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Trennung (???)nach 26 Jahren

5. August 2005 um 17:20

Ich hätte nie gedacht, mich mal über dieses Thema zu unterhalten, aber ich merke sehr deutlich, dass ich etwas tun muss. Wir haben 2 Kinder (fast erwachsen) und mein Mann fühlt sich nach wie vor gut in unserer Ehe (Eheberatung lehnt er ab), aber ich fühle mich so leer und weiß nicht mehr, ob ich ihn noch liebe. Ich merke immer öfter, dass ich aufatme, wenn er nicht da ist. Wir haben so etwas wie eine Pseudo-Harmonie, Streit gibt es selten. Vor Kurzem habe ich ihn gefragt, warum wir eigentlich noch miteinander leben. Seine Antwort war "weil wir uns im Grunde gut verstehen". Da hat er Recht, aber mir ist das zuwenig und ich weiß nicht mehr, ob es als Basis für den "Rest" meines Lebens ausreicht. Ich habe dieses Forum gesucht, weil ich wissen möchte, wie andere damit umgehen/ gegangen sind, denn momentan befinde ich mich in einer Phase der "Lähmung" und da will und muss ich raus.

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5. August 2005 um 20:08

Nur
...weils i.m. ein bißchen "durchhängt" braucht man aber nicht gleich eine eheberatung !

ihr müßt eigentlich nur neuen frischen wind in eure bindung/ lebensablauf bringen, sonst nichts.

wichtig wäre auch, was für aufgaben du hast....arbeit, eigene hobbies ohne mann, soziale bindungen.

fakt ist, solange ihr euch nichts neues einfallen laßt bzw. mal was ganz "verrücktes" und spontanes macht, dann wirds natürlich nichts.

gruß von nemesis/dunkle-mondin.de

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5. August 2005 um 22:16

ES ist völlig normal
Nach soviel gemeinsamen Jahren eine Durchhänger zu haben.Stell Dir einfach vor,dein Mann hätte seit 3 Jahren ein Verhältnis mit Deiner attraktivsten Nachbarin.Du hast nichts geahnt und plötzlich käme es heraus.Würdest du ihn zurück haben wollen oder wärst du erleichtert einen Scheidungsgrund zu haben?
Liebe Grüsse Jassi

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6. August 2005 um 14:13
In Antwort auf nemesisdieechte

Nur
...weils i.m. ein bißchen "durchhängt" braucht man aber nicht gleich eine eheberatung !

ihr müßt eigentlich nur neuen frischen wind in eure bindung/ lebensablauf bringen, sonst nichts.

wichtig wäre auch, was für aufgaben du hast....arbeit, eigene hobbies ohne mann, soziale bindungen.

fakt ist, solange ihr euch nichts neues einfallen laßt bzw. mal was ganz "verrücktes" und spontanes macht, dann wirds natürlich nichts.

gruß von nemesis/dunkle-mondin.de

Goldrichtige Tipps...
...aber leider habe ich wohl einen falschen Eindruck hinterlassen (ist das erste Mal im Forum). Ich bin eine starke Frau mit Hobbys, eigenen Freunden und einem erfüllenden Job. Mein Mann und ich haben auch schon viele "spontane" Dinge hinter uns, um unsere Ehe "aufzupeppen"...und dass man nach so langen Jahren andere verbindende Werte hat als Schmetterlinge in Bauch ist mir auch klar. Worum es mir geht, ist zu erfahren, wie andere nach so langem gemeinsamen Leben mit Trennungsgedanken umgehen/umgegangen sind. Trennungen tun immer weh, aber es ist ungleich schwerer (jedenfalls für mich) seine Gefühle zu sortieren und zu spüren, ob es noch "Sinn" macht. Das vorgestellte Verhältnis meines Mannes mit der Nachbarin macht mich schon eifersüchtig, aber momentan wäre ich wohl eher froh, wenn er sich mit anderen "Dingen" beschäftigt- und damit meine ich nicht den Sex, denn auch wenn es naturgemäß seltener wird, so schlafen wir doch immernoch ganz gern miteinander.

Trotzdem danke für eure Gedanken.
Gruß von susabe47

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7. August 2005 um 11:03

Liebe susabe47
Ich bin seit 23 Jahren verheiratet. Genauso geht es auch mir in der Beziehung. Bei uns läuft es fast zu harmonisch ab. Ich bin zu harmoniesüchtig, sonst hätte ich schon lange
die Flinte ins Korn geworfen. Liebe ist noch da aber Sex haben wir fast keinen mehr. Es ist frustrierend ehrlich. Aber irgendwie kommen wir nicht voneinander los und auch nicht zusammen.

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7. August 2005 um 12:28
In Antwort auf mizzi5

Liebe susabe47
Ich bin seit 23 Jahren verheiratet. Genauso geht es auch mir in der Beziehung. Bei uns läuft es fast zu harmonisch ab. Ich bin zu harmoniesüchtig, sonst hätte ich schon lange
die Flinte ins Korn geworfen. Liebe ist noch da aber Sex haben wir fast keinen mehr. Es ist frustrierend ehrlich. Aber irgendwie kommen wir nicht voneinander los und auch nicht zusammen.

Hallo mizzi5
Harmoniesucht, Existenzangst (trotz eigenem Job) und vieles mehr kenne ich nur zu gut. Ich habe Dir eine private Nachricht geschickt...

Viele Grüße
susabe47

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7. August 2005 um 12:55

" bei allen ist das mal so"
Hallo Susabe,
diese Lähmung machne wirklich fast alle Paare mal durch, vor allem nach einer so langen Zeit. Der Alltag bricht durch und die Oberflächlichkeit dem Partner gegenüber nimmt oberhand. Dann steht für alle fest das man sich doch besser trennen sollte, da ja alles sooo langweilig geworden ist, was neues soll das verbessern. Aber überlege Dir mal ob es wirklich besser werden wird. Denn selbst mit einem neuen Partner kommt irgendwann wieder der Alltag.Man dreht sich halt im Kreis. Ich finde es besser wenn man nicht sofort das Handtuch wirft und GEMEINSAM für die alte Beziehung arbeitet. Denn zusammen werdet ihr es dann schaffen eure Beziehung immer wieder neu aufleben zu lassen, aber da muß er schon kräftig bei mithelfen und das würde ich ihm an Deiner stelle ml klarmachen.
LG
Chiara

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7. August 2005 um 22:12
In Antwort auf susabe47

Goldrichtige Tipps...
...aber leider habe ich wohl einen falschen Eindruck hinterlassen (ist das erste Mal im Forum). Ich bin eine starke Frau mit Hobbys, eigenen Freunden und einem erfüllenden Job. Mein Mann und ich haben auch schon viele "spontane" Dinge hinter uns, um unsere Ehe "aufzupeppen"...und dass man nach so langen Jahren andere verbindende Werte hat als Schmetterlinge in Bauch ist mir auch klar. Worum es mir geht, ist zu erfahren, wie andere nach so langem gemeinsamen Leben mit Trennungsgedanken umgehen/umgegangen sind. Trennungen tun immer weh, aber es ist ungleich schwerer (jedenfalls für mich) seine Gefühle zu sortieren und zu spüren, ob es noch "Sinn" macht. Das vorgestellte Verhältnis meines Mannes mit der Nachbarin macht mich schon eifersüchtig, aber momentan wäre ich wohl eher froh, wenn er sich mit anderen "Dingen" beschäftigt- und damit meine ich nicht den Sex, denn auch wenn es naturgemäß seltener wird, so schlafen wir doch immernoch ganz gern miteinander.

Trotzdem danke für eure Gedanken.
Gruß von susabe47

Du suchst nach dem Sinn?
Was ist der Sinnn einer Ehe? Was ist der Sinn daran, sich einen Partner fürs Leben zu suchen? Nun, der Sinn ist, dass man mit seinem Partner zusammen sein Leben meistern kann, jemanden an seiner Seite hat, der einem in schwierigen Momenten beisteht. Geborgenheit zu haben, Sicherheit zu haben, Sorgen zu teilen, Freuden zu teilen ... ich denke Du weist das selbst.
Das Problem, das Du hast, ist eine der o.g. Sorgen, die Du mit Deinem Mann teilen solltest. Natürlich muss auch er dazu beitragen, aber Du darfst Dich nicht verkriechen und Dir einreden, dass Deine "Signale" genug sein müssen, dass auch er reagiert. Männer sind nunmal anders als Frauen und brauchen DEUTLICHE Signale.
Eine Trennung nach langen Jahren (ich war 16 Jahre verheiratet) ist oft nicht nötig. Es wird so viel zerstört, bloss weil einer der Partner glaubt, es geht nicht mehr so weiter. Alltag kehrt immer ein, sogar, wenn man als Single lebt. Aber auch der gehört manchmal zu den angenehmen Seiten. Bevor Du dich fragst, ob es Sinn macht sich zu trennen, solltest Du dir einmal ganz genau überlegen, warum Du an sowas denkst und ob es das wert ist. Und dann solltest Du überlegen, ob Du nicht zunächst einmal an eine Eheberatung denken solltest.
Hat Deine Ehe nicht auch schöne Seiten? Und willst Du die verlieren? Kannst Du nicht mit manchen Dingen leben, wenn Du mal genau überlegst, weil sie eigentlich gar nicht so schlimm sind? Sind da nicht Dinge, die Du mit Deinem Mann besprechen könntest und könntet ihr sie nicht lösen? Und wenn Du all das durchdacht hast, bleibt da noch soviel, das nicht gelöst werden kann? Und ist es das wert alles aufzugeben? Deine Familie zu zerstören?
Eine Ehe muss auch durch schlechte Zeiten gehen können, ansonsten hätte man nicht heiraten sollen. Und vielleicht sagst Du dir in ein paar Jahren: Ich bin so froh, es nicht getan zu haben.

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8. August 2005 um 16:28
In Antwort auf voodoo10

Du suchst nach dem Sinn?
Was ist der Sinnn einer Ehe? Was ist der Sinn daran, sich einen Partner fürs Leben zu suchen? Nun, der Sinn ist, dass man mit seinem Partner zusammen sein Leben meistern kann, jemanden an seiner Seite hat, der einem in schwierigen Momenten beisteht. Geborgenheit zu haben, Sicherheit zu haben, Sorgen zu teilen, Freuden zu teilen ... ich denke Du weist das selbst.
Das Problem, das Du hast, ist eine der o.g. Sorgen, die Du mit Deinem Mann teilen solltest. Natürlich muss auch er dazu beitragen, aber Du darfst Dich nicht verkriechen und Dir einreden, dass Deine "Signale" genug sein müssen, dass auch er reagiert. Männer sind nunmal anders als Frauen und brauchen DEUTLICHE Signale.
Eine Trennung nach langen Jahren (ich war 16 Jahre verheiratet) ist oft nicht nötig. Es wird so viel zerstört, bloss weil einer der Partner glaubt, es geht nicht mehr so weiter. Alltag kehrt immer ein, sogar, wenn man als Single lebt. Aber auch der gehört manchmal zu den angenehmen Seiten. Bevor Du dich fragst, ob es Sinn macht sich zu trennen, solltest Du dir einmal ganz genau überlegen, warum Du an sowas denkst und ob es das wert ist. Und dann solltest Du überlegen, ob Du nicht zunächst einmal an eine Eheberatung denken solltest.
Hat Deine Ehe nicht auch schöne Seiten? Und willst Du die verlieren? Kannst Du nicht mit manchen Dingen leben, wenn Du mal genau überlegst, weil sie eigentlich gar nicht so schlimm sind? Sind da nicht Dinge, die Du mit Deinem Mann besprechen könntest und könntet ihr sie nicht lösen? Und wenn Du all das durchdacht hast, bleibt da noch soviel, das nicht gelöst werden kann? Und ist es das wert alles aufzugeben? Deine Familie zu zerstören?
Eine Ehe muss auch durch schlechte Zeiten gehen können, ansonsten hätte man nicht heiraten sollen. Und vielleicht sagst Du dir in ein paar Jahren: Ich bin so froh, es nicht getan zu haben.

Hallo voodoo10...
... Du hast vieles gut erfasst von dem, was mich bewegt. Ich frage mich nur, wo hört "zu früh aufgeben" auf und wo fängt "zu spät" an??? In unserer Ehe kriselt es immer wieder (und leider auch immer öfter und heftiger) seit ca. 10 Jahren. Gerade WEIL ich nicht zu früh aufgeben will, habe ich immer wieder gekämpft- nicht zuletzt mit mir selbst. Ich gebe meinem Mann sehr DEUTLICHE Signale und habe ihn auch bereits gebeten, mit mir zur Eheberatung zu gehen, aber er fühlt sich davon erpresst, bedrohnt und zum "Generalschuldigen" gemacht und lehnt es ab. Ich dringe nicht durch zu ihm, wenn ich sage, ich sehe Eheberatung als CHANCE.
Du schreibst, Ehe heißt u.a. "Geborgenheit haben". Nur ist es bei uns leider so, dass ich die Starke bin, die immer funktioniert(muss)und wenn ich schwach bin und mich anlehnen möchte, falle ich ins Leere. Bei mir ist z.B. eine schwere Krankheit diagnostiziert worden und ich wäre so gern in meiner Angst und Hilflosigkeit bei meinem Mann geborgen gewesen. Stattdessen musste ich IHN auffangen und alles mit mir allein abmachen. Das ist der eine "Knackpunkt" und der andere ist, dass mein Mann (wohl auch weil ich so stark bin) immer alles unter Kontrolle haben will, mich als sein Eigentum betrachtet und mir oft genug die Luft zum Atmen nimmt- so würde er mir am liebsten auch das Forum "verbieten". All das weiß er aus vielen vielen Gesprächen sehr genau. Ich laufe nicht bei der erstbesten schlechten Phase weg. Ich bin "nur" an einem Punkt angelangt, wo ich wirklich nicht mehr weiß/spüre, was mir mein Mann nach all unseren schlechten Phasen noch bedeutet. Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich weder "ja" noch "nein" sagen. Für eine gewisse Zeit ist dieser Zustand sicher in Ordnung, aber irgendwann brauche ich Klarheit.
Ich danke Dir dafür, dass Du mich mit Deiner Frage nach den "schönen" Seiten meiner Ehe an Dinge erinnerst, die ich manchmal für (zu)selbstverständlich halte oder die ich verschüttet habe in meinen negativen Grübelein. Ich denke, auch das ist der Sinn eines Forums oder auch ein Teil meiner Intention, hier zu schreiben.

Danke und viele Grüße
susabe

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