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Trennung nach 3 1/2 Jahren mit gemeinsamer Wohnung. Wie muss ich reagieren?

1. Juli 2014 um 8:25

Hallo liebe Forennutzer,

lange habe ich hier gelesen und hin und her überlegt ob ich das, was ich auf der Seele habe wirklich teilen möchte.

Meine Freundin und ich sind uns damals per Zufall am anderen Ende von NRW über den Weg gelaufen. So haben wir uns kennengelernt. Ein Jahr später habe ich Sie per Facebook angeschrieben und wir haben viel Kommuniziert. Nach ein paar erste Dates war der Fall auch klar. Wir waren zusammen und sehr Glücklich miteinander. Sie ist mitlerweise (27), ich (28). Ich bin ihr erster Freund und sie meine 2. große Liebe.

Im September letzten Jahres war die Fernbeziehung nach 2 1/2 Jahren glücklicher Beziehung und Unternehmungen (Urlaub.. etc) nicht mehr ausreichend und wir entschlossen uns zusammen zu ziehen. Da ich die meiste Zeit bei ihr am anderen Ende von NRW verbracht habe (Wo sie studiert) und ich selbstständig bin, habe ich alles stehen und liegen lassen und bin mit ihr in eine Wohnung gezogen, in die ich mich sofort verliebte. 2 Zimmer auf 86m. 25m großes Wohnzimmer und einen Traumbalkon. Wir haben uns alles neu angeschafft und liebevoll zusammen eingerichtet. Da ich eher die kreative Hälfte bin, habe ich vorher alles im Kopf geplant und meine Vorstellungen mit ihr geteilt.

Nun, ein Jahr später beendet sie unsere Beziehung, da sie nach einer sehr langen und stressigen Uniphase, mit einigen Streitigkeiten unter uns keine Gefühle mehr für mich hat. Mich traf es wie ein Schlag. Für mich war bis dato die Welt okay und wir stets glücklich. In ihrer schweren Phase habe ich sie dadurch, dass ich neben ihren Lernaufgaben und Freizeitaktivitäten auch ein wenig Zeit haben wollte, noch mehr unter Druck gesetzt, da sie mir die Zeit nicht geben konnte. In diesen 2 Monaten bin ich sowohl meiner Arbeit nachgegangen als auch den Haushaltspflichten. EInkaufen- Aufräumen- Kochen - Obligatorisches..... Ich habe nie ein Danke oder so etwas dafür erwartet. Ich habe ihr sehr oft Blumen gekauft und kleinere Überraschungen beschert. Wir waren sehr glücklich, jedoch scheint die letzte Zeit bei ihr einen größeren Effekt gehabt zu haben, als bei mir. Es tut ihr sehr leid mich so verletzen zu müssen, wo sie doch weiß, dass ich alles für sie getan habe und alles für sie in meiner alten Heimat stehen ließ.

Wir leben zusammen in der selben Wohnung. Die könnte ich mir alleine auch nicht leisten. In dieser Wohnung fehlt ihr noch ein Raum, in dem sie ungestört arbeiten könne. Sie wollte das nur nicht sagen, da sie gesehen hat wie glücklich ich hierüber war. Sie hat viele kleine Dinge in sich hineingefressen, die sich dann angesammelt haben weil sie mich nicht verletzen wollte und dachte, sie könne über die ganzen Kleinigkeiten hinweg sehen. Haben eine 3 monatige Kündigungsfrist und sehen uns jeden Tag. Ich habe die Trennung natürlich sehr traurig akzeptiert und frage mich nun wie das weiter gehen soll?! Ist es sinnvoll sich zu sehen? Ich finde es schön sie in meiner Nähe zu haben. Ich bin nur sehr oft, sehr traurig und dann reden wir. Da kommen Gefühle nicht zu knapp. Ich schlafe derweil auf der Couch während sie das Schlafzimmer hat. Ihr scheint das auch alles nicht weh zu tun. Sie sagte, wenn ich meine Ruhe bräuchte, würde sie für eine Weile bei einer Freundin unterkommen oder sie würde sich eine studenten-WG suchen. Was soll ich tun? Sie ist der disziplinierteste und zielorientierteste Mensch der mir bislang unter die Augen gekommen ist. Arbeit, Freizeit & Sport sind ihr sehr wichtig und rauben viel von ihrer Zeit.

Brauchen wir nun dringend Abstand oder hilft es, sich ab und an nochmal in den Arm nehmen zu können? Wie gesagt scheint es ihr nicht viel auszumachen mit mir darüber zu sprechen. Sie ist nur traurig, dass sie mich so verletzen musste und bricht ab und an in Tränen aus. Mein Zeil ist es natürlich sie irgendwie wieder für mich zu gewinnen. Nur wie kann ich ihr Zeit geben, wenn ich dann alleine hier in der Wohnung wäre, wo ich alles für unser gemeinsames Leben aufgebaut habe? Auf meiner Seite des Bettes schlafen und jeden Tag daran erinnert zu werden, dass neben mir einmal jemand lag mit dem ich mein Leben verbringen wollte? Wird sie irgendwann aufwachen und erkennen, was ich alles für sie geopfert und getan habe oder kann man so etwas nur mithilfe einer räumlichen Trennung bewirken?

Ich bin ratlos, traurig, verzweifelt und könnte einfach nur schreien!

Danke für eure Zeit!

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1. Juli 2014 um 8:42

Anhang zum Text
PS: Derweil haben wir uns beide dazu entschlossen, dass sich jeder eine eigene Wohnung nimmt. Wir wollen das alles zusammen machen. Ergibt es Sinn, dass wir uns so knapp nach der Trennung so unterstützen, wenn ich sie doch eigentlich nur zurück haben möchte?

Nachdem sie vor kurzem Zeit zum nachdenken brauchte, bin ich für eine Woche in einer anderen Stadt gewesen und wir haben nur äußerst wenig voneinander gehört. 1-2 sms. Aber eine Woche ist wohl eine lächerlich kurze Zeit für Abstand. Wir haben eigentlich nichts zu verlieren wenn wir es nochmal versuchen würden aber alles zu verlieren wenn wir einfach aufgeben würden. Aber da sie im Moment gefühlstechnisch nichts für mich empfindet, möchte sie es nicht und kann ja natürlich auch nicht erzwungen werden.

Seit gestern verbirgt sie, wenn ich an ihr vorbei gehe ihre Chatnachrichten und ich werde das Gefühl nicht los, als wäre da noch irgendjemand interessantes in ihrem Leben von dem ich noch nichts wissen soll. Ich dachte, ich wäre aus dem Alter raus in dem ich mir etwas zusammen spinne. Ich hoffe nur, dass ich mich irre

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