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Trennung, Chaos,Kind,Ersetz?

9. März 2014 um 7:26 Letzte Antwort: 9. März 2014 um 7:40

Hallo,

ich befinde mich gerade in Trennung mit meiner Freundin. Wir waren jetzt etwas über drei Jahre zusammen
und haben einen gemeinsamen Sohn (15 Monate alt).
Ich muss ehrlich sein, ich habe mich in diese Beziehung geflüchtet, da ich sehr einsam war und die
Zuneigung die eine Beziehung bietet vermisst habe. Ich habe sie an meiner Arbeit kennengelernt und ich
war für ca. 1 Jahr ihr Vorgesetzter. Dies hat im Grund ganz gut funktioniert, dann wurde sie schwanger.

Ich hatte leider von Beginn an Zweifel ob ich diese Beziehung zu ihr wirklich ernst gemeint habe und war
ein paar mal auch schon kurz davor es zu beenden, habe aber zum einen nicht den Mut gehabt es zu tun,
zum anderen war es wohl die Bequemlichket. Sie hat mich von Anfang an auf Händen getragen und war sehr
verliebt.
Als dann das Kind kam habe ich mich wirklich von ganzem Herzen gefreut und wir haben die Schwangerschaft
zu zweit gemeistert. Ich habe sie wo es nur ging unterstützt und war auch bei der Geburt dabei. Wohl
wirklich das Beste was mir im Leben je passiert ist.
Leider habe ich, wie bereits erwähnt, zu diesem Zeitpunkt schon festgestellt, das die Beziehung nicht auf
ausgewogener Gegenseitigkeit beruht. Ich konnte sie schon sehr früh nicht riechen. Das meine ich so wie
ich es schreibe. Meine Freundin ist übergewichtig und das war sie auch von Anfang an. Aber nicht so sehr,
das es mich sehr störte. Ich mag es, wenn an einer Frau etwas dran ist. Es gibt sowohl nach unten, als
auch nach oben Grenzen.
Nach der Schwangerschaft sah sie für ca. 4 Monate wirklich gut aus und unsere Beziehung funktionierte
prima. Dann fing es langsam und schleichend an. Sie ließ sich gehen, kümmerte sich nicht mehr um sich
und es war ihr auch egal, das ich sie als Partnerin irgendwie vermisste. Weniger Sex, weniger Zweisamkeit.
Darunter habe ich sehr gelitten.
Ich muss noch erwähnen, das meine Freundin nicht die intelligenteste ist, was mir aber bisher auch nie
so wirklich wichtig war. Das Problem war nur, das ich gerne gute Gespräche führe, vor allem mit meiner
Partnerin. Dies gab es bei uns so gut wie nie.
Irgendwann began ich sie nur noch zu kritisieren. Das sie ein Hobby brauche, das sie Sport machen und
weniger essen solle. Vor allem, das sie sich doch bitte richtig pflegen solle, sodass ich auch wieder
Lust auf sie bekomme. Ich bin ehrlich und direkt. Sie ist was sich selbst betrifft eher veschlossen
und frisst Dinge in sich hinen, bis sie irgendwann rausplatzen.
Dies passierte dann auch immer häufiger und nun sind wir sozusagen am Ende angekommen. Ich habe ihr
mehrfach gedroht mich von ihr zu trennen und sie war immer in Tränen aufgelöst, das sie es nicht wolle.
Auf der anderen Seite machte sie aber auch keine Anstalten irgendetwas zu ändern.

Nach einem wirklich unschönen Jahr in dem sie Elternzeit genommen hatte und ich arbeiten ging hat sie
nun vor kurzem eine Umschulung angefangen und dort auch viele neue Freundinnen kennengelernt. Erst durch
diesen Umstand tut sich plötzlich etwas bei ihr und sie fing an abzunehmen, mehr im Haushalt zu tun und
einfach mehr Selbstbewusstsein auszustrahlen. Nach einem Streit haben wir uns dann getrennt, sie sagte,
das sie es nicht mehr kann und will und das eine Trennung wohl besser sei. Gerade für unser Kind.

Sie sagte mir, das es in ihrer Klasse eine Freundin gibt die bi ist und auf sie steht. Sie geniest das
Gefühl gemocht zu werden und das gibt ihr zusätzlich die Kraft sich von mir zu trennen.
Ich glaubte schon vor langer Zeit, das eine Trennung unausweichlich ist und besser für alle. Nun ist es
soweit, aber ich komme mit der Situation nicht zurecht.
Noch leben wir zusammen, schlafen in einem Bet, schauen abends fern und kümmern uns nach wie vor um
alle alltäglichen Dinge. So wie bisher auch. Ich werde in ca. einem Monat ausziehen und freue mich auch
schon irgendwie auf die Zeit. Auch wenn es mit meiner Schichtarbeit nicht einfach wird viel Zeit mit
meinem Sohn zu verbringen, den ich einfach über alles liebe.
Wir haben vor ein paar Tagen über alles gesprochen. Gütertrenunng, Unterhalt, Kinderbetreuung und sind
auch in allen Punkten auf einen Konsens gekommmen. Soweit so gut.

Mein Problem: Obwohl es das beste für alle ist, das wir uns trennen, fühle ich mich ersetzt. Ich weiß
nicht was da mit der Freundin so alles geht. Sie sehen sich jeden Tag, schreiben sich viele Nachrichten
mit Küssen und haben sich gestern abend mit zwei anderen Freundinnen zu einem Mädelsabend getroffen. Sie
kam erst sehr sehr spät nach Hause, was untypisch ist.
Ich weiß, das das alles eigentlich keine Rolle mehr spielen sollte, aber dennoch fühlt es sich für mich
falsch an. Sie sagt, das sie so schnell keine Beziehung zu einem Mann mehr will und das ich auch immer
den kleinen in unseren noch gemeinsamen Wohnung holen kann. Sie spielt so gut es geht mit offenen Karten
und es besteht eine große Wahrscheinlichkeit, das ich mir zu viele unnötige Gedanken mache. Dennoch
kommen sie immer wieder in meinen Kopf und es geht mir nicht aus dem Kopf, das sie die Zuneigung der
Freundin erwiedert. Das sie womöglich auch schon miteinander geschlafen haben.
Ich habe versucht mit ihr darüber zu sprechen, aber sie sagt, das da von ihrer Seite aus nicht so viel ist
wie von der anderen Seite kommt. Sie kann sich es nicht vorstellen mit einer Frau, findet es aber schön,
das sie von ihr gemocht wird.
Wenn ich gerade eine gute Phase habe, freue ich mich für sie. Wenn ich eine schlechte habe, fühle ich
mich hintergangen. Das ist wirklich seltsam und ich will das eigentlich gar nicht, aber es ist einfach
da.
Sie redete in unserer Beziehung so gut wie nie über ihre Probleme, war oft nicht ehrlich, wenn ich sie
fragte ob es ihr gut gehe, oder was mit ihr ist.
Ich bin nicht sicher in welcher Phase der Trennung ich mich gerade befinde, aber es ist wie Achterbahn
fahren und ich muss dies einfach mitteilen und niederschreiben.

Über konstruktive, helfende, oder auch kritisierende Antworten würde ich mich sehr freuen. Ich habe zwar
keine Frage ausformuliert und bestimmt auch die ein oder andere Information vergessen, dennoch ist es
gerade einfach sehr schwer für mich und ich weiß einfach nicht so recht, was ich gegen das Chaos in meinem
Kopf tun soll und wie ich mich verhalten soll.

Danke fürs lesen.

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9. März 2014 um 7:40

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