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Trennung nach 22 Ehejahren

13. Februar 2005 um 4:32

Hallo, Ihr alle !

Habe im Forum gestöbert und dabei festgestellt, dass es ganz hilfreich sein kann,sich mal relativ anonym zu öffnen.
Ich möchte mich nach langer Ehe von meinem Mann trennen, habe aber große Probleme mit meinem Gewissen.Wir haben 2 Kinder, 21 Jahre und 18 Jahre alt, die Ältere wird demnächst mit ihrem Freund zusammenziehen,der "Kleine" bleibt noch zu Haus.Ich habe mich viele Jahre nach einem Familienleben gesehnt, bei dem beide Eltern gemeinsam Verantwortung übernehmen und die Freizeit als Familie verbringen.Nun war es aber leider nicht so.Mein Mann ging seinen interessen nach,die denn da waren Fußball und Kneipengespräche.Zunächst haben wir ihn zum Sportplatz begleitet,da es aber immer in einer Trinkorgie ausartete,habe ich mich zum Schutz der Kinder davon distanziert.Gemeinsame Aktivitäten gab es eigentlich nur, wenn mein Mann dazu Lust hatte, und da ihn am Wochenende ein "Kater" beherrschte,war das nicht sehr oft. So habe ich dann allein mit den Kindern Freizeitaktivitäten veranstaltet, zuerst mit meinen Eltern, später mit einem guten Bekannten. Auch nachdem die Kinder eigene Wege gingen, konnte sich mein Mann nicht dazu aufraffen, seine Freizeit mit mir zu verbringen. Ich hatte die ganze Familie,den Haushalt und meine Berufstätigkeit,habe auch sehr viele Interessen,aber nichts konnte meinen Mann dazu bewegen, sich auch mal einzubringen. So hat es sich entwickelt, dass ich einen Freizeitpartner habe, der meine Interessen teilt und mit dem ich alles das teile, was ich gern mit meinem Ehemann geteilt hätte.
Nun habe ich für mich ganz egoistisch entschieden,dass eine Ehe in dieser Form keinen weiterbringt und werde ausziehen.Eheberatung, Alkoholberatung usw. wurden von meinem Mann abgelehnt, er glaubte wohl, das geht ewig so weiter.Ich habe natürlich auch immer funktioniert,sodass ich mir jetzt selbst ein wenig die Schuld gebe, dass es zu keiner Verbesserung unserer Beziehung kam.Nun ist er aus allen Wolken gefallen, frühere Drohungen hat er nie ernstgenommen,hat immer nur gesagt: Dann geh doch ! Auch jetzt sagt er,ich müsse das tun,was ich für richtig halte. Ich bin sicher, dass er mich auf gewisse Weise liebt,vielleicht ist es auch nur Gewohnheit.Nun mein Problem : Ich habe das Gefühl, meinen Mann in Stich zu lassen wie ein Kind. Ich habe immer alles gemacht in unserer Ehe, jetzt muss er sich selbst kümmern, aber kann er das ? Ich möchte so gern ausziehen, meine Kinder verstehen es gut, obwohl sie meinen, wir könnten doch eine Zweckgemeinschaft bilden und jeder macht ,was er will.Wahrscheinlich halten sie mich für zu alt (43), um noch mehr von einer Partnerschaft zu erwarten.Tja, wie werde ich dieses schlechte Gewissen los und bin frei für alles Schöne, was da noch kommen mag ?
So,das war jetzt sehr lang, aber nötig zum besseren Verständnis,glaube ich.Viele Fragen, aber vielleicht geht es ja jemand ähnlich. Danke fürs Lesen Daggi

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13. Februar 2005 um 8:57

Nebeneinanderleben
das ist für viele Ehepaare leider normal. Nun, deswegen auseinanderzurennen ist sicher nicht immer richtig. Erst sollte man versuchen, sich auf diese Probleme einzustellen.
Nun ist ja vieles bei euch schon geschehen und es ist auch keine Änderung in Sicht. Oder doch, die Kinder werden bald aus dem Haus sein und ihr beiden seid noch viel mehr als vorher aufeinander angewiesen. Das ist eine Zeit in der Ehe die besondere Belastungen der Partnerschaft hervorruft. Du merkst, worauf ich hinaus will. Die Probleme kommen erst noch und es sind schon so viele prinzipielle da.
Nun muß man aber auch sagen, viele Männer glauben, in dem sie die Familie versorgt haben ist ihre Pflicht erfüllt. In dem sie dann auch noch da sind, ist das ein Liebesbeweis. So ist das aber wohl ganz und gar nicht. Ansich ist eure Ehe doch ohnehin nur eine Zweckgemeinschaft. Sicher mit den Verteilungen er bringt das Geld und du machst die Wirtschaft.
Zumindest muß er tatsächlich merken , daß du es ernst meinst. Das hilft schon ein wenig. Wenns nicht anders geht, dann auch mit Auszug. Das ist ja noch keine Trennung. Da sollte aber auch deine Sorgepflicht für den Gatten gemeint sein. Wenn du den Weg gehst, dann darf das Wohlergehen deines Mannes keine Rolle spielen. Wohl aber das der Kinder. Die sind aber beide Volljährig und sollten auch für sich selbst sorgen können.
Was dem ganzen einen negativen Hintergrund gibt ist. Du hast ja schon jemanden, der in den Startlöchern steht. Das gibt dem Ganzen einen anderen Anstrich. Da kannst nur du dich selbst überprüfen ob es nur vorgeschobene Gründe gibt oder tatsächliche unüberwindbare Probleme.
Dein drittes Problem, mit 43 bist du keinesfalls zu alt, um noch einmal neu zu beginnen. Das sollte man aber gründlich prüfen und nicht aus der Sicht der jetzigen Situation. Wenn man zusammenzieht, stumpft die Beziehung immer ein wenig ab. Auch die Neue. Das muß diese auch überstehen können.

LG

Teddy

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13. Februar 2005 um 13:35

Oh nein
....daggi,

jeder ist selber seines glückes schmied.....und er hat es einfach verspielt. schlimmer noch, seine antworten wie "dann geh doch" zeigen, daß er entweder keine liebe in sich trägt oder von falschem stolz nur so vollgestopft ist. alles nichts, daß frau braucht.

also, kein schlechtes gewissen haben, du hast eben auch nur das eine leben.
und mit 43 ist frau ganz sicher nicht zu alt um endlich glücklich zu leben.

gruß von nemesis/dunkle-mondin.de

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13. Februar 2005 um 18:09

Neue Ufer
Finde ich Klasse, dass du offenbar den Kindern zuliebe die Familie erhalten hast. Heutzutage werfen die Menschen meist schon viel früher alles hin, wenn die Ehe nicht so läuft wie erhofft.

Aber nun wird es Zeit für neue Ufer. Die Kinder sind flügge, du bist in einem Alter in dem man noch sehr gut etwas neues beginnen kann. Ich glaube du tust deinem Mann in Wirklichkeit nichts gutes, wenn du dich weiter um ihn kümmerst. Vielleicht löst es auch in ihm dringend nötige Entwicklungen aus, wenn er mal wirklich selbständig und selbstverantwortlich handeln muss. Eure Situation ist nicht so selten. Ihr habt relativ früh geheiratet. Euch fehlt beiden eine freie, selbstbestimmte längere Lebenserfahrung.

Trenne dich von deinem Mann in Freundschaft. Du kannst ihm auch eine Zeitlang weiter bei der Neuorganisation seines Lebens beistehen, wenn er das will. Das wäre besser wie eine Zweckgemeinschaft. Finanziell seid ihr zum Glück nicht voneinander abhängig. Ihr habt beide die besten Voraussetzungen für einen Neustart.

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14. Februar 2005 um 13:33

Vorläufigen Abstand!?
Hallo Daggi,

ich bin seit Sommer 2004 getrennt. Ich war mit meiner Frau 22 Jahre zusammen, 16 Jahre davon verheiratet.
Ich habe seitdem sehr intensiv Studien betrieben und mußte feststellen, dass viele Leute vielleicht einfach zuviel vom Leben erwarten.
Sicherlich kann ich Dich verstehen, wenn da Dinge sind, mit denen Du nicht mehr weiterleben willst.
Aber eins ist doch auch sicher, egal mit wem Mann/Frau zusammen kommt, mit der Zeit schleicht sich überall die Routine ein. Was den Alkoholkonsum betrifft, das ist natürlich ein Problem. Da geb ich Dir völlig recht.
Vielleicht solltest Du nicht gleich Deine Ehe endgültig beenden. Versuch es doch erstmal mit einer vorläufigen Trennung. Dann wird er sich mit Sicherheit ernsthafte Gedanken über Euch machen und Du hast Zeit für Dich festzustellen, ob Dir noch was an ihm liegt.
Denn dass wichtigste in einer Beziehung ist in meinen Augen die gemeinsame Loyalität füreinander. Dass Mann/Frau sich auch in üblen Zeiten auf den Partner verlassen kann.Und die scheint wohl vorhanden gewesen zu sein.
Wichtig ist in meinen Augen auch, dass sich hier noch keine "Dritte" Person eingeschlichen hat.
Denn dann ist es nicht möglich, eine endgültige und echte Entscheidung zutreffen, ob und wie Du weiterleben willst.
Du würdest Dich selbst betrügen in Deiner Entscheidungsfindung.

Gruß Tom1966

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15. Februar 2005 um 23:21

Ein grosses Kind
Was mich am meisten gewundert hat, dass Du das Gefühl hast, Deinen Mann wie ein Kind im Stich zu lassen. Herrgott, er ist alt genug, sich um sich selber zu kümmern!

Wenn ich Deinen Beitrag lese, dann fällt mir auf, dass *DU* Deinen Beitrag für das Gedeihen der Familie beigetragen hast. Obwohl Ihr schon lange keine gemeinsame Freizeitaktivitäten habt, hast Du zum Wohl Deiner Kinder die Beziehung aufrecht gehalten. Sogar trotz offensichtlicher Alkohol-Probleme.

Dein Mann ist sich Deiner zu sicher. Deshalb kommt immer wieder der Spruch, dass Du doch gehen sollst. Mein Rat: TU ES! Entweder kommt er dann zur Besinnung oder Du hast die Chance, Deinem Leben einen neuen Inhalt zu geben, neue Träume zu entdecken und diese auch zu leben. Es ist nie zu spät für irgendwas. Schon gar nicht für eine positive Veränderung. Du schreibst, dass Du Dich nach einem harmonischen Familienleben gesehnt hast. Und irgendwann einmal hast Du Deine Sehnsucht aufgegeben. Ist das nicht schade? Aber ich denke, dass diese Sehnsucht noch nicht "verbraucht" ist und es durchaus noch Sehnsüchte gibt, die Du hast. Und da spielt Dein "Alter" keine Rolle.

Was mir auffällt, ist Dein etwas übertriebenes Pflichtbewusstsein. Du fragst Dich, ob er alleine lebensfähig ist. Du warst sehr viele Jahre alleine für alles verantwortlich. Warum willst Du diese Verantwortung weiter übernehmen? Hat er Dich je unterstützt? Hat er nicht im Gegenteil Dir eine verantwortung angehängt, die er hätte mittragen sollen? Ich denke, dass in einer Beziehung beide Verantwortung übernehmen müssen, ob mit oder ohne Kinder.

Werfen wir einen Blick in die Zukunft. Willst Du neben einem Mann alt werden, mit dem Du lediglich eine Zweckgemeinschaft bildest? Du bist jung genug, um nochmals zu neuen Ufern aufzubrechen. Wenn ich es mit 37 bin, dann bist Du es mit nur gerade 6 Jahren mehr AUCH! Tu das, was *DU* für richtig hältst. Und denk einmal auch an Dich. Du bist schliesslich nicht der Selbstbedienungsladen für Deine Familie!!!

Ich wünsche Dir viel Kraft.

Lieben Gruss aus der Schweiz, SkyeLassie

P.S.: Es ist absolut normal, dass sich Kinder nicht vorstellen können, dass Eltern auch Wesen sind, die ein Bedürfnis nach Beziehung haben.

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7. März 2005 um 17:42

Das leben geht weiter!!
hallo daggi!hab dein forum gelesen und möchte dir folgendes sagen:mach dir keine sorgen um deinen mann!der kommt ohne dich auch zurecht!klar das du dir sorgen machst ob er sein leben auch ohne dich organisieren kann-kann er!weil in der kneipe findet er sich ja auch zurecht!!ich hatte vor 5 jahren das selbe gefühl wie du und habe meinen exmann die ersten monate sehr unterstützt was im nachhinein ein fehler war!eigentlich hatte ich nur mein schlechtes gewissen damit beruhigt!du brauchst absulut kein schlechtes gewissen haben dein mann hat dich ja 22 jahre lang kaum unterstüzt und es ist an der zeit das du dir dein eigenes leben das mit sicherheit um vieles angenehmer sein wird in angriff nimmst!ich wünsche dir für deine zukunft alles liebe! lieber gruß susanne61

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8. März 2005 um 0:24

Trennung nach 23 Jahren
Hallo Daggi,
wenn ich deinen Beitrag lese, kommt es mir vor als wenn ich ihn selbst geschrieben hätte. bis auf ein paar Kleinigkeiten. Im Mai diesen Jahres wären es bei uns 23 Ehe-Jahre., bei mir ist meine Tochter 18 Jahre und mein Sohn 20 Jahre. Und ein Alkohol Problem hat es bei meinem Mann auch nie gegeben. Aber bei allem anderen könnte es sich um meine Geschichte handeln. Ich kann dich voll umd ganz verstehen, auch ich kenne dieses schlechte Gewissen
Am letzten Wochende habe ich begonnen ein neues Leben zu beginnen, es ist offizell das einer von uns auszieht und wir uns trennen.
( Meine Kinder wohnen noch beide zu Haus und wir werden sie da mit einbeziehen) Aber ich werde es durch ziehen und Du solltest, wenn nicht schon geschehen, auch den Stein ins Rollen bringen. denn wir (ich 44) sind ZU jUNG um so weiter zuleben wie bisher. Würd gern hier noch einmal von dir lesen, ob auch du den Schritt wagst. Kopf hoch wir packen das, Luci

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8. März 2005 um 7:59

Sich selbst finden
Hallo Daggi, ich durchlebe als Mann zur Zeit die gleiche Geschichte, ich habe auch keine Lust mehr etwas mit meiner Frau zu unternehmen (nach 18 Jahren) und ich sehne mich nach Gefühlen und habe Ansprüche die meine frau mir einfach nicht geben kann. Ich kann mich nicht mehr erfreuen an dem was wir zusammen aufgebaut haben und bin depressiv geworden. So richtig auseinander gelebt habe ich mich aber erst nachdem ich eine andere Frau kennengelernt habe, und diese "Freundschaft" ( wie du sie ja auch beschreibst) öffnet einem erst richtig die Augen,man fängt an zu vergleichen und das ist das Ende von der inneren Ruhe.
In meinen Augen ist die Sache gegessen, ich bin auch nicht gemacht für eine zweckgemeinschaft, allerdings muss ich sagen, mich hällt die Angst vor dem Alleinsein davon ab zu gehen. Wahrscheinlich wird in meinem Fall irgendwann auch meine frau zu mir sagen dass Sie geht. Ich habe einfach Angst nicht den menschen zu finden der meinen mit den Jahren gewachsenen Ansprüchen einfach nicht mehr gerecht wird.
Kann es sein dass es in eurer langen Beziehung auch mal "Affairen" gab ?
Ich denke nicht dass es von den gefühlen her was bringt zusammen zu bleiben, natürlich gibt es Menschen denen ist materielle Geborgenheit wichtiger oder sie können sich einen Absprung gar nicht leisten.
Ich denke im übrigen auch das Sätze wie " Das ist normal nach so langer zeit", oder " Mit einem Neuen wirds nicht besser" schon Ausdruck von frustration sind und den Leuten fehlt es auch an Mut etwas zu ändern, sie würden eigentlich gerne aber man erfindet sich so seine Wahrheit um es zu ertragen, um sich bei sich selbst zu entschuldigen warum man bleibt.
So, ich für meinen Fall habe wegen meiner Depression eine Kur angefragt, wo ich mich einmal einen Monat von meiner Familie isolieren werde und mir klar zu werden ob ich die vermisse oder ...und dann werde ich eine Entscheidung treffen. Ich glaube zwar an die grosse Liebe, allerdings gibt es eine grosse Liebe wenn man jung ist, es gibt eine wenn man sich sein Leben aufgebaut hat und es gibt eine wenn man anfängt zurückzublicken, will damit sagen dass man zu den 3 "Epochen" ganz verschiedene Ziele und Ansprüche hat.
Ich wünsch dir alles gute und würde dir auch mal raten 1 Monat für dich allein zu sein. Ein Absprung scheint mir nicht so leicht, denn das schlechte verdrängt man schnell das gute bleibt..man geht nicht so einfach, denke ich

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9. März 2005 um 19:40

Sieh es als Chance für Euch Beide!
Hallo Daggi,

vor 6 Jahren habe ich mich von meinem Mann nach 15 Jahren Ehe getrennt und lebe seitdem allein.
Die Entscheidung ist mir bestimmt nicht leicht gefallen und es war ein Prozess der Jahre gedauert hat bis ich endlich gesagt habe: "Schluss damit"

Mich hat der Gedanke getröstet, dass uns beiden die Chance für ein glücklicheres Leben gegeben wird. Und in "unserem" Fall hatte ich Recht! Ich habe es keinen Moment bereut - und habe mich immer mal wieder hinterfragt - es war richtig so. Und meinem Ex Mann mit dem mich eine gute Freundschaft verbindet sieht das mittlerweile ganz genauso.
Jeder für sich ist weitaus glücklicher als wir es in den letzten Jahren unserer Ehe waren.

Liebe Grüsse


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9. März 2005 um 21:08

Trennung nach 22 Ehejahren
Hallo Daggi,

über eine Freundin wurde ich aufmerksam auf dieses Forum, denn ich befinde mich in einer ähnlichen Situation: Trennung/Auszug nach 25 Ehejahren.
Ich habe alles aufmerksam gelesen von Dir und kann Dich zu Deinem Entschluss, nun Dein eigenes Leben zu leben (was Du ja auch schon streckenweise während Deiner Ehe gemacht hast) und Deine eigenen Wege zu gehen, nur beglückwünschen. Ich kann Deine Zweifel verstehen, aber: So, wie Du für Dich und Dein Leben eigenverantwortlich bist, so ist es auch Dein Mann und er ist bei weitem kein Kind mehr! Er hat sich all die Jahre bedienen lassen von Dir - und Du hast es freiwillig getan (es gibt immer einen, der "es tut", und einen, "der es zulässt"). Du fragst, ob er wohl ohne Dich klar kommt - - - er wird es müssen, meine Liebe - - - und vielleicht für ihn die Chance, endlich erwachsen zu werden. Dein Entschluss, die Ehe zu verlassen, ist keine Kurzschlusshandlung, sondern die Entwicklung Eurer Ehe/Partnerschaft in all den vielen Jahren - - - und nun ist es einfach genug für Dich. Ich finde es schön, dass Du Rückhalt und Verständnis bei Deinen Kindern hast, allerdings gefällt mir der Vorschlag, doch eine "Zweckgemeinschaft" zu gründen gar nicht, denn wer dabei den Kürzeren ziehen würde, liegt ja wohl klar auf der Hand: Du würdest weiterhin alles regeln, alles organisieren, alles managen, er würde weiterhin trinken und Dich würde es weiterhin nicht kühl lassen. Geh Deinen Weg und zieh aus, Dein Mann wird es überleben, glaub mir! Und Du bist noch so jung und hast alle Möglichkeiten und Chancen, eine andere Erfüllung, als die in der Ehe, zu leben. Dass man mit 43 nichts mehr oder nicht mehr so viel von einer Partnerschaft erwarten kann, ist wirklich Blödsinn! In jedem Alter - ob 20 oder 60 - darf man nie die Hoffnung oder Erwartung aufgeben, muss darum kämpfen, kann Liebe leben. Und Du wirst dies sicher erfahren! Mit Deiner Lebenserfahrung bist Du sicher eine erstklassige Frau - - - und in einem herrlichen Alter, um nochmals einen Neuanfang zu machen. Ich selbst habe eine Bekannte, die sogar noch mit 68 Jahren (!) überlegt, aus ihrer Ehe auszusteigen! Noch was: Ich traf vor kurzem eine Frau wieder, die jahrelang in unserer Stadt in einem Supermarkt gearbeitet hat, aber plötzlich nicht mehr da war. Auch sie war über 25 Jahre mit einem Alkoholiker verheiratet, hat 4 Kinder mit ihm (alle erwachsen), zig-mal versucht, diesen Mann zu verlassen, hat ihm dann aber immer wieder geglaubt, ist immer wieder zurück gegangen - - - bis es vor drei Jahren endgültig gereicht hat. Sie hat ihre Trennung/Scheidung durchgezogen - - - hat einen neuen Mann kennen gelernt (mit bald 50 Jahren) und hat vor 6 Wochen (mit 53 Jahren) wieder geheiratet.
Also, meine Liebe, mutig voran - - - Du bist auf dem richtigen Weg.

Viele Grüße! Chrismaluise

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10. März 2005 um 21:35
In Antwort auf elif_11928312

Trennung nach 22 Ehejahren
Hallo Daggi,

über eine Freundin wurde ich aufmerksam auf dieses Forum, denn ich befinde mich in einer ähnlichen Situation: Trennung/Auszug nach 25 Ehejahren.
Ich habe alles aufmerksam gelesen von Dir und kann Dich zu Deinem Entschluss, nun Dein eigenes Leben zu leben (was Du ja auch schon streckenweise während Deiner Ehe gemacht hast) und Deine eigenen Wege zu gehen, nur beglückwünschen. Ich kann Deine Zweifel verstehen, aber: So, wie Du für Dich und Dein Leben eigenverantwortlich bist, so ist es auch Dein Mann und er ist bei weitem kein Kind mehr! Er hat sich all die Jahre bedienen lassen von Dir - und Du hast es freiwillig getan (es gibt immer einen, der "es tut", und einen, "der es zulässt"). Du fragst, ob er wohl ohne Dich klar kommt - - - er wird es müssen, meine Liebe - - - und vielleicht für ihn die Chance, endlich erwachsen zu werden. Dein Entschluss, die Ehe zu verlassen, ist keine Kurzschlusshandlung, sondern die Entwicklung Eurer Ehe/Partnerschaft in all den vielen Jahren - - - und nun ist es einfach genug für Dich. Ich finde es schön, dass Du Rückhalt und Verständnis bei Deinen Kindern hast, allerdings gefällt mir der Vorschlag, doch eine "Zweckgemeinschaft" zu gründen gar nicht, denn wer dabei den Kürzeren ziehen würde, liegt ja wohl klar auf der Hand: Du würdest weiterhin alles regeln, alles organisieren, alles managen, er würde weiterhin trinken und Dich würde es weiterhin nicht kühl lassen. Geh Deinen Weg und zieh aus, Dein Mann wird es überleben, glaub mir! Und Du bist noch so jung und hast alle Möglichkeiten und Chancen, eine andere Erfüllung, als die in der Ehe, zu leben. Dass man mit 43 nichts mehr oder nicht mehr so viel von einer Partnerschaft erwarten kann, ist wirklich Blödsinn! In jedem Alter - ob 20 oder 60 - darf man nie die Hoffnung oder Erwartung aufgeben, muss darum kämpfen, kann Liebe leben. Und Du wirst dies sicher erfahren! Mit Deiner Lebenserfahrung bist Du sicher eine erstklassige Frau - - - und in einem herrlichen Alter, um nochmals einen Neuanfang zu machen. Ich selbst habe eine Bekannte, die sogar noch mit 68 Jahren (!) überlegt, aus ihrer Ehe auszusteigen! Noch was: Ich traf vor kurzem eine Frau wieder, die jahrelang in unserer Stadt in einem Supermarkt gearbeitet hat, aber plötzlich nicht mehr da war. Auch sie war über 25 Jahre mit einem Alkoholiker verheiratet, hat 4 Kinder mit ihm (alle erwachsen), zig-mal versucht, diesen Mann zu verlassen, hat ihm dann aber immer wieder geglaubt, ist immer wieder zurück gegangen - - - bis es vor drei Jahren endgültig gereicht hat. Sie hat ihre Trennung/Scheidung durchgezogen - - - hat einen neuen Mann kennen gelernt (mit bald 50 Jahren) und hat vor 6 Wochen (mit 53 Jahren) wieder geheiratet.
Also, meine Liebe, mutig voran - - - Du bist auf dem richtigen Weg.

Viele Grüße! Chrismaluise

Das hast du sehr schön geschrieben,
Luise !

Daraus spricht Lebenserfahrung und die Liebe zum Leben und zur Selbstbestimmtheit.

Wir sind alle für unser Dasein und unser Glück selbst verantwortlich !

Auch ich wünsche dir, liebe Daggi, alles gute auf deinem neuen Weg. Du wirst es nicht bereuen und dein Mann wird lernen !

Liebe Grüße Baerlizz

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11. März 2005 um 2:12

Das liegt in der natur
ihr habt gemeinsam die "brut" aufgezogen u. jeder will sich neu entdecken. die natur hat das so eingerichet. jeder will das "nachholen", auf was er die ganzen jahre auf rücksicht des partners, der kinder verzichtet hat. da werden urplötzlich aus damaligen "kleinigekeiten" jetzt große dramen. ja gerade jetzt, wo jeder für sich mehr zeit hat, glaubt man, nicht mehr zusammenzupassen usw. da werden die dämlichsten gründe gesucht, um sich zu trennen...

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13. März 2005 um 19:52

Es gibt immer einen Weg.
Hallo,

wir finden es gut das du endlich den Entschluß gefaßt hast das eure Ehe keinen Sinn mehr hat.
Mit 43 Hast Du noch die hälfte deines Lebens vor Dir, und außerdem gibt es keine Altersgrenze für einen neuen Partner.
Vielleicht wird deinem Mann erst wenn du Weg bist klar was er an Dir hatte und vielleicht gibt es auch eine 2te Chance.
Wir schätzen Dich als sehr selbstbewußte Frau ein und denken das du einen richtigen Weg finden wirst...

Wir hoffen wir konnten Dir ein wenig helfen.
Liebe Grüße

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13. März 2005 um 21:18

Dein Leben
Hallo Daggi!
Ich bin erst 25 Jahr alt und viele denken die jungen Dinger sagen so leicht:Trenn Dich.Aber es stimmt.Was bringt es dir wenn Du in deiner Ehe unglücklich bist.Dein Mann findet alles O.K.so wie es ist.Du hast Dich um alles gekümmert.
Es ist Dein Leben.Du mußt an Dich denken.Ich könnte mir nicht vorstellen noch 20 Jahre so zu leben.Ich weiß nicht wie es finanziell bei Euch aussieht.Das ist bei vielen Frauen auch noch ein Grund,wieso sie sich so schwer tun sich zu trennen.Kenne ich auch jemanden.
Ich habe 7 Jahre mit meinem Freund zusammen gelebt und mußte erst die Kraft finden mich zu trennen.Gleich am Anfang hat sich rausgestellt das er paranoide Schizophrenie hatte.Also er hat Stimmen gehört und Leute gesehen mit Messern usw.Ich half ihm wo ich nur konnte.Aber nach ca.6 Jahren habe ich erkannt so gehts nicht weiter.Er war nur noch in der Psychatrie.Mein Leben lief so ab:Ich arbeitete tagsüber und am Abend besuchte ich ihn.Ihm war langweilig,ich überlegte was wir machen können.Mit dem Geld wars ziemlich knapp.Er wollte eine Katze,wir kauften eine katze.Ich durfte mich um sie kümmern.Tat es sehr gern,das war aber nicht so geplant wie es dann gelaufen ist.Er log auch in einer Tour.Einmal kaufte er auf einer Messe 5 oder 6 Kisten Wein.Er meinte er muß das Zeug kurz für jemanden bei uns unterstellen.Dann stellt sich eben raus das er ihn auf der Messe gekauft hat.Wir trinken keinen Wein.Der kostete 200 Euro.Ich war auf 180.Er hat auch schon versucht sich umzubringen,mit Tabletten.Ich hab noch ein gutes freundschaftliches Verhältnis zu ihm.Er ist sonst ein lieber Kerl,schade das er sich aber so verändert hat.Eer kümmert sich nicht um mich.War ihm egal wie es mir geht.
Ich zog wieder zu meinen Eltern(war froh das ich sie hatte sonst hätte ich auch nicht so schnell gewußt wohin).In 11 Tagen ziehe ich zu meinem neuen Freund (ca.670 km von hier).Inzwischen mußte ich auch noch meine katze einschläfern lassen.Und ich muß die Miete noch weiterzahlen obwohl keiner mehr drin wohnt.
Ich wünsche Dir viel Kraft und denk dran:Es ist Dein Leben!
Deine Svenja

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1. April 2005 um 12:49

"Trennung nach 22 Ehejahren"
Liebe Daggi,

ich (30) kann dich nur bewundern das du Alles so lange "ertragen" hast. Da ich in einer ähnlichen Situation bin (bei meinem Mann ist es allerdings das Motorrad und der Club) kommen mir so viele Dinge bekannt vor. Auch ich habe einen Sohn (10) und habe mir immer diese "stinknormale" Familie gewünscht - aber leider mein Mann nicht. Geh diesen Schritt, er hat sich all die Jahre nicht um seine Familie gescheert, warum sollte er sich jetzt ändern??? Ich wäre froh, wenn ich soweit wäre wie du, ich habe viele Anläufe gestartet und immer wieder klein bei gegeben. Aber glaub mir, man kann einen Menschen nicht ändern. Und ich glaube nach so langer Zeit ist auch der Andere nicht wirklich bereit etwas an seinem eingefahrenen Lebenstil zu ändern. Da deine Kinder dir beistehen und auch nicht mehr klein sind brauchst du dir da kein schlechtes Gewissen machen. Eine Zweckgemeinschaft??? Wofür??? Du bist doch noch nicht steinalt - binde dich nicht an jemanden der dir nicht das gibt was du wirklich brauchst - wie du schon sagtest:"Frei für alles Schöne was noch kommen mag". Dein Mann (vermutlich in etwa dem Alter wie du) kann sich sicher auch gut alleine versorgen, hat er sich je ein schlechtes Gewissen gemacht wenn du allein mit den Kindern unterwegs warst??? Ich kann deine Entscheidung nur bestärken und wünsche dir alles alles Liebe und Gute - und mir ein bischen Hoffnung das ich auch diesen Weg schaffen werde!
Liebe Grüße Casis2

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