Forum / Liebe & Beziehung

Trennung nach 22 Jahren - wie schaffen?

Letzte Nachricht: Gestern um 20:54
T
tamdy
30.10.22 um 0:48

Hallo zusammen
Ich schreibe hier, weil ich selbst nicht mehr weiter weiß. Ich weiß nicht mal genau was ich mir von meinem Thread hier erhoffe. Vielleicht Rat, Gleichgesinnte oder auch einfach nur mit anderen darüber reden/besser gesagt schreiben.

Ich (37) bin seit 22 Jahren mit meinem Partner zusammen. Er ist 3 Jahre älter als ich. Wir waren beide noch Teenies(halbe Kinder) als wir zusammengekommen sind.
Da war es natürlich noch die große Liebe, alles super, alles toll.
Ich merkte damals nicht, dass sich das „Gleichgewicht“ bei uns in der Partnerschaft nach einiger Zeit verschoben hat. Vielleicht lag es auch daran, dass mein Partner etwas älter war.
In den jungen Jahren, sind 3 Jahre noch Welten. Ich habe also eher zu ihm hochgeschaut und mich nach ihm gerichtet. Dass passierte ganz unbewusst. Dadurch habe ich aber sehr viel von mir selbst verloren bzw. zurückgelassen. Dinge die ich zB vorher gerne unternommen habe, unternahm ich immer weniger, bis gar nicht, weil er darauf keine Lust hatte. So passte ich mich in vielen Dingen mit den Jahren immer mehr an ihn an.
So nach 6-7Jahren gab es dadurch schon die erste Krise, die ich aber damals nicht darauf bezogen habe.
Aber ab da habe ich das erste Mal gemerkt, dass die Beziehung eigentlich nicht das Richtige ist. Für ihn nicht und mich nicht. Aber wir waren da schon so lange zusammen, dass man einfach versucht hat daran festzuhalten. Ich mehr als er, denn er hat sich im Grunde genommen gar nicht geändert und auch nicht weiter eingebracht in die Beziehung.

So vergingen die Jahre weiter und wir beide wurden merklich unglücklicher.
Aus einer Paarbeziehung wurde eher eine Beziehung wie Bruder und Schwester.
Keine partnerschaftliche Liebe mehr, kein Begehren, keine Lust auf gemeinsame Unternehmungen. Es gab Phasen an denen wir uns nicht mal mehr wirklich leiden konnten.
Aber wir halten und hielten ja auch noch verbissen an allem fest.

Wir haben nie geheiratet und auch keine Kinder. Aber ein Haus zusammen, viel zusammen aufgebaut und auch seit einigen Jahren einen Hund, den ich über alles liebe. Mein Partner auch.
Uns selbst haben wir uns aber schon lange verloren und wir machen uns auch nicht glücklich.
Das Beste wäre die Trennung, aber ich schaffe es nicht. Bzw. mich von der Paarebene zu trennen, das könnte ich bzw. habe ich innerlich schon.
Aber ich habe höllische Angst mein Leben hinter mir zu lassen und das muss ich, wenn ich mich trenne. Es geht nicht um das Finanzielle, das passt schon irgendwie (auch wenn es ungerecht ist, dazu gleich mehr). Wir beide arbeiten Vollzeit und verdienen ok.

Aber nach 20 Jahren ist das hier mein zu Hause (gehörte schon seinen Eltern, kenne ich von Anfang an). Ich kenne alles hier. Schon bei dem Gedanken daran hier nicht mehr zu wohnen, fühle ich mich verloren.
Oder daran zu denken den Hund nicht mehr jeden Tag, um mich zu haben, ist richtig schlimm.
Aber auch mein Partner, obwohl wir uns teilweise regelrecht nur noch anko+++en wird mir fehlen.
Ich kenne ihn mehr als mein halbes Leben.
Immer wenn ich mich konkreter mit dem Thema Trennung befasse (ich schaue auch zwischendurch nach Wohnungen) kriege ich Panikattacken. Wenn ich morgens aufwache, im Bett liege und daran denke, nie mehr in dieser Umgebung aufzuwachen kriege ich fast keine Luft.
Es macht mir so viel Angst, dass ich wieder versuche mich mit der Beziehung zu arrangieren.
Ich mein es ist keine Horrobeziehung in dem Sinne. ZB keine körperliche Gewalt. Aber es ist eine sehr unglückliche Beziehung, wir nerven uns nur noch, alles stagniert, keine Weiterentwicklung.
Auf der anderen Seite macht auch jeder sein Ding. Unternimmt getrennt Dinge, hat getrennte Freunde. Keiner verbietet dem anderen etwas wie Unternehmungen, allein Urlaube.

Nur merke ich, dass ich in dieser Beziehung trotzdem immer mehr auslauge/verblasse und meinem Partner wird es nicht anders gehen.
Aber er hat zumindest noch einen Nutzen von dieser Beziehung, denn ich mache eigentlich alles was den Haushalt etc. betrifft. Bin Haushaltshilfe, Einkäuferin, wasche die Wäsche u.v.m.
Es ist eher so als ob ich die alleinerziehende Mutter eines Teenies bin. Nur bekomme ich nicht mal Kindergeld, sondern beteilige mich noch mit 50% an allen Kosten.
Ich weiß, dass ich daran selbst Schuld bin. Hätte eher auf den Tisch hauen sollen, gegenlenken.
Aber ich habe es erst die letzten Jahr so wirklich realisiert und da ist Gegenlenken schwer.
Mein Partner hat auch schon mehrfach gesagt, dass er nichts ändern wird.
Ich habe mich auch mal im Internet schlau gemacht, wie es eigentlich ist, wenn man „nur“ in wilder Ehe gelebt hat. Das ist wirklich schon ein Witz, dass man nach 10-20-30 Jahren blöd dasteht, nur weil man damals keine Heiratsurkunde oder so unterschrieben hat. Diese einzelne fehlende Unterschrift sorgt dafür, dass die 20 Jahre die man investierte etc. als wertlos gelten.
Beispiel.
Mein Partner hat damals noch studiert während ich schon gearbeitet habe. Ich habe damals alles mit meinem Azubigehalt finanziert. Nach seinem Studium hat er einen sehr guten Job bekommen, während ich eine zeit lang nur eine Teilzeitstelle hatte. Da ich eher zu Hause war, habe ich dann die anfallenden Sachen übernommen. Bis er zu Hause war, war Essen fertig, Kühlschrank gefüllt, alles sauber, Hund versorgt. Er konnte sich einfach auf die Couch setzen und musste/muss nix mehr tun.
„Natürlich“ musste ich zu der Zeit als ich halbtags gearbeitet und ihm alles abgenommen habe, mich trotzdem zu 50% an den Haushaltskosten beteiligen (auch wenn ich viel weniger verdiente als er). Auch als ich dann wieder angefangen habe Vollzeit zu arbeiten, ging es so weiter.
So hatte er also letztendlich eine kostenlose Haushaltshilfe die obendrein noch Geld mit einbrachte und ihn damit finanziell entlastete.
Jede Ehefrau würde auch ohne Kind nach 20 Jahren einen gewissen Ausgleich bekommen.
Als Lebenspartnerin/und auch Partner steht man dumm da.

Wenn er mich zB morgen rauswerfen würde, dann würde ich ohne alles dastehen und hätte keinerlei anrecht auf nichts. Im Grundbuch steht auch nur er, weil er das Haus vom Vater übernommen hat.
Und er meine Beteiligung an den Kosten als Miete auslegte und nicht so, dass ich die Finanzierung mit abtrage.
Ja ich weiß, alles sehr blöd von mir gewesen und selbst Schuld. Deshalb jammere ich was das angeht auch nicht so viel rum. Aber trotzdem finde ich es natürlich alles andere als fair und wollte es mal anmerken. Es ist einfach traurig, dass 20 Jahre nur wegen einer fehlenden Unterschrift nicht gelten.

Aber jetzt bin ich auch zu sehr vom Thema abgedriftet.
Ich weiß auf jeden Fall, dass es das Richtige wäre mich zu trennen. Es ist so gesehen kein Zustand mehr, wir ätzen uns nur noch an und sind froh den anderen nicht zu sehen.
Aber ich habe einfach Angst, denn ich verliere alles gewohnte.

Ja ich weiß, in meinem Alter, sollte man so etwas hinbekommen, aber ich fühle mich was das angeht unreif. Wahrscheinlich weil wir sehr früh zusammengekommen sind und ich noch nie alleine war. Bzw nie ohne „Anker“, „Heimat“. Schwer zu erklären.
Wenn ich mich trenne verliere ich meine „Heimat“ und auch von meinem Hund werde ich getrennt. Auch wenn ich ihn dann noch sehen will und werde ist es was Anderes.
An all das zu denken bricht mir das Herz. So sehr, dass ich „lieber“ weiter in dieser Situation bleibe, anstatt etwas zu ändern.

Ich versuche abzuwägen, wie wichtig Glücklichsein überhaupt ist oder ob das überbewertet wird.
Ich zB bin todunglücklich in meiner Beziehung. Habe aber letztendlich ein freies Leben (natürlich jetzt nicht was andere Männer angeht, will ich auch nicht), finanziell kann ich mir auch mehr leisten, als alleine. Lebe in einem Haus mit Garten, Balkon, sein Vater wohnt hier auch in der Anliegerwohnung.
Bin also in dem Sinne in einem geschützten Bereich (als Frau ist man alleine ja doch meist ängstlicher).
Ich werde, vorausgesetzt mein Partner trennt sich nicht (sieht auch noch nicht danach aus), nicht alleine alt werden müssen wovor es vielen graut.
Habe einen Menschen an meiner Seite den ich über 20 Jahre kenne.
Nur ist es das alles Wert sich selbst zu verlieren? Sogar gesundheitlich merke ich es.

Ich weiß mein Partner wird sich nicht ändern, also kann ich mich damit nur arrangieren oder so weit verbiegen, dass es wieder passt. Beides laugt mich aber aus.
Habe schon eine Trennung auf Raten überlegt. Erstmal räumlich trennen, schauen ob das vielleicht noch eine Änderung bringt, aber gleichzeitig das auch nutzen, um sich nach und nach zu entwöhnen.
So wie wenn man in jungen Jahren von den Eltern auszieht und die erste Zeit noch dauernd dort auf der Matte steht, weil das „Abnabeln“ schwer ist.

Wüsste ich, dass ich auch hier diese Möglichkeit hätte immer herzukommen wann ich möchte, dann würde es mir leichter fallen. Aber eine Trennung ist ja meistens nicht so.
Ich mache mich nun schon seit Wochen bekloppt und finde keine Lösung. Gucke schon nach Wohnungen in der Nähe (wegen Hund), aber schwer zu finden. Finde ich Eine, freue ich mich, bin aber auch angespannt. Ist die Wohnung dann nicht gut, fühle ich eine Erleichtert und gleichzeitig ist es natürlich blöd.
Zwischendurch versuche ich mit meinem Partner irgendwie wieder eine normale Ebene zu finden, aber er ist da zu eingefahren. Eine gemeinsame Lösungsfindung wird es nicht geben.
Entweder ich gehe und lasse alles hinter mir, oder ich mach noch weitere 20-30-40 Jahre so weiter, bin immer unglücklich und sehe das Leben an mir vorbeirasen.

Habt ihr eine Idee was ich machen könnte? Wie ich es angehen könnte? Habt ihr vielleicht selbst Erfahrung? Und wie seht ihr das eigentlich? Wird z.B Glücklichsein überbewertet?
Entschuldigt, dass es so viel geworden ist, aber mir gehen zur Zeit tausend Gedanken durch den Kopf.
Es gibt 18 Jährige die ganz alleine in eine fremde Stadt ziehen um zu studieren und ich habe in meinem Alter solche Probleme. Eigentlich peinlich.
Ich habe keine Ahnung was ich tun soll, aber ich merke, dass etwas passieren muss.
Ich danke euch fürs Lesen!

Viele Grüße
 

Mehr lesen

J
j.valjean
30.10.22 um 17:49

Du bist gerade in einer Phase deines Lebens in dem sich die Bequemlichkeit breit macht. Man hat sich einen gewissen Stand erarbeiten und möchte das jetzt genießen. Das ist aber absolut ok. 

Jedoch in deinem Fall musst du dich jetzt entscheid, aus Bequemlichkeit bei deinem Mann bleiben und so weiter machen: Jeder macht seins und gut ist.
Oder du wagst die Trennung.



 

1 -Gefällt mir

10diva
10diva
30.10.22 um 19:20

Welche Erwartungen stellst Du an Dein Leben ? 
Du fragst , ob " glücklich sein " überbewertet wird ?
Glück ist kein Ziel, es ist der Weg ... eine Art zu leben 
Natürlich ist es ungerecht , dass Du ohne Ehevertrag keinerlei finanzielle Ansprüche hast ,
vielleicht kannst Dich auf freundschaftlicher Ebene mit Deinem Partner treffen ,
aber ein eigenständiges , selbstbestimmtes Leben ist jede Anstrenung wert 
alles Gute für Dich 
 

1 -Gefällt mir

T
tamdy
30.10.22 um 22:27
In Antwort auf j.valjean

Du bist gerade in einer Phase deines Lebens in dem sich die Bequemlichkeit breit macht. Man hat sich einen gewissen Stand erarbeiten und möchte das jetzt genießen. Das ist aber absolut ok. 

Jedoch in deinem Fall musst du dich jetzt entscheid, aus Bequemlichkeit bei deinem Mann bleiben und so weiter machen: Jeder macht seins und gut ist.
Oder du wagst die Trennung.



 

Danke für deine Antwort, aber an Bequemlichkeit liegt es eher nicht.
Eine Trennung würde für mich eine direkte Entlastung bedeuten, da ich mich aktuell zum Großteil fühle wie eine alleinerziehende Mutter eines Teenies. Wobei ein Teenie sicher mehr hilft. Ein bequemes Leben in dem Sinne habe ich also nicht.

Und klar ist es eine Umstellung aus einem Haus in eine Wohnung zu ziehen, aber so schlimm ist dieser Gedanke an sich nicht. Ich sag mal so, aktuell nutze ich das Haus ja auch nicht komplett, da im unteren Teil noch der Vater wohnt.
Ich verbringe die meiste Zeit, wenn dann eh in der mittleren Etage wo ich dann auch nur den Balkon nutze.
Ist also wie eine Wohnung.
Darum geht es also nicht ganz.
Aber klar ist das schon eine Umstellung.
Und ansonsten ist eine Trennung eher eine Entlastung für mich.

Umso unverständlicher wieso ich es nicht schaffe.
Aber die viele Zeit, 20 jahre, die Gewohneit, das Vertraute, können sehr mächtig sein.
Ich hätte es auch lieber anders, wäre mutiger.
Es ist aber sehr schwer.

Gefällt mir

T
tamdy
30.10.22 um 22:35
In Antwort auf 10diva

Welche Erwartungen stellst Du an Dein Leben ? 
Du fragst , ob " glücklich sein " überbewertet wird ?
Glück ist kein Ziel, es ist der Weg ... eine Art zu leben 
Natürlich ist es ungerecht , dass Du ohne Ehevertrag keinerlei finanzielle Ansprüche hast ,
vielleicht kannst Dich auf freundschaftlicher Ebene mit Deinem Partner treffen ,
aber ein eigenständiges , selbstbestimmtes Leben ist jede Anstrenung wert 
alles Gute für Dich 
 

Welche Erwartungen ich an mein Leben habe?
Eigentlich nicht viele...ja eigentlich habe ich eine zeitlang gesagt, dass ich einfach nur glücklich sein möchte.
Also innerlich glücklich. Damit meine ich nicht großes Haus, teures Auto, urlaube...nichts Materielles.
In einer Holzhütte zB kann man auch glücklich sein, werden.
Es kommt immer auf den oder die Menschen an mit denen man in dieser Hütte ist.

Nein ich sehe Glück in dem Sinne auch nicht als Ziel. Wenn es ein Ziel gibt, dann damit zu beginnen glücklich zu werden, diesen Weg zu gehen auf dem man glücklich ist.

Ja die Finanzielle Seite ist echt fies, aber nie ein Grund für mein Zögern gewesen.
Ich finde es wie gesagt halt nur unfair. Über 20 Jahre Beziehung sind vor dem Gesetz nicht so viel Wert wie über 20 jahre Ehe, auch wenn es an sich keinerlei Unterschied gibt.
Aber es ist nun mal so wie es ist.
Ich weiß nicht wie fair mein Partner damit umgehen wird. Ich denke wenn ich mich trenne, wird es nichts geben.
Sollte er sich trennen, vielleicht. Aber er trennt sich nicht.

Danke für deine Wünsche!

Gefällt mir

S
spiff80
30.10.22 um 23:13

Hallo Tamdy
ich bin ähnlich lange mir meiner Frau zusammen und ähnlich alt wie Dein Freund. Daher habe ich alles gelesen.

Messe das Glücklichsein im Moment selber und nicht im Vergleich zu verpassten Chancen.
Stell Dir vor, Du trennst Dich jetzt, und vergiss, was Du verlierst, sondern denke, an was Du hast (z.b. genügend finanzielle Mittel, um selber zu wohnen und bist noch jung, und kannst noch viele Jahre geniessen).

Was bringt es darüber nachzudenken, was ein Trauschein geändert hätte, denn er ist viel zu rational und "geld/gewinnorientiert", als dass er dich geheiratet hätte. Du vergleichst mit hätte/wäre, aber sowas macht nur depressiv... Du hättest auch jahrelang das gleiche Geld in eine Wohnungsmiete stecken können, es wäre auch weg! Du hättest statt eine 22-jahre dauernde Beziehung, mehrere kurze haben können, und Du wärst auch gleich weit.
Kurz: trauere angeblich falschen Entscheidungen nicht nach. Das lohnt sich nicht. Hingegen solltest Du falsche Entscheidungen nicht wiederholen, sondern jetzt das Leben ändern.

Nicht einfach, aber vielleicht hilft einer der obigen Sätze?

3 -Gefällt mir

T
tamdy
30.10.22 um 23:27
In Antwort auf spiff80

Hallo Tamdy
ich bin ähnlich lange mir meiner Frau zusammen und ähnlich alt wie Dein Freund. Daher habe ich alles gelesen.

Messe das Glücklichsein im Moment selber und nicht im Vergleich zu verpassten Chancen.
Stell Dir vor, Du trennst Dich jetzt, und vergiss, was Du verlierst, sondern denke, an was Du hast (z.b. genügend finanzielle Mittel, um selber zu wohnen und bist noch jung, und kannst noch viele Jahre geniessen).

Was bringt es darüber nachzudenken, was ein Trauschein geändert hätte, denn er ist viel zu rational und "geld/gewinnorientiert", als dass er dich geheiratet hätte. Du vergleichst mit hätte/wäre, aber sowas macht nur depressiv... Du hättest auch jahrelang das gleiche Geld in eine Wohnungsmiete stecken können, es wäre auch weg! Du hättest statt eine 22-jahre dauernde Beziehung, mehrere kurze haben können, und Du wärst auch gleich weit.
Kurz: trauere angeblich falschen Entscheidungen nicht nach. Das lohnt sich nicht. Hingegen solltest Du falsche Entscheidungen nicht wiederholen, sondern jetzt das Leben ändern.

Nicht einfach, aber vielleicht hilft einer der obigen Sätze?

Dein ganzer Text hilft...wie übrigens auch die Anderen... vielen Dank.

An verpasste Chancen denke ich gar nicht wirklich, weil mich das noch mehr herunterziehen würde.
Es ist eh nicht mehr änderbar. Ich weiß, dass ich an das Hier und Jetzt und an die Zukunft denken muss.

Und das mit dem Geld war wirklich nur beiläufig erwähnt. Ich habe mich mal einige Tage mit dem Thema befasst, informiert welche Rechte ich habe, festgestellt, dass ich mit Nichts aus der Sache gehe und dann war das auch durch das Thema.
Doof ist es trotzdem.

Du hast absolut Recht, dass ich falsche Entscheidungen nicht wiederholen sollte. Und ich versuchs.

Jetzt gerade sitze ich wieder alleine im Wohnzimmer und denke über alles nach.
Die Vorstellung hier nicht mehr zu leben, mit diesem Menschen nicht mehr zu leben, ist sehr schwer, auch wenn es einiges erleichtern würde und es kein glückliches Zusammenleben mehr ist.
Ich habe gerade wieder überlegt ob ich nicht einfach bleiben soll. Ob es wirklich so "schlimm" ist.
Aber wie gesagt, wir ätzen uns ja nur noch an. Es ist ja keine Harmonie mehr da. Gar nicht. Oder mal kurz.
Also wir streiten nicht dauernd, aber sind manchmal eher schon unfreundlich zueinander wenn wir reden.
Als wären wir voneinander genervt. Bzw sind es wohl auch.
Und das wird sich nicht ändern. Und so schon mal gar nicht, wenn nichts passiert. Wenn wir nur auf einer Stelle stehen.


 

Gefällt mir

hatole
hatole
31.10.22 um 8:30

Ist ne blöde Situation, ich denke aber mit 37 bist du noch zu "jung" um den Rest deines Lebens "abzusitzen". In dem Alter kann man sich noch was schaffen und neu anfangen. Ich würde das in dem Alter noch nicht so akzeptieren. 

Zu der Geschichte mit dem Haus verstehe ichich deine Gedankengänge nicht. Wenn ich das richtig gelesen habe hat dein Partner das Haus von seiner Familie übernommen und sich um alles gekümmert während du dich an den Nebenkosten und Lebenserhaltung mit 50% beteiligt hast. Habe ich das so richtig verstanden?
Falls ja kann ich nicht nachvollziehen aus welchen Gründen du finanziellen Anspruch auf irgendwas stellen möchtest. Das Haus gehört ihm und vorher schon seinen Eltern. Da hat Niemand sonst einen Anspruch drauf zu erheben.

Gefällt mir

T
tamdy
31.10.22 um 11:13
In Antwort auf hatole

Ist ne blöde Situation, ich denke aber mit 37 bist du noch zu "jung" um den Rest deines Lebens "abzusitzen". In dem Alter kann man sich noch was schaffen und neu anfangen. Ich würde das in dem Alter noch nicht so akzeptieren. 

Zu der Geschichte mit dem Haus verstehe ichich deine Gedankengänge nicht. Wenn ich das richtig gelesen habe hat dein Partner das Haus von seiner Familie übernommen und sich um alles gekümmert während du dich an den Nebenkosten und Lebenserhaltung mit 50% beteiligt hast. Habe ich das so richtig verstanden?
Falls ja kann ich nicht nachvollziehen aus welchen Gründen du finanziellen Anspruch auf irgendwas stellen möchtest. Das Haus gehört ihm und vorher schon seinen Eltern. Da hat Niemand sonst einen Anspruch drauf zu erheben.

Guten Morgen hatole und danke.

Zuerst was zu dem Haus. Das hattest du etwas falsch verstanden, denn an das Haus und die Hälfte davon stelle ich keine Ansprüche. Mir geht es eher so ums Ganze bei meinen Gedankengängen.

Mein Partner und ich haben über 20 Jahre gemeinsam ein Leben gestemmt. Viele Jahre habe ich uns alleine finanziert und das meine ich nicht als Vorwurf, sondern jetzt nur zur Erklärung.
Als mein Partner dann anfing zu arbeiten und mehr zu verdienen wurden die Haushaltskosten dann auch geteilt...in dem Sinne...aber letztendlich war es so, dass ich weiterhin mit meinem Teil des Geldes uns finanziert habe und er nur sich bzw seinen "Vermögensaufbau".
Ok man könnte dann sagen, dass eine Mietwohnung für die ich nur Miete zahle auch nicht mir gehört am Ende.
Aber alles in Einem hätte ich bei einer Mietwohnung weniger gezahlt und hätte nicht noch einen anderen Menschen von der Haushaltsarbeit entlastet. Ja ich weiß, dass es auch selbst Schuld war, deshalb meine ich das alles wie gesagt nicht vorwurfsvoll, sondern möchte nur erklären was ich an der Sache "unfair" finde.

Damals als ich erstmal nur Teilzeit arbeiten konnte, habe ich die Zeit die ich eher zu Hause war, alles im Haushalt gemacht (naja sogar heute noch). Aber auch alle Einkäufe, Post/Botengänge etc. Für mich in dem Sinne eine Selbstverständlichkeit.
Man lebt zusammen und wenn der Eine länger/mehr arbeitet, kann die/der Andere diese Sachen übernehmen.
Mein Partner hatte dann, als er Feierabend hatte nichts mehr zu tun und konnte seine Freizeit direkt nutzen.
Bzw nutzte er das auch, um mehr zu arbeiten un somit auch mehr zu verdienen.
Aber dass er mal gesagt hätte, dass solange ich nur 50% arbeite, dafür alles andere mache, nur 25% zahlen muss (was er sich locker hätte leisten können) gab es nicht.
Seine Aussage war, dass wenn ich eh eher zu Hause bin, ich ja auch dir Zeit dafür hätte.

Wären mein Partner und ich verheiratet, dann würde gesagt werden, dass ich ihm den Rücken freigehalten habe, er damit seine Karriere ankurbeln, mehr verdienen und auch mehr ansparen konnte. Aber ohne Trauschein wird das gar nicht so gesehen. Wenn dann heißt es eher nur "eigene Dummheit". Und ja ist es vielleicht auch, aber in einer Lebensgemeinschaft, in der zwei Menschen gemeinsam durchs Leben gehen, ist es doch normal, dass man sich gegenseitig entlastet, ausgleicht oder wie man das auch immer formulieren kann.
Für mich stand zB nie außer Frage, dass wenn ich eher zu Hause bin ich schon mal sauber mache, das Essen vorbereite, mich um den Hund kümmere.
So konnte sich mein Partner wenn er nach Hause kam direkt ausruhen bzw sein Ding machen. Wieso nicht wenn ich die Extrazeit habe? Andersherum kann mein Partner durch diese Entlastung ausgeruhter und auch durch die Mehrzeit, mehr Geld verdienen. Aber er kam nie auf die Idee dann mich mal zu entlasten. Und er hatte/hat letztendlich wirklich ein All Incluse Hotel hier. Er kann seine freie Zeit und sein Geld komplett in sich, sein Vermögen investieren. Schlau von ihm, dumm von mir, und ja irgendwo schon ein wenig unfair, wenn es nur an einem Trauschein liegt.

Der heutige Tag ist zB wieder ein perfektes Beispiel. Brückentag. Ich habe frei. Mein Partner macht Homeoffice (müsste er nicht, aber wofür Urlaub nehmen, wenn er so hier nichts zu tun hat und es sein Hobby ist).
Er sitzt also in seinem Büro seit heue morgen. Nichts in der Küche gemacht, nicht den Hund versorgt, Tasse steht noch im Wohnzimmer. Es ist wie jeden morgen wenn wir arbeiten, nur habe ich eigentlich frei. Wenn wir arbeiten mache ich morgens ja alles. Da nur er heute "arbeitet" und eh früh raus muss könnte er ja diese Dinge machen. Aber nein. Er behält seine Gewohnheit bei, steht früh auf, macht sich frisch für den Tag und entschwindet ins Büro.
Obwohl ich gerne ausschlafen würde an meinem freien Tag, wurde ich kurz nachdem mein Partner entschwunden war vom Hund geweckt. Musste mich dann fertig machen, raus. Danach habe ich im Wohnzimmer alles aufgeräumt und die Küche gemacht. Gleich muss ich noch los einkaufen, weil noch etwas fehlt.
Mein Partner sitzt in dieser Zeit im Büro, wo er arbeitet/Geld verdient, von dem ich aber 0,00 sehe.
Kommt er später irgendwann aus dem Büro, ist alles erledigt und er kann sich dan komplett seiner Freizeit widmen.

Und dazu sei zu sagen, dass unsere Jobs sich auch in der körperlichen Anstrengung etwas mehr unterscheiden.
Normalerweise müsste ich nach einem Arbeitstag erstmal die Füße hochlegen, da mein Job körperlich viel anstrender und belastender ist als seiner. Er sitzt den ganzen Tag nur. Aber er braucht nach der Arbeit die Erholung und ich soll noch alles wuppen.

Wie gesagt, ich weiß, dass es auch meine Schuld ist, dass es in diese Richtung gegangen ist.
Deshalb jammere ich was das Finanzielle angeht auch nicht so wirklich rum. Ich erwähne es, ja, aber ich weiß ja, dass es letztendlich nichts bringt. Ich würde jetzt auch nicht versuchen mit einem Anwalt doch noch was zu erreichen.
Was diese Sache angeht sehe ich es als persönliches Pech.

Wovon mir aber eigentlich definitiv etwas zustehen würde ist die Hälfte von den Dingen an denen ich mich beteiligt habe. Bzw wo ich mit Geld reingesteckt habe. Aber da gibt es aus 20Jahren so viel, wo man das gar nicht mehr nachhalten kann.
Ich dachte ja nie daran, dass es irgendwann darum geht all sowas nachweisen zu müssen.
Wäre es zB umgekehrt, ich wäre in der Position meines Partners. Für mich würde klar sein, dass ich ihm die Hälfte an bestimmten Dingen auszahle. Nein am Haus nicht, wie gesagt daran dachte ich nie.
Aber ich gehe ja hier, wenn ich gehe, ohne alles. Er behält die Sachen ja (vieles ist auch extra angepasst hier). Ich muss nei kaufen, also Geld investieren.

Auch da wäre mit einem Trauschein alles geregelt. Bei einer Beziehung aber nicht.

Huch das ist jetzt aber lang geworden, entschuldigung.
Es geht mir ja letztendlich auch nicht um das Geld in meinem Thread, sondern um meine Angst vor der Trennung.
Aber es ist keine Angst wegen dem Geld. Ich kann zwar keine großen Sprünge machen, aber ich bin da eh genügsam. Das ist schon in Ordnung.






 

Gefällt mir

H
holzmichel
02.11.22 um 15:44

Ich kann mich den meisten hier nur anschließen, du solltest nach vorn schauen und nicht zurück.
Auch wenn es noch so bitter ist, die Vergangenheit kannst du nicht ändern aber das was kommt liegt in deiner Hand.

Verstehen kann ich dich total, vor meiner Trennung nach 23 Jahren ging es mir ganz ähnlich.
Man steckt fest, hat Angst was kommt, Angst das gewohnte zu verlieren, ist von dem ganzen arangieren total blind.

Gefällt mir

H
holzmichel
02.11.22 um 15:47
In Antwort auf tamdy

Guten Morgen hatole und danke.

Zuerst was zu dem Haus. Das hattest du etwas falsch verstanden, denn an das Haus und die Hälfte davon stelle ich keine Ansprüche. Mir geht es eher so ums Ganze bei meinen Gedankengängen.

Mein Partner und ich haben über 20 Jahre gemeinsam ein Leben gestemmt. Viele Jahre habe ich uns alleine finanziert und das meine ich nicht als Vorwurf, sondern jetzt nur zur Erklärung.
Als mein Partner dann anfing zu arbeiten und mehr zu verdienen wurden die Haushaltskosten dann auch geteilt...in dem Sinne...aber letztendlich war es so, dass ich weiterhin mit meinem Teil des Geldes uns finanziert habe und er nur sich bzw seinen "Vermögensaufbau".
Ok man könnte dann sagen, dass eine Mietwohnung für die ich nur Miete zahle auch nicht mir gehört am Ende.
Aber alles in Einem hätte ich bei einer Mietwohnung weniger gezahlt und hätte nicht noch einen anderen Menschen von der Haushaltsarbeit entlastet. Ja ich weiß, dass es auch selbst Schuld war, deshalb meine ich das alles wie gesagt nicht vorwurfsvoll, sondern möchte nur erklären was ich an der Sache "unfair" finde.

Damals als ich erstmal nur Teilzeit arbeiten konnte, habe ich die Zeit die ich eher zu Hause war, alles im Haushalt gemacht (naja sogar heute noch). Aber auch alle Einkäufe, Post/Botengänge etc. Für mich in dem Sinne eine Selbstverständlichkeit.
Man lebt zusammen und wenn der Eine länger/mehr arbeitet, kann die/der Andere diese Sachen übernehmen.
Mein Partner hatte dann, als er Feierabend hatte nichts mehr zu tun und konnte seine Freizeit direkt nutzen.
Bzw nutzte er das auch, um mehr zu arbeiten un somit auch mehr zu verdienen.
Aber dass er mal gesagt hätte, dass solange ich nur 50% arbeite, dafür alles andere mache, nur 25% zahlen muss (was er sich locker hätte leisten können) gab es nicht.
Seine Aussage war, dass wenn ich eh eher zu Hause bin, ich ja auch dir Zeit dafür hätte.

Wären mein Partner und ich verheiratet, dann würde gesagt werden, dass ich ihm den Rücken freigehalten habe, er damit seine Karriere ankurbeln, mehr verdienen und auch mehr ansparen konnte. Aber ohne Trauschein wird das gar nicht so gesehen. Wenn dann heißt es eher nur "eigene Dummheit". Und ja ist es vielleicht auch, aber in einer Lebensgemeinschaft, in der zwei Menschen gemeinsam durchs Leben gehen, ist es doch normal, dass man sich gegenseitig entlastet, ausgleicht oder wie man das auch immer formulieren kann.
Für mich stand zB nie außer Frage, dass wenn ich eher zu Hause bin ich schon mal sauber mache, das Essen vorbereite, mich um den Hund kümmere.
So konnte sich mein Partner wenn er nach Hause kam direkt ausruhen bzw sein Ding machen. Wieso nicht wenn ich die Extrazeit habe? Andersherum kann mein Partner durch diese Entlastung ausgeruhter und auch durch die Mehrzeit, mehr Geld verdienen. Aber er kam nie auf die Idee dann mich mal zu entlasten. Und er hatte/hat letztendlich wirklich ein All Incluse Hotel hier. Er kann seine freie Zeit und sein Geld komplett in sich, sein Vermögen investieren. Schlau von ihm, dumm von mir, und ja irgendwo schon ein wenig unfair, wenn es nur an einem Trauschein liegt.

Der heutige Tag ist zB wieder ein perfektes Beispiel. Brückentag. Ich habe frei. Mein Partner macht Homeoffice (müsste er nicht, aber wofür Urlaub nehmen, wenn er so hier nichts zu tun hat und es sein Hobby ist).
Er sitzt also in seinem Büro seit heue morgen. Nichts in der Küche gemacht, nicht den Hund versorgt, Tasse steht noch im Wohnzimmer. Es ist wie jeden morgen wenn wir arbeiten, nur habe ich eigentlich frei. Wenn wir arbeiten mache ich morgens ja alles. Da nur er heute "arbeitet" und eh früh raus muss könnte er ja diese Dinge machen. Aber nein. Er behält seine Gewohnheit bei, steht früh auf, macht sich frisch für den Tag und entschwindet ins Büro.
Obwohl ich gerne ausschlafen würde an meinem freien Tag, wurde ich kurz nachdem mein Partner entschwunden war vom Hund geweckt. Musste mich dann fertig machen, raus. Danach habe ich im Wohnzimmer alles aufgeräumt und die Küche gemacht. Gleich muss ich noch los einkaufen, weil noch etwas fehlt.
Mein Partner sitzt in dieser Zeit im Büro, wo er arbeitet/Geld verdient, von dem ich aber 0,00 sehe.
Kommt er später irgendwann aus dem Büro, ist alles erledigt und er kann sich dan komplett seiner Freizeit widmen.

Und dazu sei zu sagen, dass unsere Jobs sich auch in der körperlichen Anstrengung etwas mehr unterscheiden.
Normalerweise müsste ich nach einem Arbeitstag erstmal die Füße hochlegen, da mein Job körperlich viel anstrender und belastender ist als seiner. Er sitzt den ganzen Tag nur. Aber er braucht nach der Arbeit die Erholung und ich soll noch alles wuppen.

Wie gesagt, ich weiß, dass es auch meine Schuld ist, dass es in diese Richtung gegangen ist.
Deshalb jammere ich was das Finanzielle angeht auch nicht so wirklich rum. Ich erwähne es, ja, aber ich weiß ja, dass es letztendlich nichts bringt. Ich würde jetzt auch nicht versuchen mit einem Anwalt doch noch was zu erreichen.
Was diese Sache angeht sehe ich es als persönliches Pech.

Wovon mir aber eigentlich definitiv etwas zustehen würde ist die Hälfte von den Dingen an denen ich mich beteiligt habe. Bzw wo ich mit Geld reingesteckt habe. Aber da gibt es aus 20Jahren so viel, wo man das gar nicht mehr nachhalten kann.
Ich dachte ja nie daran, dass es irgendwann darum geht all sowas nachweisen zu müssen.
Wäre es zB umgekehrt, ich wäre in der Position meines Partners. Für mich würde klar sein, dass ich ihm die Hälfte an bestimmten Dingen auszahle. Nein am Haus nicht, wie gesagt daran dachte ich nie.
Aber ich gehe ja hier, wenn ich gehe, ohne alles. Er behält die Sachen ja (vieles ist auch extra angepasst hier). Ich muss nei kaufen, also Geld investieren.

Auch da wäre mit einem Trauschein alles geregelt. Bei einer Beziehung aber nicht.

Huch das ist jetzt aber lang geworden, entschuldigung.
Es geht mir ja letztendlich auch nicht um das Geld in meinem Thread, sondern um meine Angst vor der Trennung.
Aber es ist keine Angst wegen dem Geld. Ich kann zwar keine großen Sprünge machen, aber ich bin da eh genügsam. Das ist schon in Ordnung.






 

Aber jedes zweite Wort von dir ist gefühlt Geld und Haus.
Davon solltest du weg kommen, sonst gehst du kaputt.

Du hast alle Entscheidungen bewusst getroffen, gut heute weißt du das sie nicht immer richtig waren, aber dazu musst du jetzt stehen.
Hör auf zu jammnern und gehe vorwärts.

1 -Gefällt mir

T
tamdy
05.11.22 um 15:01
In Antwort auf holzmichel

Aber jedes zweite Wort von dir ist gefühlt Geld und Haus.
Davon solltest du weg kommen, sonst gehst du kaputt.

Du hast alle Entscheidungen bewusst getroffen, gut heute weißt du das sie nicht immer richtig waren, aber dazu musst du jetzt stehen.
Hör auf zu jammnern und gehe vorwärts.

Hallo Holzmichel
Es kann ja sein, dass jedes zweite Wort gefühlt Geld und Haus ist.
Aber es ist nicht so gemeint, wie es vielleicht aufgefasst wird.
Das Geld ist mir in dem Sinne ja egal. Ich verdiene mein eigenes Geld und das Geld ist auch nicht der Grund das ich bleibe. Das mit dem Geld erwähne ich nur weil es eben dazugehört und ich halt etwas erschrocken bin darüber, dass Partnerinnen und Ehefrauen unterschiedlich gesehen werden.
Aber nochmal....das Geld hat absolut nichts mit meiner Unsicherheit, Angst zu tun.
Wenn es einzig darum ginge, wäre ich schon weg.

Und das mit dem Haus hat ja eine ganz andere Bedeutung für mich. Ich sehe da nicht den finanzielle Wert
und meine das auch nicht damit.
Dieses Haus ist halt meine Heimat, mein zu Hause, wo ich seit über 20 Jahren bin. Mein Herz hängt hier dran, nicht meine Geldbörse.

Ich versuche natürlich nach vorne zu gucken, aber noch ist es ein Prozess.
Du hast es nach über 20 Jahren geschafft. Glückwunsch. Ich bewundere jeden der diesen Mut hat, denn ich merke ja selbst, dass ich so nur mein Leben weg werfe und mein Partner in dem Sinne auch.
 

Gefällt mir

Kannst du deine Antwort nicht finden?

A
annatoula10
07.11.22 um 23:13
In Antwort auf tamdy

Hallo zusammen
Ich schreibe hier, weil ich selbst nicht mehr weiter weiß. Ich weiß nicht mal genau was ich mir von meinem Thread hier erhoffe. Vielleicht Rat, Gleichgesinnte oder auch einfach nur mit anderen darüber reden/besser gesagt schreiben.

Ich (37) bin seit 22 Jahren mit meinem Partner zusammen. Er ist 3 Jahre älter als ich. Wir waren beide noch Teenies(halbe Kinder) als wir zusammengekommen sind.
Da war es natürlich noch die große Liebe, alles super, alles toll.
Ich merkte damals nicht, dass sich das „Gleichgewicht“ bei uns in der Partnerschaft nach einiger Zeit verschoben hat. Vielleicht lag es auch daran, dass mein Partner etwas älter war.
In den jungen Jahren, sind 3 Jahre noch Welten. Ich habe also eher zu ihm hochgeschaut und mich nach ihm gerichtet. Dass passierte ganz unbewusst. Dadurch habe ich aber sehr viel von mir selbst verloren bzw. zurückgelassen. Dinge die ich zB vorher gerne unternommen habe, unternahm ich immer weniger, bis gar nicht, weil er darauf keine Lust hatte. So passte ich mich in vielen Dingen mit den Jahren immer mehr an ihn an.
So nach 6-7Jahren gab es dadurch schon die erste Krise, die ich aber damals nicht darauf bezogen habe.
Aber ab da habe ich das erste Mal gemerkt, dass die Beziehung eigentlich nicht das Richtige ist. Für ihn nicht und mich nicht. Aber wir waren da schon so lange zusammen, dass man einfach versucht hat daran festzuhalten. Ich mehr als er, denn er hat sich im Grunde genommen gar nicht geändert und auch nicht weiter eingebracht in die Beziehung.

So vergingen die Jahre weiter und wir beide wurden merklich unglücklicher.
Aus einer Paarbeziehung wurde eher eine Beziehung wie Bruder und Schwester.
Keine partnerschaftliche Liebe mehr, kein Begehren, keine Lust auf gemeinsame Unternehmungen. Es gab Phasen an denen wir uns nicht mal mehr wirklich leiden konnten.
Aber wir halten und hielten ja auch noch verbissen an allem fest.

Wir haben nie geheiratet und auch keine Kinder. Aber ein Haus zusammen, viel zusammen aufgebaut und auch seit einigen Jahren einen Hund, den ich über alles liebe. Mein Partner auch.
Uns selbst haben wir uns aber schon lange verloren und wir machen uns auch nicht glücklich.
Das Beste wäre die Trennung, aber ich schaffe es nicht. Bzw. mich von der Paarebene zu trennen, das könnte ich bzw. habe ich innerlich schon.
Aber ich habe höllische Angst mein Leben hinter mir zu lassen und das muss ich, wenn ich mich trenne. Es geht nicht um das Finanzielle, das passt schon irgendwie (auch wenn es ungerecht ist, dazu gleich mehr). Wir beide arbeiten Vollzeit und verdienen ok.

Aber nach 20 Jahren ist das hier mein zu Hause (gehörte schon seinen Eltern, kenne ich von Anfang an). Ich kenne alles hier. Schon bei dem Gedanken daran hier nicht mehr zu wohnen, fühle ich mich verloren.
Oder daran zu denken den Hund nicht mehr jeden Tag, um mich zu haben, ist richtig schlimm.
Aber auch mein Partner, obwohl wir uns teilweise regelrecht nur noch anko+++en wird mir fehlen.
Ich kenne ihn mehr als mein halbes Leben.
Immer wenn ich mich konkreter mit dem Thema Trennung befasse (ich schaue auch zwischendurch nach Wohnungen) kriege ich Panikattacken. Wenn ich morgens aufwache, im Bett liege und daran denke, nie mehr in dieser Umgebung aufzuwachen kriege ich fast keine Luft.
Es macht mir so viel Angst, dass ich wieder versuche mich mit der Beziehung zu arrangieren.
Ich mein es ist keine Horrobeziehung in dem Sinne. ZB keine körperliche Gewalt. Aber es ist eine sehr unglückliche Beziehung, wir nerven uns nur noch, alles stagniert, keine Weiterentwicklung.
Auf der anderen Seite macht auch jeder sein Ding. Unternimmt getrennt Dinge, hat getrennte Freunde. Keiner verbietet dem anderen etwas wie Unternehmungen, allein Urlaube.

Nur merke ich, dass ich in dieser Beziehung trotzdem immer mehr auslauge/verblasse und meinem Partner wird es nicht anders gehen.
Aber er hat zumindest noch einen Nutzen von dieser Beziehung, denn ich mache eigentlich alles was den Haushalt etc. betrifft. Bin Haushaltshilfe, Einkäuferin, wasche die Wäsche u.v.m.
Es ist eher so als ob ich die alleinerziehende Mutter eines Teenies bin. Nur bekomme ich nicht mal Kindergeld, sondern beteilige mich noch mit 50% an allen Kosten.
Ich weiß, dass ich daran selbst Schuld bin. Hätte eher auf den Tisch hauen sollen, gegenlenken.
Aber ich habe es erst die letzten Jahr so wirklich realisiert und da ist Gegenlenken schwer.
Mein Partner hat auch schon mehrfach gesagt, dass er nichts ändern wird.
Ich habe mich auch mal im Internet schlau gemacht, wie es eigentlich ist, wenn man „nur“ in wilder Ehe gelebt hat. Das ist wirklich schon ein Witz, dass man nach 10-20-30 Jahren blöd dasteht, nur weil man damals keine Heiratsurkunde oder so unterschrieben hat. Diese einzelne fehlende Unterschrift sorgt dafür, dass die 20 Jahre die man investierte etc. als wertlos gelten.
Beispiel.
Mein Partner hat damals noch studiert während ich schon gearbeitet habe. Ich habe damals alles mit meinem Azubigehalt finanziert. Nach seinem Studium hat er einen sehr guten Job bekommen, während ich eine zeit lang nur eine Teilzeitstelle hatte. Da ich eher zu Hause war, habe ich dann die anfallenden Sachen übernommen. Bis er zu Hause war, war Essen fertig, Kühlschrank gefüllt, alles sauber, Hund versorgt. Er konnte sich einfach auf die Couch setzen und musste/muss nix mehr tun.
„Natürlich“ musste ich zu der Zeit als ich halbtags gearbeitet und ihm alles abgenommen habe, mich trotzdem zu 50% an den Haushaltskosten beteiligen (auch wenn ich viel weniger verdiente als er). Auch als ich dann wieder angefangen habe Vollzeit zu arbeiten, ging es so weiter.
So hatte er also letztendlich eine kostenlose Haushaltshilfe die obendrein noch Geld mit einbrachte und ihn damit finanziell entlastete.
Jede Ehefrau würde auch ohne Kind nach 20 Jahren einen gewissen Ausgleich bekommen.
Als Lebenspartnerin/und auch Partner steht man dumm da.

Wenn er mich zB morgen rauswerfen würde, dann würde ich ohne alles dastehen und hätte keinerlei anrecht auf nichts. Im Grundbuch steht auch nur er, weil er das Haus vom Vater übernommen hat.
Und er meine Beteiligung an den Kosten als Miete auslegte und nicht so, dass ich die Finanzierung mit abtrage.
Ja ich weiß, alles sehr blöd von mir gewesen und selbst Schuld. Deshalb jammere ich was das angeht auch nicht so viel rum. Aber trotzdem finde ich es natürlich alles andere als fair und wollte es mal anmerken. Es ist einfach traurig, dass 20 Jahre nur wegen einer fehlenden Unterschrift nicht gelten.

Aber jetzt bin ich auch zu sehr vom Thema abgedriftet.
Ich weiß auf jeden Fall, dass es das Richtige wäre mich zu trennen. Es ist so gesehen kein Zustand mehr, wir ätzen uns nur noch an und sind froh den anderen nicht zu sehen.
Aber ich habe einfach Angst, denn ich verliere alles gewohnte.

Ja ich weiß, in meinem Alter, sollte man so etwas hinbekommen, aber ich fühle mich was das angeht unreif. Wahrscheinlich weil wir sehr früh zusammengekommen sind und ich noch nie alleine war. Bzw nie ohne „Anker“, „Heimat“. Schwer zu erklären.
Wenn ich mich trenne verliere ich meine „Heimat“ und auch von meinem Hund werde ich getrennt. Auch wenn ich ihn dann noch sehen will und werde ist es was Anderes.
An all das zu denken bricht mir das Herz. So sehr, dass ich „lieber“ weiter in dieser Situation bleibe, anstatt etwas zu ändern.

Ich versuche abzuwägen, wie wichtig Glücklichsein überhaupt ist oder ob das überbewertet wird.
Ich zB bin todunglücklich in meiner Beziehung. Habe aber letztendlich ein freies Leben (natürlich jetzt nicht was andere Männer angeht, will ich auch nicht), finanziell kann ich mir auch mehr leisten, als alleine. Lebe in einem Haus mit Garten, Balkon, sein Vater wohnt hier auch in der Anliegerwohnung.
Bin also in dem Sinne in einem geschützten Bereich (als Frau ist man alleine ja doch meist ängstlicher).
Ich werde, vorausgesetzt mein Partner trennt sich nicht (sieht auch noch nicht danach aus), nicht alleine alt werden müssen wovor es vielen graut.
Habe einen Menschen an meiner Seite den ich über 20 Jahre kenne.
Nur ist es das alles Wert sich selbst zu verlieren? Sogar gesundheitlich merke ich es.

Ich weiß mein Partner wird sich nicht ändern, also kann ich mich damit nur arrangieren oder so weit verbiegen, dass es wieder passt. Beides laugt mich aber aus.
Habe schon eine Trennung auf Raten überlegt. Erstmal räumlich trennen, schauen ob das vielleicht noch eine Änderung bringt, aber gleichzeitig das auch nutzen, um sich nach und nach zu entwöhnen.
So wie wenn man in jungen Jahren von den Eltern auszieht und die erste Zeit noch dauernd dort auf der Matte steht, weil das „Abnabeln“ schwer ist.

Wüsste ich, dass ich auch hier diese Möglichkeit hätte immer herzukommen wann ich möchte, dann würde es mir leichter fallen. Aber eine Trennung ist ja meistens nicht so.
Ich mache mich nun schon seit Wochen bekloppt und finde keine Lösung. Gucke schon nach Wohnungen in der Nähe (wegen Hund), aber schwer zu finden. Finde ich Eine, freue ich mich, bin aber auch angespannt. Ist die Wohnung dann nicht gut, fühle ich eine Erleichtert und gleichzeitig ist es natürlich blöd.
Zwischendurch versuche ich mit meinem Partner irgendwie wieder eine normale Ebene zu finden, aber er ist da zu eingefahren. Eine gemeinsame Lösungsfindung wird es nicht geben.
Entweder ich gehe und lasse alles hinter mir, oder ich mach noch weitere 20-30-40 Jahre so weiter, bin immer unglücklich und sehe das Leben an mir vorbeirasen.

Habt ihr eine Idee was ich machen könnte? Wie ich es angehen könnte? Habt ihr vielleicht selbst Erfahrung? Und wie seht ihr das eigentlich? Wird z.B Glücklichsein überbewertet?
Entschuldigt, dass es so viel geworden ist, aber mir gehen zur Zeit tausend Gedanken durch den Kopf.
Es gibt 18 Jährige die ganz alleine in eine fremde Stadt ziehen um zu studieren und ich habe in meinem Alter solche Probleme. Eigentlich peinlich.
Ich habe keine Ahnung was ich tun soll, aber ich merke, dass etwas passieren muss.
Ich danke euch fürs Lesen!

Viele Grüße
 

Hab die private Nachricht geschickt bei mir ist ähnlich...lg

Gefällt mir

T
theclaw
12.11.22 um 23:12

Hej Tamdy ich hab mich jetzt extra hier angemeldet um dir zu Antworten. Diese Angst die du spürst ist ganz normal. Es muss dir nicht peinlich sein. Wenn du hier im Forum dein Herz ausschüttest, wirst du auch nicht die eine Antwort finden die deine Lösung sein wird. Die Lösung kommt aus dir und deiner Einstellung. Du merkst es läuft in deiner Beziehung nicht mehr, das geht sehr vielen Menschen so. Auch diese Menschen haben die selben Ängste wie du, und bleiben deshalb in ihrer Komfortzone kleben. Diese Komfortzone bietet Schutz und Sicherheit das ist schon ein großartige Sache! Einen Haken gibts aber dadran, man ist jeden Tag unglücklich und unzufrieden vorallem mit sich selbst weil man kein Mut hat was zu ändern. Du sagst dein Freund will/kann nichts verändern. Es gibt für dich nur eine Lösung und du ahnst es selber. Du muss deine Selbständigkeit wieder in ein Leben zurückholen, indem du dich von ihm trennst! Es geht einfach nicht anders. Finanziell kommst du zurecht, das ist doch schonmal wunderbar. Stell dir vor wie es ist, alleine und selbstbestimmt in deiner eigenen Wohnung zu leben. Tun und lassen was du willst, und nicht was andere von dir wollen und erwarten. Fang an dich selber zu Lieben und Wertzuschätzen. Wer die Angst überwunden hat wird gestärkt weitergehen und das merken auch andere. Es gibt viele nette Männer da draussen, die auf eine Chance mit dir warten. Bleibst du da wo du bist hast du einfach keine Optionen. Ich wünsche dir viel Mut und drücke die Daumen.
liebe grüße Oliver

1 -Gefällt mir

E
eyko
13.11.22 um 6:23

Hallo Tamdy,

du sagst du bist schon so lange unglücklich.

Jetzt stelle dir doch am besten eine Frage:
"Willst du für den Rest deines Lebens weiterhin unglücklich sein?

Ich weiß, sowas hört sich immer sehr bescheiden an, aber vllt solltest du dir erstmal eine eigene Wohnung suchen. Abstand gewinnnen und darüber nachdenken ob du dir mit Ihm eine weitere Zukunft vorstellen kannst. 
Stell dir die Frage, ob du den Rest deines Lebens mit ihm verbringen willst?

Dann wirst du wissen was zu tun ist. 
Das alleine leben, lernst du von ganz allein, wenn du alleine wohnst. Es wird anfangs ungewohnt sein, aber auch das wirst du Meistern.

Ich wünsche dir viel Glück 🍀

Gefällt mir

T
tamdy
13.11.22 um 13:21
In Antwort auf theclaw

Hej Tamdy ich hab mich jetzt extra hier angemeldet um dir zu Antworten. Diese Angst die du spürst ist ganz normal. Es muss dir nicht peinlich sein. Wenn du hier im Forum dein Herz ausschüttest, wirst du auch nicht die eine Antwort finden die deine Lösung sein wird. Die Lösung kommt aus dir und deiner Einstellung. Du merkst es läuft in deiner Beziehung nicht mehr, das geht sehr vielen Menschen so. Auch diese Menschen haben die selben Ängste wie du, und bleiben deshalb in ihrer Komfortzone kleben. Diese Komfortzone bietet Schutz und Sicherheit das ist schon ein großartige Sache! Einen Haken gibts aber dadran, man ist jeden Tag unglücklich und unzufrieden vorallem mit sich selbst weil man kein Mut hat was zu ändern. Du sagst dein Freund will/kann nichts verändern. Es gibt für dich nur eine Lösung und du ahnst es selber. Du muss deine Selbständigkeit wieder in ein Leben zurückholen, indem du dich von ihm trennst! Es geht einfach nicht anders. Finanziell kommst du zurecht, das ist doch schonmal wunderbar. Stell dir vor wie es ist, alleine und selbstbestimmt in deiner eigenen Wohnung zu leben. Tun und lassen was du willst, und nicht was andere von dir wollen und erwarten. Fang an dich selber zu Lieben und Wertzuschätzen. Wer die Angst überwunden hat wird gestärkt weitergehen und das merken auch andere. Es gibt viele nette Männer da draussen, die auf eine Chance mit dir warten. Bleibst du da wo du bist hast du einfach keine Optionen. Ich wünsche dir viel Mut und drücke die Daumen.
liebe grüße Oliver

Hallo theclaw,
dass du dich extre nur deshalb hier angemeldet hast weiß ich sehr zu schätzen, vielen Dank.
Auch für deine Worte danke ich dir und du hast absolut recht.

Komfortzone....wenn das wenigstens eine wäre. Aber ich weiß was du meinst.
Es ist schon wie du schreibst irgendwo auch der Schutz und die Sicherheit.
Neben der Gewohnheit und der Bindung zu allem.
Je älter ich werde und je konkreter meine Trennungsgedanken aktuell werden, umso mehr mache ich mir plötzlich auch Gedanken um das Alleinsein und um den Wert von langen Bindungen (ob nun glücklich oder nicht).

Also ich habe an sich keine Angst vor dem Alleinsein. Irgendwo bin ich es zum Teil ja jetzt schon.
Vielleicht wäre es für mich ja auch gar nicht mal so schlecht, dann erstmal einige Zeit alleine zu bleiben.
Aber es geht mir um das Ganze. Mein Partner und ich sind 22 Jahre zusammen. Man weiß was man aneinander hat (egal ob nun positiv oder negativ), man kennt sich. Man ist miteinander verbunden. Man hat eine lange gemeinsame Vorgeschichte, die auch einen Wert auch.
Nach einer Trennung beginnt alles bei null. Das heißt falls ich überhaupt jemanden kennenlerne, dauert es ja auch erstmal eine lange Zeit bis man wieder an so einem Punkt mit diesem anderen Menschen ist.

Ich weiß an so etwas sollte man nicht denken, aber u.a. das sind aktuell ganz ehrlich meine Gedanken die mir durch den Kopf schwirren.
Vielleicht liegt es auch an dem was ich so im Umfeld mitbekomme oder in Foren gelesen habe bisher.
Irgendwie arrangieren sich sehr viele Menschen mit ihrem unglücklichen Leben bzw nehmen das eigene Glück in dem Sinne nicht mehr so wichtig. Das Ziel Glück ist weiter nach hinten gerutscht. Mehr Priorität haben finanzielle Sicherheit, dass die Kinder (wenn vorhanden) großgezogen werden, erhalt des sozialen Umfeldes.
Vor allem viele Ehen wirken so irgendwann eher wie Firmen, als wie Liebespartnerschaften.
Und es funktioniert ja, auch wenn oftmals nicht glücklich.
Die Menschen arrangieren sich damit. Flüchten in Arbeit, Hobbys oder Affären.
Ich kenne zB jemanden der ist da genauso wie ich. Er kam auch schon sehr früh mit seiner Frau zusammen. Mit 14.
Jetzt sind beide Mitte 40. Er ist absolut nicht glücklich. Macht auf der Arbeit Überstunden ohne Ende. Schon so viele, dass ihm sogar welche öfters gestrichen werden. Aber ihm ist das egal. Hauptsache er muss nicht nach Hause.
Und zu Hause baut er am Haus rum oder macht den Garten. Er sagt er liebt seine Frau nicht mehr, aber er kriegt die Trennung nicht hin. Er ist auch jemand bei dem ich glaube, dass er noch in 10-20-30 Jahren an diesem Punkt sein wird.
Mein Gück ist ja noch, dass ich wenigstens für mich etwas unternehme und eigene Freunde habe. Er unternimmt weder was, weil sie sonst mit will. Und Freunde hat er, haben beide, auch keine wirklichen. Er hat immer nur gearbeitet.
Er hat sich, wie so viele andere, einfach mit seinem Leben so wie es arrangiert. Damit abgefunden.

Und wenn ich das dann so bei anderen mitbekomme, vor allem, dass es wirklich sehr viele Menschen so leben, geht mir auch noch immer der Gedanke durch den Kopf ob ich mich nicht einfach damit arrangieren kann.
Dass ich auch einfach mehr arbeite, mehr unternehme etc. In der Beziehung bleiben, aber noch mehr für sich sein und machen.

Aber dann merke ich, dass es mir einfach nicht gut tut. Dass vieles in mir schreit, dass sich etwas ändern muss. Und das immer lauter.
Das ist auch der Grund wieso ich hier angefangen habe zu schreiben. Nicht weil ich mir von euch Lösungen erhoffe, sondern weil vieles mich einfach überfordert und es hilft die Meinung von anderen zu lesen. Oder auch Geschichten, wie sie es geschafft haben. Die Angst vor dem Unbekanntem vor Trennungen ist ja besonders groß.

Ich merke einfach, dass es etwas passieren muss. Merke es auch schon körperlich. Irgendwie immer dauerangespannt.
Ein Knoten im Magen der sich nicht löst.
Und ich merke auch wie die Zeit rast was mir auch gefühlt plötzlich Druck macht. Als ich das erste Mal gemerkt habe, dass ich nicht wirklich glücklich bin, da war ich noch in meinen Zwanzigern. Da dachte ich mir noch "ach in Zukunft/nächstes Jahr wirds anders". Und jetzt gehe ich langsam auf die 40 zu und es ist nichts anders.
Außer dass ich mittlerweile wohl realisiere, dass sich hier in dem Sinne nicht mehr viel ändern wird.
Entweder ich komme damit jetzt so klar oder ich muss jetzt etwas tun. Und der Gedanke so einfach weiterzumachen ist nicht schön.

Was auf jeden Fall jetzt bald passieren muss ist, dass ich mit meinem Partner reden muss. Nicht im Streit, sondern in Ruhe hinsetzen. Denn ich merke ja auch ihm an, dass er frustriert ist. Ob es deshalb ist, weil die Beziehung nicht so läuft wie er sich das vorstellt oder, weil er mich auch nicht mehr liebt, weiß ich nicht. Aber das kann man dann klären.
Nur so wie jetzt bringt es keinem von uns etwas.




 

Gefällt mir

T
tamdy
13.11.22 um 13:26
In Antwort auf eyko

Hallo Tamdy,

du sagst du bist schon so lange unglücklich.

Jetzt stelle dir doch am besten eine Frage:
"Willst du für den Rest deines Lebens weiterhin unglücklich sein?

Ich weiß, sowas hört sich immer sehr bescheiden an, aber vllt solltest du dir erstmal eine eigene Wohnung suchen. Abstand gewinnnen und darüber nachdenken ob du dir mit Ihm eine weitere Zukunft vorstellen kannst. 
Stell dir die Frage, ob du den Rest deines Lebens mit ihm verbringen willst?

Dann wirst du wissen was zu tun ist. 
Das alleine leben, lernst du von ganz allein, wenn du alleine wohnst. Es wird anfangs ungewohnt sein, aber auch das wirst du Meistern.

Ich wünsche dir viel Glück 🍀

Danke für deinen lieben Text Eyko.

Ich denke auch, dass ein Auszug, mal getrennt wohnen so oder so sein muss.
Nur hat mein Partner da glaube ich eine ganz andere Einstellung. Für ihn bedeutet das direkt Trennung und dann auch mit allem drum und dran. Aber auch das werde ich mit ihm jetzt bald einfach mal besprechen müssen.
Und natürlich ist auch da meine Angst noch groß, diesen Schritt zu machen. Obwohl es nicht 100% wäre dann.
Aber mir würde es auf jeden Fall leichter machen.

Wie gesagt, ich muss bald mit meinem Partner über alles sprechen. Dann spreche ich auch das an.
Aber sogar vor dem Schritt mit dem Gespräch habe ich Angst. Das ist so verrückt eigentlich.

Gefällt mir

T
theclaw
14.11.22 um 19:23
In Antwort auf tamdy

Hallo theclaw,
dass du dich extre nur deshalb hier angemeldet hast weiß ich sehr zu schätzen, vielen Dank.
Auch für deine Worte danke ich dir und du hast absolut recht.

Komfortzone....wenn das wenigstens eine wäre. Aber ich weiß was du meinst.
Es ist schon wie du schreibst irgendwo auch der Schutz und die Sicherheit.
Neben der Gewohnheit und der Bindung zu allem.
Je älter ich werde und je konkreter meine Trennungsgedanken aktuell werden, umso mehr mache ich mir plötzlich auch Gedanken um das Alleinsein und um den Wert von langen Bindungen (ob nun glücklich oder nicht).

Also ich habe an sich keine Angst vor dem Alleinsein. Irgendwo bin ich es zum Teil ja jetzt schon.
Vielleicht wäre es für mich ja auch gar nicht mal so schlecht, dann erstmal einige Zeit alleine zu bleiben.
Aber es geht mir um das Ganze. Mein Partner und ich sind 22 Jahre zusammen. Man weiß was man aneinander hat (egal ob nun positiv oder negativ), man kennt sich. Man ist miteinander verbunden. Man hat eine lange gemeinsame Vorgeschichte, die auch einen Wert auch.
Nach einer Trennung beginnt alles bei null. Das heißt falls ich überhaupt jemanden kennenlerne, dauert es ja auch erstmal eine lange Zeit bis man wieder an so einem Punkt mit diesem anderen Menschen ist.

Ich weiß an so etwas sollte man nicht denken, aber u.a. das sind aktuell ganz ehrlich meine Gedanken die mir durch den Kopf schwirren.
Vielleicht liegt es auch an dem was ich so im Umfeld mitbekomme oder in Foren gelesen habe bisher.
Irgendwie arrangieren sich sehr viele Menschen mit ihrem unglücklichen Leben bzw nehmen das eigene Glück in dem Sinne nicht mehr so wichtig. Das Ziel Glück ist weiter nach hinten gerutscht. Mehr Priorität haben finanzielle Sicherheit, dass die Kinder (wenn vorhanden) großgezogen werden, erhalt des sozialen Umfeldes.
Vor allem viele Ehen wirken so irgendwann eher wie Firmen, als wie Liebespartnerschaften.
Und es funktioniert ja, auch wenn oftmals nicht glücklich.
Die Menschen arrangieren sich damit. Flüchten in Arbeit, Hobbys oder Affären.
Ich kenne zB jemanden der ist da genauso wie ich. Er kam auch schon sehr früh mit seiner Frau zusammen. Mit 14.
Jetzt sind beide Mitte 40. Er ist absolut nicht glücklich. Macht auf der Arbeit Überstunden ohne Ende. Schon so viele, dass ihm sogar welche öfters gestrichen werden. Aber ihm ist das egal. Hauptsache er muss nicht nach Hause.
Und zu Hause baut er am Haus rum oder macht den Garten. Er sagt er liebt seine Frau nicht mehr, aber er kriegt die Trennung nicht hin. Er ist auch jemand bei dem ich glaube, dass er noch in 10-20-30 Jahren an diesem Punkt sein wird.
Mein Gück ist ja noch, dass ich wenigstens für mich etwas unternehme und eigene Freunde habe. Er unternimmt weder was, weil sie sonst mit will. Und Freunde hat er, haben beide, auch keine wirklichen. Er hat immer nur gearbeitet.
Er hat sich, wie so viele andere, einfach mit seinem Leben so wie es arrangiert. Damit abgefunden.

Und wenn ich das dann so bei anderen mitbekomme, vor allem, dass es wirklich sehr viele Menschen so leben, geht mir auch noch immer der Gedanke durch den Kopf ob ich mich nicht einfach damit arrangieren kann.
Dass ich auch einfach mehr arbeite, mehr unternehme etc. In der Beziehung bleiben, aber noch mehr für sich sein und machen.

Aber dann merke ich, dass es mir einfach nicht gut tut. Dass vieles in mir schreit, dass sich etwas ändern muss. Und das immer lauter.
Das ist auch der Grund wieso ich hier angefangen habe zu schreiben. Nicht weil ich mir von euch Lösungen erhoffe, sondern weil vieles mich einfach überfordert und es hilft die Meinung von anderen zu lesen. Oder auch Geschichten, wie sie es geschafft haben. Die Angst vor dem Unbekanntem vor Trennungen ist ja besonders groß.

Ich merke einfach, dass es etwas passieren muss. Merke es auch schon körperlich. Irgendwie immer dauerangespannt.
Ein Knoten im Magen der sich nicht löst.
Und ich merke auch wie die Zeit rast was mir auch gefühlt plötzlich Druck macht. Als ich das erste Mal gemerkt habe, dass ich nicht wirklich glücklich bin, da war ich noch in meinen Zwanzigern. Da dachte ich mir noch "ach in Zukunft/nächstes Jahr wirds anders". Und jetzt gehe ich langsam auf die 40 zu und es ist nichts anders.
Außer dass ich mittlerweile wohl realisiere, dass sich hier in dem Sinne nicht mehr viel ändern wird.
Entweder ich komme damit jetzt so klar oder ich muss jetzt etwas tun. Und der Gedanke so einfach weiterzumachen ist nicht schön.

Was auf jeden Fall jetzt bald passieren muss ist, dass ich mit meinem Partner reden muss. Nicht im Streit, sondern in Ruhe hinsetzen. Denn ich merke ja auch ihm an, dass er frustriert ist. Ob es deshalb ist, weil die Beziehung nicht so läuft wie er sich das vorstellt oder, weil er mich auch nicht mehr liebt, weiß ich nicht. Aber das kann man dann klären.
Nur so wie jetzt bringt es keinem von uns etwas.




 

Ich gehe jetzt auf die 50 zu und in deinem Alter hatte ich bereits auch schon diese Gedanken. Also weitere 10 Jahre verloren an einem Menschen der mich nicht Wertschätz,keine Zeit für mich hat, der nur seine Arbeit liebt.Ich bin an dem selben Punkt wie du, daher weiss ich was in dir los ist. Ich hab aktuell im engeren Bekanntenkreis ein Ex-Paar was sich frisch Scheiden lässt. Sie hat ihn absolut demütigend Betrogen auf eine ganz miese Art und Weise. Jedenfalls war da keine Überlegung mehr nötig. Wenn du mit deinem Partner noch vernüftig reden kannst(wir können es leider nicht mehr) probiere es aber. Meiner Erfahrung nach spielt sich nach einer Zeit, der selbe Trott wieder ein. Ob das noch wirklich Liebe ist was ich da fühle kann ich nicht beantworten. Eher wie eine tiefe Freundschaft die man nicht verlieren will. Ich bin aktuell in jemand verliebt, das fühlt sich aber ganz anders an, die Hormone tun ihre Wirkung   Hat aber nichts mit dem Trennungsgedanken zutun. Ich kenne auch Paare die seit über 25 Jahre zusammen sind, gabs sicher auch mal schlechte Zeiten, aber an Trennung haben die nie gedacht, und an andere Partner auch nicht

Gefällt mir

E
eyko
15.11.22 um 6:25
In Antwort auf tamdy

Danke für deinen lieben Text Eyko.

Ich denke auch, dass ein Auszug, mal getrennt wohnen so oder so sein muss.
Nur hat mein Partner da glaube ich eine ganz andere Einstellung. Für ihn bedeutet das direkt Trennung und dann auch mit allem drum und dran. Aber auch das werde ich mit ihm jetzt bald einfach mal besprechen müssen.
Und natürlich ist auch da meine Angst noch groß, diesen Schritt zu machen. Obwohl es nicht 100% wäre dann.
Aber mir würde es auf jeden Fall leichter machen.

Wie gesagt, ich muss bald mit meinem Partner über alles sprechen. Dann spreche ich auch das an.
Aber sogar vor dem Schritt mit dem Gespräch habe ich Angst. Das ist so verrückt eigentlich.

Hey,

das verstehe ich vollkommen, schwere Gespräche bringen immer Angstzustände mit sich, das ist ganz normal.
Du sagst aber leider, dass es so nicht weitergehen kann und genau deshalb braucht ihr dieses Gespräch.

Du wirst dich danach defintiv besser fühlen, du musst darüber reden, nur so wird es dir innerlich besser gehen.

Falls ihr doch nochmal probieren wollt, hätte ich einen Tipp für dich, wir ihr euch vielleicht wieder zusammen raufen könnt. 
Das hat mir damals sehr geholfen, Tipps von einer komplett Außenstehenden zu erhalten. 

Ich schaue mal rein, ab und zu und wenn du antwortest, werde ich dir diesen Tipp geben.

Ich wünsche dir viel Glück 🍀
Schau in dein Herz und du wirst die richtige Entscheidung treffen😉

LG EyKo

Gefällt mir

U
user247696541
19.11.22 um 21:47

Ich habe mir alles mal durchgelesen und ich kann dich gut verstehen. Fühl dich gedrückt 🤗
Ich bin 34 und (Gott sei dank) glücklich geschieden, diesen Schritt habe ich also schon hinter mir. Tut aber nichts zur Sache, "glücklich" war ich nicht, trotz der besagten Unterschrift. Und bei mir ging es zum Glück nicht um ein Haus oder verschwendete 20 Jahre. Wir waren insgesamt "nur" 8 Jahre zusammen.

Du musst dir bewusst sein das er dich bestimmt auch nicht mehr heiraten wird. Also wird sich an deiner finanziellen Situation nichts ändern, das Haus wird dir nke gehören in dem du Ihm jetzt (und voraussichtlich auch in Zukunft) ein schönes Leben als Haushaltshilfe machst. Und niemand kann sagen wie lange Ihr es noch gemeinsam aushalten werdet...
Stell dir doch nur mal vor es kommt irgendwann ein "Mädel" in das ER sich Hals über Kopf verknallt und er dich vor die Tür setzt. Dann hast du auch das gewohnte "Dach überm Kopf" vrrloren und musst dir alles neu aufbauen. Dann lieber doch selbstbestimmt JETZT die Entscheidung treffen als später mit 45 oder 55. Es wird nur schwerer und du bist noch sehr jung...

Du kannst aber auch so weiter machen und das Haus und den Garten genießen und darauf hoffen das niemand dieser doch sehr brüchige Beziehung in die Quere kommt, ich wünsche dir viel Erfolg. Ich an deiner Stelle würde die Beziehung (dich dich nicht weiter bringt) beenden und ausschau nach einem Mann halten der doch glücklich macht.

Good Luck!

2 -Gefällt mir

T
tamdy
Gestern um 18:27
In Antwort auf user247696541

Ich habe mir alles mal durchgelesen und ich kann dich gut verstehen. Fühl dich gedrückt 🤗
Ich bin 34 und (Gott sei dank) glücklich geschieden, diesen Schritt habe ich also schon hinter mir. Tut aber nichts zur Sache, "glücklich" war ich nicht, trotz der besagten Unterschrift. Und bei mir ging es zum Glück nicht um ein Haus oder verschwendete 20 Jahre. Wir waren insgesamt "nur" 8 Jahre zusammen.

Du musst dir bewusst sein das er dich bestimmt auch nicht mehr heiraten wird. Also wird sich an deiner finanziellen Situation nichts ändern, das Haus wird dir nke gehören in dem du Ihm jetzt (und voraussichtlich auch in Zukunft) ein schönes Leben als Haushaltshilfe machst. Und niemand kann sagen wie lange Ihr es noch gemeinsam aushalten werdet...
Stell dir doch nur mal vor es kommt irgendwann ein "Mädel" in das ER sich Hals über Kopf verknallt und er dich vor die Tür setzt. Dann hast du auch das gewohnte "Dach überm Kopf" vrrloren und musst dir alles neu aufbauen. Dann lieber doch selbstbestimmt JETZT die Entscheidung treffen als später mit 45 oder 55. Es wird nur schwerer und du bist noch sehr jung...

Du kannst aber auch so weiter machen und das Haus und den Garten genießen und darauf hoffen das niemand dieser doch sehr brüchige Beziehung in die Quere kommt, ich wünsche dir viel Erfolg. Ich an deiner Stelle würde die Beziehung (dich dich nicht weiter bringt) beenden und ausschau nach einem Mann halten der doch glücklich macht.

Good Luck!

Ich danke dir für deine Antwort. Und du hast vollkommen Recht, es liegt ja letztendlich nicht nur in meiner Hand, wie ob und wann diese Beziehung beendet wird. Es kann natürlich sein, dass irgendwann eine Jüngere oder eine die ihm besser gefällt, die besser zu ihm, passt kommt. Das ist auf jeden Fall auch ein Punkt den ich bedenken muss.

Wie schon geschrieben werde ich mit ihm reden müssen. Dieses Wochenende habe ich es noch nicht geschafft.
Ist auch schwer da irgendwie einen Anfang zu finden. Auch ohne, dass eine Wohnung gefunden habe, werde ich zumindest schon mal einige Themen ansprechen. Vielleicht sieht er einiges genauso wie ich. Vielleicht auch ganz anders.
Vielleicht hat er selbst schon Ideen wie man was machen könnte.

Gefällt mir

M
mink
Gestern um 20:54

das klingt schon etwas resigniert. Wenn man eine Beziehung noch retten will ist der Blick von außen manchmal nicht schlecht, also z.B. mal eine Paartherapie versuchen. Nach dem Lesen deines Textes habe ich aber den Eindruck, dass Ihr da schon drüber seid und die Entfremdung zu groß ist. Innerlich hast du eigentlich schon abgeschlossen und du sehnst dich nach einem anderen Leben. Fühlst dich nicht wertgeschätzt und wahrgenommen und es passt nicht mehr.
Aus eigener Erfahrung kann ich dich nur ermutigen. Ich hatte eine ähnlich totgelaufene Beziehung. Wir waren 25 Jahre zusammen inkl. 3 Kinder. Wenn meine Ex-Frau das nicht beendet hätte, also ich hätte es wohl noch eine Weile ausgesessen ... Z.t. aus ähnlichen Gründen die du auch benennst. Angst vor dem Verlust von lange vertrauten Gegebenheiten usw. Inzwischen bin ich meiner Ex sehr dankbar für ihre Konsequenz. Mal wieder auf mich selbst geworfen zu sein hat mir einfach gut getan. Es war hart, schmerzhaft und hat einige Zeit gedauert, war aber am Ende das Allerbeste! Und rückblickend war die Trennung viel zu spät ...
Wünsche dir viel Kraft und nur Mut!

1 -Gefällt mir