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Traumatherapie und Kontaktsperre

30. September 2011 um 11:35

Meine Frau hat eine Traumatherapie begonnen, vor etwa 4 Wochen.Eine schwere Traumatisierung in der Kindheit führte dazu das sie eine sogenannte Dissoziative_Identitätsstörung bekam.Wir sind jetzt 23 Jahre Verheiratet und haben eine große Tochter.Anfänglich (erste Woche Klinik) kamen noch liebevolle Briefe dann schrieb sie das es ihr sehr schlecht geht und ihr das schreiben schwerfällt was ich mir auch durchaus vorstellen kann.Ich habe den Leitenden Arzt angerufen und er sagte mir das es ihr gut gehen würde ansonsten berief er sich auf seine Schweigepflicht.Da es in unserer Ehe schon öfter krieselte (Eifersucht von meiner Seite) habe ich das Gefühl das meine Frau sich löst von mir.Es ist auch eine unbefristete Kontaktsperre ausgesprochen worden.Ich weiß das meine Frau durch die Hölle geht aber meine Tochter und ich leiden auch sehr.Kein Arzt hat mit mir über den Therapieverlauf im Vorfeld gesprochen es wurde mir gesagt das es in diesem Fall auch nicht vorgesehen war.Kann mir irgend wer sagen was all das zu bedeuten hat !

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1. Oktober 2011 um 1:22

Hey,
habe zwar keine Ehe geführt und auch noch keine Traumatherapie begonnen, aber bin selbst Überlebende. Ich kann Deine Angst verstehen. Aber noch besser die Seite Deiner Frau. Sie trägt seit vielen Jahren diese Erinnerungen in sich und konfrontiert sich damit nocheinmal. Es ist ziemlich schwierig all diese Gefühle wieder zu empfinden. Man weiß manchmal nicht so richtig wo einem der Kopf steht und wie die Gefühle tanzen. Vielleicht hat man gewisse Stränge einfach abgespalten und unterbunden. Lass sie in Ruhe den Weg zurückfinden zu sich selbst. Sie wird sich ganz bestimmt verändern. Aber was spricht den gegen neue Lebensfreude und wundervolle Energien, auch intensive Gefühle die sie dann wieder intensiver wahrnehmen wird wie vielleicht noch nie zu vor. Vielleicht wird es auch absolut atemberaubend wenn ihr Euch nach der Kontaktsperre wieder begegnet.

Sicherlich kann es natürlich passieren das ihr Euch von einander entfernt, aber sie ihr habt so viele Jahre zusammen gehalten. Ich kann Dir nur von meinen Gefühlen schildern und die haben sich während der Ganzen Zeit die ich bis jetzt bewusst an mir arbeite NICHT verändert. Im Gegenteil sind sie sogar noch stärker geworden weil ich sie nach und nach wieder intensiver empfinden konnte.

Wenn Du selbst nicht damit zurecht kommst dann hol Dir Hilfe. Vielleicht bei einer Beratungsstelle für Angehörige oder ähnliches. Niemand verlangt von Dir das Du das allein schaffst. Auch Du kannst Dir Hilfe holen und es ist ja nicht schlimm. So lernt ihr beide zusammen damit umzugehen. Das schweißt auch wieder zusammen.

Viel Glück für Euch Drei!

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2. Oktober 2011 um 15:15

Es ist aus
Sie hat Samstag die Trennung vollzogen

Tiefe Traurigkeit ist in mir und meiner Tochter
Sie hat ihre Krankheit verleugnet und meine Eifersucht vorgeschoben

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3. Oktober 2011 um 15:19

Alles wird gut
Ja sie ist wieder in die Klinik gefahren.
Es ist etwas passiert, wo man keinem einen Vorwurf machen kann
ausser dem Peiniger von damals
Mir fällt es schwer das alles zu verstehen-ich löse, bei ihr, Angst aus weil ich ihrem Peiniger ähnlich bin und das nach 23 Jahren Ehe-für mich ist das einfach zu hoch.
Ich danke euch(dir)

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