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Trennung, ich möchte ihn zurück

25. Januar 2016 um 11:55

Hallo Ihr Lieben,
ich bin ganz neu hier und möchte mal meine aktuelle Situation Schildern und hoffe hier unterstützung zu erhalten.

Kurz zu mir:
Ich bin 27 Jahre (Weiblich), habe 2 Kinder und bin Verheiratet aber seit 5 Monaten Getrenntlebend.

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll...
Im Oktober 2008 kam ich mit meinem Mann zusammen. Ich brachte in die Beziehung meine (jetzt große) Tochter mit. Sie war damals 6 Monate alt. Er hatte sie sofort in sein Herz geschlossen und wurde für sie wie ein Vater. Unsere Beziehung lief sehr gut, Jeder hatte sein Freiraum und trotzdem blieb immer Zeit für gemeinsame Unternehmungen. Schnell war es wie ein richtiges Familienleben. 2 Jahre Später (Oktober 2010) sind wir in unsere gemeinsame Wohnung gezogen und waren uns relativ schnell auch einig ein gemeinsames Kind zu bekommen. Wir erlitten im Juli 2011 eine Fehlgeburt, die mich runtergezogen hat. Mein Mann war relativ schnell drüber hinweg. Trotz des Rückschlages, versuchten wir es weiterhin (bzw jetzt im nachhinein, kam es von mir aus) und es klappte dann auch im Oktober 2011 wieder. An unserem 3 Jahrestag hielt ich einen Positiven Schwangerschaftstest in den Händen. Ich war so Glücklich. Auch mein Mann freute sich darüber. Doch einige Tage später bekam er zweifel und wollte das Kind nicht. Das änderte sich aber recht schnell und wir freuten uns auf unser gemeinsames Kind. Meine große Tochter geriet dadurch von mir immer weiter in den Hintergrund. Was auch durch die Geburt der kleinen schlimmer wurde. Ich muss dazu sagen das ich die große von Anfang nicht richtig annehmen konnte, ich konnte ihr nicht die Liebe geben wie es eine Mutter tun sollte. Zum einen denke ich, weil ich zu jung war (19) und zum anderen weil ich ihren Papa nicht Liebte und wusste das er nicht der Mann ist mit dem ich mein Leben verbringen möchte. Wir waren auch nicht lange zusammen damals. Ich hatte mich kurz nachdem wir erfahren hatten das ich Schwanger bin, getrennt. Das verhältnis zwischen mir und meiner großen Tochter war nie wirklich Liebevoll. Umso mehr, war ich froh das mein Mann sie so aktzeptierte und sie wie sein eigenes Kind liebte. Einen Monat vor der Geburt unserer Tochter, machte mein Mann mir einen Heiratsantrag und heirateten kurze zeit darauf. Im Juli 2012 kam dann die kleine zur Welt. Alles schien (für mich) Perfekt, Klar, wir hatten zwischendurch auch unsere streitigkeiten aber haben immer wieder zu einander gefunden. Mein Mann hatte immer mal wieder ein Problem mit Alkohol. Er verspach mir, es einzuschränken wenn die kleine da ist. Es dauerte aber nicht lange und er trank wieder einmal zu viel. 6 Wochen nach der Geburt fand ich meinen Mann betrunken unter einer Brücke mit Obdachlosen... Es war schrecklich für mich. Er war vorher auch öfter unterwegs und hatte getrunken. Aber es kam selten vor das es so derart entgleist ist. Es gab momente wo ich ihn ständig mit Nachrichten und Anrufen nervte wann er denn nach hause kommt usw. Das setzte ihn natürlich unter Druck und kam erst recht nicht nach Hause. Ich selbst war auch nie wirklich zufrieden mit mir und meckerte viel, auch wegen kleinigkeiten. Ich trug meine unzufriedenheit auch nach außen hervor und es fiel auch anderen Menschen auf das ich mich verändert hatte. Nur war ich damals nicht in der Lage, mir Kritik oder Ratschläge anzuhören geschweige denn anzunehmen. Ich lies mein eigenes Leben schleifen, kümmerte mich nicht um meine Schulden oder um mich selbst. Ich lebte nur noch für meine Kinder und meinen Mann. Zwar habe ich immer mal wieder für ein Paar Monate gearbeitet aber ich schaffte es nicht, einen Job zu halten. Warum genau, weiß ich nicht. Meine letzte Arbeit hat mir so viel Spaß gemacht. Aber ich habe mich zu sehr auf meine Privaten Probleme konzentriert das es irgendwann einfach nicht mehr ging.
Ich war mitte 2014 total ausgebrannt, ich wusste selbst nicht was mit mir los ist und ich trennte mich plötzlich von meinem Mann. Obwohl ich mich Trennte, kam ich damit nicht klar. Meine Ärztin riet mir zu einer Therapie und auch ich sah dann ein, das es längst überfällig dafür ist. Mein Mann und ich kamen recht schnell wieder zusammen und ich ging noch zu 2 Weiteren Therapie Stunden. Ich fühlte mich aber von dem Therapeuthen nicht ernst genommen und brach die Therapie ab. In der kurzen Zeit, als bei mir alles in Scherben lag, waren mein Mann und mein Ex Partner und Vater der großen beim Anwalt um sich das Aufenthaltsbestímmungsrecht der Kinder zu erwirken. Was auch beide aufgrund meiner damaligen verfassung, bekamen. Der Vater der großen holte sie auch recht schnell zu sich, wo sie auch heute noch lebt. Es klingt zwar für den ein oder anderen hart, aber seitdem fühle ich mich nicht mehr so unter Druck. Ich fühlte mich seit langen wieder befreit. Zwischen mir und meinem Mann wurde es langsam auch wieder besser. Trotzdem gab es immer wieder Phasen bzw Wochenenden, wo mein Mann wieder zu viel trank und ich nicht wusste wo er ist oder ob ihm was passiert ist. Ich hatte das ständige schreiben und anrufen, runtergeschraubt und war sogar irgendwann so weit das ich ruhig schlafen konnte, wenn er auf swutsch war. Und trotzdem wurde ich immer wieder enttäuscht wenn er sturz betrunken, am nächsten Nachmittag erst nach hause kommt. Auch so ein paar Tage vor der Trennung (Ende August 2015). Mir war es dann zu viel und ich stellte ihm vor die Wahl: Entweder hörst du auf zu trinken oder wir Trennen uns. Seine Antwort kam wie aus der Pistole geschossen: Dann Trennen wir uns!
Ich war geschockt. Ich lies ihn ausschlafen und suchte Abends nochmal das Gespräch. Er meinte, er hätte das so nicht gemeint. Mehr kam da aber auch nicht. Hatten dann 3 Tage nicht miteinander geredet, bis er Abends zu mir kam und meinte: Du fehlst mir! Ich sagte das es diesmal nicht zieht und ich mit ihm über das Thema Alkohol reden möchte. Er machte dicht und schlief wieder auf dem Sofa und am 4 Tag wurde es mir zu viel und ich schrie ihn an warum er denn nicht mit mir redet und was los sei. Er sagte nur: Wieso, wir sind doch schon getrennt!
Ich konnte es gar nicht glauben, ich war so überrascht und geschockt. Ich fing an zu weinen...er bekam es nicht mit. Ich bin dann raus ins auto und bin erstmal für eine halbe Stunde einfach nur gefahren. Als ich wieder kam, schlief mein Mann seelenruhig auf dem Sofa. Es war ihm egal, das ich vor ihm sitze und weinte, das meine Welt zebrach.
Wir hatten einige Tage danach einige Gespräche wo er mir sagte das ich lernen muss auf eigenen Beinen zu stehen, das ich mein Leben in den Griff bekommen muss. Er hätte nicht mehr viele Gefühle für mich. Ich suchte mir auch schnell eine Wohnung für mich und unsere kleine Tochter. In der Renovierungszeit, war ich fast jeden Tag bis Spät Abends in der neuen Wohnung. Da merkte ich schon das mein Mann noch was für mich empfindet, er glaubte mir nicht das ich alleine in der neuen Wohnung wäre...er zeigte sich Eofersüchtig. Auch ein paar Wochen nach dem Auszug als ich auf Abstand ging und mich nicht mehr meldete, fuhr er morgens hier lang um zu gucken wer aus meinem Haus kommt. Wir hatten auch immer mal wieder Sexuellen Kontakt. Er sagt mir auch das ich ihm nie egal sein werde und das er da sein wird wenn irgendwas sein sollte, er hätte mich noch gern aber einen Neuanfang das möchte er nicht. Ich habe nach unserer Trennung vieles getan, womit ich sein Vetrauen mir gegenüber zerstört habe. Ich breue diese Sachen zutiefst. Ich bin seit Oktober 2015 in Therapie (Mittelschwere Depressionen und Erschöpfungszustand), habe meine Schulden in Angriff genommen (Insolvenz wird im März beantragt), habe mich um eine Mutter Kind Kur gekümmert (Ende Februar gehts los), tue wieder was für mich (Fitness und Solarium, Freunde treffen usw) und fühle mich im großen und ganzen eigentlich gut. Wenn da nicht immer dieser kleine Funken Hoffnung auf ein Zurück zu meinem Mann wäre. Ich liebe meinen Mann immer noch, auch wenn wir schwere Zeiten hatten, hatten wir auch viele schöne und Positive Momente an die ich gerne zurück denke. Wir sind mittlerweile so weit das wir uns normal unterhalten können. Wie Freunde...aber das möchte ich nicht. Ich möchte nicht nur eine Freundin sein. Ich will meinen Mann und meine Familie zurück. Nur besteht überhaupt noch Hoffnung wenn er ganz klar sagt das er mich nicht mehr liebt und ich mich von ihm lösen muss, ich nicht mehr an der Vergangenheit festhalten soll sondern nach vorne schauen muss, auf ein Leben ohne ihn? Ich weiß nicht wie es weiter gehen soll. Ich fühle mich hilflos und allein. Wie kann ich meinem Mann zeigen das ich mich ändern will, damit es mir besser geht und wir wieder eine Chance hätten...wenn er aber gar nicht mehr will?




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