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Trennung nach 2,5 Jahren - Gibt es da wirklich keine Chance mehr?

1. Juni 2017 um 16:41

Hallo,
 
dies ist das erste Mal, dass ich überhaupt in ein Forum schreibe. Ich bin wirklich verzweifelt und weiß nicht mehr wirklich weiter.
 
Vor genau einer Woche und zwei Tagen hat mein Freund sich von mir getrennt. Irgendwie habe ich damit gerechnet, es hat etwa vor einem Monat zu kriseln begonnen. Trotzdem war es ein Schock. Eigentlich sind wir immer glücklich gewesen – zumindest dachte ich das. Es gab keinen einzigen Tag, an dem wir keinen Kontakt hatten; wenn wir uns nicht gesehen haben, dann haben wir zumindest telefoniert. Er hat mir jeden Tag gesagt, dass er mich liebt. Er hat mich auf Händen getragen, er war immer aufmerksam und liebevoll und das tatsächlich bis zum Schluss.
 
Vor etwa einem Monat hat er gesagt, dass er mich liebt, er aber sexuell nicht mehr so angezogen von mir ist wie am Anfang. Es stimmt schon, dass wir nicht mehr so viel Sex hatten, wie beispielsweise noch vor einem Jahr. Ich muss dazu sagen, dass ich immer sehr genügsam bin; mir sind andere Dinge einfach wichtiger. Gemeinsame Erlebnisse, Reden, Vertrauen, Kuscheln… Ich weiß nicht, wann es bei uns so eingeschlafen ist. Irgendwie habe ich das Ganze auch glaube ich nicht so wahrgenommen. Ich war glücklich. Und ich habe gedacht, dass auch er glücklich war. Vor nicht einmal zwei Monaten hat er mir gesagt, ich wäre der wichtigste Mensch in seinem Leben – und ich muss dazu sagen, so verletzt ich auch bin, ich glaube nicht, dass das gelogen war. Er ist von Grund aus ehrlich. Er kann nicht lügen.
 
Als er Schluss machte sagte er mir, dass die Liebe nicht mehr so intensiv sei wie am Anfang. Dass sie irgendwie weggegangen ist. Dazu kommt halt auch, dass er sich körperlich nicht mehr von mir angezogen fühlt. Er hat geweint, als er Schluss gemacht hat und mehrmals gesagt, dass er es sich so sehr anders gewünscht hätte. Dass ich ihm wichtig bin und er mich liebt, es aber eben nicht mehr für eine Beziehung reicht. Es ist keine Andere im Spiel, das hat er mir gesagt und das glaube ich ihm auch. Er wirkte selber so verletzt als er es beendet hat. Er sagte dann, dass wir uns von nun an besser nicht mehr sehen und den Kontakt einstellen sollen. Er wolle die Trennung selber erst verarbeiten, weil nicht nur ich, sondern auch er leiden würde und er mit dem Schmerz selber erst einmal umgehen müsse. Ich habe ihm dann zwei Tage später geschrieben… Ich wollte wissen wie es ihm geht und was genau passiert ist, ich wollte wissen, wann auf unserem gemeinsamen Weg ich scheinbar falsch abgebogen bin und es nie mehr auf die richtige Spur geschafft habe… Aber er war distanziert, er sagte weiterhin, dass er seine Ruhe will und ich ihm nicht schreiben soll. Trotzdem war er bereit, sich am darauffolgenden Sonntag mit mir zu treffen und noch einmal über alles zu reden.
 
Ich bin dann zu meinen Eltern gefahren, damit ich ein bisschen abschalten und runterkommen konnte. Ich hab gelitten wie ein Tier (das tu ich jetzt auch noch). Am Sonntag habe ich ihm geschrieben, dass ich ebenfalls finde, dass die Trennung die richtige Entscheidung ist. (Irgendwie war es auch so; mit ein bisschen Abstand habe ich eingesehen, dass wir irgendwie aneinander vorbeigelebt haben, etc.). Daraufhin wirkte er irritiert und schrieb mir anders zurück als zuvor. Irgendwie verständnisvoller, als wäre er überrumpelt. Ich sagte ihm, dass ich mich jetzt erst einmal sortieren müsse. Das hat er verstanden, er wünschte mir einen schönen Sonntag und schrieb, dass er hofft, dass es mir gut geht.
 
Gestern habe ich mich dann mit ihm getroffen, damit er seine Sachen bekommt. Anfangs wirkte alles steif und distanziert. Er hat versucht, mir während des Treffens nicht in die Augen zu sehen. Als ich dann gehen wollte, hat er mich gefragt, ob er mich ein letztes Mal umarmen darf. Ich sagte „Klar“ und daraufhin lagen wir uns fast eine halbe Stunde lang in den Armen. Ich habe ihn gefragt, ob er mich wenigstens ein bisschen vermisst. Er meinte dann, dass er gerade versucht, diese Gefühle zu unterdrücken, weil alles eben noch so frisch ist, aber ja, er würde mich vermissen und es würde ihm schwer fallen, keinen Kontakt mit mir zu haben. Es war fast ein bisschen komisch, wäre das alles nicht so traurig. Wir standen da und haben uns den Sonnenuntergang angeguckt und irgendwie hat es sich so gar nicht nach Trennung angefühlt. Er hat mir die ganze Zeit über den Kopf und über die Wange gestrichen, hat aber auch gesagt, dass er meint, dass wir beide keine Zukunft haben können. Er sagte mir auch, dass er noch Gefühle für mich hat. Es war ein sehr ruhiges und ernstes Gespräch, nachdem es mir immerhin ein bisschen besser ging. Und währenddessen hat er mich die ganze Zeit im Arm gehalten, selbst, als ich versucht habe, ihn etwas wegzudrücken.
 
Ich habe schon den Eindruck, dass ich ihm fehle und dass da noch Gefühle für mich sind. Und ich muss zugeben, dass ich mich in den letzten Monaten wirklich ein bisschen „hab gehen“ lassen. Jetzt nicht auf hygienischer Basis, aber ich habe mich einfach nicht mehr so hübsch gemacht, etc… Ich weiß nicht, ob das letztendlich der „Killer“ war. Ich weiß einfach gar nicht, wie ich sein Verhalten einschätzen soll. Einen Tag vor der Trennung schreibt er mir noch, dass er mich liebt und einen Tag später hat dann alles auf einmal keinen Sinn mehr?
 
Ich muss dazu auch sagen, dass ich seine erste „richtige“ Freundin und die erste wirkliche Liebe bin. Vielleicht kann er sich einfach nicht damit anfreunden, dass bei uns irgendwann einfach der Alltag eingekehrt ist? Vielleicht erwartet er auch, dass das „Kribbeln“ der Anfangszeit gar nie mehr aufhört? Ich weiß es einfach nicht. Mit Worten hat er mir klar gemacht, dass das mit uns nichts mehr gibt. Aber sein Verhalten widerspricht sich doch irgendwie… Oder?
 
Hat jemand vielleicht schon mal das gleiche erlebt?
 
Ich danke schon jetzt für eure Antworten und für eure Hilfe!
 
Viele Grüße
 

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1. Juni 2017 um 21:45

@sowieso32: Ja, das auf jeden Fall... 

@pilleneinnahme: ich bin im April 30 geworden, mein Freund ist jünger als ich. Im Monat vielleicht 4-5 mal, Also eben deutlich seltener als am Anfang ich denke also nicht, dass ich asexuell bin. Es ist mir galt einfach nicht mehr so wichtig 

@evalina: naja, einfach, weil er mir am Tag vorher noch gesagt hat, dass er mich liebt. Und am nächsten Tag stellt man dann fest, dass es nicht mehr reicht? Ich weiß nicht, das ist in meinen Augen einfach so... widersprüchlich. Auch sein ganzes Verhalten irgendwie. Er sagt, er wünscht mir, dass ich jemanden finde, mit dem ich glücklich sein kann... er könnte mich nicht glücklich machen... aber ich will eben einfach keinen anderen... Ich will ihn... 

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1. Juni 2017 um 22:30

pilleneinnahme du spekulierst dir irgendetwas zusammen hast kein taktgefühl und wirkst arrogant und überheblich. Du solltest für andere keine hilfestellungen oder tips geben.

Liebe coladi gab es irgendwelche meinungsverschiedenheiten zwischen euch gab es dikussionen streits die vielleicht nicht genannt wurden?

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1. Juni 2017 um 22:48
In Antwort auf derratgeber01

pilleneinnahme du spekulierst dir irgendetwas zusammen hast kein taktgefühl und wirkst arrogant und überheblich. Du solltest für andere keine hilfestellungen oder tips geben.

Liebe coladi gab es irgendwelche meinungsverschiedenheiten zwischen euch gab es dikussionen streits die vielleicht nicht genannt wurden?

Nein, hat nichts haben in der Regel niemals gestritten. Sein einziges Manko lag darin, dass ich sehr chaotischbin, was meinen Haushalt betrifft. Nicht dreckig, aber chaotisch. Er ist manchmal etwas sehr penibel, achtet sehr auf Ordnung, manchmal faltet er seine Pullover drei mal am Tag und bei mir gibt es klamottentechnisch "den Stuhl" auf dem immer alles rumfliegt. Das war ein Diskussionsthema aber wir haben uns nie oder nur sehr selten gestritten...

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1. Juni 2017 um 22:52
In Antwort auf coladi

Nein, hat nichts haben in der Regel niemals gestritten. Sein einziges Manko lag darin, dass ich sehr chaotischbin, was meinen Haushalt betrifft. Nicht dreckig, aber chaotisch. Er ist manchmal etwas sehr penibel, achtet sehr auf Ordnung, manchmal faltet er seine Pullover drei mal am Tag und bei mir gibt es klamottentechnisch "den Stuhl" auf dem immer alles rumfliegt. Das war ein Diskussionsthema aber wir haben uns nie oder nur sehr selten gestritten...

Du warst seine erste freundin hab ich gelesen?
Vielleicht ist er es nicht gewohnt das dinge nicht so laufen wie er es möchte, zb das chaotische, wenn er immer alleine war kann er alles so machen wie er es möchte.
Vielleicht waren andere kleinigkeiten dabei die ihn innerlich aufgeregt haben.
Das es am Sex lag ist schwer vorstellbar das kann man zusammen hinbekommen wünsche äußern usw.
Wenn die möglichkeit besteht frag ihn offen was ihn wirklich an dir stört, das heißt nicht das du dich ändern sollst, aber dann weißt du es.
Ich habe die vermutung das er sachen an dir nicht so richtig akzeptieren kann, weil er es nicht gewohnt ist.

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1. Juni 2017 um 23:03
In Antwort auf derratgeber01

Du warst seine erste freundin hab ich gelesen?
Vielleicht ist er es nicht gewohnt das dinge nicht so laufen wie er es möchte, zb das chaotische, wenn er immer alleine war kann er alles so machen wie er es möchte.
Vielleicht waren andere kleinigkeiten dabei die ihn innerlich aufgeregt haben.
Das es am Sex lag ist schwer vorstellbar das kann man zusammen hinbekommen wünsche äußern usw.
Wenn die möglichkeit besteht frag ihn offen was ihn wirklich an dir stört, das heißt nicht das du dich ändern sollst, aber dann weißt du es.
Ich habe die vermutung das er sachen an dir nicht so richtig akzeptieren kann, weil er es nicht gewohnt ist.

Ja, das hast du richtig gelesen. Ich denke, dass er halt irgendwie nicht so wirklich damit klarkommt. Ich war schon immer eine kleine Chaotin, anfangs hat ihn das nie gestört... erst zum Schluss...

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1. Juni 2017 um 23:07

Naja, aber sagt man seinem Partner dann einen Tag vor der Trennung, dass man ihn nicht mehr liebt? Und er hat niemals irgendetwas gesagt, was er nicht auch so gemeint hat. Ich weiß halt einfach nicht, wie ich das alles einschätzen soll... noch letzte Woche sagte er : "Es ist schwierig gerade, aber du weißt, dass ich doch liebe. Du merkst das auch, Oder?" Sowas sagt man doch nicht einfach so, oder...?

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2. Juni 2017 um 1:23

Du schreibst, dass Du seine erste ernsthafte Beziehung warst. War er auch Deine erste? Magst Du verraten wie viel jünger?
Ich könnte mir vorstellen, dass die Neugier auf was anderes einfach zu groß war. Retrospektiv kommt mir das bekannt vor. Manchmal braucht man ein paar Erfahrungen, um das, was man hat, einordnen zu können. Die von Dir beschriebene Situation kenne ich so zwar nicht, allerdings wars bei mir früher so, dass ich einige potenzielle Beziehungen gar nicht erst eingegangen bin, gar nicht erst versucht habe, ob es hätte klappen können. Und damit ganz sicher auch Menschen enttäuscht habe. Es war auch gar nicht in erster Linie eine sexuelle Austob-Phase, aber einfach dieses sich festlegen war für mich so unvorstellbar, dass ich selbst aufkommende Gefühle stets unterdrückt hatte. Ich brauchte die Abwechslung, und auch immer mal wieder den Reiz des Anfangs. Ich würde Dir raten das abzuhaken, erstmal etwas Abstand zu gewinnen und Dir dann jemanden mit mehr Erfahrung (in Beziehungsführung, nicht im Bett) zu suchen. Bloß keine on/off-Geschichte, das zermürbt nur.

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2. Juni 2017 um 5:50
In Antwort auf dezemberblues

Du schreibst, dass Du seine erste ernsthafte Beziehung warst. War er auch Deine erste? Magst Du verraten wie viel jünger?
Ich könnte mir vorstellen, dass die Neugier auf was anderes einfach zu groß war. Retrospektiv kommt mir das bekannt vor. Manchmal braucht man ein paar Erfahrungen, um das, was man hat, einordnen zu können. Die von Dir beschriebene Situation kenne ich so zwar nicht, allerdings wars bei mir früher so, dass ich einige potenzielle Beziehungen gar nicht erst eingegangen bin, gar nicht erst versucht habe, ob es hätte klappen können. Und damit ganz sicher auch Menschen enttäuscht habe. Es war auch gar nicht in erster Linie eine sexuelle Austob-Phase, aber einfach dieses sich festlegen war für mich so unvorstellbar, dass ich selbst aufkommende Gefühle stets unterdrückt hatte. Ich brauchte die Abwechslung, und auch immer mal wieder den Reiz des Anfangs. Ich würde Dir raten das abzuhaken, erstmal etwas Abstand zu gewinnen und Dir dann jemanden mit mehr Erfahrung (in Beziehungsführung, nicht im Bett) zu suchen. Bloß keine on/off-Geschichte, das zermürbt nur.

Hallo

Er ist nicht meine erste Beziehung, allerdings die, die am tiefsten ging. Er hat aus mir gelesen wie in einem Buch, er hat mich verstanden, geliebt und lange Zeit auch wirklich begehrt. Er ist 4 Jahre jünger als ich, jetzt also 26. 

Das war auch das, was mir in den Kopf kam. Dass er vielleicht denkt "Okay, Das kann doch jetzt nicht alles sein." Ich erinnere mich noch gut daran, dass ich während meiner ersten Beziehung  (die dann aber wegen anderen Dingen in die Brüche ging)  fast schon geschockt war, als sich die Normalität eingestellt hat... vielleicht ist das bei ihm jetzt auch so?

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