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Trennung nach 22 gemeinsamen Jahren - wegen nichts???

Letzte Nachricht: 2. September 2008 um 11:29
C
cruz_12077112
01.09.08 um 14:23

Hi liebe Leser,

ich hoffe, irgend jemand liest diesen Hilferuf und kann mir einen guten Rat geben. Ich selber weiß einfach nicht weiter.

Ich bin 41 und nun seit 22 Jahren mit meinem Mann zusammen. Aber momentan ist nichts mehr wie es war.

Wir haben 1988 unseren ersten Sohn bekommen. Alles war gut, bis mein Mann im 7. Ehejahr meinte, er müsse dem Alltag und dem Familienleben entfliehen. Er fing eine Affäre an, wir wurden 1995 geschieden. Die Affäre war schnell vorbei und wir nach einem Trennungsjahr, das eigentlich keines war, da wir auch da in einer Wohnung mehr oder weniger wohnten und uns innerhalb des Trennungsjahres auch wieder näher gekommen waren. Das Ende vom Lied war, dass wir wieder zusammen gekommen sind und mittlerweile noch 3 Kinder haben ( 20, 10,4,14 Monate). Jetzt ist wohl wieder der Zeitpunkt gekommen, wo er sich wieder mal fragt, ob das alles ist im Leben. er wird im November 40 und möchte am liebsten nochmal 20 sein. Neuerdings werden diverse Körperhaare entfernt und man zieht sich sehr jugendlich an.
Er wirf mir vor, die Liebe an die Kinder weitergegeben zu haben und ihn dadurch gefühlsmäßig vernachlässigt zu haben ( ich gebe zu, da hat er nicht ganz unrecht).Außerdem geht ihm dieses geordnete Familienleben auf den Keks, so mit festen Zeiten und imme gleichem Tagesablauf. Ich muß dazu sagen, er ist kein Kneipengänger oder jemand der ständig weg ist von daheim. Aber gerade sowas scheint ihm jetzt zu fehlen. Er beklagt sich über zu wenig Freiräume, will sein Leben mehr nach seinen Vorstellungen leben. Das heißt nicht, das er auf die Piste gehen will, er meint, mit Freunden auch mal ne Männerrunde zu machen oder einfach bei nem Kumpel auf einen Umtrunk zu gehen wäre ihm schon genug. Dazu muß ich sagen, er trinkt zuhause nahezu regelmäßig 2-3 Wiskey Cola am Abend und ist bei Feiern immer der erste, der mehr al angeheitert ist. Ich selber weiß nicht wie ich damit umgehen soll. Er sagt, er möchte die Familie nicht verlieren, muß sich jetzt aber selber erstmal finden, ich soll ihn nicht unter Druck setzen. Das betrifft auch Zärtilichkeiten. Er gibt schon welche, wir schlafen auch zusammen, aber das ist keine richtige Liebe, die muss erst wieder wachsen, meint er. Mir gehts ähnlich, nur ich empfinde beim sex mit ihm nichts mehr, auch nicht wenn er mich umarmt oder küßt. Wenn er es aber nicht tut, fehlt es mir und obwohl ich ernsthaft an Trennung denke, macht mich der Gedanke daran, dass es wirklich passiert total traurig und hilflos. Die Kinder sind noch so klein, aber eine Beziehung für die Kinder aufrecht zu halten, hat doch auc nicht wirklich Sinn, oder?? Vor vier Wochen waren wir im Türkeiurlaub, eigentlich fast nur Dinge getan, die er wollte und viel Alkohol getrunken. Um die Kinder durfte ich mich meistens kümmern. Er ist morgens schwimmen und frühstücken gegangen.(mit uns dann allerdings auch nochmal) Mittags durfte ich mit den Kindern zum Mittagsschlaf oben bleiben und abends mußte er auch nahezu jeden Abend der letzte sein. ob die Kinder müde waren oder nicht, war ihm dabei egal, dann sollte ich eben mit den Kindern aufs Zimmer gehen.
Er war bisher so ein liebevoller Vater, der mir im Haushalt und auch am Haus viel mit angepackt hat und jetzt ist alles anders. Was soll ich bloß tun. Er ist ja kein Monster oder so, aber eben nicht mehr so liebevoll, weder mit mir noch mit den Kindern, er hilft immer noch im Haushalt, aber eben nicht mehr so intensiv. Gebt mir einen Rat, soll ich lieber die Trennung durchziehen oder versuchen, alles zu retten????

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C
cruz_12077112
01.09.08 um 16:54

Vielleicht hab ichs nicht richtig dargestellt
Hallo Engel, danke für deine aufmunternden Worte. Vielleicht habe ich das auch nicht richtig formuliert oder mich blöd ausgedrückt. Ich bin tatsächlich nicht allein schuld an der jetzigen Situation. Ich habe ihm wirklich Zuneigung verweigert, wenn er sich mir nähern wollte in den letzten Jahren. Probleme habe ich nicht diskutiert, sondern meistens nur geschwiegen, bis er wieder ankam. Das hinterläßt mit sicherheit spuren bei einem mann. Dazu kommt diese sogenannte midlife-crisis, die es auch nicht einfacher macht.Ich glaube schon, dass seinerseits noch Gefühle da sind und wir haben schon oft miteinander darüber geredet. Er gewährt mir ja auch diese Freiräume, ich soll halt auch mal ohne die Kinder was für mich tun. Und er ist davon überzeugt,sagt er zumindestens-das sich alles andere dann wieder findet. Beim Sex fühle ich mich übrigens nicht schlecht, nur gelangweilt, aber das schon länger.Was ist eigentlich ein Spiegeltrinker?
Er hat auch keine andere Frau, das glaube ihm, es geht ihm eben nur um ab und zu ein paar Stunden nur für ihn, um abzuschalten und einen freien Kopf zu kriegen.Das kann doch nicht alles gelogen sein,oder? Er ist eher ein weicher Typ von Mann, kann nie lange schlechte Laune nach einem steit aushalten und versucht immer, von sich aus zu schlichten, wo ich das ganze gegenteil bin. Möglicherweise sollte ich die Gründe für die Probleme, die wir nun haben, tatsächlich bei mir suchen. Ich weiß nicht, ich habe ihm schon vor tagen gesagt, dass ich mich von ihm trennen werde, er hat geweint und mir unter tränen gesagt, dass er nicht gehen will, weil er glaubt, dass wir das hinkriegen werden. Wenn ich aber darauf bestehe, weil ich vielleicht glaube, dass es mir dann besser geht, dann würde er gehen. Ich weiß gar nichts mehr, aber abwarten macht mich auch krank. Gruß latias

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O
orfeo_11989170
01.09.08 um 22:54

Kein Alkohol hilft auch nicht bei Problemen
Es ist doch klar, beide sind für die Menge an Kindern verantwortlich! Beide!! Trotzdem erwarte ich eigentlich, dass eine Frau eher den Verstand findet damit aufzuhören.
Das ihm das ganze zu viel wird, ist doch nicht verwunderlich. Dann liegt sie still und läßt den Sex über sich ergehen und wundert sich, dass es nicht mehr so läuft.
Was erwarte ich eigentlich mit 4 Kindern?
Das ist purer Stress.

Rat ist immer Ratschlag und mit Schläge verbunden.


Meinst Du selber auf Dauer besser ohne Mann leben zu können und die Kinder großziehen. Dann tu es.

Willst Du deinen Mann behalten, sei netter zu ihm. gebe ihn etwas mehr Freiraum und hoffe, dass es reicht.

Der eigentliche Grund ist der übliche mit dem älter werden. Die Hormone beim Mann werden weniger. Er muss nicht mehr immer. Er muss nicht mehr alles mitmachen um zum Sex zu kommen.

Also kann er real die Situation erkennen und versucht jetzt das beste für sich draus zu machen.

Hört sich alles sehr sarkastisch an, so stellt es sich für mich allerdings dar.

Als Mann würde ich mir etwas mehr Liebe in allen Bereichen wünschen.

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I
iris_12527557
02.09.08 um 11:29

Ihr steht Mitten im Leben,
und dein Mann denkt wohl darüber nach, ob das schon alles war. Das muß nicht unbedingt schlecht sein und das muß auch nicht das Ende eurer Ehe bedeuten. Ihr müßt auch nur neu finden .Das geht nur mit beiderseitigem guten Willen und offenen, ehrlichen Gesprächen, auch was die Sexualität angeht. Der Spagat zwischen Elternschaft und Liebesbeziehung ist wirklich
eine große Herausforderung der von den wenigsten wirklich gut geschafft wird. Auch das "Ich" das "Du"und das "Wir"in der Partnerschaft und Familie ist nicht einfach in Ausgleich zu bringen. Offene und ehrliche regelmäßige Kommunikation ist das A und O jeder Partnerschaft. Leider lernt man das nicht in der Schule. Wichtig ist dem anderen die Gefühle und Wünsche mitzuteilen, ihn nicht anzugreifen
niederzumachen und evtl gar zu beleidigen und an den wundesten Punkten zu treffen. Solltet ihr das alleine nicht schaffen, so nehmt euch
Hilfe in Anspruch. Du beschreibst deinen Mann eher als den weichen Typ, dafür spricht auch sein Alkoholkonsum. Geh zu einer Beratungsstelle für Alkoholkranke. Dort gibt es
Beratung für Angehörige. Abhängigkeit und Co-Abhängigkeit gehören immer zusammen.
Buchtipp: Familienkrankheit Alkoholismus
Lasst euch Freiräume, sei du nicht nur Mutter,
sondern auch Geliebte deines Mannes. Es gibt viel für euch zu tun. Und dennoch ist es nicht
unmöglich, dass ihr euch wieder als Paar, das
zufrieden ist und als Familie finden könnt.
4 Kinder sollten es einfach wert sein, daran zu arbeiten, aufgeben könnt ihr immer noch. Ich
würde erst die Themen angehen, was euer Zusammenleben betrifft und erst dann das Thema Alkohol, denn viele machen bei diesem Thema erst mal völlig dicht. Kontrolliere ihn nicht, denn sollte er tatsächlich regelmäßig trinken, wird er Mittel und Wege finden, seinen Pegel zu haben und zu halten. Solltet ihr in Sachen Ge-
spräche Unterstützung brauchen dann schau mal nach bei www.dajeb.de.
Ich wünsche euch gutes Gelingen
Gruß Melike

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