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Trennung?! Ja oder nein...

17. August 2009 um 15:05 Letzte Antwort: 20. August 2009 um 12:01

Hallo alle zusammen,
ich habe folgendes Problem. Ich bin jetzt fast 8 Jahre mit meinem Mann zusammen und davon fast 6 Jahre verheiratet. Wir wurden sehr früh Eltern, unsere Tochter wird bald 6 Jahre alt. Nach der Geburt litt ich unter Wochenbettdepressionen, mittlerweile geht es mir aber wieder sehr gut. Als unsere Tochter nun ungefähr ein Jahr alt war, erlitt mein Mann einen Nervenzusammenbruch und wurde in die Psychiatrie eingewiesen. Es stellte sich heraus, dass er damals wohl von seiner Tante sexuell missbraucht wurde und das Ganze erst wieder ins rollen kam, als unsere Tochter auf die Welt kam. (Wie er das solange vor mir verheimlichen konnte, kann ich euch nicht sagen..) Jedenfalls war mein Mann für 4 Wochen in der Psychiatrie, danach in der Tagesklinik und die Verhaltenstherapie dauert bis heute noch an. Ich habe meinen Mann bis jetzt in jeder Hinsicht unterstützt. Auch wenn er mich damals nicht unterstützt hat und mich mit meinen Sorgen alleine gelassen hat. Hinzu kommt, dass mein Mann mich damals am Anfang unserer Beziehung betrogen hat, was ich ihm allerdings verziehen habe. Nun ist es aber so, dass nach nun fast 5 Jahren Therapie, mein Mann sich immer noch hängen lässt. Er ist wie ein kleines Kind, lässt sich ständig bemuttern und ich habe das Gefühl, dass er sich hinter seiner Krankheit versteckt bzw. dieses nur noch als Vorwand nimmt. Versteht mich nicht falsch, mein Mann kann nichts für seine Krankheit... doch sobald alles nach seiner Nase läuft, er alles bekommt, was er sich wünscht, ist die Welt in Ordnung und ich werde vor anderen runtergemacht oder gar von ihm abfällig behandelt, er ist regelrecht arrogant. Spreche ich ihn darauf an, spinne ich und plötzlich geht es ihm wieder schlecht. Ich habe langsam keine Lust mehr darauf, ein lebenlang auf ihn Rücksicht zu nehmen. Jedoch habe ich Angst mich zu trennen, weil er eben schon so viele Enttäuschungen in seinem Leben erfahren musste. Aber muss ich deswegen zurückstecken?! Mich würde Eure Meinung interessieren.
LG Mevi
PS: Entschuldigt bitte, dass ich kreuz und quer schreibe, aber das Thema beschäfitigt mich nun schon fast ein Jahr.

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18. August 2009 um 9:56

Erstmal vielen Dank
für deine Antwort. Mein Mann leidet an Ängsten bzw. Zwangsgedanken, was im Endeffekt Depressionen mit sich führt. Mein Mann denkt aber, wenn er zur Therapie geht und ein paar Tabletten regelrecht frisst, dann müsste das von alleine wieder weggehen. Nun ich weiß ja selber aus Erfahrung, dass man auch selber ein wenig daran arbeiten muss, und sich nicht nur auf andere verlassen kann. Ein Gespräch mit dem Therapeuten hatte ich auch schon. Und es liegt nicht an der falschen Behandlung, es liegt daran, dass mein Man mit 29 Jahren noch nicht gelernt hat, Verantwortung zu übernehmen. Bis vor einem halben Jahr erzählte er mit jeden Tag (!!!!), dass es ihm schlecht gehe, bis dass ich ihm aber sagte, er solle was dran ändern, ansonsten braucht er mir nichts mehr zu erzählen. Nun ja, er erzählt mir halt nichts mehr Nun gut, es ist zum Haare raufen, aber das Schlimme ist (finde ich), es interessiert mich auch irgendwie nicht mehr. Mich lässt es nur noch kalt... Was mich im Endeffekt noch hindert ist meine Tochter ( er ist auch ein Scheidungskind, das kommt noch hinzu) und eigentlich ist er ja auch ein lieber Kerl (wenn man mal die negativen Seiten außer Acht lässt), sonst hätte ich ihn damals schließlich nicht geheiratet...

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19. August 2009 um 8:57

Hallo
Ich glaube, das du selbst eine Therapie oder Beratung brauchst um für dich einen Standpunkt zu finden. Sie Situation ist sehr vertrackt anscheinend, viele ( zu viele) Abhängigkeiten, Ängste.

Wahrscheinlich verstärkst du ungewollt und unbewusst noch die Krankheit deines Mannes, bist quasi eine "Co-Kranke".
Ich denke du brauchst professionelle Unterstützung. Entweder ändert sich dann etwas in deiner Beziehung zum Guten oder aber eine Trennung ist unausweichlich. Wenigstens hast du dann alles versucht, für mich wäre der Gedanke wichtig.

Liebe Grüße Lioba

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19. August 2009 um 14:57
In Antwort auf ngozi_12448202

Hallo
Ich glaube, das du selbst eine Therapie oder Beratung brauchst um für dich einen Standpunkt zu finden. Sie Situation ist sehr vertrackt anscheinend, viele ( zu viele) Abhängigkeiten, Ängste.

Wahrscheinlich verstärkst du ungewollt und unbewusst noch die Krankheit deines Mannes, bist quasi eine "Co-Kranke".
Ich denke du brauchst professionelle Unterstützung. Entweder ändert sich dann etwas in deiner Beziehung zum Guten oder aber eine Trennung ist unausweichlich. Wenigstens hast du dann alles versucht, für mich wäre der Gedanke wichtig.

Liebe Grüße Lioba

Mmmh
Hallo Lioba,
vielen Dank für deine Antwort, aber... Eine Therapie brauche ich selber nicht, habe ich schon alles hinter mir und ich habe mir damals auch Hilfe geholt, als das mit meinem Mann alles angefangen hat. Und dass ich die Krankheit meines Mannes verstärke, stimme ich absolut nicht mit dir überein, im Gegenteil. Ich habe meinen Mann immer unterstützt. War, wie gesagt, mit ihm auch bei Therapiestunden usw(wenn ich alles aufschreiben würde, was ich schon alles mit ihm deswegen unternommen habe, würde die Seite hier nicht reichen und ICH bin NICHT sein Therapeut). Aber ich glaube, so bescheuert es sich auch anhört, er findet es gar nicht mal so schlecht, in seiner Situation zu sein. Ich bin das genaue Gegenteil meines Mannes, ich bin weder depressiv, noch verstärke ich ihn in seinen Zwangsgedanken. Nur denke ich, wird es langsam mal Zeit auch an mich und vor allen Dingen an meine Tochter zu denken, oder ist der Gedanke falsch? Ich hatte lange die Hoffnung, dass sich unsere Beziehung wieder zum Guten ändert, aber dazu gehören zwei und nicht nur ich. Ich habe nicht nur eine Tochter, sondern auch einen erwachsenen Sohn und das k.... mich langsam an.

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20. August 2009 um 12:01
In Antwort auf an0N_1252833099z

Mmmh
Hallo Lioba,
vielen Dank für deine Antwort, aber... Eine Therapie brauche ich selber nicht, habe ich schon alles hinter mir und ich habe mir damals auch Hilfe geholt, als das mit meinem Mann alles angefangen hat. Und dass ich die Krankheit meines Mannes verstärke, stimme ich absolut nicht mit dir überein, im Gegenteil. Ich habe meinen Mann immer unterstützt. War, wie gesagt, mit ihm auch bei Therapiestunden usw(wenn ich alles aufschreiben würde, was ich schon alles mit ihm deswegen unternommen habe, würde die Seite hier nicht reichen und ICH bin NICHT sein Therapeut). Aber ich glaube, so bescheuert es sich auch anhört, er findet es gar nicht mal so schlecht, in seiner Situation zu sein. Ich bin das genaue Gegenteil meines Mannes, ich bin weder depressiv, noch verstärke ich ihn in seinen Zwangsgedanken. Nur denke ich, wird es langsam mal Zeit auch an mich und vor allen Dingen an meine Tochter zu denken, oder ist der Gedanke falsch? Ich hatte lange die Hoffnung, dass sich unsere Beziehung wieder zum Guten ändert, aber dazu gehören zwei und nicht nur ich. Ich habe nicht nur eine Tochter, sondern auch einen erwachsenen Sohn und das k.... mich langsam an.

Habe mich vielleicht falsch ausgedrückt..
... ich meinte eher, das du ja in einem Dilemma steckst, aus dem man kaum "gut" raus kommt .
Du unterstützt deinen Mann, und das mittlerweile so lange und so viel, das dein Leben, deine Kraft dabei aufgezehrt wird. Das Verhältnis zwischen Nehmen und Geben ist bei euch anscheinend schwer gestört. Andererseits hast du Angst darum, was mit ihm passiert, wenn du dich trennst. Er würde wahrscheinlich wieder einen Krankheitsschub bekommen und deshalb ist das Gehen so schwierig.
Du bist natürlich nicht die Therapeutin deines Mannes und ich wollte überhaupt nicht andeuten, das du eine Therapie brauchst um etwas aufzuarbeiten.
Aber von einem psychisch kranken/labilen Menschen trennt man sich nicht so leicht, wie von einem stabilen Partner, eben weil es sehr viel wahrscheinlicher ist, das die Krankheit wieder aufflammt. Und deshalb kann es hilfreich sein mit jemand zu sprechen, der neutral und professionell ist.

LG Lioba

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