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Trennung ja/nein

22. April um 12:55 Letzte Antwort: 22. April um 18:18

Hallo ihr Lieben!

Ich bitte um ein paar Ratschläge, Meinungen oder Erfahrungsaustausch....

Also ich bin jetzt mit meinem Freund seit fast 10 Jahren zusammen. Jedoch waren die letzten 3 Jahre nicht mehr wirklich etwas, was ich Beziehung nennen würde. 
Wir haben bereits zweimal versucht die Beziehung zu reparieren aber wir fallen beide immer wieder in unser altes Schema zurück.

Wenn mein Freund trinkt, wird er ausfallend und beleidigend mir gegenüber. Was mich anfangs immer zum Weinen brachte... mittlerweile stand ich darüber und dachte mir "Morgen ist ein neuer Tag und er weiß sowieso nicht mehr, was er mir alles an den Kopf geworfen hat." Seit ein paar Wochen trinkt er keinen Alkohol mehr weil ich mit ihm darüber gesprochen habe, dass mich das sehr belastet hat und natürlich immer noch schmerzt. Bin auch in psychologischer Behandlung weil mir alles zu schaffen macht, sei's die Beziehung, Arbeit, etc. 

So. Nun ist es so, dass ich glaube zu Wissen dass keine Gefühle mehr existieren. Ich will nicht einmal dass er mich berührt. Es schmerzt mich dass ich so mit ihm umgehe aber ich kann nicht anders. Ich denke oft darüber nach wie es wäre mal Single zu sein. Ich bin nicht einmal traurig wenn ich darüber nachdenke. Aber es gibt immer wieder Momente bei denen ich an meinen Gedanken zweifle. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich weiß es ist ihm unfair gegenüber so wie ich mich verhalte aber ich will ihm nicht das Herz brechen und ihn enttäuschen, egal wie oft er mir - wenn auch nur verbal - weh getan hat.

Ich habe einfach Angst was danach passiert. Nicht wegen mir sondern wegen ihm. Wird er wieder mehr trinken? Kommt er immer gut und sicher nach Hause wenn er nachts unterwegs ist? Ich habe ihn ja immer und überall abgeholt wenn er irgendwo betrunken unterwegs war.. 

Er hat auch einen Kinderwunsch aber ich nicht wirklich, zumindest noch nicht jetzt. Was ist wenn er mir Vorwürfe macht, dass er schon viel früher Vater werden hätte können, wenn er die Zeit nicht mit mir vergeudet hätte?

Ich weiß wirklich nicht mehr weiter..

Ich bitte euch um Rat oder habt ihr selbst solche Erfahrungen gemacht?

P.S. Falls Grammatik- oder Rechtschreibfehler vorhanden sind, tuts mir leid. Habe das mit meinem Handy geschrieben. 

Danke schonmal!! 

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22. April um 13:20

Als erstes musst du die Verantwortung für andere Menschen von deinen Schultern laden.

Du bist nicht dafür zuständig, wie und wann er besoffen nach Hause kommt.

Es gibt jede Menge Singlemänner, die jedes Wochenende stockbesoffen alleine den Rückweg finden. Dein Freund ist ein erwachsener Mann und kein hilfloses Baby, dass du betreuen musst.

Ob er mehr trinkt, ist alleine seine Sache. Das muss er mich sich selber klären und einen guten Weg für sich finden. Auch hier solltest du ihn seine Mündigkeit nicht absprechen.

Du tust ein bisschen so, als würdest du überlegen dein dreijähriges Kind alleine zurück zu lassen.

Er ist aber kein Kind und er wird auch ohne dich weiterleben, eigene Entscheidungen treffen und wieder eine neue Beziehung eingehen.

Bleib nicht bei jemanden, den du nicht liebst.
Ich glaube, deine Sorge um ihn,  ist dein kleiner Deckmantel, weil du Angst vor einer Entscheidung und die folgenden Konsequenzen hast.

Frag dich lieber, wo DU dich in ein paar Jahren siehst.
Möchtest du diese Beziehung ewig weiterleben ?
Möchtest du Kinder mit jemanden, der dich betrunken (verbal) angeht?
Möchtest du ohne Liebe alt werden ?

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22. April um 13:37
In Antwort auf xxfiona

Hallo ihr Lieben!

Ich bitte um ein paar Ratschläge, Meinungen oder Erfahrungsaustausch....

Also ich bin jetzt mit meinem Freund seit fast 10 Jahren zusammen. Jedoch waren die letzten 3 Jahre nicht mehr wirklich etwas, was ich Beziehung nennen würde. 
Wir haben bereits zweimal versucht die Beziehung zu reparieren aber wir fallen beide immer wieder in unser altes Schema zurück.

Wenn mein Freund trinkt, wird er ausfallend und beleidigend mir gegenüber. Was mich anfangs immer zum Weinen brachte... mittlerweile stand ich darüber und dachte mir "Morgen ist ein neuer Tag und er weiß sowieso nicht mehr, was er mir alles an den Kopf geworfen hat." Seit ein paar Wochen trinkt er keinen Alkohol mehr weil ich mit ihm darüber gesprochen habe, dass mich das sehr belastet hat und natürlich immer noch schmerzt. Bin auch in psychologischer Behandlung weil mir alles zu schaffen macht, sei's die Beziehung, Arbeit, etc. 

So. Nun ist es so, dass ich glaube zu Wissen dass keine Gefühle mehr existieren. Ich will nicht einmal dass er mich berührt. Es schmerzt mich dass ich so mit ihm umgehe aber ich kann nicht anders. Ich denke oft darüber nach wie es wäre mal Single zu sein. Ich bin nicht einmal traurig wenn ich darüber nachdenke. Aber es gibt immer wieder Momente bei denen ich an meinen Gedanken zweifle. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich weiß es ist ihm unfair gegenüber so wie ich mich verhalte aber ich will ihm nicht das Herz brechen und ihn enttäuschen, egal wie oft er mir - wenn auch nur verbal - weh getan hat.

Ich habe einfach Angst was danach passiert. Nicht wegen mir sondern wegen ihm. Wird er wieder mehr trinken? Kommt er immer gut und sicher nach Hause wenn er nachts unterwegs ist? Ich habe ihn ja immer und überall abgeholt wenn er irgendwo betrunken unterwegs war.. 

Er hat auch einen Kinderwunsch aber ich nicht wirklich, zumindest noch nicht jetzt. Was ist wenn er mir Vorwürfe macht, dass er schon viel früher Vater werden hätte können, wenn er die Zeit nicht mit mir vergeudet hätte?

Ich weiß wirklich nicht mehr weiter..

Ich bitte euch um Rat oder habt ihr selbst solche Erfahrungen gemacht?

P.S. Falls Grammatik- oder Rechtschreibfehler vorhanden sind, tuts mir leid. Habe das mit meinem Handy geschrieben. 

Danke schonmal!! 

Wie ich das sehe, ist hier die Grundvoraussetzung für eine Beziehung nicht gegeben.... nämlich, dass ihr euch liebt. Es tut mir sehr leid, dass dir das überhaupt passiert ist und, dass du das so lange mitgemacht hast. Für mich ist ein Trinkproblem ein absolutes No-go und ich hätte wohl schon früher etwas getan.

Dass du es nicht getan hast und, dass du dir jetzt noch Gedanken darüber machst, was dann mit ihm passiert, sagt viel gutes über dich und deinen Charakter.

Aber... es ist nicht deine Aufgabe sich um ihn zu kümmern oder dafür zu Sorgen, dass er sein Leben auf die Reihe bekommen. Vielleicht ist eine Trennung sogar ein Alarmsignal, das ihn zum aufwachen bringt. Du hast jemand besseres verdient und er hat die Chance verdient alleine und selbstständig mit seinem Leben klar zu kommen. 

Wenn er das nicht schafft, dann braucht er eine gute Therapie, dazu muss er aber bereit sein. Das sind alles Dinge, die du ihm nicht abnehmen kannst. Ich fände es schön, wenn du dich jetzt auch um dich selbst kümmerst und nicht mehr um ihn.

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22. April um 18:11
In Antwort auf creepyworld89

Als erstes musst du die Verantwortung für andere Menschen von deinen Schultern laden.

Du bist nicht dafür zuständig, wie und wann er besoffen nach Hause kommt.

Es gibt jede Menge Singlemänner, die jedes Wochenende stockbesoffen alleine den Rückweg finden. Dein Freund ist ein erwachsener Mann und kein hilfloses Baby, dass du betreuen musst.

Ob er mehr trinkt, ist alleine seine Sache. Das muss er mich sich selber klären und einen guten Weg für sich finden. Auch hier solltest du ihn seine Mündigkeit nicht absprechen.

Du tust ein bisschen so, als würdest du überlegen dein dreijähriges Kind alleine zurück zu lassen.

Er ist aber kein Kind und er wird auch ohne dich weiterleben, eigene Entscheidungen treffen und wieder eine neue Beziehung eingehen.

Bleib nicht bei jemanden, den du nicht liebst.
Ich glaube, deine Sorge um ihn,  ist dein kleiner Deckmantel, weil du Angst vor einer Entscheidung und die folgenden Konsequenzen hast.

Frag dich lieber, wo DU dich in ein paar Jahren siehst.
Möchtest du diese Beziehung ewig weiterleben ?
Möchtest du Kinder mit jemanden, der dich betrunken (verbal) angeht?
Möchtest du ohne Liebe alt werden ?

Ja ich weiß. Meine Psychologin hat schon gesagt dass ich ein zu hohes Verantwortungsbewusstsein habe. Ich denke mir immer ich muss auf alle aufpassen. Ich fahre auch immer mit dem Auto wenn nachts unterwegs sind. Weil ich sowieso keinen Alkohol trinken und einfach mit guten Gewissen schlafen gehen kann, wenn jeder sicher zu Hause ist. Ich bin immer schon so gewesen, sei's im Freundeskreis oder im Verein. Ich passe einfach immer auf alle auf. 
Das hat auch viel mit meiner Kindheit zu tun, musste damals schon bisschen was durchmachen.

Ich weiß das alles ja schon was du da sagst. Er ist kein Kind. Er ist ein erwachsener Mann und soll selber auf sich schauen. Aber es wäre schon viel passiert wenn ich in gewissen Situationen nicht dabei gewesen wäre und deshalb habe ich glaube Angst. Ich möchte mir nicht vorstellen was wäre, wenn wir getrennt sind und ich erfahre dass ihm etwas passiert ist. Ich habe dann sofort ein schlechtes Gewissen. 
Ich habe generell schnell ein schlechtes Gewissen. Er ist ja öfters unterwegs, egal jetzt ob um zu feiern, oder seinen Freunden bei Arbeiten helfen oder bei den Nachbarn zu sitzen, ich habe mir schon oft gedacht dass ich sehr viel alleine bin.
Aber wenn ich mal ohne ihn unterwegs bin, habe ich sofort ein schlechtes Gewissen dass ich ihn alleine zu Hause lasse ... obwohl er dass ja öfters macht, dass ich alleine bin. 

Ich denke mir halt immer, lieber geht es mir schlecht als ich breche ihm das Herz oder verletze ihn. Ich will keinen weh tun. Ich schau immer dass es allen gut geht. Ich weiß dass das nicht gut ist für mich, aber ich möchte einfach alles dafür tun dass es jedem in meinem Umfeld an nichts fehlt. 

Bezüglich deinen Fragen...
Ich denke nicht soweit in die Zukunft und frage mich, wo ich mich in ein paar Jahren sehe. Ich weiß es nicht. Ich versuche jeden Tag aufzustehen und mich auf einen neuen Tag zu freuen und tue alles dafür, dass es ein guter Tag wird. Abends im Bett lass ich meinen Tag revue passieren und picke mir die schönen Dinge raus oder Erfolge die ich erlebt habe. Dann geh ich schlafen ohne eine Erwartung auf den nächsten Tag.

So wie die Beziehung jetzt ist, möchte ich diese auf keinen Fall weiter leben. Ich weiß dass es ihm unfair gegenüber ist und ich womöglich mit seinen Gefühlen "spiele" aber dass mach ich nur für ihn. Ich kann ihm einfach nicht weh tun.

Das Thema Kinder ist für mich im Moment und in den nächsten 5 Jahren kein Thema. Auch wenn er im Moment nichts trinkt, weiß ich dass es bald wieder dazu kommen wird und ich weiß nicht ob er sich dann zusammenreißen kann oder - wie so oft - in sein altes Schema zurückfällt, sich mit Kampf niedersäuft und mich sodann nach Belieben zu beleidigen oder vor anderen bloß zu stellen.

Natürlich will niemand ohne Liebe alt werden aber ich denke, ich alleine habe das ja nicht in der Hand. Natürlich kann ich immer das Beste daraus machen aber das Beste ist meistens nicht gut genug.

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22. April um 18:18
In Antwort auf femprincess

Wie ich das sehe, ist hier die Grundvoraussetzung für eine Beziehung nicht gegeben.... nämlich, dass ihr euch liebt. Es tut mir sehr leid, dass dir das überhaupt passiert ist und, dass du das so lange mitgemacht hast. Für mich ist ein Trinkproblem ein absolutes No-go und ich hätte wohl schon früher etwas getan.

Dass du es nicht getan hast und, dass du dir jetzt noch Gedanken darüber machst, was dann mit ihm passiert, sagt viel gutes über dich und deinen Charakter.

Aber... es ist nicht deine Aufgabe sich um ihn zu kümmern oder dafür zu Sorgen, dass er sein Leben auf die Reihe bekommen. Vielleicht ist eine Trennung sogar ein Alarmsignal, das ihn zum aufwachen bringt. Du hast jemand besseres verdient und er hat die Chance verdient alleine und selbstständig mit seinem Leben klar zu kommen. 

Wenn er das nicht schafft, dann braucht er eine gute Therapie, dazu muss er aber bereit sein. Das sind alles Dinge, die du ihm nicht abnehmen kannst. Ich fände es schön, wenn du dich jetzt auch um dich selbst kümmerst und nicht mehr um ihn.

Er liebt mich schon noch. Das weiß ich, das merke ich und das sehe ich auch. Er zeigt es ja wohl aber ich kann das einfach nicht mehr erwidern obwohl ich es gerne möchte. Aber ich schaffe es nicht. 

Ich konnte es einfach nicht beenden weil ich wie oben bei der anderen Antwort von mir bereits geschrieben, ich dann einfach ein schlechtes Gewissen habe.

Mein Vater hatte schon ein Alkoholproblem und das weiß mein Freund auch aber er sieht einfach nicht was das alles anrichten kann.

Es klingt so einfach und ist aber doch so schwer. Ich weiß dass ich so etwas nicht verdiene, niemand verdient so etwas. Ich habe auch Angst dass ich die Entscheidung vielleicht bereue.
Was ist wenn ich danach doch wieder Sehnsucht habe und es ist aber schon zu spät? Es ist einfach alles so kompliziert. Es kommt mir vor als stehe ich an einer Kreuzung mit 5 Richtungen und ich weiß nicht wo ich abbiegen soll. Ich weiß es nicht.

Mein Problem ist aber, dass ich in den letzten Wochen und Monaten radikal an Gewicht verloren habe. Einfach weil ich nichts esse oder wenn schon, dies dann meistens wieder hoch kommt. 

Wie auch schon oben geschrieben, ich versuche mich immer um alle um mich herum zu kümmern anstatt um mich. Das ist leider eine schlechte Eigenschaft von mir. Ich kann aber nicht anders... leider.

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