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Trennung kurz vor der Hochzeit?

2. Mai 2016 um 23:34

Hallo. Ich habe lange überlegt ob ich hier schreibe. Ich bin momentan einfach so ratlos und wollte wissen ob jemand änliches erlebt hat.
Aber nun von vorne. Mein Partner und ich sind seit 8 Jahren zusammen. Es gab Höhen und Tiefen.
Nach ca. 2 Jahren fing das Trinken an. Anfangs War es nicht viel. Am Schluss trank er regelmäßig bis zur Besinnungslosigkeit. All die darauf folgenden Jahre machte ich ihn immer wieder klar dass es so nicht weiter geht. Immer wieder versprach er mir Besserung, was aber nie lange gehalten hat.
Vor ca. einem Jahr kam dann der lang ersehnte Antrag. Wir waren überglücklich. Ein halbes Jahr später kippte die Situation. Er verlor seinen Job und trank beinahe täglich. Gründe dafür konnte er mir nicht nennen. 3 Monate später fing er eine neue Arbeit an die ihm auch grossen Spaß machte - dachte ich....ich fand heraus , dass er aus dem Haus ging und sobald ich bei der Arbeit War wieder heim kam. Als wir dann endlich ein klärendes Gespräch hatten sah er ein das er Hilfe braucht. Er geht zur SuchtBeratung und gleichzeitig zu einer Psychologin. Diagnose Depressionen.
Das Trinken ist fast täglich geworden. Ich kann nicht mehr so weiter machen. Auf der einen Seite sehe ich das er sich Mühe gibt. Auf der Anderen Seite wird das Trinken immer schlimmer. In 2 Monaten ist unser Hochzeitstermin. Alles ist geplant und organisiert und iCh habe angst. Jeder in meinem Familien und Bekanntenkreis sagt das es so keine Zukunft hat. Ich weiß auch nicht was besser ist. Kämpfen oder Aufgeben?

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3. Mai 2016 um 7:26

Er ist
alkoholkrank. Punkt. Das muss er realisieren und damit aufhören. Er geht zur Suchtberatung und trinkt weiter?
Da gibt er sich doch keine Mühe.

Dass, was du da machst, nennt man Co-Alkoholismus. Du unterstützt ihn indirekt in seiner Sucht, weil du ihm die Konsequenzen nicht aufzeigst. Sondern das Problem "schön redest".
Wenn ihr jetzt heiratet, hat er - psychologisch gesehen - seinen Rettungsanker, aber keinen Grund, mit dem Trinken aufzuhören. Oft ist es leider so, dass Alkoholiker erst richtig abstürzen müssen, fast alles verlieren, was ihnen wichtig ist, damit sie ihre Lage realisieren.
Ganz ehrlich? Ich würde keinen Alkoholiker in dieser Phase heiraten.

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3. Mai 2016 um 19:47
In Antwort auf sweetwater5

Er ist
alkoholkrank. Punkt. Das muss er realisieren und damit aufhören. Er geht zur Suchtberatung und trinkt weiter?
Da gibt er sich doch keine Mühe.

Dass, was du da machst, nennt man Co-Alkoholismus. Du unterstützt ihn indirekt in seiner Sucht, weil du ihm die Konsequenzen nicht aufzeigst. Sondern das Problem "schön redest".
Wenn ihr jetzt heiratet, hat er - psychologisch gesehen - seinen Rettungsanker, aber keinen Grund, mit dem Trinken aufzuhören. Oft ist es leider so, dass Alkoholiker erst richtig abstürzen müssen, fast alles verlieren, was ihnen wichtig ist, damit sie ihre Lage realisieren.
Ganz ehrlich? Ich würde keinen Alkoholiker in dieser Phase heiraten.

Absolut korrekt
dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Außer, dass die Partner von Alkoholikern früher oder später auch vor die Hunde gehen. Daher: Zuerst Therapie, dann mindestens ein Jahr völlig (VÖLLIG!!!!) trocken. Und dann könnt ihr noch mal anfangen die Hochzeit zu planen. Jetzt auf GAR KEINEN FALL HEIRATEN!!!

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11. Mai 2016 um 11:49

Bloß nicht heiraten!
Ich habe beruflich viel mit solchen Dingen zu tun..
Und ich frage mich meistens immer "warum heiraten diese menschen überhaupt erst?"
Bei dieser Geschichte kann ich dir nur raten, blas alles ab!
Es klingt hart, aber am Ende sagst du nach spätestens einem Jahr ich will nicht mehr, ich kann nicht mehr.
Dann lasst ihr euch Scheiden, es kommen einen Haufen Kosten auf euch zu und einfach nur psychischer Stress!

Noch habt ihr keine Kinder oder?

Tu dir das doch nicht an.
Letztend Endes ist es deine Entscheidung die auf deinen Schultern ruht. Wir reden uns alle sehr leicht, weil wir uns nicht in dieser Situation befinden, aber glaube mir, so wie es jetzt ist, wird es nciht besser und so wirst du nciht glücklich werden.

Ich finde man muss sich zu 100 % sicher sein für die Ehe! Klar ist das dann noch keine Sicherheit dass es ewig hält! Aber ich finde es extrem wichtig. So viele Menschen lassen sich bereits nach einem Jahr Scheiden.

Also wie gesagt, wenn ich persönlich in deiner Situation wäre, heiraten würde ich diesen Mann nicht!


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13. Mai 2016 um 19:35
In Antwort auf bc1306

Bloß nicht heiraten!
Ich habe beruflich viel mit solchen Dingen zu tun..
Und ich frage mich meistens immer "warum heiraten diese menschen überhaupt erst?"
Bei dieser Geschichte kann ich dir nur raten, blas alles ab!
Es klingt hart, aber am Ende sagst du nach spätestens einem Jahr ich will nicht mehr, ich kann nicht mehr.
Dann lasst ihr euch Scheiden, es kommen einen Haufen Kosten auf euch zu und einfach nur psychischer Stress!

Noch habt ihr keine Kinder oder?

Tu dir das doch nicht an.
Letztend Endes ist es deine Entscheidung die auf deinen Schultern ruht. Wir reden uns alle sehr leicht, weil wir uns nicht in dieser Situation befinden, aber glaube mir, so wie es jetzt ist, wird es nciht besser und so wirst du nciht glücklich werden.

Ich finde man muss sich zu 100 % sicher sein für die Ehe! Klar ist das dann noch keine Sicherheit dass es ewig hält! Aber ich finde es extrem wichtig. So viele Menschen lassen sich bereits nach einem Jahr Scheiden.

Also wie gesagt, wenn ich persönlich in deiner Situation wäre, heiraten würde ich diesen Mann nicht!


Hallo
Ich danke dir für deine ehrliche Antwort. Mir ist das mit der Co-Abhängigkeit bewusst. Es ist nur nicht leicht siCh da abzugrenzen. Ich habe ihn jetzt vor die Wahl gestellt. Eine Woche hat er durchgahalten...

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