Home / Forum / Liebe & Beziehung / Trennung als Flucht vor der Beziehung - Neuanfang möglich?

Trennung als Flucht vor der Beziehung - Neuanfang möglich?

21. Oktober 2008 um 13:23

Hallo,

kurz zu meiner Vorgeschichte.
Meine Freundin (25) hat sich von mir (auch 25) vor 1 Monat getrennt, weil sie sagte, dass sie sich ihrer Gefühle nicht sicher ist. Auf meine Frage ob sie mich noch liebt sagte sie zögerlich "Nein".

Wir sind im August 2006 zusammen gekommen. Sie wohnte 80km entfernt von mir. Im Juli 2007 sind wir in meine Heimatstadt in eine tolle Wohnung gezogen. Über die Probleme mit der Entfernung zu ihren Freunden und Eltern hatten wir gesprochen und ich sagte ihr zu, dass ich dafür immer Verständnis haben werde (und hatte).

Im Januar 2008 entschied ich (mit der Zusage von ihr) für ihr Kaninchen eine Partnerin zu besorgen. Daraufhin gab es in der Wohnung einige Veränderungen, von denen ich sagte "ist doch nicht so schlimm"... im Endeffekt hat es mich aber auch genervt. Zumal das neue Kaninchen immer viel Dreck gemacht und meine Nerven gekostet hat.

Seit April/Mai 2008 war in unserer Beziehung zu merken,dass etwas fehlte... Nähe, Intimität und Sex. Ich sprach das aber nie an, weil ich Angst davor hatte zurückgewiesen zu werden... Ich schluckte meinen Frust herunter und die Beziehung "stumpfte ab".
Es war immer sehr harmonisch - Routine halt. Nie wirklich bösen Streit, kein Fremdgehen... halt Langeweile irgendwann.
Im Juli 2008 entschlossen wir sie wieder abzugeben und alles zurückzubauen... ich war wieder erleichtert.

Im August waren wir in Füssen im Urlaub - es war soo schön. Fand sie auch - aber es hatte etwas gefehlt... Sex und Zärtlichkeit. Ich war aber schon so frustriert über die Beziehung, dass ich das nicht angesprochen habe (vorm/nachm Urlaub).
Generell sagt meine Freundin: " ich bin nicht die, die nach einem Streit ankommt". Sie ist Strenzeichen Krebs, ich Widder. Also ne wilde Mischung.

Nach dem Urlaub hatten wir Gespräche, aber nur, weil ich irgendwann mal anfragte, ob ich etwas befürchten müsse. Sie sagte "weiß sie nicht... " , eventuell schon ... alles im Friedlichen die Gespräche...
2 Wochen danach nahm ich mal allen Mut zusammen und rollte die Beziehung und alle Störfaktoren auf. Ich sagte was mich störte... Ich sagte ich bin bereit zu kämpfen, wenn ich Gewissheit über ihre Gefühle habe.

Sie sagte "ich denke nicht, dass ich noch kann" und "ich bin momentan nicht motiviert daran zu arbeiten".
Einen Tag später kündigten wir zum Jahresende die Wohnung. Wir suchen jetzt eine neue Wohnung für jeden von uns.

Familiär war auch alles suuuper - ich verstehe mich soo gut mit ihrem umfeld. Wir passen optisch perfekt zusammen.
Unser problem war nur, dass wir zu wenig über die Beziehung und unsere Bedürfnisse gesprochen haben. Sie sagt auch von sich "ich kann nciht über Gefühle reden"...
Sie vertraut mir, hat sie mir gesagt, es gab auch keinen anderen während der Beziehung - ich war ihre liebevollste Beziehung überhaupt.

Ich bin ziemlich fertig gewesen. Hatte auch ein Buch gelesen, um damit umzugehen. Ich bin jetzt emotional auf Abstand. Ich möchte der Beziehung aber noch eine Chance geben, weil ich gemerkt habe, was ich alles schleifen lassen habe ... Sie wollte immer "eine Romanze", und ich nahm das nie ernst

Sie hat in den letzten Wochen sehr viel mit ihren freundinnen unternommen (während der gemeinsamen Wohnungszeit so gut wie gar nicht). Sie hat ihre fehlenden Gefühle erst gemerkt als sie aus der Beziehung vorm Urlaub geflüchtet war (zu ihren freundinnen).

Gibt es eine Chance auf eine Neuausrichtung / einen Neuanfang, auch mit jeweils eigenen Wohnungen? Ich denke sie war emotional gefrustet von mir, dass sie flüchten musste und sich ihrer wahren Gefühle nicht bewusst ist. Sie sagt zu mir sie empfindet "tiefe Sympathie". Das ist doch aber ein Grundpfeiler der Liebe?!

Wann und wie macht es Sinn, dass ich ihr nochmal sage wie wichtig sie mir ist und dass ich mir wünschen würde, dass wir wieder zueinander finden würden. Ich habe in den letztenWochen SEEEEHR viel nachgedacht und habe gemerkt dass ich die gleichen Fehler wie in vorangegangenen Beziehungen schon gemacht habe.
Ich möchte die "LIEBE" erstmal aus dem Spiel lassen, sondern darauf abzielen, dass wir uns neu ausrichten und unsere Beziehung bewusster leben (vor allem ich).
Wie kann ich sie "aus der Reserve locken" dass sie auf ihre Gefühle hört und auch darüber spricht?

Danke!

Mehr lesen

21. Oktober 2008 um 13:35

Nachtrag...
Möchte auch noch etwas hinzufügen.

In der Phase kurz nach der Trennung gab es Momente in denen sie recht erregt / wütend war, weil ich das Gefühl gegeben habe ich könne die Trennung nicht akzeptieren.
Aber das würde ich, wenn es wegen der (in meinen AUgen sicher reparablen Probleme) eine zwweite Chance gebe.

In ihrer Gefühlslage hat sie dann gesagt sie "sah keinen Sinn mehr in der Beziehung" und "vielleicht wollte sie einfach zu glücklich sein" und "vielleicht hat sie entscheidungen zugestimmt, hinter denen sie nicht 100% stand".
Sie ist ein typischer Krebs "harte Schale, weicher Kern". Und sie ist ein Mensch, der immer die Balance im Leben braucht und die Beziehung hat sie belastet, denke ich.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. Oktober 2008 um 13:37
In Antwort auf job_12958949

Nachtrag...
Möchte auch noch etwas hinzufügen.

In der Phase kurz nach der Trennung gab es Momente in denen sie recht erregt / wütend war, weil ich das Gefühl gegeben habe ich könne die Trennung nicht akzeptieren.
Aber das würde ich, wenn es wegen der (in meinen AUgen sicher reparablen Probleme) eine zwweite Chance gebe.

In ihrer Gefühlslage hat sie dann gesagt sie "sah keinen Sinn mehr in der Beziehung" und "vielleicht wollte sie einfach zu glücklich sein" und "vielleicht hat sie entscheidungen zugestimmt, hinter denen sie nicht 100% stand".
Sie ist ein typischer Krebs "harte Schale, weicher Kern". Und sie ist ein Mensch, der immer die Balance im Leben braucht und die Beziehung hat sie belastet, denke ich.

Nachtrag 2
ausserdem sagte sie mir immer "es liegt nicht an dir - nur an mir... Arbeit, Familienprobleme etc."
Sie sagte auch mal zu mir "sei doch mal wütend..." - mir wurde später klar, dass das das ist, was typisch für sie ist. Sie braucht einen Grund auch mal aus der Haut zufahren - von alleine kann siie das nicht. Und ich bin kein Mensch, der einfach mal wütend ist.

Hauptproblem ist also summa summarum, dass wir zu wenig über unsere Bedürfnisse gesprochen habe, denn an sich verstehen wir uns "wie bruder und schwester".

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Noch mehr Inspiration?
pinterest