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Trennung ein Jahr nach der Hochzeit?

2. Juni 2018 um 19:16

 Hallo zusammen! Ich bräuchte euren Rat. In einer guten Woche ist unser erster Hochzeitstag, aber ich weiß nicht, ob es vielleicht auch der letzte sein sollte...

Im Grunde hat sich mein Mann nicht verändert,  mich stören die gleichen Dinge wie vor der Hochzeit, nur stören sie mich mehr und mehr..

Problem: Er ist weitgehend interessenlos. Gelegentlich mal ein Eis essen oder Essen gehen,  vielleicht auch mal ins Bad, das wars. Ich will wandern, Kajak fahren, klettern,  mich einfach draußen bewegen. Das ist ihm zu anstrengend. Mit einem BMI von 35 vielleicht verständlich...

Dann kommt seine Arbeitsmoral. Wollte das Abi nachholen, hat die Schule abgebrochen. Im Herbst eine Ausbildung begonnen, damit wir in einigen Jahren gemeinsam eine Praxis gründen können. Auch abgebrochen. Zugegeben, der Ausbilder war furchtbar. Inzwischen seit Anfang Januar Zuhause. Der Deal war, er macht einen Minijob und die Wohnung ist immer tiptop. Ich muss zwar nichts im Haushalt machen, von tiptop ist die Wohnung aber weit entfernt. Und Minijob hat er sich auch keinen gesucht. 

Vor drei Wochen hat's mir gereicht, da habe ich verlangt, dass er sich einen Vollzeitjob sucht. Erst vor ein paar Tagen hat er eine einzige Bewerbung abgegeben, das ist alles. Heute hat er gemerkt, dass durch seinen neuen Job (so der ihn den kriegt), nur 800 Euro mehr auf dem Konto wären,  da ich recht gut verdiene und deswegen dementsprechend steuern fällig werden. Seine Reaktion: "dann kann ich mir ja gleich nur nen Minijob suchen"

ich weiß nicht was ich machen soll. Ich will nicht alleine sein. Gefühle für ihn sind auch noch da. Aber so leben will ich auch nicht. 

Einen neuen Mann zu finden, ist als schwuler Mann auf dem Land jedenfalls sehr unwahrscheinlich. 

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2. Juni 2018 um 19:26

Das hört sich eher an, als wenn du ein Elternteil bist als ein Ehepartner.

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3. Juni 2018 um 0:27

Hallo!

Nein, das ist nicht der, der mich betrogen hat. Mit dem wars dann kurz danach im Prinzip erledigt. Meinen jetzigen Mann hab ich erst ein Jahr später kennengelernt. 

Na klar gab's vorher auch schon Probleme. Aber wer hat die nicht? Ich dachte, das gehört nunmal dazu. Die Liebe war ja da (ist sie immer noch, aber sie schwindet). Ich hab's auch auf mich selbst bezogen, schließlich habe ich immer wieder depressive Episoden, die das Leben auch nicht leichter machen. Er hat's umgekehrt auch mit mir nicht leicht. Ich bin oft schlecht gelaunt und Zuhause leider auch sehr jähzornig,  das wird in den letzten Monaten immer schlimmer...

Nein, ich bin Arzt und er wollte ne Ausbildung zum MFA machen. Gelernt hat er einen anderen Beruf. 

In eine Stadt ziehen will ich auf keinen Fall, da fühle ich mich total unwohl. Außerdem hab ich hier meine Familie,  was ich sehr schätze. 

Ja, ich versuche schon, meine Freizeit selbst zu gestalten. Alleine macht das alles aber halt nicht so viel Spaß. Trotzdem fahre ich einmal im Jahr alleine in den Urlaub, zusätzlich meist mehrere Wochenenden. Reicht mir aber leider nicht zum glücklich sein. 

Ich hab keine Angst vor Veränderungen. Aber allein bin ich nicht glücklich, das weiß ich aus Erfahrung.  Und ein anderer Mann, mit dem ich mir ein Zusammenleben vorstellen kann, ist mir noch nie begegnet. 

Gute Nacht

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3. Juni 2018 um 10:52

Claudia, tu mir einen Gefallen und lass deine Kommentare bleiben. Du kommentierst in allen Threads und ich empfinde deine unfreundlichen Kommentare nie als hilfreich.

Jaaa, es ist verflucht schwierig. Will ich diesen Mann die nächsten 50 Jahre an meiner Seite?

pro: wir lieben uns. Das ist Fakt. Er ist ein guter, sanfter, hilfsbereiter Mensch. Ich hab ihn wahnsinnig gerne und kann mir eigentlich ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen. Früher haben mich seine negativen Eigenschaften nicht gestört, er hat sich nicht sehr verändert, nur ich bin anders geworden. 

Kontra: Er ist ein Langweiler, der keinerlei Interessen hat.  Da ich selbst viele Interessen hab, aber eher bequem bin, bräuchte ich eigentlich eher jemanden, der mir einen Schubs gibt,  er ist eher ein Klotz am Bein. Er ist relativ arbeitsfaul, sowohl beim Haushalt als auch bei der Jobsuche und geht aus Bequemlichkeit stets den leichtesten Weg. Und dann wären da noch die 40 kg Gewichtszunahme...

Ich weiß, aus der Ferne sagt sich leicht, dass man es beenden soll (grundsätzlich wird hier eher häufig dazu geraten). Warum ich mich davor scheue? Es gibt kein zurück. Wenn ich mich zur Trennung entschließe, habe ich diesen Menschen, der mir sehr viel bedeutet, höchstwahrscheinlich für immer verloren.  Ich habe wahnsinnige Angst davor, nachher festzustellen, dass es ein Fehler war. 

Ich überlege immer, ob es nicht normal ist, dass jeder Partner seine eigenen Hobbies pflegt und man ein Stück weit nebeneinander her lebt. Nur macht mir das alles ohne ihn eben keinen Spaß. 

Was ich jedenfalls aufgegeben habe ist, ihn ändern zu wollen. Er wird sich nicht ändern. Entweder ich komm damit klar oder ich lass es. Kann man lernen damit klar zu kommen? (nen Job wird er sich suchen,  das Freizeit-Problem wird bleiben...)

Euch vielen Dank und liebe Grüße  

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4. Juni 2018 um 6:50

Also Bekannte von mir haben das so gelöst : sie fahren zusammen in Urlaub. Er macht da seine sportlichen Aktivitäten und sie eher Museen usw, manches findet sich auch gemeinsam wie mal schwimmen gehen etc und abends treffen sie sich wieder an einem Ort im Urlaub und gehen zusammen essen , was trinken und erzählen sich gegenseitig was sie gemacht und erlebt haben. Bei denen klappt das schon jahrelang, allerdings ist sie halt nur nicht sportlich,  ist aber sonst aktiv wie Museen anschauen,  Stadtbesichtigung usw, aber sie liegt auch mal lesend am See während er sich sportlich austobt.

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4. Juni 2018 um 8:30
In Antwort auf cruseo

 Hallo zusammen! Ich bräuchte euren Rat. In einer guten Woche ist unser erster Hochzeitstag, aber ich weiß nicht, ob es vielleicht auch der letzte sein sollte...

Im Grunde hat sich mein Mann nicht verändert,  mich stören die gleichen Dinge wie vor der Hochzeit, nur stören sie mich mehr und mehr..

Problem: Er ist weitgehend interessenlos. Gelegentlich mal ein Eis essen oder Essen gehen,  vielleicht auch mal ins Bad, das wars. Ich will wandern, Kajak fahren, klettern,  mich einfach draußen bewegen. Das ist ihm zu anstrengend. Mit einem BMI von 35 vielleicht verständlich...

Dann kommt seine Arbeitsmoral. Wollte das Abi nachholen, hat die Schule abgebrochen. Im Herbst eine Ausbildung begonnen, damit wir in einigen Jahren gemeinsam eine Praxis gründen können. Auch abgebrochen. Zugegeben, der Ausbilder war furchtbar. Inzwischen seit Anfang Januar Zuhause. Der Deal war, er macht einen Minijob und die Wohnung ist immer tiptop. Ich muss zwar nichts im Haushalt machen, von tiptop ist die Wohnung aber weit entfernt. Und Minijob hat er sich auch keinen gesucht. 

Vor drei Wochen hat's mir gereicht, da habe ich verlangt, dass er sich einen Vollzeitjob sucht. Erst vor ein paar Tagen hat er eine einzige Bewerbung abgegeben, das ist alles. Heute hat er gemerkt, dass durch seinen neuen Job (so der ihn den kriegt), nur 800 Euro mehr auf dem Konto wären,  da ich recht gut verdiene und deswegen dementsprechend steuern fällig werden. Seine Reaktion: "dann kann ich mir ja gleich nur nen Minijob suchen"

ich weiß nicht was ich machen soll. Ich will nicht alleine sein. Gefühle für ihn sind auch noch da. Aber so leben will ich auch nicht. 

Einen neuen Mann zu finden, ist als schwuler Mann auf dem Land jedenfalls sehr unwahrscheinlich. 

Warum hast du jemanden geheiratet der überhaupt nicht mit der auf einer Wellenlänge schwimmt? Unterschiede sind ja schön und gut, aber nicht, wenn er dadruch dein Leben einschränkt.
Ich hätte auch nie geheiratet, wenn mein Mann noch keinen Beruf gelernt hätte bzw. keinen Job gehabt hätte.
Du bist auch nach einer Trennung nicht alleine. Es gibt noch viele andere Männer da draussen. Du kannst ja auch jeder Zeit vom Land in die Stadt ziehen.

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4. Juni 2018 um 8:35
In Antwort auf cruseo

Claudia, tu mir einen Gefallen und lass deine Kommentare bleiben. Du kommentierst in allen Threads und ich empfinde deine unfreundlichen Kommentare nie als hilfreich.

Jaaa, es ist verflucht schwierig. Will ich diesen Mann die nächsten 50 Jahre an meiner Seite?

pro: wir lieben uns. Das ist Fakt. Er ist ein guter, sanfter, hilfsbereiter Mensch. Ich hab ihn wahnsinnig gerne und kann mir eigentlich ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen. Früher haben mich seine negativen Eigenschaften nicht gestört, er hat sich nicht sehr verändert, nur ich bin anders geworden. 

Kontra: Er ist ein Langweiler, der keinerlei Interessen hat.  Da ich selbst viele Interessen hab, aber eher bequem bin, bräuchte ich eigentlich eher jemanden, der mir einen Schubs gibt,  er ist eher ein Klotz am Bein. Er ist relativ arbeitsfaul, sowohl beim Haushalt als auch bei der Jobsuche und geht aus Bequemlichkeit stets den leichtesten Weg. Und dann wären da noch die 40 kg Gewichtszunahme...

Ich weiß, aus der Ferne sagt sich leicht, dass man es beenden soll (grundsätzlich wird hier eher häufig dazu geraten). Warum ich mich davor scheue? Es gibt kein zurück. Wenn ich mich zur Trennung entschließe, habe ich diesen Menschen, der mir sehr viel bedeutet, höchstwahrscheinlich für immer verloren.  Ich habe wahnsinnige Angst davor, nachher festzustellen, dass es ein Fehler war. 

Ich überlege immer, ob es nicht normal ist, dass jeder Partner seine eigenen Hobbies pflegt und man ein Stück weit nebeneinander her lebt. Nur macht mir das alles ohne ihn eben keinen Spaß. 

Was ich jedenfalls aufgegeben habe ist, ihn ändern zu wollen. Er wird sich nicht ändern. Entweder ich komm damit klar oder ich lass es. Kann man lernen damit klar zu kommen? (nen Job wird er sich suchen,  das Freizeit-Problem wird bleiben...)

Euch vielen Dank und liebe Grüße  

Doch es ist schon normal, dass man auch noch ein Leben ausserhalb der Beziehung hat. Mein Mann ist auch kein großer Sportler... ich gehe so 3-4x pro Woche zum Sport. Mich stört es abern icht, dass ich das alleine mache (eher im Gegenteil). Für mich ist das meine Auszeit. Mein Mann ist ein kleiner "Nerd" der sehr viel am PC macht (auch viel arbeitet und sich weiterbildet), dass ist seine Auszeit/Hobby an dem ich kein Intersse habe.
Wir haben aber Dinge die wir sehr gerne zusammen machen (Reisen, Wandern etc.). So ganz ohne gemeinsame Interessen, könnte ich mir eine Beziehung nicht vorstellen.

 

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4. Juni 2018 um 8:58

och, man kann so viel lernen - zu alt ist man dafür anscheinend nie (höchstens starrsinnig).

Aber das ist halt die Kunst in einer Beziehung - den Partner zu mögen, obwohl er sich als Nicht-Traumpartner entpuppt. Wenn es nämlich nicht so toll läuft, ist man genau wieder auf sich selbst zurückgeworfen und lernt SICH selbst und die eigenen Unzulänglichkeiten, richtig derbst kennen!

Und dafür soll man sich dann auch noch lieben !?!

(Na wen denn sonst ??? wenn nicht ich mich ?)

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4. Juni 2018 um 15:01

Danke für eure Antworten =)

Nei Job hatte er ja immer bisher, das ist erst seit Januar so dass er Zuhause ist.

Mich stören weniger unterschiedliche Interessen, sondern eher dass er gar keine hat. Und dass jegliche körperliche Aktivität nur mit Widerwillen mitgemacht wird,  wobei er es ja wirklich nötig hätte. Na wir werden sehen, vielleicht wird's ja besser wenn er wieder nen Job hat (natürlich sind 800 Euro auch für uns sehr viel Geld,  aber die Differenz zu nem Minijob sind nur 350 Euro, dafür muss er aber 40 statt 30 Stunden pro Woche arbeiten und benötigt ein eigenes Auto.... trotzdem sehe ich nicht wirklich ne andere Lösung)

Liebe Grüße

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4. Juni 2018 um 18:49

Ne, ist eigentlich kein Frustessen. Es ist auch weniger das Essen als viel mehr der Bewegungsmangel, außerdem neigt er einfach dazu.  Ach mal sehen, eigentlich war der Hochzeitstag die Deadline für mich, aber ich brings momentan noch nicht über's Herz 

danke für eure lieben Antworten, drückt mir die Daumen, dass ich nicht nochmal schreiben muss 

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5. Juni 2018 um 6:33

Das habe ich mich gerade auch gefragt. Was wäre denn mit einer Paartherapie wo ihr sowaa mal auf den Tisch bringt. Vielleicht wird es ihm bewusster, wenn jemand Außenstehendes ihm mal die Tatsachen vor Augen bringt bzw Dir wird bewusster was Du willst und ob es mit euch eine Zukunft hat. Dass er nicht wirklich arbeiten will /wollte ist schon fraglich.  Ist er denn vielleicht depressiv?  Ich denke die meisten Menschen wollen doch arbeiten gehen, gebraucht werden. 

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5. Juni 2018 um 21:13

Hat ja auch keiner gesagt,  dass es nur zu wenig Bewegung ist... natürlich kann man auch ohne Bewegung schlank bleiben, wenn man wenig isst. Man könnte aber auch normal essen (so wie er) und sich dafür bewegen. Man müsste halt an irgendeiner Schraube drehen... Eine eine endokrinologische Ursache steckt nicht dahinter, das hab ich natürlich schon lang geklärt.

Geheiratet hab ich ihn, weil's mich damals noch nicht ganz so gestört hat,  ich hab mich einfach ein bisschen verändert. Außerdem hab ich wohl immer gehofft, dass er sich ebenfalls ändert

Und überhaupt, seit wann ist Liebe schon rational? Ob ihrs glaubt oder nicht, Liebe war der Grund zu heiraten, sogar noch vor den steuerlichen Vorteilen :p

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6. Juni 2018 um 10:37

Deinem Mann fehlt die Selbstliebe und das Achtsam sein gegenüber sich selbst, diesen Eindruck habe ich. Vieleicht sollte er mal professionelle Hilfe in Anspruch nehmen?
Ich kenn das von mir selbst, habe selbst mal 19kg mehr gewogen als jetzt.
Außerdem wird da noch mit reinspielen das dueinen hochangesehenen Job hast und er nur der Anhang ist. Kenn ich ebenfalls von mir selbst. Da ist das Gefälle zwar nicht so groß, aber dennoch vorhanden. DA muß Mann auch erstmal mit klarkommen.
Wie schon gesagt, ich habe den Eindruck das dein Mann in Richtung Depression abrutscht...
-> Da hilft nur professionelle Hilfe.

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6. Juni 2018 um 16:57
In Antwort auf cruseo

 Hallo zusammen! Ich bräuchte euren Rat. In einer guten Woche ist unser erster Hochzeitstag, aber ich weiß nicht, ob es vielleicht auch der letzte sein sollte...

Im Grunde hat sich mein Mann nicht verändert,  mich stören die gleichen Dinge wie vor der Hochzeit, nur stören sie mich mehr und mehr..

Problem: Er ist weitgehend interessenlos. Gelegentlich mal ein Eis essen oder Essen gehen,  vielleicht auch mal ins Bad, das wars. Ich will wandern, Kajak fahren, klettern,  mich einfach draußen bewegen. Das ist ihm zu anstrengend. Mit einem BMI von 35 vielleicht verständlich...

Dann kommt seine Arbeitsmoral. Wollte das Abi nachholen, hat die Schule abgebrochen. Im Herbst eine Ausbildung begonnen, damit wir in einigen Jahren gemeinsam eine Praxis gründen können. Auch abgebrochen. Zugegeben, der Ausbilder war furchtbar. Inzwischen seit Anfang Januar Zuhause. Der Deal war, er macht einen Minijob und die Wohnung ist immer tiptop. Ich muss zwar nichts im Haushalt machen, von tiptop ist die Wohnung aber weit entfernt. Und Minijob hat er sich auch keinen gesucht. 

Vor drei Wochen hat's mir gereicht, da habe ich verlangt, dass er sich einen Vollzeitjob sucht. Erst vor ein paar Tagen hat er eine einzige Bewerbung abgegeben, das ist alles. Heute hat er gemerkt, dass durch seinen neuen Job (so der ihn den kriegt), nur 800 Euro mehr auf dem Konto wären,  da ich recht gut verdiene und deswegen dementsprechend steuern fällig werden. Seine Reaktion: "dann kann ich mir ja gleich nur nen Minijob suchen"

ich weiß nicht was ich machen soll. Ich will nicht alleine sein. Gefühle für ihn sind auch noch da. Aber so leben will ich auch nicht. 

Einen neuen Mann zu finden, ist als schwuler Mann auf dem Land jedenfalls sehr unwahrscheinlich. 

Wie sehen denn seine Pläne für die Zukunft aus? Spielt Arbeit da eine Rolle, oder was will er? Und was macht er dafür? Und wie läuft sein Alltag ab? Was macht man den ganzen Tag ohne Arbeit, Kinder und Hobbys? 
Und wie läuft euer gemeinsames Leben ab? Eher so, dass er keinen Bock hat und ihr dann beide nichts macht? Oder ziehst du dann trotzdem dein Ding durch? Denn wenn du ihn dafür verantwortlich machst, dass du dich nicht alleine aufraffst und deinen Interessen nachgehst, machst du es dir reichlich einfach damit.

Bei meinem Mann und mir ist es auch so, dass wir kaum gemeinsame Hobbys haben. Ab und zu Essen gehen, Kino oder mal zu einer Sportveranstaltung...viel Zeit bleibt dafür, seitdem die Kinder da sind, eh nicht mehr. So schlimm finde ich das garnicht, so lange die gemeinsame Basis stimmt, wir uns lieben, Spaß zusammen haben und gut miteinander auskommen. Das ist aber nach 13 Jahren Beziehung vermutlich auch nochmal was anderes, als nach 2 oder so.
In den Urlaub fahre ich z.B. fast ausschließlich alleine mit den Kinder, er hat da kein Interesse dran bzw. versteht unter Urlaub einfach etwas grundlegend anderes als ich.
Für sowas müssen aber eben beide Seiten offen sein.

Was wäre im Falle einer Trennung im Alltag anders für dich? Deinen Hobbys müsstest du weiterhin alleine nachgehen. Haushalt würdest du alleine machen, dafür aber nach deinen Vorstellungen. Keine finanzielle Belastung mehr durch ihn, dafür bist du aber vermutlich auch erstmal viel alleine. Letzlich musst du schauen, was dir wichtiger ist.

 

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