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Trennung nach 26 Jahren Ehe????

18. Juli 2008 um 20:40

Hallo, heute bin ich zum ersten Mal hier und bin erstaunt, was sich hier alles an Diskussionsbeiträgen findet. Auch ich möchte mal eure Meinung hören.
Bin jetzt 26 Jahre verheiratet, habe einen erwachsenen Sohn und bin finanziell unabhängig. Mein Mann und ich leben seit ca. 10 Jahren wie Bruder und Schwester zusammen. Nachdem unser Sohn jetzt sein Abitur gemacht hat und aus dem Haus gehen wird, überlege ich mir, ob ich mich von meinem Mann trennen soll. Ich spüre an den Wochenende, wenn ich nicht arbeite, immer eine Leere, die mir Angst macht. Ich möchte allerdings auch nichts mehr mit meinem Mann unternehmen, da wir doch sehr unterschiedliche Interessen haben.
Jedes Mal, wenn ich soweit bin, ihm zu sagen, dass ich mich von ihm trennen will, tut er mir leid und ich bringe es nicht über mich. Aber ich weiß, dass ich auf Dauer nicht so weiterleben kann, da ich sicherlich krank werde. Unsere sehr unterschiedliche Entwicklung in den letzten Jahre ist sicherlich nicht mehr zu kitten.
Unter anderem habe ich vor einem halben Jahr einen Mann kennengelernt, der mit mir sehr viel unternimmt, wir schwimmen sozusagen auf der gleichen Wellenlänge, haben gleiche Interessen und mögen uns sehr. Jetzt merke ich natürlich noch deutlicher, was ich in den letzten 10 Jahren vermisst habe.
Meine Frage nun, die mir doch etwas Angst macht: wie habt ihr es geschafft nach so langer Zeit wieder alleine zu leben? Ich kann es mir gar nicht mehr vorstellen. Auch wenn wir uns nichts mehr zu sagen haben, ist doch jemand im Haus mit dem man sprechen kann.
Für jede Info wäre ich dankbar.

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18. Juli 2008 um 23:27

Bei deinem Mann zu bleiben,
den du nicht mehr liebst ist unfair. Das Ganze zu erhalten, nur weil es Gewohnheit ist und du nicht alleine sein kannst ebenfalls. Ihr habt es versäumt an eurer Ehe zu arbeiten. Nun schenkt euch die Freiheit, auch wenn es zunächst ungwohnt und vielleicht auch einsam und anders ist, womöglich auch mit Einschränkungen verbunden. Warum habt ihr denn nichts unternommen, um euer Bruder-Schwester-Leben zu
beleben und zu verändern, wer sollte es denn tun
außer euch beiden.
Gruß Melike

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19. Juli 2008 um 8:44

Hallo Marathonqueen
Ich möchte nicht wissen, wievielen Ehepaaren es ähnlich geht. Ich würde schätzen, so ungefähr 90%, wetten? Wie sagte meine Freundin neulich: "Früher sind die Leute halt ned so alt geworden, also waren sie auch nicht so lange zusammen, und ausserdem waren die Frauen nur froh, versorgt zu sein". Was meiner Meinung nach auch der Grund ist, warum es die meisten Frauen bei ihren Männern "aushalten". Wie oft hat man sich nach ein paar Jahren nichts mehr zu sagen, bis auf dämliche Alltagsoberflächlichkeiten. Und gemeinsam hat man vielleicht das Kind oder die Kinder. Sonst nüscht.

Hat Dein Mann noch nicht Lunte gerochen? Wie geht es ihm, was macht er so in seiner Freizeit? Wurstelt jeder vor sich hin? Du hast Recht, das ist eine Art Zwangs-WG, ihr könntet auch Bruder und Schwester sein. Schon furchtbar oder? Besonders im Hinblick auf die Tatsache, dass man nur ein Leben hat.

Es sei Dir auf die Schulter geklopft. Bei meinem Sohn sinds, wenn er denn Abitur macht, noch 11 Jahre. Dann kann ich mich auch auf MEIN Leben konzentrieren und es läuft mir vielleicht doch noch ein Kerle über den Weg, bei dem die Interessenslage ähnlich ist.

Lieber Gruss, C.

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19. Juli 2008 um 16:58
In Antwort auf beate_12038877

Hallo Marathonqueen
Ich möchte nicht wissen, wievielen Ehepaaren es ähnlich geht. Ich würde schätzen, so ungefähr 90%, wetten? Wie sagte meine Freundin neulich: "Früher sind die Leute halt ned so alt geworden, also waren sie auch nicht so lange zusammen, und ausserdem waren die Frauen nur froh, versorgt zu sein". Was meiner Meinung nach auch der Grund ist, warum es die meisten Frauen bei ihren Männern "aushalten". Wie oft hat man sich nach ein paar Jahren nichts mehr zu sagen, bis auf dämliche Alltagsoberflächlichkeiten. Und gemeinsam hat man vielleicht das Kind oder die Kinder. Sonst nüscht.

Hat Dein Mann noch nicht Lunte gerochen? Wie geht es ihm, was macht er so in seiner Freizeit? Wurstelt jeder vor sich hin? Du hast Recht, das ist eine Art Zwangs-WG, ihr könntet auch Bruder und Schwester sein. Schon furchtbar oder? Besonders im Hinblick auf die Tatsache, dass man nur ein Leben hat.

Es sei Dir auf die Schulter geklopft. Bei meinem Sohn sinds, wenn er denn Abitur macht, noch 11 Jahre. Dann kann ich mich auch auf MEIN Leben konzentrieren und es läuft mir vielleicht doch noch ein Kerle über den Weg, bei dem die Interessenslage ähnlich ist.

Lieber Gruss, C.

Trennung??
Hallo, vielen Dank für deine Antwort. Ich bin im Moment ziemlich verzweifelt. Ich habe immer gedacht nach dem Abitur gehe ich, aber so einfach ist es nicht, obwohl wir uns wirklich nichts mehr zu sagen haben außer die wesentlichen Dinge wie Essen einkaufen, Haus, wer geht mit dem Hund. Aber selbst mit meiner Freundin gehe ich wesentlich liebevoller um, als mit meinem Mann.
Würdest du dich von deinem Mann trennen, wenn dein Sohn Abitur? gemacht hat? Oder würdest du, obwohl du einen anderen hast bei ihm bleiben? Mein Mann ist sehr introvertiert und kann mit anderen Menschen schlecht soziale Kontakte pflegen. Ich bin eher das Gegenteil davon. Ich brauche meine Mitmenschen, um überhaupt zu leben, ansonsten gehe ich ein wie eine Primel. Nur mitnehmen möchte ich meinen Mann auch nicht mehr. Er hat sich leider sehr zu einem intoleranten Menschen entwickelt (eben durch fehlende Außenkontakte und Hobbies) so dass es immer sehr schwierig ist, wenn wir zusammen weggehen. So eine Art 'Small talk' findet bei ihm nicht statt. Dann hört er leider nicht zu bei einem Gespräch und verliert leicht den Faden, alles nicht so einfach.

Maile mir doch mal, wieso du dich jetzt nicht trennst. Ich habe es schon bitter bereut, dass ich so lange damit gewartet habe.
Gruß und trotzdem noch schönen Sonntag, K.

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20. Juli 2008 um 8:50
In Antwort auf ivana_12346535

Trennung??
Hallo, vielen Dank für deine Antwort. Ich bin im Moment ziemlich verzweifelt. Ich habe immer gedacht nach dem Abitur gehe ich, aber so einfach ist es nicht, obwohl wir uns wirklich nichts mehr zu sagen haben außer die wesentlichen Dinge wie Essen einkaufen, Haus, wer geht mit dem Hund. Aber selbst mit meiner Freundin gehe ich wesentlich liebevoller um, als mit meinem Mann.
Würdest du dich von deinem Mann trennen, wenn dein Sohn Abitur? gemacht hat? Oder würdest du, obwohl du einen anderen hast bei ihm bleiben? Mein Mann ist sehr introvertiert und kann mit anderen Menschen schlecht soziale Kontakte pflegen. Ich bin eher das Gegenteil davon. Ich brauche meine Mitmenschen, um überhaupt zu leben, ansonsten gehe ich ein wie eine Primel. Nur mitnehmen möchte ich meinen Mann auch nicht mehr. Er hat sich leider sehr zu einem intoleranten Menschen entwickelt (eben durch fehlende Außenkontakte und Hobbies) so dass es immer sehr schwierig ist, wenn wir zusammen weggehen. So eine Art 'Small talk' findet bei ihm nicht statt. Dann hört er leider nicht zu bei einem Gespräch und verliert leicht den Faden, alles nicht so einfach.

Maile mir doch mal, wieso du dich jetzt nicht trennst. Ich habe es schon bitter bereut, dass ich so lange damit gewartet habe.
Gruß und trotzdem noch schönen Sonntag, K.

Hallo K.,
das mit dem "introvertiert" kenne ich irgendwoher. Mein Mann ist auch eher der zurückhaltende Mensch, der von alleine niemals auf andere zugehen würde. Gestern abend waren wir beim Grillen hier in unserer Strasse eingeladen. Da ist mir wieder aufgefallen, wie wenig witzig, wie langweilig mein Mann ist. Er ist nicht in der Lage, ein Gespräch aufrecht zu erhalten, er sitzt dann da und kuckt doof, oder versteckt sich hinterm dem Essen und den Getränken...schlimm!

Mein Mann und ich hatten schon mehrere (oder ist es eine andauernde?) Krise(n). Es gab Zeiten, speziell als das Kind noch sehr klein war, und ich stets alleine unterwegs war, da wollte ich nur noch weg. Lediglich der finanzielle Aspekt hat mich abgehalten. Unser Sohn bekam von seinem Vater sowieso nichts mit.

Ich hatte dann vor 2 Jahren jemanden kennengelernt, für den ich fast alles aufgegeben hätte. Da ich aber auf der einen Seite doch recht rational bin, und schlussendlich herausfand, dass dieser Mann es nicht ehrlich meinte, habe ich meine Ausbruchspläne lieber bleiben lassen.

Glücklich bin ich immer noch nicht. Eher "zufrieden" mit dem Wenigen, dem was ich kriegen kann. Bei meinem Mann ist es andersrum. Für den bin ich die Verkörperung dessen, was er immer wollte: optisch ideal, und ansonsten : der Motor. Ginge ich weg, bliebe er stehen. In jeder Beziehung.

Gruss,C.

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20. Juli 2008 um 11:55
In Antwort auf beate_12038877

Hallo K.,
das mit dem "introvertiert" kenne ich irgendwoher. Mein Mann ist auch eher der zurückhaltende Mensch, der von alleine niemals auf andere zugehen würde. Gestern abend waren wir beim Grillen hier in unserer Strasse eingeladen. Da ist mir wieder aufgefallen, wie wenig witzig, wie langweilig mein Mann ist. Er ist nicht in der Lage, ein Gespräch aufrecht zu erhalten, er sitzt dann da und kuckt doof, oder versteckt sich hinterm dem Essen und den Getränken...schlimm!

Mein Mann und ich hatten schon mehrere (oder ist es eine andauernde?) Krise(n). Es gab Zeiten, speziell als das Kind noch sehr klein war, und ich stets alleine unterwegs war, da wollte ich nur noch weg. Lediglich der finanzielle Aspekt hat mich abgehalten. Unser Sohn bekam von seinem Vater sowieso nichts mit.

Ich hatte dann vor 2 Jahren jemanden kennengelernt, für den ich fast alles aufgegeben hätte. Da ich aber auf der einen Seite doch recht rational bin, und schlussendlich herausfand, dass dieser Mann es nicht ehrlich meinte, habe ich meine Ausbruchspläne lieber bleiben lassen.

Glücklich bin ich immer noch nicht. Eher "zufrieden" mit dem Wenigen, dem was ich kriegen kann. Bei meinem Mann ist es andersrum. Für den bin ich die Verkörperung dessen, was er immer wollte: optisch ideal, und ansonsten : der Motor. Ginge ich weg, bliebe er stehen. In jeder Beziehung.

Gruss,C.

Antwort
Hallo C.,

das kenne ich. Ich habe mich auch jahrelang damit zufrieden gegeben, aber letztendlich hat man nur dieses eine Leben. Und ich möchte den Rest meiner Tage noch glücklich sein. Ich merke immer mehr, wie es ist, wenn ich alleine weggehe. Ich bin ein ganz anderer Mensch, locker, lustig. Wenn mein Mann dabei ist, hoffe ich nur, dass der Abend schnell vergeht.

Eine Frage an dich: Bist du finanziell einigermaßen unabhängig? Gehst du arbeiten? Bei mir ist das so, dass ich arbeiten gehe und auch einigermaßen über die Runden kommen würde. Allerdings haben wir ein Haus an dem ich sehr hänge... das macht die ganze Sache schwierig.

Auch bei mir ist es so, dass ich der Motor bin, was ich aber nicht mehr will. Wenn ich nicht da bin, läuft hier gar nichts. Ich muss für alles eine 'Ansage' machen, was mich natürlich nur noch nervt. Wobei ich ja jetzt auch sehe, dass es durchaus andere Männer gibt.
Darf ich dich fragen, wie alt du bist? Ich bin 51 Jahre und habe jetzt noch einmal eine neue Liebe kennengelernt. Ich finde, dass ist ein so kostbares Geschenk, in meinem Alter, dass möchte ich auch gerne festhalten.

Maile mir noch mal ein bisschen von dir. Gruß und trotzdem noch schönen Sonntag, K.

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20. Juli 2008 um 17:56
In Antwort auf melike13

Bei deinem Mann zu bleiben,
den du nicht mehr liebst ist unfair. Das Ganze zu erhalten, nur weil es Gewohnheit ist und du nicht alleine sein kannst ebenfalls. Ihr habt es versäumt an eurer Ehe zu arbeiten. Nun schenkt euch die Freiheit, auch wenn es zunächst ungwohnt und vielleicht auch einsam und anders ist, womöglich auch mit Einschränkungen verbunden. Warum habt ihr denn nichts unternommen, um euer Bruder-Schwester-Leben zu
beleben und zu verändern, wer sollte es denn tun
außer euch beiden.
Gruß Melike

Aus Angst und mitleid weiter vegetieren?
Es geht mir genau so dh. seit 14 Jahren verheiratet, allerdings habe ich zimlich jung mit 19 geheiratet.
Dachte die Liebe entwickelt sich, da er so net und anders war als die "anderen" die ich in meinen jungen Leben hatte.
Er weist das ich ihn nicht liebe, wir leben wie Bruder und Schwester und wie ein altes Eherpaar.
Nie will er vereisen , nie was machen, er hat ja schon etwas von der Welt gesehen, ist 9 Jahre älter als ich.
Das ich nicht glücklich bin, und bei ihm zugrunde gehe, das weist er auch, das habe ich ihm auch oft genug gesagt.
An mir bleibt das ganze haushalt hängen, er macht rein gaaarnichts, weil ich von Anfang an den Fehler machte und ihn verwühnte aus Dankbarkeit.
Dazu arbeite ich viel schwerer als er(Beruflich), körperlich und seelisch geht es mir von tag zu Tag schlechter und er schährt sich ein Dreck drum, er denk die bleibt ja ehe bei mir.
Ich habe das gefühl ich bin eingesperrt, ich muß flüchten, ich brauche luft zum artmen.
Neue Liebe?
Wenn ich es nur irgendwie schafen würde sich von ihm los zu reissen, will ich nur meine Ruhe, keinen neuen.
Ich schätze das die beiden oder zu mindestens sie versucht hat an ihn zu apelieren,dieser Bruder - Schwester beziehung zu änder, bei mir und der mehrheit der Beziehungen bleibt das ohne Erfolg.
ich persönlich habe angst das es mir ohne ihn noch schlechter geht, mein leben noch härter und schwiriger wird, das ich es nicht packe.
Ich kenne nicht zu viele leute, schon keine freunde auf die ich mich verlassen kann in der not.
Ich bin absolut auf mich alleine gestellt.
Bin 33, keine kids, wiel ich einfach mir nicht virstellen kann mit ihm kinder zu haben, ich wage den schritt nicht, und dazu ist er auch nicht so heiss drauf kinder zu haben.
Ich wünsche mir sehr ein baby

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20. Juli 2008 um 18:10

Entschuldige...
...aber Dein Beitrag ist kompletter Schwachsinn und reine Interpretation.

Mein Mann ist in keinster Weise schüchtern oder "weiss sich nicht zu wehren". Kein Mensch beäugt ihn, er wird nicht bevormundet und ganz bestimmt nicht mache ich ihn vor anderen Leuten runter. Das nenne ich "Anstand" und "gutes Benehmen".

Wenn Du das mit dem Motor arrogant findest, so sei das Deine Sache, ich finde nichts anstössiges dabei. Ist Dir noch nie aufgefallen, dass es bzw.in den meisten Beziehungen einen Part gibt, der antreibt oder antreiben muss, weil der andere nicht aus den Puschen kommt? Es gibt solche Konstellationen und zwar ganz ganz oft. Und nicht wenige verzweifeln daran, dass der andere so gar nicht, aber so gar nicht daran denkt, sich zugunsten des Partners ein wenig in die aktive Richtung zu bewegen. Also ich kenne da ganz viele Paare, wo es exakt so abgeht. Zum Gähnen!

Es ist ganz bezeichnend, dass Du von "Kindern" sprichst. Ja, ich will aber kein Kind. Ich will einen erwachsenen Menschen, der sein Verhalten reflektiert und der darüber nachdenkt, was er tut. Ich mach das auch. Sehr oft! Und es ist mitnichten so, dass ich mich für das Nonplusultra halte. Ich sage hier nur, was mein Mann mir wortwörtlich gesagt hat! Für ihn bin ich das, was er immer wollte. Ein arbeitendes Frauchen, dass finanziell seinen Beitrag leistet, das Kind von Montag bis Sonntag bepampert, sich adrett schminkt und kleidet, ihn schön bekocht, und den Haushalt erledigt. Er hats da besser. Er geht "nur" arbeiten und den ganzen Rest überlässt er Mutti. Und ja! wir haben schon 1000x über dieses Thema gesprochen. Er will nicht. Und ganz bestimmt leidet er nicht unter mir, der arme Mann.

Weil er natürlich auch gute Seiten hat und wir uns ansonsten ganz proper verstehen, sehe ich keinen Grund, ihn zu verlassen. Warum? Wir müssten finanzielle Einbussen hinnehmen, unser Haus wäre verloren, ich habe viel Geld reingesteckt und ich habe schlichtweg keinen Bock, die alleinerziehende Mutter zu spielen. Wer sagt mir, dass es beim nächsten Partner besser klappt?

Egal, muss jeder seinen Weg gehen.

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20. Juli 2008 um 18:23
In Antwort auf ivana_12346535

Antwort
Hallo C.,

das kenne ich. Ich habe mich auch jahrelang damit zufrieden gegeben, aber letztendlich hat man nur dieses eine Leben. Und ich möchte den Rest meiner Tage noch glücklich sein. Ich merke immer mehr, wie es ist, wenn ich alleine weggehe. Ich bin ein ganz anderer Mensch, locker, lustig. Wenn mein Mann dabei ist, hoffe ich nur, dass der Abend schnell vergeht.

Eine Frage an dich: Bist du finanziell einigermaßen unabhängig? Gehst du arbeiten? Bei mir ist das so, dass ich arbeiten gehe und auch einigermaßen über die Runden kommen würde. Allerdings haben wir ein Haus an dem ich sehr hänge... das macht die ganze Sache schwierig.

Auch bei mir ist es so, dass ich der Motor bin, was ich aber nicht mehr will. Wenn ich nicht da bin, läuft hier gar nichts. Ich muss für alles eine 'Ansage' machen, was mich natürlich nur noch nervt. Wobei ich ja jetzt auch sehe, dass es durchaus andere Männer gibt.
Darf ich dich fragen, wie alt du bist? Ich bin 51 Jahre und habe jetzt noch einmal eine neue Liebe kennengelernt. Ich finde, dass ist ein so kostbares Geschenk, in meinem Alter, dass möchte ich auch gerne festhalten.

Maile mir noch mal ein bisschen von dir. Gruß und trotzdem noch schönen Sonntag, K.

Halen lo K.,
könnt mich nur über den Beitrag über cefeu aufregen, sorry, jetzt habe ich Dich ganz vergessen.

Also ja, ich arbeite, aber aufgrund meines noch betreuungsbedüftigen Kindes "nur" 30 Stunden, fahre aber auch 1 h in die Arbeit und 1 h wieder zurück, also bin ich auch die ganze Woche unterwegs. Mein Sohn kommt diesen Herbst erst in die Schule und vielleicht kann ich dann länger arbeiten, er hat, gottseidank, einen Platz im Tagesheim gekriegt.

Ich verdiene ganz nett, aber ich könnte niemals eine eigene Wohnung mit allem Pipapo unterhalten, da ich in München leben, hier ist alles wahnsinnig teuer und viele Eltern müssen zu zweit arbeiten, da es finanziell sonst nicht hinhauen würde. Allein der Schulplatz kostet 200 Euro, und vom ganzen Rest muss ich ich Dir sicherlich nichts sagen. Alle Nase lang was anderes. Mein Gott, was hatte ich für ein billiges Leben alleine! Die Lebenshaltungskosten, die Klamotten und Schuhe, die Ausgaben für kleinere Freizeitaktivitäten (seit wir das Haus haben, hat sich das stark eingeschränkt), alles das kostet ein Heidengeld. Noch dazu ist unser Sohn ein Haudegen, der alles kaputt kriegt, also was wir da schon immer blechen müssen.

Ein Leben nur mit ihm und mir wäre also äusserst darb. Unser Haus ist auch so schön und neu eingerichtet, alles von mir bezahlt, alleine könnte ich es nicht halten. Und das bedeutet mir was!!!!

Ich bin übrigens 38. Selbst in dem Alter ist es schon schwer, einen neuen Partner zu finden, man gilt ja schon als alte Schabracke. Meine Mutter ist 57, für die war es eine Katastrophe, als mein Vater starb. Die Männer in ihrem Alter interessieren sich nur für 20 Jahre jüngere, und auf einen Greis hatte sie keinen Bock.

Der Rinderbraten mit Knödeln muss jetzt serviert werden. Drum ende ich hier. Ich schau morgen nochmal rein.

Dir auch noch einen schönen Sonntag.

C.

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20. Juli 2008 um 19:16
In Antwort auf sheryl_12556388

Aus Angst und mitleid weiter vegetieren?
Es geht mir genau so dh. seit 14 Jahren verheiratet, allerdings habe ich zimlich jung mit 19 geheiratet.
Dachte die Liebe entwickelt sich, da er so net und anders war als die "anderen" die ich in meinen jungen Leben hatte.
Er weist das ich ihn nicht liebe, wir leben wie Bruder und Schwester und wie ein altes Eherpaar.
Nie will er vereisen , nie was machen, er hat ja schon etwas von der Welt gesehen, ist 9 Jahre älter als ich.
Das ich nicht glücklich bin, und bei ihm zugrunde gehe, das weist er auch, das habe ich ihm auch oft genug gesagt.
An mir bleibt das ganze haushalt hängen, er macht rein gaaarnichts, weil ich von Anfang an den Fehler machte und ihn verwühnte aus Dankbarkeit.
Dazu arbeite ich viel schwerer als er(Beruflich), körperlich und seelisch geht es mir von tag zu Tag schlechter und er schährt sich ein Dreck drum, er denk die bleibt ja ehe bei mir.
Ich habe das gefühl ich bin eingesperrt, ich muß flüchten, ich brauche luft zum artmen.
Neue Liebe?
Wenn ich es nur irgendwie schafen würde sich von ihm los zu reissen, will ich nur meine Ruhe, keinen neuen.
Ich schätze das die beiden oder zu mindestens sie versucht hat an ihn zu apelieren,dieser Bruder - Schwester beziehung zu änder, bei mir und der mehrheit der Beziehungen bleibt das ohne Erfolg.
ich persönlich habe angst das es mir ohne ihn noch schlechter geht, mein leben noch härter und schwiriger wird, das ich es nicht packe.
Ich kenne nicht zu viele leute, schon keine freunde auf die ich mich verlassen kann in der not.
Ich bin absolut auf mich alleine gestellt.
Bin 33, keine kids, wiel ich einfach mir nicht virstellen kann mit ihm kinder zu haben, ich wage den schritt nicht, und dazu ist er auch nicht so heiss drauf kinder zu haben.
Ich wünsche mir sehr ein baby

Auch ich kenne dieses Gefühl,
man ist nicht glücklich, die Luft ist raus, aber einen sauberen Schlußstrich zu ziehen, ist man noch nicht in der Lage,aus welchen Gründen auch immer, sei es eine gewisse Abhängigkeit oder nur um den anderen nicht weh zu tuen, weil man weiß, es wird ihm nicht gut gehen, weil man einfach der stärkere Part in der Beziehung ist und so geht es alles seine Tippeltappeltour und man weiß, es wird sich an der Sache nichts ändern, weil der Partner es nicht für wichtig hält, es lief doch bisher so auch gut, auch wenn man sich desöfteren auskotzt und sich sagt so kann es nicht weiter gehen, das kann nicht alles sein!
Ich bin mir sicher, wenn man jemanden kennen lernt, der einen das geben kann, was man solange Zeit vermisst hat, auch wenn es einfach nur belanglose Worte sind, so ist es mir neulich ergangen, dann ist man bereit sich neu zu öffnen und einfach nur zu geniesen und Entscheidungen zu treffen.

LG
Rosi

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20. Juli 2008 um 21:35
In Antwort auf beate_12038877

Halen lo K.,
könnt mich nur über den Beitrag über cefeu aufregen, sorry, jetzt habe ich Dich ganz vergessen.

Also ja, ich arbeite, aber aufgrund meines noch betreuungsbedüftigen Kindes "nur" 30 Stunden, fahre aber auch 1 h in die Arbeit und 1 h wieder zurück, also bin ich auch die ganze Woche unterwegs. Mein Sohn kommt diesen Herbst erst in die Schule und vielleicht kann ich dann länger arbeiten, er hat, gottseidank, einen Platz im Tagesheim gekriegt.

Ich verdiene ganz nett, aber ich könnte niemals eine eigene Wohnung mit allem Pipapo unterhalten, da ich in München leben, hier ist alles wahnsinnig teuer und viele Eltern müssen zu zweit arbeiten, da es finanziell sonst nicht hinhauen würde. Allein der Schulplatz kostet 200 Euro, und vom ganzen Rest muss ich ich Dir sicherlich nichts sagen. Alle Nase lang was anderes. Mein Gott, was hatte ich für ein billiges Leben alleine! Die Lebenshaltungskosten, die Klamotten und Schuhe, die Ausgaben für kleinere Freizeitaktivitäten (seit wir das Haus haben, hat sich das stark eingeschränkt), alles das kostet ein Heidengeld. Noch dazu ist unser Sohn ein Haudegen, der alles kaputt kriegt, also was wir da schon immer blechen müssen.

Ein Leben nur mit ihm und mir wäre also äusserst darb. Unser Haus ist auch so schön und neu eingerichtet, alles von mir bezahlt, alleine könnte ich es nicht halten. Und das bedeutet mir was!!!!

Ich bin übrigens 38. Selbst in dem Alter ist es schon schwer, einen neuen Partner zu finden, man gilt ja schon als alte Schabracke. Meine Mutter ist 57, für die war es eine Katastrophe, als mein Vater starb. Die Männer in ihrem Alter interessieren sich nur für 20 Jahre jüngere, und auf einen Greis hatte sie keinen Bock.

Der Rinderbraten mit Knödeln muss jetzt serviert werden. Drum ende ich hier. Ich schau morgen nochmal rein.

Dir auch noch einen schönen Sonntag.

C.

Cefeu
Hallo, liebe C.

ich rege mich über solche Beiträge nicht mehr auf, da ich weiß, was ich will und was ich nicht will. Ich habe mit vielen Freundinnen über meine Ehe geredet, einige haben viel mitbekommen und raten mir auch unbedingt zu einem Absprung, um noch einmal richtig glücklich zu werden.
Trotz allem fällt es mir schwer. Vor allen Dingen wegen des Hauses, wie bei dir auch. Aber die Leere lässt mich nicht los und wenn ich so ein WE hinter mir habe, frage ich mich wirklich, war es dass, das Leben? Du hast jetzt noch deinen Sohn, der dich braucht, aber meiner ist erwachsen, er benötigt mich nicht mehr.
Ich hoffe, ich schaffe den Absprung und ich kann auch dir nur raten, warte nicht zu lange.
Schöne Woche, k.

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20. Juli 2008 um 21:37
In Antwort auf shyla_12717444

Auch ich kenne dieses Gefühl,
man ist nicht glücklich, die Luft ist raus, aber einen sauberen Schlußstrich zu ziehen, ist man noch nicht in der Lage,aus welchen Gründen auch immer, sei es eine gewisse Abhängigkeit oder nur um den anderen nicht weh zu tuen, weil man weiß, es wird ihm nicht gut gehen, weil man einfach der stärkere Part in der Beziehung ist und so geht es alles seine Tippeltappeltour und man weiß, es wird sich an der Sache nichts ändern, weil der Partner es nicht für wichtig hält, es lief doch bisher so auch gut, auch wenn man sich desöfteren auskotzt und sich sagt so kann es nicht weiter gehen, das kann nicht alles sein!
Ich bin mir sicher, wenn man jemanden kennen lernt, der einen das geben kann, was man solange Zeit vermisst hat, auch wenn es einfach nur belanglose Worte sind, so ist es mir neulich ergangen, dann ist man bereit sich neu zu öffnen und einfach nur zu geniesen und Entscheidungen zu treffen.

LG
Rosi

Hast du den Absprung geschafft?
Hallo Rosi, hast du den Absprung genn geschafft? Würde mich sehr interessieren.
Gruß K.

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21. Juli 2008 um 13:23
In Antwort auf shyla_12717444

Auch ich kenne dieses Gefühl,
man ist nicht glücklich, die Luft ist raus, aber einen sauberen Schlußstrich zu ziehen, ist man noch nicht in der Lage,aus welchen Gründen auch immer, sei es eine gewisse Abhängigkeit oder nur um den anderen nicht weh zu tuen, weil man weiß, es wird ihm nicht gut gehen, weil man einfach der stärkere Part in der Beziehung ist und so geht es alles seine Tippeltappeltour und man weiß, es wird sich an der Sache nichts ändern, weil der Partner es nicht für wichtig hält, es lief doch bisher so auch gut, auch wenn man sich desöfteren auskotzt und sich sagt so kann es nicht weiter gehen, das kann nicht alles sein!
Ich bin mir sicher, wenn man jemanden kennen lernt, der einen das geben kann, was man solange Zeit vermisst hat, auch wenn es einfach nur belanglose Worte sind, so ist es mir neulich ergangen, dann ist man bereit sich neu zu öffnen und einfach nur zu geniesen und Entscheidungen zu treffen.

LG
Rosi

Auslöser muss her - dann geht auch die Trennung
Hallo Ihr Lieben,

Rosi hat recht - kaum lernt man jemanden kennen, der einem die Augen über die eigene Situation öffnet, geht das ruck-zuck mit der Trennung. Mir fiel der Schleier von 13 Jahren Beziehung ab, als ich DEN Mann kennen lernte. Plötzlich hatte ich Mut, Energie und Zuversicht, in meinem Leben wieder die Hauptrolle zu übernehmen.

Der Ausgangsthread kam mir bekannt vor, mein Mann hat sich immer mehr zum Eigenbrödler entwickelt und ich fühlte mich allein super, mit ihm zusammen immer schaumgebremst. Dazu kam das Gefühl, dass ich immer die Energie für uns beide aufgebracht habe und er hat davon profitiert. Ich hatte auch die Bedenken, dass er ohne mich "stehen bleibt" (entschuldigt, dass ich die bösen Worte nochmal nutze), aber das Gegenteil ist passiert! Er hat sich aufgerappelt, macht jetzt viel Sport, ist unterwegs etc. Er sagte mir, die Trennung sei auch gut für ihn gewesen. Also nehmt Euer Herz in die Hand und sorgt selbst für Euer Glück und vielleicht auch das von euren Brüder-Männern.

Wenn Ihr es nicht tut, tut es keiner für Euch!!!

Liebe Grüße

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21. Juli 2008 um 15:27
In Antwort auf ivana_12346535

Hast du den Absprung geschafft?
Hallo Rosi, hast du den Absprung genn geschafft? Würde mich sehr interessieren.
Gruß K.

Hi Marathonqueen,
ich stecke noch völlig in der Zwickmühle, es gibt bei mir einige Probleme in der Ehe, die mich immer mehr von meinem Mann entfernen, eigendlich ist es so wie bei Dir, es läuft nicht wirklich so rund, ich nehme mein Leben immer mehr ohne Partner in die Hand, aber dieses "Mäng", ist noch ausgeblieben. Ich weiß aber, wenn es so sein sollte, hält mich nichts mehr, auch wenn es mir um unser Haus leid täte, aber das ist es mir wert,wieder anzufangen zu leben!

LG

Rosi

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21. Juli 2008 um 16:45
In Antwort auf shyla_12717444

Hi Marathonqueen,
ich stecke noch völlig in der Zwickmühle, es gibt bei mir einige Probleme in der Ehe, die mich immer mehr von meinem Mann entfernen, eigendlich ist es so wie bei Dir, es läuft nicht wirklich so rund, ich nehme mein Leben immer mehr ohne Partner in die Hand, aber dieses "Mäng", ist noch ausgeblieben. Ich weiß aber, wenn es so sein sollte, hält mich nichts mehr, auch wenn es mir um unser Haus leid täte, aber das ist es mir wert,wieder anzufangen zu leben!

LG

Rosi

Ich fühle ebenfalls diese Sehnsucht nach...
...Freiheit. Allerdings habe ich noch nicht herausgefunden, ob dieses Gefühl verschwunden wäre, wenn ich die Antwort auf die Frage habe, ob meine Ex-Verlobte mit mir nach 15 Jahren wieder zusammenkommen möchte. Ich hab dieses Thema in einem eigenen Thema schon begonnen, habe es hier am Ende aber noch einmal eingefügt.

Ich möchte so gerne ausbrechen, habe auch noch nie alleine gewohnt und sehe mich mit Frau und Tochter (8) zusehens überfordert. Der Grund, warum ich noch nichts unternommen habe, ist zum einen meine Tochter, die ich innig liebe, zum anderen das bisher fehlende Gespräch mit meiner Ex nach 15 Jahren. Mein Herz, mein Bauch, mein Gefühl zieht mich zu dieser Frau.

Das erschreckende ist, dass ich meine Ex mit genau demselben Gefühl vor 15 Jahren für meine jetzige Frau verlassen habe.

Ich weiß auch nicht mehr ein noch aus und beginne auch ein wenig, mich abends mit Alkohol zu beschäftigen..

Hier der kopierte Text meines Problems:

ich bin seit 8 Wochen in einer Psychotherapie, an die sich voraussichtlich eine Psychoanalyse anschließen wird. Der Grund für die Therapie ist mein ausgeprägtes Ordnungs- und Sauberkeitsempfinden und der Umstand, dass ich mich mit meiner Frau in dauerhaftem Konflikt befinde, weil ich der Ansicht bin, sie erfüllt diesbezüglich nicht meinen Standard der Ordnung (der "inneren Ordnung", wie meine Therapeutin sagt).

Zum Verständnis, bei uns zuhause ist es in keinster Weise dreckig oder unsauber in der Hinsicht, dass dort wirklich Grund zur Beanstandung wäre. Auch bin ich nicht krankhaft veranlagt, in der Hinsicht, dass ich hinter jedem Flusen hinterher renne oder einen Raum nicht verlassen kann, weil etwas herumsteht.

Der Grund für meine Therapie und meine Probleme mit meiner Frau könnte ein ganz anderer sein. Dies haben wir in der Therapie noch nicht behandelt, ich möchte jedoch gerne hier ein paar Meinungen hören, wenn möglich.

Ich bin 41 Jahre alt, seit fast 10 Jahren verheiratet, 1 Tochter (8 Jahre). Mit 18 Jahren habe ich meine erste Freundin kennen gelernt (von einer Schulliebe abgesehen), die auch gleich "die Liebe meines Lebens" war. Typischer Einstieg, ich habe mich sofort in sie verliebt als ich sie das erste Mal auf einem Fest gesehen habe (wir kannten uns nicht) und habe es Montate lang nicht fertig gebracht, sie auch nur einmal anzusprechen. Sie ging jedes Wochenende in dieselbe Disco wie ich, ich habe nie ein Wort rausbekommen sondern sie immer nur angeguckt und innerlich geliebt.

Bis es meinen Freunden auf einer Geburtstagsfeier auf der wir beide anwesend waren zu bunt geworden ist und dafür gesorgt haben, dass sie und ich uns plötzlich alleine vorm Haus getroffen haben. Ich konnte nicht die Flucht ins Haus antreten, da meine Kumpel die Tür von innen verriegelt hatten. Somit war ich gezwungen, ein Gespräch zu beginnen. Der Rest war dann Geschichte, wir kamen zusammen (ich 18, sie 17) und haben eine sehr schöne Beziehung geführt und uns schließlich auch verlobt. Im Bekannten- und Verwandtenkreis zerbrachen Beziehungen, wir blieben zusammen. Jeder kannte uns zusammen, jeder beneidete uns um die Beständigkeit. Erste eigene Wohnung, verlobt, Hochzeit geplant.

Im neunten Jahr unserer Beziehung kamen mir immer häufiger Zweifel bzw. Gefühle, die sich wie folgt äußerten: Ich fand sie nicht mehr so attraktiv, ihren Körper nicht mehr so toll, die sexuellen Praktiken bieder und nicht so, wie ich sie mir wünschte. Weiterhin sehnte ich mich mit zunehmender Dauer nach einem intelligenteren Partner, mit dem ich tiefgreifender sprechen und diskutieren konnte. Meine damalige Verlobte konnte im Grunde nicht so gut schreiben, ganz zu schweigen von Computer, E-Mail., usw. Parallel lernte ich bei meinem damaligen Arbeitgeber meine jetzige Frau kennen, in die ich mich verliebte und die mir all das bot, was ich vermißte.

Wenige Wochen, nachdem wir einen Hochzeitstermin festgelegt und die Band bestellt hatten, beendete ich die Beziehung. Dieser Akt, den Mut zu haben, dies anzusprechen, das habe ich Wochen- und Monate mit mir rumgeschleppt, in denen ich mich mit meiner "neuen Liebe" schon am Arbeitsort getroffen habe. Meine Verlobte fiel aus allen Wolken, wie auch meine Eltern, ihre Familie und alle um uns herum. Ich habe zwar einige Tage mit ihr und meinen Eltern diskutiert, wir haben die Beziehung aber irgendwie nicht befriedigend abgeschlossen. Ich war sehr davon überzeugt, dieses neuen Weg zu gehen. Ich sehe noch heute das letzte Bild meiner Verlobten vor mir, wie ich sie bei Ihren Eltern abgesetzt habe (sie weinend) und ich dann weggefahren bin. Wir haben jahrelang nicht gesprochen und bis heute keinen Kontakt, außer zufälligem Treffen. Wir wohnen beide in derselben Stadt, sie hat zwar einige Beziehungen gehabt, jedoch keinen festen Freund, keine Kinder, nichts, wohnt alleine. Sie hat noch Kontakt zu meinen Eltern und war/ist immer ein Bestandteil meines Lebens geblieben (wabernd im Hintergrund). Wir haben uns aber niemals wieder nach der Trennung richtig ausge- oder besprochen.

Ich bin dann unmittelbar in meine Arbeitsort-Stadt (nicht weit weg) und zu meiner "neuen Liebe" gezogen. Mit dieser zog ich nach einigen Jahren wieder in meine Heimatstadt zurück, wo meine ehemalige Verlobte, wie gesagt, auch lebt. Auch wir verlobten uns, alles war toll, vor 10 Jahren geheiratet, vor 8 Jahren Geburt unserer Tochter, Haus gekauft.

Wie oben erwähnt, in Therapie befinde ich mich, weil ich ein ausgeprägtes Sauberkeits- und Ordnungsverständnis habe und dieses von meiner Frau nicht so "umgesetzt wird", wie ich es mir wünsche. Die Probleme gibt es seit Jahren, jetzt endlich habe ich mich zu einer Therapie entschlossen. Innerhalb dieser ganzen Problematik, und seit Jahren habe ich mich immer wieder bei dem Gedanken ertappt, dass ich all diese Probs bei meiner damaligen "großen Liebe" nicht hätte. Da war alles sauber(rer), besser, schöner, richtiger. Hier vermag ich aber nicht zu unterscheiden, ob das tatsächlich der Fall wäre oder ob ich mir das nur einrede. Tatsache ist, dass ich ein unbändiges Bedürfnis habe mit meiner Ex-Freundin zu sprechen. Über ihr Leben, über meins. Ich fühle mich zu ihr hingezogen, seit Jahren. Ich spüre auch nach wie vor Liebe (ich denke oft fieserweise, dass ich meine damalige Freundin "liebe", meine Frau jedoch "lieb habe").

Meine Vermutung ist inzwischen - soweit sind wir in der Therapie noch längst nicht - dass ich die damalige Beziehung nie befriedigend abgeschlossen habe. Ich habe allerdings auch ein Bedürfnis wieder dauerhaft mit meiner damaligen Freundin zusammen zu sein. Nur, wer sagt mir, dass nicht all die Trennungs-Gründe plötzlich wieder da sind? Auch frage ich mich, wie ich es hinbekommen habe 15 Jahre nach Beendigung der damaligen Beziehung herumzubekommen (mit Heirat und Geburt und Hauskauf), trotz zwischenzeitlich immer wieder häufigen Gedanken an meine Ex. Ist der Leidensdruck erst jetzt so hoch, dass ich nicht mehr kann und die Sauberkeits-Kritik an meiner jetzigen Frau nur das Outcoming der erwähnten Probleme? Kann es sein, dass ich mir nachträglich von der "Liebe meines Lebens" die Genehmigung, die Absolution für meine Ehe abholen möchte? Oder muss ich schlicht anerkennen, dass die Liebe zu meiner ersten Beziehung einfach zu stark ist und ich mit 41 mein Leben nochmal umkrempele - zurückkrempele? Meine Tochter täte mir unendlich leid.

Genau so, wie ich es damals mit 18 nicht schaffte und mich nicht getraut habe, meine (nun Ex-) Freundin anzusprechen, schaffe ich es jetzt mit 41 nicht, zum Hörer zu greifen um sie mal um ein Treffen zu bitten. Problem heute wäre, dass ich meine Frau informieren sollte oder aber es heimlich machen müsste. Vielleicht möchte meine damalige Liebe sich ja auch gar nicht treffen oder aber erst recht nicht wieder mit mir zusammenkommen. Obwohl ich manchmal das Gefühl habe, dass das Schicksal dafür gesorgt hat, dass sie mit 40 Jahren nicht verheiratet ist und keine Beziehung hat, weil sie unbewußt auf mich wartet.

Vielleicht würde ein ausführliches Gespräch schon Klarheit bringen und entweder für inneren Frieden sorgen - oder meine Liebe verstärken.

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21. Juli 2008 um 18:21
In Antwort auf neal_12961671

Ich fühle ebenfalls diese Sehnsucht nach...
...Freiheit. Allerdings habe ich noch nicht herausgefunden, ob dieses Gefühl verschwunden wäre, wenn ich die Antwort auf die Frage habe, ob meine Ex-Verlobte mit mir nach 15 Jahren wieder zusammenkommen möchte. Ich hab dieses Thema in einem eigenen Thema schon begonnen, habe es hier am Ende aber noch einmal eingefügt.

Ich möchte so gerne ausbrechen, habe auch noch nie alleine gewohnt und sehe mich mit Frau und Tochter (8) zusehens überfordert. Der Grund, warum ich noch nichts unternommen habe, ist zum einen meine Tochter, die ich innig liebe, zum anderen das bisher fehlende Gespräch mit meiner Ex nach 15 Jahren. Mein Herz, mein Bauch, mein Gefühl zieht mich zu dieser Frau.

Das erschreckende ist, dass ich meine Ex mit genau demselben Gefühl vor 15 Jahren für meine jetzige Frau verlassen habe.

Ich weiß auch nicht mehr ein noch aus und beginne auch ein wenig, mich abends mit Alkohol zu beschäftigen..

Hier der kopierte Text meines Problems:

ich bin seit 8 Wochen in einer Psychotherapie, an die sich voraussichtlich eine Psychoanalyse anschließen wird. Der Grund für die Therapie ist mein ausgeprägtes Ordnungs- und Sauberkeitsempfinden und der Umstand, dass ich mich mit meiner Frau in dauerhaftem Konflikt befinde, weil ich der Ansicht bin, sie erfüllt diesbezüglich nicht meinen Standard der Ordnung (der "inneren Ordnung", wie meine Therapeutin sagt).

Zum Verständnis, bei uns zuhause ist es in keinster Weise dreckig oder unsauber in der Hinsicht, dass dort wirklich Grund zur Beanstandung wäre. Auch bin ich nicht krankhaft veranlagt, in der Hinsicht, dass ich hinter jedem Flusen hinterher renne oder einen Raum nicht verlassen kann, weil etwas herumsteht.

Der Grund für meine Therapie und meine Probleme mit meiner Frau könnte ein ganz anderer sein. Dies haben wir in der Therapie noch nicht behandelt, ich möchte jedoch gerne hier ein paar Meinungen hören, wenn möglich.

Ich bin 41 Jahre alt, seit fast 10 Jahren verheiratet, 1 Tochter (8 Jahre). Mit 18 Jahren habe ich meine erste Freundin kennen gelernt (von einer Schulliebe abgesehen), die auch gleich "die Liebe meines Lebens" war. Typischer Einstieg, ich habe mich sofort in sie verliebt als ich sie das erste Mal auf einem Fest gesehen habe (wir kannten uns nicht) und habe es Montate lang nicht fertig gebracht, sie auch nur einmal anzusprechen. Sie ging jedes Wochenende in dieselbe Disco wie ich, ich habe nie ein Wort rausbekommen sondern sie immer nur angeguckt und innerlich geliebt.

Bis es meinen Freunden auf einer Geburtstagsfeier auf der wir beide anwesend waren zu bunt geworden ist und dafür gesorgt haben, dass sie und ich uns plötzlich alleine vorm Haus getroffen haben. Ich konnte nicht die Flucht ins Haus antreten, da meine Kumpel die Tür von innen verriegelt hatten. Somit war ich gezwungen, ein Gespräch zu beginnen. Der Rest war dann Geschichte, wir kamen zusammen (ich 18, sie 17) und haben eine sehr schöne Beziehung geführt und uns schließlich auch verlobt. Im Bekannten- und Verwandtenkreis zerbrachen Beziehungen, wir blieben zusammen. Jeder kannte uns zusammen, jeder beneidete uns um die Beständigkeit. Erste eigene Wohnung, verlobt, Hochzeit geplant.

Im neunten Jahr unserer Beziehung kamen mir immer häufiger Zweifel bzw. Gefühle, die sich wie folgt äußerten: Ich fand sie nicht mehr so attraktiv, ihren Körper nicht mehr so toll, die sexuellen Praktiken bieder und nicht so, wie ich sie mir wünschte. Weiterhin sehnte ich mich mit zunehmender Dauer nach einem intelligenteren Partner, mit dem ich tiefgreifender sprechen und diskutieren konnte. Meine damalige Verlobte konnte im Grunde nicht so gut schreiben, ganz zu schweigen von Computer, E-Mail., usw. Parallel lernte ich bei meinem damaligen Arbeitgeber meine jetzige Frau kennen, in die ich mich verliebte und die mir all das bot, was ich vermißte.

Wenige Wochen, nachdem wir einen Hochzeitstermin festgelegt und die Band bestellt hatten, beendete ich die Beziehung. Dieser Akt, den Mut zu haben, dies anzusprechen, das habe ich Wochen- und Monate mit mir rumgeschleppt, in denen ich mich mit meiner "neuen Liebe" schon am Arbeitsort getroffen habe. Meine Verlobte fiel aus allen Wolken, wie auch meine Eltern, ihre Familie und alle um uns herum. Ich habe zwar einige Tage mit ihr und meinen Eltern diskutiert, wir haben die Beziehung aber irgendwie nicht befriedigend abgeschlossen. Ich war sehr davon überzeugt, dieses neuen Weg zu gehen. Ich sehe noch heute das letzte Bild meiner Verlobten vor mir, wie ich sie bei Ihren Eltern abgesetzt habe (sie weinend) und ich dann weggefahren bin. Wir haben jahrelang nicht gesprochen und bis heute keinen Kontakt, außer zufälligem Treffen. Wir wohnen beide in derselben Stadt, sie hat zwar einige Beziehungen gehabt, jedoch keinen festen Freund, keine Kinder, nichts, wohnt alleine. Sie hat noch Kontakt zu meinen Eltern und war/ist immer ein Bestandteil meines Lebens geblieben (wabernd im Hintergrund). Wir haben uns aber niemals wieder nach der Trennung richtig ausge- oder besprochen.

Ich bin dann unmittelbar in meine Arbeitsort-Stadt (nicht weit weg) und zu meiner "neuen Liebe" gezogen. Mit dieser zog ich nach einigen Jahren wieder in meine Heimatstadt zurück, wo meine ehemalige Verlobte, wie gesagt, auch lebt. Auch wir verlobten uns, alles war toll, vor 10 Jahren geheiratet, vor 8 Jahren Geburt unserer Tochter, Haus gekauft.

Wie oben erwähnt, in Therapie befinde ich mich, weil ich ein ausgeprägtes Sauberkeits- und Ordnungsverständnis habe und dieses von meiner Frau nicht so "umgesetzt wird", wie ich es mir wünsche. Die Probleme gibt es seit Jahren, jetzt endlich habe ich mich zu einer Therapie entschlossen. Innerhalb dieser ganzen Problematik, und seit Jahren habe ich mich immer wieder bei dem Gedanken ertappt, dass ich all diese Probs bei meiner damaligen "großen Liebe" nicht hätte. Da war alles sauber(rer), besser, schöner, richtiger. Hier vermag ich aber nicht zu unterscheiden, ob das tatsächlich der Fall wäre oder ob ich mir das nur einrede. Tatsache ist, dass ich ein unbändiges Bedürfnis habe mit meiner Ex-Freundin zu sprechen. Über ihr Leben, über meins. Ich fühle mich zu ihr hingezogen, seit Jahren. Ich spüre auch nach wie vor Liebe (ich denke oft fieserweise, dass ich meine damalige Freundin "liebe", meine Frau jedoch "lieb habe").

Meine Vermutung ist inzwischen - soweit sind wir in der Therapie noch längst nicht - dass ich die damalige Beziehung nie befriedigend abgeschlossen habe. Ich habe allerdings auch ein Bedürfnis wieder dauerhaft mit meiner damaligen Freundin zusammen zu sein. Nur, wer sagt mir, dass nicht all die Trennungs-Gründe plötzlich wieder da sind? Auch frage ich mich, wie ich es hinbekommen habe 15 Jahre nach Beendigung der damaligen Beziehung herumzubekommen (mit Heirat und Geburt und Hauskauf), trotz zwischenzeitlich immer wieder häufigen Gedanken an meine Ex. Ist der Leidensdruck erst jetzt so hoch, dass ich nicht mehr kann und die Sauberkeits-Kritik an meiner jetzigen Frau nur das Outcoming der erwähnten Probleme? Kann es sein, dass ich mir nachträglich von der "Liebe meines Lebens" die Genehmigung, die Absolution für meine Ehe abholen möchte? Oder muss ich schlicht anerkennen, dass die Liebe zu meiner ersten Beziehung einfach zu stark ist und ich mit 41 mein Leben nochmal umkrempele - zurückkrempele? Meine Tochter täte mir unendlich leid.

Genau so, wie ich es damals mit 18 nicht schaffte und mich nicht getraut habe, meine (nun Ex-) Freundin anzusprechen, schaffe ich es jetzt mit 41 nicht, zum Hörer zu greifen um sie mal um ein Treffen zu bitten. Problem heute wäre, dass ich meine Frau informieren sollte oder aber es heimlich machen müsste. Vielleicht möchte meine damalige Liebe sich ja auch gar nicht treffen oder aber erst recht nicht wieder mit mir zusammenkommen. Obwohl ich manchmal das Gefühl habe, dass das Schicksal dafür gesorgt hat, dass sie mit 40 Jahren nicht verheiratet ist und keine Beziehung hat, weil sie unbewußt auf mich wartet.

Vielleicht würde ein ausführliches Gespräch schon Klarheit bringen und entweder für inneren Frieden sorgen - oder meine Liebe verstärken.

Hi, ich kann mich ...
an Dich erinnern, und ich muß Dir ehrlich sagen, ich habe es neulich nicht verstanden und heute auch nicht!
Du möchtest gerade das haben was für Dich nicht real ist, von der einen einwenig mit der Prise von der anderen, soll ich ehrlich sein? Bleib bei Deiner Therapie, wenn das nicht alles so ernst wäre würde ich sagen, Du hast einen Knall!
Trotzdem LG
Rosi

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21. Juli 2008 um 18:45
In Antwort auf shyla_12717444

Hi, ich kann mich ...
an Dich erinnern, und ich muß Dir ehrlich sagen, ich habe es neulich nicht verstanden und heute auch nicht!
Du möchtest gerade das haben was für Dich nicht real ist, von der einen einwenig mit der Prise von der anderen, soll ich ehrlich sein? Bleib bei Deiner Therapie, wenn das nicht alles so ernst wäre würde ich sagen, Du hast einen Knall!
Trotzdem LG
Rosi

Was genau...
...verstehst Du denn nicht?

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21. Juli 2008 um 20:10
In Antwort auf santa_12693304

Auslöser muss her - dann geht auch die Trennung
Hallo Ihr Lieben,

Rosi hat recht - kaum lernt man jemanden kennen, der einem die Augen über die eigene Situation öffnet, geht das ruck-zuck mit der Trennung. Mir fiel der Schleier von 13 Jahren Beziehung ab, als ich DEN Mann kennen lernte. Plötzlich hatte ich Mut, Energie und Zuversicht, in meinem Leben wieder die Hauptrolle zu übernehmen.

Der Ausgangsthread kam mir bekannt vor, mein Mann hat sich immer mehr zum Eigenbrödler entwickelt und ich fühlte mich allein super, mit ihm zusammen immer schaumgebremst. Dazu kam das Gefühl, dass ich immer die Energie für uns beide aufgebracht habe und er hat davon profitiert. Ich hatte auch die Bedenken, dass er ohne mich "stehen bleibt" (entschuldigt, dass ich die bösen Worte nochmal nutze), aber das Gegenteil ist passiert! Er hat sich aufgerappelt, macht jetzt viel Sport, ist unterwegs etc. Er sagte mir, die Trennung sei auch gut für ihn gewesen. Also nehmt Euer Herz in die Hand und sorgt selbst für Euer Glück und vielleicht auch das von euren Brüder-Männern.

Wenn Ihr es nicht tut, tut es keiner für Euch!!!

Liebe Grüße

Auslöser
Hallo liebe Katze,

du sprichst mir aus dem Herzen. Auch ich habe einige Schwierigkeiten mich von meinem Mann zu lösen. Das Haus und viele Jahre Gemeinsamkeit sind nicht einfach so von der Seite zu putzen. Aber ist es noch eine Ehe, wenn man sich nur noch über die Einkäufe und die nächste Steuerzahlung unterhält, ansonsten jeder in seinem Zimmer sitzt und das auch am WE.
Wenn ich dann mal weggehe, habe ich ein schlechtes Gewissen wie mit 15, da mein Mann immer zu Hause bleibt, keine Außenkontakte pflegt.
Frage an dich: wie lange hat es bei dir gedauert, bis zu den Absprung geschafft hast? Würde mich interessieren. Und bist du noch mit deinem neuen Partner zusammen? Hatte er auch eine Beziehung, die er für dich aufgegeben hat?
Viele Fragen, würde mich aber freuen, wenn du mir antwortest.
Lieben Gruß

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21. Juli 2008 um 21:27

Hallo Marathonqueen,
ich habe mir nicht alle Beiträge durchgelesen.
Aus einer ähnlichen Situation heraus kann ich nur sagen,
wenn du dich trennst, solltest du völlig davon überzeugt sein.
Die Entscheidung sollte aus dir kommen, nicht auf Grund der Erfahrung anderer Menschen.
Denn du mußt, wenn du den Schritt gagangen bist, auch alleine mit der Situation klar kommen.

Der Weg alleine ist ein Weg aus der gewohnten Sicherheit.
Du darfst nicht an dir zweifeln und solltest auch mit Tiefpunkten rechnen.
Eventuell hast du materielle Einschränkungen (die komischerweise nicht schlimm sind)und mußt auf Dinge verzichten, die bisher normal waren.

Auch wenn du einen Freund hast, beruf dich nicht auf ihn, leb wirklich erst mal selbstständig, sonst kommst du vom Regen in die Traufe.

Ich wünsche dir Kraft und Selbstvertrauen, Zuversicht und Mut!

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22. Juli 2008 um 19:16
In Antwort auf neal_12961671

Was genau...
...verstehst Du denn nicht?

Lieber Ynurse...
...vielleicht versteht Rosi es nicht, weil Du in ein vollkommen anderes Forum gehörst. Die Threadererstellerin möchte sich eventuell nach 26jähriger Ehe von ihrem Partner trennen.
Du hast psychische Probleme, weil Du Deine erste Beziehung nicht zufriedenstellend beendet hast und nun unter einem Sauberkeitszwang leidest. Meiner Meinung nach zwei verschiedene Paar Stiefel.
Vielleicht solltest Du da posten, wo es auch thematisch hinpasst.

Gruss, C.

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22. Juli 2008 um 21:30
In Antwort auf neal_12961671

Was genau...
...verstehst Du denn nicht?

Hallo ynurse,
ich wollte Dir nicht zu nahe treten, aber ich glaube Du willst von jeder nur die Annähmlichkeiten. Damals warst Du zu feige, entschuldige bitte, heute denkst Du, sie passt nach so langer Zeit besser in Dein Schema, wie Du es damals aber auch von Deiner jetzigen Frau dachtest. Du hast Dich in laufe der Jahre verändert und sie auch. Was reizt Dich jetzt an Ihr, wo Du damals davon gelaufen bist? Wie Du schreibst, war sie Dir unteranderem nicht intelligent genug, Deine Frau könnte den Haushalt sauberer führen, woher willst Du wissen, ob Deine ehemalige Freundin Deinen Erwartungen von damals heute erfüllen wird, oder erfüllst Du etwa die ihren? Kein Mensch bleibt auf dem Level von vor 15Jahren stehen, jeder entwickelt sich weiter!
Ich werde Dir nicht raten sie anzurufen, finde für Dich erst einmal heraus,welche Probleme Du hast, denn Menschen sind keine Gegenstände, die man nach belieben benutzt und wieder weg stellen kann! Schon garnicht, wenn Kinder mit im Spiel sind.

Übrigens, Alkohol hilft Dir auch nicht dabei, er macht Dich nur noch "kleiner"!

LG
Rosi

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27. Juli 2008 um 0:36
In Antwort auf melike13

Bei deinem Mann zu bleiben,
den du nicht mehr liebst ist unfair. Das Ganze zu erhalten, nur weil es Gewohnheit ist und du nicht alleine sein kannst ebenfalls. Ihr habt es versäumt an eurer Ehe zu arbeiten. Nun schenkt euch die Freiheit, auch wenn es zunächst ungwohnt und vielleicht auch einsam und anders ist, womöglich auch mit Einschränkungen verbunden. Warum habt ihr denn nichts unternommen, um euer Bruder-Schwester-Leben zu
beleben und zu verändern, wer sollte es denn tun
außer euch beiden.
Gruß Melike

Bei einem Mann zu bleiben, der einem nicht mehr liebt
Ich bin seit 5 Jahren mit meinem Mann nicht mehr zusammen.2 Jahre getrennt gelebt und seit drei Jahren geschieden. Wir waren 19 Jahre verheiratet und haben zwei Kinder bekommen und ein Haus gebaut. Bei uns fing alles so schleichend an. Das Schlimmste für mich war es immer,wenn wir auf irgendwelchen Feierlickeiten waren und mein Mann sich nicht mehr nach reichlichem Alkoholgenuss unter Kontrolle hatte. Er betätschelte oft andere Frauen, denen es auch dann selber peinlich war. Habe ihm dann auch oft drauf angesprochen,aber in dem Zustand hat er das gar nicht mehr realisiert. Am nächsten Tag habe ich ihn dann drauf angesprochen und es war immer die gleiche Aussage....kann mich nicht erinnern.Es ging viele Jahre so und ich habe immer gehofft das es mal irgendwann wieder besser wird. Aber das I-Tüpfelchen kam dann..ein anonymer Brief an mich. Der Wortlaut in dem Brief war dann
"sexuelle Nötigung an Minderjährigen unter starkem Alkoholgenuss".Diesen Brief habe ich meinem Mann gezeigt und der hat dann wie immmer alles verharmlost. Habe dann alles versucht..mit ihm zu sprechen... was ich falsch mache etc....Eheberatung (die er auch ein paar mal mitgemacht hat)...haben versucht gemeinsam Sport zu treiben. Es wurde gar nichts besser. Dann habe ich total resigniert und habe zugestimmt, daß wir eine Zeit getrennt leben und ich mir eine Wohnung suche. Wir haben mit den Kindern gesprochen (2 Jungens 13 und 16 Jahre alt zu der Zeit)..die wollten in Ihrem Umfeld und bei den Freunden bleiben. Soo..nun hatte ich meinen Salat. Hatte dann eine Wohnung in dem Ort wo die Kinder auch zur Schule gingen und nach Schulschluß sind sie dann zum Essen zu mir gekommen.Das war alles schon schlimm..aber es kam noch schlimmer. Wir hatten ein halbes Jahr vorher mit einem befreundet Ehepaar noch einen 14tägigen Urlaub auf Fuerteventura gebucht und mein jüngster Sohn wünschte sich den Urlaub gemeinsam mit uns zu verbringen (der ältere Sohn wollte schon bei der Urlaubsplanung nicht mit)und habe dann zugestimmt. Die erste Woche war schön und dann kam das..meine Mann und die Frau von unserem Urlaubspaar....ich habe das alles nicht geglaubt...der Horror Urlaub. Alles noch viel schlimmer...auch für die Kinder. Mein Sohn der sagte dann noch zu mir...Mama, was soll ich noch alles ertragen???
Dann zog die Frau 4 Wochen später nach dem Urlaub in mein altes Heim ein.... sie brauchte auch nur 700 Meter weiter im gleichen Ort.Ich habe nur an die Kinder gedacht... die ist jetzt bei meinen Kindern..ißt von meinem Teller..kocht an meinem Herd.
Die andere Seite hat auch einen Sohn von 12 Jahren der beim Papa geblieben ist.

Ich hatte Gott sei Dank viele gute Freunde und meine Familie die mich aufgefangen hat in dieser Zeit, sonst hätte ich das nicht überstanden.
Und mit dem Mann von dem Urlaubspaar verstehe ich mich viel zu gut..kommt jetzt auch noch hinzu!!

Ach je..jetzt habe ich hier soviel geschrieben.. aber ich merke es tut mir gut...alles mal los zu werden.

Vielleicht ist der Beitrag auch hilfreich. Man sollte immer die Augen offen halten!!

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6. Mai 2009 um 1:07
In Antwort auf beate_12038877

Halen lo K.,
könnt mich nur über den Beitrag über cefeu aufregen, sorry, jetzt habe ich Dich ganz vergessen.

Also ja, ich arbeite, aber aufgrund meines noch betreuungsbedüftigen Kindes "nur" 30 Stunden, fahre aber auch 1 h in die Arbeit und 1 h wieder zurück, also bin ich auch die ganze Woche unterwegs. Mein Sohn kommt diesen Herbst erst in die Schule und vielleicht kann ich dann länger arbeiten, er hat, gottseidank, einen Platz im Tagesheim gekriegt.

Ich verdiene ganz nett, aber ich könnte niemals eine eigene Wohnung mit allem Pipapo unterhalten, da ich in München leben, hier ist alles wahnsinnig teuer und viele Eltern müssen zu zweit arbeiten, da es finanziell sonst nicht hinhauen würde. Allein der Schulplatz kostet 200 Euro, und vom ganzen Rest muss ich ich Dir sicherlich nichts sagen. Alle Nase lang was anderes. Mein Gott, was hatte ich für ein billiges Leben alleine! Die Lebenshaltungskosten, die Klamotten und Schuhe, die Ausgaben für kleinere Freizeitaktivitäten (seit wir das Haus haben, hat sich das stark eingeschränkt), alles das kostet ein Heidengeld. Noch dazu ist unser Sohn ein Haudegen, der alles kaputt kriegt, also was wir da schon immer blechen müssen.

Ein Leben nur mit ihm und mir wäre also äusserst darb. Unser Haus ist auch so schön und neu eingerichtet, alles von mir bezahlt, alleine könnte ich es nicht halten. Und das bedeutet mir was!!!!

Ich bin übrigens 38. Selbst in dem Alter ist es schon schwer, einen neuen Partner zu finden, man gilt ja schon als alte Schabracke. Meine Mutter ist 57, für die war es eine Katastrophe, als mein Vater starb. Die Männer in ihrem Alter interessieren sich nur für 20 Jahre jüngere, und auf einen Greis hatte sie keinen Bock.

Der Rinderbraten mit Knödeln muss jetzt serviert werden. Drum ende ich hier. Ich schau morgen nochmal rein.

Dir auch noch einen schönen Sonntag.

C.

Replik
Hallo "hotaffair"

ist zwar zeitlich schon längst off-topic - vielleicht liest Du es ja noch einmal !

Die Angst mit einem bestimmten Alter keinen Mann mehr zu finden, ist eigentlich die Standard Ausrede (und Begründung) der Frauen, die in unglücklichen Beziehungen verharren - wobei es ziemlich wurscht ist, wie alt sie nun sind. (bin übrigens gleich alt wie Du).

Als ich mit meinem damaligen Freund (waren beide 21 Jahre !!! alt) zusammen kam, pflegte meine Ex-Schwiegermama übrigens zu sagen - er müsse sich nun überlegen, ob er mit mir zusammen bleiben will - weil mit 26 bekommt eine Frau höchstens noch einen Verwitweten oder einen, der 15 Jahre älter ist. (sie war, glaube ich, nicht zufrieden mit ihrem "Alten", der selbst 11 Jahre älter ist/war als sie). Dafür hängte sie sich an ihrem Sohn, der - hoffe ich - neben seinen beruflichen Erfolg auch irgendwann einmal seinen eigenen Weg gefunden hat.

Du siehst, die Altersfrage ist relativ, unbegrenzt variabel und sagt eigentlich nur was über den eigenen (seelischen) Befund und das eigene Selbstbild aus -wenn Du dich also selbst als "alte" Schabrake einschätzt, sei es Dir unbenommen, Du wirfst in deinem Frust halt bloß kein gutes/richtiges Bild auf uns Frauen insgesamt und qualifizierst uns insgesamt - auch unter den Männern und in der Gesellschaft - ab.

Die Einstellung deiner Mutter finde ich O. k. - ist nach einer hoffentlich bald bewältigten Trauerphase wahrscheinlich auch solo glücklicher als Du - und manchmal wartet dann sogar der zweite Frühling. (ist Müttern zweier meiner Freundinnen erst vor nicht allzu langer Zeit passiert)... Und wenn nicht, dann unternimmt man halt etwas mit Freundinnen.
Ich wünsche ihr auf jeden Fall alles, alles Gute für ihren weiteren Lebensweg !!!!! - und auch, dass sie sich vom Trauerfall irgendwie lösen- und irgendwann wieder glücklich nach vorne blicken kann !!!!!!

Eine Trennung erfordert immer Opfer, Mut und die Bereitschaft , auch Schmerz in Kauf zu nehmen (und zugegeben auch die nötigen finanziellen Mittel - aber das ist ein anderes Thema, das noch vielmehr gesellschaftspolitisch diskutiert werden müsste - leider nicht an dieser Stelle).

Trennung ist ganz sicher nicht der bequemere Weg - danach fühlt man sich aber freier - und vielleicht nicht ganz so verkrampft/verspannt und unwohl in seiner Haut, man erlebt sich viel intensiver und authentischer...und man wird auch wieder glücklich .
Man merkt natürlich auch, dass man die eigenen Probleme ganz sicher nicht mehr symptomatisch auf seinen Ex-Partner schieben kann...

...und "hotaffair" eins sei Dir hier noch gesagt - sollte man dann später mal eine Affaire haben, dann hat man sie in der umgekehrten Konstellation ganz sicher frei von Schuldgefühlen. Man kann sie also ganz anders genießen !

..und solche Aussagen wie Du hier da von Dir gibst, hat sich dein Mann auch ganz sicher nicht verdient...er ist ja schießlich genauso wenig eine Immobilienwertanlage wie eben viele der geschiedenen Frauen (Ausnahmen abgesehen!) auch mit 38 (oder später) keine "alte Schabraken" sind.

Zur alten Schabrake wird man vielleicht, wenn man nach einem Leben ohne Selbstbestimmung in einem wohl behüteten Nest - sprich - wunderschönen Haus, auch noch dazu "verurteilt" ist, jahrelang einen Mann zu pflegen - wohl nicht aus Liebe! , denn das wäre in diesem Fall wohl blanker Hohn!...und da hilft dann wohl auch keine "hot affair" mehr.

Schönen Tag noch,
I.

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