts. Wenn der Tag "perfekt" war, hab ich manchmal "Glück".

Jedoch kann ich eben nicht dauerhaft für "perfekte" Tage sorgen und mir fehlt inzwischen die Lust, sie immer zu "erobern", da ich mich immer unmännlicher fühle. Mein Selbstbewusstsein ist deswegen inzwischen wie gesagt im Keller - auch ich will mal vernascht werden und das Gefühl haben, dass sie mich "will". Wenn wir aktuell Sex haben denke ich ist es eben mehr aus Mitleid weil sie meine Leere im Blick feststellt und ich ihr Leid tue - das ist aber nicht der Sex bzw. das GEfühl, das ich brauche bzw. nach dem es mir verlangt. Sie sagt dann auch so Sachen wie "oh mann willst du dir auf meinen Po einen runterholen?"... Früher war das dann auch irgendwie noch toll, inzwischen fühle ich mich dabei erbärmlich und unterlasse es ganz.

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29. Dezember 2020 um 0:25

Hi Traurigerstein.

Den ersten Fehler,wie ich jedenfalls finde hast Du begonnen, als Du alles nach Ihrem Gusto getan hast. Wo bleibst Du?
Klar kannst Du keinen befriedigenden Sex für Dich micht wirklich einfordern, hast Du ja selbst gemerkt!

Denn den gleichen Fehler macht sie selbst, gibt Dir, obwohl keine Lust ihrerseits da ist.
Das ist einfach defakto! 
Sie hat eine andere sexuelle zeitliche und generelle Lust auf die als Du. Dies ist leider desöfter in Beziehungen die eine gewisse zeitliche Schwelle überschreiten. 
Ihr müsst da definitiv drüber reden! Eine Lösung finden....
So offen/empathisch wie Du bei der anderen Userin,solltest Du Dich Ihr auch geben!

Zeige einfach was Dich stört. Stelle Dich nicht zu sehr hinten an. Vergesse aber auch nicht Deine Partnerin.
Kommuniziert einfach! Für Euch,es ist schliesslich Eure gemeinsame Zukunft. 
🙃

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29. Dezember 2020 um 0:32

Die Pille hat sie ja abgesetzt. Auch mit Romantik und Verständnis hast Du aufgewartet. Mir fallen dazu noch folgende Dinge ein:
- Ihre Schilddrüse funktioniert nicht, wie sie müsste
- Sie ist asexuell
- Sie hat Probleme mit ihrem Körper bzw. Selbstbewusstsein

Nur an Punkt 2 kann man glaube ich nichts ändern. An den anderen beiden theoretisch schon. Vielleicht ist es an der Zeit, ihr klarzumachen, dass Du an deine Grenzen gekommen bist und sich sofort etwas tun muss. Damit meine ich nicht, dass sie sich sofort flach hinlegen, sondern sich helfen lassen sollte. Ärztlich. Es ist aber auch gut möglich, dass sie schlichtweg keine Lust mehr auf Dich hat. Dass müsste sie aber kommunizieren können als Erwachsene. Irgendetwas muss sie doch mal dazu gesagt haben. 

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29. Dezember 2020 um 14:50
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Hallo,

erstmal danke fürs antworten Ja, das Thema ist seit Jahren Gespräch und belastet mich ja nicht erst seit gestern. Ich bin ja eigentlich schon kurz vor der kompletten Eskalation á la Trennung.

Ihre Sicht ist, dass sie einfach allgemein kein Verlangen nach Sexualität verspürt. So masturbiert sie auch max 4x im Jahr, manchmal auch ein Jahr garnicht. Seit jeher kam nur Verlangen auf, sobald ich die Initiative ergriffen habe und sie mir quasi einfach "genommen" habe. Darüber hinaus ist bei ihr die Luft sofort raus, wenn nicht wirklich alles drumherum "perfekt" ist. Also kalte Hand, davor gegessen, stressiger Tag... Und es läuft ganz sicher nichts. Wenn der Tag "perfekt" war, hab ich manchmal "Glück".

Jedoch kann ich eben nicht dauerhaft für "perfekte" Tage sorgen und mir fehlt inzwischen die Lust, sie immer zu "erobern", da ich mich immer unmännlicher fühle. Mein Selbstbewusstsein ist deswegen inzwischen wie gesagt im Keller - auch ich will mal vernascht werden und das Gefühl haben, dass sie mich "will". Wenn wir aktuell Sex haben denke ich ist es eben mehr aus Mitleid weil sie meine Leere im Blick feststellt und ich ihr Leid tue - das ist aber nicht der Sex bzw. das GEfühl, das ich brauche bzw. nach dem es mir verlangt. Sie sagt dann auch so Sachen wie "oh mann willst du dir auf meinen Po einen runterholen?"... Früher war das dann auch irgendwie noch toll, inzwischen fühle ich mich dabei erbärmlich und unterlasse es ganz.

So masturbiert sie auch max 4x im Jahr, manchmal auch ein Jahr garnicht. Seit jeher kam nur Verlangen auf, sobald ich die Initiative ergriffen habe und sie mir quasi einfach "genommen" habe. Darüber hinaus ist bei ihr die Luft sofort raus, wenn nicht wirklich alles drumherum "perfekt" ist. Also kalte Hand, davor gegessen, stressiger Tag... Und es läuft ganz sicher nichts. Wenn der Tag "perfekt" war, hab ich manchmal "Glück".

Sowas kenne ich auch von meiner Partnerin. Dabei geht es manchmal gar nicht um perfekt und romantisch sondern nur um Begehren und geilen Sex. Das dein Selbstwertgefühl leidet wenn du dauernd abgewiesen wirst ist ja klar.

Was sagt sie denn wenn du ihr das erklärst? Was wäre denn wenn du sie mal absichtlich links liegen lässt und dich nur noch um dich kümmerst? Mal ein neues Hobby und andere Menschen sehen. (Soweit gerade möglich bzw. erst im Sommer wieder.) Vielleicht macht dich das wieder attraktiver in ihren Augen. Es ihr immer nur recht zu machen ist doch auch keine Lösung.

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29. Dezember 2020 um 15:46
In Antwort auf

Hallo ihr lieben,

schön dass ich bei euch sein kann! Hab mich extra für diesen Thread im Forum angemeldet, um mir meinen Frust von der Seele zu schreiben und externen Rat anzuhören.

Ich will mich "kurzfassen", soweit es geht:

Ich (m, 26) bin seit ca. 7 Jahren mit meiner Freundin (w, 26) zusammen, davon wohnten wir auch mehrere Jahre zusammen. Es gab vor 4 Jahren eine Pause von ca. 3 Monaten, bei welcher wir jedoch beide bemerkten, dass wir einander wieder haben wollen. 

Jetzt ist es natürlich kaum möglich, euch die Höhen und Tiefen und generellen Begebenheiten der Beziehung objektiv in Kurzform darzustellen. Deswegen konzentriere ich ich auf "das Wichtigste" und werde, falls es Rückfragen gibt, auf diese eingehen.

Wir leben eine per se sehr harmonische Beziehung. Wir sind beide eher "verrückt" (z.B. ist unser gemeinsamer Freundeskreis wohl eher weit ab von einer "norm", kommen beide aus schwierigen Haushalten (Beide Trinker als Väter, keine harmonische Ehe der Eltern, giftige Streitkultur zu Hause etc..) und haben uns beide mit viel Müh und Fleiss über die letzten Jahre einen akademischen Titel geholt und dabei auch immer zusammen gehalten.

Wir haben schwere Schicksalsschläge (Tod etc) gemeinsam durchgestanden und sind dabei ein gutes Team. Wir haben zwar teilweise verschiedene Lebensvorstellungen (ich z.b. habe eher Fernweh und will ins Ausland, sie will am besten nahe ihrer Familie wohnen in Zukunft - Sie ist eher sehr modisch und ich eher altbacken...), aber diese waren bei weitem keine unschlagbare Brücke zwischen uns und haben die Beziehung vielmehr interessant gehalten. Wir haben so viel voneinander profitiert und gelernt, würde ich aus meiner Perspektive sagen (sie würde es denke ich genauso einschätzen).

Das alles hat uns sehr zusammen geschweisst. Wir sind ein starkes Team, aussenstehende sagen oft "ihr seid so ein tolles Paar" o.Ä...

Wäre da nicht dieses "eine Problem", welches einen immer tiefern Spalt in die Beziehung geworfen hätte. Und zwar ist es die sexuelle Anziehungskraft bzw. das Sexleben.

Die ersten 1-2 Jahre der Beziehung lief alles gut, wir waren wild, experimentierfreudig, haben uns beide gleich entwickelt und verspürten beide Lust. Dabei ging der "Startpunkt" schon immer von mir aus: Ich wollte - habe sie "verführt" und wir hatten Sex. Ich war damals auch noch ein sehr extrovertierter Mensch (im Show-/Eventbusiness mit unzähligen Leuten zu tun gehabt) und aus jetztiger Perspektive denke ich, dass ich damals anziehender war, weil mich immer mal attraktive Frauen umgeben haben und ich mir auch noch nicht wirklich sicher war, für immer eine Beziehung zu wollen, da ich damals noch enorme Bindungsängste aufGrund meiner Erfahrungen in der Kindheit hatte - kann natürlich auch totaler Schwachsinn sein. Fremd gegangen bin ich nicht!

Es fing nach mehreren Jahren an, dass ich mich daran störte, dass alles sexuelle ausschließlich von mir ausgeht. Mann will ja auch mal "vernascht werden"! Wenn ich mich zurück erinnere, fing es vor allem da an für mich "schlimm" zu werden, als ich das gemacht habe, was sie eigentlich immer wollte: Ihr zu sagen, dass ich mir nur noch sie als Frau vorstellen kann und ich mich für immer für sie entschieden habe. Da ich ein sehr offener und kommunikativer Mensch bin, hab ich natürlich irgendwann "offensiv" angesprochen dass ich kurzum gesagt mehr bzw. leidenschaftlicheren Sex will. Ich habe hinterfragt, was dahinter steckt und ob man ihre Lust irgendwie steigern könnte.

Anfangs stieß das auf großes Missverständnis: Ich war der Perversling und würde nur ans eine denken. Das hat mich sehr verletzt und ich habe mich stark selbst hinterfragt, wollte ich doch auf keinen Fall das sein, was sie mir vorwarf (Würde mich als Feministen bezeichnen). Also war das Thema erstmal für ein paar Monate gegessen und ich habe versucht, mein Verlangen runterzuschrauben. Das war jedoch im Nachhinein ein Fehlschlag, da ich wie ein kleines Kind irgendwann nur noch mehr wollte. Also hab ich versucht, an mir zu arbeiten. SIe immer wieder gefragt, ob sie etwas an der Beziehung bzw. an meiner Person störend findet (und bin dabei darauf gekommen dass es schon einige Verbesserungspunkte gibt). Und habe alles aufgenommen und versucht aktiv umzusetzen: Mehr Sport, mehr gemeinsame romantische Aktivitäten, eine große Palette Hemden etc. gekauft und mich gut gekleidet. Ihr einfach mal mit Rosen ein Frühstück an den Tisch gezaubert .- ohne Hintergedanken!

Leider hat sich absolut nichts geändert. Im Gegenteil: Dadurch, dass ich das Problem in den Raum stellte und ansprach, baute sich eine Blockade auf und sie fühlte sich unter Druck gesetzt. Das tat mir wirklich unglaublich leid und ich versuchte alles wiederum zurück zu stellen, soweit es ging, und ihr einfach nur ein toller Mann an der Seite zu sein. Leider klappte das nach Jahren hin und her nicht mehr - ich war regelrecht untervögelt und hatte inzwischen ein unstillbares Verlangen aufgebaut.

Irgendwann hat sich bei ihr was gedreht und ich war nicht mehr der Perversling und sie meinte, sie will einfach nicht so wie ich und hat eigentlich fast gar kein Verlangen nach Sex - so masturbiere sie auch nur 3-4x im Jahr. Ich hingegen hab irgendwann fast ne Pornosucht aufgebaut, gegen die ich seit paar Monaten nun auch wieder aktiv vorgehe.
Ich habe vieel Zeit im Internet verbracht, andere Meinungen zu dem Thema gelesen, gemerkt dass ich nicht alleine stehe mit dem Problem. Irgendwo hat mal eine Frau geschrieben, dass es bei ihr ähnlich war und an der Pille lag. Ich konnte meine Freundin davon überzeugen, diese abzusetzen. Das ist nun ca. ein 3/4 Jahr her - ohne Änderung in ihrem Verlangen.


Inzwischen sind wir irgendwie am Ende - Ich fress das Problem in mich rein, weil sie inzwischen doch schon stark "mitbelastet" ist. So tue ich ihr so leid, dass sie mir manchmal Sex anbietet, obwohl ich merke, dass sie eigentlich gar nicht so richtig will. "Mitleidssex" hab ich in manchen Foren dazu gelesen. Das wiederum lässt mich total unmännlich fühlen - hat mich in eine regelrechte Depression geritten. Ich habe weniger Selbstvertrauen und schlafe deswegen teilweise Nächte nicht mehr durch. Sie würde mir auch immer anbieten, dass ich z.B. ihre Brüste "vögel" oder auf ihre Nacktheit masturbiere. Am Anfang fand ich das als Zwischenlösung toll - inzwischen krieg ich allein beim dran denken die nächste Depression. Ich fühle mich wie der letzte Lappen. Egal was ich mache - meine Freundin steht nicht auf mich und ich komme ernsthaft nicht mehr damit klar.

So habe ich seit ca. 2 Wochen den Beschluss gefasst, Schluss zu machen. Das habe ich auch schon vor 3 Monaten versucht mit dem gleichen Argument, allerdings war sie so unfassbar traurig (irgendwo aber auch bisschen verständnisvoll) - ich konnte es nicht ertragen, dass sie so gar nicht damit klarkommt. Ich liebe diese Frau. Ich bin durch richtig miese Scheisse geritten mit ihr und wir haben einen komplett gleichen Freundeskreis. WIr lachen sehr viel miteinander und verstehen uns blind (fast wie im Film). Wir leben einfach in vollen Zügen - nur das Sexproblem steht dazwischen. Sie tat mir so unfassbar Leid, also habe ich noch vor 3 MOnaten beschlossen lieber leide ich bis Ende des Lebens als ihr das "anzutun" - es gibt ja wichtigeres als Sex.

Ich begehre sie so unfassbar sehr und sie würde nach eigener Aussage auch mit 1x im Monat Sex Problemlos klar kommen. Zwischendurch waren wir auch irgendwie bei 1x die Woche Sex, aber er gibt mir leider nichts mehr, da es nur dieser "Mitleidssex" ist und demnach läuft aktuell so gut wie nichts.

Ich bin ein emotionales Wesen, deswegen schreibe ich hier - gehts nach einigen Kumpels, so solle ich schlussmachen, da ich "alle Chancen" bei anderen Frauen habe. Vor Jahren habe ich mich jedoch eigentlich entschlossen - Ich finde, das Leben besteht aus Entscheidungen, und eigentlich habe ich damals eine Entscheidung für diese Frau getroffen. Jedoch bin ich inzwischen depressiv und dieses "kleine Problem" frisst sich durch meinen kompletten Tagesablauf. Und ich will keiner dieser Assis (Vorsicht! Nur meine Ansicht!) werden, die in der Ehe dann zu Prostituierten gehen oder eine Affäre haben oder anderweitig ausrasten. Ich merke, dass es ein Grundbedürfnis ist. Und viele Momente im Leben haben mir eindringlich gezeigt - man lebt nur einmal.


Was ist eure Meinung? Schluss machen? Noch etwas versuchen? Paartherapie kommt nicht in Frage - Da ich in diese Richtung sehr "erfahren" bin, weiß ich, was mir vorgeschlagen wird und wir haben auchd as meiste schon versucht.

Liebe Grüße und Respekt, wer bis hier gelesen hat!




 

Zunächst mal: dass sich das Sexleben im Laufe einer langjährigen Beziehung verändert, ist normal. Wer frisch verliebt ist, hat sehr häufig Sex, das bleibt auf Dauer so gut wie niemals so intensiv. 

Erst nach dieser Phase des Rausches stellt sich heraus, ob man wirklich sexuell kompatibel ist. Das seid ihr leider nicht, da euer Verlangen nach Sex ganz unterschiedlich ausgeprägt ist. Deine Freundin hat kaum Verlangen, du jedoch schon. 

Keiner von euch macht etwas falsch, das individuelle Bedürfnis nach Sex ist einfach unterschiedlich ausgeprägt bei Menschen. Das Problem ist: ihr harmoniert nicht miteinander. Und das macht euch unglücklich.

Genausowenig, wie du dein Verlangen einfach abstellen kannst, kann deine Freundin welches herbeizaubern, wo keins ist. Das heißt, du hast eigentlich nicht besonders viele Möglichkeiten: entweder du akzeptierst es so, wie es ist, denn es wird sich nichts verändern an ihrem Verlangen oder du trennst dich.

Es ist schon richtig, dass du es angesprochen hast, das sollte man immer tun, wenn einem was nicht so gut gefällt. Es ist aber auch richtig, dass das bei ihr Druck erzeugt, weil sie spürt, dass sie dich sexuell nicht glücklich machen kann und das verunsichert sie natürlich. 

Wenn es also wirklich ein starkes Problem für dich ist und du unter dem Sexmangel leidest, dann trenn dich von ihr. Das ist dann der bessere Weg, auch wenn die Gefühle vorhanden sind. Auf Gefühle allein kann man leider keine funktionierende Beziehung aufbauen.

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2. Januar um 18:08
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Hallo ihr lieben,

schön dass ich bei euch sein kann! Hab mich extra für diesen Thread im Forum angemeldet, um mir meinen Frust von der Seele zu schreiben und externen Rat anzuhören.

Ich will mich "kurzfassen", soweit es geht:

Ich (m, 26) bin seit ca. 7 Jahren mit meiner Freundin (w, 26) zusammen, davon wohnten wir auch mehrere Jahre zusammen. Es gab vor 4 Jahren eine Pause von ca. 3 Monaten, bei welcher wir jedoch beide bemerkten, dass wir einander wieder haben wollen. 

Jetzt ist es natürlich kaum möglich, euch die Höhen und Tiefen und generellen Begebenheiten der Beziehung objektiv in Kurzform darzustellen. Deswegen konzentriere ich ich auf "das Wichtigste" und werde, falls es Rückfragen gibt, auf diese eingehen.

Wir leben eine per se sehr harmonische Beziehung. Wir sind beide eher "verrückt" (z.B. ist unser gemeinsamer Freundeskreis wohl eher weit ab von einer "norm", kommen beide aus schwierigen Haushalten (Beide Trinker als Väter, keine harmonische Ehe der Eltern, giftige Streitkultur zu Hause etc..) und haben uns beide mit viel Müh und Fleiss über die letzten Jahre einen akademischen Titel geholt und dabei auch immer zusammen gehalten.

Wir haben schwere Schicksalsschläge (Tod etc) gemeinsam durchgestanden und sind dabei ein gutes Team. Wir haben zwar teilweise verschiedene Lebensvorstellungen (ich z.b. habe eher Fernweh und will ins Ausland, sie will am besten nahe ihrer Familie wohnen in Zukunft - Sie ist eher sehr modisch und ich eher altbacken...), aber diese waren bei weitem keine unschlagbare Brücke zwischen uns und haben die Beziehung vielmehr interessant gehalten. Wir haben so viel voneinander profitiert und gelernt, würde ich aus meiner Perspektive sagen (sie würde es denke ich genauso einschätzen).

Das alles hat uns sehr zusammen geschweisst. Wir sind ein starkes Team, aussenstehende sagen oft "ihr seid so ein tolles Paar" o.Ä...

Wäre da nicht dieses "eine Problem", welches einen immer tiefern Spalt in die Beziehung geworfen hätte. Und zwar ist es die sexuelle Anziehungskraft bzw. das Sexleben.

Die ersten 1-2 Jahre der Beziehung lief alles gut, wir waren wild, experimentierfreudig, haben uns beide gleich entwickelt und verspürten beide Lust. Dabei ging der "Startpunkt" schon immer von mir aus: Ich wollte - habe sie "verführt" und wir hatten Sex. Ich war damals auch noch ein sehr extrovertierter Mensch (im Show-/Eventbusiness mit unzähligen Leuten zu tun gehabt) und aus jetztiger Perspektive denke ich, dass ich damals anziehender war, weil mich immer mal attraktive Frauen umgeben haben und ich mir auch noch nicht wirklich sicher war, für immer eine Beziehung zu wollen, da ich damals noch enorme Bindungsängste aufGrund meiner Erfahrungen in der Kindheit hatte - kann natürlich auch totaler Schwachsinn sein. Fremd gegangen bin ich nicht!

Es fing nach mehreren Jahren an, dass ich mich daran störte, dass alles sexuelle ausschließlich von mir ausgeht. Mann will ja auch mal "vernascht werden"! Wenn ich mich zurück erinnere, fing es vor allem da an für mich "schlimm" zu werden, als ich das gemacht habe, was sie eigentlich immer wollte: Ihr zu sagen, dass ich mir nur noch sie als Frau vorstellen kann und ich mich für immer für sie entschieden habe. Da ich ein sehr offener und kommunikativer Mensch bin, hab ich natürlich irgendwann "offensiv" angesprochen dass ich kurzum gesagt mehr bzw. leidenschaftlicheren Sex will. Ich habe hinterfragt, was dahinter steckt und ob man ihre Lust irgendwie steigern könnte.

Anfangs stieß das auf großes Missverständnis: Ich war der Perversling und würde nur ans eine denken. Das hat mich sehr verletzt und ich habe mich stark selbst hinterfragt, wollte ich doch auf keinen Fall das sein, was sie mir vorwarf (Würde mich als Feministen bezeichnen). Also war das Thema erstmal für ein paar Monate gegessen und ich habe versucht, mein Verlangen runterzuschrauben. Das war jedoch im Nachhinein ein Fehlschlag, da ich wie ein kleines Kind irgendwann nur noch mehr wollte. Also hab ich versucht, an mir zu arbeiten. SIe immer wieder gefragt, ob sie etwas an der Beziehung bzw. an meiner Person störend findet (und bin dabei darauf gekommen dass es schon einige Verbesserungspunkte gibt). Und habe alles aufgenommen und versucht aktiv umzusetzen: Mehr Sport, mehr gemeinsame romantische Aktivitäten, eine große Palette Hemden etc. gekauft und mich gut gekleidet. Ihr einfach mal mit Rosen ein Frühstück an den Tisch gezaubert .- ohne Hintergedanken!

Leider hat sich absolut nichts geändert. Im Gegenteil: Dadurch, dass ich das Problem in den Raum stellte und ansprach, baute sich eine Blockade auf und sie fühlte sich unter Druck gesetzt. Das tat mir wirklich unglaublich leid und ich versuchte alles wiederum zurück zu stellen, soweit es ging, und ihr einfach nur ein toller Mann an der Seite zu sein. Leider klappte das nach Jahren hin und her nicht mehr - ich war regelrecht untervögelt und hatte inzwischen ein unstillbares Verlangen aufgebaut.

Irgendwann hat sich bei ihr was gedreht und ich war nicht mehr der Perversling und sie meinte, sie will einfach nicht so wie ich und hat eigentlich fast gar kein Verlangen nach Sex - so masturbiere sie auch nur 3-4x im Jahr. Ich hingegen hab irgendwann fast ne Pornosucht aufgebaut, gegen die ich seit paar Monaten nun auch wieder aktiv vorgehe.
Ich habe vieel Zeit im Internet verbracht, andere Meinungen zu dem Thema gelesen, gemerkt dass ich nicht alleine stehe mit dem Problem. Irgendwo hat mal eine Frau geschrieben, dass es bei ihr ähnlich war und an der Pille lag. Ich konnte meine Freundin davon überzeugen, diese abzusetzen. Das ist nun ca. ein 3/4 Jahr her - ohne Änderung in ihrem Verlangen.


Inzwischen sind wir irgendwie am Ende - Ich fress das Problem in mich rein, weil sie inzwischen doch schon stark "mitbelastet" ist. So tue ich ihr so leid, dass sie mir manchmal Sex anbietet, obwohl ich merke, dass sie eigentlich gar nicht so richtig will. "Mitleidssex" hab ich in manchen Foren dazu gelesen. Das wiederum lässt mich total unmännlich fühlen - hat mich in eine regelrechte Depression geritten. Ich habe weniger Selbstvertrauen und schlafe deswegen teilweise Nächte nicht mehr durch. Sie würde mir auch immer anbieten, dass ich z.B. ihre Brüste "vögel" oder auf ihre Nacktheit masturbiere. Am Anfang fand ich das als Zwischenlösung toll - inzwischen krieg ich allein beim dran denken die nächste Depression. Ich fühle mich wie der letzte Lappen. Egal was ich mache - meine Freundin steht nicht auf mich und ich komme ernsthaft nicht mehr damit klar.

So habe ich seit ca. 2 Wochen den Beschluss gefasst, Schluss zu machen. Das habe ich auch schon vor 3 Monaten versucht mit dem gleichen Argument, allerdings war sie so unfassbar traurig (irgendwo aber auch bisschen verständnisvoll) - ich konnte es nicht ertragen, dass sie so gar nicht damit klarkommt. Ich liebe diese Frau. Ich bin durch richtig miese Scheisse geritten mit ihr und wir haben einen komplett gleichen Freundeskreis. WIr lachen sehr viel miteinander und verstehen uns blind (fast wie im Film). Wir leben einfach in vollen Zügen - nur das Sexproblem steht dazwischen. Sie tat mir so unfassbar Leid, also habe ich noch vor 3 MOnaten beschlossen lieber leide ich bis Ende des Lebens als ihr das "anzutun" - es gibt ja wichtigeres als Sex.

Ich begehre sie so unfassbar sehr und sie würde nach eigener Aussage auch mit 1x im Monat Sex Problemlos klar kommen. Zwischendurch waren wir auch irgendwie bei 1x die Woche Sex, aber er gibt mir leider nichts mehr, da es nur dieser "Mitleidssex" ist und demnach läuft aktuell so gut wie nichts.

Ich bin ein emotionales Wesen, deswegen schreibe ich hier - gehts nach einigen Kumpels, so solle ich schlussmachen, da ich "alle Chancen" bei anderen Frauen habe. Vor Jahren habe ich mich jedoch eigentlich entschlossen - Ich finde, das Leben besteht aus Entscheidungen, und eigentlich habe ich damals eine Entscheidung für diese Frau getroffen. Jedoch bin ich inzwischen depressiv und dieses "kleine Problem" frisst sich durch meinen kompletten Tagesablauf. Und ich will keiner dieser Assis (Vorsicht! Nur meine Ansicht!) werden, die in der Ehe dann zu Prostituierten gehen oder eine Affäre haben oder anderweitig ausrasten. Ich merke, dass es ein Grundbedürfnis ist. Und viele Momente im Leben haben mir eindringlich gezeigt - man lebt nur einmal.


Was ist eure Meinung? Schluss machen? Noch etwas versuchen? Paartherapie kommt nicht in Frage - Da ich in diese Richtung sehr "erfahren" bin, weiß ich, was mir vorgeschlagen wird und wir haben auchd as meiste schon versucht.

Liebe Grüße und Respekt, wer bis hier gelesen hat!




 

Hallo! 

Also erst einmal - Respekt für solch einen langen Text. 
Ich (w,26) stehe, glaube ich, auf der anderen Seite. Ich und mein Partner sind auch schon sehr lange ein Paar, die erste Verliebtheit schon längst nicht mehr aktuell. Tatsächlich kann ich dich total gut verstehen... Sex aus Mitleid ist kein schönes Gefühl. Unterschiedliche Bedürfnisse und Ansichten diesbezüglich können auf Dauer eine unfassbar große Belastung sein. Bei uns ist es so, dass Er ständig "könnte" und ich.. naja. Wir sind auch schon richtig aneinandergeraten..

Jetzt zu deiner frage : wenn es bei euch SO große Differenzen gibt, ist es wahrscheinlich wenig sinnvoll,was aufrecht zu erhalten,  was zu bereits so großen Problemen geführt hat... wünsche dir alles gute. 

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2. Januar um 20:59

Hallo

du scheinst dir ziemlich Mühe zu geben und von ihr kommt nichts. Du hast bereits Schluss gemacht und sie war zwar traurig aber scheint es auch irgendwie hingenommen zu haben. Es war ja nicht so, dass sie verzweifelt darum gekämpft hat. Meiner Meinung nach kommt von ihr nicht viel. Zumindest viel zu wenig. Wenn sie nicht bereit ist, sich zu ändern und du nicht auf dauerhaften Mitleidssex stehst, was ja zwischendurch auch mal geil sein kann aber auf die Dauer sicher nicht, dann würde ich es beenden. Klar, ihr habt viel zusammen durchgemacht, das schweisst immer zusammen. Nur das reicht nicht. Sie scheint anders zu ticken. Wenn du wirklich das Gefühl deiner Freunde teilst und du eine neue Partnerin finden kannst, die dir optisch ebenfalls enspricht, dann beende es. Es tut sehr weh, ich stecke ja aktuell auch in einer ähnlichen Patsche und kenne dieses zerreissende Gefühl vom Loslassen. Aber es hat keine Zukunft. Ein asexueller Partner käme für mich nie in Frage. Und du driftest dann noch in eine Pornosucht ab, das kanns doch nicht sein. Umso früher du es beendest desto eher wirst du wieder glücklich. Was du mitnehmen kannst ist, was du schon versucht hast. Dich sexy zu kleiden, dir Mühe zu geben anziehend zu bleiben. Wie man loslassen kann, kann ich dir leider schwer sagen, aber irgendwie muss es gehen. Denke immer daran, dass sie vielleicht auch glücklicher ist dabei, sich weiterentwickeln kann. Solltest du einmal eifersüchtig werden oder es bereuen, denk immer daran, dass ihr folgender Partner wahrscheinlich das gleiche Dilemma mitmachen darf/muss. Darauf kannst du verzichten. Und weitere 40 Millionen Männer in DE wahrscheinlich auch gerne.
Viel Glück und Kraft.

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2. Januar um 23:03

Hi Traurigstein,

ich kann dich gut verstehen, dass du an eine glückliche Beziehung, die es lange so war, festhälst.
Das findet man nicht oft im Leben. Und das schätzt man.
Aber leider ist es jetzt nicht mehr so.
Ich bin auch der Meinung (ich bin weiblich und viel älter), das du und deine Partnerin unterschiedlich ausgeprägte Temperamente habt und man es leider nicht ändern kann.
Auch, wenn es schwer fällt, die Trennung ist hier - die beste Lösung.
Aber man kann sich in Freundschaft und Danbarkeit trennen.
Und nicht gleich in die nächste Beziehung reinsturzen, sondern sich die Zeit zum "heilen" nehmen. Evt. Musik schreiben, ein Buch etc.
Deine Traurigkeit in ein "Werk" fliessen lassen, transformieren diese Energie in etwas schönes.
Das hätte ich an deiner Stelle gemacht.
Alles Gute dir für die Zukunft,

Blaukorn21



 

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