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Trennung nach 10 Jahren ohne Vorwarnung

20. Dezember 2009 um 20:19

Hallo ihr Lieben,

Ich stecke seit einigen Wochen im totalen Gefühlschaos. Mein Fall ist folgender:

Ich bin mit meiner Frau seit 10 Jahren zusammen, davon seit 1 1/4 Jahr verheiratet. Am Anfang unserer Beziehung stand eine 3 1/2 jährige Fernbeziehung in der ich jedes Wochenende 300km zu ihr gefahren bin. Natürlich gab es in dieser Zeit auch das ein oder andere "Gewitter" zwischen uns, aber ansonsten haben wir (aus meiner Sicht) eine harmonische Beziehung geführt. Soviel zur Vorgeschichte.

Etwa mitte des Jahres wurde bei meiner Frau ein Bandscheibenvorfall diagnostiziert und als Krankenschwester ist das ja nicht gerade prickelnt. Sie war also nun kank geschrieben und musste Ende Sptember zur Reha. In der ersten Woche war ich, da ich Urlaub hatte mehrmals mit unseren Hunden bei ihr, wo auch alles ganz normal verlief. Wir haben uns geküsst, sind zusammen esssen gewesen, Bummeln gegangen und hatten auch so unseren Spass.Alles also so wie man sich das vorstellt. Wenn ich nicht da war, haben wir telefoniert oder gesimst.

Etwa nach zwei Wochen Reha brach der Kontakt dann ab. Als ich nach etwa 4 Tagen nichts mehr von ihr gehört hatte, habe ich sie angeschriebenum zu wissen, was denn los sei. Sie hat mir geantwortet, dass der Psychologe ihr geraten hätte ein wenig Abstand zum Alltag zu halten, damit sie sich besser auf die Anwendungen konzentrieren könne und ich solle ihr nicht böse sein. Diese Antwort habe ich akzeptiert und habe mich nur bei ihr gemeldet, wenn etwas wichtiges anlag. Ist mir nicht gerade leicht gefallen, da ich zu Hause sass und nichts für sie tun konnte. An unserem möglichen gemeinsamen Wochenende hatte sie ihren abschlussabend so das ich auch da zu Hause blieb. Einen Tag vor ihrer Entlassung dann, bekam ich eine SMS von ihr, dass es ihr total scheisse ginge und sie weg wolle von da. Ich also sofort zum Handy gegriffen und sie angerufen. Ich habe mir natürlich Sorgen um sie gemacht und sie sagte mir nur auf meine Frage was los sei:"Nicht jetzt am Telefon". Ich also am nächsten Tag zur Klinik sie abholen.
Die Begrüssung viel ganz normal aus, mit Begrüssungskuss und Umarmung. Auf dem Nachhauseweg merkte ich schon, dass etwas nicht stimmte.

Als wir zu Hause angekommen waren, machte sie sich einen Kaffee und setzte sich mit mir ins Wohnzimmer. Auf meine Frage was denn nun los sei, überreichte sie mir einen Brief. In diesem stand, dass sie mir mit ihrem Problem nicht persönlich unter die Augen tretten könne, sie sei seit einiger Zeit unglücklich und dass sie nicht mehr sie selbst sei. Hinsichtlich unserer gemeinsamen Zukunft hätte sie sich das alles etwas anders vorgestellt und ihrer persönliche Entwicklung und ihre Angst um ihre berufliche Zukunft, stellen sie vor zu viele Probleme, die sie nicht alle auf einmal bewältigen könne. Sie würde jetzt erst einmal zurück nach Bremen gehen, für wie lange können sie mir im moment nicht sagen. Ich solle aber wissen, dass dies alles nichts mit mir zu tun habe sondern ganz allein mit ihr. Etwa eine halbe Stund später stand ihr Vater mit einem Kleintransportet vor der Tür und sie hat ihre Sachen gepackt und ist gefahren. Vorher nahm sie mich noch zum Abschied in den Arm und liess mich mit meinem Gefühlschaos zurück.

Seit dem haben wir nur sporadisch SMS-Kontakt und ich weiss einfach nicht wo ich dran bin. Das ist jetzt ca. 10 Wochen her. Ich weiss dass ich auch meine Fehler gemacht habe was ich ihr in einem Brief auch geschrieben habe. Ich liebe sie einfach über alles und sie fehlt mir jeden Tag. ich kann nicht verstehen, wie man nach so langer Zeit einfach gehen kann, vor allem wenn man sich nicht gestritten hat. Ende Dezember kommt sie zu mir um ihre restlichen Sachen abzuholen und sie möchte mit mir reden. Auf der einen Seite freue ich mich sie wiederzusehen auf der anderen Seite habe ich Angst, dass es vorbei ist. Ich glaube dass wir noch eine 2. Chance verdient haben aber ich weiss nicht wie sie darüber denkt.

Vielleicht könnt ihr mir ja helfen oder einen Rat geben.

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21. Dezember 2009 um 0:53

Danke schon einmal
Hallo plasterfuge!
Wollte mich erst einmal für deine netten Worte bedanken.
Der Gedanke mit der Krankheit ist mir auch schon gekommen. Was es so hart macht ist, dass wir eigentlich voll in der Familienplanung gesteckt haben und auf einmal sagt sie, dass sie sich auch ein Kind und eine gemeinsame Zukunft gewünscht hat dies aber nicht mehr geht. Ich denke die Ärzte haben ihr wegen des Bandscheibenvorfalls von einer Schwangerschaft abgeraten. Ich habe mir auch schon Hilfe bei einem kompetenten Menschen geholt nehme aber auch gerne Ratschläge von Anderen an.
Habe bis jetzt auch alles mögliche gemacht um das sie mich gebeten hat. Z.B. ihr die Zeit zu geben, damit sie sich über einiges klar werden kann oder sie nicht unter Druck zu setzen. Am schwersten ist es mir natürlich gefallen mich nicht bei ihr zu melden aber im Moment kann ich ja sowieso nur abwarten wie es weiter geht. Werde mich aber auf jeden Fall melden und berichten was sich ergeben hat. Zu ihrem Alter: Sie ist dieses Jahr 26 geworden.

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