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Traumatisiert...vom Leben?

23. September 2010 um 11:38

Hallo,

Meine Frage ist ernst gemeint und ich möchte euch bitten, sie auch mit dem gegebenen Ernst zu behandeln. Wer nichts dazu beitragen kann oder mich nur angreifen will, darf diesen Thread "ignorieren".

Ich (34) hab seit Anfang des Jahres (Trennung von eifersüchtigem Exfreund) ganz schlimme "flash-backs" - seltsamerweise weniger, was die vergangene Beziehung angeht, als vielmehr, was meine ersten 20 Lebensjahre betrifft...

Es ist richtig schlimm, stört meine Konzentration erheblich und senkt mein Leistungsniveau, so dass ich seit Beginn des Jahres praktisch nichts mehr auf die Reihe kriege...
Ständig und immer wieder diese Rückblenden: die gewalttätige Mutter, der spielsüchtige Vater, die groben Beleidigungen - ich bin auch total "verwahrlost" aufgewachsen, weil die sich nie um mich gekümmert haben... ich habs irgendwie überlebt und ich dachte bis Anfang des Jahres, eigentlich gut überlebt.
Aber jetzt halt ich es nicht mehr aus - nichts als täglich diese Reinszenierungen . Manchmal komm ich mir vor wie in einem Alptraum.... Es ist nicht zu stoppen.

Ich kann euch nicht sagen, warum es gerade jetzt ist und weshalb in solcher Intensität... Aber es kann so nicht weitergehen, ich hab praktisch keine Lebensqualität mehr, bin jeden zweiten Tag am Weinen ...

Natürlich hab ich schon daran gedacht, eine Traumatherapie zu machen. Nur - ist das das Richtige, denn Traumatherapien "behandeln" doch einzelne Erlebnisse, nicht so lange Zeitspannen? Heute hab ich mit meiner Krankenkasse telefoniert, die sagen, sie benötigen eine Überweisung (war ja klar) und ich möchte mir jetzt einen Termin zur Überweisung holen.
Es ist alles so schwer. Kennt sich jemand aus?

LG

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23. September 2010 um 12:40

Weiss keiner was...?
...

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23. September 2010 um 14:28

Stimmt....
Hallo,

Danke erstmal....

Was dort unter "erlernter Schlüsselreiz" oder "Trigger" steht, könnte passen - das Konzept war mir auch bekannt, ich hatte es vorher nur nie auf meine "erwachsenen Lebensumstände" angewendet.

Wie hast dus denn geschafft, "auf dem richtigen Weg anzukommen"? Das ist sicher sehr individuell und nicht "verallgemeinerbar", aber ich wär dir dennoch dankbar für eine kurze Schilderung deiner Sicht....

LG

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23. September 2010 um 14:34

Richtig
Hallo,

Das ist kundig. Danke ....

Es ist unfassbar, was da alles "hochkommt" und wie intensiv und wie oft...das ist total anstrengend und ich bin oft vormittags schon erschöpft.
Ich hab derzeit den Eindruck, das Jahr 2010 gab es noch gar nicht, es waren in meiner Wahrnehmung nur Reprisen der Jahre 1978-1998...

Bislang hab ich es immer geschafft, allein mit allem fertig zu werden....denn ich WAR ja auch allein und niemanden hats gekümmert... "Professionelle Hilfe" anzunehmen, ist zwar jetzt wohl das einzig Sinnvolle, aber dennoch ein großer Schritt für mich - ich meine, ich fühl mich entmachtet dadurch - bin ich jetzt weniger Experte für mein Leben?

LG

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23. September 2010 um 15:45

Entschuldige, aber....
Hallo,

Nochmals "vielen Dank", aber je mehr du davon erzählst, umso deutlicher wird mir, dass ein solcher Weg für mich UNDENKBAR ist...

Bitte nimms nicht persönlich, es geht keinesfalls gegen dich, aber für mich klingt das, was du von deiner Therapie beschreibst, wie "Gehirnwäsche"!

"Alles hat seinen Sinn" - na toll, das hat die katholische Kirche den Unterdrückten und Beleidigten auch 2000 Jahre lang eingetrichtert. Nur, dass das "Himmelreich" nun durch - wodurch eigentlich? Faktor X - ersetzt wird...

Ich weiß schon, dass die Gewalterfahrungen mich zu dem Menschen gemacht haben, der ich bin: gewöhnlich mutig, logisch denkend, selbständig.
Aber soll ich deshalb alles gutheißen, was mir angetan wurde? Nein! Das tu ich nicht, und wenn das der "Sinn" einer Therapie sein soll, dann mach ich keine....

LG

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23. September 2010 um 15:53

Doch
Hallo,

Danke mirimiri, ich hab es nicht überlesen.

Ich befürchte nur, dass ihr Erlebnis kein "Einzelfall" ist....Es wird mehr als einen Therapeuten in Deutschland geben, der so "praktiziert" und die Überlebenden im Rückblick alles gut und schön finden lassen - brrrr, das ist "Geschichtsfälschung" für mich, Manipulation - und da läuft es mir einfach eiskalt den Rücken runter. Das ist meine persönliche Meinung.

LG

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23. September 2010 um 16:03
In Antwort auf schakuntala

Doch
Hallo,

Danke mirimiri, ich hab es nicht überlesen.

Ich befürchte nur, dass ihr Erlebnis kein "Einzelfall" ist....Es wird mehr als einen Therapeuten in Deutschland geben, der so "praktiziert" und die Überlebenden im Rückblick alles gut und schön finden lassen - brrrr, das ist "Geschichtsfälschung" für mich, Manipulation - und da läuft es mir einfach eiskalt den Rücken runter. Das ist meine persönliche Meinung.

LG

Du sollst
Deine Vergangenheit ja auch nicht "gut und schön" finden. Der Ansatz heisst doch nur, seine Vergangenheit zu akzeptieren als Weg, der Dich dorthin gebracht hat, wo Du jetzt stehst.
Was anderes kann Dir doch keine Therapie bringen, oder? Du kannst die Vergangenheit nicht ungeschehen machen oder ändern. Wenn man Dich als Kind vernachlässigt und schlecht behandelt hat, ist das sehr traurig, aber Du musst damit abschließen und nach vorne schauen.
Ich finde schon Deinen Threadtitel reichlich theatralisch.... was nützt es Dir, Dich in Selbstmitleid zu wälzen?
Fasse das bitte nicht als Angriff auf, ich wünsche Dir nur das Beste. Aber überleg mal, wieviele Leute " vom Leben traumatisiert sind"?? Mann, mein Vater war Alkoholiker, was ne schwere Kindheit ist, das weiss ich. Aber ich fühle mich dadurch nicht bis ins Erwachsenenalter beeinträchtigt. Diese Zeit hat mich sehr stark gemacht, was mir heute zugute kommt. Und mit meinem Vater habe ich mich insofern versöhnt, dass ich heute weiss, dass er mir das Beste gegeben hat, was er konnte. Es war halt nicht besonders viel.... aber er war wiederum z. B. schwer krank und hat deshalb getrunken... und so kannst Du den Kreis ewig fortführen. Es bringt doch nichts, in der Vergangenheit zu stochern.... konzentriere Dich doch lieber auf eine glückliche Zukunft.

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23. September 2010 um 16:11

Ja
Hallo,

Ja, das hab ich schon verstanden.

Nur: ich hab bisher auch schon so "das Beste draus gemacht" - es gab ja gar keine Alternative. Das Leben hat mir eine Zitrone gegeben, und ich hab Limonade daraus gemacht - jahrelang...

...und jetzt wird mir schlecht davon .

Das "Weitermachen" wär für mich kein Erfolg, denn meine Resourcen kenn ich, schliesslich hab ich nur mithilfe derer überlebt. Mir fehlt mehr.

LG

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23. September 2010 um 16:15
In Antwort auf august_11878053

Du sollst
Deine Vergangenheit ja auch nicht "gut und schön" finden. Der Ansatz heisst doch nur, seine Vergangenheit zu akzeptieren als Weg, der Dich dorthin gebracht hat, wo Du jetzt stehst.
Was anderes kann Dir doch keine Therapie bringen, oder? Du kannst die Vergangenheit nicht ungeschehen machen oder ändern. Wenn man Dich als Kind vernachlässigt und schlecht behandelt hat, ist das sehr traurig, aber Du musst damit abschließen und nach vorne schauen.
Ich finde schon Deinen Threadtitel reichlich theatralisch.... was nützt es Dir, Dich in Selbstmitleid zu wälzen?
Fasse das bitte nicht als Angriff auf, ich wünsche Dir nur das Beste. Aber überleg mal, wieviele Leute " vom Leben traumatisiert sind"?? Mann, mein Vater war Alkoholiker, was ne schwere Kindheit ist, das weiss ich. Aber ich fühle mich dadurch nicht bis ins Erwachsenenalter beeinträchtigt. Diese Zeit hat mich sehr stark gemacht, was mir heute zugute kommt. Und mit meinem Vater habe ich mich insofern versöhnt, dass ich heute weiss, dass er mir das Beste gegeben hat, was er konnte. Es war halt nicht besonders viel.... aber er war wiederum z. B. schwer krank und hat deshalb getrunken... und so kannst Du den Kreis ewig fortführen. Es bringt doch nichts, in der Vergangenheit zu stochern.... konzentriere Dich doch lieber auf eine glückliche Zukunft.

Unterschied
Hallo dancer,

Ich glaub, niemand kann beurteilen, wann etwas für einen Menschen ein Trauma ist und wann nicht. Es mag klinische Definitionen geben - aber selbst ein Fachmann (wenn er seriös ist) dürfte sich nicht anmaßen, zu urteilen: "Was, Sie wollen traumatisiert sein mit Ihrer Gewaltkindheit? Lächerlich! Erst, wenn noch zwei Scheidungen, drei Zugunglücke, vier Todesfälle und eine Vergewaltigung dazu kommen, dürfen Sie sich so fühlen!"

Versteh mich bitte nicht falsch, aber ich lass mir von keinem sagen, wann ich mich wie zu fühlen habe. Darf ich nur "traumatisiert" sein, wenn du es mir erlaubst (und mit welcher Berechtigung)? Das entscheide ich noch immer selbst!

Wenn du deinen Alkoholiker-Vater "gut" überstanden hast, ist es doch in Ordnung für dich - ein Anderer an deiner Stelle hätte es aber vielleicht nicht so gut verarbeitet. Das ist eben so...

LG

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23. September 2010 um 16:18

Bitte richtig lesen
Hallo,

Nirgendwo ist ein Vorwurf gegen dich gefallen.

Ich hab nur gesagt, was ich brauche und dass ich nicht den Eindruck habe, das von dir Beschriebene könnte "es" für mich sein. Irren kann ich mich.

LG

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23. September 2010 um 16:21
In Antwort auf schakuntala

Unterschied
Hallo dancer,

Ich glaub, niemand kann beurteilen, wann etwas für einen Menschen ein Trauma ist und wann nicht. Es mag klinische Definitionen geben - aber selbst ein Fachmann (wenn er seriös ist) dürfte sich nicht anmaßen, zu urteilen: "Was, Sie wollen traumatisiert sein mit Ihrer Gewaltkindheit? Lächerlich! Erst, wenn noch zwei Scheidungen, drei Zugunglücke, vier Todesfälle und eine Vergewaltigung dazu kommen, dürfen Sie sich so fühlen!"

Versteh mich bitte nicht falsch, aber ich lass mir von keinem sagen, wann ich mich wie zu fühlen habe. Darf ich nur "traumatisiert" sein, wenn du es mir erlaubst (und mit welcher Berechtigung)? Das entscheide ich noch immer selbst!

Wenn du deinen Alkoholiker-Vater "gut" überstanden hast, ist es doch in Ordnung für dich - ein Anderer an deiner Stelle hätte es aber vielleicht nicht so gut verarbeitet. Das ist eben so...

LG

???
Was hast denn Du für einen Ton drauf?
Du gehst am besten doch in Therapie!

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23. September 2010 um 16:30
In Antwort auf august_11878053

???
Was hast denn Du für einen Ton drauf?
Du gehst am besten doch in Therapie!

Unverschämt bist du
Hallo,

Ich äußere meine Meinung.

Einen "Ton" hast du drauf. Lies dich mal selbst!

"Schicken" lass ich mich nicht, und schon gar nicht im Zweizeiler-Befehlston. Dir fehlt offenbar der Respekt für deine Mitmenschen, deren Werte und Meinungen...

Schakuntala

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23. September 2010 um 16:35

Begriffe
Hallo,

Mit "Weitermachen" habe ich lediglich versucht in einem einzigen (vielleicht unsensiblen) Begriff zu umschreiben, was du in Langversion dargestellt hast....

Ich meinte keine "Kontinuität" im Sinn von: ich mach alles weiter wie bisher. Dass du dein Leben umgestaltet hast, hab ich verstanden und finde ich beeindruckend...
Mein Verständnis deiner Therapie war jedoch, dass du mit deinen erworbenen Stärken "weitermachst" - und das wär mir zuwenig.

LG

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23. September 2010 um 16:40

Was ich erwarte....
Hallo,

Die "flash-backs" abstellen.
Meine Konzentrationsfähigkeit wiederherstellen.
Meine Alltagstauglichkeit/Belastbarkeit wieder herstellen...

Das erwart ich...

LG

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23. September 2010 um 16:48

In Ordnung
Hallo,

Wenn eine Therapie das "bringt", bin ich bereit dafür!

Ich hab nicht gesagt, dass ich keine Therapie machen will, sondern, dass ich sehr kritisch auswählen will, WELCHE, denn ich möcht nur keine "Weltanschauung" mitkaufen - kein "Instant-Karma", wenn du verstehst...

LG

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23. September 2010 um 19:32

Heilpraktikerin auf energetischer Ebene
Guuuuudeeee, will dir auch behilflich sein, so wie du es mir warst

Ich spreche aus Erfahrung wenn ich dir sage: Energetische behandlungen von Heilpraktikern sind unübertrefflich, gerade bei DEINEN Problemen... Ich verspreche dir, nach spätestens 2 Sitzungen bist du wieder aufrichtig und glücklich!!!! Durch diese Art von Behandlung lernst du positive Dinge und Ereignise wertschätzen und nimmst diese an... Vertraue einem Unbekannten

Alles gute, viel Erfolg!

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23. September 2010 um 20:43

Ich würde auf eine richtige Therapie setzen
Hallo,

das was Du so beschreibst, klingt gar nicht gut. Du hast mit der Trennung ein emotional einschneidenes Erlebnis hinter Dir, was offensichtlich älteren Erlebnissen und Gefühlen Tür und Tor geöffnet hat. Das ist ganz typisch so. Mir selber ist ähnliches passiert, als ich mich frisch verliebt habe. Da hat man jahrelang alles unter "Kontrolle" und plötzlich führt ein aktueller emotionaler Ausnahmezustand zu einer Gefühlsvermengung. In meinem Fall ist das alles sogar unbewusst gelaufen. Ich hatte einfach nur plötzlich Panikattacken und wollte vor der Beziehung davon laufen. Dass das mit meiner Kindheit zu tun hatte, hat mein Verhaltenstherapeut hervor geholt und bewusst gemacht.

Ich selber würde in Deinem Fall zu Deinem Hausarzt gehen, das hast Du wahrscheinlich bereits getan, und mit ihm darüber reden. Der wird eventuell schon mit Dir abklären, welche Therapieform für Dich richtig ist. Dann musst Du Termine mit PsychotherapeutInnen ausmachen. Du hast Anspruch auf eine bestimmte Anzahl von Probatischen Sitzungen - ich glaube es waren 5 pro Therapeut.. Wende Dich bitte nur an Fachärtze für Psychotherapie (das sind studierte Mediziner, die zusätzlich eine Therapeutenausbildung absolviert haben und Pillen verschreiben dürfen) oder an psychologische Psychotherapeuten (das sind Psychologen mit Therapeutischer Ausbildung, die dürfen allerdings keine Medikamente verschreiben). Bei den extremen Erlebnissen würde ich auf nichts alternatives setzen.

Wenn Du Dich bei einem/einer Therapeut/in wohlfühlst, Du das Gefühl hast, Du könntest mit Ihr über alles reden und Eure Kommunikation stimmt, dann bist Du in den richtigen händen. Im Übrigen hast Du immer das Recht, den/die TherapeutIn zu wechseln, wenn Du während der Therapie das Gefühl hast, es funktioniert nicht zwischen Euch oder Ihr kommt nicht weiter. Ein guter Therapeut wird Dir sogar sagen, ob er sich vorstellen kann, mit Dir zu arbeiten und er wird Dich auf auf Deine Rechte hinweisen!

Ich selber halte sehr viel von der verhaltensbasierten Gesprächstherapie, denn da wird zwar in Deine Vergangenheit geblickt, aber nicht bis ins ewige durchgekaut. Vielmehr lernst Du, Deine Erlebnisse anzugucken und andere Bewertungsmuster aufzubauen. Mit vielen praktischen Tipps wird Dir Schritt für Schritt beigebracht, negative Empfindungen und Gedankenspiralen zu durchbrechen und neu zu bewerten, sodass Dir viele Dinge nicht mehr so sehr wehtun.

Meine Kindheit war extrem schlimm für mich und ich bin mit vielen Komplexen und falschen Verhaltensmustern durch das Leben gelaufen, die es mir nicht möglich gemacht haben, gute Kontakte zu anderen Menschen aufzubauen. Ich bin zwar kein neuer Mensch nach der Therapie geworden, doch habe ich bei vielem nicht mehr so große Schwierigkeiten. Und es passiert nur noch ganz selten, dass ich mich selber fertig mache...

So, genug des langen rumtexten. Ich hoffe, ich konnte Dir etwas weiterhelfen. Lass es mich wissen, wie es bei Dir weitergegangen ist.

Lieben Gruß

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24. September 2010 um 3:39
In Antwort auf tung_12242684

Heilpraktikerin auf energetischer Ebene
Guuuuudeeee, will dir auch behilflich sein, so wie du es mir warst

Ich spreche aus Erfahrung wenn ich dir sage: Energetische behandlungen von Heilpraktikern sind unübertrefflich, gerade bei DEINEN Problemen... Ich verspreche dir, nach spätestens 2 Sitzungen bist du wieder aufrichtig und glücklich!!!! Durch diese Art von Behandlung lernst du positive Dinge und Ereignise wertschätzen und nimmst diese an... Vertraue einem Unbekannten

Alles gute, viel Erfolg!

....
Hallo andechs,

Wann hab ich dir denn geholfen? Daran kann ich mich gar nicht mehr erinnern...

Eine Heilpraktikerin kommt für mich nicht in Frage - das ist für mich alles "esoterischer" Quatsch. Wie sollte man "nach zwei Sitzungen glücklich sein"?

Jedem das Seine....

LG

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24. September 2010 um 3:47
In Antwort auf usoa_12691060

Ich würde auf eine richtige Therapie setzen
Hallo,

das was Du so beschreibst, klingt gar nicht gut. Du hast mit der Trennung ein emotional einschneidenes Erlebnis hinter Dir, was offensichtlich älteren Erlebnissen und Gefühlen Tür und Tor geöffnet hat. Das ist ganz typisch so. Mir selber ist ähnliches passiert, als ich mich frisch verliebt habe. Da hat man jahrelang alles unter "Kontrolle" und plötzlich führt ein aktueller emotionaler Ausnahmezustand zu einer Gefühlsvermengung. In meinem Fall ist das alles sogar unbewusst gelaufen. Ich hatte einfach nur plötzlich Panikattacken und wollte vor der Beziehung davon laufen. Dass das mit meiner Kindheit zu tun hatte, hat mein Verhaltenstherapeut hervor geholt und bewusst gemacht.

Ich selber würde in Deinem Fall zu Deinem Hausarzt gehen, das hast Du wahrscheinlich bereits getan, und mit ihm darüber reden. Der wird eventuell schon mit Dir abklären, welche Therapieform für Dich richtig ist. Dann musst Du Termine mit PsychotherapeutInnen ausmachen. Du hast Anspruch auf eine bestimmte Anzahl von Probatischen Sitzungen - ich glaube es waren 5 pro Therapeut.. Wende Dich bitte nur an Fachärtze für Psychotherapie (das sind studierte Mediziner, die zusätzlich eine Therapeutenausbildung absolviert haben und Pillen verschreiben dürfen) oder an psychologische Psychotherapeuten (das sind Psychologen mit Therapeutischer Ausbildung, die dürfen allerdings keine Medikamente verschreiben). Bei den extremen Erlebnissen würde ich auf nichts alternatives setzen.

Wenn Du Dich bei einem/einer Therapeut/in wohlfühlst, Du das Gefühl hast, Du könntest mit Ihr über alles reden und Eure Kommunikation stimmt, dann bist Du in den richtigen händen. Im Übrigen hast Du immer das Recht, den/die TherapeutIn zu wechseln, wenn Du während der Therapie das Gefühl hast, es funktioniert nicht zwischen Euch oder Ihr kommt nicht weiter. Ein guter Therapeut wird Dir sogar sagen, ob er sich vorstellen kann, mit Dir zu arbeiten und er wird Dich auf auf Deine Rechte hinweisen!

Ich selber halte sehr viel von der verhaltensbasierten Gesprächstherapie, denn da wird zwar in Deine Vergangenheit geblickt, aber nicht bis ins ewige durchgekaut. Vielmehr lernst Du, Deine Erlebnisse anzugucken und andere Bewertungsmuster aufzubauen. Mit vielen praktischen Tipps wird Dir Schritt für Schritt beigebracht, negative Empfindungen und Gedankenspiralen zu durchbrechen und neu zu bewerten, sodass Dir viele Dinge nicht mehr so sehr wehtun.

Meine Kindheit war extrem schlimm für mich und ich bin mit vielen Komplexen und falschen Verhaltensmustern durch das Leben gelaufen, die es mir nicht möglich gemacht haben, gute Kontakte zu anderen Menschen aufzubauen. Ich bin zwar kein neuer Mensch nach der Therapie geworden, doch habe ich bei vielem nicht mehr so große Schwierigkeiten. Und es passiert nur noch ganz selten, dass ich mich selber fertig mache...

So, genug des langen rumtexten. Ich hoffe, ich konnte Dir etwas weiterhelfen. Lass es mich wissen, wie es bei Dir weitergegangen ist.

Lieben Gruß

Danke....
Hallo,

Danke für deine ausführliche Antwort, in der viel "Erfahrung" und Wissen steckt...

Gut, dass du mir von deinem Erleben schreibst. Ich dachte schon, niemand könne mein Erleben nachvollziehen - es fiel mir ja selbst schwer, zunächst, weil mir der "Abstand" fehlte und ich mittendrin steckte, dann, weil ich mit keinem reden konnte.

Panikattacken und so hab ich zum Glück nicht, von "unbewusst" kann auch keine Rede sein - ich weiss, woher alles kommt und wie es zusammenhängt. Aber davon allein hört es nicht auf...

Ich werde auf jeden Fall einen hochqualifizierten Mediziner als Therapeuten wählen - und nicht "nur" einen Psychologen und schon gar keinen "Esoterik-Spinner", der mir irgendeine Weltanschauung anbietet...

...ich will meinen Therapeuten ernst nehmen können und dazu ist eine seriöse akademische Ausbildung die unabdingbare Voraussetzung.

LG

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21. Oktober 2010 um 22:34
In Antwort auf schakuntala

Danke....
Hallo,

Danke für deine ausführliche Antwort, in der viel "Erfahrung" und Wissen steckt...

Gut, dass du mir von deinem Erleben schreibst. Ich dachte schon, niemand könne mein Erleben nachvollziehen - es fiel mir ja selbst schwer, zunächst, weil mir der "Abstand" fehlte und ich mittendrin steckte, dann, weil ich mit keinem reden konnte.

Panikattacken und so hab ich zum Glück nicht, von "unbewusst" kann auch keine Rede sein - ich weiss, woher alles kommt und wie es zusammenhängt. Aber davon allein hört es nicht auf...

Ich werde auf jeden Fall einen hochqualifizierten Mediziner als Therapeuten wählen - und nicht "nur" einen Psychologen und schon gar keinen "Esoterik-Spinner", der mir irgendeine Weltanschauung anbietet...

...ich will meinen Therapeuten ernst nehmen können und dazu ist eine seriöse akademische Ausbildung die unabdingbare Voraussetzung.

LG

Medizin hin oder her
Hallo,

hey vielen Dank für Deine netten Worte. Nun ist ein Monat vergangen und ich hoffe, dass es Dir jetzt vielleicht schon ein wenig besser geht oder Du schon einen Schritt weiter bist. Entschuldige für die späte Antwort, aber ich war sehr lange nicht mehr online.

Ich freue mich, dass Du in Erwägung ziehst, Dir professionelle Hilfe zu suchen. Ich wünsche Dir sehr viel Erfolg dabei und hoffe, dass Du schnell an einen Therapeuten "gerätst", der Dir gut tut.

Ich will Dir da auch gar nicht reinreden, wohin Du gehst. Aber ich will nur kurz nochmal loswerden, dass der Psychologische Psychotherapeut ebenso ein Akademiker ist, wie der Psychiater. Du kannst also von beiden eine sehr fundierte und durch die gesetzlichen Krankenkasse legitimierte Therapie erwarten.

Ich persönlich würde nur dann zu einem Psychiater, bzw. einem Mediziner mit Psychotherapeutischer Zusatzausbildung nur dann gehen, wenn ich davon ausgehen muss, dass ich zeitgleich Happy Pills brauche. Psychologische Psychotherapeuten haben vorher Psychologie studiert und dann die Therapeuten Ausbildung zusätzlich absolviert. Sie brauchen genauso lang wie die Psychiater, bevor sie eigenständig behandeln dürfen.

Der Unterschied liegt darin, dass der eine medizinisch fundierter arbeitet und der andere eher auf psychologischer, seelischer Ebene. Das ist ungefähr so, als würde sich einer sechs Jahre lang mit der Hardware beschäftigen und dann das Programmieren anfangen. Die Programme sind gut, aber eher etwas schlichter. Dafür kann er den Rechner reparieren, wenn er kaputt ist. Der Andere hat sich aber schon vorher 6 Jahre lang alle vorhandenen Programme und Updates draufgepackt, bevor er neue programmiert, der kann Dir vielleicht ein echt geiles upgrade draufpacken...

Toi toi toi, lass' mal von Dir hören!
LG
Quackamama

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21. Oktober 2010 um 22:47
In Antwort auf usoa_12691060

Medizin hin oder her
Hallo,

hey vielen Dank für Deine netten Worte. Nun ist ein Monat vergangen und ich hoffe, dass es Dir jetzt vielleicht schon ein wenig besser geht oder Du schon einen Schritt weiter bist. Entschuldige für die späte Antwort, aber ich war sehr lange nicht mehr online.

Ich freue mich, dass Du in Erwägung ziehst, Dir professionelle Hilfe zu suchen. Ich wünsche Dir sehr viel Erfolg dabei und hoffe, dass Du schnell an einen Therapeuten "gerätst", der Dir gut tut.

Ich will Dir da auch gar nicht reinreden, wohin Du gehst. Aber ich will nur kurz nochmal loswerden, dass der Psychologische Psychotherapeut ebenso ein Akademiker ist, wie der Psychiater. Du kannst also von beiden eine sehr fundierte und durch die gesetzlichen Krankenkasse legitimierte Therapie erwarten.

Ich persönlich würde nur dann zu einem Psychiater, bzw. einem Mediziner mit Psychotherapeutischer Zusatzausbildung nur dann gehen, wenn ich davon ausgehen muss, dass ich zeitgleich Happy Pills brauche. Psychologische Psychotherapeuten haben vorher Psychologie studiert und dann die Therapeuten Ausbildung zusätzlich absolviert. Sie brauchen genauso lang wie die Psychiater, bevor sie eigenständig behandeln dürfen.

Der Unterschied liegt darin, dass der eine medizinisch fundierter arbeitet und der andere eher auf psychologischer, seelischer Ebene. Das ist ungefähr so, als würde sich einer sechs Jahre lang mit der Hardware beschäftigen und dann das Programmieren anfangen. Die Programme sind gut, aber eher etwas schlichter. Dafür kann er den Rechner reparieren, wenn er kaputt ist. Der Andere hat sich aber schon vorher 6 Jahre lang alle vorhandenen Programme und Updates draufgepackt, bevor er neue programmiert, der kann Dir vielleicht ein echt geiles upgrade draufpacken...

Toi toi toi, lass' mal von Dir hören!
LG
Quackamama

P.S.:
mit Psychiater meine ich natürlich den Facharzt für Psychotherapie. Ich bin ziemlich platt heute und nur noch semi-denkfähig, sorry für den faux-pas!

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