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Traurige Kinder...

15. Januar 2009 um 7:27

Hallo Ihr Lieben,

es tut immer wieder gut zu wissen, dass es Euch gibt. Wieviele wertvolle Gedanken habe ich hier bekommen und immer wieder merke ich, ich bin noch so weit weg von meiner "inneren Mitte".

Hier hat sich mal wieder viel getan, alles dreht sich um eine neue Wohnung.

Vielleicht, evtl. habe ich etwas gefunden.

Vier Zimmer, zentral, etwas Garten...., ich glaube, es ist richtig für uns. Es ist nicht mein jetziges Einfamilienhaus mit Platz und Komfort, aber ich muss ja auch ein neues Leben leben, das bedeutet auch Rückschritte in mancherlei Hinsicht.

Mein großer Sohn macht mir Kummer. Er ist 13, in der Pubertät und mict sich selbst beschäftigt. Er will nicht umziehen, er hat Angst, dass wir die beiden Katzen nicht mitnehmen können, er weint, er will sein Elternhaus nicht verlieren, er ist verzweifelt.

Ich habe viel mit ihm geredet, ihm die Argumente genannt, ihm erklärt, dass er sein Elternhaus nicht verliert, weil der Vater einziehen wird etc. Aber die Traurigkeit ist groß und ich glaube, er hasst uns ein bisschen dafür, was ihm nun nach der Trennung alles noch zusätzlich aufgebürdet wird.

Ich musste das mal loswerden, vielleicht hat von Euch jemand Erfahrung mit so etwas.

Einen lieben Gruß.

Aleida

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15. Januar 2009 um 9:27

Vorschlag!
Hallo, habe gerade deinen Beitrag gelesen. Hast du schon einmal überlegt, ob du nich doch in der Lage sein könntest, vor allem finanziell, das Haus zu übernehmen, so dass du mit den Kids dort wohnen bleiben könntest? Es ist eine Rechenaufgabe. Ich habe keine Vorstellung, ob für euer Haus noch ein Darlehen abzuzahlen ist oder nicht. Als mein Mann und ich uns im Sommer 2004 getrennt hatten, ging es unter anderem auch darum, was mit dem gemeinsam gebauten Haus passieren sollte. Er wollte es nicht übernehmen und ich wollte nicht, dass es verkauft wird, schon allein aus dem Grund, dass wir beide mit Schulden aus der Sache rausgegangen wären und ich es mir nicht vorstellen konnte, Schulden vom Haus, Miete für eine Wohnung, Auto usw. finanzieren zu können. Ich bin zur Bank, habe mit einem sehr kompetenten Mitarbeiter dort alles durchgerechnet, muss auch dazu sagen, dass meine Eltern mir finanzielle Hilfe angeboten haben, zwar nicht viel, aber durch diese Zahlung sah die Sache dann schon etwas entspannter aus. Der monatliche Abzahlungsbetrag war dann verhältnismäßig so gering, dass ich mir vornahm, das Haus zu übernehmen, er ging aus den Schulden raus. Ich setzte mir zum Ziel, es ein Jahr lang zu versuchen, ob es so hinkommen könnte. Und es klappte! Ich hatte ja meinen Halbtags-Job, Unterhalt für mich und die Kids, Kindergeld. Es ging auf. Vielleicht solltest du dir diesen Vorschlag einmal überlegen, bevor du viel Miete für eine Wohnung aufbringen musst und dein Mann kaum in der Lage sein wird, ein großes Haus (für sich allein!) zu finanzieren, er wird dir und den Kids auch Unterhaltszahlungen leisten müssen. Der Verkauf des Hauses denke ich würde irgendwann im Raum stehen. Wenn du das Haus übernehmen könntest, hätten eure Kinder die Möglichkeit, in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben. Eine Überlegung wäre das meiner Meinung nach schon wert. Vielleicht ist ja eure monatliche Belastung für das Haus nicht mehr ganz so hoch, so dass du imstande wärst, finanziell über die Runden zu kommen. Habe den Mut und versuche, alle Möglichkeiten zu durchleuchten, die sich dir anbieten. Auch eine alleinerziehende Frau ist in der Lage, ein Haus zu halten, nur fehlt vielen der Mut dazu. Ich drück dir die Daumen. lg

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15. Januar 2009 um 9:31

Tiere sind eines vom Wichtigsten für die Kinder,
ich würde es von vornherein klären, ob ihr die Katzen halten dürft. Ohne Katzen bin ich nie umgezogen und siehe da, es hat immer funktioniert, weil ich!!!!! es wollte. Meine Tiere gehören zur Familie und werden von mir nie im Stich gelassen. Wer sitzt den bei mir auf der Couch, wenn `s mir beschissen geht, einer meiner Kater. Hat dein Sohn noch jemand mit dem er seinen Kummer teilen kann, eine erwachsene Person. Andernfalls gibt es auch Trennungsgruppen für Kinder. Oder eben eine Beratungsstelle wo der Sohn seine Trauer und auch Wut loswerden kann. Mein Sohn hat sich meiner Freundin anvertraut, er wollte mich schonen und da kam manches zu Tage. Das eine oder andere hat sie mir als Hinweis gegeben. Das meiste blieb aber Geheimnis. Adrijan schätzt meine Freundin heute noch sehr, obwohl das Ganze schon fast 20 Jahre zurückliegt. Ich hatte auch mal ein Haus, so wie ich es mir gewünscht hatte. Aber ein Haus zu haben, ist nicht alles. In einem Haus wohnt nciht automatisch das Glück. Man kann in einer kleinen gemütlich Wohnung glücklicher sein. Ich kenne einige Menschen, die mal sehr komfortabel gewohnt haben und wo das Schicksal es dann anders wollte. Glück ist etwas anderes als Geld und Besitz. Ich hatte sehr gute Zeiten, wo ich mir viel leistern konnte. Ich war dadurch aber nicht zufriedener , wie ich es heute bin, wo ich auf sehr vieles verzichte. Reichtum defniere ich heute anders. Und deshalb bin ich sehr reich. Reich an Erfahrung, ich habe wundervolle Freunde, auf die ich zählen kann, ich bin relativ gesund. Habe einen Sohn der sich wacker hält. 4 Samtpfoten und 4 Vögel .
Lieben Gruß
Melike

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15. Januar 2009 um 19:10
In Antwort auf berit_11929828

Vorschlag!
Hallo, habe gerade deinen Beitrag gelesen. Hast du schon einmal überlegt, ob du nich doch in der Lage sein könntest, vor allem finanziell, das Haus zu übernehmen, so dass du mit den Kids dort wohnen bleiben könntest? Es ist eine Rechenaufgabe. Ich habe keine Vorstellung, ob für euer Haus noch ein Darlehen abzuzahlen ist oder nicht. Als mein Mann und ich uns im Sommer 2004 getrennt hatten, ging es unter anderem auch darum, was mit dem gemeinsam gebauten Haus passieren sollte. Er wollte es nicht übernehmen und ich wollte nicht, dass es verkauft wird, schon allein aus dem Grund, dass wir beide mit Schulden aus der Sache rausgegangen wären und ich es mir nicht vorstellen konnte, Schulden vom Haus, Miete für eine Wohnung, Auto usw. finanzieren zu können. Ich bin zur Bank, habe mit einem sehr kompetenten Mitarbeiter dort alles durchgerechnet, muss auch dazu sagen, dass meine Eltern mir finanzielle Hilfe angeboten haben, zwar nicht viel, aber durch diese Zahlung sah die Sache dann schon etwas entspannter aus. Der monatliche Abzahlungsbetrag war dann verhältnismäßig so gering, dass ich mir vornahm, das Haus zu übernehmen, er ging aus den Schulden raus. Ich setzte mir zum Ziel, es ein Jahr lang zu versuchen, ob es so hinkommen könnte. Und es klappte! Ich hatte ja meinen Halbtags-Job, Unterhalt für mich und die Kids, Kindergeld. Es ging auf. Vielleicht solltest du dir diesen Vorschlag einmal überlegen, bevor du viel Miete für eine Wohnung aufbringen musst und dein Mann kaum in der Lage sein wird, ein großes Haus (für sich allein!) zu finanzieren, er wird dir und den Kids auch Unterhaltszahlungen leisten müssen. Der Verkauf des Hauses denke ich würde irgendwann im Raum stehen. Wenn du das Haus übernehmen könntest, hätten eure Kinder die Möglichkeit, in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben. Eine Überlegung wäre das meiner Meinung nach schon wert. Vielleicht ist ja eure monatliche Belastung für das Haus nicht mehr ganz so hoch, so dass du imstande wärst, finanziell über die Runden zu kommen. Habe den Mut und versuche, alle Möglichkeiten zu durchleuchten, die sich dir anbieten. Auch eine alleinerziehende Frau ist in der Lage, ein Haus zu halten, nur fehlt vielen der Mut dazu. Ich drück dir die Daumen. lg

Leider kann ich das Haus nicht halten...
Das Haus ist frisch finanziert und hoch belastet. Da mein Noch-Mann ein hohes Einkommen hat, ist es von der Unterhaltsberechnung so, dass er alle Abträge bezahlen muss. Ich wohne für den Wohnwert von 290 Euro im Haus und trage die Nebenkosten. Ich könnte etwas mehr bezahlen, aber nicht das Haus. Ich könnte es auch nicht instandhalten, damit ist ein Erwachsener alleine völlig überfordert (240 qm), 100 qm Grundstück. Ich drehe schon so am Rad und werde wahrscheinlich auch irgendwann mehr arbeiten müssen. Jedenfalls ist es so, dass er auch rein will in das Haus, da er es ohnehin schon zahlt. Der schlechteste Weg wäre es zu verkaufen, aber dann hätten wir beide Schulden übrig und gar kein Haus mehr. Ist einfach ne doofe Situation.

Nun ists halt auch nicht so leicht, die Ansprüche runterzuschrauben. Ich gebe Melike recht, dass man auch mit wesentlich weniger auskommt. Jedoch ist der Weg schwer dorthin und den Kindern fehlt jegliches Verständnis, dass sie nun auch noch das Haus verlassen müssen.

Mit den Katzen werden wir einen Weg finden.

Und erst einmal müssen wir uns entscheiden, ob wir die Wohnung nehmen.

Einen lieben Gruß.

Aleida

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15. Januar 2009 um 19:11
In Antwort auf aleida401

Leider kann ich das Haus nicht halten...
Das Haus ist frisch finanziert und hoch belastet. Da mein Noch-Mann ein hohes Einkommen hat, ist es von der Unterhaltsberechnung so, dass er alle Abträge bezahlen muss. Ich wohne für den Wohnwert von 290 Euro im Haus und trage die Nebenkosten. Ich könnte etwas mehr bezahlen, aber nicht das Haus. Ich könnte es auch nicht instandhalten, damit ist ein Erwachsener alleine völlig überfordert (240 qm), 100 qm Grundstück. Ich drehe schon so am Rad und werde wahrscheinlich auch irgendwann mehr arbeiten müssen. Jedenfalls ist es so, dass er auch rein will in das Haus, da er es ohnehin schon zahlt. Der schlechteste Weg wäre es zu verkaufen, aber dann hätten wir beide Schulden übrig und gar kein Haus mehr. Ist einfach ne doofe Situation.

Nun ists halt auch nicht so leicht, die Ansprüche runterzuschrauben. Ich gebe Melike recht, dass man auch mit wesentlich weniger auskommt. Jedoch ist der Weg schwer dorthin und den Kindern fehlt jegliches Verständnis, dass sie nun auch noch das Haus verlassen müssen.

Mit den Katzen werden wir einen Weg finden.

Und erst einmal müssen wir uns entscheiden, ob wir die Wohnung nehmen.

Einen lieben Gruß.

Aleida

Es sind natürlich nicht 100
sondern 1000 qm Garten.

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15. Januar 2009 um 23:36
In Antwort auf aleida401

Leider kann ich das Haus nicht halten...
Das Haus ist frisch finanziert und hoch belastet. Da mein Noch-Mann ein hohes Einkommen hat, ist es von der Unterhaltsberechnung so, dass er alle Abträge bezahlen muss. Ich wohne für den Wohnwert von 290 Euro im Haus und trage die Nebenkosten. Ich könnte etwas mehr bezahlen, aber nicht das Haus. Ich könnte es auch nicht instandhalten, damit ist ein Erwachsener alleine völlig überfordert (240 qm), 100 qm Grundstück. Ich drehe schon so am Rad und werde wahrscheinlich auch irgendwann mehr arbeiten müssen. Jedenfalls ist es so, dass er auch rein will in das Haus, da er es ohnehin schon zahlt. Der schlechteste Weg wäre es zu verkaufen, aber dann hätten wir beide Schulden übrig und gar kein Haus mehr. Ist einfach ne doofe Situation.

Nun ists halt auch nicht so leicht, die Ansprüche runterzuschrauben. Ich gebe Melike recht, dass man auch mit wesentlich weniger auskommt. Jedoch ist der Weg schwer dorthin und den Kindern fehlt jegliches Verständnis, dass sie nun auch noch das Haus verlassen müssen.

Mit den Katzen werden wir einen Weg finden.

Und erst einmal müssen wir uns entscheiden, ob wir die Wohnung nehmen.

Einen lieben Gruß.

Aleida

Oft sind es nicht die Bedürfnisse der Kinder,
sondern die Bedürfnisse, die die Erwachsenen für die Kinder haben. Kinder sind oft mit weniger sehr zufrieden, es sei denn es wird ihnen suggeriert, dass man Gott Wunder weiß was haben muß um glücklich zu sein. Kinder wollen ihre Sicherheit und das hängt oft nicht mit der Größe einer Wohnung zusammen. Ich denke es gibt bei allem Mittelwege. Wichtig ist, dass alle mal zur Ruhe kommen.
Gruß melike

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16. Januar 2009 um 9:10
In Antwort auf melike13

Oft sind es nicht die Bedürfnisse der Kinder,
sondern die Bedürfnisse, die die Erwachsenen für die Kinder haben. Kinder sind oft mit weniger sehr zufrieden, es sei denn es wird ihnen suggeriert, dass man Gott Wunder weiß was haben muß um glücklich zu sein. Kinder wollen ihre Sicherheit und das hängt oft nicht mit der Größe einer Wohnung zusammen. Ich denke es gibt bei allem Mittelwege. Wichtig ist, dass alle mal zur Ruhe kommen.
Gruß melike

Danke Melike......
Ich denke, Du hast völlig recht....

Vielleicht kommt dazu, dass ich meine eigene Stärke gerade erst entwickele und dass sie noch zart wie ein Blümchen ist.

Die Kids haben ihrem Vater von der potentiellen Wohnung erzählt und er hat mich wieder runtergeputzt: zu klein, nicht angemessen für seine Kinder, er hat mitzureden wo sie leben, ich sei egoistisch, ich sei übereilt....

Das macht mich einerseits schrecklich wütend und genauso unsicher....

LG. Aleida

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16. Januar 2009 um 10:06
In Antwort auf aleida401

Danke Melike......
Ich denke, Du hast völlig recht....

Vielleicht kommt dazu, dass ich meine eigene Stärke gerade erst entwickele und dass sie noch zart wie ein Blümchen ist.

Die Kids haben ihrem Vater von der potentiellen Wohnung erzählt und er hat mich wieder runtergeputzt: zu klein, nicht angemessen für seine Kinder, er hat mitzureden wo sie leben, ich sei egoistisch, ich sei übereilt....

Das macht mich einerseits schrecklich wütend und genauso unsicher....

LG. Aleida

Ward ihr in eurem großen Haus glücklich???
ich kenne viele Menschen , die sich nach Trennung drastisch verkleinern mußten. Wobei ich heraus höre, dass ihr noch in einer besseren Situation seid wie ganz viele da draußen. Man kann sich jede Wohnung (fast jede) hübsch gestalten, mit eigenem Leben füllen. Mit Farbe und etwas Deko ganz viel draus machen. Und das Glück ist nicht von qm und nicht von Luxus abhängig. Ich weiß es aus Erfahrung. Ich hatte mir damals mein Traumhaus gebaut.(zartlila) mit Erker mit teilweise Rundbogenfenstern mit Sprossenfenstern usw. . In diesem Haus hat mir meine Mutter die Hölle auf Erden bereitet , ich war mehr krank als gesund. Und als ich am Ende so krank war, dass ich dachte jetzt muß ich wirklich sterben, da habe ich es verkauft. Und ich schaue mir dieses Haus immer noch gerne an. Heute bin ich froh, dass ich mich für das Leben entschieden habe. Mein Sohn war gerne in dem Haus, hatten die Kinder doch einen wunderschönen Garten zum Spielen. Und dennoch unsere Ruhe , meine Gesundheit und Unabhängigkeit waren mehr wert alles alle Häuser es je sein können.
Und du hast natürlich Recht, du mußt daran arbeiten, dass dich nicht jeder mit seiner Dummschwätzerei jeden Tag auf Neue verstrubeln kann. Geh deinen Weg, übernimm die Verantwortung dafür und gut. Wir machen alle Fehler, das dient dem Lernen.
Gruß Melike

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